Unzufriedenheit

Jeder Mensch möchte in möglichst jeder Lebenslage so zufrieden sein, wie es nur immer geht. So bucht man halt das Hotel mit dem maximalsten Service für das kleinste Geld. Beim Einkauf wählt man die preiswerteste Ware mit dem maximalen Funktionswert und so zieht sich das durch alle Facetten des Lebens… NEIN, nicht durch alle! Beim Taxi sieht das anders aus. Obwohl der Taxameter unbestechlich ist und der Fahrpreis deshalb so fest steht wie Ayers Rock, wollen sehr viele Fahrgäste so viel wie möglich selbst machen. Ganz abgesehen davon, daß es also vollkommen unnötig ist, das zu tun, ist es oftmals auch noch falsch. Es wird ja noch nicht einmal nachgefragt, ob der Fahrer helfen könne. sondern einfach losgelegt. In Anbetracht dessen, daß der Taxifahrer auf seinem Fahrzeug Kapitän ist, wage ich doch gleich einmal den Vergleich mit einem Schiff: Die Fußpassagiere laufen die Gangway hinauf, die ihr erster Mann kurz zuvor heruntergelassen hat. In der Zwischenzeit hat auch der erste Autofahrer das Kommandodeck erklommen, den Schalter für die Bugklappe gefunden und sie heruntergelassen. Die Wagen fahren ein und lassen die Bugklappe ein frommes Relikt sein, denn sie sind ja drin. Glaubt irgendeiner, daß sie alles richtig machen?!“ Bei dieser Gelegenheit fällt ihnen auch ein, daß die Schließung Kapitänssache ist. Dasselbe gilt natürlich für das Einziehen der Gangway. …oh sorry, ich glaube, das heißt hier Fallreep! Jetzt kommen die Schlaumeier: „Natürlich können die nicht alles richtig machen, denn so ein Schiff ist doch unendlich kompliziert! Ein Auto beherrscht doch jeder! – Oh ihr Ahnungslosen: Der Klappsitz für das Durchsteigen zu den hinteren Sitzen wird nur halbherzig bedient, sodaß die Leute Turner sein müssen, das Gepäck landet im Kofferraum wie eine Fuhre Mist und am Zielpunkt fallen die Leute beim Aussteigen fast auf die Straße und das Gepäck dito. Besonders schwachsinnig ist die Idee, dem Fahrer zum Einladen das Gepäck vor die Nase zu halten! Was soll der nun machen? Soll er den Fahrgast mit dem Koffer in der Hand in den Kofferraum werfen, soll er ihm den Koffer aus der Hand winden, soll er ihn bitten, den Koffer einfach abzustellen, damit man ihn ordentlich zu fassen kriegt? Merkt euch einfach nur eines:

DER PROFI BIN ICH!!!  …Ach so: PUNKT

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Überraschung!

Ich bin regelrecht ratlos! Wie um Himmels Willen formuliert man einen Text, in dem man ein bisher ungekannt gutes Geschäft beschreibt? Tatsache ist, daß im Moment in Dresden derartig viele Veranstaltungen zusammenfallen, daß erstens die Vermittlung kaum noch nachkommt und man selbst zweitens aus Konditionsgründen die Segel streichen muß. Diejenigen frühabendlichen Momente am Freitag, in denen noch einiges zu reißen gewesen wäre, konnte ich einfach nicht mehr bedienen, weil ich kräftemäßig am Ende war. Tja, man ist halt keine 30 mehr. Was bleibt mir nun als Erkenntnis?

Wenn´s läuft, dann läuft´s.

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Umkehrschluß

Wie jeder inzwischen wissen sollte, bin ich ein Verfechter korrekter deutscher Sprache. Deutsch ist eine Schriftsprache, das heißt, daß man so spricht, wie man schreibt. Im Umkehrschluß ist Deutsch aber auch eine Sprachschrift, das heißt, daß man so schreibt, wie man spricht. Das ist übrigens der Grund, warum ich die letzte Rechtschreibreform permanent ignoriere. Diese Reform ist ein Kunstprodukt und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, weil sie diese Tatsache außer Acht läßt.
Nun stelle ich die Theorie auf, daß ein Schwein nur aus Zufall entsteht, denn im Umkehrschluß ist der Zufall ein Schwein! Natürlich ist es Zufall, zu welcher Zeit an welchem Tag an welchem Taxistand ein Auftrag vermittelt wird, aber wenn ich mich fast eine ganze Stunde lang an einen Stand stelle, wo eine erkennbar lukrative Fahrt anliegt und ich dann bei weniger als 5min zur Vorbestellung einen anderen Auftrag bekomme, dann behaupte ich: „Der Zufall ist ein richtiges Schwein!“ Kann ich denn den Sofortauftrag nicht so bekommen, wie er gegeben wird, nämlich sofort?! Muß ich erst bis zum Abkotzen warten? Und wenn das dann noch bis zu 4mal an einem Tag passiert, wie soll man da noch an Gerechtigkeit glauben?

Der Zufall ist also… – na ihr wißt schon!

