Umparken im Kopf

Seit geraumer Zeit läuft bei OPEL eine Werbekampagne mit obigem Titel. Sie soll die Leute dazu animieren, Opel als eine Automarke zu erkennen, die man auch als qualitätsbewußter Autofahrer kaufen kann. Da ich selbst einen ASTRA H fahre, den ich NIE wollte, kann ich das nur bekräftigen. Kleinere Macken hat so gut wie jedes Fahrzeug, aber was ich mit diesem Astra gegenüber anderen Fahrzeugen erlebt habe, gehört nicht zum Schlechtesten.
Heute nun haben wir unseren Sonntagsausflug mit besagtem Astra auch dazu benutzt, um unserer frisch “beführerscheinten” Tochter immer mal wieder ein bißchen Fahrpraxis zu geben. Was wir dabei erlebten, spottet jeder Beschreibung:

Wir machten den Fahrerwechsel an der Tankstelle Radeburger Straße, wobei das Ziel Löbtau war. Um uns dreien etwas Streß zu ersparen, hatte ich extra ein “Anfänger”- Schild in´s Heckfenster geklebt. So weiß der Hintermann sofort: “Hier muß ich mal genauer gucken!” Nun kann ja solcherart Vorsorge funktionieren oder auch nicht, …aber was ich nicht erwartet hätte, ist die Tatsache, daß uns das praktisch für vogelfrei erklärte!
Die Einfädelung aus der Tankstelle in den fließenden Verkehr ging ja noch zügig, auch die Kreuzung mit der Maxim-Gorki-Straße war problemlos und ließ weiterhin hoffen. Am Neustädter Bahnhof war dann allerdings Finale. Direkt an der Ampel unter der Brücke stand ein PKW, der einen Mitfahrer aussteigen ließ. Vor uns fahrende Fahrzeuge umkurvten ihn und bogen rechts ab. Wir wollten es gleichtun, wurden aber durch zeichengebungsloses Losfahren mit Rechtsabbiegen überrascht! Na gut ich seh´es ja ein: Man muß nicht jedem schon vorher seine geheimsten Fahrziele verraten. Es wäre zwar gut gewesen, eine Hilfestellung in Form von Blinkzeichen zu erhalten, aber vielleicht war der Fahrer ein Autist. Da ist man tolerant.
Wir kamen dann auch relativ zügig bis auf die Budapester Straße. An der Ampel vor der Hahnebergstraße ging es dann weiter, denn beim Heranfahren an diese standen auf der linken Spur bereits 3 Fahrzeuge, während wir sozusagen freie Bahn hatten. Als wir nun fast auf gleicher Höhe mit dem letzten in der linken Spur waren, pfiff zwischen uns noch ein Audi durch und stellte sich vor uns! Wie der da noch durchgekommen ist, verstehe ich auch jetzt noch nicht. Der Junge muß einen Schuh-Anzieher benutzt haben!
Nächste Station: Kreuzung mit Nürnberger Straße/Nossener Brücke. Dort gibt es ein grünes Pfeil-Lichtzeichen für Rechtsabbieger, vor welchem wir als Erste standen. In solchen Situationen sind “gestandene Fahrer” besonders hilfreich für Fahranfänger. Wenn diese nämlich eine halbe Sekunde nach Grünpfeil anfahren und vom Dauerhupen des Hintermannes assistiert werden, denken sie sich spontan: “So möchte ich niemals werden!” Diese Art von Erziehung ist sehr wirksam und man muß den Hupern innigst danken. Irgendwann haben wir dann mal keine von diesen Dödeln mehr auf der Straße.
Letzter Teil dieser Mißton-Arie war dann die Gröbelstraße. Wir wollten dort parken und stellten uns deshalb links blinkend auf die Mitte der Straße, weil links eine Parklücke frei war. Und wie konnte es anders sein: Gerade als meine Tochter wenden wollte, rauscht einer links an uns vorbei! Da stellt sich die Frage: Bis zu welchem IQ machen Autofahrer solche Aktionen?! 48, 57? Na gut, sagen wir 65, dann ist aber auch schon Ende der Fahnenstange!

