Unterwanderung

Gerade habe ich in den Nachrichten vernommen, daß das Bundesverfassungsgericht vom Bundestag Nachbesserungen im Zuge des NPD-Verbotsantrages prüft. Vor allem soll sichergestellt werden, daß sich in der NPD keine V-Leute der Regierung befinden, besonders nicht im Vorstand der Partei. Nun war ich am Überlegen: V-Leute = Verbindungsleute -> das sind Personen, die meist ausgeschickt worden sind, um irgendeine Organisation zu unterwandern oder sogar zu beeinflussen. Gerade dieses letztere ist es, was das BVerfG verhindern will. Nun stellte ich mir aber die Frage: Wer hat eigentlich wen unterwandert und wie beeinflußt er ihn?
Nach sehr, sehr langem Nachdenken über Geldgeschenke, Erpressungen bzw. deren Versuche und vieles andere mehr kam ich bei dem Gedanken an die seit mehreren Monaten schon festzustellende Bedeutungslosigkeit der NPD schlagartig zu einer Erkenntnis:

Der Beeinflussende in diesem Falle ist wirklich der Staat! Er schickte der NPD allerdings nicht seine besten V-Leute, – was schlicht ein akustisches Mißverständnis war – , sondern seine besten Faul-Leute! ;-) Das einzige, was diese wirklich zu leisten hatten, war ein kurzer Bericht pro Woche an den Verfassungsschutz und das war´s dann auch. Auf diese staatlich gelenkte Arbeitsverweigerung war die NPD natürlich nicht vorbereitet, weswegen alle geplanten Aktivitäten den Bach runtergingen. Sie kann nun auch nicht zurückschlagen, denn:

Diese in vielen , vielen Beamtenjahren angehäufte Erfahrung werden sie niemals toppen können! :-D

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Haltet den Dieb!

Im Normalfall ist es bei Auffahrunfällen ganz einfach: Wer auffährt, ist schuld, denn er hatte keinen Sicherheitsabstand. Nun schauen wir uns doch mal folgenden Artikel an.

Unfallflucht

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 21.3.15

Hier wäre der Citroen also klar schuld – von Rechts wegen. Daß eigentlich der bisher Unbekannte der Depp war, tut in diesem Zusammenhang nichts zur Sache, denn er war nur der Auslöser dafür, daß das Mißverhalten eines anderen zum “Fall” wurde. Wieso also wird er trotzdem sogar mit Vorwurf der Fahrerflucht gesucht?!
Nein! Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: “Wer saß in dem Citroen, der es erwirkte, daß das Recht gebeugt werden soll?”
Allein der Golf-Fahrer hätte die Handlungsweise des Unbekannten monieren können, wenn er selbst aufgefahren wäre, denn schließlich hatte er gar nicht die Chance eines Sicherheitsabstandes! Der Citroen hatte diese mit Sicherheit, denn er fuhr ja schon mindestens eine kleine Weile hinter dem Golf.
Ich habe die angegebene Telefonnummer vor wenigen Minuten mal probehalber angerufen, um nach dem Citroenfahrer zu fragen. ;-) Dran war ein Polizeibeamter, welcher aber über besagten Fall nichts wußte. Er hätte quasi nur die Information über den vermeintlichen “Missetäter” aufgenommen. Der Spaß war´s  mir aber wert.
Was aber soll uns diese Geschichte sagen?

Entweder Sicherheitsabstand halten oder einflußreiche Freunde haben! ;-)

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Alte Säcke

Des öfteren errege ich mich über alte Säcke, die nicht mehr so richtig in der Lage sind, ein Fahrzeug ordentlich zu führen und deshalb nur den Verkehr aufhalten. Besondere Kandidaten sind dabei die “Altbiker”, die in Erinnerung des Hochgefühls auf dem ersten Motorrad nun im Alter das Geld für einen richtig schweren “Bock” haben, dabei allerdings den Verkehr nicht durch Langsamkeit aufhalten, sondern durch einen Unfall, der wie auch immer dadurch entsteht, daß sie dasselbe Gefühl haben wie damals, aber der Körper macht nicht so mit. Gestern habe  ich wieder so einen Typen erlebt… Mich! :-(
So hatte ich doch pünktlich zur bestandenen Führerscheinprüfung meiner Tochter ein gebrauchtes S51 gekauft, das ich nur noch in einer Werkstatt finalisieren lassen wollte. Ich könnte zwar alles auch noch selbst machen, aber ich habe darauf einfach keinen Bock mehr und außerdem sollte es sein zweites Leben in Profihand beginnen. Diese Werkstatt befindet sich nun aber an der Grenze zwischen Heidenau und Pirna und die Abholung per Transporter hätte mich wieder Geld gekostet, was ich nicht ausgeben wollte.
Das hieß also für mich, trotz eines durchrutschenden Kickstarterhebels, unsicherer Gasannahme sowie Zündaussetzern selbst zu fahren.

