Umleitung

Hier entlang geht es nun nicht mehr, denn leider fehlt mir jetzt und wahrscheinlich für immer Munition aus dem prallen Taxileben. Der einzige Ausweg ist hier ausgeschildert und führt zu meinem Buch und meinem neuen Blog.

Wir seh´n uns!

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Schwanengesang

Es ist vollbracht. Der Zug ist abgefahren. Der Drops ist gelutscht. Feierabend! – Ganz gleich, welchen Sinnspruch auch immer ich verwende, es läuft alles auf dieselbe unangenehme Tatsache hinaus – Ich werde nie wieder hinter dem Steuer eines Taxis sitzen!

Was habe ich gelernt?  – Begib dich nie freiwillig in des Arztes Hand, denn er läßt dich nicht wieder gehen!
Wenn man zur Geburt dieses Blogs zurückgeht, dann weiß man, daß er nach zwei Bandscheibenvorfällen entstand, die innerhalb einer einzigen Woche stattfanden. Damals empfahl mir mein behandelnder Neurochirurg, die Sache nicht operieren zu lassen, weil ich das mit jedem einzelnen Wirbel hätte machen lassen müssen und das Risiko unberechenbar wäre. Nun unterhält man sich mit Fahrgästen aber auch und gerade über gesundheitliche Dinge und ich hörte über die Jahre -zigmal Sätze ähnlich diesem: „Ooch, der Cousin von meiner Frau hatte das auch und hat sich operieren lassen. Jetzt arbeitet der wieder den ganzen Tag im Garten.“ Irgendwann hatte ich dann so viele Stories gehört, daß ich mir dachte: ´Himmel, Arsch und Zwirn, bin ich denn der einzige, der hierzulande herumkriecht, statt zu laufen?!´(- und sich von diesem oder jenem Beschäftigten der eigenen Firma beleidigend blöde kommen lassen muß?!).
Also bin ich meinen Weg gegangen: zur OP angemeldet und zielsicher machen lassen. Schon anschließend gab es Probleme mit der Reha, weil die bis drei Wochen nach der OP wartet. Zwei Tage vor der Reha dann das erste Desaster: Beim Autofahren denke ich: „Was klebt denn hier am Lenkrad?“ und sehe nach. Nichts. Also an der Hand. Nichts. Jetzt beginnt das Gefühl zu wandern, schön langsam den Arm hinauf und im Körper wieder hinunter. Also ruckzuck Platz getauscht mit meiner Frau und nach Hause gefahren, dann aber doch RTW gerufen. Als ich dort dann drinlag, war alles wieder weg. Zur Diagnose in die Uniklinik sind wir aber trotzdem gefahren. Abends um 9 konnte ich aber wieder nach Hause. Es war schlicht und ergreifend ein TIA. Jetzt mal weiter im Telegrammstil: Ablehnung bei der Reha; Hausarzt; Termine Herzklinik; zweiter TIA; RTW nach UNI; zwei Wochen dort; rüber zum Herzzentrum; mit eingesetztem Ereignisrekorder wieder nach Hause;4 Wochen später Reha und seitdem krank, krank, krank…

Warum eigentlich?! Tja, wie schrieb ich vorhin? Begib dich nie… Genauso wie ich der Meinung bin, daß die TIA´s Folge der für die OP notwendigen Medikamentierung sind, bekomme ich jetzt gerade wegen diesen so einen Berg Medikamente, daß ich mich davon ernähren könnte, wenn sie denn Nährwert hätten.
Inzwischen bin ich bei der DEKRA gewesen, um meine Taxitauglichkeit offiziell prüfen zu lassen. Nicht, daß das kostenlos wäre! Das sind doch schon mal 570 €. Man gönnt sich ja sonst nichts. So weit, so gut, aber das Geld hätte ich mir leicht sparen können, wenn – ich in der Uniklinik an einer bestimmten Stelle ordentlich informiert worden wäre. Nach dem MRT infolge des zweiten TIA sagte man mir nämlich, man habe den Punkt der Verstopfung gefunden. Ja gut, schön für den Punkt. Ich erfuhr aber nicht die vollständige Wahrheit: Man hatte nicht nur den Punkt der Verstopfung gefunden, sondern auch eine geringe Anzahl zerstörter Zellen. Dies offerierte mir erst die Ärztin der DEKRA – ein Vierteljahr später. Und durch diese fehlende Information fühle ich mich schwer geprellt, denn wenn ich weiß, daß zerstörtes Gewebe gefunden wurde, dann weiß ich auch, daß das ein zwar kleiner, aber vollzogener Schlaganfall war. Und da mir alle Erkundigungen anzeigten, daß bei einem solchen der PB-Schein generell weg ist, wäre ich doch nicht so blöd und renne zur DEKRA! Ich hätte meinem Chef diesen in die Hand gedrückt und hätte gesagt: „OK, es war mehrheitlich schön all die Jahre, aber wenn du nicht zufällig für mich einen Lieferwagen hast, muß ich gehen.“

Nun wird so mancher fragen: „Was machst du jetzt?“ und vielfach hört man in ähnlichen Fällen „Och, isch weeß nor ni. Erscht ma überlächn.“ Ich antworte: „Das kann ich dir genau sagen!“
In meinem Alter wird mich wohl kein Schwein mehr einstellen, also wird man mich mehr oder weniger in die Rente zwingen. Das ist allerdings weder finanziell noch psychisch befriedigend, also werde ich wahrscheinlich eine oder mehrere meiner privaten Optionen ziehen, als da wären:

– Vermarktung meines bereits fertigen Buches

– Vermittlung und Reparatur von Elektrorollern im Auftrag einer Fachfirma

 

 

– Hilfe und Nutzerunterweisung im Bereich TV/HiFi

 

 

 

– Schreiben weiterer Bücher

– Autorentätigkeit für die Presse

– Beurteilung des Fahrvermögens von Privatfahrern durch kommentierte   Kameramitfahrt. (Nur für den Fahrer selbst! Keine Weitergabe)

 

Was gäbe es noch zu sagen? Tja, es ist traurig, aber so gut wie sicher, daß dieser durch einen gesundheitlichen Fehler entstandene Blog aus ebendiesem Grund wieder verschwinden wird, denn ich habe ja nun keine Munition mehr.
Wo aber soll ich nun die Mißhandlung der deutschen Sprache anprangern? Dumm, wenn ich da keine Antwort wüßte, die nur einen halben Schritt von mir entfernt ist: Wenn ich irgendwo meinen Namen ansage, was schreibt man wohl auf? Nicht Kahl, sondern Karl! Dieser R-Schluckauf zieht sich durch die gesamte deutsche Sprachkommunikation, bis hin zu Radio und TV. Da erfährt man dann, wieviele Zuschauer zur Oper „Cahmen“ kamen. Wenn dann aber jemand mit diesem Sprachfehler sagt: „Hey Siri/Alexa/Cortana – öffne´Karl Marx´“, dann öffnet sie… meinen Blog.

Kahl-mags

wird er heißen. Allerdings dauert das noch eine ganze Weile.

Erst einmal verabschiede ich mich von meinen literarischen Kollegen in RAL 1015. Möge das Leben euch ermöglichen, den Schwachsinn auf Deutschlands Straßen einzudämmen oder wenigstens über dessen Eindämmung berichten zu dürfen.
Zum Abschluß meine feste Überzeugung:

Das führerlose Taxi wird es NICHT geben!

 

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Schuldabbau

Heutzutage ist ja „Schuldenabbau“ ein wichtiges Schlagwort. Normalerweise wäre es das auch für mich, mir fehlen halt nur die Abbau-Werkzeuge. Für den Schuld-Abbau allerdings hatte ich welche. Als ich im Dezember 2014 Moni und Klaus besuchte, habe ich mich nicht getraut, anschließend Monis Eltern zu besuchen, ich habe es ihnen aber anschließend versprochen. Fast 4 Jahre hat es schließlich gedauert, bis ich es wahrmachen konnte. Wesentlichen Anteil daran hatte meine „Senile Bettflucht“ von heute morgen. Wenn man um 8 schon auf den Beinen ist, wird der Tag natürlich lang und deshalb ergriff ich die Gelegenheit, erneut die Stätten meines sinnlosen militärischen Wirkens zu besuchen und den Tag abschließend für den fälligen Besuch zu nutzen. Ich begann also mit dem Flugplatzmuseum Cottbus und fuhr dann über Drewitz nach Taubendorf. Nachdem das dortige Objekt bei meinem letzten Besuch als Asylantenheim genutzt wurde, hatte ich jetzt richtig Gelegenheit zur Erforschung.  Man überlege sich: Ich finde jetzt nach geschlagenen 40 Jahren Gelegenheit, ein Geländeobjekt zu erkunden, in welchem ich ein ganzes Jahr ein- und ausging! Ist das nicht verrückt?! Ich befürchte, weitere 40 Jahre wird es nicht existieren, denn ihm rückt ein Tagebau auf die Pelle. Die Grundwasserabsenkung hat schon ihren vollen Betrieb aufgenommen.

Das Schöne an Heute war, daß ich Bildmaterial für mein Buch sammeln konnte

Hier z.B. sehen wir einen Unterstand für Funk-Lkw oder aber auch Stationsdienst-Wohnung(siehe auch Thema „Rundumverteidigung“ im Buch

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Entscheidung gefallen

Nun habe ich endgültig beschlossen: Ich fange ohne Verlag an. Da muß ich zwar alles selbst machen, aber wenigstens hält dann keiner die Hand auf. Ich werde das Buch vorerst nur als PDF im Taschenbuchformat verkaufen, aber im weiteren Verlaufe möchte ich schon ganz gern zum „altmodischen“ Buch zurückkehren. Alles was der Käufer wissen muß, erfährt er auf den entsprechend benannten Seiten hier im Blog. (Das Seitenmenü ist in der Unterkante des Titelbildes.)

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Wohl dem, der Zeit hat

Es ist vollbracht! Es gibt eine schwere Geburt zu vermelden… Die meines Buches!


Wie ich den Weltfrieden rettete

 

Genau! So soll das Kind heißen. Es folgt zwar dann noch ein etwas längerer Untertitel, aber das hat Zeit. Erst suche ich mir in Ruhe einen Verlag.
Nun stellen sich verschiedene Fragen:
Worum geht es da?

Ich erzähle hier alle Erlebnisse aus meiner Wehrdienstzeit, an die ich mich noch erinnere bis hin zu der Erkenntnis, daß ICH den Weltfrieden rettete.

Wie umfangreich wird es sein?

Da es um meine Erinnerungen geht, nicht so sehr. Ich hatte doch beim ersten Effektenwechsel mein Hirn gleich mit abgegeben und mir einen Soldatenkopf geben lassen. (Das waren schon wieder viel zu viele Interna!)

Wer will sowas lesen?

Das Buch ist ein Muß für alle Gedienten der NVA sowie für alle Ungedienten, für die die NVA eine der schrecklichsten Institutionen unter der Sonne war.

Wie kamst du auf die Idee?

Eigentlich gar nicht. 😉 Das kam ganz einfach dadurch, daß ich vielen Fahrgästen, bei denen ich eine Affinität zu diesem Thema verspürte, aufgepeppte Armeegeschichten präsentierte und sie teilweise vor Lachen regelrecht flachlagen. Zum Schluß kam dann immer der Spruch: „Da müssen sie unbedingt ein Buch drüber schreiben!“

Nun also habe ich es getan und hoffe, ich werde als blutjunges Nachwuchstalent entdeckt.
Aber was hat das nun alles mit der Zeit zu tun? Ja man muß zum Schreiben auch Zeit haben! Seit Monaten bin ich nun schon vom Taxi ferngehalten. Daß mir das Geld aus meiner Arbeit fehlt, ist klar, aber daß mir das Mehr an Zeit langsam auf den Keks geht, ist nicht ganz so klar. Eigentlich gilt ja immer: „Ich habe zu Hause genug zu tun, was soll ich hier blöde am Taxistand rumsitzen!“ Andererseits hätte ich ja auch im Auto schreiben können, wenn man da seine seelische Ruhe hätte… und vielleicht auch das eine oder andere Weißbier.
Die ganze Frühaufsteherei seit meinen Krankenhausepisoden hat mir bei meiner Frau schon den Begriff „Seniler Bettflüchter“ eingetragen. Im Moment arbeite ich wie ein Tier daran, es bis 10 Uhr im Bett auszuhalten, damit ich wieder als geheilt gelten darf. Und das bei dieser Hitze!
Was ich als nächstes schreibe, weiß ich auch schon: Ich fülle Formulare für die MPU aus. Ab 4 Punkte muß man die als Personenbeförderer nämlich machen.

Und ich hab´ ja schon 5, äätsch!

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Gebt den Rauch frei, eieieiei…

Nanu! Hat sich da ein Fehler in Raabs Video eingeschlichen? Mitnichten! In Ermangelung von Themen, die die Straße hergibt beackere ich im Moment nur ein anderes Feld: das Rauchen. Es geht um die Klage eines Anti-Rauch-Vereins gegen Tabakindustrie und Handel, weil diese die Warnhinweise und Ekelbilder auf den Zigarettenpackungen so verstecken, daß sie zwar immer noch deutlich zu sehen sind, allerdings in jedem Falle erst dann, wenn der Kunde die Ware bereits gekauft hat. Ich bin gegen diese Klage! Der Grund dafür ist auch absolut legal. Jeder hat nämlich für seine Gesundheit in allererster Linie selbst zu sorgen. Wenn einer also absolut nicht mit dem Rauchen aufhören will, dann laßt ihn doch! Es ist schließlich sein Recht. Wer da nun sagt: „Nein, Rauchen ist dumm!“, der stempelt ihn schließlich auch zum Dummkopf. Ist das nett?

…manche Raucher sterben halt etwas eher. Da steht dann in der Zeitung so etwas wie: „…starb mit 52 und hatte 34 Jahre lang geraucht und … blablabla…“ Was nützt mir nun der ganze Schmus und das Rumgeheule?! Er hat es gewollt und er hat es bekommen! Ich brauche andere Informationen: Was war er von Beruf und in welcher Firma hat er gearbeitet? Da ist nämlich ein Arbeitsplatz frei geworden!

Ist denn das kein Grund für ein entspanntes Verhältnis zum Rauchen?

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Endspurt!

Endlich bin ich da, wo ich sein wollte: in der Reha, allerdings stationär in Kreischa. Nun kann ich zielgerichtet meinem Wiedererstarken entgegengehen… Klingt ein bißchen schwülstig, aber wenn man in Gedanken schon auf eine Rente im Rollstuhl zuging, dann trifft es schon den Kern. Schade ist, daß ich hier wie die meisten ein Einzelzimmer habe, denn ich kann so gar keinen mit meiner nächtlichen Motorsäge in den Wahnsinn treiben. 😉
Andere Dinge gibt es wiederum nicht, wie z. B. WLan oder — Weißbier.

Heute habe ich mich nun erstmal eingerichtet, aber ab morgen heißt es dann

„Attackäää!“

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Göttliche Medizin

Heute habe ich es endlich geschafft. Nach meinem kleinen gesundheitlichen Fauxpas habe ich die letzte Untersuchung zur Ermittlung der Ursachen hinter mir… oder doch nicht? Na ja gut, ich muß mir in einer anderen Fraktion der Uniklinik noch ein Gerät zur Langzeitüberwachung verpassen lassen, was vielleicht gerade 30 Minuten Arbeit erfordert. Allerdings ist heute Freitag und dank der Pfingstfeiertage geht es erst am Dienstag oder gar Mittwoch weiter. Aber das ist ja keine Hürde. Ich lass mich dort anmelden und kann dann schon mal nach Hause für die Tage bis dahin… Dachte ich! Nein – wurde mir eröffnet – wenn ich das Krankenhaus verlasse, ist diese letzte Etappe hinfällig und ich muß sie privat nachholen: in vielleicht 8 – 10 Monaten!! Eigentlich hätte ich eine Reha zu absolvieren und mein Taxi wartet schließlich auch auf mich, stattdessen siele ich mich 5 Tage für den alten Fritzen im Krankenhaus rum. Ich kann zur Linderung meines Unverständnisses nur „Krankenhausurlaub“ bekommen: von 8 bis 20 Uhr! Fragt man: „Warum?“, heißt es : Das ist so“, „Weiß nicht“ oder andere detaillierte Erklärungen. Wenn etwas so ist, wie es ist und keiner weiß warum, dann kann nur Gott seine Hände im Spiel haben.Aber er hat doch merkwürdige Regeln für das Gesundheitssystem unserer Republik. A propos ´Republik´ :

Bananen gibt es bei uns auch.

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Volle Kraft zurück!

Nachdem mich vor einiger Zeit der Optimismus voll gepackt hatte, hat dies in der Zwischenzeit ein anderer Zustand voll übernommen. Dieser Zustand hat es geschafft, daß ich noch einen Tag vor der nun endlich startenden REHA in der Notaufnahme landete… Tja, abends um neun war ich wieder draußen! Es war quasi so etwas wie ein Probeschuß, Rohrkrepierer oder auch „Schuß vor den Bug“, wie das manche interpretieren.
Es kam, was kommen mußte: Der Reha-Arzt meinte: „REHA ist Leistungssport, und das nach dieser Einlage?! Nee mein lieber, auskurieren und in 2 Wochen wieder hier.“  Nun bin ich ja einsichtig und folgsam und habe mich zähneknirschend in mein Schicksal gefügt. Allerdings muß das dem Teufel noch nicht gereicht haben, denn 9 Tage später veranstaltete er denselben Zinnober noch mal mit mir. Darüber konnte man nicht so ohne Ursachenforschung hinweggehen.
Nun sitze ich also mit meinem Tablet auf Station, habe mich in das freie WLAN der Uniklinik(Spitze!) eingehakt und berichte über diesen beschissenen Zeitverlust bis zu meiner REHA. Vielleicht bekomme ich für den jetzigen Rückfall ebenfalls eine REHA. Das wäre sehr praktisch, denn dann könnte ich das an einem Ort kombinieren. Das hieße dann natürlich: Keine ambulante REHA hier in der Stadt, sondern statonär in Ahrenshoop oder ähnlicher Lokalität.

Da gibt es viel Wasser, um den Frust zu ersäufen.

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Es ist vollbracht!

Nun also hat das Messer sein Werk getan! Vermutlich war es gut geschärft, denn nur mit gutem Werkzeug macht man gute Arbeit. Tatsachen und Gefühl sagen mir: „Das wird was!“. Wenn ich bei der Reha noch Kraft und Körperbeherrschung wiederbekomme, bin ich wahrscheinlich fast wie neu oder auch im ebay-Jargon: „Vom Fachmann überholt“.

Rückblickend muß ich sagen: „Danke, liebe Fahrgäste!“, denn den Optimismus für das Gelingen der notwendigen OP habe ich erst aus deren Erzählungen heraus geschöpft. Aber ohne Eigenlob geht natürlich auch nichts, denn Art und Umfang der OP habe ich teilweise selbst bestimmt und hatte dabei das Glück, mit dem Chefarzt genau auf einer Linie zu liegen. Aber wer lobt mich denn schon mal? 🙁 Alles muß man selber machen in dieser egoistischen Welt. Jeder denkt nur an sich!

Ich bin der Einzige, der an mich denkt!

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Kulminationspunkte

Als ich vor 7 Jahren innerhalb einer Woche zwei Bandscheibenvorfälle erdulden mußte, war dies der Kulminationspunkt, der das Erscheinen dieses Blogs hervorrief. In der nächsten Woche nun werde ich mich auf den Tisch legen, um die Folgen dieses damaligen Desasters halbwegs beseitigen zu lassen. Auf keinen Fall aber soll dies den Blog beenden. Ich hoffe und glaube zuversichtlich, daß ich wieder mehr Beweglichkeit erlange. Irgendwie muß ich doch die Natur wieder vom Kopf auf die Füße stellen, denn jetzt kann ich mit meinem 90-jährigen Vater nicht mehr zusammen spazieren gehen, weil er mir sonst davonläuft!

Also dann bis demnächst beim „Ironman“.   😉

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Ratestunde

Heute hatte ich ein Ehepaar etwa in meinem Alter, die als Fahrziel angaben, sie wollten: „…die Straße runter bis wo links die Apotheke und der Fleischer kommt und dort hinten rein auf den Hof, wo der Arzt ist…!“ -?
Für einen Augenblick war ich genervt, aber ich nahm es mit Humor und sagte: „Das ist ja fast so exakt wie die Frau, die als Ziel angab, sie wolle zu der Arztpraxis vom Doktor Müller gleich neben den LIDL. Kennen sie die?“ Vom Rücksitz ertönte ein deutliches „Ja“. Ich war schockiert!
Ich hatte einfach nur gewollt, daß die Leute mal überlegen, wieviele Arztpraxen und LIDL-Märkte es in Dresden gibt und ob ich die alle kennen muß.

Mit dieser Diskrepanz ließ man mich allerdings allein…

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Späte Mütter

Ich habe im Moment ein ganz klein wenig Urlaub und damit auch ein ganz klein wenig Zeit für eins meiner Hobbies: der deutschen Sprache. Besondere Jagdobjekte für Sprachklopse sind mir natürlich Leute, die eigentlich hier perfekt sein müßten, weil sie Germanistik, Journalistik, Rhetorik oder sonstige Studien an der deutschen Sprache in irgendeiner Form genossen haben. Gerade eben irgendwann gegen 22:00 Uhr hatte ich wieder die Freude der Entlarvung:
Jeder Profi müßte wissen, daß ein Komma nicht nur das Satzbild beeinflußt, sondern auch den Sinn eines Satzes vollkommen verändern kann. Hier nur mal ein Beispiel: Ein zum Tode verurteilter Häftling bittet um Gnade. Als Antwort kommt ein Brief ohne Punkt und Komma mit folgendem Wortlaut: „Aufhängen kann man nicht laufen lassen“. Und nun erörtern wir die Möglichtkeiten der Kommas:
Aufhängen, kann man nicht laufen lassen. – Er ist tot!
Aufhängen kann man, nicht laufen lassen. – Er ist tot!
Aufhängen kann man nicht, laufen lassen. – Er lebt!
Ich möchte nicht der Gefängnisdirektor sein, der dies interpretieren soll.

Nun zu heute. In den Nachrichten wurde mitgeteilt, daß die gegenwärtig umgehende Grippe schon soweit auf dem Vormarsch ist, daß man sich überlegen sollte, ob eine Impfung noch sinnvoll ist. Fakt sei aber, daß(und jetzt kommt´s):
“ …ältere Schwangere sowie Kinder sich auch jetzt noch impfen lassen könnten…“. Nun weiß man ja, daß Schwangere in Deutschland im Durchschnitt nicht mehr blutjung zu nennen sind. Was meint man also mit „ältere Schwangere“? Sind das diejenigen Schwangeren, die am oberen Ende des Durchschnitts stehen,

oder meint man Schwangere zwischen 70 und 80??

