Der kalte Krieg ist zurück! – Wetterdienste vom Klassenfeind gekauft!

Ich fasse es nicht, da haben wir doch sämtliche Wetterdienste konsultiert und für heute hochprozentiges Schlechtwetter prognostiziert bekommen, aber was passierte: Wir haben unser Tagespensum von Schifffahrt auf hoherm See Bodden auf Ausflug nach Kap Arkona „umgeswitcht“ (…das ist ein Fremdwort und bedeutet „umgeschaltet“, aber das wissen die wenigsten. ) und müssen feststellen, daß ganztägig Sonnenschein herrschte. Natürlich haben wir dabei einiges gelernt im Marinebunker der DDR-Marine, aber das ist es ja gerade: Vielleicht war das die Absicht des Klassenfeinds, uns mit Grundsatzwissen wieder scharf zu machen. Auf diese Weise haben wir auch festgestellt, daß die Bundeswehr genau jene Radar-Beobachtungsstation besetzt hat, in welcher ausgerechnet mein Schwiegervater im Jahre 1961 diente. Ich halte es nun für meine Pflicht, dieses Terrain wiederzuerobern! Schließlich bin ich ja von meinem Fahneneid nicht explizit entbunden worden. Bis zu meinem Endsieg entbiete ich euch den Gruß der Armeen des Warschauer Vertrages:

Hurra, hurra, hurra!

PS: Dies ist eine Abart des Selbstbaurätsels. Smileys sind selbst zu setzen.

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Ruhephase

Nun ist also die Zeit heran für meine wohlverdiente „Ruhephase“. Normal nennt man es „Urlaub“. Ganze 4 Wochen darf ich mich dem Erholen widmen… Nun ja, 2 Wochen davon sind nicht ganz freiwillig. Mein Führerschein wird leider für 1 Monat in Brandenburg benötigt und ich bin der letzte, der da nicht hilfsbereit ist.
Schon auf der heutigen Heimfahrt befindlich hatte ich noch ein wunderschönes Erlebnis, das mir klarmachte, daß es im Volk noch Verständnis und Schuldbewußsein gibt. Als ich nämlich vom Supermarkt-Parkplatz auf die Straße fuhr, mußte ich blitzartig in die Eisen steigen, weil plötzlich von links mit Schmackes ein Radfahrer auf dem Fußweg heranschoß. Auch er bremste und gab beim Weiterfahren nur ein kurzes Handzeichen der Entschuldigung. Diese Geste war für mich absolut erfüllend, denn genauso praktiziere ich das auch: Wenn man mal Scheiße gebaut hat, dann kurzes Handzeichen, daß man das selber erkannt hat und schon herrscht Frieden.

Ich liebe das!

PS: Ich bin nicht die ganzen 4 Wochen zu Hause. Es kann also mal vorkommen, daß ich mich ein paar Tage nicht melde.

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Teure Elektronik

Nach nun schon einigen Wochen Testphase kann ich konstatieren: Die Elektronik meines Astra ist mir lieb, aber vor allem teuer. Dies nicht nur deshalb, weil ich schon einige Versuche von Werkstätten bezahlen mußte, die deren Mängel beseitigen sollten, sondern auch, weil ich aufgrund dieser Mängel einen Verlust von ca. 300,-€ plus Portemonaie hinnehmen mußte. Mein Wagen hatte nämlich die Eigenart, sich ab einer bestimmten Außentemperatur dadurch Kühlung zu verschaffen, daß er die Türen öffnete. Natürlich geschah das nicht wirklich, sondern nur dadurch, daß die Elekronik das Offenstehen einer Tür signalisierte und aufgrund dessen die Zentralverriegelung tatsächlich öffnete. Dumm ist es dann nur, wenn man nach dem Einkaufen das Portemonaie im Wagen offen liegenläßt und die Verriegelung vielleicht gerade beim Vorbeigehen einer Person am Wagen öffnet. Das macht natürlich hörbar „Klack“ und die Person ist für den Inhalt des Wagens sensibilisiert. Auf diese Weise verabschiedet sich so manches Eigentum grußlos.
Beim letzten Radwechsel nun nutzte ich die vorhandene Hebebühne und schloß mein Tagfahrlicht wieder an. Das war kein Akt, aber ich wollte halt das Licht wiederhaben. Merkwürdig ist nur, daß seitdem die Zentralverriegelung überhaupt nicht mehr aufgegangen ist!