Kommen wir zur Auswertung: Ich bin so was von angefressen…
Beschluß: Von nun an gibt es kein Anfängerschild mehr – bei meiner Tochter, bei mir aber schon! Grrrhh… ES IST KRIEG!!!
Leute: Wenn ihr nicht einmal Fahranfänger leben laßt, habt ihr dann selbst noch eine Lebensberechtigung? Ich glaube nicht! Ich nehme an, daß ich in Zukunft wohl manchmal das Entfernen des Anfängerschildes vergessen werde. :-P
Oh, ich glaube, ich werde dann viel Spaß mit euch haben!

Ihr sollt kotzen, bis euch der Hals schmerzt!

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Dachsarg

Als ich mich heute am Krankenhaus Friedrichstadt in der Taxischlange anstellte, befand ich mich nur wenig hinter der Einmündung der Vorwerkstraße. Aus dieser Position beobachtete ich nach einer Weile, wie eine ältere Dame mit einem dunklen PKW und aufgeschnallter Dachbox vor einer Einfahrt hielt, ausstieg, die 2. Torhälfte öffnete und dann hineinfuhr. Das ganze war mir zwar sehr suspekt, aber ich bin trotzdem nicht nachschauen gegangen.
Diese Boxen nennt man ja auch manchmal ganz salopp “Dachsarg” und besagte Einfahrt führte auf – den ´Inneren Matthäusfriedhof´!
Sollte man wirklich schon soweit sein, daß man aus dem Leistungspaket der Bestattungsinstitute einzelne Leistungen herauslösen und selber erledigen kann?!

Das ist ganz schön clever!

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Schnee – hee – flöckchen, Weißröckchen…

Ach wie herrlich ist doch Schnee! Nun ja, nicht in jedem Fall, er muß schon auf den Frankfurter Flughafen fallen, einige organisatorische Verwirrung anstiften und ursächlich dafür sein, daß Passagiere von Dresden nach Frankfurt mit Fernanschluß den Umweg über Berlin nehmen müssen. Nun muß man ja aber irgendwie nach Berlin kommen… und da ist es doch ein Riesenglück, daß es uns gibt! Wie das allerdings so ist, hat Gott vor den Erfolg die Arbeit gesetzt und so hatten wir von Dresden bis Tegel durchgängig den gleichen Dauerregen. Die Zeit war eng bemessen und deshalb war schon das Wetter nicht gerade optimal. Als ob das nicht schon reicht, habe ich mich trotz Navi im Berliner Berufsverkehr auf den letzten Metern verfranst. Ich weiß nun noch nicht einmal, ob es meine Fahrgäste trotzdem noch geschafft haben. In Anbetracht dessen, daß aus Dresden bestimmt mehr als 20 Personen zusteigen sollten, gehe ich schon davon aus, daß die Maschine etwas gewartet hat. Ich bin da guter Hoffnung.
Und zum Dank singen wir alle das bekannte Lied:

“Frau Holle, Frau Holle, die schüttelt ihre Betten aus…” ;-)

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Oberlehrer mit Eierschale

Jeder kennt sie – diese Typen – die im täglichen Straßenverkehr unbedingt ihre Meinung zu Recht und Unrecht an den Mann bringen wollen. Es reicht ihnen nicht, daß sie ihr Recht wahrnehmen bzw. durchsetzen, sie wollen es dem betreffenden Gegner auch noch so richtig eintränken und unmißverständlich klarmachen, daß er ein Nichts ist. Die Art und Weise dieser “Maßnahmen” ist jeweils unterschiedlich, von prollig über inelligenzlerhaft bis zu diffizil. Letzteres gab es hier:
Dieser Tage fuhr ich im Dienst auf der Loschwitzer Straße stadteinwärts hinter einem anscheinend sehr jungen Mann im Kleinwagen. Aufgrund des etwas holprigen Belags an der Seite fuhren wir beide auf den Straßenbahnplatten.
Nun begab es sich, daß aus dem Vogesenweg ein PKW auf die Loschwitzer einbiegen wollte, zu diesem Behufe allerdings die Nase etwa 30cm vor die verlängerte Linie des Bordsteins steckte. Da diese Ecke nicht so schwer einzusehen ist, nehme ich mal an, er hat uns beide auf der “Mittelspur” schon sehr genau ausgemacht. Überrascht hat mich jetzt aber mein Vordermann: Etwa 30m vor dem Vogesenweg verließ er seine Linie und steuerte in direkter Linie die Vorderfront besagten PKW´s an, …um dann kurz vor knapp in einem sehr theatralischen Bogen diesen zu umkurven! Die Frage ist nun: Was hat er genommen! Oder stimmt vielleicht meine heimliche Beobachtung? Von hinten schon sah der Fahrzeugführer extrem jung aus. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch dadurch, daß es aussah, als hätte er noch seine Eierschale auf dem Kopf. Erst als er den PKW umkurvte und dabei den Kopf nach rechts drehte, um den Fahrer zu fixieren(Ganz gewiß sehr, sehr böse, Marke “Gangsta”), sah ich, daß diese Schale vorne einen Schirm hatte. Basecap, ach Gottchen! Dazu war der Schirm auch noch vorn, wie uncool! Ich glaube, Til Schweiger hatte ihn hinten. :-)

