{"id":2321,"date":"2014-07-03T23:12:07","date_gmt":"2014-07-03T21:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=2321"},"modified":"2014-07-03T23:19:24","modified_gmt":"2014-07-03T21:19:24","slug":"doenerdeutsch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/?p=2321","title":{"rendered":"D\u00f6nerdeutsch"},"content":{"rendered":"<p>In Anbetracht meiner urlaubsbedingten Themenflaute bin ich heute mehr als dankbar f\u00fcr die Steilvorlage der \u00b4S\u00e4chsischen Zeitung\u00b4 zum Thema &#8222;Kiezdeutsch&#8220;. Man kann es nat\u00fcrlich auch so wie die Artikel\u00fcberschrift nennen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2322\" style=\"width: 1738px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Kiezdeutsch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2322\" class=\"wp-image-2322 size-full\" src=\"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Kiezdeutsch.jpg\" alt=\"Kiezdeutsch\" width=\"1728\" height=\"1033\" srcset=\"http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Kiezdeutsch.jpg 1728w, http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Kiezdeutsch-300x179.jpg 300w, http:\/\/www.taxiblog-dresden.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Kiezdeutsch-1024x612.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1728px) 100vw, 1728px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2322\" class=\"wp-caption-text\">Aus der `S\u00e4chsischen Zeitung\u00b4 vom 3.7.14<\/p><\/div>\n<p>Als Verfechter einer deutschen Sprache, die diesen Namen auch verdient, kann ich an diesem Artikel nat\u00fcrlich nicht kommentarlos vorbei- und zur Tagesordnung \u00fcbergehen. Also nichts wie vorw\u00e4rts zur Analyse:<\/p>\n<p>Der erste Absatz \u00fcber das &#8222;spielerische&#8220; Wiederholen eines Wortes mit vorgestelltem &#8222;M&#8220; erinnert mich doch stark an die &#8222;L\u00f6ffelsprache&#8220; aus meiner Kindheit. Dort gab es den Beispielsatz: &#8222;Duluwu biliwist dolowoof!&#8220; Den eigentlichen Satz d\u00fcrfte wohl jeder erkennen, der nicht wirklich \u00b4dolowoof\u00b4 ist. \u00a0 \ud83d\ude09<br \/>\nWenn dann im Zusammenhang mit dieser im Artikel genannten Kreation von &#8222;innovativ&#8220; gesprochen wird, dann frage ich mich schon, ob man das Fahhrrad alle 50 Jahre neu erfinden mu\u00df und daf\u00fcr noch Applaus verlangt! Die &#8222;L\u00f6ffelsprache&#8220; pflegte man schlie\u00dflich in den Jahren um 1965. Der Unterschied war nur, da\u00df wir Kinder aus uns selbst kreativ waren, weil es damals hierzulande keinerlei Migranten gab. &#8211; Warum eigentlich nicht! Schlie\u00dflich hatten wir in unserem abgeschotteten und milit\u00e4risch gesicherten Land die allerbesten Bedingungen f\u00fcr Asylsuchende. Allerdings hatten wir eben keine W\u00e4hrung, die auf dem Weltmarkt h\u00e4tte bestehen k\u00f6nnen oder die im Herkunftsland des Asylsuchenden irgendetwas wert gewesen w\u00e4re. Ob das wohl irgendeinen Einflu\u00df hatte&#8230; ?<\/p>\n<p>Zum weiteren Verlauf des Artikels m\u00f6chte ich anmerken, da\u00df es tats\u00e4chlich Verwerfungen der deutschen Sprache gab und gibt, die vornehmlich aus jugendlichem Munde stammen, sich im Laufe der Jahre dann aber auswachsen. \u00c4rgerlich ist dann nur, wenn Sprachwissenschaftler dies als ganz normale Fortentwicklung der deutschen Sprache bezeichnen, die ja schon seit Jahrhunderten stattfindet. Die Erfahrung zeigt zum Gl\u00fcck, da\u00df die meisten zu einer ordentlichen Ausdrucksweise zur\u00fcckfinden, sp\u00e4testens dann, wenn sie eine sogenannte \u00b4h\u00f6here gesellschaftliche Stellung\u00b4 einnehmen.<\/p>\n<p>Eine besonders lustige Stelle in diesem Beitrag fand ich kurz vor dem letzten Absatz: &#8222;Heike Wiese geht davon aus, da\u00df der Einflu\u00df des T\u00fcrkischen auf das Deutsche weit weniger stark ist als umgekehrt. Wissenschaftler beobachteten seit einer Weile, da\u00df sich in Deutschland das T\u00fcrkische stark ver\u00e4ndert &#8211; es \u00fcbernehme deutsche Ausdr\u00fccke und auch Konstruktionen aus der deutschen Grammatik, berichtet sie.&#8220;<br \/>\nDa kann ich nur ausrufen: &#8222;Ja wat\u00b4n Wunder, wo es doch auch Deutsche gibt, die jahrelang im Ausland leben und dann beim Deutschsprechen \u00fcberlegen m\u00fcssen. Man stelle sich aber mal vor, der Einflu\u00df der deutschen Sprache w\u00fcrde in der T\u00fcrkei selbst gravierende Ausma\u00dfe annehmen! Die Folge w\u00e4re wahrscheinlich ein Zwist ungeahnten Ausma\u00dfes. Erdogans &#8222;Gusche&#8220; w\u00fcrde bestimmt rattern wie ein Maschinengewehr.<br \/>\nIm weiteren Text wird dann gesagt: &#8220; &#8230;da\u00df S\u00e4tze wie: \u00b4Gehst du Bus oder bist du mit Auto?\u00b4 in Zukunft zur ganz normalen Hauptstadtsprache geh\u00f6ren werden.&#8220;<br \/>\nDieser Meinung bin ich ganz und gar nicht und selbst wenn:<\/p>\n<p>Was bin ich doch froh, da\u00df ich dort nicht wohnen mu\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anbetracht meiner urlaubsbedingten Themenflaute bin ich heute mehr als dankbar f\u00fcr die Steilvorlage der \u00b4S\u00e4chsischen Zeitung\u00b4 zum Thema &#8222;Kiezdeutsch&#8220;. Man kann es nat\u00fcrlich auch so wie die Artikel\u00fcberschrift nennen. 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