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Tätliche Angriffe

Eigentlich ist es unnötig zu erwähnen, daß ich gestern eine ältere Dame an Bord begrüßen durfte. denn normalerweise vergeht kein Tag ohne diese. Das erste ist dann immer eine wahre Sturzflut von Statements: „Da ham die mir aber ein großes geschickt!“, „Das is ja viel zu groß für mich!“, „Ist das nicht teurer?“, „Da komme ich ja gar nicht rein!“, „Wer´n se bloß nich´ alt!“ und ähnliches. Jeder einzelne Spruch hätte Widerspruch in Buchform herausgefordert, aber diese Dame wollte mehr… Sie fragte: „Können sie mir nicht ´nen Tritt geben?“ Generell habe ich damit kein Problem, aber ich bin – Gruß an meine Eltern – relativ gut erzogen und solche Dinge macht man auch in Notlagen nicht! Ich erklärte ihr, daß mein geschultes Auge sofort erkannt hat, daß sie es mit der richtigen Art und Weise des Einsteigens sofort schaffen würde, aber sie insistierte und ich hatte keine andere Wahl. Ich gab ihr den Tritt und sie saß augenblicklich im Wagen. Ich betone nochmals, daß sie es ausdrücklich wünschte – und es war ja auch erfolgreich!

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie nachdrückliche Motivation über Erkenntnisse siegt!

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Wesens-Zwillinge

Irgendwann im Laufe des Tages hackte ich mir einen Auftrag aus dem Hotel, das in den 60ern das erste am Platze war. Fahrgast war eine extrem gutgelaunte junge Dame, die deutsch sprach, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fiel. Sie hatte einen naturwissenschaftlichen Doktortitel und wollte in ein Objekt in Dresden, das ihre Forschungen vorantreiben helfen sollte. Unnötig zu erwähnen, daß man sich mit extrem gutgelaunten Personen extrem gut unterhalten kann. Wir unterhielten uns also recht angeregt über eines ihrer Fachgebiete – den Kinderwunsch. Ich konnte ihr sogar zwei Varianten des Gegenteils präsentieren, nämlich der Empfängnisverhütung. Das hatte sie bisher in noch keiner Vorlesung gehört, daß die sogenannte „Pille“ schon seit dem Mittelalter existiert und sogar ein Apfel denselben Zweck erfüllt. Die Pille im Mittelalter war natürlich völlig andersgeartet als heutzutage. Sie bestand nicht aus irgendeinem mysteriösen Chemiemix, sondern war aus Stein, wog 3 Tonnen und wurde vor die Schlafzimmertür junger Damen gerollt. Genauso 100%ig verhütete das Essen eines Apfels, allerdings nur, wenn man ihn „stattdessen“ aß! Frisch gestählt mit diesen meinen Erkenntnissen verließ sie mich genauso gutgelaunt, wie ich sie aufgenommen hatte.
Und nun machen wir einen kleinen Sprung:
Nachdem ich gegen Abend blöderweise doch noch einmal zum Flughafen mußte, habe ich mich entschlossen, auch die Rückfahrt noch mitzunehmen, auch wenn das ein wenig dauert. Was ich dann bekam, war eine extrem gutgelaunte junge Dame, die deutsch sprach, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fiel… ?! – Moment mal! Habe ich mich jetzt verfranst? Nein tatsächlich, das hatte ich doch schon mal! Zumal wollte sie zu ebendiesem Hotel! Ich äußerte deshalb die Vermutung, dieses Hotel sei ein Pool für extrem gutgelaunte junge Damen, die deutsch sprechen, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fallen. Die Dame meinte sofort, das klänge sehr nach ihrer Kollegin… Es war die Kollegin!

Was ist das nun: Das Gesetz der Serie? Systematik des Zufalls? Oder einfach der Versuch des Schicksals, mich für meinen späten Feierabend zu entschädigen?

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Pseudo-Freitag

Das war heute sehr merkwürdig: Irgendwie hatte ich das Gefühl, es sei Freitag. Das kam aber nicht von meinem möglicherweise fehlenden Zeitgefühl, sondern von dem Eindruck, die Leute führen heute genauso bescheuert wie an jedem Freitag. So versuchte ich z.B am späten Vormittag, aus Richtung Altenberger möglichst schnell zum Parkhotel zu kommen, als mich ein PKW mit auswärtiger Nummer enorm ausbremste. Ich dachte mir noch: „Laß ihn ruhig schleichen. Auf die eine oder andere Weise wird er am Schillerplatz schon merken, was ihm das einbringt. Er wird nach meinem Ermessen wohl kaum noch Rechtsabbiegegrün erreichen!“ Ich hatte recht! – Das galt allerdings nur für das Grün. Daß er das Rot nach 2 Sekunden immer noch ignorierte, machte mir dann schon Kummer.

Weiß denn er/sie nicht, daß solche Aktionen sehr schnell bei der Bundesbahn enden können?!