Und da behauptet unsere Kanzlerin noch, wir hätten keine Nachwuchsfachkräfte?!

PS: Ungefähr in die gleiche Kategorie gehört der Kommentator “SEO” mit seinem allwissenden Beitrag. Ihr findet ihn in diesem Beitrag. Er kann wahrlich nicht behaupten, er wäre ohne gutgemeinten Rat gelassen worden. ;-)

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Offene Worte

Es kommt nicht oft vor, daß Deutsche ehrliche Worte über Asylanten verlieren, weil sie Angst haben, sofort in die ultrarechte Ecke gestellt zu werden. Das ist übrigens in der DDR ganz ähnlich gewesen: “Was, du bist gegen unbezahlte Sonderschichten im Rahmen der Friedensbewegung?! Dann bist du auch gegen den Frieden!” Auf diese Weise bekommt der betreffende damals wie heute ein Etikett draufgeklatscht, das ihm zwar überhaupt nicht gerecht wird, mit dem sich aber wunderbar von außen arbeiten läßt. Damit muß nun 25 Jahre nach der Einheit endlich Schluß sein! Einen guten Schritt vorwärts machte dabei die ´Sächsische Zeitung´ am gestrigen Tage. Der folgende Artikel stammt aus dieser Quelle:

Tunesier

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 18.2.15

Der Artikel ist schon in sich sehr interessant. Einen besonders wichtigen Satz aber habe ich angestrichen. Da steht tatsächlich: “Wenn gibt´s Arbeit, dann nicht klauen.”
Das muß man erstmal sacken lassen. Und dann sagt der extreme Rechte: “Ist doch klar, die Niggerbagage ist doch sowieso bloß auf´s Klauen aus! Muß man sich da wundern?!”
Nein, muß man nicht, aber aus einem anderen Grund. Betrachten wir doch mal die Vorgeschichte: Den Großfamilien in Tunesien geht es schlecht. Die jungen Männer könnte man schon noch mit durchfüttern, wenn man wollte, aber man hat da andere Pläne. Man schickt diese mit Hilfe der letzten familiären Finanzreserven nach Europa, wo sie für viel Geld arbeiten könnten und den Löwenanteil des Geldes der Familie schicken. Schlitzohrige Schleuser bestärken sie natürlich in diesem Vorhaben. Nun sind aber Luftschlösser keine sehr stabilen Gebäude und brechen bereits bei der Ankunft in Deutschland zusammen. Die Jungs sitzen nun im Asylantenheim, dürfen nicht arbeiten und haben dadurch viel Zeit. Es wird also nichts mit dem jugendlichen Helden, der im gelobten Land wie ein Verrückter “malocht” und Euros über Euros an seine Familie schickt und sie glücklich macht. Er kann von dem, was er hier bekommt zwar leben, nicht aber zusätzlich noch die Familie in Tunesien. Also bleibt zur Geldbeschaffung zum Zwecke der persönlichen Reputation nur noch die illegale Variante. Diese beschreibt der markierte Satz. Er zeigt, daß die Hemmschwelle zum Verbrechen in diesem Fall nicht wirklich groß ist. Wobei… weiß man denn, ob diese Handlungsweise unter den Tunesiern nicht vielleicht ganz legitim ist?

