Wo man Mus kaut

Natürlich kaut man auch in Bad Muskau kein Mus! Aber ist das nicht ein schöner Einsteiger? ;-)
Ich hätte nie gedacht, daß mich an einem grottenschlechten Tag wie heute doch noch das Taxiglück ereilen könnte. Immerhin sind es dorthin etwas mehr als 120 kilometer. Ein bißchen albern komme ich mir allerdings vor, wenn ich an die Geschichten von Reinhold denke, bei dem man das Gefühl hat, er sähe seine Stadt nur ab und zu einmal, wenn er nicht gerade im Alpenvorland unterwegs ist. ;-)
Als ich vor etwa einem halben Jahr schon einmal in dieser Gegend war, hatte ich es ja dermaßen eilig, daß ich eine regelrechte Rekordzeit gefahren habe. Heute allerdings hatte ich 2 Stunden mehr Zeit, weswegen ich mir auch eine gemütliche Vesper gegönnt habe. Das Ziel meiner Begierde war auch schnell gefunden. Es befand sich direkt am Weg zur Wohnung des Kunden und stach dermaßen aus der Umgebung heraus, daß ich einfach dorthin mußte. Außerdem gewinnt man bereits von der Straße aus den Eindruck von Gemütlichkeit. Und das ist es schließlich, was die meisten Sachsen glücklich macht: In ä gemiedlischn Logal ä Schälchen Heeßen schlürfn! Und weil ich in dieser Frage ein geschärftes Auge besitze, wurde ich auch nicht enttäuscht.
Was gäbe es noch zu vermelden? Mmhhh…
Vielleicht die Tatsache, daß Bad Muskau seit Wochen und Monaten auf meiner Planungsliste für Wochenendausflüge steht, weil jetzt das Schloß innen und außen fertig ist.

Typisch, daß ich ohne Familie mit dem Taxi dort lande!

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Vorschläge

Heute war mal wieder ein richtig interessanter Tag. Begonnen hat er erst einmal mit 3 Fahrten, die einem das wohlmeinende Lächeln im Gesicht gefrieren lassen. So zum Beispiel wie die Fahrt auf Taxi-Beförderungsschein, die einen Gesamtpreis von 4,90€ erzielte. Aufgrund fehlender Zuzahlungspflicht war diese überhaupt erst in dieser Form möglich.
Ich bin deshalb nach der dritten dieser “Gurken” in Richtung Innenstadt geflüchtet, was sich als nicht die schlechteste Idee herausstellen sollte. Am Halteplatz ´Hilton´ habe ich zwar eine ganze Weile abgebrummt, ohne daß etwas passierte, aber immerhin war ich nahe genug dran, um mir einen 8-Sitzer aus einem in der Nähe befindlichen Hotel zu ergattern. Die Herrschaften, die aus Südafrika und Schweden stammten, wollten zur Anlegestelle der Sächsischen Dampfschifffahrt am Terassenufer, um von dort aus mit dem Schiff nach Bad Schandau zu fahren. Unterwegs sagte ich ihnen aber, daß das aus meiner Erfahrung keine gute Idee sei, denn flußaufwärts wären sie etwa 4 bis 4,5 Stunden unterwegs und man hätte in Bad Schandau auch nicht so sehr viel Interessantes für Leute von weit her. Meine Empfehlung ist immer: Mit der S-Bahn nach Königstein, aus dem Ort auf die Festung, dort Besichtigung(etwa 3-4h) und dann wieder runter und mit dem Dampfer zurück nach Dresden. Diesem Herrn habe ich das auch empfohlen und ich glaube, es war gut. Sprach´s und stieg wieder in sein Taxi… und hier dachte ich dann: “Was bist du bloß für ein Hirni?!” Für die Leute hätte es schließlich einen gewaltigen schon informativen Aufwand bedeutet, um per S-Bahn ans Ziel zu finden. Sie hätten wahrscheinlich trotz S-Bahn eine ganze Weile bis zur Festung gebraucht und so quasi den Zeitvorteil der Umorganisation wieder eingebüßt. Also schnell wieder raus aus dem Taxi und rein in die “Ticketbude” und neuen Vorschlag gemacht: “Ich fahre sie jetzt sofort innerhalb einer halben bis dreiviertel Stunde direkt an den Fuß der Festung!” Gesagt, getan, ruckzuck waren wir dort. Die deutschsprechende Dame der Reisegesellschaft hat mir versprochen, mich hier zu besuchen, deshalb jetzt meine Frage direkt an sie: “War es trotz des Regens ein gelungener Ausflug?”
Zurück in der Stadt habe ich dann etwa nach einer Stunde eine Fahrt von Laubegast zum Hbf bekommen, dann per “Hacken” NH-Altmarkt zum Flughafen und dann noch dreimal vom bzw. zum FH.

