Göttliche Medizin

Heute habe ich es endlich geschafft. Nach meinem kleinen gesundheitlichen Fauxpas habe ich die letzte Untersuchung zur Ermittlung der Ursachen hinter mir… oder doch nicht? Na ja gut, ich muß mir in einer anderen Fraktion der Uniklinik noch ein Gerät zur Langzeitüberwachung verpassen lassen, was vielleicht gerade 30 Minuten Arbeit erfordert. Allerdings ist heute Freitag und dank der Pfingstfeiertage geht es erst am Dienstag oder gar Mittwoch weiter. Aber das ist ja keine Hürde. Ich lass mich dort anmelden und kann dann schon mal nach Hause für die Tage bis dahin… Dachte ich! Nein – wurde mir eröffnet – wenn ich das Krankenhaus verlasse, ist diese letzte Etappe hinfällig und ich muß sie privat nachholen: in vielleicht 8 – 10 Monaten!! Eigentlich hätte ich eine Reha zu absolvieren und mein Taxi wartet schließlich auch auf mich, stattdessen siele ich mich 5 Tage für den alten Fritzen im Krankenhaus rum. Ich kann zur Linderung meines Unverständnisses nur „Krankenhausurlaub“ bekommen: von 8 bis 20 Uhr! Fragt man: „Warum?“, heißt es : Das ist so“, „Weiß nicht“ oder andere detaillierte Erklärungen. Wenn etwas so ist, wie es ist und keiner weiß warum, dann kann nur Gott seine Hände im Spiel haben.Aber er hat doch merkwürdige Regeln für das Gesundheitssystem unserer Republik. A propos ´Republik´ :

Bananen gibt es bei uns auch.

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Volle Kraft zurück!

Nachdem mich vor einiger Zeit der Optimismus voll gepackt hatte, hat dies in der Zwischenzeit ein anderer Zustand voll übernommen. Dieser Zustand hat es geschafft, daß ich noch einen Tag vor der nun endlich startenden REHA in der Notaufnahme landete… Tja, abends um neun war ich wieder draußen! Es war quasi so etwas wie ein Probeschuß, Rohrkrepierer oder auch „Schuß vor den Bug“, wie das manche interpretieren.
Es kam, was kommen mußte: Der Reha-Arzt meinte: „REHA ist Leistungssport, und das nach dieser Einlage?! Nee mein lieber, auskurieren und in 2 Wochen wieder hier.“  Nun bin ich ja einsichtig und folgsam und habe mich zähneknirschend in mein Schicksal gefügt. Allerdings muß das dem Teufel noch nicht gereicht haben, denn 9 Tage später veranstaltete er denselben Zinnober noch mal mit mir. Darüber konnte man nicht so ohne Ursachenforschung hinweggehen.
Nun sitze ich also mit meinem Tablet auf Station, habe mich in das freie WLAN der Uniklinik(Spitze!) eingehakt und berichte über diesen beschissenen Zeitverlust bis zu meiner REHA. Vielleicht bekomme ich für den jetzigen Rückfall ebenfalls eine REHA. Das wäre sehr praktisch, denn dann könnte ich das an einem Ort kombinieren. Das hieße dann natürlich: Keine ambulante REHA hier in der Stadt, sondern statonär in Ahrenshoop oder ähnlicher Lokalität.

Da gibt es viel Wasser, um den Frust zu ersäufen.

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Es ist vollbracht!

Nun also hat das Messer sein Werk getan! Vermutlich war es gut geschärft, denn nur mit gutem Werkzeug macht man gute Arbeit. Tatsachen und Gefühl sagen mir: „Das wird was!“. Wenn ich bei der Reha noch Kraft und Körperbeherrschung wiederbekomme, bin ich wahrscheinlich fast wie neu oder auch im ebay-Jargon: „Vom Fachmann überholt“.

Rückblickend muß ich sagen: „Danke, liebe Fahrgäste!“, denn den Optimismus für das Gelingen der notwendigen OP habe ich erst aus deren Erzählungen heraus geschöpft. Aber ohne Eigenlob geht natürlich auch nichts, denn Art und Umfang der OP habe ich teilweise selbst bestimmt und hatte dabei das Glück, mit dem Chefarzt genau auf einer Linie zu liegen. Aber wer lobt mich denn schon mal? 🙁 Alles muß man selber machen in dieser egoistischen Welt. Jeder denkt nur an sich!

Ich bin der Einzige, der an mich denkt!