Müssen wir das wirklich über uns ergehen lassen???

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Kollegenschwein

Vor einigen Tagen hatte ich eine kurze Unterhaltung mit dem Kollegen Kunath von der Geno, in der es um die Frage ging, ob man an den Ständern – speziell den Krankenhäusern – die Anmeldeprozedur reglementieren sollte oder eben nicht. Ich meinte: “Ja”, er eher “Nein”, weil Kindergarten. Eigentlich hat er recht, aber Fakt ist, daß es doch Fahrer in diesem Alter gibt!
So dockte ich heute am frühen Abend zur Zeit der Dialysen an der Uniklinik an, indem ich in die “kurze” Fiedlerstraße hineinfuhr, wendete, mich dann an´s Ende der Schlange stellte und einbuchte. Kurz danach rückte es und mir entgegen rollte ein weiterer Kollege, um sich hinten anzustellen. Mir fiel nur unterschwellig auf, daß er fast lauernd zu mir herübersah. Erst als ich Zweiter war, im Funk aber als Dritter angezeigt wurde, stellte ich fest, daß er sich zu zeitig angemeldet hatte – und das auch ganz bewußt so behalten wollte, wie sich bald herausstellen sollte! Als ich nämlich eilends zu ihm ging, um ihn zum Wechsel zu bewegen, meinte er, das hätte jetzt sowieso keinen Sinn mehr und es ginge ja gleich weiter. Auch auf meinen Einwurf: “Na klar, aber mit dir und ohne mich!” entlockte ich ihm nur ein: “Nein!”. Kurz darauf wurden wir beide jeweils für eine Dialysefahrt vermittelt. Nun wissen aber die Dialysepatienten meist sehr genau, welche Leidensgenossen im selben Zeitraum an´s Taxi vermittelt werden und auch, wohin sie fahren. Meine Fahrgäste sagten mir, in ihrem Umfeld gänge eine Fahrt nach Dippoldiswalde und eine nach Arnsdorf(Jeweils zwischen 30 & 40 €). Wie schön, daß meine Fahrt unter 10 € betrug. ;-)
Tja, lieber Kollege, mancher Supertrick bringt Punkte, weil Geld. Mancher geht aber auch nach hinten los, denn man sieht sich immer zweimal im Leben. Es kann auch sein, daß die Strafe auf dem Fuße folgt,

… denn dein Chef weiß es schon. :-)

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Wahl frei!

Entschuldigt bitte den eigenlobenden Einwurf: “Wahl frei” – ein herrlicher Bonmot! In seinem Sinn meint die Überschrift: “Auf zur Wahl”, im Hinterkopf hat man allerdings das Wort “wahlfrei”. Diese Kombination impliziert die Erkenntnis: “Geh ruhig wählen, am Ende bist du sowieso der Gearschte!”

Und genau dagegen wendet sich dieser Artikel. Ich möchte hiermit allen Lesern eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, um diejenige Partei zu wählen, die ihre Ziele im Programm hat, aber vielleicht nicht die poulärste ist statt derjenigen, die populärer ist, aber etwas ganz anderes vorhat. Um die Tauglichkeit einer Partei zu testen, brauche ich selbst nur eine einzige Ja/Nein-Frage. Jede Partei sollte folgende Frage beantworten:
“Deutschland geht es gut, wenn es
A: der Wirtschaft gut geht
B: den Menschen gut geht”
Dies alles ohne Eierei, ohne WENN und ABER! Ich garantiere euch, daß mehr als 70% aller Parteien die Frage mit “A” beantworten. Gerade aus diesem Grunde sind Bürgerproteste kein Wunder. Man könnte nämlich die Frage auch anders stellen: “Wer oder was ist Deutschland,
A: die Wirtschaft
B: die Menschen?
An dieser Stelle wird es nämlich deutlich, wo das eigentliche Ziel liegt: Im Gutgehen der Menschen!
Also provokativ gefragt: Ist es nicht absolut unwichtig, wie gut es der Wirtschaft geht, solange es den Menschen gut geht?!
Diese meine vorgestellte A/B-Frage müßte in jedem Parteiprogramm an erster Stelle stehen!!!