Alles in Allem war es mal wieder ein Tag, der Spaß machte, auch wenn andere mehr Umsatz hatten. Nicht wahr, J.R.?  ;-)

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Wetterfühligkeiten

Heute muß trotz allen Sonnenscheines ein gesundheitlich bedenkliches Wetter gewesen sein. Dies mache ich an folgenden Tatsachen fest: Heute abend fühlte ich mich trotz moderaten Arbeitstages total fix und foxi, meine Tochter nach einer Stunde Einkaufens zum Ko…, viele Autofahrer müssen total gestreßt gewesen sein, weswegen es in und um Dresden zahllose Unfälle gab und dann waren da noch so kleine, nette Ungereimtheiten. Das waren diese Sachen, wo man sich sagt: “Na ja, es ist ja nichts passiert, aber ganz auf der Höhe war der Fahrer jetzt aber nicht!” So durfte ich heute erstmalig in meinem Leben (!) sehen, wie man von der Hansastraße stadtwärts die Spitzkehre nach rechts in die Großenhainer abbiegt – Reife Leistung! Die Frage nach dem Typus des Fahrers klammern wir hier mal aus.
Daß das Wetter allerdings schon am Morgen auf´s Gemüt schlagen könnte, hätte ich nicht gedacht. Ich angelte mir per “Hacken” den nächstmöglichen Auftrag, der im nächstgelegenen Plattenbaugebiet lag. Die Herrschaften waren ein älteres Ehepaar, von denen die Frau recht schlecht zu Fuß war und deshalb einen Rollator benutzte. Was allerdings die Frau an Beweglichkeit der Beine zu wenig hatte, glich er mit der Beweglichkeit seiner spitzen Zunge mehr als kompensierend aus, wie ich feststellen mußte:
Er war als erster draußen, sah mich an und fragte, wo denn mein Taxi sei. Ich wies auf meinen 3 m entfernt stehenden T5. “Das ist ein Bus. Ich dachte, sie kämen mit dem Taxi!” Die Zunge war tatsächlich so spitz, daß sie mir bereits jetzt meine zu früher Stunde noch recht dünne Haut anritzte. Ich teilte ihm aber in voller Beherrschung noch mit, daß er große Autos schon ausschließen müsse, wenn er sie nicht haben wolle. Außerdem wäre er nicht gewillt, den höheren Preis für den Bus zu bezahlen. Meine Versicherung, das sei absolut der gleiche Preis, tat er schlicht mit dem Hinweis auf eine Lüge meinerseits ab. Als er dann noch nachlegte, wenn wir gekonnt hätten, hätten wir ihm wohl einen LKW geschickt, riß die angeritzte Haut plötzlich so weit auf, daß der nur darauf lauernde böse kleine Geist in meinem Innern entweichen konnte. Dieser zwang mich zu sagen: “Nein, mein Herr, LKW ging leider nicht, denn der ist in der Werkstatt. Wenn sie aber möchten, kann ich gern den Hubschrauber rufen.”
In diesem Moment war nun aber seine Frau am Taxi angelangt und versuchte, – nach mehreren Ermahnungen an ihren Mann “Hörst du jetz´ma´off?!” – mit Hilfe meiner ´Hitsche´ einzusteigen. Dies gelang ihr allerdings nicht, weshalb ich die Sache abbrach und den Ruf eines niedrigen Taxis ankündigte. Ich machte allerdings den Fehler, beim Warten auf den Funkkontakt stehenzubleiben, woraufhin ich mir noch einige unqualifizierte Bemerkungen seinerseits anhören mußte. Ich bin dann abgefahren und habe einen anderen Wagen bestellt, natürlich nicht ohne Hinweis auf die Giftigkeit des Fahrgastes.

