Wahl in Sachsen #2 – AfD

Wenn sich Parteien in ihrer Qualität daran messen, wieviel Zugewinn sie hatten, dann ist dies die beste Partei Sachsens. ;-)
Als sie zur Wahl antrat, wurde sie mit Kübeln voll Mißtrauen überschüttet. Im Grund wurde sie in der Öffentlichkeit als getarnte rechtsextremistische Partei gebrandmarkt. Auch jetzt – nach einem Ergebnis von ca. 10% – wird sie noch verunglimpft. Dies empfinde ich als Versuch der “etablierten” Parteien, einen ungeliebten Konkurrenten loszuwerden, der sie von den Fleischtöpfen fernhalten will. Vor allem die CDU will uns weismachen, daß nur sie allein “richtige” Bürgerpolitik macht und alle anderen Parteien nur die Randgruppen vertreten. Wir werden uns das bei der Analyse der CDU noch mal ansehen.
Wie ich schon erwähnte, benutze ich seit ein paar Jahren stets den Wahlomat, selbst bei Wahlen, die mich nicht selbst betreffen. Das ist eine sehr interessante Einrichtung. Zeigt sie doch dem Wähler, welche Partei er “wirklich” wählen würde, wenn es nur auf´s Wahlprogramm ankäme und nicht auf vorhergehende “Warnungen” und Verleumdungen. Bei mir war es jedenfalls so! Ich habe vor dieser Wahl immer nur 8 Parteien miteinander verglichen, die ich mir vorab ausgesucht hatte. Selbstverständlich bin auch ich auf die Propaganda von den “No-Go”-Parteien hereingefallen und habe es dann dabei bewenden lassen. Diesmal habe ich es anders gemacht: Nach Beantwortung der 38 Fragen habe ich verglichen wie immer, dann aber die am schlechtesten abschneidende Partei durch eine andere ersetzt und zwar so lange, bis die zutreffendsten oben waren. Herausgekommen ist dabei das hier:

sachsenwahlUnd damit das Geschrei nicht gleich überhand nimmt, nur soviel: Ich habe taktisch gewählt und nicht so, wie ich sollte.
Unklar erscheint vielleicht manchem, warum SPD und CDU ganz unten sind. Da werden wohl die Fragen herauskristallisiert haben, wer für die Menschen und wer für die Wirtschaft arbeitet, gelle?! ;-)
Unnötig zu erwähnen ist übrigens, welche Partei bei meinem Bäumchen-wechsel-dich Spiel als erste rausflog.

Und morgen kommt die nächste dran. :-)

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Wahl in Sachsen #1 – FDP

Nach der heutigen Landtagswahl in Sachsen möchte ich mal den Versuch machen, die Ergebnisse der Parteien aus der Sicht der “Eingeborenen” zu kommentieren. Deshalb die “#1″. Warum aber fange ich mit der FDP an?!  – Ganz klar, ich fange von hinten an!

Bei jeder Wahl, die ansteht, besuche ich als erstes den Wahlomaten im Internet. Seit es ihn gibt, gibt es auch eine Partei, die immer ganz hinten ist: die FDP. Ich habe eigentlich nichts gegen diese Partei, sondern bemitleide sie eigentlich, seit Mitte der neunziger der damalige Generalsekretär Werner Hoyer den Begriff “Partei der Besserverdienenden” offen im Wahlkampf benutzte. Er wollte zwar damit eine frühere ironische Aussage Rudolph Scharpings konterkarieren, erreichte aber genau das Gegenteil. Seit genau dieser Zeit ging es mit der FDP konsequent bergab. Nun ist sie also auch in Sachsen im Tal angekommen. Wie konnte das nur passieren? – Holger Zastrow erklärt es uns: Bei der heutigen Wahlberichterstattung wurde er interviewt und erklärte, er könne sich das schlechte Ergebnis auch nicht so recht erklären, (Achtung, jetzt kommt´s!) wo doch seine Partei immer erfolgreich alles zur Stärkung der Wirtschaft unternommen habe!
Und nun wird´s kompliziert! Das mit der Stärkung der Wirtschaft merken wir uns mal. Nun stelle ich mal allen Lesern die Frage, die ich als einzige jedem Politiker stellen würde um zu erkennen, ob er für mich tauglich erscheint oder nicht:

“Deutschland geht es gut, wenn es A) der Wirtschaft gut geht oder B) den Menschen gutgeht. Antworten sie bitte nur mit A oder B!”