Der Ausweg ist nicht weit: Es ist der vor einigen Jahren “erfundene” Wahlomat! Seit es ihn gibt, habe ich ihn immer benutzt –   …aber ihn trotzdem nicht umgesetzt! Erst vor kurzem habe ich seine Wichtigkeit begriffen: Ich habe seit 1990 regelmäßig PDS(Linke) gewählt und glaubte mich immer gut beraten. Mit dem Wahlomat allerdings wurden mir entsprechend meiner aus meinen Antworten extrahierten Meinung stets andere Parteien angezeigt(Was man in meinen früheren Beiträgen lesen kann, indem man einfach ´Wahlomat´ in´s Suchfenster eingibt), aber immer blieb ich aus Gewohnheit bei der Linken. Nachdem mich Frau Katja Kipping(Suchfunktion meines Blogs) als PEGIDA-Sympathisant allerdings vehement beleidigt hat, ist Schluß mit lustig! Bei mir gibt es jetzt AFD – PUNKT! …ach nee, Punkt war ja so: “.” :-)

Hier nun meine Hinweise zur Nutzung des Wahlomaten:
Da der Wahlomat bei jeder Wahl neu gestaltet wird ist es wichtig, die richtige Adresse für ihn zu finden, aber dafür gibt es ja GOOGLE.
Wenn man denn nun den richtigen Wahlomaten gefunden hat, muß man 38 Fragen nach seiner ganz eigenen Meinung beantworten. Anschließend soll man sich 8 Parteien aussuchen, deren Programme man mit der eigenen Meinung vergleichen soll. Nachdem man dies erledigt hat, bekommt man angezeigt, mit welcher der ausgewählten Parteien man die größte Übereinstimmung hat. Hier sollte – darf man aber NICHT aufhören! Man nimmt nämlich jetzt die “schlechteste” Partei weg, schreibt sich deren Werte auf und ersetzt sie durch eine noch nicht gewählte. Dies macht man so lange, bis man ALLE Parteien durchprobiert hat, natürlich auch und gerade diejenigen, die die ganz “schlechten” sind! Wie will man sonst feststellen, wo man selbst im Parteiendschungel steht?! Im Endeffekt müßte man natürlich auch den Mut vor sich selbst haben, nach den Ergebnissen des Wahlomats zu wählen. Dann wird sich wohl mancher umgucken!
Wer natürlich mit dem Internet nicht zurechtkommt, braucht Hilfe! Es sollte also jeder Interessierte seine älteren bzw. sonstig unerfahrenen Familienmitglieder oder Freunde an die Hand nehmen und diese Prozedur mit ihnen durchziehen, dabei aber bitte, bitte nicht beeinflussen!

Ich finde, diese Methode ist eine wirkliche Wahl!