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Messe der Meister von morgen

Das hatte ich doch ganz vergessen, was ich für ein junges Erfindertalent bin. Nicht umsonst war ich ja auch während meiner letzten Arbeitsjahre unter DDR-Ägide für das Neuererwesen in unserem Betrieb zuständig. Heute gibt es das auch noch, heißt aber „Jugend forscht“.
Doch zurück zum Heute: Jeder weiß, daß frisch gemahlene Gewürze dem Essen einen eleganteren Geschmack geben als industriell vorgemahlene. Deshalb sind wir zuhause auch zu dieser Art des Würzens gewechselt. Mir persönlich mißfiel dabei von Anfang an die Tatsache, daß man Gewürzmühlen immer von Hand bedienen muß, wenn auch etwas herauskommen soll. Alle elekrischen Exemplare, die ich bisher gesehen habe, waren nichts als Müll. Sie sind mit ihrem Batterieantrieb viel zu schwach, um richtig durchzuziehen. Die einzige Lösung wäre eine Schlagmühle, aber dann müßte man für jede Art Gewürz eine eigene haben, sonst hat man ja eine Mischung.
Nun gibt es diese Batteriemühlen auch oftmals als Zugabegeschenk bei Versandhäusern, wodurch sich mit der Zeit einiges ansammelt. Ich habe mir schlicht unsere Spaßgeräte alle einmal richtig angesehen und kam zu dem Schluß, daß die Krux an der Sache nur der Antrieb ist: Batterie ist zu schwach und Handarbeit zu nervig. Wenn man also einen richtig starken Motor hätte…

Moment mal, was steht denn dort in der Küchenecke für ein Plasteköfferchen?! – Ach ja, das ist mein neuer Akkuschrauber. Inklusive zweier 18V-Akkus kostete der gerade mal 34,95 €. Das war ein echt starker Kauf! Starker Kauf?! Da fällt mir doch „starker Motor“ ein!. Den hat er auch. Also raus aus der Kiste, das Motorteil von der Mühle abgebaut und statt dessen den Akkuschrauber an den Mühlenkörper geklemmt.  – Ein Gedicht!! Noch nie habe ich solch ein effektives, gleichmäßiges Mahlen erlebt.

Ab jetzt nur noch Gourmet!

…und nun kann man den Teller mit Appetit essen.

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Optische Täuschung

Am Wochenende erlebte ich mal in voller Konsequenz, wie unnütz und schädigend geputzte Autoscheiben sind. So habe ich doch in Ermangelung anderer mehr oder weniger sinnvoller Arbeiten und entgegen meiner sonstigen Lockerheit in dieser Sache nach langer Zeit wieder einmal meine Autoscheiben geputzt. Beim Taxi ist das ja mehr oder weniger Pflicht, aber mein Privatwagen kam da immer etwas stiefmütterlich weg.
Bei unserem Wochenendausflug also besuchte meine Frau kurz eine Kollegin, während ich draußen wartete. Die Zeit war jetzt günstig, um einen Apfel zu essen, den ich mir explizit mitgenommen hatte.
Gesagt – getan! Und nun blieb der Griebs übrig. Rechts von mir hinter dem Fußweg war etwas Gebüsch. Was lag also näher, als Natur zu Natur zu schicken… – Also Griebs in die Hand, Maß nehmen und mit Schmackes in die Landschaft schicken! – Es klatschte! – Es war schon der Rest des Apfels, der da klatschte, aber nicht im Busch, sondern an der Innenseite der Scheibe, die… noch hochgekurbelt war- 🙁

Manchmal wirkt halt der Durchblick selbigem entgegen.

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Herzkasper

Gestern brachte ich einen älteren Herrn von der Herzklinik nach Hause. Er erzählte, daß er vor drei Tagen mit dem Rettungswagen eingeliefert worden sei. „Ich hatte nämlich einen Herzinfarkt. Zwar glücklicherweise nicht gleich einen Schlaganfall, aber immerhin einen Herzinfarkt!“ Bezugnehmend auf den Unterschied zwischen Teufel und Beelzebub konnte ich mir den sarkastisch, lapidaren Kommentar: „Sie Glückspilz!“ nicht verkneifen. Ich glaube, das hat er in seiner privaten Erinnerungsbibliothek unter: „Häää? Was?“ abgelegt.
Weiterhin erzählte er, die Schmerzen in seinem linken Arm seien unerträglich geworden und er habe keine Luft mehr bekommen. Und weil er wußte, daß das Symptome eines Herzinfarktes sind, hat er sofort die Notdurft angerufen!
Der Mann hatte vollkommen recht:

Herzinfarkt ist Scheiße!

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Einsamkeit

Oft kommt es vor, daß ich meinen Fahrgästen eine der Geschichten erzähle, die auch hier zu lesen ist. Meist finden sie diese sehr lustig und mein Hinweis, daß es hier noch mehr davon gebe, wird dankbar angenommen. Wahrscheinlich kommen sie auch auf diese Seite zum Lesen, aber davon merke ich nie etwas, denn sie kommentieren niemals.
Ach…

…ich bin ja so allein!

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Eulen und andere Vögel

„Wat dem Eenen sin Uhl, dat is dem Annern sin Nachtijall!“ sagt der Volksmund. Ein Beispiel dafür durfte ich heute erleben:

Wem unter uns hat schon das Sturmtief „Friederike“ positive Empfindungen abgerungen. Mal ganz abgesehen von Verletzten oder gar Toten dieses Wetterereignisses hatte auch Otto Normalverbraucher keine Freude daran. Ursache des allgemeinen Mißmuts ist u.a. auch das Nicht-Weiterkommen bei Reisen aufgrund von Flugausfällen und Bahn-Streckensperrungen. Und hier nun greift das Thema: Wer ist hartgesotten, immer einsatzbereit und kaum aufzuhalten? – Na klar, der Taxifahrer! Und deshalb weiß man auch sofort, an wen man sich in solchen Wettersituationen wendet!
Die Fahrt nach Berlin hat meinen dieswöchigen Umsatz quasi aus dem dritten Kellergeschoß wenigstens ins erste geholt. Da sage mal einer, Wetterkatastrophen sind zu nichts gut! – …wer hat das gesagt?! Iiiich??! Nie im Leben!

Ich würde doch nie etwas so Böses sagen!!

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Werbe-Dödel

Heute erhielt ich eine herrliche e-Mail. Die war so klasse, daß ich sie hier samt meiner Antwort präsentieren möchte:

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Am 29.12.2017 um 12:42 schrieb Franzi:

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Liebe Franzi,

am Ende deiner Mail gab es ein Feld zur Abbestellung deiner Werbung. Abgesehen davon, daß man sich dann noch mehr Werbung einhandelt weiß ich auch nicht, warum ich das tun sollte! Ich habe mich selten so köstlich amüsiert! Eine derartige Ansammlung von absolut idiotischen Sprechblasen, von Rechtschreibfehlern durchsetzt, habe ich selten erlebt. Wen willst du eigentlich damit hinter´m Ofen hervorlocken, liebste Franzi – oder wie auch sonst immer du heißen mögest? Hätte man solche Werbung in unserer ach so geliebten DDR praktiziert, wäre die noch viel früher pleite gegangen.

Ich weiß jetzt auch nicht, wie du es zu Geld bringst ohne diesen Schwachsinn… vielleicht Arbeit? Ansonsten laß dir die Suppe nicht verhageln, ich werde bestimmt noch viel Freude an dir haben und die Leser meines Blogs ebenfalls.

Alsdann tschüß bis zum nächsten Klops!

 

Laßt uns also auf die nächsten Ergüsse warten!

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Der böse Blick

Heute mittag bog ich wie so oft an der Kreuzung Pirnaer Ldstr.  – Stephensonstr. aus Ostrichtung kommend nach links ab. Dabei passiert es höchstens zu 10%, daß einen ein Radfahrer in der Gegenrichtung kreuzt. Heute war es schlicht GANZ anders: In meiner Gegenrichtung kam ein Mann etwa um die 60 auf dem Radweg herange – joggt!
Das erste Fahrzeug in meiner Schlange war zu zeitig durch, um mit ihm in Konflikt zu geraten, der zweite allerdings versperrte dem Jogger kurzzeitig den Weg, was diesen dazu veranlaßte, sich mehrfach umzudrehen und den Autofahrer drohend anzusehen. Er hatte wahrscheinlich irgendwann mitbekommen, daß sich Radfahrer speziell auf dem Radweg im Prinzip um gar nichts mehr kümmern und wollte dieses Privileg auch für sich in Anspruch nehmen. Im Gegensatz zu Radfahrern allerdings hatte er auf dem Radweg das Handycap, daß er quasi eine 100%ige Fehlerquote hinlegte. Während Radfahrer hier nur mit solchen Lappalien wie Durchfahren bei Rot auffallen, ist bei ihm schon die Benutzung desselben regelwidrig.

Ich finde, daß die Gemeinschaft der Radfahrer an dieser Stelle massiv eingreifen sollte, denn erstens blockieren solche Jogger massiv ihren Highway und zweitens kann es nicht sein, daß noch jemand einen Autofahrer böse anfunkelt!

Dies ist allein das Recht der Radfahrer!

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Schnorrer-Seniorin

Vorige Woche erhielt ich einen Auftrag in Striesen, der nach Flieger oder Bahn aussah, sich im Endeffekt auch als Hbf herausstellte. Fahrgast war eine reifere Dame mit dem Wunsch, daß man das Gepäck aus der Wohnung hole. Ich also hin und ab in den 4. Stock wie ein junges Reh – mit meinem Rücken! Aber was macht man nicht alles für die Kundschaft! Am Hbf waren es dann 15,50 €. Sie gab 20 €, von denen ich als Endpreis ausging. – Aber nein: es gab noch mehr! Es gab nämlich noch genau 50 ct, damit ich einen 5er Schein zurückgeben kann. Ist sie nicht nett?! Ich warf kurz ein, daß das Herunterholen des Gepäcks aus der Wohnung eigentlich eine Extra-Leistung darstellt, worauf sie antwortete: „Deshalb bedanke ich mich auch besonders bei ihnen.“ – Ja, sie ist nett.

Sie hat sich sogar noch nachträglich bedankt, das ist wunderbar.

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Wo liegt England

Mein vorletzter Auftrag heute führte mich zu einem Logistiker, von wo aus ein dem Namen nach nicht in ein Land einordenbarer Mann in ein Hotel der Innenstadt gebracht werden wollte. Welches das war, stand bereits im Auftrag, was dem geneigten Taxifahrer sagen soll: „Da du ja sowieso kein Englisch sprichst, sagen wir dir gleich, wohin es geht.“ Als ich den Mann aufgenommen hatte, entspann sich ein  a u s g i eb i g e r  Dialog. Die nachfolgenden Zitate wurden eigentlich in englisch gehalten, seine Worte in rot, meine in blau:

„Hier…“
„Ich weiß, wohin es geht.“
„Schauen sie…“
„Ich weiß! OKAY!“

Das hatte er offenbar verstanden – das OKAY. Unterwegs wollte ich ihn mit der Geschichte der Straße beglücken, an dem sein Hotel liegt, aber er machte ein unbeteiligtes bis verständnisloses Gesicht.fragezeichen

„Konnten sie mich nicht verstehen?“
„Entschuldigung, ich spreche nur englisch, kein deutsch.“

„Ich sprach die ganze Zeit englisch!“
„Mmhhh, ja…“

Und nun sitze ich vor dem Computer und suche das andere England.

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Allergrößte Not

Am letzten Sonnabend war ich ausnahmsweise auch mal am Wochenende „in der Spur“. Manches läuft anders als unter der Woche, aber eine bestimmte Sache läuft wie eh und je ab: Das Nichtablaufen! Ich meine damit, daß man selten das Glück hat, eine Toilette zu erwischen, wo man seine allergrößte Not lindern kann. Man könnte ja einfach zu einer solchen hinfahren und wäre befreit, aber in diesen Minuten könnte man auch einen Auftrag verlieren. Deshalb hofft man immer auf das Glück, denn vielleicht winkt es einem beim Auftraggeber. Ist dieser allerdings eine Privatperson, hat man Pech. Privatpersonen sind beim Toilettengang tabu. Also hoffte ich am frühen Nachmittag an der Banane auf einen günstigen Wind in Form einer Vorbestellung, der mich in eine Firma treibt.
Groß war deshalb mein Glück, als ich die VB erhielt und die einen Firmennamen zeigte! Ja das war doch optimal! Die Firma befand sich in einer kleinen, schnell zu übersehenden Baracke. Die sah nicht besonders aus, aber es ist ja nun nicht meine Aufgabe, den Erfolg einer Firma am Aussehen ihres Sitzes festzumachen. Die Hauptsache ist ja, sie haben eine Toilette. Auftragsgemäß klingelte ich und es öffnete mir eine junge Dame, die ich für die Sekretärin hielt und deshalb direkt zur Sache kam, indem ich sie um den Besuch der Toilette bat. Merkwürdigerweise sagte sie laut in einer slawischen Sprache etwas in die Nebenräume, woraufhin mehrstimmiges Kichern ertönte. Eine der Kicherinnen war eine junge Frau, die ich im Foyer entdeckte. Ich dachte bei mir: „So ärmlich, wie die gekleidet ist, hat die wohl kaum Grund zur Heiterkeit. Sie aber lachte aus vollem Halse… und da kamen mir schwere Bedenken! Nicht nur, daß ihr Hemd nicht einmal den Po zu bedecken vermochte und auch von obenher etwas herauszufallen drohte, auch das Lachen kam mir bekannt vor. Man hört es in dieser Form oft in Filmen über verschwiegene Etablissements.
In diesen Sekunden lobte ich die Tatsache, daß ich nun mal keine 30 mehr bin, sondern straff auf die Rente zugehe. Anderenfalls hätte ich beim Wasserlassen wohl das eine oder andere Problem gehabt.

Gern hätte ich den Toilettengang weggelassen, aber hierhin kommen nun mal nur Männer, die in allergrößter Not sind.

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Gastbeitrag aus Koblenz

Hallo Taxifahrer, diesen Brief habe ich zum Thema Deregulierung im Netz veröffentlicht. Je mehr der rund geht, desto eher werden wir gehört. Er ist adressiert an die Verantwortlichen für unser Begräbnis:

Liebe Politiker,

was sind wir für Euch wenn ihr uns am Taxistand seht? Vielleicht nur Studenten mit Nebenjob, eventuell Deutscher mit Migrationshintergrund. Ein Niemand, der sonst keine Arbeit findet oder Versager, der in der Schule nicht aufgepasst hat? Jemand der macht was er möchte, Regeln missachtet und immer zu schnell fährt und dann noch viel Geld von seinen Fahrgästen als Bezahlung für eine Autofahrt verlangt und die Notwendigkeit der Taxifahrt in einer Notsituation ausnutzt? Sonst seht ihr nichts? In diesem Fall solltest du genauer hinschauen. Denn so bin ich nicht. Ich bin ein wertvoller Mitarbeiter mit einer liebevollen Familie. Ich bin auch ein kleiner Selbständiger mit einem Taxi und einem angestellten Fahrer, dessen Herz schlägt, wenn er einer älteren Dame die Taschen nach oben tragen darf und dafür angelächelt wird, ein wenig Trinkgeld bekommt und beim nächsten mal wieder gern gerufen wird. Ich bin Familienvater, vielleicht ehemaliger Arbeitsloser und freue mich heute über einen abwechslungsreichen Job. Wahrscheinlich auch ein Mitarbeiter mit wenig Deutsch Kenntnissen, der im Taxigewerbe vollständig integriert wurde und das ohne Integrationsbeauftragte oder nur ein Rentner, der sich etwas dazu verdienen möchte und sich freut noch gebraucht zu werden. Vielleicht auch Unternehmer, der sich mit viel Einsatz und Herzblut mit einer oder mehr Taxen eine Existenz aufgebaut hat. Ich bin Selbständig, da mir die gefühlte Freiheit als Unternehmer mehr wert ist als der mehr oder weniger gut bezahlte Job als Angestellter, manage eine kleine Firma, bin mein eigenes Personalbüro, Finanzbuchhalter, Steuerberater, Web Designer und Fahrer rund um die Uhr, auch dann, wenn Ihr am feiern seid. Ich habe keine Lobby, die sich um mein Gewerbe kümmert, weil im behördlich festgelegten Taxi-Tarif dafür nichts einkalkuliert wird. Meine örtlichen Volksvertreter interessieren sich nicht für mich oder mein Schicksal und ich will sie nicht stören. Ich bin über fünfzig und werde langsam müde. Kennen liberale Politiker keine Gnade, wenn es um die Deregulierung eines Marktes und dessen Marktteilnehmer geht. Ich fühle mich gefangen in meinem Taxi und der Sorge um die Existenz, meiner Zukunft und die kleine privat angesparte Altersvorsorge. Die Möglichkeiten für eine neue berufliche Orientierung sind sehr begrenzt.Trotzdem, tief in mir bleibt die Hoffnung, dass ihr uns nicht den Kapitalisten mit ihrem Investorenkapital, Autokonzernen oder App Entwicklern mit vorgegaukelten Sharing Economy Gedanken zum Fraße vorwerft. Lasst uns die zu hohen Preisen erworbenen Konzession und das Taxi, das ist ein Teil unserer Altersvorsorge! Verscherbelt nicht unser Leben an einen ruinösen Wettbewerb gegen Autokonzerne, Banken und illegale Marktteilnehmer, die das bestehende Gewerbe doch nur zerstören wollen, um es zu eigenen Bedingungen und Preisen neu aufzubauen. Wir haben doch keine Chance gegen die geballte Kraft des Kapitals.

Ist Euch die Gewinnmaximierung weniger Kapitalgeber wirklich wichtiger als unser Lebenswerk? Jeder sollte sein Auskommen haben, unser Einsatz als Retter in der Nacht, Krankenbeförderer, Kofferträger und Seelentröster verdient ein wenig Respekt genauso wie jede andere Arbeit. Denkt daran, eines Tages wird vielleicht auch deine Arbeit von Investoren mit deren Kapital und einem erfolgreichen Lobbyismus geschluckt.

Der Magistrat von München erkannte bereits 1642, dass die Personenbeförderung im Interesse der Bürger ist und führte u.a. die Beförderungspflicht ein. Vergleichbar mit heutigen Taxiordnungen wurde 1804 die erste Droschkenordnung in München eingeführt. Damals waren es Lohnkutscher, heute bezeichnet man uns als Taxifahrer.

Liebe Politiker – dereguliert bitte nicht einen Markt, der seit Jahrhunderten aus gutem Grund reguliert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schwartz – Taxiunternehmer aus Koblenz
www.koblenz-taxi.com

 

PS: Diesen offenen Brief schrieb Dirk als Kommentar zu einem meiner Beiträge. Ich fand ihn aber so interessant, daß ich ihn hervorgeholt und selbst als Beitrag deklariert habe

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Recht so

Gerade eben habe ich am Fraunhofer Winterbergstraße abgesetzt. Nach „Danke“ und „Tschüß“ dann Rückwärtsgang rein, Gas und… – Vollbremsung! Hinter mir stand einer und blockierte die Ausfahrt. Nach einiger Rangiererei aber gelangte ich endlich neben ihn und was lese ich da auf einem Schild n seinem Heck: „ZUSTELLFAHRZEUG“!

Es ist doch immer wieder schön, wenn Dinge für ihren ursprünglichen Zweck benutzt werden.

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Weicheier

Nun war also wieder Wahl – in Österreich und Niedersachsen. Schön und gut, Wahlen sind, wie Wahlen eben sind: mal dramatisch, mal langweilig. Darüber aber will ich hier keine Meinung abgeben. Mir geht es heute um meine Erkenntnis, daß in der Öffentlichkeit keiner mehr scharfe Laute in der Sprache benutzen will. Solche wären z.B. ein „ß“ oder ein „sch“. Während der Berichterstattungen im Fernsehen war nämlich ständig von der österreichichen bzw. niedersächsichen Wahl die Rede. Das kommt vielleicht daher, daß das „sch“ im Sächsischen schon immer fröhliche Urständ feierte und wer will schließlich heutzutage mit „denen“ in Verbindung gebracht werden. Obwohls fleischt grade in Sachsen am gemiedlischsten zugeht. Hier kannste jedn Morschen e weesches Ei essn un keener dudd sich dran schdörn! In der feinen Gesellschaft ist das allerdings verpönt… oder heißt das „Gesellchaft“?
Die deutsche Sprache hatte ihre Buchstaben nun aber eigentlich nicht für den alten Fritzen, sondern höchstens für den alten Fritz. Deshalb finde ich das Vermeiden von „sch“ und „ß“ einfach nur…

…Cheise!

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Hunger – Selbstgemacht

Es wäre doch gelacht, wenn meine geliebte Lieblingszeitung nicht wieder einmal einen Artikel bringt, der mir zugleich die Wut- und die Schamesröte auf die Stirn treibt! Seht selbst!

Dynamo-Mamam

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 7.10.17

Nun könnte man ja sagen: „Na klar, Plastegeld ist die Zukunft!“ – Aber dann muß es auch immer funktionieren! Bargeld funktioniert seit Hunderten von Jahren und wenn ich auf Plastegeld umstelle, dann muß auch ein Sinn dahinterstecken, wie z.B. Diebstahlsicherheit ö.ä.. Was zum Teufel sollte mich verleiten, solcherart Zahlungsweise für die Verpflegung während eines Fußballspieles einzusetzen? Sind denn die Preise dort schon im Hunderterbereich? Das ganze Konzept ist meiner Ansicht nach komplett hanebüchen, denn Bezahlsysteme mit Vorkasse sind immer abzockverdächtig!
Nun könnte einer fragen: „Aber wieso bei dir Schamesröte?!“
Ganz einfach: das ist das blanke Fremdschämen für meine Geschlechtsgenossen, die wahrscheinlich mehr als 80% der Hereingefallenen ausmachen.

Wie um Gottes Willen soll ich dann noch über Frauen am Steuer schreiben dürfen!?

PS: Hier ein kleiner Nachtrag für Leute, die sich über den Begriff „Plastegeld“ statt „Plastikgeld“ wundern. Es ist einfach so, daß ich erstgenannten Wessibegriff nicht mag.
Hier kommt Berndis kleine Sprachschule 😉 : „Plast“ ist ein chemisch erzeugter Stoff, „Plaste“ sind dessen Plural. „Plastik“ dagegen ist ein dreidimensionales Abbild wie z.B eine Statue. Ausgehend davon ist also eine Münze mit seinen hervortretenden Motiven ein plastischeres Geld als eine EC-Karte.  😉

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Tschüß, Flasche!