So haben wir es zum ersten Mal gesehen

Gesagt-getan! Also fertig machen, Kupplung ziehen, 2. Gang rein, losrennen und Kupplung loslassen und wenn´s nicht anspringt, noch mal Kupplung ziehen, draufspringen, 1. Gang rein, wieder runterspringen und schieben, bis Leben kommt! …Puuuh! Tja, dieses Prozedere hatte ich noch im Kopf wie eh und je… – in den Beinen aber nicht mehr! Irgendwann verhaspelte ich mich, versuchte zu korrigieren, bis mir die Fußraste in die Wade schlug und mich dermaßen aus der Spur brachte, daß ich mich am Torpfosten festhalten mußte.
– Ich ahnte nicht, daß dies einer der schmerzhaftesten Momente seit meinem letzten Bandscheibenvorfall werden sollte! Ich hatte das Gefühl, mein linker Arm müßte jetzt eigentlich neben mir liegen. Deshalb saß ich erst mal 3 Minuten auf dem Moped und holte Luft. Dann jedoch erbarmte sich eine mitleidvolle Seele, die mir den entscheidenden Schubs zum Start gab. Mein persönliches Heldentum ergibt sich nun aus der Tatsache, daß ich die Fahrt trotz Schmerzen angetreten habe und es bis nach Heidenau geschafft habe, ohne daß das Moped ein einziges Mal ausgegangen wäre.
Meine Schulter allerdings wollte keinen Helden akzeptieren und traktierte mich die Hälfte der folgenden Nacht mit ihren Nicklichkeiten. Nach der mitternächtlichen Einnahme von morphiumhaltigen Tropfen war ich zum Glück genügend betäubt, um bis 11°° Uhr zu schlafen. Beim Frühstück dann schaltete ich mir den Fernseher ein und hatte einen schönen Tagesbeginn. Irgendwann wollte ich dann den Sender wechseln und griff ganz spontan und unvorsichtig mit der linken Hand nach der Fernbedienung! – In diesem Moment knackte es in meiner Schulter! Merkwürdigerweise erstarb mein Schmerzensschrei, noch bevor er begann. Es tat nämlich gar nicht weh und auch sonst hatte ich das Gefühl, daß die Schmerzen plötzlich nachlassen. Da hatte ich mir doch wohl die Schulter nur fast ausgekugelt, die dann aber nur auf der Kante saß und beim unvorsichtigen Griff wieder zurücksprang. Ich merke es zwar noch, aber im Prinzip ist wieder alles paletti.

Mein Gott, immer diese alten Säcke!

PS: Für alle, die es noch nicht wissen oder wahrhaben wollen: Ein 30 Jahre altes S51 ist wertvoller als ein moderner Motorroller, und zwar nicht aus antiquarischen Gründen! :-)

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Technologien

Wie schon berichtet, bin ich mit dem Vito im Allgemeinen besser bedient als mit dem T5. Daß die Start-Stop-Automatik unendlich nervig ist, hatte ich schon erwähnt, aber es gibt am Vito noch ein anderes Ärgernis: die Handbremse!
Warum heißt die eigentlich “Hand”bremse? – Weil sie mit dem linken Fuß bedient wird, ist doch logisch, oder? Nun ja, diese hat die Eigenart, dem Fahrer selbst bei vollstem Krafteinsatz nicht das Gefühl des absolut sicheren Stehenbleibens zu vermitteln. Will man sie lösen, geht das auf keinen Fall dosiert, sondern nur mit einem Ruck. Wenn man den Verriegelungshebel zieht, dann “schnipst” sie förmlich nach vorn. Wer nun aber denkt: “Wenn sie so schon nicht hält, dann ist sie natürlich jetzt vollkommen frei!”, der wird bitter enttäuscht. Sie quietscht nämlich, d. h. sie liegt etwas an.
Nun kostet der VITO ja “fast nichts”. Da muß man schon mal solche Kleinigkeiten verschmerzen können. Leider aber hat ja der VIANO fast dieselbe Technik und dessen Eigentümer werden das Quietschen vielleicht nicht dulden wollen, weil er ja ein wenig mehr kostet.
Ich habe hin und her überlegt, wie Mercedes dieses Qualitätsproblem finanzschonend in den Griff bekommt und gestern kam ich drauf!! Folgendermaßen wird ein solches Fahrzeug “gesampelt”:
Man nehme eine für VITO und VIANO gleiche Rohkarosse, versehe sie mit Fahrwerk und Bremsen und teste auf Quietschen. Dann wird die Sache supereinfach: Quietscht es, wird´s ein VITO, wenn nicht, wird´s ein VIANO!

