{"id":1752,"date":"2013-05-10T22:31:09","date_gmt":"2013-05-10T20:31:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=1752"},"modified":"2013-05-10T22:42:15","modified_gmt":"2013-05-10T20:42:15","slug":"oh-gott-bruckentag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=1752","title":{"rendered":"Oh Gott &#8211; Br\u00fcckentag!"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcckentage sind immer: &#8222;Very special&#8220;, ganz besonders nach Himmelfahrt. Um mich nicht lange auf die Folter zu spannen, schlug das Schicksal schon bei der ersten Fahrt zu. Ich sollte einen Herrn ins Krankenhaus fahren. W\u00e4hrend ich auf ihn wartete, bemerkte ich eine Bauchtasche, die am Au\u00dfenknauf seiner Haust\u00fcr hing. Ich habe sie ignoriert, denn was gehen mich fremde Taschen an. Wenig sp\u00e4ter begann jedoch im Innern der Tasche ein Telefon zu klingeln. Nach einiger Zeit habe ich mich dann entschlossen, Gutmensch zu sein und ranzugehen. Es war ein Kumpel des Besitzers, der nat\u00fcrlich sehr erstaunt war, da\u00df ein Fremder ranging. Er wollte nur fragen, wie es ihm(dem Besitzer) geht. Gab es da vielleicht einen triftigen Grund f\u00fcr dieses Ansinnen, denn schlie\u00dflich war ja Himmelfahrt? \ud83d\ude09 Der Kumpel meinte, ich solle ihm die Tasche doch mal schnell vorbeibringen, da\u00df er sie dem Eigent\u00fcmer wiedergeben kann &#8211; Spa\u00dfvogel! Auf meine Anfrage, wo dieser denn wohnt, weil ich ihm die Tasche ja gleich bringen k\u00f6nne, erhielt ich eine abschl\u00e4gige Antwort! Er wu\u00dfte es nicht. Soviel zum Thema Kumpel! Ich erdreistete mich also, die in der Tasche befindliche Brieftasche zu durchsuchen und fand tats\u00e4chlich den Ausweis. Wohnadresse war gleich um die Ecke. Nach Hinfahren und Klingeln allerdings Fehlanzeige. Also Anruf bei der Polizei, da\u00df Tasche bei mir, falls Vermi\u00dftenanzeige. Doch &#8211; oh Wunder &#8211; mitten in mein Gespr\u00e4ch hinein klingelte das fremde Handy erneut. Der Diensthabende erkl\u00e4rte daraufhin, wenn ich mit dem Eigent\u00fcmer eine \u00dcbergaberegelung f\u00e4nde, br\u00e4uchte es seine Dienststelle nicht.<br \/>\nAm Telefon sagte schlie\u00dflich eine Kinderstimme: &#8222;Papiii?&#8220;. Ich sagte: &#8222;Nein, mein M\u00e4usel, ich bin nicht der Papi, aber der hat wahrscheinlich seine Tasche verloren und deshalb habe ich sein Handy&#8220;. Nach einigen sehr niedlichen Nachfragen ging dann die Mutter ran. Mit ihr habe ich schlie\u00dflich die \u00dcbergabe besprochen und die Sache war eigentlich gegessen. Nicht lange danach rief allerdings der Besitzer selbst an. Nat\u00fcrlich sollte ich ihm auf der Stelle und sofort die Tasche bringen, einfach so. Ich hab\u00b4 ihm dann erst einmal erkl\u00e4rt, da\u00df ich auf der Stra\u00dfe bin, um Geld zu verdienen und da\u00df wir nicht bei &#8222;W\u00fcnsch Dir Was&#8220; sind. Nach der Ansage der Kosten und dem Hinweis, da\u00df seine Brieftasche zwar die Papiere samt EC-Karte, aber kein Geld enthalte, brach pl\u00f6tzlich die Verbindung ab. Im Verlaufe des Tages klingelte das Handy dann noch 2 oder 3mal, aber ich hatte die Tasche in der Beifahrersitzbank deponiert und h\u00e4tte deshalb meinen Fahrgast hochscheuchen m\u00fcssen. Au\u00dferdem habe ich anderes zu tun, als mich um diese Sch&#8230;tasche zu k\u00fcmmern.<br \/>\nAls ich dann am Abend nach Hause fuhr, kam ich &#8211; wie ich der Frau versprochen hatte &#8211; am Haus vorbei und konnte die Tasche auch loswerden. Die Frau sagte, er habe 250,- \u20ac in der Brieftasche gehabt. Mag sein, aber nun sind sie weg! Ob sie nun geklaut oder &#8222;verkloppt&#8220; wurden: Auf jeden Fall war es eine bescheuerte Idee, 250,- \u20ac auf eine Sauftour mitzunehmen.<\/p>\n<p>Was es allerdings mit der Handvoll Tampons in der Tasche auf sich hatte, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcckentage sind immer: &#8222;Very special&#8220;, ganz besonders nach Himmelfahrt. Um mich nicht lange auf die Folter zu spannen, schlug das Schicksal schon bei der ersten Fahrt zu. Ich sollte einen Herrn ins Krankenhaus fahren. 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