{"id":2108,"date":"2014-02-26T20:54:57","date_gmt":"2014-02-26T19:54:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=2108"},"modified":"2014-02-26T21:15:09","modified_gmt":"2014-02-26T20:15:09","slug":"tag-des-vergessens","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=2108","title":{"rendered":"Tag des Vergessens"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem Dresden vor Kurzem einen Tag gegen das Vergessen(der Bombenangriffe; d.A.) feierte, habe ich heute einen Tag <em>des<\/em> Vergessens eingef\u00fcgt. Das erste Vergessen des Tages stellte ich <span style=\"text-decoration: underline;\">bereits<\/span> fest, als ich nach der ersten Tour am anderen Ende der Stadt ankam: Ich hatte mein Wechselgeldportemonaie vergessen! Gl\u00fccklicherweise war das eine Rechnungsfahrt und ich hatte f\u00fcr\u00b4s Erste keine Probleme. Noch gl\u00fccklicher war, da\u00df der Flughafen nicht weit entfernt war und ich deshalb Geldautomat und Geldwechsler zur Verf\u00fcgung hatte. Gesagt, getan &#8211; ich fuhr dorthin, hob eine &#8222;Wechselgeldcharge&#8220; ab und tauschte sie in taxigeeignete St\u00fcckelung. Bei dieser Gelegenheit fiel mir eines auf: Warum machen wir Taxifahrer es uns eigentlich so schwer?! Wir fahren tagt\u00e4glich hin und her, um am Ende eines Tages eine bestimmte Menge Geldes in der Tasche zu haben. Ich hatte es doch heute viel einfacher: Ich hebe das Geld einfach ab! So habe ich keine Arbeit, kann die Zeit f\u00fcr mich selbst nutzen und habe trotzdem Geld! Meint ihr nicht, das w\u00e4re besser?<br \/>\nSei\u00b4s drum, weil ich ein arbeits<del>scheuer<\/del>amer Mensch bin, fuhr ich trotzdem wie immer. In einer kurzen Phase der Ruhe, der Besinnung und des &#8211; Hungers bemerkte ich dann das zweite Vergessen: Ich hatte trotz der Mitnahme eines leckeren S\u00fclzsalates einen L\u00f6ffel vergessen! Nun k\u00f6nnte man ja sagen: &#8222;Na dann i\u00df ihn eben einfach nicht!&#8220; Aber stellt euch das nicht so leicht vor. Wenn man diesen Salat mag und der Appetit darauf unb\u00e4ndig wird, dann ist das \u00e4hnlich wie bei einem Junkie auf Entzug &#8211; das geht gar nicht! Also woher den L\u00f6ffel nehmen?? Ich durchforstete meine Ma\u00dfnahmen gegen das Vergessen, konnte aber nur mit einem Satz Plastebecher gegen das Vergessen meiner Kaffeetasse aufwarten. Hier erinnerte ich mich &#8211; An einen Witz, der noch aus Wehrmachtszeiten stammen m\u00fc\u00dfte: &#8222;Wenn du einen Deutschen mit einem E\u00dfbesteck und einem Kochgeschirr in den Bau steckst, kommt der ein paar Wochen sp\u00e4ter mit dem Panzer \u00b4rausgefahren!&#8220; Sollte hei\u00dfen: Mach was draus! &#8211; Und ich machte. So habe ich n\u00e4mlich immer einige Utensilien bei mir. Leider ist weder Kochgeschirr noch E\u00dfbesteck dabei, aber zu einem Kamm und einem Nagelpflegeset reicht\u00b4s noch immer. Schlie\u00dflich will ich ja mal &#8222;Mister Taxi&#8220; werden! \ud83d\ude09\u00a0 Mit der im Nagelset enthaltenen Schere und so einem Plastebecher m\u00fc\u00dfte doch irgendwas gehen?!<br \/>\nUnd es ging! Ich machte einen Schnitt, den man sich folgenderma\u00dfen vorstellen mu\u00df: Man lege einen Becher auf die Seite und schneide dann von der Trink\u00f6ffnung ausgehend 3mm \u00fcber dem Auflagepunkt hinauf bis kurz vor den Boden des Bechers. So erh\u00e4lt man ein stabiles Konstrukt zum L\u00f6ffeln des Salats. Ich habe ihn sehr genossen! \ud83d\ude42<br \/>\nNun ja, was soll ich noch sagen&#8230;<\/p>\n<p>Es war zwar ein Tag <em>des<\/em> Vergessens, aber umsatzm\u00e4\u00dfig ganz gewi\u00df kein Tag <em>zum<\/em> vergessen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Dresden vor Kurzem einen Tag gegen das Vergessen(der Bombenangriffe; d.A.) feierte, habe ich heute einen Tag des Vergessens eingef\u00fcgt. 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