Notausgang

Ich glaube, gestern habe ich die ultimative Lösung für mein Umsatzproblem gefunden. Da aufgrund der noch laufenden Osterferien nicht damit zu rechnen war, daß sich in dieser Woche noch irgendwas am Umsatz ändert und ich im familiären Bereich sowieso einen Arsch voll Arbeit habe, habe ich ganz schnell 2Tage Urlaub eingereicht!

Ich kriege dadurch zwar keinen Pfennig mehr als sonstl, aber jede Menge weniger Frust!

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Ostergeschenke live

Heute mache ich mir mal den Spaß, direkt aus dem Wagen zu bloggen. Ich bin heute vormittag am Flughafen gelandet, aber weil es hier…

Huch! Schreck laß nach! Da kkommt doch tatsächlich ein Auftrag außer der Reihe!… So, bin wieder da. Es ging nur schnell von Weixdorf zum Flieger.

…nichts zu tun gab, habe ich mir eine Vorbestellung „gehackt“. Schnell Langebrück -> Flieger gefahren und dann ab nach Weixdorf wegen Dialysefahrt. Nach der beschriebenen Überraschungsfahrt bin ich natürlich wieder zurück und habe diese doch noch bekommen. Jetzt muß ich erst mal abzwitschern.
Dialyse ging zur CDF. Inzwischen bin ich am Hbf. Ich bin gespannt, ob mir das Glück hier auch so hold ist.

Eckig bin ich schon mal. – Na gut, auch das hat nicht lange gedauert. Klingt gut – das alles – stimmts? Leider ergab das alles in allem nur 5 Fahrten, so daß der Umsatz immer noch grottig ist. Aber was zeichnet das Osterfest aus?!

Richtig, die Hoffnung!

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Plappertasche

Bisher habe ich den Begriff „Plappertasche“ immer als sprachliche Erfindung betrachtet, aber heute mußte ich mich eines besseren belehren lassen. Was paßt nämlich exakt zu diesem Begriff?: Ganz klar, eine Tasche, die plappert! Ich erlebte sie heute morgen, als ich ein Ehepaar mittleren Alters zum Flughafen bringen sollte. Unter ihren Gepäckstücken befand sich auch eine Tasche, die ich sorgfältig in den Kofferraum einrangierte.
Als Abschluß schob ich sie noch ganz nach hinten, was ihr wohl mißfallen hat, denn sie fing an, ohne Unterlaß zu plappern. Des Rätsels Lösung ahnt der geneigte Leser sicherlich: Ich hatte beim Schieben der Tasche den an der Stirnseite verstauten Radiowecker in Gang gesetzt.

Tja, heute hat halt jeder etwas zu sagen.

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Einmaligkeiten

Manchmal ist das Herumzappen im TV-Dschungel eine lohnende Angelegenheit, denn irgendein Spaß oder Schwachsinn findet sich immer. So geriet ich heute in die Sendung „Maintower“ beim HR. Hier wurde unter anderem über ein gesamtstädtisches Skater-Event in Frankfurt/M. berichtet. Alles war natürlich Spitze und Friede und Freude und Eierkuchen und „Bestimmt einmalig in Deutschland!“ Also ich weiß ja nicht, welchen Eindruck man in Frankfurt von der Größe Deutschlands hat, aber Dresden scheint in diesem Weltbild definitiv nicht vorzukommen. Sonst wüßte man wohl etwas mehr als nichts über das Dresdner Nachtskaten seit 2004.
Aber ich will nicht weiter meckern, denn ich habe ja Verständnis für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Ich finde, man sollte ihnen den Glauben lassen, Deutschland ende in der Entfernung von 100km von Frankfurt.

