{"id":1641,"date":"2013-02-21T20:41:20","date_gmt":"2013-02-21T19:41:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=1641"},"modified":"2013-02-21T22:04:34","modified_gmt":"2013-02-21T21:04:34","slug":"therapie-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=1641","title":{"rendered":"Therapie erforderlich!"},"content":{"rendered":"<p>Am heutigen sp\u00e4ten Vormittag erhaschte ich mal eine Fahrt zum Flughafen. Sonst eigentlich immer eine runde Sache glaubte ich heute eher an Murphy\u00b4s Gesetze, denn eigentlich hatte ich eine geplante Fahrt. &#8211; Nun gut: Das Erledigen der geplanten Fahrt im Anschlu\u00df habe ich abgeblasen, denn dann h\u00e4tte der Fahrgast recht lange warten m\u00fcssen. Das will man ja nun auch nicht.<br \/>\nAber nicht der Gesch\u00e4ftsgang dieser Tour ist erz\u00e4hlenswert, sondern eine Begebenheit unterwegs:<\/p>\n<p>Auf der Hansastra\u00dfe (dem Vor-Zubringer zur Autobahn) bemerkte ich, da\u00df meine Fahrspur die langsamere ist. Ich pr\u00fcfte deshalb auf eine L\u00fccke in der linken Spur, befand sie als gro\u00df genug und setzte den Blinker. Und nun begann der Spa\u00df! Der Wagen links hinter mir war zwar ausreichend weit entfernt, erh\u00f6hte aber sofort nach Beginn meines Blinkens die Geschwindigkeit. Auch jetzt war er aber noch weit genug hinten, da\u00df ich r\u00fcberziehen konnte. Merkw\u00fcrdigerweise schien aber irgendeine geheimnisvolle Verbindung zwischen meinem Lenkrad und seinem Gaspedal zu bestehen. Je weiter ich in seine Spur eintauchte, um so schneller wurde er. Irgendwann war dann allerdings Schlu\u00df, denn durch mich hindurchfahren konnte er ja nicht. Statt dessen zog er die Lichthupe und lie\u00df sekundenlang nicht mehr los. Ich habe mich dann nat\u00fcrlicherweise nicht weiter f\u00fcr ihn interessiert und zog davon. Die Autobahn war schnell erreicht und fast ebenso schnell wieder verlassen, aber &#8211; an der Stelle, wo sich A4 und A13 trennen, rauschte einer 2 Spuren neben mir vorbei und hupte 2mal lang und kr\u00e4ftig.<br \/>\nUnd seitdem \u00fcberlege ich wie bei einem Gem\u00e4lde von Picasso: Was will mir der K\u00fcnstler damit sagen? Zuallererst sei zu konstatieren, da\u00df er 2mal lang hupte. Das w\u00e4re also nach Lesart des Herrn Morse ein &#8222;M&#8220;. Was also bedeutet dieses &#8222;M&#8220;? Vielleicht &#8222;Mist!&#8220; oder &#8222;Mach das nicht noch mal!&#8220; oder &#8222;Mit dir rechne ich noch ab!&#8220; oder vielleicht schlicht und einfach &#8222;Mamiii!&#8220;? Auf jeden Fall war eines klar: Er hatte ein internes Problem. Nun gibt es ja deren viele, die in Kreisen der Neurologen alle einen Namen haben. Ich glaube hier aber eher an das bei \u00c4rzten vielleicht eher unbekannte Stellvertretersyndrom. Dieses entsteht, wenn ein Mensch trotz seiner Meinung nach ad\u00e4quater Leistung st\u00e4ndig nur in der zweiten Reihe steht, also h\u00f6chstens Stellverteter wird. Solche Menschen k\u00f6nnen es partout nicht ertragen, auch noch au\u00dferhalb ihrer Arbeitswelt nur Zweiter zu sein. Wichtig kann es deshalb auch sein, den Grad ihrer Erkrankung festzustellen. Je l\u00e4nger n\u00e4mlich die Erregung \u00fcber &#8222;ungeheuerliches Geschehen&#8220; anh\u00e4lt, umso l\u00e4nger ist besagter Fahrer auch nicht in der Lage, sich auf die momentanen Verkehrssituationen zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Wissen w\u00fcrde ich gerne folgendes: Wenn ich nicht zum Flughafen Dresden gefahren w\u00e4re, sondern nach Tegel und er vielleicht nach Potsdam, h\u00e4tte er am Kreuz Sch\u00f6nefeld auch noch gehupt und wenn ja, wie lange?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am heutigen sp\u00e4ten Vormittag erhaschte ich mal eine Fahrt zum Flughafen. 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