Ist es vielleicht auch möglich, den Weltfrieden herzustellen, indem man in einem bestimmten Winkel zur Sonne einen Furz läßt?!

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Erkenntnisse

Heute war wieder mein Kegeltag. Jeden Dienstag einer Woche trainiere ich das Spiel mit 9 Kugeln. Auch heute wieder habe ich mich total bemüht, aber es geht halt nicht immer so, wie man sich das wünscht. Ich habe nicht schlecht gespielt, aber trotzdem war ich meistens hinten. Ich könnte meine Selbstachtung glatt verlieren, aber das will ich partout nicht. Ich tröste mich mit einer unschlagbaren Erkenntnis:

Ein Loser muß auch mal verlieren können!

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Selbstaversion

Heute wurde mein Denkapparat auf´s Extremste herausgefordert. Ich bekam 2 junge Damen als Fahrgäste, die mich sofort fragten, ob ich nicht eine Wohnmöglichkeit wüßte, die nicht allzu teuer ist und wo sie auf keinen Fall auf Student(inn)en treffen. Mein Wissen in dieser Branche ist leider begrenzt, weshalb ich sie auch nur an die gängigen Webseiten verweisen konnte, aber ich habe mal nachgefragt, was das mit der Studentenaversion auf sich hat. Nun ja, – meinten sie – die sind dekadent, unbelehrbar, feiergeil und eben in jeder Hinsicht abtörnend.
Na gut, irgendwie trifft das zu etwa 60 bis 70% auch meine Meinung, aber interessant wäre zu wissen, was sie selbst darstellen. Ihre Antwort hat mich dann doch etwas in´s Schleudern gebracht:

Sie studieren!

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Konfusion

ich schreibe mir ja immer an, ziemlich genau zu wissen, was ein um mich herum agierender Verkehrsteilnehmer wirklich will. Heute allerdings war ich richtig ahnungslos und somit permanent von der Rolle.
Mein Plan war, vom Flughafen kommend, das KH Friedrichstadt zu erreichen. Auf der Autobahn war in diesem Moment 120km/h als Richtgeschwindigkeit angezeigt. Auf meinem „Ritt“ hinunter traf ich irgendwann auf einen silbernen Kleinwagen, der mit ziemlich exakt 120km/h auf der mittleren Spur fuhr. Genausoschnell fuhr ein weiterer PKW auf der linken Spur.Weil ich so nicht vorwärtskam, begann ich, hinter meinem Vordermann (aus Spaß!) Wellen zu fahren. Vielleicht hätte sich mein Vordermann animieren lassen, davonzuziehen, worauf ich hätte nachziehen können. Nichts aber geschah. Irgendwann war der Bereich der Ausfahrt Alstadt erreicht und ich zog rechts hinüber, weil ich ja da raus wollte. Kaum hatte ich zum Spurwechsel angesetzt, zog der Kleinwagen ebenfalls nach rechts und ging in die Ausfahrtspur. Ich gab Gas,überholte ihn und sah kurzzeitig… -das bewußte Mittelfingerchen! Über meinem Kopf bildete sich ein Fragezeichen, denn dieses Fahrzeug war eigentlich gar nicht mein „Gegner“ gewesen, sondern derjenige auf der linken Spur. Als ich dann ebenfalls in die Ausfahrtspur wechselte, gab es ein furioses Lichthupkonzert des Kleinwagens an meine Adresse.

…und nun frage ich mich die ganze Zeit: Was wollte mir dieser Mensch sagen!