Und deshalb: Nicht beirren lassen! Immer weiter skaten! 😉

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Mißverständnisse

Heute hatte ich endlich mal wieder das seltene Glück einer Fahrt ins grüne Umland, diesmal das von Gröditz. Teilweise sind die Straßen dort recht schmal, so daß sich  zwei LKW nur unter größter Vorsicht begegnen können. Das Überholen dagegen funktioniert überhaupt nicht. Selbst ein kleineres Fahrzeug muß sich beim Überholversuch eines großen mit dessen Fahrer verständigen.
Ich hatte nun das Pech, daß in einer kleineren Ortschaft gerade kurz vor meiner Nase ein Linienbus die Haltestelle verließ und dann einige Zeit vor mir herfuhr. Ich habe mich natürlich immer schön in seinem Spiegel gezeigt und hoffte, daß er den Wink versteht. Irgendwann flehte ich dann innerlich: „Mein Gott, kann der mir nicht mal ein Zeichen zum Überholen geben?!“ Und siehe! Es geschehen noch Wunder: Er blinkte auf freiem Felde nach rechts. Ich nahm die Einladung sofort an und zog flink an ihm vorbei. Als ich auf Fahrerhöhe war, grüßte er freundlich dreimal kurz mit der Hupe und ich im Anschluß mit der Warnblinke zurück. So liebe ich das! Wenn man Hand in Hand arbeitet, ist es nur noch halb so kompliziert. Ich schaute noch mal dankbar in den Rückspiegel und sah, … – wie er nach rechts abbog! Da war doch tatsächlich eine Abzweigung und wenn er nicht auf den Acker gefahren sein sollte, mußte diese so schmal gewesen sein, daß ich sie weder vorher noch nachher gesehen habe.
Bis jetzt sah die Kommunikation der Instrumente ja folgendermaßen aus:

Er: „Ich bleibe jetzt rechts, du kannst vorbei.“
Ich: Glänze durch sofortiges Handeln.
Er: „Spitze, da dauert´s nicht so lange.“
Ich: „Ich danke dir auch.“

Jetzt aber klingt das ganz anders:

Er: „Ich biege jetzt gleich ab. Bleib hinten, du hast sowieso gleich freie Bahn!“
Ich: „Das könnte dir so passen, dich aus dem Rennen zu stehlen!“
Er: „Ich habe doch gesagt, Bleib hinten, du Arschloch!“
Ich: „Du kannst mich mal an selbigem lecken, ich komme sowieso vorbei!“

So sehen halt Mißverständnisse aus.

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Abgepritscht!

Im Moment herrscht ja relative Ruhe an der Taxifront. Die 8×8 ist kaum noch zu bemerken in Dresden, MyTaxi kann man vergessen und auch UBER kriegt hier kein Bein auf die Erde. Warum wohl?! Das muß doch irgendwelche Gründe haben, wenn „neue Ideen“ der Taxivermittlung nicht zünden. Auch wenn noch mehr „Erfinder“ kommen, die insbesondere die Taxi-Bestellungen revolutionieren wollen, werden sie genauso durch´s Eis brechen wie alle anderen vorher. Warum das so ist, sollte selbst dem Dümmsten klar werden: Es gibt kein besseres System in Großstädten als das Vorhandensein einer einzigen Zentrale für eine ganze Stadt. Mit besserem System meine ich auch nicht: „Besseres System für Taxifirmen“, sondern für den Kunden. Dieser hat bei uns alle etwa 530 Wagen der Stadt unter einer Nummer zur Verfügung. Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Fast alle Großstädte haben drei oder mehr Vermittlungen. Schon diese Tatsache allein umgeht die deutschlandweite Beförderungspflicht für Taxis. Das funktioniert ganz einfach: Ist dem Disponenten eine Fahrt zu unlukrativ, sagt er einfach, man habe im Moment keinen Wagen verfügbar. Wenn sie aber einträglich erscheint, sagt man sofort zu! Dabei ist es egal, ob gerade ein Wagen frei ist oder nicht. Es dauert dann halt etwas länger. Wenn der Kunde dann insistiert, wird er mit blumigen Worten vertröstet, daß der Wagen im Stau steckte, aber dieser jetzt aufgelöst ist und es gleich losgehen kann. Solche Faxen können ihnen in Dresden nicht passieren. Wenn Anruf, dann auch Taxi, fast immer innerhalb von 5 Minuten.
Auch die sogenannten „Chauffeurdienste“ sind mir äußerst suspekt. Es wird immer kolportiert, Fahrer im Anzug wären die besseren Fahrer. Das ist natürlich Unsinn! Hier kann ich wunderbarerweise wieder einmal meinen diesbezüglichen Standpunktspruch ablassen: „Ein Schwein im Frack bleibt ein Schwein!“.
Da in deutschen Großstädten die Taxis mehrheitlich in den Händen nichtdeutsch geborener Menschen liegt, vermute ich viel eher, daß die Liebhaber der Chauffeurdienste sichergehen wollen, daß sie einen deutschen Fahrer bekommen. Aber auch hier können sie „auf die Nase fallen“, denn zum Beispiel gibt es gerade bei der 8×8 einen „richtig“ schwarzen Fahrer, also einen, dessen Haut nicht nur dunkel, sondern schwarz wie die Nacht ist. Und wenn sich dann ein Kunde über ihn „schwarz“ ärgert, dann ist er schon wieder gearscht! 😀
Ich kenne diesen Fahrer nämlich persönlich und weiß, daß er mit sich selbst und seinem Wagen penibler umgeht als ich oder die meisten seiner eigenen Kollegen. Tja Leute: „Angeschissen rechts raus!“, kann ich da nur sagen. Wer ein Taxi will, sollte halt das Original wählen.
Ohne nun als rassistisch zu gelten frage ich doch auch mal, was dagegen spricht, daß im Taxibetrieb mehrheitlich regionale Fahrer tätig sind. Diese sind schließlich in der Regel die ersten, auf die ein Reisender trifft. Sollte er da nicht einen typischen Vertreter der angesteuerten Region vor sich haben?!