Gibt es eigentlich keine Eignungstests für Fahrgäste, ähnlich dem P-Schein, nur eben von der anderen Seite?!

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Oh Gott – Brückentag!

Brückentage sind immer: “Very special”, ganz besonders nach Himmelfahrt. Um mich nicht lange auf die Folter zu spannen, schlug das Schicksal schon bei der ersten Fahrt zu. Ich sollte einen Herrn ins Krankenhaus fahren. Während ich auf ihn wartete, bemerkte ich eine Bauchtasche, die am Außenknauf seiner Haustür hing. Ich habe sie ignoriert, denn was gehen mich fremde Taschen an. Wenig später begann jedoch im Innern der Tasche ein Telefon zu klingeln. Nach einiger Zeit habe ich mich dann entschlossen, Gutmensch zu sein und ranzugehen. Es war ein Kumpel des Besitzers, der natürlich sehr erstaunt war, daß ein Fremder ranging. Er wollte nur fragen, wie es ihm(dem Besitzer) geht. Gab es da vielleicht einen triftigen Grund für dieses Ansinnen, denn schließlich war ja Himmelfahrt? ;-) Der Kumpel meinte, ich solle ihm die Tasche doch mal schnell vorbeibringen, daß er sie dem Eigentümer wiedergeben kann – Spaßvogel! Auf meine Anfrage, wo dieser denn wohnt, weil ich ihm die Tasche ja gleich bringen könne, erhielt ich eine abschlägige Antwort! Er wußte es nicht. Soviel zum Thema Kumpel! Ich erdreistete mich also, die in der Tasche befindliche Brieftasche zu durchsuchen und fand tatsächlich den Ausweis. Wohnadresse war gleich um die Ecke. Nach Hinfahren und Klingeln allerdings Fehlanzeige. Also Anruf bei der Polizei, daß Tasche bei mir, falls Vermißtenanzeige. Doch – oh Wunder – mitten in mein Gespräch hinein klingelte das fremde Handy erneut. Der Diensthabende erklärte daraufhin, wenn ich mit dem Eigentümer eine Übergaberegelung fände, bräuchte es seine Dienststelle nicht.
Am Telefon sagte schließlich eine Kinderstimme: “Papiii?”. Ich sagte: “Nein, mein Mäusel, ich bin nicht der Papi, aber der hat wahrscheinlich seine Tasche verloren und deshalb habe ich sein Handy”. Nach einigen sehr niedlichen Nachfragen ging dann die Mutter ran. Mit ihr habe ich schließlich die Übergabe besprochen und die Sache war eigentlich gegessen. Nicht lange danach rief allerdings der Besitzer selbst an. Natürlich sollte ich ihm auf der Stelle und sofort die Tasche bringen, einfach so. Ich hab´ ihm dann erst einmal erklärt, daß ich auf der Straße bin, um Geld zu verdienen und daß wir nicht bei “Wünsch Dir Was” sind. Nach der Ansage der Kosten und dem Hinweis, daß seine Brieftasche zwar die Papiere samt EC-Karte, aber kein Geld enthalte, brach plötzlich die Verbindung ab. Im Verlaufe des Tages klingelte das Handy dann noch 2 oder 3mal, aber ich hatte die Tasche in der Beifahrersitzbank deponiert und hätte deshalb meinen Fahrgast hochscheuchen müssen. Außerdem habe ich anderes zu tun, als mich um diese Sch…tasche zu kümmern.
Als ich dann am Abend nach Hause fuhr, kam ich – wie ich der Frau versprochen hatte – am Haus vorbei und konnte die Tasche auch loswerden. Die Frau sagte, er habe 250,- € in der Brieftasche gehabt. Mag sein, aber nun sind sie weg! Ob sie nun geklaut oder “verkloppt” wurden: Auf jeden Fall war es eine bescheuerte Idee, 250,- € auf eine Sauftour mitzunehmen.

Was es allerdings mit der Handvoll Tampons in der Tasche auf sich hatte, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben!

