Gemüse

Im Taxigeschäft bezeichnet man eine Fahrt, die kaum der Mühe wert ist, als Gurke. Wenn man im Gemüsejargon bleibt, wäre vielleicht eine lohnende Fahrt eine… Melone? Ich glaube, das paßt! Dann muß ich also sagen: “13 Gurken enthalten auch den Saft von 6-7 Melonen! :-)
Ich hatte also heute ein ganz paar Melonen und war nicht unzufrieden. Bei einem guten Ergebnis ist es um so erfrischender, wenn noch Spaß dazukommt. Der Spaß wird dann geradezu prophetisch, wenn sich Diskussionen im Taxi zeit- und themengleich decken mit Kommentaren in meinem Blog! ;-)  : http://www.taxiblog-dresden.de/?p=2540&cpage=1#comment-1533.
Ich unterhielt mich heute mit 2 jungen Damen über meine Vorliebe, mit einem elektrisch angetriebenen Schlauchboot durch den Spreewald zu schippern, was jedoch den dortigen Vorschriften zuwiderlaufe. Begründet würde dies zumeist mit dem Wellenschlag, den Motorboote erzeugen. Ich beschwerte mich im Gespräch derart über diese Verbote, daß ich sagte, man wolle einfach nicht, daß ich mit meinem Boot, welches ja immerhin 5-8 km/h fahren kann, Wellenhöhen von 30-35 cm erzeuge, die das Ufer beeinträchtigen können. Eine der Damen stimmte mir zu, indem sie sagte, daß man in solchen Gebieten die Ufer schon schützen müsse. Das war zwar eine klare analytische Fehleinschätzung, aber… Sorry, ich kann im persönlichen Gespräch keine Smilies an meine Worte anfügen! Daß man mit einem Boot dieser Art bei dieser Geschwindigkeit nur Wellen bis vielleicht 20 mm erzeugen kann, war ihr genauso klar wie 35 cm!

Oh heilige Einfalt!

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Antworten

In meinem Beitrag vom 10.10.14 sprach ich die Dresdner Unfallforscher an, ob denn nicht endlich mal die gewonnenen Erkenntnisse in die konkrete Unfallverhütung einfließen. Gestern erhielt ich Antwort. In Teilen lautete sie, wie ich vermutet hatte, in anderen aber, wie ich es nicht gehofft hatte. Also: Die Ergebnisse der Forschungen darf jeder nutzen, der sie anfordert. Sehr wahrscheinlich wird das nicht kostenlos sein. Das Objekt arbeitet zwar nur kostendeckend, aber: hohe Kosten –> hohe Erlöse. Es kommt dabei schon was rein. Wie ist das nun mit der Unfallverhütung in Dresden(wo ja diese Studien betrieben werden!)? Hier könnte man ja schließlich direkt am “Punkt des Schmerzes” ansetzen. Ich zitiere aus der Antwort von Herrn Dipl. Ing. Uli Uhlenhof, dem Bereichsleiter Unfalldatenerhebung der besagten Studie:

Die Stadt Dresden fühlt sich durch unsere Datensammlung schlichtweg überfordert. Bisherige Versuche unsererseits, gemeinsame Vorhaben anzugehen, sind allesamt erfolglos geblieben. Die Behörde bedient sich der durch sie selbst erstellten Statistiken und hat wenig Interesse an unfallverursachenden bzw. beeinflussenden Faktoren. Somit haben wir keinen Einblick in lokale Entscheidungen.

Aha, scheinbar ist in Dresden alles in Butter: “Wir schaffen uns lieber ein paar neue Blitzer an, statt Geld für Forschungsergebnisse auszugeben, die wir sowieso besser können!”

Einen greisen Amtsschimmel holt man eben nicht mal ´eben so´ aus dem Stall.

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Hast du Glück, dann hast du Glück!