Vor einigen Tagen bekam ich einen Auftrag, dem anfangs nicht anzusehen war, worauf alles hinauslaufen würde. Er wurde mit Name, Adresse und Fahrziel Krankenhaus ´Weißer Hirsch´ übergeben. Zur Bestellzeit kamen dann Vater und Sohn aus dem Hause, wobei nur der Sohn der Fahrgast war. Alles war in Ordnung… bis der junge Mann – bereits im Wagen sitzend – eröffnete, er werde erst einmal einen guten Schluck aus der Bierflasche nehmen. Während ich nur sachte insistierte, schnappte sein Vater fast über! Ich verstand: „Ach so, du fährst zum Entzug und willst dich zünftig verabschieden?“ „Genau!“ Aber nicht bei mir im Taxi! Wenn du es durchaus nicht sein lassen kannst, dann setz dich draußen hin, trink deine Flasche aus und dann fahren wir ganz entspannt los.“
Die Wirkung meiner Worte ging allerdings nach hinten los: Er faselte etwas von ´seinem Recht´und ´schon immer so gewesen´ und derlei mehr Schwachsinn. Er führte die Flasche zum Mund, um den Kronenkorken mit den Zähnen zu entfernen: Typische Alkoholiker-Öffnungsmethode, weil man die Hände kaum noch in der Gewalt hat, um den Öffner zu benutzen. Auch dieser Kandidat hatte seine Hände nicht mehr unter Kontrolle, denn ich drehte ihm die Flasche aus der Hand wie einem Baby. …und genauso greinte er denn auch! „Scheiß Taxifahrer!“ „…beschweren“, “ …lizei“ usw. usw. usw…
Ich habe erst nicht begriffen, warum er wegen einer Flasche solch einen Aufriß macht, denn ob er die inner- oder außerhalb des Taxis trinkt, ist ja nun egal. Mir ging erst ein Licht auf, als er mit Händen und Füßen wild gestikulierend an seinen Rucksack stieß. Schließlich weiß ich noch aus Armee- und Baustellenzeiten, wie ein Rucksack voller Bier klingt! Hätte er die alle vorher trinken müssen, wäre er ja während der Fahrt verdurstet.
Jedenfalls habe ich ihn rausgeschmissen und die Zentrale vorgewarnt. Ich weiß nicht, ob er noch hingekommen ist. Das muß ich auch nicht, denn…

…irgendwann endet auch mal eine Beförderungspflicht!

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Mobbing

Langsam glaube ich wirklich, daß Max Verstappen gemobbt wird, denn bei jedem Rennen kollidieren einige Wagen, aber Max ist jedesmal dabei. Ich sitze hier gerade vorm Fernseher, ziehe mir den frustrierenden Rest des Singapur-Rennens rein und bedaure das arme Kerlchen. Ich glaube, er hat nur in 20% aller Rennen das Ziel gesehen. Auch heue wieder wude er in die Zange genommen. Vettel und Raikkönen haben ihn mit vereinten Kräften in die Mitte genommen, um ihn zu „killen“. Dabei ließ sich Vettel nicht einmal von seiner Chance auf Wiedererhalt der WM-Führung beirren. Hauptache, Max ist weg!
Aber ich will nicht meckern, sondern auch einen Vorschlag machen: In Zukunf sollte man Max generell auf Pole setzen bzw. zu einer anderen Zeit als alle anderen starten lassen. Auf diese Weise entgeht er den Attacken und kann ungefährdet gewinnen. Er ist ja sowieso der beste, das sagt er ja selber. Übrigens wäre das auch die optimale Variante, falls er selbst die Ursache der Crashs wäre.

Aber das ist ja reine Utopie!

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Urschrei

Es gibt in meiner Arbeit immer wieder Situationen, wo ich nicht weiß, ob ich lachen oder heulen soll. So hatte ich heute ein älteres Ehepaar aus ländlicher Gegend(exakter gesagt aus einer Gegend, wo Fuchs und Hase zum Gutenachtsagen nicht einmal mehr zueinanderfinden). Die Frau war mehr unauffällig, halt so, wie Frauen mit diesem Hintergrund sind. Der Mann hingegen war recht übereifrig und beratungsresistent.
Ihr Wohnort war mir nämlich nicht so richtig geläufig, weshalb sich der Herr gemüßigt fühlte, mir jeden Stein am Wegesrand zu erklären. Wir waren zum Beispiel weit vor dem Ziel soweit, daß an einer Stelle rechts abzubiegen sei und nach einer weiteren Strecke vor der ehemaligen Kneipe wieder rechts. Wir haben uns dann noch über ebendiese kurz unterhalten, wobei klar wurde, daß wir wirklich dieselbe meinten.
Als wir nun zur ersten Rechtsabbiegestelle kamen, ertönte von hinte: „Hier rechts!“ Darauf war ich ein ganz kleines bißchen angefressen, weil er anscheinend glaubte, ich sei dement. Ich warnte ihn deshalb vor: „Wenn sie vor der ehemaligen Kneipe wieder sagen ´Hier rechts´, dann schreie ich. Das Ergebnis war, daß ich an besagter Stelle einen markerschütternden Schrei ausstieß, der den Herrn wahrscheinlich kurzzeitig versteinern ließ, seine Frau aber zu einem deftigen Lacher reizte.
Was soll ich noch sagen, von „Rechts ist frei“ über „Vorsicht, da kommt einer!“ oder auch „Passen sie auf, die Kurve ist eng“ konnte ich mir die gesammelten Werke unnützer Ratschläge anhören. Es fehlte nur noch, daß er sagt: „Vergessen sie nicht das Luftholen, sonst ersticken sie nämlich!“
Wenn das so weitergeht, verzichte ich auf jegliche Eigeninitiative und fahre nur noch auf Anweisung. Ich weiß zwar nicht, ob ich dann überhaupt noch ankomme oder ob ich das überlebe, aber…

..ich hätte sooo eine mentale Entspannung!

PS: Hauptsache, er vergißt nicht, die Sache mit dem Luftholen zu erwähnen!

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Ich als Psychologe

Es ist doch immer wieder schön, wenn man feststellt, daß die Welt noch in Ordnung ist. Das ist dann der Fall, wenn Dinge erahnbar sind und sogar die Klischees passen.
Ich hatte dieses Vergnügen heute, als ich ein älteres Paar chauffierte. Im Gespräch ging es um Bauen im Allgemeinen und Besonderen und ich erfuhr, daß deren Schwiegersohn Architekt ist. Ich warf dann ein, daß meine Tochter auf dem Weg zum Bauingenieur sei und somit eine der ersten, die die oft überspannten Wünsche der Architekten vom Kopf auf die Füße zu stellen gezwungen sei, denn Architekten seien nun mal nicht studierte Leute mit einem enormen Fachwissen, sondern „Künstler“. Die beiden bestätigten mir, daß sich auch ihr Schwiegersohn mehr so als einsamer Wolf fühle, der zwar keine Schafe reiße, diese aber ob ihres Schafseins bedauere und glücklich ist, daß sie ihn haben.
Nun aber schoß sofort meine hobbypsychologische Ader nach vorn und ich mutmaßte: Wenn das so ist, fährt er bestimmt einen Saab! „Jaa!“ Unisono fuhr dieses aus den überraschten Passagieren hervor. „Wie kommen sie darauf?“ Und so breitete ich meine Hypothese zum Autokauf vor ihnen aus:

Angelehnt an einen Radiobeitrag vor vielen Jahren, in dem es um Vorlieben bestimmter Charaktere für bestimmte Autotypen ging, habe ich diesen Gedanken immer bei mir behalten und auch versucht anzuwenden. So war damals davon die Rede, daß Mercedesfahrer häufig Leute sind, die ihren inneren Machtanspruch häufig im Beruf nicht ausleben können und deshalb im „Bonzenauto“ Kompensation suchen. Eine besondere Spezies in dieser Kategorie ist der „Stellvertretertyp“. Er ist der Meinung, daß er viel besser sei als sein Chef, aber trotzdem immer in der zweiten Reihe stehe.
BMW hingegen steht tatsächlich wie in seiner Werbung für Freude am Fahren und selbstverständlich für Geschwindigkeit.
Tatsächlich sagte eine Statistik, die die Prozentualität der Unfallursachen auf die Fahrzeugtypen umlegt:
50% der Unfälle wegen erzwungener Vorfahrt gehen zu Mercedes und etwa 40-50% wegen überhöhter Geschwindigkeit zu BMW.

Aber nun zu Saab. Wofür steht Saab? Wenn wir ehrlich sind, ist er weder besonders schön, noch repräsentativ, noch sportlich, noch… was weiß ich alles noch.
Eines aber ist er ohne Diskussion: anders! Dieses Auto signalisiert jedem: „Du kannst dich strecken, wie du willst, aber ich bin anders!“
Die Sache mit BMW und Mercedes belegte die Statistik, die mit Saab belege ich, … und zwar mit meinem Volltreffer!

Und nun sagt mal bitte ganz unparteiisch: Bin ich gut?!

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Gipfelstürmer

Ich habe während der Jahre im Taxi oder sonstigen Fahrzeugen schon viel erlebt, aber es gibt immer Gipfelstürmer, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.
Dieser Tage stand ich auf der Bautzner Straße in Richtung Bühlau etwa 30m vor der Rothenburger. Es war rot. Links neben mir kommt plötzlich, aber sehr gemütlich der Motorroller eines Pizzadienstes auf der Sperrfläche dahergeschwebt und biegt dann, ohne sich um irgendetwas einschließlich des Blinkens zu kümmern nach links in die Rothenburger ab. Auch mein Fahrgast war entsetzt.
Und nun laßt uns mal zusammenzählen:

Verstoß

Euro

Punkte

Fahrverbot

Beim Linksabbiegen verbotswidrig über die Fahrstreifenbegrenzung gefahren 30
Ampel bei schon länger als 1 Sekunde leuchtendem „Rot“ überfahren 200 2 1 Monat & je nach Tatbegehung Geldstrafe, Führerscheinentzug und Freiheitsstrafe bis 5 Jahre gemäß § 315c StGB möglich
vorgeschriebene Fahrtrichtung nicht befolgt 10
Straße verbotswidrig befahren (Sonderfahrstreifen für Taxen und Busse des Linienverkehrs oder andere Verkehrsverbote) 15

Summa Summarum 255 € plus das obligatorische zu Fuß-Gehen!

Kann sich das ein Pizza-Bote leisten?

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Weißer Müll

Wenn ich so Tag für Tag durch die Stadt fahre, frage ich mich manchmal: „Werden wir alle bald auf einem Friedhof leben?“, denn ganz Dresden ist voll von Gedenkstätten aller Coleur. Dabei seien Denkmale und Gedenkstätten von offiziellem Charakter einmal ausgenommen. Übrig bleiben im öffentlichen Raum zum Beispiel Grablampen und/oder Kerzen, auch brennende bei Waldbrandwarnstufe 3 (Fischhausstraße) und weitere Kostbarkeiten wie z.B. weiße Fahrräder. Natürlich sind das Erinnerungsstätten für Menschen, die unschuldig starben. Aber weiß denn irgendjemand, wie viele Menschen jährlich in Dresden unschuldig um´s Leben kommen?! Es gibt nämlich weiß Gott nicht nur tote Radfahrer. Jeder andere unschuldig Getötete hat das gleiche Recht auf Gedenken. Das würde man sofort merken, wenn unsere Stadt voll ist von weißen Schrottfahrzeugen bis hin zum LKW. Auch sollte verhindert werden, daß derRichtigen gedacht wird, denn gerade an der Fischhausstraße müßte man sich fragen: Wenn der erste Wagen einer 100 Meter langen Schlange ein Fahrzeug aus einer Behindertenschule ausfahren läßt, in den dann ein Motorradfahrer mit mehr als 100 km/h hineinfährt, ist dann der ausfahrende Kraftfahrer schuld? – Na gut ich will nicht lügen. Es könnte ja sein, daß sich Angehörige des Motorradfahrers beschweren oder sich der junge Mann posthum beleidigt fühlt durch die Aussage, er sei nur 100 gefahren. In Wirklichkeit sollen es mehr als 150 gewesen sein. Ich lasse mich natürlich gern von einer anderen Version überzeugen: durch die Kopie des Unfallprotokolls.
Und dann gehen wir doch mal weg vom Straßenverkehr und stürzen uns in die Kriminalität: Wieviele Ermordete gibt es denn eigentlich in Dresden jährlich?! Hier gilt für Schuld oder Unschuld genau das Gleiche. Wenn ein Drogendealer bei einem Schußwechsel mit seinem Konkurrenten den Kürzeren zieht, fehlt mir per se das Gefühl der Unschuld. Wenn aber bei diesem Schußwechsel ein Unbeteiligter zu Tode kommt, dann ist doch wohl mindestens so traurig wie ein tödlicher Verkehrsunfall. Wie nun sollten wir dessen Gedenken feiern. Kerzen und ein Bild sind doch viel zu profan, schließlich sind wir doch Menschen mit Intelligenz, oder? Ich schlage also hier auch etwas Weißes vor, damit jeder sofort den Sinn erkennt: Wir hängen eine Pistole aus weißer Schokolade an die nächste Laterne.
Zurück zum Urthema: Wie also wollen wir es halten? Stellt jetzt jeder seinen individuellen Grabstein auf für rein subjektiv zu sehende Vorgänge oder organisieren wir solche Dinge gesellschaftlich?

Bisher dachte ich eigentlich nicht, daß wir in einer Bananenrepublik leben.

PS: Normalerweise ist ja das Ordnungsamt für die Verhinderung von Müll auf städtischer Flur zuständig, aber weiße Fahrräder bringen kein Geld und zählen auch nicht für die 70 „Pflichtknöllchen pro Tag“ der Mitarbeiter

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Idealzustände

Heute sah ich beim Einkauf in kürzester Zeit vier junge Mütter von Säuglingen, die ihren Nachwuchs in einem Tragetuch auf dem Bauch trugen. Das bedeutete, daß der Kopf genau zwischen den Brüsten lag. – Und an dieser Stelle sehe ich mich automatisch selbst an dieser Stelle des Idealzustands: Fast wie in Trance sehe ich mich auf einem LKW, angebunden an dessen Ladung und mit der Schnauze direkt in einem Kasten Bier…

Ein Traum!

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Herdenviecher

Man glaubt gar nicht, worüber man doch so beim Stehen am THP lachen kann. So stand ich doch heute nach 13°° Uhr am THP Flensburger. Aus Umleitungsgründen ist dieser von einer Seite der Zufahrt zur Flensburger auf die andere, also in die Sackgasse verlegt worden. Der Verkehr auf der Meißner Landstraße wird jetzt komplett über die Flensburger umgewickelt. Baulich sieht das so aus, daß der Verkehr Richtung Stadt rechtwinklig von der Flensburger abbiegen muß, um nach 20m nach links auf der Meißner Landstr. fortgeführt zu werden. In Gegenrichtung dagegen geht das Ganze flüssiger vonstatten, denn man hat nur einen 120°-Winkel zu überwinden. Nun kam doch aus Meißner Richtung ein LKW mit angehängtem extrem langen 12-Achser Tieflader, dessen Fahrer sofort feststellte, daß er den doppelten rechten Winkel niemals schaffen wird und statt dessen unter Zuhilfenahme fehlenden Gegenverkehrs ein Stück weiter fuhr und im besagten Winkel ohne Probleme die Meißner erreichte. Und dann wurde es interessant: Das nächste Fahrzeug – ein ganz normaler Truck mit Sattelauflieger – folgte auf dem Fuße, obwohl gleichartige Fahrzeuge davor und danach die reguläre Option wählten. Aber auch alle weiteren Fahrzeuge fuhren hinterher. Einzig ein einzelner PKW (der letzte in der Schlange) fuhr ebenfalls korrekt. Ist das nicht wunderbar?! Da fährt einer falsch, weil es richtig nicht geht und alle folgen ohne nachzudenken. Oder überlegen die sich doch was? Wenn ja, dann nur:

Um Gottes Willen, wir werden doch wohl nicht das Gehirn einsetzen!! Wenn das nun weh tut!

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Reizverschluß

Für viele – vor allem Dresdner – Autofahrer scheinen Reißverschlüsse ein Reizthema zu sein. Gemeint sind jetzt nicht diejenigen, welche beispielsweise des Mannes bestes Stück beherbergen, sondern die Einfädelungstechnik an Engstellen des Straßennetzes.
In der guten alten DDR-Zeit war es einfach: Ein Schild – groß wie ein Fußballtor – zeigte auch dem dü… unaufmerksamsten Autofahrer, wie man sich an einer Engstelle sortiert. Seit gesamtdeutscher Regelung ist es nun aber so, daß das Reißverschlußverfahren genauso einen Grundsatz darstellt wie „Rechts vor Links“und deshalb nicht mehr extra ausgewiesen wird. Leider scheint heutzutage niemand mehr etwas davon zu wissen, vor allem davon, daß ein Reißverschluß immer einen Zahn von links und einen von rechts aufnimmt und so weiter.

Wenn man beobachtet, wie Autofahrer in Dresden den Reißverschluß interpretieren, müßte denen ständig der Schniedel aus der Hose hängen!

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Betriebsbremsen

Auch wenn man die ganze Woche auf der Straße ist, möchte man am Sonntag nicht unbedingt zu Hause hocken. Gestern wollten wir un mal wieder einen Zoo „reinziehen“, im besten Falle natürlich einen uns bisher unbekannten. Man sollte es kaum glauben, aber wir haben tatsächlich einen gefunden: Limbach-Oberfrohna.
Im Südosten Dresdens wohnend sind wir natürlich gleich auf die A17 gefahren und dort auf die 4 gewechselt. Die Vorfreude auf den Nachmittag hielt aber nicht lange an, denn die Blinkorgie der Vorausfahrenden verhieß nichts Gutes. Es war das, was man im Radio immer als „Stau wegen hohen Verkehrsaufkommens“ angesagt bekommt. Ansonsten ar keine Ursache erkennbar. Linker Hand „schwammen“ auch zwei Ferraris und ein Lambo im zähen Strom mit. Alle drei waren Kabrios mit Leipziger Nummer. Hier bot sich mir die Gelegenheit, meiner Frau  über den Streß hinwegzuhelfen. Ich sagte: „Wir sind gleich an der Leipziger Strecke, da werden die drei abbiegen. Dann wird´s auch wieder rollen.

Und – Oh Wunder – so war es dann auch!

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Tropfenweise

Es gibt sehr viele Themen, die mich über das Jahr bewegen, manchmal regelmäßig, manchmal sporadisch. Letzteres tritt gemeinhin auf, wenn ich etwas entsprechendes erlebe. So war das auch heute: Mir wurde schlagartig bewußt, daß ich Bier nicht nur flaschen- oder faßweise liebe, sondern bereits tropfenweise! Ist es denn noch keinem aufgefallen, daß dieses sehr lebendige Gebräu geradezu prädestiniert ist, Familien und auch ganze Völker darzustellen. Vielfach wird in den Medien kolportiert, daß Bier und Wein eine Seele haben, aber keiner lebt danach! Das fängt doch schon bei den Verkehrsmeldungen an.
Ein Beispiel:

In den heutigen Morgenstunden gab es an einer Autobahnauffahrt der A4 Richtung Görlitz in der Nähe von Radeberg einen leichteren LKW-Unfall, nachdem ein soeben beladener Bierlaster durch einen solchen aus Dänemark touchiert wurde. Beide Laster kamen ins Schleudern und kippten um. Zigtausende Liter Bier ergossen sich über die Autobahn und in den naheliegenden Fluß. Nachfolgende Fahrzeuge konnten rechtzeitig stoppen und auch die beiden Fahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Die Ursache wahr wahrscheinlich Übermüdung des dänischen Fahrers.

Klingt eigentlich normal und sogar fast gut, oder? Ist es aber aus vielen Gründen nicht:

  1. Wenn Radeberger nach Görlitz unterwegs ist, was soll dann das andere dort?
  2. Kann Frage 1 nicht dadurch gelöst werden, daß nur der Verursacher kippt?
  3. Was soll das mit den vielen Litern? Die Lebenszelle, also sozusagen das Individuum des Bieres ist der Tropfen. Also zählt mal gefälligst die Tropfen oder gebt wenigstens eine Schätzung ab, wieviele Milliarden oder ebenTrilliarden Tropfen umgekommen sind. Es ist dabei völlig egal, daß es wahrscheinlich hälftig deutsche beziehungsweise ausländische Tropfen waren, denn wir lieben doch alle!
  4. Warum wird die Unverletztheit von Menschen noch extra erwähnt? Ist denn das nach so vielen verlorenen Biertropfenseelen noch relevant!?

Die Fragen gehen aber noch weiter. Wie haben sich denn z.B. die Bierseelen gefühlt, nachdem ihr Tropfen den Bach runter ging, wobei gerade dieses Beispiel eins der angenehmeren Schicksale darstelle. Der betreffende Tropfen muß zwar seine Geschwister aus der Brauerei verlassen, aber trifft stattdessen diejenigen aus seiner halbfertigen Phase wieder.
Was aber sollen z.B. die Seelen sagen, deren Tropfen auf der Autobahn landete und dann wie Abfall von der Feuerwehr mit Bindemittel entfernt wurde!? Mich schaudert bei diesem Gedanken!

 

Aber dies alles war nur hypothetische Einleitung des folgenden:
Was mich betrifft, so liebe ich besonders die Tropfen aus den Reihen der Weizenbiervölker. Deshalb habe ich heute 6 Behälter mit Großfamilien  mit nach Hause genommen. Um meinen Körper so schnell wie möglich mit denen des Bieres vereinigen zu können, habe ich eine Familie im Tiefkühlschrank etwas schneller frischgemacht. Leider hatte ich kurz darauf ein älteres technisches Gerät zu reparieren, weswegen ich diesen Akt vergaß. Irgendwann aber fiel es mir wieder ein und ich rannte um ihr Leben! Ich hatte das Glück, die Tropfen noch vor dem Tod durch Kristallisierung zu retten, allerdings konnte man sie so kalt auch nicht mehr trinken. Hier kam ich auf eine großartige Idee: Wenn ich das Glas jetzt halb und halb mit verschieden temperiertem Bier fülle, stimmt die Temperatur und außerdem sehen sich die Tropfen, die beim Zuordnen zu Großfamilien getrennt worden waren, nun doch noch einmal wieder.

Weizenglas

Das war der Plan!

Gesagt, getan: zuerst das kalte, dann das fast noch warme ins Glas. Meine eigene Freude, es gleich trinken zu können war noch nichts gegen die Freude der Biertropfen, ihre Geschwister wiederzusehen…

Ich habe noch nie eine solch grenzenlose, überschäumende Wiedersehensfreude erlebt!