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Geschlossene Antwort

Als Antwort auf meinen offenen Brief an den sächsischen Ministrerpräsidenten habe ich nun eine geschlossene Antwort bekommen. Mich rief eine Dame aus der Staatskanzlei an und erklärte mir, daß meine Fragestellung zu vielschichtig und umfassend wäre und sich das mit einem adäquaten Aufwand nicht beantworten ließe. Das lasse ich gelten, denn auf das Programm von PEGIDA hat man ja auch nicht ausreichend geantwortet, sondern sie statt dessen mit Dreck beworfen.
Die Dame riet mir, an einem demnächst stattfindenden Forum teilzunehmen, zu welchem ich mich “sofort und ohne Probleme anmelden könne”. …bißchen schwierig allerdings, wenn man quasi selbst ein Forum leitet!
Ansonsten war das Gespräch mit ihr sehr aufschlussreich. Ich wurde darüber aufgeklärt, daß es in Ministerien und Landtag keine aktiven Lobbyisten gibt, mehr noch: Ich mußte ihr erklären, was das ist! Weiterhin erfuhr ich, daß diese Angelegenheit Sache der Abgeordneten ist, jene wiederum Sache der Ministerien, andere nur die Parteien usw. und so fort… :-(
Ich nahm also das Wissen mit, daß in Sachsen niemand zu keinem Zeitpunkt für nichts verantwortlich ist. Ich fühle mich jetzt richtig behütet.Interessant war in diesem Gespräch der Stimmungs- und vor allem der Stimmenwechsel bei der Frau: Solange es um Kompetenzen der Abgeordneten, Parteien, nicht vorhandener Lobbyisten oder sonstiger externer Personen ging, war ihre Stimme freundlich und regelrecht erwärmend. – Aber wenn ich die Staatsregierung oder die CDU beim Wickel hatte, nahm ihre Stimme an Schärfe zu bis zu einem Maß, das mir bekannt vorkam! Ich habe lange überlegt: schnelle Wortfolge= schnelle Schußfolge; schneidend wie eine Säge…??
Dann hatte ich schlagartig die Erleuchtung: Das hier paßt am besten zum Sound! Eine Erklärung findet man dort bei den Spitznamen. ;-)
Sei es wie es sei, wir werden jedenfalls keine Antwort aus der Staatskanzlei bekommen. Das ist aber nicht so schlimm, denn viel wichtiger als unsere Schlauheit ist es, die Staatstragenden langsam schlau zu machen, wo wirklich die Mitte der Bevölkerung ist. Im Zweifelsfall müssen wir halt wen Schlaueres wählen.
Eine sehr große Hilfe kann dabei der “Wahlomat” sein, wenn man ihn richtig anwendet. Mehr dazu gibt es wahrscheinlich schon morgen.
Deshalb schon mal im Vorfeld der Ruf

“Gut Wahl!”

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Neues Denken braucht die Welt!

Ganz ahnungslos den Fernseher einschaltend habe ich heute ein ganz neues Denken entdeckt, und das ausgerechnet in der Werbung! Es ist dies eine Werbung für die Bank of Scotland, in welcher ein junger Mann feststellt, daß ein junger Mann mit kaputtem Auto ziemlich alt aussieht. Er sollte deshalb dieses Relikt über Bord werfen und sich mit Hilfe besagter Bank ein neues leisten. Bis dahin wäre von der Botschaft her alles wie immer, aber… Und jetzt kommt das Neue: Mit besagten Worten wirft der junge Mann stellvertretend für das große ein Modellauto hinter sich und bekommt ein neues zu sich gerollt. Das alte Auto war hellblau, das neue aber – hellelfenbein! Ist das nicht eine geniale Innovation?! Solcherart Mobilität zu fördern kann gar nicht hoch genug gelobt werden!

Hoch das Taxi! Hoch die Bank of Scotland!

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Kampfsau

Meine letzte Fahrt am heutigen Tage war die Abholung eines behinderten Menschen aus der Physiotherapie. Jeder Taxifahrer kennt das: Man macht es dem Fahrgast möglichst leicht, packt ihn in Watte, daß es ihm an nichts fehlt und er so schnell wie möglich wieder in seinen schützenden 4 Wänden ist. Nichts davon aber in diesem Fall! Nichts war zu spüren von hilfloser Bedürftigkeit.
Dieser Mann ist eine Kampfsau!! Kaum glaubte ich, ihm ein teilnahmsvoller Helfer zu sein, beballerte er mich mit Extrawünschen, die ich normalerweise nicht bieten kann, weil mir dafür einfach die Zeit fehlt. Sinnigerweise bekam ich auch zwischendurch noch einen Anruf unserer Werkstatt, daß ich zur Bremsenerneuerung reinkommen kann/soll. Aber kann man denn eine schon vorher “ergaunerte” Zusage zurückziehen? Wenn man noch etwas Selbstachtung hat, natürlich nicht! Also half ich ihm noch bei einem vollkommen externem Problem und hörte mir zusätzlich noch das Deklamieren von Ausschnitten aus seinen Büchern an. Wenn man da mitkommen will, dann muß man sehr genau hinhören. Dies nicht nur deshalb, weil bei seinem Unfall auch das Sprachzentrum getroffen wurde, sondern weil er auch für den Ungeübten recht kompliziert schreibt. Sei es, wie es sei, der Tag ist vorbei und eins verspreche ich dir, Sven:

Beim nächsten Mal geht´s mit offenem Visier! ;-)

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