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Effizienz

Vor einigen Tagen hatte ich die unrühmliche Ehre, mich mit einer Fahrgästin in meinem Alter so richtig zu fetzen. Thema war: Die Kunst des Autofahrens. Jeder ahnt, daß eine solche Diskussion im Desaster enden muß. Aber auch ich bin nur ein Mensch und damit verletzbar. Das schützte mich allerdings nicht davor, noch eine und noch eine und dann noch eine „kleine“ versemmelt zu bekommen. Ihr Grundtenor war, daß ihre Tochter viel besser als ich und auch sonst jeder andere Berufsfahrer führe. Das Wort „Profi“ zählte bei ihr nicht und auch meine Nachfrage, ob sie sich als Ehefrau, Mutter und vor allem Hausfrau erdreisten würde, einem Sternekoch das Kochen beizubringen, stieß auf weitgehende Ignoranz. Als wir dann am Bahnhof angekommen waren und sie bezahlte, sah ich, daß sie am ganzen Körper zitterte. In diesem Augenblick bin ich fast vor Mitleid kollabiert, aber hat sie nicht noch vor Sekunden einen Erfahrungsvorteil langjähriger und vor allem -kilometriger Fahrer negiert?! Zumal in direkter Anfahrt zum Hbf ihr größter „Bolzen“ startete: Wenn man aus Richtung Pirnaischer Platz am Hbf unter den Brücken ankommt, verlaüft der Radweg stets rechts der rechten Fahrspur. Sie umschifft dann auch noch die Bushaltestellen und führt dann im Bogen rechts neben die Rechtsabbiegerspur. Als ich nun am Ende der Bushaltestelle zwei Radfahrer überholte und in die Rechtsabbiegerspur wechselte, kreischte sie plötzlich auf: „Jetzt haben sie auch noch die Radfahrer geschnitten! Die hätten stürzen und sich verletzen können!“ Oh heilige Einfalt, wie kann man nur so einen Schwachsinn von sich geben?! Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Die Frau kennt die Verkehrsführung am Hbf nicht und wenn doch, hätte sie auch keinen Plan. Sie selbst hat nämlich gar keinen Führerschein! – OK, erst mal sacken lassen…

Ich habe danach viele Minuten damit verbracht, die Ursachen dieser Diskussion zu ergründen und glaube, ich bin fündig geworden:

Ausgehend davon, daß die Dame der Regeln vollständig unkundig ist(Eigenaussage), besteht ihre Beurteilung von „Gut fahren“ aus folgenden Prämissen: die Fahrt ist sanft; ich werde nicht durchgeschüttelt, es gibt keinerlei Risiken; meine Tochter fährt am besten; jeder der sie anhupt, ist ein Idiot; Geschwindigkeit ist egal, denn wir haben Zeit; was hinter uns passiert, ist auch egal, denn wir sind vorn…

Was nun aber sind meine Intentionen? Die Überschrift sagt es: Ich fahre auf Effizienz! Das heißt schlicht und ergreifend, daß ich überlege, was bringt es, wenn ich dies oder jenes mache und was bringt Verluste. Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob es mir oder einem anderen Vorteile bringt, denn Kriterium ist das Gesamtergebnis. Man muß sich fragen: „Habe ich/haben wir so gehandelt, daß die geringstmöglichen Verluste auftraten, egal ob Zeit oder Ressourcen?“
Ein schönes Beispiel hatte ich gestern – schmale Straße, einseitig beparkt von einem einzigen PKW. Ich bin davon etwa 10m entfernt und mein „Widerpart“ etwa 30m. Der Parker befindet sich auf meiner Seite. Mir ist bewußt, daß der andere etwas verlangsamen muß, wollen wir nicht zusammenstoßen, aber auf diese Weise verlöre das „Ereignis Ausweichmanöver“ nur ca. 1 Sekunde, während ich etwa 3s hätte warten müssen. Also bin ich gefahren…, Weil es effizienter ist! Und damit niemand auf die Idee kommt, daß ich das nur aus Eigeninteresse mache versichere ich hiermit, daß das für mich generell gilt: Ich in seiner Position warte!
Eines ist allerdings unbedingte Voraussetzung: Man muß die zeitlichen Zusammenhänge auch auf die Reihe kriegen!!!