Nach einem terminmäßig begründeten recht späten Beginn lief der Tag für mich heute so “LaLa”, quasi keine Highlights, aber auch keine “Gurken”. Kurz vor 15°° Uhr dann stellte ich mich am Hbf an, um den Schub um 15°° Uhr mitzunehmen. Dann aber kam die Anforderung: “GRT Raum Budapester” und ich war weg: Weg mit 5 jungen russischen Erwachsenen zum Flughafen. Nun habe ich zwar 7 Jahre Russisch gelernt und hatte immer die Note “2”, aber: lang, lang ist´s her! Trotzdem schlugen die Wellen der Diskussion unterwegs(englisch) hoch. Das Thema waren Putin als Person und die Vorgänge in und um die Ukraine. Und wenn da einer glaubt, Deutschland sei das Land der Nationalisten, den hätte ich gern dabeihaben wollen!
Vom FH abfahrend kam die nächste Anforderung: GRT Liststraße. Bekommen und los: eine Reisebusheimbringung zu einem dreistelligen Festpreis! Na wenn das nichts ist. Wenn man solches Glück hat, kann man natürlich sein Heu in kürzester Zeit einfahren.

Aber auch nach dieser meiner letzten Fahrt verließ mich das Glück nicht! …ja gut, ich gebe zu, daß diese Sache etwas albern ist. Immerhin ist sie aber wahr und deshalb wird sie erwähnt:
Jeden Tag nach Dienst erledige ich in der Küche am Eßtisch meine Tagesabrechnung. Bevor ich dann meine Quittungen, Rechnungen und sonstige Daten zum Computer schleppe, mache ich mir noch den Spaß, mein Dienstportemonaie mit kühnem Schwung in die Ecke mit meinen Taxiutensilien zu befördern. Fast immer landet es punktgenau! Heute nun holte ich aus wie immer, warf und… die Mappe landete zielsicher 30 cm neben dem angestrebten Ziel auf der Ecke eines Postpaketes, wurde wieder hochgeschleudert und landete: Sanft angelehnt an meine Utensilien genau im Zielbereich! Tja, auch so geht´s. Woran man eben erkennt:

Hast du Glück, dann hast du Glück!

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Sport ist nicht immer Mord

Ich bin zwar nun selbst nicht mehr so der Obersportler, aber trotzdem bin ich dem Sport noch sehr verbunden. Die engste Verbindung habe ich dabei mit 2 bestimmten Sportarten. Die erste davon ist die Formel 1, denn sie liegt mir außerordentlich am Herzen. Aber auch Fußball ist mir sehr, sehr nahe. Er geht mir nämlich direkt ganz knapp am Arsch vorbei. Heute war nun beides angesagt: Formel 1 in Sotschi und deutsche Nationalmannschaft gegen Polen. Weil ich tagsüber unterwegs war, hatte ich mir die F1-Quali aufgenommen und auch angesehen, während ich mir das Anschauen des Fußballspiels dann doch geschenkt habe. Ich wollte einfach noch nicht so zeitig einschlafen.
Bei der Quali der Formel 1 war allerdings ein tüchtiger Aufreger dabei. In Q2 nämlich berichtete der Kommentator, daß Louis Hamilton nur deshalb eine recht schlechte Zeit gefahren sei, weil er wahrscheinlich unterwegs Verkehr hatte…
Louis, hallo! Geht´s noch?!

Hätte das nicht auch bis nach der Arbeit warten können?!!

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Immer wieder freitags…

…kommt die Bestätigung – dibidibidib – dib,
die wir kriegen jedes Wochenend,
wenn der Fahrer hinter´m Lenkrad pennt
und das Auto dann abbrennt.