Was mich aber besonders ärgert, kommt zum Schluß: Da die meisten Ankömmlinge am Flughafen Vielreisende sind, kennen sie die Gepflogenheiten, Sitten, Unsitten oder auch Betrügereien aller vor allem deutschen Regionen. Ständig müssen wir uns hier Fragen und Anwürfe anhören, warum dies so und das andere anders ist, ob ein Großraumtaxi nicht per se teurer ist und vielleicht sowieso nur auf Gruppen wartet, „weil es ja sonst nicht rentabel ist“.

Leute! Vertraut uns und unserem Können und laßt euch körperlich in die Polster und mental in unsere Hände fallen. Wir machen das schon.

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Ein Traum!

Am heutigen frühen Nachmittag fuhr ich ein bekanntes Hotel an, weil dort eine Vorbestellung wartete, die nach Flieger aussah. Natürlich habe ich die Dreiviertelstunde bis dahin voll abgesessen. Mit dem Auftrag im Display war aber von Flieger keine Rede: Es wurde Hauptbahnhof.
Ich ging also rein, meldete mich an und ging wieder ins Auto. Kurz vor der Bestellzeit wartete ich dann draußen und was passierte?: Die noch sehr junge Rezeptionistin kommt heraus und teilt mir mit: „Ihre Fahrgäste checken jetzt aus und sind in 2 Minuten bei ihnen.“… Ist das nicht ein Traum?! Es wäre überhaupt nicht nötig gewesen, aber das Personal des Hotels zeigt sich solidarisch mit dem Taxifahrer. Das sah in diesem Beitrag noch ganz anders aus.

Das hier geht einem doch runter wie ein Sahnetörtchen!

PS: Ganz privat würde ich den Namen des Hotels hinausschreien, damit sich alle KollegInnen aus anderen Hotels ein Beispiel nehmen können. Leider ist es aber so, daß ich ihn verschweigen muß, damit der Chef nicht an ihr maßnimmt, weil sich das nicht schickt.

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Nachwuchshelden

Wenn es irgendwo Zoff zwischen Radfahrern und Autofahrern gibt, dann sind die Radfahrer meist zwischen 20 und 40 Jahren alt. Das ist quasi das Alter der Helden. Da fragt man sich doch: Sterben die Kämpfer für das Fahrrad irgendwann aus, indem sie eine Altersgrenze überschreiten oder gibt es Hoffnung in Form von Nachwuchs?
Heute nun wurde mir diese Frage zugunsten letzterer Option beantwortet:

Ich fuhr auf der Winterbergstraße in Richtung Stadtmitte und wollte dann nach rechts in die Rennplatzstraße.Als ich mich der Abzweigung näherte, wurde etwa 200m vor mir grün. Auf dem Radweg starteten 2 Radler den Fahrzeugen hinterher, die aus der Oskar-Röder-Str. kommend ebenfalls in die Rennplatzstr. abbiegen wollten. Als nun der vordere, etwa 14 bis 15 Jahre alte Radler noch etwa 20m vor der Abzweigung bemerkte, daß der letzte der PKW abgebogen sein würde, ohne auf Radfahrer warten zu müssen, ging er aus dem Sattel und trat in die Pedale wie einst Weiland Täve Schur! Zu spät, 5 Meter vor ihm bog der PKW ab. Um Spitzfindigkeiten vorzubeugen: Der PKW begann nicht 5m vor dem Radfahrer abzubiegen, sondern der Abbiegevorgang war 5m vor diesem restlos beendet.
Nun ja, der junge Mann trainierte nun aber auf Held, weshalb er dem PKW die wild schüttelnde Faust hinterherschickte. Das war allerdings recht unvorsichtig, denn bei seinem wilden Ritt mit nur einer Hand am Lenker wäre er beinahe auf die Schnauze gefallen.
Ich konstatiere also: Die Kenntnis der Verkehrsregeln ist eher mangelhaft zu nennen, außerdem zeigte er deutliche Reaktions- und Konditionsschwächen, aber…

Die B-Note war recht ansehnlich. Weiter so, immer feste üben!

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Detektivarbeit

Heute wurde meine Interesse intensiv geweckt durch einen Mann, der einen Arm seines langärmeligen Hemdes fast bis zur Schulter hochkrempelte und dann die heraushängenden Bündchen wieder mühsam verschloß. So ge-, oder besser gesagt entstylt begab er sich dann in… -die Leubener Commerzbankfiliale! Das wollte ich genau wissen, denn das sah aus, als wäre im selben Haus eine Arztpraxis und er wolle sich eine Spritze geben lassen. Ich wußte von keinem Arzt, deshalb parkte ich ab und schlich mich hinterher. Ich hatte recht, denn es gab hier keinen Arzt. Doch dann war ich platt! Ich hatte schon wieder recht, denn

Er bekam eine Finanzspritze!

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Enttarnt

Mann, bin ich gut! Heute zum Feierabend habe ich mal bei Dresden-Fernsehen reingeschaut und gleich mal die Hintergründe dieser Busfriedhof-Kunstaktion entdeckt! Da wurde nämlich mitgeteilt, daß die Dresdner Verkehrsbetriebe eine ganze Reihe neuer, modernerer Busse bekommen. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß eine Reihe älterer, unmodernerer Busse weg muß. Aber ihr wißt ja, wie das so ist mit Entsorgungen: Die kosten immer Geld! Deshalb hat die DVB-Spitze überlegt: „Wie macht man aus Scheiße Bonbon?“ und startete einen Wettbewerb dazu. Der Gewinner war Manaf Halbouni mit seiner Version von Aleppos Barrikaden. Er hat sie ja nicht einmal erfunden, sondern nur abgekupfert. Damit reiht er sich tatsächlich nahtlos in unsere hiesigen Eliten ein. Er hat nichts erschaffen, sondern nur eine Scheiß-Idee gehabt. …Scheiß-Idee …scheißen …Scheiße? Genau!! Jetzt habe ich sie, die ultimative Denkmalsidee gegen den Krieg:

Ein riesiger Scheißhaufen auf dem Neumarkt!

Die Begründung fällt nicht schwer: Wenn Städte bombardiert werden und marodierende Horden aller Coleur in die Häuser eindringen und Menschen bestialisch mißhandeln, dann sitzen diese meist im Keller, hoffend, daß der Kelch an ihnen vorbeigehen möge. Wie unwahrscheinlich ist in diesen Momenten eine ungewollte Entleerung? Man frage mal Betroffene oder Ärzte. Deshalb rufe ich euch zu:

Gegen diesen Scheißhaufen ist alles andere Scheiße!

PS: Wer mir jetzt Verunglimpfung von Kriegsopfern unterstellt oder sonst irgendeine Bösartigkeit in diese Richtung, der hat NICHTS verstanden, aber auch gar nichts!

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