Tja Leute, so einfach ist Fahrzeugbau!

:-D

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Richtig geparkt!

Nun sieh´ mal einer an, sie ist wieder gefahren – ohne Anfängerschild – und alles war paletti! Ist das nicht geil?! Wir waren zwar nur wenig schneller als das letzte Mal, aber diesmal passierten keine Faxen.
Das beweist doch alle Vermutungen, die zum vorigen Beitrag geäußert wurden.
Daß das Anbringen des Anfängerschildes beim Anfänger negativ zu Buche schlägt, gilt nun als erwiesen. Übrig bleibt nun noch der Effekt des Anfängerschildes beim Profi. Dafür braucht es noch Zeit, aber er wird erbracht werden.

Wie stellt man eigentlich mit Emoticons eine unbändige Häme dar?

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Umparken im Kopf

Seit geraumer Zeit läuft bei OPEL eine Werbekampagne mit obigem Titel. Sie soll die Leute dazu animieren, Opel als eine Automarke zu erkennen, die man auch als qualitätsbewußter Autofahrer kaufen kann. Da ich selbst einen ASTRA H fahre, den ich NIE wollte, kann ich das nur bekräftigen. Kleinere Macken hat so gut wie jedes Fahrzeug, aber was ich mit diesem Astra gegenüber anderen Fahrzeugen erlebt habe, gehört nicht zum Schlechtesten.
Heute nun haben wir unseren Sonntagsausflug mit besagtem Astra auch dazu benutzt, um unserer frisch “beführerscheinten” Tochter immer mal wieder ein bißchen Fahrpraxis zu geben. Was wir dabei erlebten, spottet jeder Beschreibung:

Wir machten den Fahrerwechsel an der Tankstelle Radeburger Straße, wobei das Ziel Löbtau war. Um uns dreien etwas Streß zu ersparen, hatte ich extra ein “Anfänger”- Schild in´s Heckfenster geklebt. So weiß der Hintermann sofort: “Hier muß ich mal genauer gucken!” Nun kann ja solcherart Vorsorge funktionieren oder auch nicht, …aber was ich nicht erwartet hätte, ist die Tatsache, daß uns das praktisch für vogelfrei erklärte!
Die Einfädelung aus der Tankstelle in den fließenden Verkehr ging ja noch zügig, auch die Kreuzung mit der Maxim-Gorki-Straße war problemlos und ließ weiterhin hoffen. Am Neustädter Bahnhof war dann allerdings Finale. Direkt an der Ampel unter der Brücke stand ein PKW, der einen Mitfahrer aussteigen ließ. Vor uns fahrende Fahrzeuge umkurvten ihn und bogen rechts ab. Wir wollten es gleichtun, wurden aber durch zeichengebungsloses Losfahren mit Rechtsabbiegen überrascht! Na gut ich seh´es ja ein: Man muß nicht jedem schon vorher seine geheimsten Fahrziele verraten. Es wäre zwar gut gewesen, eine Hilfestellung in Form von Blinkzeichen zu erhalten, aber vielleicht war der Fahrer ein Autist. Da ist man tolerant.
Wir kamen dann auch relativ zügig bis auf die Budapester Straße. An der Ampel vor der Hahnebergstraße ging es dann weiter, denn beim Heranfahren an diese standen auf der linken Spur bereits 3 Fahrzeuge, während wir sozusagen freie Bahn hatten. Als wir nun fast auf gleicher Höhe mit dem letzten in der linken Spur waren, pfiff zwischen uns noch ein Audi durch und stellte sich vor uns! Wie der da noch durchgekommen ist, verstehe ich auch jetzt noch nicht. Der Junge muß einen Schuh-Anzieher benutzt haben!
Nächste Station: Kreuzung mit Nürnberger Straße/Nossener Brücke. Dort gibt es ein grünes Pfeil-Lichtzeichen für Rechtsabbieger, vor welchem wir als Erste standen. In solchen Situationen sind “gestandene Fahrer” besonders hilfreich für Fahranfänger. Wenn diese nämlich eine halbe Sekunde nach Grünpfeil anfahren und vom Dauerhupen des Hintermannes assistiert werden, denken sie sich spontan: “So möchte ich niemals werden!” Diese Art von Erziehung ist sehr wirksam und man muß den Hupern innigst danken. Irgendwann haben wir dann mal keine von diesen Dödeln mehr auf der Straße.
Letzter Teil dieser Mißton-Arie war dann die Gröbelstraße. Wir wollten dort parken und stellten uns deshalb links blinkend auf die Mitte der Straße, weil links eine Parklücke frei war. Und wie konnte es anders sein: Gerade als meine Tochter wenden wollte, rauscht einer links an uns vorbei! Da stellt sich die Frage: Bis zu welchem IQ machen Autofahrer solche Aktionen?! 48, 57? Na gut, sagen wir 65, dann ist aber auch schon Ende der Fahnenstange!