Entschuldigt bitte, aber ich mußte heute mal ein Lied dichten. Unterlegen muß man es natürlich mit der Musik von “Immer wieder sonntags” von Cindy& Bert. Was ist gemeint? Na klar, der allfreitägliche Wahnsinn, bei welchem ein riesiger Prozentsatz der Fahrzeugführer vergißt, was sie mal gelernt haben oder einfach die gegenwärtige Stimmung die Oberhand gewinnen läßt. Diese Stimmung ist nun aber mal an diesem Tag extrem schlecht. Der Grund ist ganz einfach. Jeder denkt: “Ich will doch in´s Wochenende und habe es eilig! Warum laßt ihr mich denn nicht fahren?! Ihr habt es doch bestimmt nicht eilig, oder?”
Woher diese freud´sche Fehlleistung kommt, weiß keiner. Genau deshalb kehrt sie immer wieder, genauso wie die Jahres- oder Tageszeiten wiederkehren… oder eben der Freitag.
An der TU Dresden gibt es eine Abteilung Verkehrsunfallforschung. Die befassen sich mit der Erfassung und Auswertung aller möglicher Daten über Verkehrsunfälle, aber ich zweifle an der Erfassung vorausgehender psychologischer Daten. Solange dies nicht geschieht, kann man die wirklichen Ursachen von Unfällen niemals ermitteln. Wahrscheinlich geht es darum aber gar nicht, sondern um Zuarbeit für die Autoindustrie, damit diese ihre Fahrzeuge sicherer machen kann. Daß man damit Geld verdienen kann, sei nur nebenbei erwähnt. Psychologische Betrachtungen würden vielleicht die Unfallzahlen mindern, bringen aber keine Rendite.
Deshalb wird es noch lange heißen:

“Fröhöliche Autos überall,
crashen auf der Straße,
dumpfer Knall”

Mein Gott, bin ich musikalisch!

 

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Glaubenskrise

Ja tatsächlich: in einer solchen befand ich mich heute zum Feierabend! Den ganzen Tag habe ich dafür gearbeitet, die Tücken und Wirrnisse des Dresdner Straßenverkehrs zu meistern und zugleich einen vernünftigen Umsatz zu erzielen. Ausgerechnet zum Feierabend wurde ich kalt erwischt: Ich glaube nun nicht mehr an die Kraft des Geistes in puncto Logik auf unseren Straßen.
Ich möchte hier erzählerisch skizzieren, wie ich zu dieser Einschätzung komme:

Ich fuhr auf der Reisstraße unter der Bahnunterführung hindurch, um dann nach links in die ´Str. d. 17. Juni´ abzubiegen. Mir gegenüber standen 3 Fahrzeuge, die den Plan gerade-gerade-rechts hatten(reihenfolgemäßig). Dumm war nur, daß der Verkehr auf besagter (Haupt-)Straße nicht abriß. Das heißt für den Profi: “Hier muß improvisiert werden!” 5 Minuten Zeit für eine Kreuzung hat nämlich niemand. Deshalb habe ich in einer Situation, in der von mir aus rechts niemand und von links ein Rechtsabbieger kam, sofort die Kreuzung befahren und mich so aufgestellt, daß außer meinen Gegenübern niemand fahren konnte. Der erste davon war sehr flink, denn noch bevor ich meinen Aufstellungspunkt erreicht hatte, war er verschwunden: Spitze! Der Zweite war auch nicht faul und fuhr sofort auf die Kreuzung in der Form, den herannahenden Abbieger auch abbiegen zu lassen. Aber dieser…, ich meine diese war mit der Situation total überfordert: “Was macht nur dieses häßliche Taxi dort mitten auf der Straße und warum versucht der böse Mann von links, mich zu rammen?!” Mit den vereinten Kräften vieler, vieler winkender Arme konnte sie dann doch bewegt werden, die Kreuzung zu passieren. Nun aber kam das letzte Problem. Es war ein Problem, was mir gegenüber nach rechts abbiegen wollte und es hatte lange Haare. Ich weiß wirklich nicht, was in diesem Problem vorging und wo es seine Augen hatte, jedenfalls habe ich es doch tatsächlich dank Lichthupe, sonstiger Hupe und gnadenvollem Winken meiner linken Hand dazu bewegen können, das zu tun, was es tun wollte: rechts abzubiegen. Inzwischen waren natürlich auch schon wieder mehrere Fahrzeuge auf der Hauptstraße vor Ort. Deshalb muß ich an dieser Stelle einmal in folgender Weise meckern: Mit Stümpern werden wir die Anforderungen des Straßenverkehrs in dieser Zeit und den kommenden Zeiten nicht bewältigen!
Bis hierhin trifft meine Kritik eigentlich nur Privatfahrer, da Berufsfahrer mehrheitlich so denken und handeln wie ich. Das sollte sich aber innerhalb von Minuten ändern! Ich fuhr nämlich nach dem ersteren Vorfall nur etwa 100 Meter bis zur nächsten Tankstelle. Diese war in diesem Moment voll besetzt und ich stellte mich deshalb in der für mich günstigsten Spur an. Nach kurzer Zeit wurde die vordere Säule meiner Spur frei. Da aber rechts noch ein Fahrzeug stand, kam ich nicht vorbei. Das war nicht so schlimm, denn ich konnte sehen, daß die junge Frau vor mir gerade beim Bezahlen war. Gerade in dem Augenblick, als rechts frei wird, kommt von draußen ein Krankenwagen des ASB, umkurvt mich und den Wagen der jungen Frau, rangiert sich ein und zwingt dadurch diese und mich zum Zurücksetzen. Schlicht genial gemacht, Herr Kollege! Dabei war der Herr bestimmt jenseits der 40! Daß ich für seinen 5-Sekunden-Gewinn im Endeffekt nochmals 3 Minuten warten mußte, weil er viel später bezahlte und die Spur blockierte, war nur noch der Zuckerguß auf der Schwachsinnstorte.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte kein Hirn! Dann müßte ich mich nicht ärgern und würde es selbst so machen!

