Ich prostituiere!

Nachdem wie in den letzten Tagen auch heute wieder ein taxigeschäftlicher Totentanz stattfand, brach ich irgendwann am späten Vormittage mein „Auf-der-Lauer-liegen“ im Zentrum ab und ging zum „Weißen Adler“. Ich fuhr dort als fünfter auf, war aber aufgrund einer „Abberufung“ sehr schnell Vierter. Bei den Vorbestellungen begann es mit einer „kein GRT; Krankenfahrt“, worauf 3mal „Krankenfahrt“ folgten. Als Vierter bin ich also sicher in dieser Gruppe. – Die Zeit rückte heran, die Taxis wurden runtergezählt, ich war 3., dann 2., dann 1. und dann… ging es hinter mir weiter! WTF!!! Gegen diese FauxPas mußte ich energisch prostituieren… oder wie das heißt! Also Anruf in der Zentrale, etwas anfängliche Verwirrung, dann Lösungsvermutung:
Kriterien für Vermittlungen sind Gewichtungen unterworfen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, daß die wichtigsten Fahrten auch mit Sicherheit durchgeführt werden. So ist das wichtigste Kriterium die „Krankenfahrt“, was auch richtig ist. Alles andere ist nachrangig. Insofern werden also im ersten Durchlauf alle VB´s auf „Krankenfahrt“ gecheckt, vermittelt und erst dann wird weiter selektiert.
Also gehen wir nochmal durch: Einmal Krankenfahrt ohne GRT und 3mal Krankenfahrt mit nichts weiter. Warum also bin ich nicht dabei?! Eigentlich programmiererisch sehr einfach(Hatte ich irgendwo schon mal erwähnt, daß auch ich das Programmieren erlernt habe?). Bei der ersten Vorbestellung steht in der Kriterienliste das „kein GRT“ ganz einfach vor der „Krankenfahrt“! Deshalb übergeht das Vermittlungsmodul diese, weil anschließend 3 Bestellungen folgen, bei denen „Krankenfahrt“ vorn steht. Nun bin ich dran: normalerweise mit der ersten, zurückgestellten VB. Die lautet aber „kein GRT“, trifft also für meinen Vito nicht zu. So kam es, daß ich in die Röhre guckte!  Der Grund für die Fehlvermittlung war einfach, daß Kriterien gewichtet werden, allerdings nicht nach Gewichtung eingetragen werden und das Vermittlungsmodul es auch nicht beherrscht, die richtige Reihenfolge zu ermitteln. Auf diese Weise konnte es passieren, daß ich einer Fahrt für ca. 18 € verlustig ging und stattdessen noch 15min warten mußte und dann eine Fahrt für 40 € bekam.

Wehe, wenn das noch mal passiert!!

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Verfluchte Quatschsucht

Nach einer langen Hungerstrecke am heutigen Vormittag führte mich eine Tour dann glücklicherweise doch noch zum Flughafen. Leider ist hier in letzter Zeit nicht viel zu holen. Beispielsweise kam mit der gestrigen 14°° Uhr-Maschine aus Frankfurt nicht ein einziger Fahrgast mit! Auch heute mittag haben wir gewartet und gewartet und gewartet und…
Um dem Ganzen für mich die Krone aufzusetzen, war ich natürlich Ecke, wer auch sonst! Allerdings bin ich im Äußern von Wünschen gnadenlos gut. So warf ich denn im Gespräch mit einem ebenfalls wartenden Kollegen die Gewißheit in den Raum, daß ich zwar bis zur nächsten Maschine nach der mittäglichen Münchner werde warten müssen, aber das werde bestimmt noch ein Münchner Fluggast sein, der nur noch etwas gegessen hat, weil er etwas weiter fahren will… Treffer! Versenkt! Die Dame, die 5 Minuten nach Landung der nächsten Maschine zustieg, kam tatsächlich aus München, hatte tatsächlich etwas gegessen und fuhr tatsächlich… – nach Meißen! Wenn einen solches Glück ereilt, dann ist man geneigt, dieses der Welt mitzuteilen; am besten jedem, den man trifft. Leider hat man immer jemanden dabei, bei dem man nicht weiß, ob ihn das vielleicht sogar ärgert: den Fahrgast! Wenn mir jemand auf die Nase bindet, daß er an mir gut verdient, würde ich mir wahrscheinlich auch eine eher andersgeartete Konversation wünschen. Ich werde mir also dringend etwas vornehmen müssen:

Diese Quatschsucht gegenüber dem Fahrgast muß eingedämmt werden, denn sie ist egoistisch!

