Käse-Variationen

Heute ließ ich mich mal dank viel Zeit und Vorfinanzierung in ein weiteres Bad entführen. Es war dies kein Spaß-, sondern ein gesalzenes Erholungsbad: Die Körse-Therme in Kirschau. In Anbetracht des Namens „erfand“ ich gleich mal den Namen „Käse-Therme“, woraufhin ich von meiner Familie den Sammelton „Hhmmm…!“ entgegennahm. – Dieses Wort kenne ich genau. Es heißt übersetzt: „Mensch Alter, deine Witze werden auch immer platter!“ Erst viel später, als wir schon dort waren und ich mich meiner Schuhe und Socken entledigte, wurde ihnen bewußt, daß das gar kein Witz war! Tja, mancher lernt spät, aber exklusiv!
Gegen das Bad an sich gibt es nichts einzuwenden. Es ist halt, was es ist: Ein Ort zum Erholen und nicht zum Auspowern. Schönes Bad und auch die Gastronomie kann mithalten. Es ist zwar wie überall auch Imbißkost, hier ist sie aber etwas weiter gefächert und mit Handarbeit unterlegt… und das schmeckt man auch!

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Kont|rär

Unser Leben beinhaltet vielfältigen Kontent. Es verläuft weder Kontinuierlich noch Kontstant gut oder schlecht. Manch einer Konte ein viel besseres Leben führen, wenn man ihn nicht immer nach einem Konto fragen würde.
Das fing schon mal bei der Bestellung eines Hardwarekatalogs mit der Frage nach der Kontonummer an, um die Bonität zu checken – 50 Jahre vor der ersten Bestellung! Klasse!!! Das sind Unternehmer, wie wir sie brauchen: Typ Gürtel und Hosenträger. Wäre doch schade, wenn sie ein Risiko tragen müßten. Sind doch schließlich keine Arbeitssklaven!
Warum sage ich all das? – Das sind halt Erkenntnisse, die sich im Laufe meines Lebens in dieser so wunderbaren BRD (Bananenrepublik Deutschland) angesammelt haben.
Und warum sage ich das gerade heute? – Weil ich heute sowie die letzten Tage wieder einen Schub in diese Richtung bekam. Dabei habe ich schlicht und ergreifend mein Computersystem auf Windows 10 umgestellt. Und dort ging es Schlag auf Schlag: Du willst deine Bilder bearbeiten, sortieren und archivieren? OK, dann melde dich mit deinem X-Konto, Y-Konto oder Z-Konto an und genieße die Freiheit des Webs! (???…) Die genießt doch eher Microsoft, zumal das nur der Einstieg war: Alles was Menschen am Computer tun, sollen sie gefälligst online tun, weil das ja viiieel effektiver ist.

Gegen Firmen, die wie Microsoft arbeiten, war die Stasi ein Gartenfreundeverein!

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Problemzonen

Für Taxifahrer sind Problemzonen Gebiete, in denen weniger mit einer halbwegs einträglichen Fahrt zu rechnen ist… Quatsch!!! Das habe ich gerade erfunden. Nein! – Problemzonen sind die, die es schon immer waren. Männer kennen das eher weniger. 😛 Nachdem ich mir heute GRT Körnerplatz „hackte“ bekam ich eine feucht(?)fröhliche Damengesellschaft ins Auto, die aber nicht gleichzeitig „aufschlugen“. Als erste kamen zwei recht aufgeweckte Exemplare (um sich die besten Plätze zu sichern?) und entschieden sich spontan für die letzte Sitzreihe, da sie ja schlank seien. Ich sagte ihnen, das sei OK, aber ich müsse das ganz schnell verifizieren durch ein Kurzprüfung der Problemzonen. Sie aber bestritten deren Vorhandensein und entwischten in besagte Gefilde (in sächsischen Landen als „Käsenäppel“ bezeichnet). Bald darauf trudelte dann der Rest der Gesellschaft ein und die Post ging ab… Nun ja, es war eher eine Kurzzustellung, aber immerhin frohen und fröhlichen Gemütes. Man fragte mich daraufhin, ob ich wohl dächte, daß ich an diesem Tag noch eine fröhlichere Fuhre bekäme – Jetzt weiß ich´s  sogar: Fröhlichere wohl nicht, aber ebensolch fröhliche… Mit einem Unterschied: Ich hatte beispielgebend bei 2 Herren vom Flughafen ins Hotel oder einer 90jährigen von zu Hause zum Arzt so keine rechten Ambitionen zur Problemzonenprüfung!

