Auswertung

Nun also ist die Tariferhöhung aktiv und deshalb ist es Zeit für´s Resümee der Umfrage.
Mitgemacht haben 25 Teilnehmer, von denen sich 48% für und 48% gegen die Tariferhöhung entschieden. 4% konnten sich nicht entscheiden. Somit endet das “Shoot-Out” unentschieden. Meine Befürchtung war ja, daß uns Fahrgäste verlustig gehen und wir somit keinen Zugewinn erzielen. Bis heute trifft das bei mir auch zu, aber 3 Tage sind ja schließlich nicht zur Analyse geeignet. Ich werde mich in ein paar Wochen nochmals zu Wort melden, wie die Bilanz aussieht und hoffe auch auf rege Beteiligung anderer Kollegen.

Gebe es der (Taxi-) Gott, daß es auf- und nicht abwärts geht. :-)

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Das kann doch einfach nicht sein!

…, habe ich gedacht, als ich vorgestern die Beiträge von Reinhold, Sash und Aro las: Klaus und seine Lebensgefährtin Moni gibt es nicht mehr…
Das Schlimmste für mich ist, daß ich sie nicht auf ihrer letzten Fahrt begleiten konnte, dafür war die Zeit leider zu kurz. Beide wurden schon gestern beigesetzt und ich weiß nicht einmal wo. :-(

Ich habe die beiden nur zweimal persönlich getroffen, aber sie haben bei mir ein Gefühl Wärme hinterlassen. Stets authentisch auftretend denke ich, daß sie ein Paar waren, das sich gesucht und gefunden hatte. Ich kann nicht mehr sagen, ob sie irgendwelche Themen hatten, bei denen sie total anderer Meinung gewesen wären. Stattdessen erinnere ich mich an eine Episode bei meinem Besuch in Berlin, wo sie mir ihr Kiez vorführten, auf das sie sichtbar stolz waren: Klaus erzählte mir die Historie irgendeines Teiles dort – sei es ein Haus, eine Straße, eine Brücke oder was auch immer. Monika als studierte Historikerin wußte dieses aber besser und begann mit ruhiger, gnadenvoller Stimme zu berichtigen. Daraufhin schaute mich Klaus mit gespieltem Entsetzen an und fragte: “Is´ die Frau nich´ furch´bar?!” – Nun sind sie also beide furchtbar – Furchtbar weit weg!

Möget ihr auch weiterhin dieselbe Harfe zupfen, so werden wir euch in Erinnerung behalten.

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Zieldurchlauf

Anfang nächster Woche beginnt die Tariferhöhung im Dresdner Taxigewerbe zu greifen: Grund genug dafür, noch schnell am Voting für oder gegen diese teilzunehmen.  Im Augenblick sieht es so aus, als würden die Skeptiker obsiegen.

Bleibt das so?!

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Die Ditsche

Nun also kommt sie endlich, die Frauenquote in der Wirtschaft! Spät kommt sie, aber nicht zu spät. Bisher galt das Leistungsprinzip, aber nun haben wir Gerechtigkeit. Nun ja, man könnte Leistungsprinzip auch mit “Karrieregeilheit” übersetzen, aber das macht die Ungleichheit natürlich nicht geringer. Schade ist nur, daß die Frauenquote – wie vieles Andere – zu kurz springt. Natürlich haben Frauen alle Anerkennung verdient, aber warum nur sie…!? Was ist mit den Rechten anderer “Randgruppen”? Warum gibt es keine Rechte für Linkshänder, Schwule, Sitzpinkler oder auch – ganz schlimm, weil wie ich – Kegler!?
Die Antwort ist einfach: Weil sie keine Lobby haben! Wer eine Lobby hat, bestimmt die Politik! Warum wohl sonst sitzen Lobbyisten in den Gebäuden staatlicher Institutionen gleich neben den Büros derjenigen Parteien, von denen sie sich Schützenhilfe versprechen.

Die sind halt: “Eene digge Ditsche!”

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Wär´n sie doch lieber Taxi gefahren!

Heute abend in der Straßenbahn: Ein dunkelhäutiger junger Mann klopft an die Fahrerkabine und erklärt, im hinteren Bereich mache einer Rabatz und man brauche die Polizei. Er sei zwar selber in der Security bei XY, aber er schaffe es nicht allein. Es geht schließlich alles seinen Gang. Die Polizei kommt und es beginnt ein heißes Tänzchen mit dem Randalierer, den auch 5 Mann nicht so einfach überwältigen können. – Im vorderen Bereich der Bahn sitzen 2 Männer, 2 Frauen und eine Minderjährige. Diese sagt: “Ich geh´ mal hinter gucken.” “Du bleibst hier!”, herrscht sie die Mutter an. Auch erneutes Bitten hilft nichts. Da sich das Gerangel noch hinzieht, steigen die Männer zum Rauchen aus. Auch die Frauen vertreiben sich die Zeit… mit Klopperei gucken! Zu ihrem Pech waren sie allerdings zu nah am Geschehen. Im Endeffekt hatte eine eine blutige Nase und die andere trug ihren Zahn in der Hand!