Na, haben alle ihre Wahl getroffen? ;-)
Die FDP zumindest hat. Die Quittung hat sie heute erhalten. Aber auch aus anderen Parteien würde man mehrheitlich die Antwort A bekommen. Dies halte ich für grundfalsch, denn man könnte die Frage auch anders stellen: Wer oder was ist eigentlich Deutschland? Ist es das Volk oder ist es die Wirtschaft? Man muß doch erstmal feststellen, wo man überhaupt hinwill, bevor man den Weg dahin plant und dann beschreitet. Was wäre denn eine legale Endsituation für Antwort A: Die deutsche Wirtschaft brummt und beherrscht die ganze Welt. Dieses geschieht mit Hilfe von ausländischen Niedriglohnsklaven. Die deutschen Bewohner sind allesamt entweder verhungert oder ausgewandert. Antwort A sagt aber: “Deutschland geht es gut!”

Ich hoffe, daß es mir nie so gut geht, wie sich die FDP das vorstellt!

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Lust & Frust

Heute war bei uns in Dresden Schuleinführung! Das ist allemal ein Grund zur Freude, natürlich auch und vor allem für die kleinen Mäuse, die es betrifft. Nur um an dieser Freude zu partizipieren, bin ich heute entgegen meiner persönlichen Regel sonnabends in´s Taxi gestiegen. Ob nun alle Fahrten dieses Dienstes der Schuleinführung oblagen oder nicht, sei mal dahingestellt. Allerdings war der Umsatz so gut, daß er sogar für den im nächsten Jahr anliegenden Mindestlohn gereicht hätte, denn es waren exakt 25,70 €/h. Wie viele Stunden ich gefahren bin, sage ich euch aber nicht: Ääätsch!
Zurück zur Schuleinführung: Generell ist es ja so, daß zum Feiern Anlässe aller Art immer wieder sehr gern genommen werden. Auch wenn der Feieranlaß die Kleinen sind: Feiern wollen eigentlich nur die Großen. Selbst bei der Schuleinführung stören da die Kinder zu vorgerückter Stunde nur. Und wenn dann die Feierlaune auf dem Höhepunkt ist, dann lassen wir aber so richtig die Sau raus! Da reicht dann das Gegröle nicht mehr, dann muß Krawall auf höchster Ebene entstehen, und zwar sowohl akustisch als auch geografisch! Na, was wohl ist gemeint? Ganz klar, Krach in den oberen Luftschichten: Feuerwerk! In meiner “hörbaren” Umgebung waren nun bestimmt um die 8 bis 10 Schuleinführungen. Was für ein Glück, daß sich nur eine Familie für vorgenannte Belustigung entschied. Man stelle sich vor, es wären alle 10 gewesen! Die Folge wäre eine Psychose, man sei in Syrien! Deshalb frage ich doch mal ganz provokatorisch: “Muß denn jeder immer und überall seine Nachbarn mit seiner Form von Spaß beglücken?!”. Ich zum Beispiel hätte Spaß an Furz-Wettbewerben. Um die Sache abzurunden, würde ich auch gern Buttersäure oder Schwefel-Wasserstoff-Gas einsetzen. Beides hat so ein ganz klein wenig den Touch von verfaultem Ei. Die Nachbarn hätten bestimmt Verständnis.

Es ist doch nur Spaß!

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Alles im grünen Bereich

Ich habe mich heute immer wieder mal leicht gewundert. Egoistisch sind Verkehrsteilnehmer eigentlich meistens, aber heute hatte ich das Gefühl, daß zur eigenen Vorteilsnahme irgendwie noch zusätzliche Nicklichkeiten angesagt waren. Die Anzeichen waren vielschichtig und ich kann sie selbst kaum wiedergeben ob der Masse und der Diffizilität der einzelnen Geschehnisse. Ein letztes dieser Art brachte mir dann aber die Erkenntnis:
Ich befuhr die Comeniusstraße Richtung Osten hinter einem PKW älterer Baureihe, als von rechts aus einer Ausfahrt ein anderer PKW “die Nase herausstreckte”. Aufgrund der Parksituation mußte er diese etwas länger machen, um überhaupt etwas zu sehen, hielt dann aber auch an. Der Wagen vor mir allerdings hatte alles im Blick und hatte auch den `Herauskommer´ rechtzeitig entdeckt. Normalerweise registriert man solche Situationen kaum, weil sie alltäglich sind. Was aber macht mein Vordermann: Er lenkt noch mal ein ganz klein wenig nach links, um so in direkter Linie auf das Vorderrad des “Kontrahenten” zuzusteuern und beschreibt dann einen engen und perfekten Halbkreis um ihn herum. Wer die Straße kennt, der weiß, daß ihn bei diesem Manöver selbst ein LKW noch hätte überholen können! Er aber wollte seinem vermeintlichen Gegner mal so richtig zeigen, was er mit ihm für Probleme hatte. Irgendwie erinnerte mich das sehr stark an einen gewissen BMW.
So kam ich schließlich zu der Erkenntnis, daß der Zank unter Verkehrsteilnehmern mit der Zeit immer größer geworden ist… Doch halt!!! – Schlagartig wurde mir bewußt, daß heute Freitag ist! Freitags ist alles anders: Die Sonne ist sonniger, die Wolken sind wolkiger und der Verkehr ist verkehrter! Um es kurz zu machen: Freitags haben alle auf der Straße irgendwie einen an der Waffel. Bei dieser Erkenntnis angekommen konnte ich endlich wieder mental entspannen und alles genüßlich beobachten, denn