Kommen wir zur Auswertung: Ich bin so was von angefressen…
Beschluß: Von nun an gibt es kein Anfängerschild mehr – bei meiner Tochter, bei mir aber schon! Grrrhh… ES IST KRIEG!!!
Leute: Wenn ihr nicht einmal Fahranfänger leben laßt, habt ihr dann selbst noch eine Lebensberechtigung? Ich glaube nicht! Ich nehme an, daß ich in Zukunft wohl manchmal das Entfernen des Anfängerschildes vergessen werde. :-P
Oh, ich glaube, ich werde dann viel Spaß mit euch haben!

Ihr sollt kotzen, bis euch der Hals schmerzt!

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Dachsarg

Als ich mich heute am Krankenhaus Friedrichstadt in der Taxischlange anstellte, befand ich mich nur wenig hinter der Einmündung der Vorwerkstraße. Aus dieser Position beobachtete ich nach einer Weile, wie eine ältere Dame mit einem dunklen PKW und aufgeschnallter Dachbox vor einer Einfahrt hielt, ausstieg, die 2. Torhälfte öffnete und dann hineinfuhr. Das ganze war mir zwar sehr suspekt, aber ich bin trotzdem nicht nachschauen gegangen.
Diese Boxen nennt man ja auch manchmal ganz salopp “Dachsarg” und besagte Einfahrt führte auf – den ´Inneren Matthäusfriedhof´!
Sollte man wirklich schon soweit sein, daß man aus dem Leistungspaket der Bestattungsinstitute einzelne Leistungen herauslösen und selber erledigen kann?!

Das ist ganz schön clever!

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Schnee – hee – flöckchen, Weißröckchen…

Ach wie herrlich ist doch Schnee! Nun ja, nicht in jedem Fall, er muß schon auf den Frankfurter Flughafen fallen, einige organisatorische Verwirrung anstiften und ursächlich dafür sein, daß Passagiere von Dresden nach Frankfurt mit Fernanschluß den Umweg über Berlin nehmen müssen. Nun muß man ja aber irgendwie nach Berlin kommen… und da ist es doch ein Riesenglück, daß es uns gibt! Wie das allerdings so ist, hat Gott vor den Erfolg die Arbeit gesetzt und so hatten wir von Dresden bis Tegel durchgängig den gleichen Dauerregen. Die Zeit war eng bemessen und deshalb war schon das Wetter nicht gerade optimal. Als ob das nicht schon reicht, habe ich mich trotz Navi im Berliner Berufsverkehr auf den letzten Metern verfranst. Ich weiß nun noch nicht einmal, ob es meine Fahrgäste trotzdem noch geschafft haben. In Anbetracht dessen, daß aus Dresden bestimmt mehr als 20 Personen zusteigen sollten, gehe ich schon davon aus, daß die Maschine etwas gewartet hat. Ich bin da guter Hoffnung.
Und zum Dank singen wir alle das bekannte Lied:

“Frau Holle, Frau Holle, die schüttelt ihre Betten aus…” ;-)