Tja Mädels! Dumm gelaufen. :-D

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Phantomgurt

Zum Thema “Gurtpflicht jetzt auch für Taxifahrer” hätte ich da mal eine Idee. Ich lasse im Moment gerade eine frische Charge T-Shirts bedrucken, deren Vorderseite das linke Hemd darstellt.
GurthemdWie wär´s mit der rechten Version als Alternative? ;-)

PS: Fast ebenso sinnfrei ist übrigens der US-Automatikgurt. Von draußen scheinst du zwar angeschnallt zu sein, was du aber nicht bist! Dazu müßtest du den Beckengurt noch zusätzlich manuell anlegen. In den USA scheinen die keinen solchen zu benutzen, weswegen vor den Knien der vorn Sitzenden ein “Knieschoner” verläuft, wie man unten in meinem 92er Passat sehen kann, den ich vor ca. 4 Jahren verkaufte.

CockpitDiese Rostlaube hatte übrigens das Glück, von einem Liebhaber wiedererweckt zu werden. Vielleicht kriege ich noch mal die Bilder vom Jetzt.

PS2: Ich habe die Bilder bekommen:

PassatNeuPassatInnen

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Wunschkonzert

So manches Mal im Leben treffen sich Wunsch und Wirklichkeit auf geradezu groteske Weise, wie mein heutiger Ereignisbericht zeigen wird.
Auf der einen Seite erschien in der heutigen Ausgabe meiner Lieblingszeitung folgender Artikel:

RadwegeUnbestreitbar sind das löbliche Absichten. Die Frage ist nur: Sind die Begünstigten dem Zufluß dieses frischen Manna auch wirklich gewachsen?! Bis jetzt nämlich ist zu beobachten, daß bei der Erstellung neuer Radwege eines mit Sicherheit funktioniert: Die sofortige Besitznahme der Radfahrer. Besitznahme ist hier so zu verstehen, daß die testosterongesteuerten unter den Radfahrern sofort erkennen: “Das ist ein Radweg und da ich Radfahrer bin, ist das mein Weg! Deshalb gilt hier auch mein Recht.” Der neu erstellte Radweg erzeugt somit Narrenfreiheit für die Benutzer.
Nun frage ich mich also, wie die Stadt im Nachgang des Radwegebaus die Radfahrer schult und die Uneinsichtigen zur Ordnung ruft? – …Ach das ist nicht notwendig???

Da bin ich aber vollkommen anderer Meinung! Ich erinnere nun noch einmal an meinen einleitenden Satz. Es folgt nämlich jetzt Teil 2 der heutigen Fahrraderlebnisse:
Am frühen Nachmittag rief mich meine Tochter an und fragte mich in einem soeben erlebten Verkehrsrechtsfall um Rat. Sie war an einer Haltestelle aus dem Bus gestiegen, an welcher der Radweg durch den Zustiegsbereich der Busfahrgäste führt und dort mit einem Radfahrer kollidiert, zum Glück allerdings nur leicht. Sie wollte nun wissen, wie die Rechtslage bei einem Körper- oder Materialschaden gewesen wäre.
Tjaaa… Diese Frage würde ich doch mal sofort an unsere mitlesenden Radfahrer weitergeben. Ich meine natürlich an diejenigen, die sich auskennen, denn diesen wären wohl die Einlassungen der anderen eher peinlich.

Eines muß ich aber noch nachreichen: Manchmal sind Geschwister total unterschiedlich! Insofern hatte der betreffende junge Mann ein Riesenglück, daß er gerade auf diese meiner Töchter traf!

Die andere haut nämlich und fragt dann erst.

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Zahlenspiele

Zahlen sind eigentlich meist nur Schall und Rauch, aber manchmal gehen sie merkwürdige Wege. So ist es doch im Prinzip vollkommen egal, was die gerade erledigte Krankenfahrt für eine Dauerauftragsnummer hatte… Im Prinzip!
So hatte meine vorletzte Fahrt des heutigen Tages die Nummer “5148”. Meine letzte Tour – auch ein Dauerauftrag – hatte (natürlicherweise) eine andere Nummer, aber es war einer mit Festbetrag und dieser hatte einen Wert von: Schau an 51,48 € !