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PS-Zwerge

Ein halbes PS ist ja nun nicht wirklich viel, aber versucht es doch mal beim Radfahren zu erzeugen! Schwierig, nicht?! Profis schaffen das, besonders solche, die bei Tour-de-France mitfahren dürfen. Heute nun ging sie zu Ende. Solcherart Veranstaltungen sind immer wenig different, aber wenn man sich intensiv damit beschäftigt, doch immer wieder sehr interessant.
So habe ich bei dieser Tour speziell Peter Sagan bestaunt, was insbesondere seinen Abfahrtstil betraf. Der setzt sich doch tatsächlich nicht auf den Sattel, sondern auf die Querstange, rollt sich dort wie ein Igel zusammen und rast zu Tal. Man denkt sich dabei: „Was soll der Schwachsinn, das bringt doch nichts!“ Zur Kontrolle dieser meiner Meinung fand ich diese Seite.
Tja, nun muß ich mich revidieren! Es bringt doch was. Er hat sich so reingehängt, daß es fast unglaublich ist. Trotzdem hat er nicht einen einzigen Etappensieg geschafft! Ist das nicht frustrierend?
Nun weiß man nicht, war es nun hilfreich oder eher nicht, daß sein Teamchef und Sponsor Tinkoff mitten in der Tour äußerte, Sagan würde bei ihm 4 Mio. € verdienen, welchen Vertrag er so niemals wieder schließen würde? Das könnte Sagan natürlich aus Trotz ungeheuer motiviert, aber gleichzeitig die Neider auf den Plan gerufen haben.

Wer der Meinung ist, sein Gegner verdiene sein Geld nicht wirklich, der powert bis zum Letzten!

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Detailbericht

Die nächsten 10 Zeilen beschreiben exakt, was heute taxigeschäftlich in Dresden so passiert ist:










Sehr aufschlußreich, stimmt´s ?

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Neustart

Morgen also ist es soweit, daß ich wieder in´s heiße Taxigeschäft einsteige. Heiß allerdings vermutlich nur deshalb, weil uns das Wetter gerade wieder Hitze im Überfluß beschert. Ansonsten wird´s wohl eher beschaulich daherkommen. Im Prinzip freue ich mich auf den Wiedereintritt in die Taxosphäre, denn noch habe ich die Lust am Fahren nicht verloren und dank meiner brandneuen Brille sehe ich ich jetzt sogar wieder etwas durch die Frontscheibe. 😀
Am letzten Sonntag habe ich mich mal wieder bewußt fahren lassen, denn diese Tour war schon seit langem mein Wunsch: Ich befuhr mit meiner Familie die Strecke Bad Schandau – Sebnitz und zurück mit der Nationalparkbahn U 28. Auf der Rückfahrt von Sebnitz hatte ich die seltene Gelegenheit, meine Kamera im Führerstand zu plazieren und so eine für Eisenbahnfreunde beliebte Führerstandmitfahrt filmen zu können. Nicht so einfach allerdings ist es, solch ein Video auf Youtube hochzuladen! Youtube gehört nämlich zur Datenkrake Google und fordert beim Hochladen von Videos mit mehr als 15 Minuten Laufzeit von mir, mich persönlich zu identifizieren, indem ich auf irgendeine Weise meine Hosen herunterlasse.
Da muß ich doch glatt mal wieder „Elsterglanz“ zitieren. Diese zelebrierten in ihrer Persiflage auf den Film „300“ die Frage: „Habt ihr ´ne Macke oder was?“ Wie kommen diese Idioten dazu, mich nackig machen zu wollen! Ich hänge doch nicht meine Eier in den Wind, damit irgendein Halbgewalkter ein paar Dollar mehr verdient! …na ja gut, wenn er mir sie schön krault, dann würde ich ja noch mit mir reden lassen. Nun aber werde ich das Video mal „kleinrechnen“ und auf dem eigenen Webspace aufsetzen. Demnächst also in diesem Kino!