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Kulminationspunkte

Als ich vor 7 Jahren innerhalb einer Woche zwei Bandscheibenvorfälle erdulden mußte, war dies der Kulminationspunkt, der das Erscheinen dieses Blogs hervorrief. In der nächsten Woche nun werde ich mich auf den Tisch legen, um die Folgen dieses damaligen Desasters halbwegs beseitigen zu lassen. Auf keinen Fall aber soll dies den Blog beenden. Ich hoffe und glaube zuversichtlich, daß ich wieder mehr Beweglichkeit erlange. Irgendwie muß ich doch die Natur wieder vom Kopf auf die Füße stellen, denn jetzt kann ich mit meinem 90-jährigen Vater nicht mehr zusammen spazieren gehen, weil er mir sonst davonläuft!

Also dann bis demnächst beim „Ironman“.   😉

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Ratestunde

Heute hatte ich ein Ehepaar etwa in meinem Alter, die als Fahrziel angaben, sie wollten: „…die Straße runter bis wo links die Apotheke und der Fleischer kommt und dort hinten rein auf den Hof, wo der Arzt ist…!“ -?
Für einen Augenblick war ich genervt, aber ich nahm es mit Humor und sagte: „Das ist ja fast so exakt wie die Frau, die als Ziel angab, sie wolle zu der Arztpraxis vom Doktor Müller gleich neben den LIDL. Kennen sie die?“ Vom Rücksitz ertönte ein deutliches „Ja“. Ich war schockiert!
Ich hatte einfach nur gewollt, daß die Leute mal überlegen, wieviele Arztpraxen und LIDL-Märkte es in Dresden gibt und ob ich die alle kennen muß.

Mit dieser Diskrepanz ließ man mich allerdings allein…

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Späte Mütter

Ich habe im Moment ein ganz klein wenig Urlaub und damit auch ein ganz klein wenig Zeit für eins meiner Hobbies: der deutschen Sprache. Besondere Jagdobjekte für Sprachklopse sind mir natürlich Leute, die eigentlich hier perfekt sein müßten, weil sie Germanistik, Journalistik, Rhetorik oder sonstige Studien an der deutschen Sprache in irgendeiner Form genossen haben. Gerade eben irgendwann gegen 22:00 Uhr hatte ich wieder die Freude der Entlarvung:
Jeder Profi müßte wissen, daß ein Komma nicht nur das Satzbild beeinflußt, sondern auch den Sinn eines Satzes vollkommen verändern kann. Hier nur mal ein Beispiel: Ein zum Tode verurteilter Häftling bittet um Gnade. Als Antwort kommt ein Brief ohne Punkt und Komma mit folgendem Wortlaut: „Aufhängen kann man nicht laufen lassen“. Und nun erörtern wir die Möglichtkeiten der Kommas:
Aufhängen, kann man nicht laufen lassen. – Er ist tot!
Aufhängen kann man, nicht laufen lassen. – Er ist tot!
Aufhängen kann man nicht, laufen lassen. – Er lebt!
Ich möchte nicht der Gefängnisdirektor sein, der dies interpretieren soll.

Nun zu heute. In den Nachrichten wurde mitgeteilt, daß die gegenwärtig umgehende Grippe schon soweit auf dem Vormarsch ist, daß man sich überlegen sollte, ob eine Impfung noch sinnvoll ist. Fakt sei aber, daß(und jetzt kommt´s):
“ …ältere Schwangere sowie Kinder sich auch jetzt noch impfen lassen könnten…“. Nun weiß man ja, daß Schwangere in Deutschland im Durchschnitt nicht mehr blutjung zu nennen sind. Was meint man also mit „ältere Schwangere“? Sind das diejenigen Schwangeren, die am oberen Ende des Durchschnitts stehen,

oder meint man Schwangere zwischen 70 und 80??