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Partnerschaften

Wenn man einen Blog schreibt, wird man erfahrungsgemäß ab und zu oder auch öfter kontaktiert, um eine so oder so angelegte Zusammenarbeit herbeizuführen. Meist sind es geschäftliche Gründe, wegen denen ich angeschrieben werde, aber es gibt auch anderes. Heute zum Beispiel erhielt ich eine Kooperations anfrage des Blogs „So lebt Dresden„. Das ist ein optisch recht gut aufgemachter Blog, bei dem ich aber das Gefühl habe, daß hier der Kommerz sein Unwesen treibt. Das allerdings ist jeden Blogs eigene Angelegenheit.
Nur wenn Bezug auf Dresden und Dresdner genommen wird, muß man auch viel über Dresden wissen. Das kam mir in diesem Artikel nicht so vor. Deshalb schrieb ich dort den nachfolgenden Kommentar:

Erst beim Aufsuchen eurer Seite „Wir über uns“ bin ich dahintergekommen, warum ich bei diesem Artikel mit euch nicht mitgehen kann: Ich bin einfach älter! Denn was war das bekannteste, weil gutschmeckendste Softeis in Dresden? Haselbauer! Früher war deren Laden am Bahnhof „Fucikplatz“ der Pioniereisenbahn. Haselbauer-Eis gibt es auch heute noch, nur daß der eine (am Dr. Külz-Ring) den Namen gekauft hat und die andere (gegenüber Hotel Newa) das Rezept weiß und nutzt. Und nun dürft ihr… Nein, nicht dreimal, sondern nur einmal raten, wo es das beste Softeis in Dresden gibt!

Der „Ur“-Dresdner braucht natürlich auch dieses eine Mal nicht zu raten – Er weiß es!

 

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Luftlos

Ja, kein Schreibfehler: Es geht wirklich um Luft und nicht um Lust.

Nachdem ich vor 4 Wochen meinen VITO unglücklich abparken mußte, bekam ich zeitweise einen TOURAN als Arbeitsgerät, was natürlich Kollegenkommentare nach sich zog, die von „Na, degradiert?“ bis „Wohl zu heiß gewaschen?“ reichten. Am Dienstag nun bestieg ich wieder einen VITO. Jetzt ging es natürlich andersherum. Auf Anfragen sagte ich diesmal: „Ja, ich habe den Wagen wieder aufgeblasen.“
So brachte ich also am Nachmittag zwei junge Damen zum Flughafen, kassierte und stieg wieder ein. In dem Moment, als ich den Fuß auf das Trittbrett stellte, erklang ein Geräusch, als wenn man auf eine hohle Haselnuß tritt. Nun lagen dort zwar 2/3 Steinchen, aber das Geräusch paßte nicht dazu. Sei es wie es sei, ich fuhr auf die Platte, wo mich von den dort stehenden Kollegen einer besonders entgeistert anguckte. Als er den Mund öffnete kam ich seiner vermeintlichen Frage zuvor und brachte den Spruch mit dem Aufblasen. Normalerweise bringt das einen kurzen Lacher, hier aber konterte er mit dem Satz: „Wieso aufgeblasen, der ist doch ganz unten!“ Ich dachte mir: „Wovon redet der Kerl und folgte seinem Blick zu meinem… platten Vorderrad! Ja Kruzifix noch eins, wie geht das?! Gerade bin ich noch über die Autobahn gedüst, da hätte ich doch was merken müssen!
Aber wie so oft hieß es jetzt: „Alles Jammern nützt nichts, anpacken ist gefragt.“ Also stellte ich meinen Wagen zur Seite und wechselte in aller Seelenruhe das Rad. Den heutigen Tag hatte ich schon abgehakt. Sehr nett war dann natürlich die Geste der Kollegen, mich wieder an die alte Stelle in der Schlange zu lassen. Vielleicht war es auch ein Dank für das Entertainment, das sie von mir geboten bekamen. So eine Liveshow von einem Kollegen bekommt man ja schließlich nicht alle Tage.
Es stellte sich heraus, daß das Ventil defekt war. Es muß also das bewußte Geräusch verursacht haben. Wie, das wissen allerdings die Götter.

Zumindest kann ich behaupten, daß ich nach ca. 30 Jahren das erste Mal wieder einen Defektwechsel vornehmen mußte.

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Herumsteher

Da gibt es doch ein großes Haus in Dresden, in dem viele, viele Leute wohnen. Und diese Leute nutzen alle Errungenschaften der Zivilisation, wie das halt so üblich ist. Dazu gehört natürlich auch fließend warmes und kaltes Wasser. Für den Betreiber des Hauses wäre es ein Horror, wenn es ein klempnerisches Desaster gäbe, was den Leuten die Nutzung des Wassers verkümmelte. Deshalb ruft sie ängstlich bei der Klempnerinnung an, ob nicht mal ein Meister mit vielleicht einem, besser aber noch mit zwei oder drei Autos vorbeikommen könne und sich vor das Haus stellt. Es könnte ja was passieren, wo er gebraucht wird. Und so stehen halt täglich Klempnerautos vor dem Haus in der Hoffnung, das Wasser möge wenigstens einmal einen anderen Weg nehmen als aus dem Hahn in den Abfluß. Falls da nun jemand denkt: „Na das ist ja prima, mit dieser Art von Prävention kann doch der Klempner prima Geld verdienen!“, dann muß man ihm sagen: Der Klempner verdient gar nichts, denn von Geld war nie die Rede! Aber er ist ja auch bescheiden, denn ein inniger Händedruck als Dank für die Beseitigung tatsächlich auftauchender Probleme reicht ihm vollkommen aus. Ab und zu muß der Kollege Handwerker mal kurz weg, um Kunden zu bedienen, die ein wirkliches Problem haben und für dessen Beseitigung auch ordentlich bezahlen. Dann aber ruft sofort wieder der Hausherr an und der Meister stellt sich wieder 3 Stunden für lau vor die Tür.
So vergeht Jahr für Jahr und der Klempnermeister lernt einfach nichts dazu und steht deshalb tagaus tagein vor dem Haus und wartet auf Kundschaft…

…irgendwie kommt es mir jetzt aber so vor, als hätte ich was durcheinandergebracht. Mal überlegen: Also Klempner – nein – Klempner waren es nicht… Mein Gott, sind das nicht etwa doch Taxen, die da vor einem Dresdner Hotel stehen, nur um dessen Personal eine Freude zu bereiten?! Es ist doch wohl nicht möglich, daß hier jemand eine Bereitstellungsleistung bestellt, sie aber nicht bezahlen will. Wir sind doch hier nicht bei „Wünsch Dir Was“!

Von mir aus kann die Funke den ganzen Tag „Hotel XY uv“ brüllen! Das interessiert mich einen Sch…dreck!!!

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Schon wieder mal: Nachtrag!

Nachtrag scheint wirklich ein wunderbares Wort zu sein, denn es paßt oft zur Geschichte. Heute z.B. ist es wörtlich gemeint. Laßt uns also abtauchen in die kleinen Geschehnisse des heutigen Tages: Es war irgendwann gegen Mittag, als ich eine Abholung an einem Dresdner Hotel hatte. Ein Herr „X“ wollte transportiert werden. Als ich am Hotel ankam, stand dort eine Frau mit Plastebeutel und Koffer, die mir freudig entgegenschaute. Animiert von ihrem Blick öffnete ich das rechte Fenster, um die Frage entgegenzunehmen, ob ich ihr Taxi sei. Ich antwortete sofort: „Wenn sie Frau „X“ sind und noch auf die Schnelle zu einer Geschlechtsumwandlung bereit sind, dann paßt es“. Als sie aber zu letzterem nicht bereit war und außerdem erklärte, sie habe der Rezeptionistin persönlich den Auftrag erteilt und das gänge schon in Ordnung, habe ich akzeptiert. Ihre Erklärung nämlich, daß ihr Mann das Zimmer gebucht habe, zeigte mir wieder einmal: Du kannst sein, was oder wer du willst, wichtig ist in der heutigen Welt immer nur der, der bezahlt(oder eben bestellt und bezahlen läßt). – Langer Rede kurzer Weg: Die Dame wollte zum HBf. Alles ging schnell: Die Bezahlung sowieso dank 2km Anfahrt sowie auch die Verabschiedung. Als sie im Bahnhof verschwand, dachte ich nur noch kurz: „War denn das Bild von ´Reisender mit Beutel und Koffer´ vorhin nicht irgendwie anders?“… Nun ja, fruchtlose Überlegung. Der nächste Fahrgast war schnell gefunden: ´Ecke Raum Nürnberger´. Einladen —> Bernhardstraße und gut! Nein, nicht ganz, ein Beutel zuviel! Der Gedanke mit dem Bild kam wieder.
Ein kurzer Check des Beutels ergab: Wasserflasche, Apfel und dickes Buch, also deutliches Reisezubehör für Leute, die gern lesen. Also dann schnell mal den inneren Gehirnticker durchlaufen lassen. Was haben wir?: Eine Dame namens „X“, deren Zug bald geht, die aber noch schnell eine Karte kaufen muß und beim Bezahlen des Taxis zuerst fälschlicherweise einen „Zwanzig-Franken“-Schein in der Hand hatte. Das ist ja nicht wenig. Also schnell zur Bahnsteiginfo gesaust und eine Frau „X“ aus der Schweiz ausrufen lassen. Es dauerte auch nur etwa 3 Minuten, bis sie erschien. Sie war absolut happy und fragte mich verwundert, woher ich den Namen habe. Auf meine Antwort, der habe doch bei meinem Auftrag auf dem Display gestanden, meinte sie: „Ach na klar, die Sache mit der Geschlechtsumwandlung!“ Sie nahm mich beim Kopf und drückte meinen „Mister Taxi“-verdächtigen 3-Tage-Bart an ihre Wange. Darauf verabschiedeten wir uns herzlich und ich entschwand.

Und da glauben doch tatsächlich einige Leute, ich sei ausländerfeindlich! Also nein!!

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Notausgang

Ich glaube, gestern habe ich die ultimative Lösung für mein Umsatzproblem gefunden. Da aufgrund der noch laufenden Osterferien nicht damit zu rechnen war, daß sich in dieser Woche noch irgendwas am Umsatz ändert und ich im familiären Bereich sowieso einen Arsch voll Arbeit habe, habe ich ganz schnell 2Tage Urlaub eingereicht!

Ich kriege dadurch zwar keinen Pfennig mehr als sonstl, aber jede Menge weniger Frust!

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Ostergeschenke live

Heute mache ich mir mal den Spaß, direkt aus dem Wagen zu bloggen. Ich bin heute vormittag am Flughafen gelandet, aber weil es hier…

Huch! Schreck laß nach! Da kkommt doch tatsächlich ein Auftrag außer der Reihe!… So, bin wieder da. Es ging nur schnell von Weixdorf zum Flieger.

…nichts zu tun gab, habe ich mir eine Vorbestellung „gehackt“. Schnell Langebrück -> Flieger gefahren und dann ab nach Weixdorf wegen Dialysefahrt. Nach der beschriebenen Überraschungsfahrt bin ich natürlich wieder zurück und habe diese doch noch bekommen. Jetzt muß ich erst mal abzwitschern.
Dialyse ging zur CDF. Inzwischen bin ich am Hbf. Ich bin gespannt, ob mir das Glück hier auch so hold ist.

Eckig bin ich schon mal. – Na gut, auch das hat nicht lange gedauert. Klingt gut – das alles – stimmts? Leider ergab das alles in allem nur 5 Fahrten, so daß der Umsatz immer noch grottig ist. Aber was zeichnet das Osterfest aus?!

Richtig, die Hoffnung!

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Plappertasche

Bisher habe ich den Begriff „Plappertasche“ immer als sprachliche Erfindung betrachtet, aber heute mußte ich mich eines besseren belehren lassen. Was paßt nämlich exakt zu diesem Begriff?: Ganz klar, eine Tasche, die plappert! Ich erlebte sie heute morgen, als ich ein Ehepaar mittleren Alters zum Flughafen bringen sollte. Unter ihren Gepäckstücken befand sich auch eine Tasche, die ich sorgfältig in den Kofferraum einrangierte.
Als Abschluß schob ich sie noch ganz nach hinten, was ihr wohl mißfallen hat, denn sie fing an, ohne Unterlaß zu plappern. Des Rätsels Lösung ahnt der geneigte Leser sicherlich: Ich hatte beim Schieben der Tasche den an der Stirnseite verstauten Radiowecker in Gang gesetzt.

Tja, heute hat halt jeder etwas zu sagen.

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Einmaligkeiten

Manchmal ist das Herumzappen im TV-Dschungel eine lohnende Angelegenheit, denn irgendein Spaß oder Schwachsinn findet sich immer. So geriet ich heute in die Sendung „Maintower“ beim HR. Hier wurde unter anderem über ein gesamtstädtisches Skater-Event in Frankfurt/M. berichtet. Alles war natürlich Spitze und Friede und Freude und Eierkuchen und „Bestimmt einmalig in Deutschland!“ Also ich weiß ja nicht, welchen Eindruck man in Frankfurt von der Größe Deutschlands hat, aber Dresden scheint in diesem Weltbild definitiv nicht vorzukommen. Sonst wüßte man wohl etwas mehr als nichts über das Dresdner Nachtskaten seit 2004.
Aber ich will nicht weiter meckern, denn ich habe ja Verständnis für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Ich finde, man sollte ihnen den Glauben lassen, Deutschland ende in der Entfernung von 100km von Frankfurt.

Und deshalb: Nicht beirren lassen! Immer weiter skaten! 😉

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Mißverständnisse

Heute hatte ich endlich mal wieder das seltene Glück einer Fahrt ins grüne Umland, diesmal das von Gröditz. Teilweise sind die Straßen dort recht schmal, so daß sich  zwei LKW nur unter größter Vorsicht begegnen können. Das Überholen dagegen funktioniert überhaupt nicht. Selbst ein kleineres Fahrzeug muß sich beim Überholversuch eines großen mit dessen Fahrer verständigen.
Ich hatte nun das Pech, daß in einer kleineren Ortschaft gerade kurz vor meiner Nase ein Linienbus die Haltestelle verließ und dann einige Zeit vor mir herfuhr. Ich habe mich natürlich immer schön in seinem Spiegel gezeigt und hoffte, daß er den Wink versteht. Irgendwann flehte ich dann innerlich: „Mein Gott, kann der mir nicht mal ein Zeichen zum Überholen geben?!“ Und siehe! Es geschehen noch Wunder: Er blinkte auf freiem Felde nach rechts. Ich nahm die Einladung sofort an und zog flink an ihm vorbei. Als ich auf Fahrerhöhe war, grüßte er freundlich dreimal kurz mit der Hupe und ich im Anschluß mit der Warnblinke zurück. So liebe ich das! Wenn man Hand in Hand arbeitet, ist es nur noch halb so kompliziert. Ich schaute noch mal dankbar in den Rückspiegel und sah, … – wie er nach rechts abbog! Da war doch tatsächlich eine Abzweigung und wenn er nicht auf den Acker gefahren sein sollte, mußte diese so schmal gewesen sein, daß ich sie weder vorher noch nachher gesehen habe.
Bis jetzt sah die Kommunikation der Instrumente ja folgendermaßen aus:

Er: „Ich bleibe jetzt rechts, du kannst vorbei.“
Ich: Glänze durch sofortiges Handeln.
Er: „Spitze, da dauert´s nicht so lange.“
Ich: „Ich danke dir auch.“

Jetzt aber klingt das ganz anders:

Er: „Ich biege jetzt gleich ab. Bleib hinten, du hast sowieso gleich freie Bahn!“
Ich: „Das könnte dir so passen, dich aus dem Rennen zu stehlen!“
Er: „Ich habe doch gesagt, Bleib hinten, du Arschloch!“
Ich: „Du kannst mich mal an selbigem lecken, ich komme sowieso vorbei!“

So sehen halt Mißverständnisse aus.

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Abgepritscht!

Im Moment herrscht ja relative Ruhe an der Taxifront. Die 8×8 ist kaum noch zu bemerken in Dresden, MyTaxi kann man vergessen und auch UBER kriegt hier kein Bein auf die Erde. Warum wohl?! Das muß doch irgendwelche Gründe haben, wenn „neue Ideen“ der Taxivermittlung nicht zünden. Auch wenn noch mehr „Erfinder“ kommen, die insbesondere die Taxi-Bestellungen revolutionieren wollen, werden sie genauso durch´s Eis brechen wie alle anderen vorher. Warum das so ist, sollte selbst dem Dümmsten klar werden: Es gibt kein besseres System in Großstädten als das Vorhandensein einer einzigen Zentrale für eine ganze Stadt. Mit besserem System meine ich auch nicht: „Besseres System für Taxifirmen“, sondern für den Kunden. Dieser hat bei uns alle etwa 530 Wagen der Stadt unter einer Nummer zur Verfügung. Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Fast alle Großstädte haben drei oder mehr Vermittlungen. Schon diese Tatsache allein umgeht die deutschlandweite Beförderungspflicht für Taxis. Das funktioniert ganz einfach: Ist dem Disponenten eine Fahrt zu unlukrativ, sagt er einfach, man habe im Moment keinen Wagen verfügbar. Wenn sie aber einträglich erscheint, sagt man sofort zu! Dabei ist es egal, ob gerade ein Wagen frei ist oder nicht. Es dauert dann halt etwas länger. Wenn der Kunde dann insistiert, wird er mit blumigen Worten vertröstet, daß der Wagen im Stau steckte, aber dieser jetzt aufgelöst ist und es gleich losgehen kann. Solche Faxen können ihnen in Dresden nicht passieren. Wenn Anruf, dann auch Taxi, fast immer innerhalb von 5 Minuten.
Auch die sogenannten „Chauffeurdienste“ sind mir äußerst suspekt. Es wird immer kolportiert, Fahrer im Anzug wären die besseren Fahrer. Das ist natürlich Unsinn! Hier kann ich wunderbarerweise wieder einmal meinen diesbezüglichen Standpunktspruch ablassen: „Ein Schwein im Frack bleibt ein Schwein!“.
Da in deutschen Großstädten die Taxis mehrheitlich in den Händen nichtdeutsch geborener Menschen liegt, vermute ich viel eher, daß die Liebhaber der Chauffeurdienste sichergehen wollen, daß sie einen deutschen Fahrer bekommen. Aber auch hier können sie „auf die Nase fallen“, denn zum Beispiel gibt es gerade bei der 8×8 einen „richtig“ schwarzen Fahrer, also einen, dessen Haut nicht nur dunkel, sondern schwarz wie die Nacht ist. Und wenn sich dann ein Kunde über ihn „schwarz“ ärgert, dann ist er schon wieder gearscht! 😀
Ich kenne diesen Fahrer nämlich persönlich und weiß, daß er mit sich selbst und seinem Wagen penibler umgeht als ich oder die meisten seiner eigenen Kollegen. Tja Leute: „Angeschissen rechts raus!“, kann ich da nur sagen. Wer ein Taxi will, sollte halt das Original wählen.
Ohne nun als rassistisch zu gelten frage ich doch auch mal, was dagegen spricht, daß im Taxibetrieb mehrheitlich regionale Fahrer tätig sind. Diese sind schließlich in der Regel die ersten, auf die ein Reisender trifft. Sollte er da nicht einen typischen Vertreter der angesteuerten Region vor sich haben?!

Was mich aber besonders ärgert, kommt zum Schluß: Da die meisten Ankömmlinge am Flughafen Vielreisende sind, kennen sie die Gepflogenheiten, Sitten, Unsitten oder auch Betrügereien aller vor allem deutschen Regionen. Ständig müssen wir uns hier Fragen und Anwürfe anhören, warum dies so und das andere anders ist, ob ein Großraumtaxi nicht per se teurer ist und vielleicht sowieso nur auf Gruppen wartet, „weil es ja sonst nicht rentabel ist“.

Leute! Vertraut uns und unserem Können und laßt euch körperlich in die Polster und mental in unsere Hände fallen. Wir machen das schon.

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Ein Traum!

Am heutigen frühen Nachmittag fuhr ich ein bekanntes Hotel an, weil dort eine Vorbestellung wartete, die nach Flieger aussah. Natürlich habe ich die Dreiviertelstunde bis dahin voll abgesessen. Mit dem Auftrag im Display war aber von Flieger keine Rede: Es wurde Hauptbahnhof.
Ich ging also rein, meldete mich an und ging wieder ins Auto. Kurz vor der Bestellzeit wartete ich dann draußen und was passierte?: Die noch sehr junge Rezeptionistin kommt heraus und teilt mir mit: „Ihre Fahrgäste checken jetzt aus und sind in 2 Minuten bei ihnen.“… Ist das nicht ein Traum?! Es wäre überhaupt nicht nötig gewesen, aber das Personal des Hotels zeigt sich solidarisch mit dem Taxifahrer. Das sah in diesem Beitrag noch ganz anders aus.

Das hier geht einem doch runter wie ein Sahnetörtchen!

PS: Ganz privat würde ich den Namen des Hotels hinausschreien, damit sich alle KollegInnen aus anderen Hotels ein Beispiel nehmen können. Leider ist es aber so, daß ich ihn verschweigen muß, damit der Chef nicht an ihr maßnimmt, weil sich das nicht schickt.

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Nachwuchshelden

Wenn es irgendwo Zoff zwischen Radfahrern und Autofahrern gibt, dann sind die Radfahrer meist zwischen 20 und 40 Jahren alt. Das ist quasi das Alter der Helden. Da fragt man sich doch: Sterben die Kämpfer für das Fahrrad irgendwann aus, indem sie eine Altersgrenze überschreiten oder gibt es Hoffnung in Form von Nachwuchs?
Heute nun wurde mir diese Frage zugunsten letzterer Option beantwortet:

Ich fuhr auf der Winterbergstraße in Richtung Stadtmitte und wollte dann nach rechts in die Rennplatzstraße.Als ich mich der Abzweigung näherte, wurde etwa 200m vor mir grün. Auf dem Radweg starteten 2 Radler den Fahrzeugen hinterher, die aus der Oskar-Röder-Str. kommend ebenfalls in die Rennplatzstr. abbiegen wollten. Als nun der vordere, etwa 14 bis 15 Jahre alte Radler noch etwa 20m vor der Abzweigung bemerkte, daß der letzte der PKW abgebogen sein würde, ohne auf Radfahrer warten zu müssen, ging er aus dem Sattel und trat in die Pedale wie einst Weiland Täve Schur! Zu spät, 5 Meter vor ihm bog der PKW ab. Um Spitzfindigkeiten vorzubeugen: Der PKW begann nicht 5m vor dem Radfahrer abzubiegen, sondern der Abbiegevorgang war 5m vor diesem restlos beendet.
Nun ja, der junge Mann trainierte nun aber auf Held, weshalb er dem PKW die wild schüttelnde Faust hinterherschickte. Das war allerdings recht unvorsichtig, denn bei seinem wilden Ritt mit nur einer Hand am Lenker wäre er beinahe auf die Schnauze gefallen.
Ich konstatiere also: Die Kenntnis der Verkehrsregeln ist eher mangelhaft zu nennen, außerdem zeigte er deutliche Reaktions- und Konditionsschwächen, aber…

Die B-Note war recht ansehnlich. Weiter so, immer feste üben!