Und bis dahin sehen wir uns auf der Straße!

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Reizleitung

Im Überschwange meiner Tour-Begeisterung bin ich am frühen Abend glatt noch mal „losgeschossen“, um meinen nagelneuen Fahrradcomputer warmzufahren. Und wo wäre es schöner als auf dem beliebtesten Fernradwanderweg Europas, dies zu tun. Also auf´s Rad geschwungen und über den ´Leubener Weg´ in Richtung Elbe gefahren. Dieser ist bekanntermaßen für Durchgangsverkehr gesperrt(motorisierten) und dementsprechend frei gestaltet sich dort auch das Verhalten der Benutzer. Als ich zum Beispiel gerade in der Mitte der Strecke war, traf ich auf eine 5- oder 6köpfige Gruppe junger Mädchen von ca. 15 Jahren, die scheinbar alle in lustiger Stimmung waren. Ich ahnte schon, daß hier Gefahr droht, denn ich habe auf manchem Hühnerhof schon geordnetere Laufwege gesehen. :-)
Erstaunlicherweise kam ich an allen ohne Probleme vorbei, nur für eine mußte ich ein paar Zentimeter in den Busch hinein. Von hinten hörte ich dann sofort in dem mir geläufigen lupenreinen Deutsch: “ ´Tschuldsche, aber´sch habb nu ma hint´n keene Ooch´n!“. Sinnigerweise war das genau diejenige junge Dame, die sich 5 Sekunden vorher umgedreht und mir tief in meine ach so braunen Augen geschaut hatte. Augen am Hinterkopf wären also nicht nötig gewesen, aber vielleicht war die Reizleitung vom Auge zum Hirn in Mitleidenschaft gezogen? Möglicherweise hatte das etwas mit der Fröhlichkeit zu tun? 😉
Aber es könnte noch viel schlimmer sein, denn Informationen laufen ja immer vom Sender zum Empfänger! Was nun, wenn der Empfänger der Augennachrichten komplett fehlt?!

Darüber sollte das Mädchen mal nachdenken. 😉

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Kopfsache?

Irgendwie lustig ist das schon: Ausgerechnet im Zeitraum meines Zwangs-Radfahrerdaseins findet die ´Tour de France´ statt! Das gibt einem doch glatt das Gefühl, dazuzugehören. Na gut, ich gebe zu, daß da ein paar ganz geringe Leistungsunterschiede bestehen. 😉
Im Grunde bin ich eigentlich der Meinung, daß es ohne irgendeine Form von Doping unmöglich ist, die Tour de France zu gewinnen. Sinnigerweise ist am Rande der diesjährigen Tour ein verlorener Sohn wiederaufgetaucht, den man schon lange in der Hölle verschmort glaubte: Lance Armstrong – natürlich nur rein privat im Rahmen einer Promotiontour seiner Care-Gesellschaft. Und wie schon früher während seiner aktiven Zeit, in der er sich schon mal erdreistete, einen attackierenden italienischen Fahrer zurechtzuweisen, was er sich eigentlich erlaube, ihn den König anzugreifen. Ob er denn nicht wisse, daß der ihn immer und überall dominieren könne, konnte er auch diesmal sein Schandmaul nicht halten. Er fände es doch höchst merkwürdig, wie der in Gelb fahrende Christopher FROOME nach einer mörderischen Etappe am nächsten Tag schon wieder voll da sein könne. Da hat er im Prinzip recht, aber… bei wem wohl habe ich dieses Phänomen zuletzt beobachtet? 😉
Heute nun gab es einen Etappensieger, dessen Sieg mich erstaunte: Es gewann Stephen CUMMINGS aus dem südafrikanischen Team ´MTN-Qhubeka´. Gleichzeitig ist heute der 97. Geburtstag von Nelson Mandela, einem wirklichen Helden vor allem der südafrikanischen Zeitgeschichte. Auf dieses Jubiläum nimmt der Fahrer auch würdigend Bezug.
Aber nun habe ich ein Problem, denn dieses Zusammentreffen wirft Fragen auf: Als Etappensieger bei dieser Tour muß man ja gut sein. Warum also hat er nicht irgendeine der vorigen Etappen gewonnen?! Und jetzt gehen die Vermutungen auseinander:
1. Die Mannschaft hat sich alle Kraft nur für DIESE Etappe aufgehoben,
2. Er hat explizit nur heute etwas eingeworfen,
3. Die Sache war abgekartet, oder
4. Erhat es einfach gewollt!
Und dieses letztere bin ich gewillt anzunehmen, denn das wäre eine schöne Parallele zum Fußball. Dort scheint mir das Credo von 70% der Spieler:

„Ich bin besser als Ronaldo oder Messie oder beide zusammen – WENN ICH WILL!!!“

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Flurbereinigung

Ich weiß nicht, wie viele meiner Leser die kleinen Nicklichkeiten an der Peripherie meines Blogs mitbekommen haben. Dabei ging es darum, daß ich mich vor einigen Monaten als Sympathisant der Pegida geoutet habe, was inzwischen aufgrund der überbordenden Rechtslastigkeit nicht mehr machbar ist. Ein bedeutender Grund für dieses Abgleiten ist vor allem auch die öffentliche Darstellung, daß Pegida nur rechtsextrem sein kann, wenn sie die Asylpolitik der BRD kritisiert. Augenblicklich wurde der Knüppel „Rassismus“ aus dem Sack gelassen und dann fleißig draufgehauen, hauptsächlich von der vollkommen objektiven(sprich: nicht lügenden) Presse. Das kenne ich noch aus Erichs Zeiten: „Du willst nicht in die Partei eintreten?! Bist du etwa gegen den Frieden?“ So kam es, daß ich zwar nur für Ordnung in Deutschland eintreten wollte, aber in den Köpfen einiger Leser und Bloggerkollegen im Kopfkino ein Film ablief, in welchem ich hilflosen dunkelhäutigen Babies die Köpfe abbeiße. (Keine Sorge, mit dieser Extremübertreibung passe ich mich nur genannten Kritikern an.) :-)
Nun bin ich ja nicht gerade dafür bekannt, daß ich gern unrecht habe, weshalb ich eine Sache jeweils ausdiskutiere. Es kommt bei mir auch nicht vor, daß ich eine Diskussion abbreche oder gar Kommentatoren aussperre, weil mir gegen sie die Argumente fehlen. Während der ganzen Existenz meines Blogs habe ich einen einzigen Kommentator aussperren müssen, weil er permanent nur Gülle erzählt hat. Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt hat, wird bestimmt erahnen, wer es ist. – Nun gut, nicht jeder ist wie ich, weswegen ich aus dem Blog eines Kollegen „flog“. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, mich im Kommentarraum eines anderen Kollegen genauso niveaulos anzugreifen, was ich ganz bewußt ignorierte. Nicht ohne Grund, denn folgerichtig gab es von diesem einen Rüffel… – an mich! Hallo?! Hast du mal gelesen, wer da stänkerte? Auch für diesen Kollegen ist es wahrscheinlich nicht zu ertragen, wenn andere Leute mit demselben Beruf auch andere Meinungen haben. Er offenbarte mir so nebenbei, daß er mich während der laufenden Pegida-Diskussion aus seinem Linkverzeichnis entfernt hat. Das natürlich ist sein oberstes Recht und die Information war für mich viel interessanter als man denken könnte.
In letzter Zeit sind nämlich die Zugriffe auf meinen Blog deutlich geringer geworden und nun habe ich endlich verstanden warum: Dieser Kollege bietet seinen Lesern die ganze Palette von Lifestyle-Kommunikation an, also Twitter, facebook, RSS und was weiß ich alles noch. Da war es ja kein Wunder, daß einige auch bei mir landeten. Der jetzige Zustand ist mir aber viel lieber. Ich habe nämlich bewußt alle diese Kaspereien von meinem Blog ferngehalten. So will ich sichern, daß nur Leute bei mir lesen, die das auch wirklich wollen und nicht nur gerade mal ein paar Minuten Langeweile haben.