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Sportlicher Männertag

Heutzutage ist es ja nicht mehr so, daß die Herren der Schöpfung am Vatertag gar nichts anderes machen als saufen. Schließlich ist ja schon der Marsch mit Bollerwagen eine Art der körperlichen Ertüchtigung. Manch anderer wiederum zieht mit Kind und Kegel und vor allem Fahrrad ins Grüne oder bringt das Bier irgendwie anders zum Verdunsten. Heute nun lernte ich mal was Neues kennen. Es ist eine Sportart, von der ich noch nie gehört habe, die aber schon Weltmeisterschaften gesehen hat – Fußballgolf!
Heute gegen Mittag nämlich hatte eine 16köpfige Männertruppe zwei Gr0ßraumtaxis bestellt, um nach Ottendorf-Okrilla auf diesen Platz zu kommen. Das ist mal eine gute Idee, um im Familien-, Kollegen- oder Freundesverbund ein paar lustige Stunden zu verbringen.

- Und daß man dorthin im Großraumtaxi fährt, versteht sich von selbst!

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Zähne des Wahnsinns

Ich hatte heute eine ältere Dame im Wagen, die mich erst beinahe in den Wahnsinn trieb und dann beinahe selbst diesem verfallen wäre. Sie sagte mir eine exakte Adresse an und es ging los… mit dem “Gebatsche”. Das ist ein wunderbarer sächsischer Begriff: “batschen”. Es bedeutet so viel wie schmatzen. Meistens geschieht das beim Essen. Die Dame hatte allerdings nichts im Mund außer – ihrer Zahnprothese! Und damit läßt sich´s herrlich batschen! Da kann man nämlich so herrlich dranrum”zuhtschen”(saugen), daß man denkt, eine ganze Herde Schweinchen hockt im Kofferraum. Vor allem dann, wenn der Prothesenträger etwas schwerhörig ist, gewinnt das Problem enorm an Fahrt. Darauf hinweisen kann man natürlich auch nicht, denn das wäre ja unhöflich. Also erträgt man es tapfer und hofft, das Ziel sei bald erreicht. Das war – nein wäre es auch bald! Denn als ich besagte Straße erreichte, begann ich die Hausnummern runterzuzählen. Als ich dann bei x+4 angekommen war und meinte: “Das übernächste Haus ist es.”, begann die Dame zu hyperventilieren und war der Meinung, dies ist nicht besagte Straße, sondern ich müßte links abbiegen. Hier mußte ich aber entschieden insistieren! Ich sagte ihr: “Entweder ist die gesagte Adresse falsch oder ihr Linksabbiegen, eine andere Möglichkeit gibt es nicht”. Die Dame fing jetzt fast an zu weinen und beschwor mich, doch bitte, bitte links abzubiegen. Gesagt, getan! 30 Meter weiter fanden wir das Haus. Die Hausnummer war richtig, nur die Straße nicht.

Wie wär´s mit einem klitzekleinen Adressbüchlein?!

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Not-Ration

MottenkisteEs war einmal – vor vielen Jahren – da stieg mir am Annenfriedhof ein Pärchen etwa Mitte 30 ins Auto. Man legte im Fußraum 3-4 Einkaufsbeutel ab, in denen es verdächtig klapperte. Das angesagte Fahrziel war ca. 300m entfernt. Irgendwann in der Mitte dieser “Tour” mußte ich stark abbremsen, woraufhin hinter mir etwas gläsern schepperte. Erschrocken fragte ich, ob etwas zu Bruch gegangen sei, denn daß in den Flaschen kein Mineralwasser war, sah ich den beiden an der Nasenspitze an. “Nein, nein, alles OK!”, wurde mir daraufhin geantwortet. Nur Sekunden später verbreitete sich allerdings ein unwiderstehlicher Duft von frischem Bier im Wagen. Etwas ungehalten meinte ich: “Es ist ja doch etwas kaputtgegangen!” Daraufhin eine kleinlaute Antwort: “Nein, die waren offen”!
Ich war restlos baff! Nicht nur, daß man sich eine Flasche Bier aufmachen muß, um eine Autofahrt von 300 Metern zu überstehen, es mußte auch für jeden eine Flasche sein.

Sollte das etwa eine Form von Abhängigkeit sein??!