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Es zerreißt mir das Herz!

Gerade in dem Augenblick, als ich Feierabend machen will, kommt über Textnachricht die Anfrage: “Suche Fz in Niedersedlitz”. Da ja ein “Absacker” immer gern genommen wird, habe ich gleich auf Sprechanforderung geschaltet. Bevor diese allerdings angenommen wurde, erschien im Display: “Ecke Raum Bhf Niedersedlitz”. Dies bedeutet für den Eingeweihten: In der Gegend um den Bhf Niedersedlitz steht irgendwo ein Kunde an der Straße, der mitgenommen werden möchte. Mein sofortiges Drücken ersparte dann auch die “Erbettelung” des Auftrags.
Und nun wird´s dramatisch: Es handelte sich um den Vater eines etwa 5-jährigen Sohnes, der den ganzen Tag mit Hilfe seines Wagens verschiedene Dinge erledigte und in dem Augenblick, als er seinen Sohn aus der Kita abholen sollte, auf die Mitarbeit ebendieses Wagens verzichten mußte. Er tat im Moment das Richtige, indem er den ADAC rief, um das Fahrzeug wieder flott zu machen. Schlecht war nur, daß der ADAC manchmal viel zu tun hat, sodaß der junge Mann mit der Abholung seines Sprößlings in Terminnot geriet. Um zu retten, was zu retten ist, bestellte er ein Taxi, um mit diesem zur Kita zu fahren. Das dumme war nur, daß gerade jetzt kein freies Taxi verfügbar war und die Zeit dadurch immer kürzer wurde. Aber endlich war ich ja nun da! Er sagte mir die Adresse des Kindergartens an und ich preschte los. Irgendwann wurde er dann unruhig und meinte, das könne nicht richtig sein. Allerdings war die Beschreibung, wie er selbst sonst immer fährt, etwas hanebüchen. Da seine Adresse ein Straßenname war, der einen Vornamen darstellte, könnte es auch leicht sein, daß die richtige Straße mit diesem Vornamen beginnt und auch einen Nachnamen hat. Das konnte er aber nicht sagen. Am Ende war es tatsächlich so.
Wer keine kleinen Kinder hat, der wird nicht wissen, daß eine Kita eine normale Öffnungszeit hat(hier bis 17:00 Uhr), sowie eine definierte Notfallzeit(hier bis 18:00 Uhr) für Fälle, wenn die Kinder nicht termingerecht abgeholt werden können. Bei Erreichen des Endes der Notfallzeit werden die Kinder ´von Amts wegen´ in´s Notfall-Kinderheim gebracht.
Als ich nun nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich die richtige Adresse hatte, konnten wir den Filius dann endlich 3 Minuten vor 18 Uhr in Empfang nehmen. Dieser erwies sich dann als ein sehr spitzbübischer und aufgeweckter Junge, der wahrscheinlich die Misere gar nicht so richtig mitbekommen hat.Auf der nachfolgenden Heimfahrt wurde der junge Mann von seiner Frau/Partnerin angerufen. Da der Mann das Handy auf Lautsprecher gestellt hatte, bekam ich die fragwürdige Ehre mitzubekommen, daß die Kindesmutter den besagten Vorfall kausal als letzten ´Stolperstein´ zur Trennung erklärte.
Ich war entsetzt! Natürlich weiß ich nicht, was diese Partnerschaft bis dahin schon ausgehalten hat, aber dieser Vorfall hat die Kausalität wahrlich nicht verdient. Der Mann liebt Frau und Kind wahrscheinlich abgöttisch, war aber mit der Situation total überfordert! Man sollte an dieser Stelle auch erwähnen, daß er nicht aus Deutschland stammt. Unsere Amtsgewohnheiten sind schließlich schwer zu durchschauen.
Darum möchte ich hier meinen Appell an die Kindesmutter richten:

Was bisher vorgefallen ist, weiß ich nicht und es geht mich auch nichts an. Ich bitte dich nur, deinen Partner nicht für verantwortungslos zu halten, denn er hat sich reingehängt wie ein Tier! Er war initiativ, aber überfordert. Folge dem Rat eines fast 60jährigen: Übernimm die Regie und führe ihn zu Höchstleistungen! ;-)

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Ich hab´s doch schon immer gewußt!

Die Nicht-Taxitage wie der heutige Sonntag geben mir doch immer wieder Gelegenheit, mich mit Themen der Weltpolitik zu beschäftigen, wie z.B die Nachrichten der letzten Tage über die bürgerkriegsähnlichen Zustände in vielen Teilen der Welt.
Diese nun veranlaßten mich zu der obenstehenden Überschrift. Worum also geht es dabei?
Mitte der 80er Jahre arbeitete ich als Meß- & Regeltechniker im Heizkraftwerk Mitte in Dresden. Mit meinen Kollegen kam ich sehr gut aus, nur nicht mit dem “Kollektiv”. Das sind zwar dieselben Personen, aber eine völlig andere Gruppe. Diese Definition erschließt sich allerdings nur einem “Ossi”. ;-)
Im “Kollektiv” war ich so eine Art Störenfried. Es ist nämlich überaus störend, wenn eine Brigade um den Titel “Sozialistische Brigade” ´kämpft´ und am Erreichen dieses Zieles nur durch solch ein subversives Element wie mich gehindert wird. Der Grund war schlicht und einfach die Tatsache, daß ich mich strikt weigerte, “Solimarken zu kleben”. Auch diesen Terminus kennt nur ein Ossi! Er bedeutet, daß man angesichts der Not in irgendeinem Teil der Welt zusätzlich zu seinem Gewerkschaftsbeitrag eine oder mehrere “Solimarken” kauft, damit mit dem erlösten Geld diese Völker unterstützt werden können. Nun war es aber so, daß viele Menschen eine kleine Diskrepanz feststellten, nämlich zwischen der hiesigen landläufigen Meinung und der Meinung der Menschen im betroffenen Land. Wenn wir meinten: “Die Leute in dem Land hungern, also muß man ihnen Geld für Nahrungsmittel geben”, dann war derenMeinung: “Wir hungern nur, weil unsere Feinde(meist ein anderer Stamm oder Glaube) uns das Essen wegnehmen”. Deshalb kaufen sie sich kein Essen, sondern Waffen. Ich hatte aber nun mal keinen Bock darauf, Geld für Waffen zu geben. So wird man als Fast-Pazifist zum Feindbild.
Die USA z.B. sind da ganz anders. Sobald irgendwo auf der Welt ein Konflikt auftaucht, bei dem “Amerikanische Interessen” berührt werden könnten, wird sofort eingegriffen. Falls dann die amerikanischen Interessen erlöschen oder sich sonstwelche Komplikationen ergeben, überläßt man das Feld dann den “Verbündeten”. Man sollte vielleicht besser sagen: Den vertraglich Geknebelten. Die sollen dann ihr eigenes Geld einsetzen, um die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. Egal, wie es kommt: Auf jeden Fall werden in die Krisengebiete Waffen ohne Ende geliefert, damit man wenigstens noch einen kleinen Nutzen davon hat.
Deshalb rufe ich alle Bürger auf:

Klebt Solimarken!