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Messe der Meister von morgen

Das hatte ich doch ganz vergessen, was ich für ein junges Erfindertalent bin. Nicht umsonst war ich ja auch während meiner letzten Arbeitsjahre unter DDR-Ägide für das Neuererwesen in unserem Betrieb zuständig. Heute gibt es das auch noch, heißt aber „Jugend forscht“.
Doch zurück zum Heute: Jeder weiß, daß frisch gemahlene Gewürze dem Essen einen eleganteren Geschmack geben als industriell vorgemahlene. Deshalb sind wir zuhause auch zu dieser Art des Würzens gewechselt. Mir persönlich mißfiel dabei von Anfang an die Tatsache, daß man Gewürzmühlen immer von Hand bedienen muß, wenn auch etwas herauskommen soll. Alle elekrischen Exemplare, die ich bisher gesehen habe, waren nichts als Müll. Sie sind mit ihrem Batterieantrieb viel zu schwach, um richtig durchzuziehen. Die einzige Lösung wäre eine Schlagmühle, aber dann müßte man für jede Art Gewürz eine eigene haben, sonst hat man ja eine Mischung.
Nun gibt es diese Batteriemühlen auch oftmals als Zugabegeschenk bei Versandhäusern, wodurch sich mit der Zeit einiges ansammelt. Ich habe mir schlicht unsere Spaßgeräte alle einmal richtig angesehen und kam zu dem Schluß, daß die Krux an der Sache nur der Antrieb ist: Batterie ist zu schwach und Handarbeit zu nervig. Wenn man also einen richtig starken Motor hätte…

Moment mal, was steht denn dort in der Küchenecke für ein Plasteköfferchen?! – Ach ja, das ist mein neuer Akkuschrauber. Inklusive zweier 18V-Akkus kostete der gerade mal 34,95 €. Das war ein echt starker Kauf! Starker Kauf?! Da fällt mir doch „starker Motor“ ein!. Den hat er auch. Also raus aus der Kiste, das Motorteil von der Mühle abgebaut und statt dessen den Akkuschrauber an den Mühlenkörper geklemmt.  – Ein Gedicht!! Noch nie habe ich solch ein effektives, gleichmäßiges Mahlen erlebt.

Ab jetzt nur noch Gourmet!

…und nun kann man den Teller mit Appetit essen.

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Optische Täuschung

Am Wochenende erlebte ich mal in voller Konsequenz, wie unnütz und schädigend geputzte Autoscheiben sind. So habe ich doch in Ermangelung anderer mehr oder weniger sinnvoller Arbeiten und entgegen meiner sonstigen Lockerheit in dieser Sache nach langer Zeit wieder einmal meine Autoscheiben geputzt. Beim Taxi ist das ja mehr oder weniger Pflicht, aber mein Privatwagen kam da immer etwas stiefmütterlich weg.
Bei unserem Wochenendausflug also besuchte meine Frau kurz eine Kollegin, während ich draußen wartete. Die Zeit war jetzt günstig, um einen Apfel zu essen, den ich mir explizit mitgenommen hatte.
Gesagt – getan! Und nun blieb der Griebs übrig. Rechts von mir hinter dem Fußweg war etwas Gebüsch. Was lag also näher, als Natur zu Natur zu schicken… – Also Griebs in die Hand, Maß nehmen und mit Schmackes in die Landschaft schicken! – Es klatschte! – Es war schon der Rest des Apfels, der da klatschte, aber nicht im Busch, sondern an der Innenseite der Scheibe, die… noch hochgekurbelt war- 🙁

Manchmal wirkt halt der Durchblick selbigem entgegen.

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Herzkasper

Gestern brachte ich einen älteren Herrn von der Herzklinik nach Hause. Er erzählte, daß er vor drei Tagen mit dem Rettungswagen eingeliefert worden sei. „Ich hatte nämlich einen Herzinfarkt. Zwar glücklicherweise nicht gleich einen Schlaganfall, aber immerhin einen Herzinfarkt!“ Bezugnehmend auf den Unterschied zwischen Teufel und Beelzebub konnte ich mir den sarkastisch, lapidaren Kommentar: „Sie Glückspilz!“ nicht verkneifen. Ich glaube, das hat er in seiner privaten Erinnerungsbibliothek unter: „Häää? Was?“ abgelegt.
Weiterhin erzählte er, die Schmerzen in seinem linken Arm seien unerträglich geworden und er habe keine Luft mehr bekommen. Und weil er wußte, daß das Symptome eines Herzinfarktes sind, hat er sofort die Notdurft angerufen!
Der Mann hatte vollkommen recht:

Herzinfarkt ist Scheiße!

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Einsamkeit

Oft kommt es vor, daß ich meinen Fahrgästen eine der Geschichten erzähle, die auch hier zu lesen ist. Meist finden sie diese sehr lustig und mein Hinweis, daß es hier noch mehr davon gebe, wird dankbar angenommen. Wahrscheinlich kommen sie auch auf diese Seite zum Lesen, aber davon merke ich nie etwas, denn sie kommentieren niemals.
Ach…

…ich bin ja so allein!

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