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Schülerzoo

Ich komme fast jeden Tag mindestens 2mal an der Teplitzer Straße vorbei, aber erst jetzt ist mir etwas aufgefallen. Eingeschlossen zwischen Lockwitzer, Mockritzer und Teplitzer Straße befindet sich dort nämlich die 47. Grundschule der Stadt Dresden, die bis vor einiger Zeit aufwändig saniert wurde. Heute nun fiel mir der Zaun auf. Es ist dieses ein Konstrukt aus etwa 3m hoher Palisade mit einigen mehrere Meter langen Unterbrechungen aus zaunhohem Sicherheitsglas. Irgendwie kam mir diese Bauweise bekannt vor und ich wußte auch sofort, woher: aus dem Leipziger Zoo! Solch ein Zaun hat als Aufgabe einerseits den Schutz der einen vor den anderen als auch die Besichtigung. Nun hat ja ein Zaun immer zwei Seiten, deshalb steht auch hier genau wie im Zoo die Frage: Wer beobachtet wen? Man ist in solcher Situation meist geneigt, die im Inneren des Zaunes befindlichen Individuen als die Betrachteten anzusehen. Was also haben wir hier?
Ich habe es herausgefunden: Es ist das gemeine Schülertier! Wenn man nicht immer im Auto vorbeirasen würde, könnte man es selbstverständlich in seinem angestammten, natürlichen Lebensraum beobachten.
Ich habe das getan und möchte hiermit meine Forschungserkenntnisse veröffentlichen:

Das Schülertier ist ein sehr impulsives Wesen. Meist überlegt es nicht lange, wenn es etwas möchte, sondern kümmert sich einfach. So fragt es z.B. sofort in der ihm eigenen – für Menschen nicht verständlichen – Sprache nach, ob es auch ein Stück der gerade im Umlauf befindlichen Leckerei haben kann. Es handelt sich dabei aber meist um weniger gefragtes Futter, denn die bevorzugte Speise eines Futtermittelherstellers mit einem großen “M” ist im Zoo nicht erhältlich. Einige Individuen haben sich auch einen eigenen Stil der Bitte zugelegt, nach welchem sie sich das Objekt der Begierde einfach nehmen. Schließlich gehen sie davon aus, daß ja der Geber an einem gesunden Körper interessiert ist und es deshalb freiwillig gibt. Deshalb sprechen sie dann auch nicht von ´Raub´, sondern von ´Abziehen´. Das ist etwa so, als wenn ein Löwenrudel seine Beute vom Kampfplatz an einen sicheren Platz ´abzieht´, ganz natürliche Vorgehensweise also.
Ein ganz besonders typisches Merkmal des Schülertieres ist seine Kommunikationsfähigkeit. Es bewegt sich ständig in einem Kreis gleichartiger Individuen, mit denen es Nachrichten austauscht. Deshalb bildet diese Spezies innerhalb des Geländes riesige Gruppen von Kommunizierenden: Sie sitzen oder stehen in diesen Rudeln meist still auf ihre Hände schauend, in denen sie ein Gerät für direkte Kommunikation halten. Sie sind deshalb nicht zu verwechseln mit Exemplaren früherer Brutzyklen, die sich noch mit Hilfe der oben beschriebenen Sprache über den Umweg der Schallwellen verständigen mußten.
Die Gehegeaufsicht obliegt Personen, die sich meist “Lehrer” nennen. Das soll suggerieren, daß sie dem Schülertier noch etwas beibringen könnten. Dieses weiß aber schon alles, woraufhin es zu vielerlei Konflikten kommen kann, insbesondere dann, wenn eine Aufsichtsperson ihren Tarnnamen allzu ernst nimmt.

Hier enden meine bisherigen Forschungen. Es wäre schön, wenn mich interessierte Menschen bei weiterführenden Erkundungen unterstützen würden. Alles zusammen könnte am Ende in ein Buch einfließen mit dem Titel:

“Vom Schülertier zum Rentier

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Hochzeits-(Un)Sitte

Viele Menschen gehen wochentags ihrer geregelten Arbeit nach, sind mitunter recht stark ein- und angespannt und wollen deshalb am Wochenende einfach nur Ruhe – Natur – Entspannung – Frieden usw. usw. usw…
Zum Wochenende gehört natürlich auch der Sonnabend, an welchem vorgenanntem Personenkreis dies nicht immer vergönnt ist. Die Ursache sind Menschen, die bewußt Krach machen. Da wären zum Beispiel Bauleute, die auch am Wochenende arbeiten müssen, dann wären da Hools, die die Sau rauslasen wollen oder auch andere Menschen, die aus irgendeinem Grund Krach machen wollen oder müssen. Eines ist diesen aber jeweils gemeinsam: Sie wissen genau, daß die allermeisten diesen ihren Krach nicht mögen.
Anders sieht es aber aus bei einer besonderen Spezies von Lärmterroristen : den Hochzeits-Korso-Veranstaltern! Diese sind nämlich der Meinung, überaus witzig zu sein und einen uuuuuralten deutschen Brauch zu pflegen, den selbstverständlich auch alle anderen Menschen mögen müssen. In Wikipedia steht das allerdings anders. Demnach wurde diese Unsitte aus südlichen Ländern “eingeschleppt”. Das dumme hierzulande ist nur, daß die jeweilige Hochzeit außer deren Familien eigentlich keine Sau interessiert. Was dem Nichtinvolvierten bleibt, ist eben nur der Kravall und davon haben wir weißgott schon genug. Im Internet kann man zudem viele Ratgeber finden, die einem erklären, wie man einen “gelungenen” Autokorso veranstaltet. Dort gibt es sogar die nette Idee, möglichst einen Kreisverkehr in die Strecke “einzubauen”, damit man dort zur allgemeinen Belustigung ein paar Mal “um´s Ringel” fahren kann. In diesen Ratgebern kann man auch nachlesen, daß das Gehupe Passanten aufmerksam machen und nebenbei böse Geister vertreiben soll. Dazu steht im § 30 Absatz 1 StVO:

Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermäßig laut zu schließen. Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn Andere dadurch belästigt werden.

So gesehen sind besagte Ratgeber ein Aufruf zum Rechtsbruch. Wie hat man das eigentlich gemacht, als es noch keine Autos gab?

Hat man da etwa die Pferde aller 100 Meter furzen lassen?

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Schonung

Am heutigen geschäftlich nicht ganz so anheimelnden Tag war ich doch mal mutig, indem ich mir – schon auf der Zielgeraden des Flughafens – die “Eiche” hackte, weil mir schon klar war, daß ich mit der aktuellen Landung nicht mehr wegkommen werde. Fahrgäste waren ein älteres Ehepaar, Wortführer die Frau: “Wissen sie, wo der Markt von *Stadtteil von Dresden* ist?” Darauf ich: “Ja so ziemlich.” Und jetzt ging es los! Hätte ich die exakten GPS-Koordinaten dieses Marktes herbeten können, wäre ich wahrscheinlich davongekommen, aber so mußte ich das gesamte “persönliche Routing” über mich ergehen lassen! Dieses erfolgte so: “Hier vorn links raus… Die Boltenhagener hoch bis zum *x*… In *x* links rein… usw. usw. usw…
Dann eine Überraschung: “Jetzt am besten links hoch, weil auf der anderen Straße so viele Löcher sind!” Ich meinte: “Sie brauchen sich keine Gedanken über meine Reifen machen, denn die sind neu, mein Auto ist stabil und hochbeinig und ich glaube kaum, daß mir diese Straße etwas anhaben kann.” “Ja, ich will doch nur ihre Reifen schonen!” Ungeachtet dieser ganz gewiß löblichen Einstellung steuerte ich geradewegs nach rechts in die ach so reifenmordende Scheusalsstraße. “Links, links!!!” ertönte es da von hinten, woraufhin ich befehlsgemäß diese Schwachsinnswendung vollführte. Ich wußte genau, daß dieser Weg länger ist, aber wer halt die Reifen schonen will…
Glücklich an ihrem Haus angekommen, stiegen beide aus und die Frau schloß trotz meiner Ansage: “Ich mach´ das schon.” noch die Schiebetür. Um es genau zu sagen, war es mehr der Versuch. Wenn man nämlich die Schiebetür des aktuellen T5 so zart schließt, daß wahrscheinlich sogar ein Insekt im sich schließenden Türspalt überleben würde, greift nicht einmal der elektrische Türschließer, der sie endgültig zuzieht. Während ich ausstieg und um den Wagen herumlief, um die Tür zu schließen bemerkte ich sarkastisch: “Sehen sie, jetzt haben sie sogar noch meine Tür geschont!”

Nun ja, sie hat das nicht verstanden.

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