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Detektivarbeit

Heute wurde meine Interesse intensiv geweckt durch einen Mann, der einen Arm seines langärmeligen Hemdes fast bis zur Schulter hochkrempelte und dann die heraushängenden Bündchen wieder mühsam verschloß. So ge-, oder besser gesagt entstylt begab er sich dann in… -die Leubener Commerzbankfiliale! Das wollte ich genau wissen, denn das sah aus, als wäre im selben Haus eine Arztpraxis und er wolle sich eine Spritze geben lassen. Ich wußte von keinem Arzt, deshalb parkte ich ab und schlich mich hinterher. Ich hatte recht, denn es gab hier keinen Arzt. Doch dann war ich platt! Ich hatte schon wieder recht, denn

Er bekam eine Finanzspritze!

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Enttarnt

Mann, bin ich gut! Heute zum Feierabend habe ich mal bei Dresden-Fernsehen reingeschaut und gleich mal die Hintergründe dieser Busfriedhof-Kunstaktion entdeckt! Da wurde nämlich mitgeteilt, daß die Dresdner Verkehrsbetriebe eine ganze Reihe neuer, modernerer Busse bekommen. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß eine Reihe älterer, unmodernerer Busse weg muß. Aber ihr wißt ja, wie das so ist mit Entsorgungen: Die kosten immer Geld! Deshalb hat die DVB-Spitze überlegt: „Wie macht man aus Scheiße Bonbon?“ und startete einen Wettbewerb dazu. Der Gewinner war Manaf Halbouni mit seiner Version von Aleppos Barrikaden. Er hat sie ja nicht einmal erfunden, sondern nur abgekupfert. Damit reiht er sich tatsächlich nahtlos in unsere hiesigen Eliten ein. Er hat nichts erschaffen, sondern nur eine Scheiß-Idee gehabt. …Scheiß-Idee …scheißen …Scheiße? Genau!! Jetzt habe ich sie, die ultimative Denkmalsidee gegen den Krieg:

Ein riesiger Scheißhaufen auf dem Neumarkt!

Die Begründung fällt nicht schwer: Wenn Städte bombardiert werden und marodierende Horden aller Coleur in die Häuser eindringen und Menschen bestialisch mißhandeln, dann sitzen diese meist im Keller, hoffend, daß der Kelch an ihnen vorbeigehen möge. Wie unwahrscheinlich ist in diesen Momenten eine ungewollte Entleerung? Man frage mal Betroffene oder Ärzte. Deshalb rufe ich euch zu:

Gegen diesen Scheißhaufen ist alles andere Scheiße!

PS: Wer mir jetzt Verunglimpfung von Kriegsopfern unterstellt oder sonst irgendeine Bösartigkeit in diese Richtung, der hat NICHTS verstanden, aber auch gar nichts!

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Marmelade

Jeder kennt das Problem mit den aus der Hand fallenden Marmeladenschnitten: Zum größeren Anteil fallen sie auf die beschmierte Seite! Daß dem nicht so ist, beweist die Statistik, weil irgendwann mal irgendjemand die Probe auf´s Exempel gemacht hat: Sie fallen gleich. Der eingangs beschriebene Eindruck rührt nur daher, daß man sich die unglücklichere Situation wesentlich länger im Gedächtnis behält.

Schwartau_Ananas

Meine Lieblingsmarmelade

Auch den Fall, daß man in einer auf eine lukrative Fahrt hindeutenden VB steht und erst Sekunden vor dieser wegenLappalien weggerufen wird, kennt jeder. Wenn man nun die Sache mit der Marmelade und die mit den VB´s in einen Topf haut, dann kann ich mit Fug und Recht behaupten:

Ich habe heute den ganzen Tag bis zum Hals in Marmelade gestanden!

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Betrugsanzeige

Ja ich weiß, man soll nicht lamentieren, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Aber so einfach ist das nicht, denn es ist auch wichtig, in welcher Art und Weise es nicht so läuft wie gewünscht. Non comprende? – Also folgendermaßen: Ich habe heute 9 Taxameterfahrten gemacht (den Euroschnitt wollt ihr nicht wirklich wissen). 6 davon waren Situationen mit Vorbestellungen, die zu 80% am Flieger gelandet wären. Nun ist dieser ja nun auch nicht das heilige Land der Glückseligkeit, aber er bringt je nach Ausgangspunkt so etwa zwischen 25 und 30 Euro, was in Zeiten von rutschgefährdeten Stockenten ja schon mal ne Hausnummer ist. Da ist es doch klar, daß man sich ärgert, wenn man vorher weggerufen wird, oder? Nein! Das ist es nicht! Wenn ich mich in solch eine Vorbestellung stelle, die vielleicht noch um die 30 min entfernt ist und ich komme innerhalb der ersten 10 Minuten weg… , dann bin ich doch glücklich!! Die Anschlußfahrt nach höchstens 10min ist doch das NonPlusUltra des Taxifahrens! Da rollt der Wagen mitsamt dem Rubel. Warum aber muß man bis 5min vor der Vorbestellung oder noch länger warten, um mit irgendeiner saftlosen Fahrt gestraft zu werden?! Und warum bekam ich heute 5mal die Höchststrafe unterhalb von 4min plus einem Extraleckerli?! Was das nun wieder war? Das kann ich euch sagen: 10:50 ans Bellevue gestellt für VB 11:30. 11:20 festgestellt, daß VB verschwunden, trotzdem stehengeblieben, weil 12:00 sowieso Festkunde; 11:38 dann Abmarsch zu selbigem; 11:40 beim Umrunden des Carolaplatzes „Ecke Raum Bellevue“ – Klasse!!! Gedrückt, nicht gekriegt. Frust läßt Temperatur nochmals um 5° sinken!

Hiermit erstatte ich Betrugsanzeige gegen die Realität!

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Ideenwettbewerb

Ich bin heute mal so richtig happy! Das kommt nicht etwa daher, daß ich in dieser Woche so überragend verdient hätte, sondern ergibt sich aus einem ebay-Kauf. Fakt ist, daß ich wegen Rückenproblemen überhaupt erst im Taxi gelandet bin, wobei mir das Tragen von Dingen zunehmend Probleme bereitet. Das betrifft allerdings nur die Wirbelsäule. Wenn ich einen Weg fände, Lasten bereits meinem „Fahrgestell“ zu übergeben, wäre ich schmerzlos. Und – Solch eine Lösung gibt es und jeder Bergsteiger oder gar Alpinist kennt sie: die Kraxe! Diese ist ein Rucksack oder Tragegestell, welches seine Last mittels eines Bauchgurtes auf die Hüftknochen absetzt. Auf diese Weise werden die Schultern nicht mehr zum Tragen, sondern nur noch zum Geradehalten der Last benutzt. Eine solche habe ich mir gekauft und siehe da, 20kg auf dem Rücken sind kein Problem mehr!
Da werben diverse Firmen mit dem Spruch: „Ihr Problem lösen unsere Ideen“ oder ähnlichen Schwachsinn. Das soll suggerieren, daß es heutzutage noch Ideen für bessere Produktion (quasi Erfindungen) gäbe, auf die bisher noch keiner gekommen ist. In Wirklichkeit geht es eigentlich nur um neue Ideen, wie man dem Kunden das Geld aus der Tasche zieht.

Die Kraxe ist schon älter, aber ´ne „echte“ Idee!

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Böser guter Wille

Heute endlich fand ich in meiner Lieblingszeitung (Hinweis für Gutmenschen: Es ist nicht der „Stürmer“, sondern die „Sächsische Zeitung“ vom 6.1.2017) einen Artikel, der exakt beschreibt, was mich selbst beim Thema Migranten umtreibt. Ihr seht ihn unten:

Wille.pdf

Ich würde es gern sehen, wenn die Vertreter der Multi-Kulti-Fraktion ihre unflätigen, fäkalienartigen Beschimpfungen mal beiseite lassen und sich ernsthaft mit diesem Artikel beschäftigen.

Es gibt Erkenntnispotential!

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Schnüffeleien

Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!

Ob aber altes Jahr, neues Jahr, mittleres Jahr oder welches auch immer: Es ist immer dasselbe im Taxigeschäft. Mal guter Umsatz, mal schlechter Umsatz, mal freundlicher Umgang, mal Sittenverfall. Und, wie habe ich das wieder gemacht, schon sind wir beim Thema.
Tatort THP Kempinski: Um 16:30 Uhr erhalte ich einen Auftrag für ein nicht weit entferntes Hotel mit Zimmernummer. Ich fahre hin und gehe rein, ein Hotelangestellter kommt an seinen Tresen, begrüßt mich mit „Guten Abend“ und einem fragenden Blick. Ich sage mein Sprüchlein auf: „Taxi für [Zimmernummer] um 16:45 Uhr… und er taucht ab. (?) Er hatte etwas in seinem Pult verstaut. Nach dem Wiederauftauchen ein fragender Blick auf mich und das Wort: „Danke“. Gute Ohren wie die meinigen hörten gleichzeitig auch das schneidende Pfeifen eines Schwertes in der Luft. Ich bin nun leider schon 61 und nicht mehr 16, weshalb ich die gesamte Message auch verstanden habe. Sie hieß nicht anders als: „Ja, ist ja gut. Was willst du also noch hier? Verpiß dich!“ Wenn das nun jemand sagt, der von den besagten 16 Jahren nicht sehr weit entfernt ist, dann sollte das doch schon verwundern. Ich frage mich nun: Ist er noch grün oder schon gereift. Das soll meinen, ob er das nun aus Dummheit sagt oder ob der Sittenverfall im öffentlichen Kommunizieren schon diese Stufe erreicht hat.
Sei es, wie es sei, ich ging raus und wartete auf die Gäste. Sicherheitshalber rangierte ich mich noch so ein, daß ich herauskommende Personen sofort sehen konnte. Nach etwa 10 Minuten kamen auch 3 Personen, drehten aber nach rechts ab. Plötzlich hatte ich das Gefühl, daß irgendwo eine Tür offen ist. Ein Blick nach hinten bestätigte mir das. Als ich nach hinten ging, sah ich ein Paar im mittleren Alter und ebendiesen Schnösel von vorhin, der einfach die Hecktür geöffnet und die Koffer hineingestellt hatte, natürlich völlig blödsinnig. Als ich das Desaster bereinigt hatte, war er aber leider schon verschwunden. Ich hätte ihm ansonsten noch sagen können, daß solche grünen Jungs wie er erst einmal alle Stellen beschnüffeln sollten, die ich schon markiert habe, bevor sie den Mann von Welt mimen. Wahrscheinlich wollte er sich durch diese Extra-Dienstleistung an meinem Auto noch ein Extra-Bakschisch sichern.
Mein lieber grüner Junge: Ich brauche in meinem Umfeld keine Laienschauspieler!

Das kann ich selbst viel besser.

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Annahmen

Nehmen wir mal an: Ein bestimmter Supermarkt hat zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Saisonware im Angebot, der Lieferant aber nimmt den Termin aus irgendwelchen Gründen nicht wahr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: läßt es der Markt auf sich beruhen, läßt er sich den Faux-Pas bezahlen oder besteht er auf Lieferung zum Termin, zumindest was den Tag betrifft? Nun nehmen wir mal an, letzteres träfe zu. Wie soll das logistisch vor sich gehen? Betroffen ist ein Bundesland, welches nicht mit dieser äußerst wertvollen, lebenserhaltenden Ware beliefert werden konnte. Man müßte also vom Erzeuger aus den Gesamttransport in dieses Bundesland arrangieren und dort die Verteilung im Land sicherstellen. Das erfordert logischerweise eine große Fahrzeugverfügbarkeit. Wo nun findet man diese? Na am ehesten doch wohl in der jeweiligen landeshauptstadt und wenn es sich um Sachsen handelt, dann ist das ja wohl Dresden, zumal die Lieferzentrale der Supermarktkette nahe Dresdens liegt. Zwölf Dresdner Taxis machen sich also auf den Weg, um sachsenweit alle Firmenfilialen mit… – einer Saisonfrucht (!) zu beliefern! Oh du heilige Vielfalt, wie abgefahren ist das denn?! Natürlich verursacht die Aktion Kosten ohne Ende. Und für alle muß der Verursacher, also der Lieferant, geradestehen.

Marktwirtschaft ist grausam!

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Ich hab´ dich!

Nichts ist so deprimierend wie die Gewißheit, daß man sich wider besseres Wissen doch verarschen lassen hat! Der letzte Sonnabend lief so herrlich, daß ich glaubte, das unbedingt noch einmal wiederholen zu müssen. Und wenn der richtige Umsatz erst am Nachmittag stattfindet, reicht natürlich ein Einstieg um 12:30 Uhr. Wie ich allerdings bald feststellen sollte, bestand das heutige für mich vorbereitete Gourmet-Essen aus Grütze mit Eierpampe.
Bis zu dem Moment, an dem ich endgültig die Schnauze voll hatte, standen mir genau 2 (in Worten: zwei) Fahrten zu Buche. Und jetzt kommt´s: 2 weitere wurden mir dadurch verhindert, daß 2 „Künstler“ nach Erhalt eines Auftrages noch am THP stehenblieben. Da das Funksystem sehr träge ist, nimmt man dann meistens an, daß die VB bereits in sicheren Händen ist. So halt auch bei der ersten. Ich habe mich bei der Vorbeifahrt quasi aus Spaß angemeldet und mußte feststellen, daß ich der einzige Angemeldete war! Nun aber schaltete die Ampel auf Grün, ich mußte den THP-Bereich verlassen und die Fahrt bekam der Kollege, der 10 Autos hinter mir auftauchte. Also macht ich kurzentschlossen ein paar Leerkilometer um dann tatsächlich eine Fahrt abzubekommen. Das Abholhaus und das Ziel deuteten auf eine ältere Dame hin, die sich aber auf Klingeln nicht blicken ließ. Kurz vor Abfahrtszeit sprach mich dann die Nachbarin an, von wegen zu wem und so. Nach der Mitteilung, die Frau sei nicht da im Zusammenhang mit einer geplatzten Taxibestellung und überquellendem Briefkasten kamen mir dann merkwürdige Gedanken, woraufhin ich sie nötigte, unbedingt nachschauen zu gehen. – Tja, die Dame hatte verschlafen – um die Mittagszeit! Wahrscheinlich war es wie immer: RentnerInnen stehen immer mit den Hühnern auf, brauchen aber doppelt so viel Schlaf wie diese. Jedenfalls fand die Fahrt statt und das war das einig Zählende in dieser Frage. Nachdem die nächste Fahrt genauso sinnlos war, habe ich den Tag beendet, nicht ohne Umweg über LIDL allerdings, um noch etwas Brennol zu kaufen.

Irgendwie muß man solche Geschehnisse doch verarbeiten, Himmel, Arsch und Zwirn!!!

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Die Olsenbande läßt grüßen

Am frühen Morgen durfte ich heute erleben, wie weit die Intelligenz von Firmen in ihrem Geschäftsbereich von jener im Bezug auf Dinge des täglichen Lebens entfernt ist. So spielte man mir bei der Vorbeifahrt an einem Dresdner Hotel mit besonders schönem Blick einen Auftrag ein, der mein Herz tanzen ließ: Von Dresden nach Kamenz, das ist doch schon mal ein Anfang! Also nichts wie im Hotel anmelden und warten… und warten… und warten… und – Ja wie lange denn noch?! Na jedenfalls lange, der Herr kam einfach nicht. Nach einer mittelprächtigen Recherche fanden wir heraus, daß die Vorbestellung, die ich erhielt, von der Firma in Kamenz ausgelöst wurde, ohne allerdings den Herrn im Hotel davon in Kenntnis zu setzen. Logischerweise bestellt er sich ebenfalls ein Taxi, nachdem er ausgecheckt hat, erhält es und fährt ab. Die Firma muß Intelligenz besitzen, denn sonst würde sich kein Gast für sie interesieren. Die Taxibestellung – eigentlich eine der einfachsten Dinge an sich – ging aber schief, also eher unintelligent!
Und was hat nun die Olsenbande mit dem Ganzen zu tun?
Zitat Kjeld: „Immer geht es um Millionen! Und was bleibt uns am Ende davon:

Nichts als ein nackter Arsch im Mondenschein!“

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Unzufriedenheit

Jeder Mensch möchte in möglichst jeder Lebenslage so zufrieden sein, wie es nur immer geht. So bucht man halt das Hotel mit dem maximalsten Service für das kleinste Geld. Beim Einkauf wählt man die preiswerteste Ware mit dem maximalen Funktionswert und so zieht sich das durch alle Facetten des Lebens… NEIN, nicht durch alle! Beim Taxi sieht das anders aus. Obwohl der Taxameter unbestechlich ist und der Fahrpreis deshalb so fest steht wie Ayers Rock, wollen sehr viele Fahrgäste so viel wie möglich selbst machen. Ganz abgesehen davon, daß es also vollkommen unnötig ist, das zu tun, ist es oftmals auch noch falsch. Es wird ja noch nicht einmal nachgefragt, ob der Fahrer helfen könne. sondern einfach losgelegt. In Anbetracht dessen, daß der Taxifahrer auf seinem Fahrzeug Kapitän ist, wage ich doch gleich einmal den Vergleich mit einem Schiff: Die Fußpassagiere laufen die Gangway hinauf, die ihr erster Mann kurz zuvor heruntergelassen hat. In der Zwischenzeit hat auch der erste Autofahrer das Kommandodeck erklommen, den Schalter für die Bugklappe gefunden und sie heruntergelassen. Die Wagen fahren ein und lassen die Bugklappe ein frommes Relikt sein, denn sie sind ja drin. Glaubt irgendeiner, daß sie alles richtig machen?!“ Bei dieser Gelegenheit fällt ihnen auch ein, daß die Schließung Kapitänssache ist. Dasselbe gilt natürlich für das Einziehen der Gangway. …oh sorry, ich glaube, das heißt hier Fallreep! Jetzt kommen die Schlaumeier: „Natürlich können die nicht alles richtig machen, denn so ein Schiff ist doch unendlich kompliziert! Ein Auto beherrscht doch jeder! – Oh ihr Ahnungslosen: Der Klappsitz für das Durchsteigen zu den hinteren Sitzen wird nur halbherzig bedient, sodaß die Leute Turner sein müssen, das Gepäck landet im Kofferraum wie eine Fuhre Mist und am Zielpunkt fallen die Leute beim Aussteigen fast auf die Straße und das Gepäck dito. Besonders schwachsinnig ist die Idee, dem Fahrer zum Einladen das Gepäck vor die Nase zu halten! Was soll der nun machen? Soll er den Fahrgast mit dem Koffer in der Hand in den Kofferraum werfen, soll er ihm den Koffer aus der Hand winden, soll er ihn bitten, den Koffer einfach abzustellen, damit man ihn ordentlich zu fassen kriegt? Merkt euch einfach nur eines:

DER PROFI BIN ICH!!!  …Ach so: PUNKT

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Überraschung!

Ich bin regelrecht ratlos! Wie um Himmels Willen formuliert man einen Text, in dem man ein bisher ungekannt gutes Geschäft beschreibt? Tatsache ist, daß im Moment in Dresden derartig viele Veranstaltungen zusammenfallen, daß erstens die Vermittlung kaum noch nachkommt und man selbst zweitens aus Konditionsgründen die Segel streichen muß. Diejenigen frühabendlichen Momente am Freitag, in denen noch einiges zu reißen gewesen wäre, konnte ich einfach nicht mehr bedienen, weil ich kräftemäßig am Ende war. Tja, man ist halt keine 30 mehr. Was bleibt mir nun als Erkenntnis?

Wenn´s läuft, dann läuft´s.

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Umkehrschluß

Wie jeder inzwischen wissen sollte, bin ich ein Verfechter korrekter deutscher Sprache. Deutsch ist eine Schriftsprache, das heißt, daß man so spricht, wie man schreibt. Im Umkehrschluß ist Deutsch aber auch eine Sprachschrift, das heißt, daß man so schreibt, wie man spricht. Das ist übrigens der Grund, warum ich die letzte Rechtschreibreform permanent ignoriere. Diese Reform ist ein Kunstprodukt und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, weil sie diese Tatsache außer Acht läßt.
Nun stelle ich die Theorie auf, daß ein Schwein nur aus Zufall entsteht, denn im Umkehrschluß ist der Zufall ein Schwein! Natürlich ist es Zufall, zu welcher Zeit an welchem Tag an welchem Taxistand ein Auftrag vermittelt wird, aber wenn ich mich fast eine ganze Stunde lang an einen Stand stelle, wo eine erkennbar lukrative Fahrt anliegt und ich dann bei weniger als 5min zur Vorbestellung einen anderen Auftrag bekomme, dann behaupte ich: „Der Zufall ist ein richtiges Schwein!“ Kann ich denn den Sofortauftrag nicht so bekommen, wie er gegeben wird, nämlich sofort?! Muß ich erst bis zum Abkotzen warten? Und wenn das dann noch bis zu 4mal an einem Tag passiert, wie soll man da noch an Gerechtigkeit glauben?

Der Zufall ist also… – na ihr wißt schon!

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Tätliche Angriffe

Eigentlich ist es unnötig zu erwähnen, daß ich gestern eine ältere Dame an Bord begrüßen durfte. denn normalerweise vergeht kein Tag ohne diese. Das erste ist dann immer eine wahre Sturzflut von Statements: „Da ham die mir aber ein großes geschickt!“, „Das is ja viel zu groß für mich!“, „Ist das nicht teurer?“, „Da komme ich ja gar nicht rein!“, „Wer´n se bloß nich´ alt!“ und ähnliches. Jeder einzelne Spruch hätte Widerspruch in Buchform herausgefordert, aber diese Dame wollte mehr… Sie fragte: „Können sie mir nicht ´nen Tritt geben?“ Generell habe ich damit kein Problem, aber ich bin – Gruß an meine Eltern – relativ gut erzogen und solche Dinge macht man auch in Notlagen nicht! Ich erklärte ihr, daß mein geschultes Auge sofort erkannt hat, daß sie es mit der richtigen Art und Weise des Einsteigens sofort schaffen würde, aber sie insistierte und ich hatte keine andere Wahl. Ich gab ihr den Tritt und sie saß augenblicklich im Wagen. Ich betone nochmals, daß sie es ausdrücklich wünschte – und es war ja auch erfolgreich!

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie nachdrückliche Motivation über Erkenntnisse siegt!