Bei der nächsten Fahrt darf ich aber, Mädels! Oder?

PS: Bitte klärt mich mal auf: War das Klassentreffen oder Sportverein oder was? (Kommentarfunktion)

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Edel-Knasti

Ich weiß gar nicht, ob der Hammerweg noch als ALITA gefahren wird, jedenfalls hatte ich heute dort eine Abholtour. Die Fuhre bestand aus gleich drei Entlassungen, wovon 2 nur 10 Tage abzusitzen hatten, der dritte aber 3 Jahre. Das Pikante war: Der „Altknasti“ mußte die Jungspunde zum Taxifahren einladen, sonst wäre für diese bei diesem Wetter wahrscheinlich schon vor dem Tor Finale gewesen. Einer der jungen Kerlchen war ein Wohnungsloser aus einer Kleinstadt in einer mittleren 2stelligen KM-Entfernung. Man schickte ihn großzügigerweise mit 5,-€ in der Tasche „nach Hause“. Aber ihr wißt ja, wie das bei diesen Typen ist: Zuerst gehen sie in die Nachtbar und anschließend in den Puff und schon ist das ganze schöne Geld futsch! Für ihn wäre es wahrscheinlich besser gewesen, er hätte nichts außer „Asyl“ gesagt,

…dann hätte er wenigstens für ein paar Monate ein Auskommen gehabt.

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Unser sonniges Bruderland

MottenkisteNachdem beim letzten Artikel „TaxiBerlin“ kommentierte, hatte ich spontan eine Eingebung: Mir schwebte ein Land vor – sonnig, am Meer gelegen, freundliche Menschen, teils karge, teils üppige Landschaft – Bulgarien! Ja aber was weiß ich von Bulgarien sonst noch? Nun ja, nicht viel… doch halt: Da war was, was zum Trinken… Das prickelte. Hhmmm… Zara? Zarta? Zaroa? Zaria? —ZAREA!!! Das war´s, Zarea-Sekt aus Bulgarien. Den gab es in den 80ern in jedem „gut sortierten Getränkehandel“. 😉
Deshalb gibt es heute wieder einmal einen Artikel aus der Mottenkiste:
Ich hatte nämlich auch mal so eine Flasche auf Vorrat. Man weiß ja als alleinlebender junger Mann nie, in welche Situation man kommen kann. Irgendwann später, nachdem meine jetzige Frau bereits zu mir gezogen war, mag es das 11. oder auch 12. Lebensjahr des Zarea gewesen sein, begann die im Schrank liegende Flasche deutlich zu tropfen, wobei der Sekt im Vorbeigehen am Verschluß Oxid aus dem Draht löste, welches das Regalfach schwarz färbte. Ich beschloß also, dem Elend zu einem passenden Termin ein Ende zu machen. Als ich reichlich blauäugig zur Öffnung schritt, warnte mich meine jahrelang in der Gastronomie arbeitende Frau vor hohem Druck bei überlagerten Sektflaschen. Ich stellte diese also in die Küchenspüle und begann die Drähte aufzudrillen… – Ich hatte gerade die letzte Windung geöffnet, als es einen Bums gab, der Korken mit lautem Klatschen die Decke erreichte, dann senkrecht darunter versuchte, die Spüle zu durchschlagen und schließlich als Querschläger irgendwo in der Küche endete. Das alles geschah im Rahmen einer halben Sekunde!
Tja, was soll ich abschließend dazu noch sagen?

Eines auf alle Fälle: Er hat noch geschmeckt! – Prost Rumen!

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Mbote!

Vor einigen Tagen bekam ich einen Auftrag, der mir den exotischsten Namen meiner bisherigen Taxikarriere bescherte: Kwipamba! Er wollte zum Flughafen und hatte sehr viel Gepäck dabei. Aber nun hört mal zu, all ihr Gutmenschen, Asylbefürworter und Multi-Kulti-Süchtigen! Wie wohl begrüßte ich den betreffenden bei seinem Erscheinen?
Ich sagte „Mbote!“ Tja, was soll ich nun sagen? Die Menschen in Afrika – denn daher stammte er – haben nun mal generell etwas größere Augen als unsereins, aber bei diesem Wort wurden die seinen noch einmal so groß wie bisher, denn das hieß einfach: “ Guten Tag“. Das hatte er bisher in Deutschland noch nie gehört! Ich gebe an dieser Stelle einfach mal die Raterunde frei, die uns sagen soll, woher er nun stammt und wieso ich die Begrüßung wissen konnte. Auf konkrete Nachfragen gebe ich auch Hilfen. Wer eine halbwegs verträgliche Erklärung weiß, bekommt von mir 20,- € Cash!