Womit wir wieder beim Profi wären PUNKT & Ausrufezeichen

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Nachtrag der Lustigkeiten

In der Woche meiner informationstechnischen Abwesesenheit von der Welt war ich natürlich auch auf 4 Rädern unterwegs und hatte so meine Erlebnisse. Eine davon möchte ich heute nachtragen:

Irgendwann letzte Woche erhielt ich einen Auftrag an einem Hotel der Stadt. Heraus trat dann eine seeehhr schmucke Dame und schon jetzt gingen bei mir die Lichter an. Na klar, das ist sie, unsere herrliche Katrin Weber. Damit jeder weiß, von wem ich rede, zieht euch erstmal das Video rein. Ihr werdet Tränen lachen(so wie Wolfgang Stumph im Publikum bei der Gesangsdarbietung).

Na, seid ihr mit „herrlich“ einverstanden? Ich auf alle Fälle, denn sie ist genau wie ich ein Verfechter reinster deutscher Sprache sowie aber auch aller Dialekte. Und so verlief die Fahrt:

Als sie einstieg, habe ich ihr offenbart, daß ich sie sofort erkannt habe.  Standesgemäß kam von ihr natürlich gleich der kabarettgeeignete Spruch: „Donnerwetter! Und das schon am Mittag!“ Sie wünschte, zum MDR gebracht zu werden. Sie habe dort ein Interview und sei eigentlich noch auf der Suche nach einem typisch sächsischen Wort, welches noch nicht so „abgelatscht“ klingt. Bei Taxifahrern könne man immer wieder „Volkes Schnauze“ finden. Ich konnte ihr dann zwar 2 Wörter mitgeben, aber das Wort, das mir seit Wochen durch den Kopf schießt, fand ich nicht. Sie meinte, das kenne auch jeder, der auf der Bühne steht. Wird´s gebraucht, ist alles weg und hinter den Kulissen fällt dir alles wieder ein.
– Am nächsten Tag war ich „hinter den Kulissen“ und ich schrieb ihr diese E-Mail:

Hallo Katrin, meine liebste „Kollegin“,

ich bin der Taxifahrer mit Internetaffinität, der dich zu besagtem
Interview fuhr und dir zwei (halbwegs –> hallwääsche) interessante
Wörter mit auf den Weg gab. Ich hatte ja die Vermutung geäußert, daß mir das sächsische Wort, das mir vor einiger Zeit als sehr interessant aufstieß, bestimmt erst nach deinem Aussteigen einfällt. – Nun ja: Ich hatte recht! Allerdings fand der nächste Tag auch erst nach deinem Aussteigen statt. 😉 Will sagen: Es ist wieder da, hier eingebaut in einen Satz:

Waldspaziergang
„Oor gugge ma hier, Feiersalamander! Das is ja merkwirdsch. Die Viescher habbsch ja schonn eebsch ni mähr gesähn!.“
„Eebsch“ war das gemeinte Wort und vielleicht konnte ich dich damit erfreuen.

Iibrischns – meine Guude – ´sch hadde ja gesaacht, daß´sch disch glei erkannt habb un´ daß de schick aussiehsd. Aber´sch muß da noch was anfieschn, woosch ni weeß, obder daß gefällt oder ni: Isch
hadde nämsch das Gefihl, daßde sogar jinger aussahst als off de Bihne. Warum, das weeßsch o ni. Fleischt laachs an de Sonne, fleischt bist du – (Achtung, Wechsel des Akzents 😉 )
gangs rohmangtiesch gesaggd: ´La fille du soleil´? 😉

Alors: Bonsoir Katrin

PS: Eine offizielle Frage zum Schluß: Darf ich deine Anwesenheit in
meinem Wagen im Rahmen meines Taxiblogs erwähnen?

Gestern nun bekam ich Antwort. Sie schrieb:

… jetzt hätt ich’s doch fast noch vergessen, weil’s schon wieder ‚eebsch‘ her ist, natürlich darf meine Anwesenheit im Taxi erwähnt werden.

Grüße in die Residenzstadt!