Vielleicht bekommt dann keiner mehr einen Kulturschock. 😀

 

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Niederschlag

gerade bin ich von der was weiß ich wievielten Dresdner Museumsnacht wieder zu Hause, checke meine E-Mails, recherchiere im Blog-Umfeld und bin plötzlich voll depri!
Da werden Parties gefeiert für den 2. oder 3. Geburtstag eines Blogs, aber keiner bemerkt, daß dieser hier so bescheiden und unauffällig arbeitende Blog sein fünftes Jahr schon überschritten hat! Ja glaubt´s ruhig: Mein Eröffnungsbeitrag erschien am 10. Mai 2010! Da mir aber Feten wofür auch immer im Grunde vollkommen suspekt sind und ich schon genug an Feuerwerk für irgendwelche bescheuerten Gründe wie vielleicht „Geburtstag von Carla“ oder „Geschäftsabschluß von Dr. Grindel“ oder was weiß ich noch für Schwachsinn in meinem Wohnumfeld ertragen muß, sage ich heute zum 5-jährigen Jubiläum nur: „HEUREKA“.

Und damit soll es auch gut sein.

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ZIVIL-isation

Jaa, so ein zwangsverlängerter Urlaub hat auch seine guten Seiten. Man kann z.B. in Zivil die Zivilisation ergründen. Da ich ja ein sparsamer Mensch bin, werde ich den Teufel tun, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Ich nehme natürlich das Fahrrad. Wenn ich dann einkaufen muß, entweihe ich auch schon mal… Neeiiinnn! Ich habe sie ja nur getestet! Also ich habe die Moped-Seitentaschen meiner Tochter getestet. Das sind nämlich nicht irgendwelche, sondern Original-Sturmgepäckteile aus den Altbeständen unserer nationalen NVA. Ihr wißt schon, deren Design heißt: „Ein Strich-kein Strich“. Und die riechen soooo wunderbar nach Igelit! Wenn dann noch ein Anflug von Teer und Schimmel hinzukommt, weiß man, daß sie in einem Bunker lagerten. Das trifft aber nicht für diese Packtaschen zu, sondern nur für die Kampfuniform, die sie auch besitzt. 😉
Doch zurück zum Text: Man hat vom Fahrrad aus eine ganz andere Sicht auf die Welt. Ich habe zwar auch an jeder roten Ampel angehalten, hatte aber irgendwie das Gefühl von Weichei. Warum eigentlich? Des weiteren kann man wunderbar „Würste gucken“. Das muß ich kurz erklären. Eine Bekannte von mir sagt immer dann, wenn sie eine besonders exotisch unvorteilhaft aussehende Person erblickt: „Wat ´ne Wurst!“

Tja, vom Fahrrad aus ziehen Würste halt langsamer vorbei. :-)

PS: Einen Nachteil hat das Fahrrad: Man bekommt Durst und wird infolge der Langsamkeit magisch von Biergärten angezogen. Wenn man dann glaubt, kurz vor der Innenstadt am Ende des ´Großen Gartens´ ohne „O gscheit´s Weißbier“ nicht mehr weiterzukönnen, hilft einem der Blick auf die Preistafel auf die Sprünge. Bremskraftwerte müßten eigentlich weit unter 3,60 liegen!

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