Also nichts wie ran an den Speck, ihr multikulturellen Allroundkönner! Mal ganz nebenbei: Was dieser Mann zum Thema Asylproblem zu sagen hat, das wollt ihr nicht wissen, ihr guten Menschen!

 

PS:      Der wirkliche Name ist natürlich nicht „Kwipamba“, aber ich habe lange gesucht, damit der Name für den wirklichen in seinem Volk stehen kann.

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Information ist alles

Als ich heute einen Auftrag erhielt, dessen Abholung in einer sogenannten ´Sackgasse´ lag, mußte ich mal wieder 1 oder 2 Minuten warten. Die Straße war nämlich mit einem Fahrzeug zugestellt, in dessen Innerem ich gerade noch die Ecke eines Paketes erkennen konnte. Ich habe dann vor mich hin überlegt, ob das nun privat oder postdienstlich passiert. Nach besagter Zeit kam dann eine junge Frau zurück, die ich vorher schon laufen sehen hatte, stieg in den Wagen und fuhr ab. Als sie an mir vorbeikam, entdeckte ich in ihrem Seitenfenster ein Schild. Auf diesem stand im unteren Bereich der Name irgendeiner Firma und darüber: „Zustellfahrzeug“!

Na bitte, wenn man sich ordentlich erklärt, darf man einen Weg auch mal zustellen!

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Großräumige Sprüche

Nun also habe ich nach 2 Tagen Werkstatt meinen geliebten VITO wieder. In der Zwischenzeit mußte ich mich mit einem Touran bescheiden:
Das Großraumtaxi kommt wieder und mit ihm die schlauen Sprüche, die vollkommene Unkenntnis der Branche beweisen.
Ein paar Beispiele gefällig? Hier kommen sie:

Ich bekomme einen ganz normalen Auftrag: Eine ältere Dame will zum Arzt. Beim Anblick des großen Taxis geht es sofort los: „Da haben die aber ein großes Auto geschickt. Das ist doch viel zu groß für mich. Die wissen doch, daß ich alleine bin. Da komme ich ja auch gar nicht rein, das ist ja viel zu hoch. Die anderen Fahrer hatten wenigstens noch einen… wie heißt das gleich noch mal?“ Ich: „Hitsche?“ Sie: „Was?“ Ich: „Hiiit-sche! Das ist ´ne Fußbank“ Sie: „Ja genau, so´n Tritt hatten die!“ Tja, einen Tritt könnte sie von mir auch kriegen und zwar dafür, daß nur „die anderen“ einen „Tritt“ dabeihatten. Natürlich habe auch ich eine Hitsche dabei. Sie muß mir nur die Zeit geben, das auch kundzutun und nicht ihr Mundwerk wie ein Sperrfeuer benutzen.
Im Endeffekt springt sie dann gleich neben der Fußbank in´s Auto. „Ja, mit dem Tritt geht es ganz einfach.“ – Na sieh mal einer an, sie müßte ihn nur noch benutzen.
Die sind übrigens die Damen und Herren der Vermittlung, die sofort nach der Entgegennahme der Bestellung das Fenster öffnen und hinausbrüllen: „Ruuuudiii! Nimm dir ma´ den kleen´Mercedes und fahr die Frau X zum Arzt. Du weeßt ja, die is alleene.“ …- Ja, so lief die Vermittlung vor 80 Jahren. Aber versuchen sie mal, der Frau was von GPS-gestützter Computervermittlung zu erzählen.

Anderes Beispiel:
Am Flughafen kommen endlich die langersehnten Fluggäste aus dem Terminal heraus und wenden sich am zuerst stehenden Großraumtaxi vorbei zielsicher dem zweiten, kleineren Taxi zu. Auf die Nachfrage, warum sie nicht den ersten nehmen, erhält man meist die Antwort: „Ich dachte, der wartet auf eine größere Gruppe, wegen der Wirtschaftlichkeit.“ Klasse! -Ich warte also auf eine größere Gruppe. Und wie lange, bitte schön, soll ich so warten? Einen Tag, vielleicht 2 oder kommt doch schon nach 3 Stunden eine solche?