PS: Inzwischen bin ich ja wirtschaftlich gebildet(worden). :-P

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Verdoppelung

Der morgige Feiertag erzeugte schon heute merkwürdige Zustände. Normalerweise bewegt sich der Feierabendverkehr an Wochentagen zwischen 15 und 18 Uhr, dagegen freitags zwischen 12:30 und 16 Uhr. Heute allerdings begann er schon 12:30 und ebbte erst gegen 18:30 Uhr ab. Da stellt sich natürlich die Frage: Wo kommen all die Fahrzeuge her?! Schließlich fand ja ein doppelter Berufsverkehr statt! Auf diese Frage habe ich nur eine einzige klare Antwort: “Ich weiß es nicht!” Ich kann mich nicht erinnern, jemals solche geballten “Rush-Hours” erlebt zu haben. Man kann nur Vermutungen anstellen. Es könnte z.B. sein, daß sich viele Bewohner der gebrauchten Bundesländer extra zum Feiertag der Einheit Deutschlands zu uns aufgemacht haben, um sich mit uns erneut zu vereinigen… Also ich meine rein völkisch oder politisch oder was weiß ich! Oder ist es vielleicht wie früher, daß zum Tag der Republik begehrte Waren in die Läden gekarrt wurden, die man extra für diesen Zweck irgendwo in riesigen Lagern gehortet hatte?
Sei es, wie es sei, allen Wochenendautoheimfahrern rufe ich voller Inbrunst zu:

“Laßt bitte euer Auto zu Hause und fahrt irgendwie anders, vor allem, wenn ihr dem starken Verkehr mental nicht gewachsen seid.”

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Logik der Weltpolitik

Am vergangenen Sonnabend fand ich wieder einmal in meiner Lieblingszeitung ein besonderes Schmäckerchen:

Schaller

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 27.9.2014

Besser kann man Kindern die aktuelle Weltpolitik nicht erklären! Nur einer hat das alles schon vorausgesehen: Stanislaw Lem. In seiner Sammlung “Sterntagebücher” behandelt eine Episode den kalten Krieg, wie er wirklich war! ;-)
Hier ein Auszug aus WIKIPEDIA speziell zu dieser Episode:
Sechsundzwanzigste und letzte Reise: Tichy hört von den Mucken auf dem Planeten Meopsera, die eine außerordentliche Ähnlichkeit mit den Menschen haben sollen, und macht sich auf die Reise dorthin, ohne den genauen Kurs zu kennen. Als er versehentlich auf einer unbekannten Welt landet, findet er die Mucken doch seltsamer als gedacht. Sie behaupten, Merikaner zu sein, verehren eine Gottheit namens Ejbom und fürchten sich vor einem Feind namens Rascha. Natürlich stellt sich heraus, dass Tichy in den USA gelandet ist, mitten in der Atombombenhysterie, und er beendet seine Aufzeichnungen im Untersuchungsgefängnis. – Diese Persiflage auf den Kalten Krieg war lediglich in der ersten polnischen Ausgabe (1957) und der 1961 in der DDR erschienenen Übersetzung dieser Ausgabe enthalten. Lem ließ in den Vorworten späterer Ausgaben erklären, die 26. Reise habe sich als apokryph herausgestellt.

Die beschriebene DDR-Ausgabe von 1961 habe ich vor geraumer Zeit gelesen und mich gerade auch über diesen Teil scheckig gelacht. Ich wäre glücklich, wenn jemand dieses Buch noch besäße und es mir leihweise überlassen könnte. Die besagte Episode würde ich dann an dieser Stelle einfügen.
Auf jeden Fall kann man zum heutigen Thema “Waffen- und Kriegskunde” nur fragen:

“Noch Fragen, liebe Kinder?”

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