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Wesens-Zwillinge

Irgendwann im Laufe des Tages hackte ich mir einen Auftrag aus dem Hotel, das in den 60ern das erste am Platze war. Fahrgast war eine extrem gutgelaunte junge Dame, die deutsch sprach, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fiel. Sie hatte einen naturwissenschaftlichen Doktortitel und wollte in ein Objekt in Dresden, das ihre Forschungen vorantreiben helfen sollte. Unnötig zu erwähnen, daß man sich mit extrem gutgelaunten Personen extrem gut unterhalten kann. Wir unterhielten uns also recht angeregt über eines ihrer Fachgebiete – den Kinderwunsch. Ich konnte ihr sogar zwei Varianten des Gegenteils präsentieren, nämlich der Empfängnisverhütung. Das hatte sie bisher in noch keiner Vorlesung gehört, daß die sogenannte „Pille“ schon seit dem Mittelalter existiert und sogar ein Apfel denselben Zweck erfüllt. Die Pille im Mittelalter war natürlich völlig andersgeartet als heutzutage. Sie bestand nicht aus irgendeinem mysteriösen Chemiemix, sondern war aus Stein, wog 3 Tonnen und wurde vor die Schlafzimmertür junger Damen gerollt. Genauso 100%ig verhütete das Essen eines Apfels, allerdings nur, wenn man ihn „stattdessen“ aß! Frisch gestählt mit diesen meinen Erkenntnissen verließ sie mich genauso gutgelaunt, wie ich sie aufgenommen hatte.
Und nun machen wir einen kleinen Sprung:
Nachdem ich gegen Abend blöderweise doch noch einmal zum Flughafen mußte, habe ich mich entschlossen, auch die Rückfahrt noch mitzunehmen, auch wenn das ein wenig dauert. Was ich dann bekam, war eine extrem gutgelaunte junge Dame, die deutsch sprach, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fiel… ?! – Moment mal! Habe ich mich jetzt verfranst? Nein tatsächlich, das hatte ich doch schon mal! Zumal wollte sie zu ebendiesem Hotel! Ich äußerte deshalb die Vermutung, dieses Hotel sei ein Pool für extrem gutgelaunte junge Damen, die deutsch sprechen, aber immer wieder mal in ein-zwei englische Worte fallen. Die Dame meinte sofort, das klänge sehr nach ihrer Kollegin… Es war die Kollegin!

Was ist das nun: Das Gesetz der Serie? Systematik des Zufalls? Oder einfach der Versuch des Schicksals, mich für meinen späten Feierabend zu entschädigen?

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Pseudo-Freitag

Das war heute sehr merkwürdig: Irgendwie hatte ich das Gefühl, es sei Freitag. Das kam aber nicht von meinem möglicherweise fehlenden Zeitgefühl, sondern von dem Eindruck, die Leute führen heute genauso bescheuert wie an jedem Freitag. So versuchte ich z.B am späten Vormittag, aus Richtung Altenberger möglichst schnell zum Parkhotel zu kommen, als mich ein PKW mit auswärtiger Nummer enorm ausbremste. Ich dachte mir noch: „Laß ihn ruhig schleichen. Auf die eine oder andere Weise wird er am Schillerplatz schon merken, was ihm das einbringt. Er wird nach meinem Ermessen wohl kaum noch Rechtsabbiegegrün erreichen!“ Ich hatte recht! – Das galt allerdings nur für das Grün. Daß er das Rot nach 2 Sekunden immer noch ignorierte, machte mir dann schon Kummer.

Weiß denn er/sie nicht, daß solche Aktionen sehr schnell bei der Bundesbahn enden können?!

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Sonnabend vs. Samstag

Regional belastet würde ich diese Frage mit „Sonnabend“ beantworten, denn „Samstag“ ist ja der Tag, an dem das Sams kommt, entweder nach Hause oder im Fernsehen… oder beim Sex?! Auf jeden Fall kam es niemals bei zu mir. Eines ist aber klar: Auf jeden Fall ist dieser Tag ein Scheiß-Tag. Ich habe heute mal wieder versucht, das große Geld zu machen, denn schließlich bin ich jung und brauche das Geld. Wenn EURO pro Stunde ein Wert wären, der die Temperatur im Wagen beschreibt, …

wäre ich heute mit Erfrierungen im Krankenhaus gelandet!

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Ringeldumm

MottenkisteHeute zum Wochenende kommt wieder einmal einer aus der Mottenkiste. Ich habe ab und zu Kollegen von meiner Umrundung des Triumphbogens erzählt. Aber was paßt besser als ein Video, um sich eine Vorstellung zu machen. Ich bin stolz darauf, diesen Parkour mit einer 180°-Kurve geschafft zu haben und nicht x-mal rumfahren mußte. Das ist recht ungesund, denn…

Da kann man „ringeldumm“ werden!

Einen Tag später: Uff, keiner hat´s gemerkt! Das war knapp.

 

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Opelkamera

Oh wie herrlich ist doch ein Erfolgserlebnis, wenn wieder alles funktioniert wie vorher oder besser und man nicht alles umkrempeln muß und gleichzeitig feststellen kann, daß zum Beispiel die Firewire-Schnittstelle eine Erfindung von Opel sein muß.

Aber nun mal langsam von vorn:
Schon vor einiger Zeit habe ich meinen Rechner auf Windows 10 aufgerüstet, dem besten Windows, was es je gab. Ich habe mich nur gewundert, wieso es besser ist als je, wenn einige Schnittstellen gar nicht mehr funktionieren, weil einfach die Implementierung der Treiber eingestellt wurde. So habe ich als Familienmensch z.B. auch eine Videokamera, um alle erinnerungswerten Szenen in bewegten Bildern zu dokumentieren. Zum Einlesen der Bänder meiner digitalen Kamera nutzte ich bisher die Firewire Schnittstelle im Verbund mit Ulead- bzw. Corel Videostudio – ein Traum! Als Reserve hatte ich eine TV- und Videocapture-Karte 7134, die ebenfalls perfekt funktionierte. Ab Win 10 allerdings beiderseits Fehlanzeige. Ich habe nun alles Mögliche versucht bis hin zum Aufsetzen eines zweiten Systems auf XP-Basis – Alles Mist. Nach nochmaligem Wälzen einschlägiger Foren las ich den Tipp, den Firewire-Legacytreiber aus Win8 zu verwenden, der aber – jetzt kommts – nur funktioniert bei 1394er Steckkarten, nicht bei Onboard-Schnittstellen. Ich also Karte gekauft, Treiber installiert und… das Mistding taucht doch tatsächlich im Gerätemanager auf! Schnell Kamera anschließen und testen… Es geehhht! Mir werden die Kniee weich. Ist es denn möglich, daß ich das noch erleben darf, daß in Windows 10 etwas funktioniert??! Ich war nah am Weinen.
Dann habe ich überlegt: Die Treiber laufen nur mit Steckkarten und nicht onboard, das kann man akzeptieren. Wenn man das auf´s Auto übersetzt, sähe das so aus, daß ein eingebautes Radio beispielsweise überhaupt nicht läuft, das ausgebaute und mit Drähten verbundene aber schon. Das kam mir irgendwie vertraut vor, denn über solche elektronischen Eskapaden hatte ich schon berichtet. Und jetzt fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren!

Firewire wurde von OPEL erfunden!

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Apfeltraum

Gestern war ich wieder einmal unterwegs, um als „Beamtenfahrer“ auch die Feiertage mitzunehmen. Was soll ich sagen: Es ging mehr als zäh vorwärts. Und dann sah ich auch noch Sterne! Es waren genau 5. Sie prangten auf einem Messingschild vor einem Hotel. Ich hatte von dort 7 Gäste zum Hauptbahnhof zu bringen. Noch bevor sie einstiegen, zückte einer der männlichen Mitfahrer einen Apfel und verkündete feierlich: „Ich schenke ihnen hiermit einen Apfel!“ Was als Gag gedacht war, nahm aber mystische Formen an. Woher zum Beispiel wußte der Mann, daß ich normalerweise täglich einen Apfel dabeihabe, den ich in der Regel zu Mittag vertilge, heute aber keinen mehr hatte? Nun also hatte ich einen. Aber woher nun wußte er, daß die Sorte „Boskop“ in der DDR relativ dominant war und er mir damit sozusagen ein Déjà-vu bescherte? Sei es, wie es sei, ich nahm ihn dankend an und führte ihn zu gegebener Zeit seiner Bestimmung zu. Und tatsächlich: Ich erinnerte mich nach über 30 Jahren wieder an den Geschmack und damit an den Grund, warum ich mir von dieser Sorte seit mehr als 30 Jahren…

keinen mehr selbst gekauft habe! 😉

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Nightdrivers return

OK! Like the title says: The night driver is back!…..  Ohh Gooottttt!!! Schnell aufwachen, ein Albtraum hat mich am Haken! – Uff, das war knapp. Bin ich doch heute tatsächlich in die Abendstunden geraten und mußte einiges mitnehmen,was sonst nur mein Nachtfahrer erlebt und was ich glaubte, endgültig hinter mir gelassen zu haben.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit ein Auftrag in Altomsewitz: Hier mal relativ exakt benannt, damit die Jungs, die mir ihr Feedback versprochen haben, das auch schnallen. 😉
Man wollte zum Dynamo-Stadion. Ich fragte daraufhin: „Warum?“ Er: „Da is´ heute ´ne Veranstaltung.“ Ich: „Ach so, da singt irgendeiner.“ Er: „Nein, viele“ Schließlich war auch ich informiert, daß doch tatsächlich ein Fußballspiel stattfindet und sie Fans seien. Daraufhin habe ich ihnen gesagt, daß es echte Fans von Dynamo gar nicht mehr gibt. Das sind nur Lippenbekenntnisse. Sobald Geld ins Spiel kommt, ist man eher Fan des Geldes. Ich habe dann schließlich versucht, mit dem von mir erkannten „Frontmann“ ernsthaft zu diskutieren, was allerdings von der Hintermannschaft massiv torpediert wurde, indem bei jedem Wort Witzchen gerissen wurden, die mehrheitlich auf Alkoholkonsum und Halbbildung hindeuteten.
Leute! Ich bin nun über 60 und mein Leben lang ein Kasper und Pausenclown gewesen. Welchen Gag wollt ihr mir noch als zündend verkaufen?! Das waren doch bei euch mehrheitlich Sprüche, die schon vor 20 bis 30 Jahren out of date waren. Wenn ich das beobachte als einer, der die Menschen permanent unterhalten will, dann bin ich eher permanent im Fremdschäm-Modus.

Also dann bitte, Leute. Beim nächsten Treffen will ich mitlachen können!

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Kleine Freuden

Das Taxigeschäft bietet im Moment nichts, was in irgendeiner Form interessant wäre. Wenn nicht immer wieder Leute kämen, die ihre … nun sagen wir: Unwissenheit mit Emphase hinausposaunen würden, dann wäre das Leben regelrecht langweilig. Auf diese Art bereitete mir neulich ein Herr aus den gebrauchten Bundesländern eine kurzlebige Freude, indem er sich geradezu fachmännisch über die Fahrzeuge der DDR ausließ. Wir waren irgendwie auf dieses Thema gestoßen und er gab sofort seiner Kenntnis in Geräuschkunde Ausdruck. Sein Ausspruch: „DDR-Autos – herrlich!. Brrrmmm-bäbäbäb“, womit er – sogar recht trefflich – das Geräusch des Trabants nachahmte. Aber es war halt nur das Geräusch des Trabants, denn andere Geräusche kannten die Bild-Redakteure scheinbar nicht. Ich teilte ihm nun ganz sachlich mit, daß das sehr wohl auf den Trabant paßt, aber ich persönlich hätte in der DDR einen Wolga gefahren. – Und nun kam etwas, was über meinem Kopf ein Fragezeichen und in meinem Nacken die Haare aufstellen ließ: „Ja genau, Wolga, Brrmmm-bäbäbäb!“ (???WTF)
Wie gesagt, meine Konfusion war in diesem Moment groß, aber ich lasse niemals eine Chance aus, um einen fehlgeleiteten Menschen auf den Weg der Erkenntnis zu bringen – ohne Apfel!
Deshalb stimmte ich ihm augenblicklich zu: „Ja ganz genau – ´Brrmmm-bäbäbäb´ aus zweieinhalb Litern Hubraum! Ganz genauso klang – glaube ich – auch der 5er BMW?“
Nun war die Konfusion auf seiner Seite. Er hatte für den Rest der Fahrt damit zu tun, sein heiles Weltbild zu kitten.

GAS24

„Brrmmm-bäbäbäb“

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Ich bin wieder da

Ist das ein Einstieg nach dem Urlaub: Republikgeburtstag! Früher wurde zu diesem Anlaß allerhand Liegengebliebenes fertig. Heute ist das nicht mehr so.
Interessant war es aber heute: So brachte ich einen jungen Mann aus der Südvorstadt ins Stadtzentrum. Eigentlich wollte er bis in die „Bannmeile“ um die Frauenkirche, aber wir kamen nicht viel weiter als bis zum Ende der Akademiestraße. Kennt die zufällig jemand? 😉
Dort stand allerhand Blaues auf 2 Beinen oder 4 Rädern. Während meines Wendens kam gerade eine Bahn vom pirnaischen her und klingelte wie wild, weil ein PKW aus Richtung Norden nach rechts abbog. Die entstandene Szenerie fror sich ein paar Minuten ein, wahrscheinlich um sich gegenseitig der Idiotie zu bezichtigen… Plötzlich kam aber Bewegung in´s Blaue! Wie ein aufgeregter Ameisenhaufen quirlte man umeinander, blau blinkende Begleitmotorräder tauchten auf und man beschwor den heiligen… wen auch immer, daß die Bahn da wegkäme! Diese versperrte die gesamte Ausfahrt auf den Rathenauplatz. Als man diese Kuh endlich vom Eis hatte, kam eine andere, ich meine: Fahrzeugkolonne. Enthalten waren darin zwei Wagen mit seltsamen Nummernschildern: O-1 und O-2. Ich dachte immer, das runde am Anfang wäre ein O(tto), aber ich mußte mir sagen lassen, es wäre eine Null. Also kamen die Null Nummer 1 und die Null Nummer 2 an mir vorbei. „Das können nur Regierungsfahrzeuge sein“, dachte ich mir und insofern wäre ja das O(tto) vor der 2 auch gar nicht so falsch gewesen, denn wir hatten in unserer Geschichte schon einige Regierungsmitglieder, denen etwas Sauerstoff hie und da recht gut getan hätte.

Ansonsten wäre zu vermelden, daß ich mich im Taxi wieder so richtig heimisch fühle, denn die alten Unsitten werden nach wie vor gepflegt, wie z.B. das Wegladen bei „Ecke Raum“. Schlecht ist bloß, wenn der Verladene dann doch noch kommt und dann auch noch dreist belogen wird. Auch ich hätte hier ein Foto machen und es seinem Chef schicken können, aber wie schon gesagt: Das sind Kindereien.

Tja, ich bin wieder da!

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Einstieg in die Katastrophe

So Leute, der Bart is´ ab, das Lob is´ bald runter, der Urlob vorbei und wenn ich dann am 3.10. wieder einsteige, meine Pflicht am Kunden zu leisten, werde ich wahrscheinlich eine ähnliche Qualität der freien Fahrt vorfinden wie im März 45 an gleicher Stelle. Der Unterschied ist nur, daß damals die Engländer die Steine auf die Sraßen geschmissen haben und wir das heute selber machen müssen. Dabei ist man ja noch künstlerisch eingestellt, denn es werden ja nicht irgendwelche, sondern Riesen-Legos auf die Straßen gelegt. Dumm ist nur, daß dadurch ausschließlich die Taxen behindert werden. Warum?! Na aber, Leute: Privatautos haben sowieso keine Chance und lassen es gleich bleiben, in Dresdens Zentrum vorzustoßen. Offizielle Fahrzeuge haben Passierscheine und die Taliban- und IS-Truppen mit ihren Panzern juckt doch sowieso kein Spielzeug! Daß diese in der Nähe sind, ist ja klar, wozu sonst sollte man solchen Zinnober veranstalten. Außerdem braucht man nur mal nachts ganz leise sein, um sie hören zu können. Also mal bitte eine Nacht lang keine Geburtstagsfeier hinein in Elsbeths Geburtstag mit Gaudimusik bis nach Mitternacht und anschließendem Feuerwerk. Natürlich auch keine Partei-Jubelfeiern, die diejenigen 7% Wähler von 15% bejubeln, die man NICHT verloren hat.
…ein – fach – nur – mal – lauschen…  Dann hört man nämlich in der Stille der Mitternacht, wie sie ihre Panzer hinter den Höhen der Stadt warmlaufen lassen, denn für diese wärmeerprobten Recken ist doch der deutsche Herbst ähnlich dem sibirischen Winter für die deutsche Wehrmacht!
Dabei habe ich auch noch negativ anzumerken, daß besagte Riesenlegosteine verkehrtherum hingelegt wurden! Das sage ich ganz einfach deswegen, weil diese Kampfesführung einfach ökologisch nicht nachhaltig ist. Wen interessiert nämlich der ganze Zoff nicht direkt – die Vögel! Natürlich werden sie beim Losschlagen der islamischen Panzerdivisionen erstmal desertieren, aber wenn wieder Ruhe ist, kommen sie zurück! Und was ist dann?! Äähh, bäähhh – dann haben sie nichts zu trinken! Wenn man nämlich die Riesenlegos mit den Vertiefungen nach oben hinlegen würde, wären das wunderbare Trinkschälchen in einer ansonsten zerstörten Stadt.
Wer nun meint, das müsse mich gar nicht umtreiben, weil ich ja sowieso mit der Stadt untergehe, dem sage ich ganz unverblümt: „Du spinnst wohl, ich habe doch auf diesen Staat keinen Eid geleistet!“

Ich verschwinde auch! 😀

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Die Sitzenbleiber

Es gab bis vor ein paar Tagen einen Satz, über den ich nur den Kopf schütteln konnte: „Wir schaffen das!“. Den Muttermund – also den Mund unserer aller Mutti – der diesen Satz setzte, kennen wir alle. Ich war deswegen skeptisch, weil ich diesen Satz damit verglich, was sie politisch so tun will, um die Probleme Deutschlands in letzter Zeit zu lösen.
Nun habe ich seit langer Zeit wieder einmal Urlaub und damit Zeit, alles etwas ruhiger anzugehen und auch zu sehen. Und plötzlich wurde mir bewußt: Die Frau ist ja noch raffinierter als unser alter Helmut, als dessen „Mädchen“ sie ja gilt oder galt. Ich muß nun feststellen, daß sie ihren Ziehvater um Längen überholt hat.
Er hatte seine Vorgehensweise meistens deutlich deklariert und gesagt, dabei auftauchende Probleme sitze er aus. „Mutti“ geht nun einen anderen Weg: Sie sagt ihren Plan nicht an, sondern sagt einfach: „Wir schaffen das!“!? Man muß ganz genau hinhören. Sie sagt ja nicht: „Ich schaffe das!“, sondern „Wir schaffen das!“ Nun steht die Interpretation jedem frei. Die erste folgt auf die Frage: Wer ist „Wir“? Das nächste wäre: „Was ist „das“? Die Frage des „Wie“, die unbedingt dazugehört, wird vollständig ausgelassen. Was folgt daraus?! Ganz genau!!! Daraus folgt, daß WIR das aussitzen, was auch immer das ist! Mit „wir“ meine ich konkret das deutsche Volk, also die Gruppe von Menschen, auf die die Mutti ihren Amtseid geleistet hat.
Nun gehen wir zeitlich etwas weiter vorwärts. Deutschland hat natürlich derzeit große Probleme, nicht nur mit Asylanten. Bei einer Volkswirtschaft, die in Europa so beherrschend stark ist, wäre es aber doch sehr verwunderlich, wenn unser Land nicht auf irgendeine Art und Weise aus dem Schlamassel herauskäme. Es würde sich also auf jeden Fall alles irgendwie zum Guten wenden – jedenfalls für Deutschland.
Und in diesem Moment ertönt Fanfarengedröhn: TA-TARAT-TA TATTA TA

„Hurra, sie hat´s geschafft!!“

Und der geneigte Mitbürger überlegt: „Wieso ´Sie´, ich dachte ´Wir´ haben es geschafft?“ Die Mutti antwortet darauf: „Natürlich haben WIR das geschafft, also IHR unter Meiner Führung“. Darauf insistiert der Bürger: „Aber wie wir das geschafft haben, widerspricht doch total ihrem Plan!!!“. Sie darauf gönnerhaft: „Nein, mein Guter, das endgültige Vorgehen war doch mein Geheimplan, den hatte ich doch schon immer im Schubfach!“
Und so treten wir in den Bundestagswahlkampf 2017 mit einer Schauspielerin, die immer schon alles gewußt hat. Warum auch nicht, denn in den USA werden auch immer wieder Schauspieler zum Präsidenten gekürt, egal ob sie diese Berufsbezeichnung wirklich führen oder nicht!

Ta-TAAA

😉

 

 

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Das Lob Deutschlands

Heute wurde mir schlagartig bewußt, wie eng Deutschland mit dem Lob verbunden ist. Das zieht sich durch die ganze Geschichte. Bis zum Pleistozän wollen wir dabei nicht zurückgehen, denn wer weiß schon, ob sich dieser oder jener Saurier schon als Deutscher gefühlt hat. Aber fangen wir doch mal beim ollen Fritz an und dehnen das noch etwas bis zu seinen mißratenen Kindern: Damals war es fast das Größte, sich zu verloben. Später dann kam der kleine oberlippenbärtige Eigenlober, dem das alleine nicht reichte, weswegen er auch anfing, die Bäume anderer Länder zu entloben, was die ihm aber heimzahlten, indem sie das Lob unter seine Eichen und Linden fallen ließen. Diese Art der Entlobung haben ein paar Jahre später noch andere nachgemacht, aber das wiederum waren ja die Guten – sagt man.
Als das Lob in Deutschland wieder nachwuchs, wurde in beiden Hälften viel gelobt, was allerdings jeweils eine andere Bedeutung hatte. Links des ´Bollwerks für den Frieden´/ ´Schandmauer´ wurde der Entlobungskopierer gelobt und rechts wurde gelobt, diesen genauso nach Hause zu schicken wie nach dem ersten Versuch.
Heute nun ist die Trennlinie Geschichte und jeder Unbeteiligte lobt den anderen Unbeteiligten für dessen hohen Anteil daran. Auf jeden Fall scheint mir die ganze Loberei nur Lob und Trob zu sein…  äähhh, war das jetzt eigentlich korrekt?! Hieß das nicht irgendwie anders? Ich wollte doch immer alles richtig schreiben, sonst lobt mich doch keiner. Ich glaube, ich bin total überarbeitet, habe aber die Lösung!

Ich werde jetzt erst mal urloben!!

😉

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Vielen Tank für diese Aktion!

