Der grüne (Ossi-)Pfeil

Ich habe gerade mal bei Christian gekiebitzt und dort Andeutungen über den „Grünen Pfeil“ gelesen mit der Zusatzbemerkung, daß sich da einige viele die meisten in den ´gebrauchten´ Bundesländern recht schwer tun. Dabei ist eigentlich alles ganz einfach:

Man muß nicht mental auf die rote Ampel mit Grünpfeil  starren wie das Kaninchen auf die Schlange und versuchen, den Sinn dahinter zu ergründen, denn man kan sich die Situation einfach „umrechnen“: Nimm einfach an, du näherst dich auf deinem Weg einer Hauptstraße, vor welcher die Schilder „Vorfahrt beachten“ und „Rechtsabbiegegebot“ stehen. Hier weißt du sofort, daß du dem Verkehr auf der Hauptstraße die Vorfahrt gewähren mußt, natürlich auch dem Fußgängerverkehr, der entlang der Hauptstraße läuft. Wenn aber kein Verkehr auf der Hauptstraße ist oder eine größere Lücke eintritt, kannst du die Hauptstraße nach rechts befahren. Nichts anderes macht der grüne Pfeil bei roter Ampel. Genauer gesagt, machte er das zu DDR-Zeiten. Heutzutage muß man in seiner „Umrechnung“ das Vorfahrtsschild durch ein Stopschild ersetzen, das heißt, man muß vor jedem Abbiegen erst einmal sichtbar angehalten haben.
Diese Sichtbarkeit des Anhaltens ist eigentlich nur aus einem Grund wirklich wichtig:
Stell dir vor, du befährst bei grüner Ampel eine Kreuzung, um nach links abzubiegen. In diesem Fall mußt du natürlich erst den Geradeausverkehr durchlassen. Der endet ja schließlich auch im Normalfall mit dem Ende der Grünphase, was du aber auf der Mitte der Kreuzung nicht mehr sehen kannst. Wenn nun aber die Rechtsabbieger aus deiner Gegenrichtung wegen des Grünpfeils einfach abbiegen, ohne anzuhalten, kannst du selbst die Kreuzung nicht räumen. Du weißt ja gar nicht, daß deine Richtungsfahrbahn schon ROT hat.

Also merke: Wenn du bei ROT mit Grünpfeil sichtbar anhältst und dir beim Rechtsabbiegen bewußt bist, daß du jeden durchlassen mußt, der deinen Weg kreuzt, dann kannst du gar nichts falsch machen.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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