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Oberlehrer mit Eierschale

Jeder kennt sie – diese Typen – die im täglichen Straßenverkehr unbedingt ihre Meinung zu Recht und Unrecht an den Mann bringen wollen. Es reicht ihnen nicht, daß sie ihr Recht wahrnehmen bzw. durchsetzen, sie wollen es dem betreffenden Gegner auch noch so richtig eintränken und unmißverständlich klarmachen, daß er ein Nichts ist. Die Art und Weise dieser “Maßnahmen” ist jeweils unterschiedlich, von prollig über inelligenzlerhaft bis zu diffizil. Letzteres gab es hier:
Dieser Tage fuhr ich im Dienst auf der Loschwitzer Straße stadteinwärts hinter einem anscheinend sehr jungen Mann im Kleinwagen. Aufgrund des etwas holprigen Belags an der Seite fuhren wir beide auf den Straßenbahnplatten.
Nun begab es sich, daß aus dem Vogesenweg ein PKW auf die Loschwitzer einbiegen wollte, zu diesem Behufe allerdings die Nase etwa 30cm vor die verlängerte Linie des Bordsteins steckte. Da diese Ecke nicht so schwer einzusehen ist, nehme ich mal an, er hat uns beide auf der “Mittelspur” schon sehr genau ausgemacht. Überrascht hat mich jetzt aber mein Vordermann: Etwa 30m vor dem Vogesenweg verließ er seine Linie und steuerte in direkter Linie die Vorderfront besagten PKW´s an, …um dann kurz vor knapp in einem sehr theatralischen Bogen diesen zu umkurven! Die Frage ist nun: Was hat er genommen! Oder stimmt vielleicht meine heimliche Beobachtung? Von hinten schon sah der Fahrzeugführer extrem jung aus. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch dadurch, daß es aussah, als hätte er noch seine Eierschale auf dem Kopf. Erst als er den PKW umkurvte und dabei den Kopf nach rechts drehte, um den Fahrer zu fixieren(Ganz gewiß sehr, sehr böse, Marke “Gangsta”), sah ich, daß diese Schale vorne einen Schirm hatte. Basecap, ach Gottchen! Dazu war der Schirm auch noch vorn, wie uncool! Ich glaube, Til Schweiger hatte ihn hinten. :-)

Und da behauptet unsere Kanzlerin noch, wir hätten keine Nachwuchsfachkräfte?!

PS: Ungefähr in die gleiche Kategorie gehört der Kommentator “SEO” mit seinem allwissenden Beitrag. Ihr findet ihn in diesem Beitrag. Er kann wahrlich nicht behaupten, er wäre ohne gutgemeinten Rat gelassen worden. ;-)

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Offene Worte

Es kommt nicht oft vor, daß Deutsche ehrliche Worte über Asylanten verlieren, weil sie Angst haben, sofort in die ultrarechte Ecke gestellt zu werden. Das ist übrigens in der DDR ganz ähnlich gewesen: “Was, du bist gegen unbezahlte Sonderschichten im Rahmen der Friedensbewegung?! Dann bist du auch gegen den Frieden!” Auf diese Weise bekommt der betreffende damals wie heute ein Etikett draufgeklatscht, das ihm zwar überhaupt nicht gerecht wird, mit dem sich aber wunderbar von außen arbeiten läßt. Damit muß nun 25 Jahre nach der Einheit endlich Schluß sein! Einen guten Schritt vorwärts machte dabei die ´Sächsische Zeitung´ am gestrigen Tage. Der folgende Artikel stammt aus dieser Quelle:

Tunesier

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 18.2.15

Der Artikel ist schon in sich sehr interessant. Einen besonders wichtigen Satz aber habe ich angestrichen. Da steht tatsächlich: “Wenn gibt´s Arbeit, dann nicht klauen.”
Das muß man erstmal sacken lassen. Und dann sagt der extreme Rechte: “Ist doch klar, die Niggerbagage ist doch sowieso bloß auf´s Klauen aus! Muß man sich da wundern?!”
Nein, muß man nicht, aber aus einem anderen Grund. Betrachten wir doch mal die Vorgeschichte: Den Großfamilien in Tunesien geht es schlecht. Die jungen Männer könnte man schon noch mit durchfüttern, wenn man wollte, aber man hat da andere Pläne. Man schickt diese mit Hilfe der letzten familiären Finanzreserven nach Europa, wo sie für viel Geld arbeiten könnten und den Löwenanteil des Geldes der Familie schicken. Schlitzohrige Schleuser bestärken sie natürlich in diesem Vorhaben. Nun sind aber Luftschlösser keine sehr stabilen Gebäude und brechen bereits bei der Ankunft in Deutschland zusammen. Die Jungs sitzen nun im Asylantenheim, dürfen nicht arbeiten und haben dadurch viel Zeit. Es wird also nichts mit dem jugendlichen Helden, der im gelobten Land wie ein Verrückter “malocht” und Euros über Euros an seine Familie schickt und sie glücklich macht. Er kann von dem, was er hier bekommt zwar leben, nicht aber zusätzlich noch die Familie in Tunesien. Also bleibt zur Geldbeschaffung zum Zwecke der persönlichen Reputation nur noch die illegale Variante. Diese beschreibt der markierte Satz. Er zeigt, daß die Hemmschwelle zum Verbrechen in diesem Fall nicht wirklich groß ist. Wobei… weiß man denn, ob diese Handlungsweise unter den Tunesiern nicht vielleicht ganz legitim ist?

Müssen wir das wirklich über uns ergehen lassen???

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