Es ist mal wieder soweit, daß ich einen – nicht viele oder sogar alle – wirklich nur einen Radfahrer aus der Masse heraushebe. Durch seinen wagemutigen Stunt wissen wir jetzt, daß Fahrer von Gefahrgutlastern immer noch alles im Griff haben…

Ich fuhr heute früh kurz vor 7 auf der Winterbergstraße in Richtung Stadtmitte. Direkt vor mir war ein Truck mit einem Tank-Auflieger und Gefahrgut-Beschilderung. Er befuhr die Einmündung in die Karcherallee nach rechts direkt bei Aufleuchten von Grün. Nach dem Halb- Herumziehen stockte er, weil ein Radfahrer kam und setzte nach dessen Passieren die Fahrt fort, weil er niemand anders mehr sah. Nun ist so ein Truck kein Rennwagen und deshalb dauerte es auch ein paar Sekunden, bis er wieder etwa 8 m zurückgelegt hatte. Er erreichte damit den rechten Rand des Fußgängerüberweges. Der Radweg war quasi schon blockiert. In diesem Augenblick schoß von hinten ein Radfahrer heran und überquerte in einem kurzen Bogen die Karcherallee neben dem Überweg und etwa 1 m vor dem Truck. Dessen Fahrer ging reaktionsschnell derartig auf die Bremse, daß die Federung die Fahrerkabine bis auf´s Chassis herunterließ und sich auch der Tank bedenklich neigte. Ich vermute deshalb einen amtlich angeordneten Reaktionstest, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß ein Radfahrer – noch dazu ohne Helm – gegen den im Tank wahrscheinlich vorhandenen Druck mit einem Vakuum im Hirn ankämpft.

Normalerweise ist es ja kein großer Akt, wenn man als Radfahrer noch „mal eben so“ durchhuscht, aber – und deswegen sollte man es nicht allgemein proklamieren: Es sind nicht alle Menschen mit Verstand gesegnet.

Solche Auswüchse darf es nicht geben

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Verschwindibus

MottenkisteHeute gibt es gerade mal wieder nichts zu erzählen, deshalb öffnen wir die Mottenkiste:

Es war einmal vor vielen Jahren in Dresden. Seitdem die neue Synagoge gebaut wurde, stand sie permanent unter ganztägiger Bewachung, auf daß sich kein böswilliger Nazi daran vergreife. Das Bollwerk hielt lange stand, bis… Ja bis zu dem Tag, an welchem hinter der Straßenbahnhaltestelle Hakenkreuze an die Wand geschmiert wurden! – Nanu, hatte die Polizei da etwa gerade Überstunden abgefeiert? Natürlich lief sofort die gesamte Medienmaschinerie mit großem Getöse an: „Diese scheiß Nazis vergreifen sich doch tatsächlich schon wieder an einer Synagoge!“ Es wurde sofort eine SOKO gebildet, um den/die Übeltäter zu fangen. – Und man sollte es kaum glauben: Man fand ihn! Der Täter war ein Algerier. Nun wird es aber interessant: Was passierte in der Folge dieser Enttarnung? Mit der Dotierung von 10(zehn) echten Euro stelle ich die Quizfrage: Welche Information gaben die Medien anschließend heraus?

A     Täter in Haft
B     Täter ausgewiesen
C     Gar keine
D     Täter an Israel ausgeliefert

Wer als erster die richtige Antwort bringt, gewinnt.

Viel Spaß! 😉

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Fahrradnachtrag

„Fahrradnachtrag“ soll natürlich nicht heißen, daß ich jemandem sein Fahrrad hinterhertrage noch ihm seinen Fahrstil nachtrage. Es geht hier um Nachbetrachtungen über einen Dokumentarfilm (ZDF glaube ich), der am gestrigen 29.8.16 lief. Es ging dort wie schon so oft um das Verhältnis zwischen Auto- und Radfahrern. In diesem Beitrag schien es so, als ob man vermitteln wolle, was aber ausging wie das Hornberger Schießen, denn als Erkenntnis nahm man nur mit, daß auf der Straße nur Idioten herumfahren, womit auch immer. Ich muß also resümieren: Leute: Ziel verfehlt!
Die Argumentation muß folgendermaßen lauten: Alle Nutzer des öffentlichen Verkehrsraumes bilden eine Einheit und eine Einheit funktioniert nur, wenn sie sich bewußt ist, eine Einheit zu sein und entsprechend handelt. Was meine ich damit? Ein Beispiel: Auf einer eng zugeparkten Straße begegnen sich zwei Verkehrsteilnehmer und zwar ganz EGAL welcher Art, die nicht aneinander vorbeikommen. Nun muß der Egoismus außen vor bleiben, indem man diese Begegnungssituation als EINHEIT betrachtet. Wer einigermaßen Grips hat, kann schnell kalkulieren: Wer sollte zuerst fahren, damit die EINHEIT in summa den wenigsten Zeitverlust erleidet.
Angenommen ich fahre auf einer Straße, die maximal 2,5 Fahrzeugbreiten verträgt, in meiner Gegenrichtung steht ein geparktes Fahrzeug in etwa 50m Entfernung. Gleichzeitig kommt mir ein Fahrzeug entgegen, das nur noch 20m bis zum Parker zurückzulegen hat. „Natürlich“ kann ich mein Vorfahrtsrecht nutzen, indem ich einfach draufhalte: Wartezeit für mich 0sek, für den Entgegenkommer ca. 8sek, das heißt: Systemdelay= 8sek.
Ich aber (und das praktiziere ich täglich) lasse den anderen fahren, – unterstützt durch Lichthupe – weil er viel näher dran ist und in 4sek vorbei. Fazit: Systemdelay = 4sek, weil er 0 und ich 4. Man sieht also, es geht am besten mit Kooperation, für die allerdings rationales Denken erforderlich ist, was leider nicht alle vorweisen können.
Auch darf man nicht kurzsichtig die Gegebenheiten am Ort für in Ordnung befinden! Natürlich Beispiel, Dresden – Chemnitzer Straße: Radwege beiderseitig, Restfahrbahnbreite in der Mitte ca. 4 m! Ich beobachtete einen jungen Radfahrer, der einem langsam, mit einer Spur auf dem Radweg fahrenden PKW voll auf das Dach donnerte, weil dieser ja regelwidrig diesen einschränkt. Lieber junger Mann, wo soll er denn hin?! Wenn er nämlich nur ein paar Zentimeter weiter links fährt, kollidiert er mit dem Gegenverkehr! Es wäre in diesem Fall für eine wirkliche Verbesserung des Zustandes besser gewesen, er hätte den Autofahrer in Ruhe gelassen und wäre stattdessen in´s Rathaus gefahren, um dem dort verantwortlichen Mitarbeiter mal mit der Faust den Scheitel zu ziehen.
Vielleicht ist für die Zusammenarbeit im Straßenverkehr folgender Gedanke über die eigene Psyche hilfreich:

Wer im Straßenverkehr ausflipt, weil er sich zurückgesetzt und in seiner Ehre gekränkt fühlt, hat ein Penisdefizit!

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Hellseherei

Also manchmal glaube ich wirklich, ich hätte das zweite Gesicht. Nicht etwa, weil mir jemand das erste demoliert hätte, sondern weil ich scheinbar Dinge voraussagen kann. Ich meine jetzt nicht die drei Fälle, wo ich jeweils mit einer Person Zoff hatte und wünschte: „Lieber Gott; mach, daß er auf die eine oder andere Weise verschwindet!“ und die betreffenden Personen wenig später verstarben. Nein, es geht hier um viel profanere Angelegenheiten. So sagte ich heute morgen – mehr spintisierend als im Ernst – zu meinem täglichen Fahrgast: „Jetzt bist du gleich am Ziel und für mich ist es der Anfang des täglichen Wahnsinns (und in einem Anflug von Optimismus:). Oder aber es ist gleichzeitig das Ende, weil ich erst wieder zurück bin, wenn du nach Hause fährst. Nun ja: Ganz so dicke kam es nicht, aber eine Fahrt in eine Kleinstadt im Kreis Freiberg sollte als Tagesanfang ausreichen. 😉
So hatte ich trotz eines ´Hängers´ am Flughafen am frühen Nachmittag keine Mühe, etwa das Anderthalbfache meines täglichen Wunschumsatzes zu erreichen.
Und was mache ich im nächsten Leben? Ganz klar, ich werde Hellseher.

Gebongt!

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Kindereien

Viele haben es schon praktiziert, vor allem, wenn sie gerade erst das Taxi für sich entdeckt haben und dachten, dieser Trick stamme von ihnen…
Es geht hier um die Handlungsweise, daß man sich möglichst lange vor einer lukrativen Vorbestellung nicht am THP anmeldet, um nicht schon vorher weggerufen zu werden. In Wirklichkeit müssen das schon unsere Vorväter so praktiziert haben und wer es jetzt noch tut in der Hoffnung, es merkt keiner, der sollte sich wirklich mal untersuchen lassen.

Ich stand heute mittag an der Eiche und beobachtete das Hereinkommen einer Vorbestellung um 13:05 Uhr in Weixdorf. Ich habe mich lange geziert, startete aber eine halbe Stunde vorher Richtung Weixdorf. Als ich um die Ecke bog, stand da schon ein GRT, dessen Fahrer tief in ein Buch versunken war. Als ich mich auf etwa 30m genähert hatte, schaute er plötzlich auf, sah mich, zuckte zusammen und tat irgendetwas im Wagen. Auf meine Nachfrage wurde mir bestätigt, daß er sich knapp eine Minute vor mir eingebucht hat. Danach hat er das Buch rausgeholt, aufgeschlagen und die richtige Seite gesucht, beginnt zu lesen und ist ein paar Sekunden später so gefesselt, daß er mich fast nicht bemerkt??! Very mysterious!
Ja überhaupt ist Weixdorf ein Hotspot für sich: Wenn man dort mal im Wagen ein Auge zumacht, kann man fotografiert werden, welches Bild dann der jeweilige Chef erhält.

Gegen solche (zum Glück bekannten) geistreichen Kollegen sind Zechpreller und Taximörder ein Scheißdreck!

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Stille Helden

Ein Held ist nicht dieser, der im Gefühl der Macht alles übberrennt, sondern jener, der in der Gewißheit der Unterlegenheit seinen Humor nicht verliert und den Mut findet, dem Untergang zu trotzen.

Frei nach einem bisher unbekannten Taxifahrer

 

Fenrir
Ich bin Fenrir. Meine Mami holte mich vor 2 Jahren zusammen mit meinem Freund Corax zu sich. Corax und ich waren ein gutes Team – wenn man davon absieht – daß natürlich jeder von uns beiden Chef sein wollte. 😉
Irgendwann aus einem für Mami nicht erkennbaren Grund begann ich, mir meine Federn auszureißen. Sie ist oft mit mir zum Arzt gegangen deswegen, aber nichts konnte mir helfen. Wir mußten uns beide damit abfinden. Sie hoffte, daß sich das irgendwie „auswächst“. Auch deshalb holte sie uns zwei Frauen in unsere Wohnung. Aber auch das konnte mich nicht mehr aufmuntern. Ich konnte nicht mit meiner Selbstverstümmelung aufhören. Das Fliegen war mir inzwischen unmöglich geworden, weshalb mir Mami ein Fangnetz bauen mußte, wenn ich runterfiel.
Trotzdem hatte ich Freude an meinem etwas eingeschränkteren Leben und trällerte und tanzte begeistert zu meiner Lieblingsband und habe auch laut und fröhlich meine Meinung kundgepiepst, aber ich merkte, daß meine Kraft nachläßt…
Gestern nun hat mir mein Körper gesagt, daß er nicht mehr weiterkann und daß wir in den Vogelhimmel gehen wollen – Ich habe „Ja“ gesagt, denn dann kann ich endlich wieder fliegen…

 

Nun, was bliebe ihm noch zu sagen? Vor allem eins:

Schlaf schön, du kleiner großer Held. Wir vermissen dich. 😥

 

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Gesichtsdiebstahl

Heute las ich in meiner Leib- und Magen-Zeitung einen unglaublichen Beitrag! Es war dieser hier:

Gesichtsdiebstahl

Auf den ersten Blick ist es eine alltägliche Geschichte, aber wenn man ganz genau liest, tun sich Abgründe auf…
Da steht doch tatsächlich: „Da der Radfahrer eine etwas dunklere Gesichtsfarbe habe, sei aber nicht auszuschließen, dass auch diese nicht ihm gehört, so Geithner weiter.“
Nun sieh mal einer an! Ich hätte es ja noch verstanden, wenn sich ein Mensch mit etwas dunklerer Hautfarbe eine hellere stiehlt, um integrierter zu erscheinen, aber andersherum?!
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist der Plan eines hiesigen Bürgers, die Migranten in ein schlechtes Licht zu rücken, indem er mit einer gestohlenen Gesichtsfarbe die Polizei irreführt.Gesichtsdiebstahl hatten wir schon in der Kriminalgeschichte.

Gesichtsfarbendiebstahl allerdings ist neu.

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Offener Brief an meine liebe Judith

Liebe Judith,

heute ist Sonnabend und somit ein Tag, an dem ich nicht Taxi fahre, sondern mich zu Hause von diesem Job erhole. Logischerweise gibt es deshalb keine Geschichten zu verbloggen. Aus diesem Grunde bin ich direkt dankbar, daß du – liebe Judith – mir den Stoff dafür geliefert hast. Darum danke ich dir hiermit allerherzlichst, daß du mir diese E-Mail sandtest:

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Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern persönlich zur Verfügung.

Wir bedanken uns für Ihre Bemühungen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen,

Judith Sprengmann
Serviceteam 03
Kundenbuchhaltung

Da du aber sicher weißt, daß unbestellte E-Mail-Werbung untersagt ist, unterstelle ich dir jetzt mal, daß du einfach nur ein Dödel bist, dem das einfach schnurz ist. Mir persönlich ist das nicht schnurz, sondern eher lästig. Ich kann nicht meine Zeit mit irgendwelchen Idioten verbringen, die einen Haufen Geld verdienen wollen, ohne einen Finger zu rühren. Also geh´bitte nach Hause und leg´dich wieder hin. Vielleicht kommt dann dein Traumprinz und überschüttet dich mit Gold.
Falls du nicht der Chef bist, dann sag diesem, daß für ihn das Gleiche gilt.

Und nun tschüß, ihr Lieben

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Dekadenz

Manche Leute saufen sich einen an, um Ärger runterzuspülen: Das ist mir aus verständlichen Gründen nicht möglich und außerdem müßte die ärgernisverursachende Angelegenheit oder Person entschieden bedeutender sein als ein glatter Ausfall von 4,50€ wegen einer dekadenten Schnepfe. Also wählte ich die Variante derer, die auf einen Berg steigen, um allein zu sein: Ich fuhr rauf zum THP Bühlau.
Es war hier nicht lange hin bis zur nächsten Vorbestellung und ich war eckig, also alles gut. Als ich dann doch vor der Zeitabgerufen wurde, wollte der böse Kummer zwar wieder aufflammen, aber das gab sich beim Lesen des Auftrags: Großräumig von Radeberg zum Zwinger!
Nun also – wieder im Frieden – muß natürlich das Ärgernis erläutert werden: Ich bekam einen Auftrag bei einer Firma für eine Abholung um eine bestimmte Zeit. Ich fuhr also hin, meldete mich an und wartete. Leider wartete ich länger, als ich dachte und startete deshalb 1 Minute nach der Bestellzeit den Taxameter. Dazu steht wörtlich in der gültigen Taxitarifverordnung:

(3) Kommt die Beförderung aus Gründen, die der Fahrgast zu vertreten hat nicht zustande, beginnt die Fahrpreisberechnung bei Soforttaxibestellung nach Kontaktaufnahme zwischen Fahrgast und Taxifahrer, bei einer zeitlich vorbestellten Taxifahrt zur Bestellzeit

Etwa 7 Minuten nach Bestellzeit kamen 3 Herrschaften aus dem Gebäude, von denen der mit Gepäck „bewaffnete“ von ganz weit oben die Worte: „Tja, ich bin ja wohl jetzt nicht für sie!“ auf mich herabtropfen ließ. Ich meldete mich daraufhin prompt in der betreffenden Firma, nachdem ich auf meinem Funk-Display das Canceling gesehen hatte(übrigens X+3min!). Oben bat ich dann um Erstattung der bereits aufgelaufenen 4,50€. Die Kollegin am Tresen wußte es scheinbar besser, daß das nicht korrekt ist(siehe obiges Zitat) und wies mich ab. Etwas Hartnäckigkeit veranlaßte sie dann doch, unsere Zentrale zu kontaktieren, wo man allerdings genauso wissend war und mich abbügelte. – Und nun, du blöder Kahl, sieh zu, wo du dein Geld herkriegst oder wie du das deinem Chef erklärst.
Nun könnte man ja denken: Na gut, solche Hinterhofbastler können es nicht besser wissen, aber das ist so nicht richtig. Diese Firma hat z.B. eine Website mit allerlei Sprachverzeigungen, allerdings keine deutsche. Wir sind quasi zu unbedeutend. Die ganze Diskussion war einfach nur eine Demonstration von „Dekadenz der Macht“. So nach dem Motto: „Wir müssen uns nicht informieren, denn wir wissen selbst, was gut und richtig ist!

Und das schlägt eben bis zum Vorzimmerdrachen durch.

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Ernährungslügen

Heute habe ich wie immer rechtschaffen mein Tagewerk erledigt(wofür Gott mich loben möge), um dann ebenso rechtschaffen meiner Frau beim Einkauf zu assistieren. Schließlich kennt sie ja mein Bier, aber was ich sonst noch aktuell an Appetitsanfällen habe, muß ich zeitnah vermitteln. Da gehen wir also die Regale auf und ab und was sehe ich: reihenweise Lug und Trug!! Früher ging man zum Regal und las: „Schweineschnitzel“, „Kalbsragout“, „Salami“ oder aber auch „Panierter Blumenkohl“, „Brechbohnen“ und vieles andere mehr. Was aber muß man heute lesen!?
So was hier: „Vegetarische Schinkenwürfel“, Vegetarische Salami“, „Vegetarische Bratwurst“ und so weiter, und so weiter, und so weiter…

Ja sagt mal, seid ihr jetzt ganz bescheuert geworden?! Das Zeug ist vegetarisch, das heißt, daß es aus was auch immer besteht, aber es ist auf keinen Fall ein Schinken, eine Salami, eine Bratwurst oder was auch immer! Wenn denn Vegetarier oder Veganer das fleischliche hassen, dann muß man sie doch auch nicht mit fleischlichen Begriffen locken, denn das würde ihnen das Essen eher verekeln! Wenn ich heute „Veganes Essen“ lese, denke ich doch nicht spontan an eine grüne Landschaft, sondern eher an einen Chemiebetrieb, so wie vielleicht diesen oder auch diesen hier.
Warb man bisher damit, daß einheimische Schlachttiere besonders gesund waren, so wirbt man jetzt mit:

„Noch nie waren unsere Reaktoren und Retorten so sauber wie gerade heute!“

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Alterssturheit

Heute – an einem geschäftlich unterirdischen Tag – hatte ich doch tatsächlich wieder mal eine Entlassung an der „Frieda“: Name und Station bekommen –> oben abholen, alles paletti also. Nun ja – oben ist aber niemand. 2 Schwestern erzählen mir, der Herr wäre schon runtergegangen. Auf den Hinweis, lieber obenzubleiben meinte er, es gäbe ja nur einen Weg. Das beweist: Mit mir hat er nicht gerechnet, denn ich kannte noch einen anderen. Die Folge davon war logisch: Ich verfehlte ihn unten, denn er war schon wieder oben –> die Schwestern, welche ich traf, fuhren mit mir im Lift runter, also hatte mich keine andere gesehen –> also neues Taxi rufen, weil altes nicht gekommen!  Herrlich, langsam müßte auch die allerletzte Schwester wissen, daß bei uns in Dresden die Taxis IMMER kommen. Sei es, wie es sei: Ein Kollege wurde praktisch für nichts hereingerufen, denn inzwischen kreuzten sich mein Weg und der des Patienten. Dem Herrn kam es überhaupt nicht in den Sinn, daß er selbst der Auslöser des Tohuwabohus war, indem er nicht am Ort verblieb. Man ist ja schließlich älter und weiß besser, wie Dinge organisiert werden.
Auf dem Weg in seinen Wohnort passierten wir Dresden-Plauen, wo ich ihm von einer demenzkranken Frau erzählte, die von Bühlau aus bis hier zum Plauenschen Grund immer steif und fest behauptete, ich hätte keine Ahnung und würde völlig falsch fahren. Erst hier erkannte sie die Richtigkeit. Wir erörterten dann die verschiedenen Erscheinungsformen der Demenz und deren Begleiterscheinungen wie z.B. Alterssturheit.
Na sieh mal einer an…

Quod erat demonstrantum!

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Müllvermeidung

Also ich persönlich bin ein ausgesprochener Freund der Müllvermeidung. Insofern hasse ich es, Dinge zu kaufen, bei denen man viel wegwerfen muß und Dinge (oder auch Lebensmittel) wegzuwerfen, die man noch verwenden kann. Es gibt aber auch Leute, die Freunde der Müllvermeidung sind, dies aber so auffassen, daß sie Müll in ihrer Einflußsphäre nicht mögen und dessen Entsorgung lieber „outsorcen“.
Heute hatte ich am Geflügelbahnhof einen Fahrgast, der erst zu meinem Vordermann ging und nach kurzer Frage zu mir kam. Der Grund dafür war die Zahlung mit Karte. Nun bieten ja manche Kollegen tatsächlich keine Kartenzahlung an, aber der Fahrgast meinte schon einmal mit betreffendem Kollegen UND Kartenzahlung gefahren zu sein.
Sei es, wie es sei, er kam jedenfalls zu mir. Von Hause aus eine positive Sache… nur die Frühstückstüten in seiner Hand erweckten meinen Argwohn…
Die Fahrt selbst verlief recht lustig und somit unterhaltsam und endete bei 28,50€. Ich bekam glatte 29 und begann mich zu fragen, welcher streng kalkulierten Tatsache ich diesen Betrag von 0,50€ (in Worten: 50 Cent) zu verdanken hätte. – Und weil ich kein Dooferle bin, habe ich es natürlich herausgefunden: Es war der Lohn für das Outsourcing! Ich durfte nämlich die Verpackungsreste seines Frühstücks fachmännisch entsorgen. Dafür war es natürlich mehr als genug, denn es waren ja bis zum Papierkorb nur 5m!
– Und nun überlege ich, ob der Kollege vor mir den Herrn wirklich schon mal gefahren hat und sich an dessen Gewohnheiten erinnerte. In diesem Falle könnte ich mir gut vorstellen, daß er plötzlich keine Kartenzahlung mehr anbot. Leider ist mein Langzeitgedächtnis nicht mehr das beste, weshalb ich wohl beim nächsten Mal ebenfalls wieder Kartenzahlung akzeptieren werde.
Wenn man aber nun einem Menschen Unrat in´s Auto legt, heißt denn das nicht per se: „Du bist Müll!“?