Prima Idee, Wirtschaftlichkeit durch Stilllegung der Produktionsmittel zu erreichen.

 

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Positiver Rassismus

Es gibt keine Frage, Menschen wegen ihrer Rassenzugehörigkeit zu drangsalieren, zu mobben oder sonstwie geringzuschätzen bezeichnet man landläufig als Rassismus. Wie aber nennt man Handlungsweisen, die diese Bevölkerungsgruppen bevorteilt, aus welchen Gründen auch immer? Ich habe hier einfach mal den Begriff „Positiver Rassismus“ kreiert. Ist der jetzt besser als der vorgenannte oder nicht?
Schauen wir uns doch mal ein schlichtes Beispiel an: die Formel 1! Als Louis Hamilton auf der Formel 1- Bühne erschien, war der Grundtenor der, daß man glücklich war darüber, daß nun endlich ein Farbiger die höchsten Weihen des Autorennsports erklimmt. Das sollte aus Sicht der Verantwortlichen allerdings nicht wirklich heißen, daß man über diesen einen glücklich war, sondern man war glücklich darüber, daß sich nun auch die Millionen und Aber-Millonen farbiger Bürger in diesen Zirkus einbezogen fühlen und… zahlen! Natürlich, was denn sonst! Nicht ohne Grund gibt es die Zielgruppenwerbung: Während der Kindersendungen gibt es Spielzeug- und Süßigkeitenwerbung, bei Nachmittagssoaps gibt es frauentypische Werbung usw., usw., usw…
Nun schauten sich endlich auch viel mehr Afro-Amerikaner die Formel 1 an, denn sie meinten: „Wir müssen doch sehen, wie einer von uns gewinnt.“ – Nein, liebe Freunde: Louis Hamilton ist keiner von euch! Er ist von einer derart ekelhaften Arroganz, daß ich ihn ohne Zögern in die Welt der „Weißen“ einordne. Der Beweis dafür wurde beim heutigen Rennen in Monaco geliefert: Beim Verteidigen gegen ein Überholtwerden durch Daniel Ricciardo kürzt Louis über die Schikane ab und blockt auch noch dreist den erfolgversprechenden Überholversuch im Anschluß. Strafe bekommt er dafür keine. Anders handelte da sein Teamkollege Nico Rosberg, der ebenfalls die Streckenbegrenzug überfuhr und sich sofort wieder hinter seinen Kontrahenten zurückfallen ließ.
Und wer verbockt das Ganze? – Nein, diesmal ist es nicht PEGIDA, sondern der weltumspannende Geldadel!!!

War da nicht mal beim Einstieg von Hamilton in die F1 die Rede vom „Quotennigger“?!

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Herr, laß Zeit regnen!

Wenn man zuhause einen Arsch voll Arbeit hat, merkt man erst, welch ein Scheißjob das Taxifahren ist. Früh um sechs oder früher klingelt der Wecker und meist bist du auch nicht vor 18:00 Uhr wieder zurück. Da machst du dir was zu essen, tippst die Tagesdaten ein, erledigst den Abwasch vom gestrigen Tag und Ruck-Zuck ist es zu spät, um noch irgendetwas Konstruktives zu tun, geschweige denn einem netten kleinen Computerspielchen zu frönen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich es früher geschafft habe, die Krone der PGA Golftour zu erringen. Wenn ich heute was von Abschlag höre, denke ich eher: „Nanu, gibt´s den Lohn jetzt wieder in Raten?“
Wenn man dann noch Dinge erlebt wie heute, daß man sich eine Vorbestellung ergattert und vom Hinstellen bis zur Abfahrt 45 Minuten wartet und dann eine Fahrt von 500 Metern bekommt, weiß man den Faktor Zeit wieder unheimlich zu schätzen. Es waren merkwürdigerweise auch keine älteren Herrschaften, bei denen die Taxibestellung der DDR wieder durchgeschlagen hätte, sondern ein junger Mann, der zum Orthopäden mußte. Daß er in diesem Zustand nicht laufen konnte, war mir klar, aber extra Vorbestellung…? Ich habe ihm dann die Sachlage erklärt und er hat´s auch verstanden und will es auch nicht wieder tun. Haben sie das gehört, Frau Merkel: Unsere Jugend ist doch nicht zu blöd!

Ich jedenfalls vertraue den jungen Leuten… meistens. 😉

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