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Sonnabend vs. Samstag

Regional belastet würde ich diese Frage mit „Sonnabend“ beantworten, denn „Samstag“ ist ja der Tag, an dem das Sams kommt, entweder nach Hause oder im Fernsehen… oder beim Sex?! Auf jeden Fall kam es niemals bei zu mir. Eines ist aber klar: Auf jeden Fall ist dieser Tag ein Scheiß-Tag. Ich habe heute mal wieder versucht, das große Geld zu machen, denn schließlich bin ich jung und brauche das Geld. Wenn EURO pro Stunde ein Wert wären, der die Temperatur im Wagen beschreibt, …

wäre ich heute mit Erfrierungen im Krankenhaus gelandet!

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Ringeldumm

MottenkisteHeute zum Wochenende kommt wieder einmal einer aus der Mottenkiste. Ich habe ab und zu Kollegen von meiner Umrundung des Triumphbogens erzählt. Aber was paßt besser als ein Video, um sich eine Vorstellung zu machen. Ich bin stolz darauf, diesen Parkour mit einer 180°-Kurve geschafft zu haben und nicht x-mal rumfahren mußte. Das ist recht ungesund, denn…

Da kann man „ringeldumm“ werden!

Einen Tag später: Uff, keiner hat´s gemerkt! Das war knapp.

 

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Opelkamera

Oh wie herrlich ist doch ein Erfolgserlebnis, wenn wieder alles funktioniert wie vorher oder besser und man nicht alles umkrempeln muß und gleichzeitig feststellen kann, daß zum Beispiel die Firewire-Schnittstelle eine Erfindung von Opel sein muß.

Aber nun mal langsam von vorn:
Schon vor einiger Zeit habe ich meinen Rechner auf Windows 10 aufgerüstet, dem besten Windows, was es je gab. Ich habe mich nur gewundert, wieso es besser ist als je, wenn einige Schnittstellen gar nicht mehr funktionieren, weil einfach die Implementierung der Treiber eingestellt wurde. So habe ich als Familienmensch z.B. auch eine Videokamera, um alle erinnerungswerten Szenen in bewegten Bildern zu dokumentieren. Zum Einlesen der Bänder meiner digitalen Kamera nutzte ich bisher die Firewire Schnittstelle im Verbund mit Ulead- bzw. Corel Videostudio – ein Traum! Als Reserve hatte ich eine TV- und Videocapture-Karte 7134, die ebenfalls perfekt funktionierte. Ab Win 10 allerdings beiderseits Fehlanzeige. Ich habe nun alles Mögliche versucht bis hin zum Aufsetzen eines zweiten Systems auf XP-Basis – Alles Mist. Nach nochmaligem Wälzen einschlägiger Foren las ich den Tipp, den Firewire-Legacytreiber aus Win8 zu verwenden, der aber – jetzt kommts – nur funktioniert bei 1394er Steckkarten, nicht bei Onboard-Schnittstellen. Ich also Karte gekauft, Treiber installiert und… das Mistding taucht doch tatsächlich im Gerätemanager auf! Schnell Kamera anschließen und testen… Es geehhht! Mir werden die Kniee weich. Ist es denn möglich, daß ich das noch erleben darf, daß in Windows 10 etwas funktioniert??! Ich war nah am Weinen.
Dann habe ich überlegt: Die Treiber laufen nur mit Steckkarten und nicht onboard, das kann man akzeptieren. Wenn man das auf´s Auto übersetzt, sähe das so aus, daß ein eingebautes Radio beispielsweise überhaupt nicht läuft, das ausgebaute und mit Drähten verbundene aber schon. Das kam mir irgendwie vertraut vor, denn über solche elektronischen Eskapaden hatte ich schon berichtet. Und jetzt fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren!

Firewire wurde von OPEL erfunden!

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Apfeltraum

Gestern war ich wieder einmal unterwegs, um als „Beamtenfahrer“ auch die Feiertage mitzunehmen. Was soll ich sagen: Es ging mehr als zäh vorwärts. Und dann sah ich auch noch Sterne! Es waren genau 5. Sie prangten auf einem Messingschild vor einem Hotel. Ich hatte von dort 7 Gäste zum Hauptbahnhof zu bringen. Noch bevor sie einstiegen, zückte einer der männlichen Mitfahrer einen Apfel und verkündete feierlich: „Ich schenke ihnen hiermit einen Apfel!“ Was als Gag gedacht war, nahm aber mystische Formen an. Woher zum Beispiel wußte der Mann, daß ich normalerweise täglich einen Apfel dabeihabe, den ich in der Regel zu Mittag vertilge, heute aber keinen mehr hatte? Nun also hatte ich einen. Aber woher nun wußte er, daß die Sorte „Boskop“ in der DDR relativ dominant war und er mir damit sozusagen ein Déjà-vu bescherte? Sei es, wie es sei, ich nahm ihn dankend an und führte ihn zu gegebener Zeit seiner Bestimmung zu. Und tatsächlich: Ich erinnerte mich nach über 30 Jahren wieder an den Geschmack und damit an den Grund, warum ich mir von dieser Sorte seit mehr als 30 Jahren…

keinen mehr selbst gekauft habe! 😉

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