Katrin Weber

Grüße zurück und: Immer wieder gern.

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Kunst

Täglich um etwa 7°° Uhr befahre ich die Kreuzung Pirnaischer Platz. Seit einigen Tagen steht dort vor dem Hochhaus ein Gerüst mit den aufgeschraubten Großbuchstaben „SIEG“. Da das keinerlei praktischen Sinn hat, kann es nur Kunst sein. Ich dachte mir also: Ist das etwa eine Bezugnahme auf die Schrift an besagtem Hochhaus zu DDR-Zeiten?! Dort stand nämlich damals ganz, ganz oben der Satz: „DER SOZIALISMUS SIEGT“. Alle Buchstaben waren groß geschrieben, weshalb auch der „SIEG“ groß geschrieben werden konnte.

Ich habe also ein wenig herumrecherchiert und siehe da: Es geht tatsächlich um diese Schrift! Nun interessiert mich natürlich, wo man sich um das nächste derartige Projekt bewerben kann und vor allem:

Wieviele Euronen bekommt man für so etwas?!

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Absonderliche Feiertage

Daß heute Feiertag sein würde, wenn ich erwache, war mir bekannt. Aber erst, als ich auf der Piste war, wunderte ich mich darüber, daß es auch einen Totenmontag gibt! Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, ein ganz klein wenig Umsatz zu machen und diesen vermaledeiten (oder gebenedeiten?!) Feiertag noch irgendwie über die Bühne zu ziehen. Gegen 16°° Uhr dann in etwa  wollte es der Herr (den Namen weiß ich nicht mehr), daß ich in der Nähe meiner heimatlichen Behausung aufschlug. Ich nahm also den Wink des Herrn an und begann aufzuhören. Hier aber gab ich wieder ein Zeichen der Unbeherrschtheit von mir, denn just in dem Augenblick, in welchem ich das Funkgerät ausschalten wollte, las ich dort: „GRT Raum Hülßestr.“. Nun kann man über mich vieles behaupten, aber nicht, daß ich nicht süchtig wäre! In einem Anfall von ´MUSS´ nahm ich den Fehdehandschuh auf und fuhr zum Panometer. Von hier ging es dann mit 6 Personen zum Hilton. Kaum 10 Sekunden, nachdem ich die Uhr gedrückt hatte, erschien im Funk die nächste Schreckensmeldung: „GRT Raum Hilton“. Es war vorauszusehen, daß ich auch dieser Versuchung erliegen würde, wenn auch mit wenig Hoffnung. Umso größer war meine Freude bei der Übernahme dieses Auftrages… Und nun fragt sich doch der (Halb-)Eingeweihte: „Wieso bekommt der den Auftrag, obwohl er besetzt ist?!“ Dies nun ist einfacher, als man denkt:
1. Da ich meine derzeitigen Fahrgäste direkt am Hilton abliefere, weiß ich auch, daß die nächsten höchstens 10 Minuten warten müssen.
2. Ich war der einzige, der sich beworben hatte. :-)
Die Situation vor dem Hilton dann war so richtig nach meinem Geschmack: Ein bißchen Gratulation der bisherigen Fahrgäste für die gelungene Akquise, ein bißchen Konfusion bei den nächsten Gästen ob meiner Anfahrtstour und dann allgemeine Freude über das ordentliche Zustandekommen einer Taxivermittlung. Ganz genau so stelle ich mir gutes Arbeiten vor!
Daß der 8-Sitzer am Postplatz eine Viertelstunde später zum Flughafen ging, führt uns wieder einmal in Murphy´s Reich, denn eigentlich wollte ich nach Hause. Als ich dann sah, daß am Flieger auf längere Zeit nichts mehr zu holen ist, habe ich es gemacht wie ein erfolgloser Broker: Verlustmitnahme – Leerkilometer bei der Heimfahrt. Eines gibt mir aber in puncto Schicksal zu denken: Ich habe von 10°° bis 16°° Uhr einen Umsatz von X erzielt und von 16:30 bis 18:30 einen solchen von 3/4X!

Ist das gerecht?!

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