Soll man sich da etwa nicht wundern? ;-)

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Wasserstände

Oftmals erzähle ich auch gern Wochenendgeschichten, die meistens mit dem Taxi nichts zu tun haben. Heute zum Beispiel hatten wir uns nichts vorgenommen, aber irgendwie fiel mir die Decke auf den Kopf. So zogen wir also los und haben einfach mal einen Landschafts- und Gastronomie-Punkt abgearbeitet, der schon länger auf dem Zettel stand: die Gohliser Windmühle. Wir sind deshalb mal nur zum Kaffeetrinken hingefahren.
Im Laufe unseres Besuches und des Gespräches mit der Chefin haben wir festgestellt, daß es wenige Lokalitäten im Dresdner Umland gibt, die so vom Wetter abhängig sind wie gerade diese. Die Ursache dafür ist natürlich die Lage hinter dem Elbdeich, weswegen niemand mit dem PKW dorthin kommt. Aus diesem Grund ist sie eine der Gaststätten, die die größte Differenz zwischen der minimalen und der maximalen Anzahl an Gästen aufweisen können. Heute waren zum Beispiel mit uns zusammen nicht mehr als 5 Gäste gleichzeitig anwesend. Wenn man sich allerdings die Bilder auf der Website der Windmühle anschaut, dann kann man ungefähr abschätzen, was dort im Sommer oder an sonstigen Schönwettertagen los ist! Der dann geöffnete Biergarten muß den Ausflüglern wie eine lebensrettende Oase vorkommen.
Wer gut zu Fuß ist, der sollte aber auch in der kalten Jahreszeit mal vorbeischauen.

Das ist dann wie bei Verwandten in der guten Stube. ;-)

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Vorauseilender Gehorsam

MottenkisteHeute hat mich Reinhold mit seinem aktuellen Beitrag animiert, die Mottenkiste aufzumachen. Es geht deshalb um eine Geschichte, die bereits 10 oder mehr Jahre auf dem Buckel hat.

Ich war damals als “selbstvermietender Elektriker” unterwegs und hatte öfter in München zu tun. Wohnen konnte ich in Dachau bei meinem Schwager, der Beamter der Münchner Polizei war.
An irgendeinem nicht mehr zu ermittelnden Tag war auf der Dachauer Straße nachmittags ein Stau, der sich gewaschen hatte!  Ich brauchte von der Einmündung der Gabelsberger Straße bis zum Übergang der Dachauer Straße in die Max-Born-Str. ca. 45 Minuten. Mein Entsetzen ob dieses Staus war aber an dessen Ende am größten! Hier nämlich entdeckte ich dessen Ursache: Die Dachauer Straße stößt rechtwinklig auf die Max-Born-Str. und diese Einmündung ist so gestaltet, daß etwa 95% aller Fahrzeuge auf zwei Spuren nach links abbiegen und die restlichen auf einer Spur nach rechts. Der Stau kam daher, daß direkt in der Mitte der Abzweigung – also genau vor der rechten der beiden Linksabbiegerspuren – ein infolge eines Unfalls liegengebliebener Hundefänger stand. Nahe bei diesem bewegte sich eine kleine Gruppe Polizisten, die mit der Unfallaufnahme beschäftigt waren. Was glaubt ihr nun, was die potentiellen Linksabbieger taten, denen nun die eine Spur blockiert war?! Sie fädelten sich einer nach dem anderen in die verbliebene Linksabbiegerspur ein!
Als ich den Punkt erreichte, an welchem sich die Dachauer Straße auf drei Spuren erweitert und ich die Situation erfaßt hatte, schwollen mir schlagartig die Halsschlagadern! Ich fragte mich spontan: “Wie bescheuert sind die Leute eigentlich?!”. Ich enterte sofort die rechte Spur, erreichte ungehindert die Einmündung und umkurvte das Unfallfahrzeug auf dem Weg nach links. Hinter mir bildete sich sofort eine Fahrzeugschlange, die es mir gleichtat.
Etwa 2 Stunden nach mir kam mein Schwager nach Hause und was erfahre ich von ihm: Genau an dieser Unfallstelle war er einer der aufnehmenden Beamten! Auf mein Unverständnis gegenüber dem Handeln der meisten Verkehrsteilnehmer meinte er, daß meine Handlungsweise in diesem Fall die einzig vorteilhafte und praktikable wäre, aber die Leute das nicht begriffen. Man müsse dies praktisch jedem einzelnen erklären und nach 10 bis 20 Fahrzeugen von neuem. Darauf hätten er und seine Kollegen überhaupt keinen Bock, weil sie nämlich an dieser Stelle konkret etwas anderes zu tun hätten.
Nach meiner ganz privaten Analyse ist dieses Verhalten der Leute wieder einmal eine typische Erscheinung von vorauseilendem Gehorsam. Diese herausragende Eigenschaft der Deutschen zusammen mit dem Hang zur Arschkriecherei hat schon die größten Katastrophen hervorgebracht, einschließlich der vergangenen deutschen Diktaturen!
Also dann:

Immer schön Unterwerfung üben, es könnte ja mal wieder notwendig werden!

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