Und darf man dieses Kompliment zurückgeben?

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Unverständnis

Mein heutiger vorletzter Fahrgast war ein relativ junger Holländer, der zwar nicht durchgängig gut deutsch sprach, es aber gern wollte. Also haben wir uns auf Deutsch mit englischer Reserve geeinigt. Im Laufe unserer Unterhaltung, während der ich auch die Einwirkung von Dialekten beschrieb, erzählte er, daß er in einer Kleinstadt kurz hinterm Deich lebt, dessen Einwohner sich mehrheitlich von Landwirtschaft sowie anderen gebräuchlichen Branchen ernährt. Nur einen Kilometer entfernt sei ein weiterer Ort in ähnlicher Größe, dessen Ertragsschwerpunkt allerdings auf dem Fischfang liege. Das sei auch schon seit Jahrhunderten so gewesen, während denen die Fischer ihre Erfahrungen oft mit Fischern der umliegenden Nationen austauschten. Die Folge davon sei eine Art von Fischer-Esperanto geworden, welches allerdings nur in besagtem Fischerort gesprochen wird. Dieses Kauderwelsch nun können Menschen in seinem – einen Kilometer entfernten – Ort nicht verstehen. Ist das nicht verrückt?!

Abschließend gab ich ihm noch einen Rat für die wirtschaftliche Zukunft seines Ortes. Diese Lage hinter dem Deich muß ja nun nicht zwangsläufig eine Notlage darstellen, sondern kann auch die große Chance bergen:
Venedig ist doch seit jeher ein Touristenmagnet ohne Vergleich, aber – Venedig geht unter! Irgendwann ist es weg und kein Ersatz ist in Sicht. Da wäre es doch nicht schlecht, wenn man die Zeit nutzt, um auf noch trockenem Land eine Touristenstadt hochzuziehen und anschließend durch Fluten des Landes ein „Venedig 2.0“ in´s  Leben zu rufen.

Na, ist das Marketing?!

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Säufer-Lobby

Heute war es beim Einkaufen wieder mal soweit: Mein „Kompott“ war alle und ich kaufte mir eine neue Flasche „Ouzo“. Natürlich ist das keine Spirituose, mit der man sich mal eben so die Rübe zudröhnt, denn man muß sie schon mögen, um sie mit Genuß zu trinken. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir so meine Gedanken über die deutsche Gesetzgebung gemacht:
Warum eigentlich kriegt man es hierzulande nicht auf die Reihe, eine 0,0 Promille-Grenze einzuführen?! Das hat sogar die DDR geschafft, obwohl diese im Alkohol-ProKopfVerbrauch die Weltspitze mitbestimmte! Die Bundesrepublik also schwächer als die DDR? Ja klar! Ganz einfach deshalb, weil man hier und heute keine Mittel gegen Lobbyarbeit findet. Was also können Brauereien oder andere alkoholverkaufende Firmen ins Feld führen, um 0,0 zu verhindern???
1. Arbeitsplätze im Brauereiwesen
2. Hohe Steuereinnahmen
3. Ein besoffenes Volk, das sich nicht über bescheuerte Entscheidungen der Regierung erregt
4. ???
5: ???
6: ???
Das ist doch schon mal was: Wenn heute noch oder wenigstens morgen einer deiner nächsten Angehörigen wegen eines Alkoholfahrers über die Klinge springt, dann mach dir keine Gedanken, denn so wurden wenigstens Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und bescheuerte Regierungsentscheidungen gesichert, sowie ???, ??? und ??? bedient.
Also dann nichts wie ran, Leute:

Sauft was das Zeug hält und schert euch nicht um diesen oder jenen Fußgänger!

PS: Der für mich beste Ouzo ist übrigens der vom Hundenetto. Der ist sogar weitaus besser als derjenige „fier meine gutten Freinde“ mit der „12“ im Namen.

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Asylantenschreck

Jetzt endlich habe ich ihn enttarnt – den ultimativen Asylantenschreck! Und wo habe ich ihn gefunden?! Natürlich bei mir zu Hause. Bei irgendeiner Schubfach-Umstülp-Aktion fiel er mir in die Hände, der…

ddr-pfennigvo

gute alte DDR-Pfennig! Seine Schuld ist zwar umstritten, aber indizienfest. Dort wo er auftauchte, ließen sich so gut wie keine Asylanten sehen. Irgendwie müssen sie Angst vor ihm gehabt haben. Das ist kein Wunder, denn schließlich war er ein Held im Butzemannhaus des DDR-Kinderradios!
Und deshalb flehe ich dich an, lieber kleiner Pfennig, komm wieder nach Hause! Wenn du hier wärst kämen nämlich wieder weniger Asylanten und in der Abfolge gäbe es ja gar keine PEGIDA mehr! Das sind nämlich ganz, ganz böse Menschen und denen muß man ihr Futter wegnehmen…

und das macht der „Kleine Pfennig“.

PS: Nebenbei bemerkt war dieser Pfennig absolut fälschungssicher! Das Aluminium für ihn hatte auf dem Weltmarkt ein ganz kleines bißchen Wert, der Pfennig aber gar keinen. 😉

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Ich als bunter Vogel

Wenn man sich die Radfahrer in unserer Stadt so ansieht, dann ist jeder ein bunter Vogel und der eine ist jeweils bunter als der andere. Heute nun habe ich mir selbst das farbenfrohe Gefieder übergestülpt und samt meinem Weibchen unser Nest in Richtung „Großer Garten“ verlassen. Bis zur Zwinglistraße ging auch alles ganz gut, nur bei deren Überquerung kam es zur ersten und einzigen Verwirrung: Als nämlich die Fußgänger/Radfahrerampel grünte, bezog ich das irrtümlicherweise auf die gesamte Breite der Straße, sah und hörte aber sogleich, daß dem nicht so war. Gesehen habe ich es an der Ampel auf der Gegenseite, die noch Rot zeigte, gehört allerdings von einem etwas jüngeren Flatterviech mit schwarzem Gefieder. Es zwitscherte etwas in der Art: „Schönes Beispiel für die Kinder…“ …Schnelles, schuldbewußtes Umschauen von mir: Keine Kinder in Sicht! …? Ach so, na klar, er meint sich! Auch mein Weibchen folgte mir auf dem Fuße Rade, denn schließlich war der Leitvogel schon durch. 😉
Über den Jungspund leise schmunzelnd kurbelten wir weiter in Richtung Grüne Oase. Leise schmunzelnd deshalb, weil ich noch nicht ganz so weit bin, daß ich mir von Vögeln, die kaum halb so alt sind wie ich sagen lasse, was ich zu tun und zu lassen habe.
Na gut, ich machte einen Schusselfehler. Vielleicht war der sogar meinem Alter geschuldet?! Das macht es ja noch schlimmer: Dann hätte er dem hilflosen Alten doch helfen und ihn den Rest des Weges tragen müssen!
Etwa 10m vor der Karcherallee dann wurde es gerade grün und wir konnten nahtlos hinüberwechseln. – Siehe da, der Jungvogel fuhr auch gerade los und verschwand mit Schmackes im Grünen. Ich hatte schon Angst, daß aufgrund seiner Geschwindigkeit das Schild am Eingang zum großen Garten durch den Luftzug mitgerissen wird… Mal gucken, was issn das für´n Ding:

Die Besucherordnung des Großen Gartens

Liebe Besucher, der Große Garten ist ein bedeutendes Ensemble im Sinne des Denkmalschutzgesetzes. Um die Anlage auch künftigen Besuchern zu bewahren, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise: Das Betreten der Anlagen und gegebenenfalls das Befahren der Wege geschieht auf eigene Gefahr. Eine Haftung des Grundeigentümers für Schäden besteht nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Das Befahren der Wege mit Kraftfahrzeugen ist nur mit Sondergenehmigung, Radfahren, Fahren mit Rollschuhen, Skateboards oder Rollerskates nur auf asphaltierten Wegen und unter Rücksichtnahme gegenüber den Besuchern des Großen Gartens gestattet. Nicht geräumte oder nicht gestreute Wege sind für den Publikumsverkehr nicht freigegeben. Eltern haften für ihre Kinder.
Besuchern ist es grundsätzlich nicht gestattet:
a) Die Wege zu verlassen und die Grünflächen mit Ausnahme der Liegewiese in der Nähe der Freilichtbühne, Karcherallee/Tiergartenstraße zu betreten,
b) die Anlage, Bauwerke, andere Parkeinrichtungen und Pflanzen zu beschädigen, von ihren Standorten zu entfernen oder zu verunreinigen,
c) Hunde frei oder an der langen Leine laufen zu lassen,
d) in Gewässern oder Brunnen zu baden oder Tiere baden zu lassen
organisierten Sport zu treiben,
e) ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers zu reiten oder zu angeln,
f) ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers zu musizieren oder Tonwiedergabegeräte zu betreiben
g) ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers Handel, Werbung, Sammlungen oder Sondernutzungen jeglicher Art und Form zu betreiben,
h) offenes Feuer zu gebrauchen, insbesondere zu grillen, oder ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers Feuerwerk zu zünden,
i) zu zelten oder zu nächtigen sowie
h) ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers für kommerzielle Zwecke zu fotografieren oder zu filmen

Wer gegen die Besucherordnung verstößt, kann aus dem Großen Garten verwiesen oder mit einem Verbot belegt werden, diesen künftig zu betreten. Ein Missbrauch der Anlage wird rechtlich verfolgt. Straftaten werden zur Anzeige gebracht. Wir bitten Sie, im Interesse aller Besucher, den Anordnungen der Mitarbeiter der Schlösser und Gärten Dresden bzw. deren beauftragten Personen Folge zu leisten und wünschen einen angenehmen Aufenthalt. Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH Großer Garten Kavaliershaus G | Hauptallee 5 01219 Dresden

Na sieh mal einer an, was hier oben rot hervorgehoben ist, wußte ich schon vorher. Er wohl nicht?

Na ja, Vögel halt…

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Käse-Variationen

Heute ließ ich mich mal dank viel Zeit und Vorfinanzierung in ein weiteres Bad entführen. Es war dies kein Spaß-, sondern ein gesalzenes Erholungsbad: Die Körse-Therme in Kirschau. In Anbetracht des Namens „erfand“ ich gleich mal den Namen „Käse-Therme“, woraufhin ich von meiner Familie den Sammelton „Hhmmm…!“ entgegennahm. – Dieses Wort kenne ich genau. Es heißt übersetzt: „Mensch Alter, deine Witze werden auch immer platter!“ Erst viel später, als wir schon dort waren und ich mich meiner Schuhe und Socken entledigte, wurde ihnen bewußt, daß das gar kein Witz war! Tja, mancher lernt spät, aber exklusiv!
Gegen das Bad an sich gibt es nichts einzuwenden. Es ist halt, was es ist: Ein Ort zum Erholen und nicht zum Auspowern. Schönes Bad und auch die Gastronomie kann mithalten. Es ist zwar wie überall auch Imbißkost, hier ist sie aber etwas weiter gefächert und mit Handarbeit unterlegt…

und das schmeckt man auch!

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Kont|rär

Unser Leben beinhaltet vielfältigen Kontent. Es verläuft weder Kontinuierlich noch Kontstant gut oder schlecht. Manch einer Konte ein viel besseres Leben führen, wenn man ihn nicht immer nach einem Konto fragen würde.
Das fing schon mal bei der Bestellung eines Hardwarekatalogs mit der Frage nach der Kontonummer an, um die Bonität zu checken – 50 Jahre vor der ersten Bestellung! Klasse!!! Das sind Unternehmer, wie wir sie brauchen: Typ Gürtel und Hosenträger. Wäre doch schade, wenn sie ein Risiko tragen müßten. Sind doch schließlich keine Arbeitssklaven!
Warum sage ich all das? – Das sind halt Erkenntnisse, die sich im Laufe meines Lebens in dieser so wunderbaren BRD (Bananenrepublik Deutschland) angesammelt haben.
Und warum sage ich das gerade heute? – Weil ich heute sowie die letzten Tage wieder einen Schub in diese Richtung bekam. Dabei habe ich schlicht und ergreifend mein Computersystem auf Windows 10 umgestellt. Und dort ging es Schlag auf Schlag: Du willst deine Bilder bearbeiten, sortieren und archivieren? OK, dann melde dich mit deinem X-Konto, Y-Konto oder Z-Konto an und genieße die Freiheit des Webs! (???…) Die genießt doch eher Microsoft, zumal das nur der Einstieg war: Alles was Menschen am Computer tun, sollen sie gefälligst online tun, weil das ja viiieel effektiver ist.

Gegen Firmen, die wie Microsoft arbeiten, war die Stasi ein Gartenfreundeverein!

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Problemzonen

Für Taxifahrer sind Problemzonen Gebiete, in denen weniger mit einer halbwegs einträglichen Fahrt zu rechnen ist… Quatsch!!! Das habe ich gerade erfunden. Nein! – Problemzonen sind die, die es schon immer waren. Männer kennen das eher weniger. 😛 Nachdem ich mir heute GRT Körnerplatz „hackte“ bekam ich eine feucht(?)fröhliche Damengesellschaft ins Auto, die aber nicht gleichzeitig „aufschlugen“. Als erste kamen zwei recht aufgeweckte Exemplare (um sich die besten Plätze zu sichern?) und entschieden sich spontan für die letzte Sitzreihe, da sie ja schlank seien. Ich sagte ihnen, das sei OK, aber ich müsse das ganz schnell verifizieren durch ein Kurzprüfung der Problemzonen. Sie aber bestritten deren Vorhandensein und entwischten in besagte Gefilde (in sächsischen Landen als „Käsenäppel“ bezeichnet). Bald darauf trudelte dann der Rest der Gesellschaft ein und die Post ging ab… Nun ja, es war eher eine Kurzzustellung, aber immerhin frohen und fröhlichen Gemütes. Man fragte mich daraufhin, ob ich wohl dächte, daß ich an diesem Tag noch eine fröhlichere Fuhre bekäme – Jetzt weiß ich´s  sogar: Fröhlichere wohl nicht, aber ebensolch fröhliche… Mit einem Unterschied: Ich hatte beispielgebend bei 2 Herren vom Flughafen ins Hotel oder einer 90jährigen von zu Hause zum Arzt so keine rechten Ambitionen zur Problemzonenprüfung!

Bei der nächsten Fahrt darf ich aber, Mädels! Oder?

PS: Bitte klärt mich mal auf: War das Klassentreffen oder Sportverein oder was? (Kommentarfunktion)

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Edel-Knasti

Ich weiß gar nicht, ob der Hammerweg noch als ALITA gefahren wird, jedenfalls hatte ich heute dort eine Abholtour. Die Fuhre bestand aus gleich drei Entlassungen, wovon 2 nur 10 Tage abzusitzen hatten, der dritte aber 3 Jahre. Das Pikante war: Der „Altknasti“ mußte die Jungspunde zum Taxifahren einladen, sonst wäre für diese bei diesem Wetter wahrscheinlich schon vor dem Tor Finale gewesen. Einer der jungen Kerlchen war ein Wohnungsloser aus einer Kleinstadt in einer mittleren 2stelligen KM-Entfernung. Man schickte ihn großzügigerweise mit 5,-€ in der Tasche „nach Hause“. Aber ihr wißt ja, wie das bei diesen Typen ist: Zuerst gehen sie in die Nachtbar und anschließend in den Puff und schon ist das ganze schöne Geld futsch! Für ihn wäre es wahrscheinlich besser gewesen, er hätte nichts außer „Asyl“ gesagt,

…dann hätte er wenigstens für ein paar Monate ein Auskommen gehabt.

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Unser sonniges Bruderland

MottenkisteNachdem beim letzten Artikel „TaxiBerlin“ kommentierte, hatte ich spontan eine Eingebung: Mir schwebte ein Land vor – sonnig, am Meer gelegen, freundliche Menschen, teils karge, teils üppige Landschaft – Bulgarien! Ja aber was weiß ich von Bulgarien sonst noch? Nun ja, nicht viel… doch halt: Da war was, was zum Trinken… Das prickelte. Hhmmm… Zara? Zarta? Zaroa? Zaria? —ZAREA!!! Das war´s, Zarea-Sekt aus Bulgarien. Den gab es in den 80ern in jedem „gut sortierten Getränkehandel“. 😉
Deshalb gibt es heute wieder einmal einen Artikel aus der Mottenkiste:
Ich hatte nämlich auch mal so eine Flasche auf Vorrat. Man weiß ja als alleinlebender junger Mann nie, in welche Situation man kommen kann. Irgendwann später, nachdem meine jetzige Frau bereits zu mir gezogen war, mag es das 11. oder auch 12. Lebensjahr des Zarea gewesen sein, begann die im Schrank liegende Flasche deutlich zu tropfen, wobei der Sekt im Vorbeigehen am Verschluß Oxid aus dem Draht löste, welches das Regalfach schwarz färbte. Ich beschloß also, dem Elend zu einem passenden Termin ein Ende zu machen. Als ich reichlich blauäugig zur Öffnung schritt, warnte mich meine jahrelang in der Gastronomie arbeitende Frau vor hohem Druck bei überlagerten Sektflaschen. Ich stellte diese also in die Küchenspüle und begann die Drähte aufzudrillen… – Ich hatte gerade die letzte Windung geöffnet, als es einen Bums gab, der Korken mit lautem Klatschen die Decke erreichte, dann senkrecht darunter versuchte, die Spüle zu durchschlagen und schließlich als Querschläger irgendwo in der Küche endete. Das alles geschah im Rahmen einer halben Sekunde!
Tja, was soll ich abschließend dazu noch sagen?

Eines auf alle Fälle: Er hat noch geschmeckt! – Prost Rumen!

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Mbote!

Vor einigen Tagen bekam ich einen Auftrag, der mir den exotischsten Namen meiner bisherigen Taxikarriere bescherte: Kwipamba! Er wollte zum Flughafen und hatte sehr viel Gepäck dabei. Aber nun hört mal zu, all ihr Gutmenschen, Asylbefürworter und Multi-Kulti-Süchtigen! Wie wohl begrüßte ich den betreffenden bei seinem Erscheinen?
Ich sagte „Mbote!“ Tja, was soll ich nun sagen? Die Menschen in Afrika – denn daher stammte er – haben nun mal generell etwas größere Augen als unsereins, aber bei diesem Wort wurden die seinen noch einmal so groß wie bisher, denn das hieß einfach: “ Guten Tag“. Das hatte er bisher in Deutschland noch nie gehört! Ich gebe an dieser Stelle einfach mal die Raterunde frei, die uns sagen soll, woher er nun stammt und wieso ich die Begrüßung wissen konnte. Auf konkrete Nachfragen gebe ich auch Hilfen. Wer eine halbwegs verträgliche Erklärung weiß, bekommt von mir 20,- € Cash!

Also nichts wie ran an den Speck, ihr multikulturellen Allroundkönner! Mal ganz nebenbei: Was dieser Mann zum Thema Asylproblem zu sagen hat, das wollt ihr nicht wissen, ihr guten Menschen!

 

PS:      Der wirkliche Name ist natürlich nicht „Kwipamba“, aber ich habe lange gesucht, damit der Name für den wirklichen in seinem Volk stehen kann.

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Information ist alles

Als ich heute einen Auftrag erhielt, dessen Abholung in einer sogenannten ´Sackgasse´ lag, mußte ich mal wieder 1 oder 2 Minuten warten. Die Straße war nämlich mit einem Fahrzeug zugestellt, in dessen Innerem ich gerade noch die Ecke eines Paketes erkennen konnte. Ich habe dann vor mich hin überlegt, ob das nun privat oder postdienstlich passiert. Nach besagter Zeit kam dann eine junge Frau zurück, die ich vorher schon laufen sehen hatte, stieg in den Wagen und fuhr ab. Als sie an mir vorbeikam, entdeckte ich in ihrem Seitenfenster ein Schild. Auf diesem stand im unteren Bereich der Name irgendeiner Firma und darüber: „Zustellfahrzeug“!

Na bitte, wenn man sich ordentlich erklärt, darf man einen Weg auch mal zustellen!

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Großräumige Sprüche

Nun also habe ich nach 2 Tagen Werkstatt meinen geliebten VITO wieder. In der Zwischenzeit mußte ich mich mit einem Touran bescheiden:
Das Großraumtaxi kommt wieder und mit ihm die schlauen Sprüche, die vollkommene Unkenntnis der Branche beweisen.
Ein paar Beispiele gefällig? Hier kommen sie:

Ich bekomme einen ganz normalen Auftrag: Eine ältere Dame will zum Arzt. Beim Anblick des großen Taxis geht es sofort los: „Da haben die aber ein großes Auto geschickt. Das ist doch viel zu groß für mich. Die wissen doch, daß ich alleine bin. Da komme ich ja auch gar nicht rein, das ist ja viel zu hoch. Die anderen Fahrer hatten wenigstens noch einen… wie heißt das gleich noch mal?“ Ich: „Hitsche?“ Sie: „Was?“ Ich: „Hiiit-sche! Das ist ´ne Fußbank“ Sie: „Ja genau, so´n Tritt hatten die!“ Tja, einen Tritt könnte sie von mir auch kriegen und zwar dafür, daß nur „die anderen“ einen „Tritt“ dabeihatten. Natürlich habe auch ich eine Hitsche dabei. Sie muß mir nur die Zeit geben, das auch kundzutun und nicht ihr Mundwerk wie ein Sperrfeuer benutzen.
Im Endeffekt springt sie dann gleich neben der Fußbank in´s Auto. „Ja, mit dem Tritt geht es ganz einfach.“ – Na sieh mal einer an, sie müßte ihn nur noch benutzen.
Die sind übrigens die Damen und Herren der Vermittlung, die sofort nach der Entgegennahme der Bestellung das Fenster öffnen und hinausbrüllen: „Ruuuudiii! Nimm dir ma´ den kleen´Mercedes und fahr die Frau X zum Arzt. Du weeßt ja, die is alleene.“ …- Ja, so lief die Vermittlung vor 80 Jahren. Aber versuchen sie mal, der Frau was von GPS-gestützter Computervermittlung zu erzählen.

Anderes Beispiel:
Am Flughafen kommen endlich die langersehnten Fluggäste aus dem Terminal heraus und wenden sich am zuerst stehenden Großraumtaxi vorbei zielsicher dem zweiten, kleineren Taxi zu. Auf die Nachfrage, warum sie nicht den ersten nehmen, erhält man meist die Antwort: „Ich dachte, der wartet auf eine größere Gruppe, wegen der Wirtschaftlichkeit.“ Klasse! -Ich warte also auf eine größere Gruppe. Und wie lange, bitte schön, soll ich so warten? Einen Tag, vielleicht 2 oder kommt doch schon nach 3 Stunden eine solche?

Prima Idee, Wirtschaftlichkeit durch Stilllegung der Produktionsmittel zu erreichen.

 

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