alles war wieder im grünen Bereich.

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Müllmann

Ich habe gerade mal wieder mein Spam-Fach und meinen Papierkorb durchgewühlt und muß wirklich sagen, “Manchmal fühle ich mich als Müllmann!”. Da liest man Kommentare, die vor schmalzigem Lob so überfließen, daß man glaubt, ohne Pfanne drunterzustellen geht es nicht mehr. Diese Kommentare sind ausschließlich in englisch verfaßt, weisen sich mit außerordentlich kryptischen Websites aus und geben noch kryptischere Mailadressen an. Diese Leute denken anscheinend, daß niemand einer Lobhudelei widerstehen kann und deshalb gierig lechzend den Links folgt…aber sagt mal ehrlich, Leute: Ist euch das nicht langsam selber zu blöd?! Hierbei weiß ich allerdings ganz genau, daß meine Anfrage die Adressaten niemals erreichen wird, denn die werden wohl selbst zum “eigenäugigen Lesen” (herrlicher Begriff!) zu faul sein. Da ist es nun vielleicht dazu gekommen, daß mein Blog im Website-Ranking ein paar Stufen erklommen hat und schon hängen sich irgendwelche dubiosen Faulpelze unten dran. Wäre es eine Art zoologischer Symbiose, hätte ich ja nichts dagegen. Ich ließe mir gern als Gegenleistung die Maden aus der Lederhaut hacken! Aber ohne Gegenleistung? Nee Leute, dann versucht´s mal lieber mit richtiger Arbeit oder… mit Taxifahren!

Wir warten auf euch, liebe neue Kollegen!

PS: Ab nächstem Jahr gibt´s erst richtig Kohle!

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BMW – Schwanzgesteuert!

In Deutschland ist es nun mal Gesetz, daß die Führung eines Fahrzeuges unter Drogen jeglicher Art verboten ist. Dazu zählen Alkohol, Amphetamine, Opiate und… und…und! Alle Drogen?! Nein! Manche widerstehen bisher. Wie wäre es z.B. mit Adrenalin, ein sehr gefährlicher Stoff, denn er wirkt mitunter enthemmend oder als Aggressivum. Und noch einen Kandidaten haben wir: Testosteron! Dieses ist ein Hormon, daß der männliche Körper produziert und den betreffenden oftmals auch hinter´m Lenkrad zum Macho macht. Tja Leute, das sind nun Stoffe, die der Körper selbst herstellt und deren Verbot deshalb schwerfällt. Sind sie aber deshalb ungefährlicher?! Mitnichten!

Heute durfte ich aus nächster Nähe am Versuchsobjekt die Wirkung von Testosteron erleben. Ich setze beim geneigten Leser voraus, daß er die Wirkung besagten Hormons nicht nur auf das Gehirn des Fahrers, sondern auch auf andere Körperteile kennt. Und das kam so:

Ich befuhr um die Mittagszeit von der Bärensteiner kommend die Glashütter Straße Richtung Stadtmitte. Da die Brücke über den Blasewitz-Grunaer-Landgraben offenbar nicht mehr tragfähig ist(Wie so viele in Dresden außer der Waldschlößchenbrücke!), wurde sie auf eine Fahrzeugbreite eingeengt. Ich war nun kurz davor, mußte aber anhalten, weil mir ein PKW entgegenkam und in meiner Richtung Wartegebot herrschte. Als die Strecke wieder frei war, befand ich mich etwa 10 Meter vor der Brücke und überquerte sie mangels Gegenverkehrs sofort. Den BMW in einer Entfernung von etwa 50 m auf der anderen Seite hatte ich sehr wohl gesehen, ging aber davon aus, daß Verkehrsschilder aufgestellt wurden, um Unfälle zu vermeiden und nicht zum Bauchmiezeln gestörter Machos! Sonst müßte man ja beim Auftauchen eines Fahrzeuges am Horizont sofort die Segel reffen und Anker werfen, nur damit er sein Recht bekommt. Auf jeden Fall bekam der BMW-Fahrer bei meinem Anblick jenseits der Brücke sofort eine Erektion, was ihn in direkter Linie auf die Brückendurchfahrt losstürmen ließ. Unnötig zu erwähnen, daß er exorbitant seine Geschwindigkeit erhöhte, um mich tatsächlich noch im “strafbaren Bereich” zu erwischen. ;-)
Hätte ich kein Lenkrad im Wagen, wären wir natürlich auf der anderen Seite der Brücke zusammengeknallt, denn ein etwa 35jähriger BMW-Fahrer läßt sich doch von einem alten Sack im T5 nicht die Spur blockieren! Er hatte immerhin noch die Zeit, um mir mit einer vollkommen unschuldig fragenden Handbewegung anzudeuten, was um Gottes Willen ich in dem für ihn freigegebenen Territorium treibe.
Ich habe mich köstlich amüsiert, aber es blieben auch Fragen offen: Im Jahre 1990 war ich auch 35 Jahre alt und fuhr auch einen BMW(7er, nicht nur 5er! ;-) ), aber

war ich denn auch so bescheuert?!

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Frauen sind anders

Die heutige Situation hatten wir schon mal in diesem Artikel. Und trotzdem war alles anders!
Zuerst einmal war die betreffende Kreuzung diejenige von: Dammweg, Lößnitzstraße und Dr- Friedrich-Wolf-Straße. Als ich vom Bischofsweg her als zweiter in meiner Richtung dort eintraf, entstand folgende Situation: Vom NBF her eine Radfahrerin, von der Hansastraße her eine Autofahrerin, vor mir weiß ich nicht, links auch nicht. Man erinnere sich nochmals an den verlinkten Beitrag und dann geht es los:
Die mir entgegenkommende Radfahrerin scheint sehr resolut und erfahren und weiß, daß man in Fällen gleichrangiger allseitiger Begegnung seinen rechten Nebenmann(frau) durchwinkt, wodurch dieser Knoten gelöst wird, weil man dann selbst als Zweiter… und so weiter. Genau so hat sie es dann gemacht… Merkwürdig war nur, daß ihre durchgewunkene rechte Nebenfrau auch meine rechte Nebenfrau war, nämlich die aus Richtung Hansastraße. Als diese nun die Kreuzung überquert hatte, folgte nun regelsicher… die Radfahrerin! Nach meiner Beurteilung wäre sie zwar die letzte gewesen, aber wer hört schon auf mich?! ;-)
Nun könnte man ja argumentieren: “Kein Wunder, denn Frauen können meistens nicht rechts und links auseinanderhalten!”, aber das halte ich für übertrieben. Jeder weiß doch:

Frauen sind anders!

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Mister Makaber

Nachdem der heutige Tag im Prinzip so tot war, wie die Ferienzeit immer ist, hatte ich mich am Nachmittag dann doch als sich mühsam ernährendes Eichhörnchen in den Umsatzbereich vorgearbeitet, der eine Heimfahrt in absehbarer Zeit erlaubt. Als ich gegen 15°° Uhr glaubte, an der “Frieda” zu versacken, hatte ich doch noch das Glück einer etwas weiteren Tour. Ich hatte mir eine Fahrt der ´SZ-Leserreisen´ gehackt: 6 Personen, Festpreis. Die Personen waren 3 Ehepaare und die Fahrt ging über Arnsdorf nach Bischofswerda. Logischerweise führte die Strecke über die Radeberger Landstraße quer durch die Dresdner Heide. Ich kündigte deshalb an, daß wir gleich die Organspenderallee benutzen würden. Auf die erstaunten Nachfragen erklärte ich, daß man dies an den vielen Kreuzen erkennen könne, die die Strecke säumen. Fälschlicherweise verwechseln viele Freunde und Angehörige von tödlich Verunglückten die Straße mit einem Friedhof. Gräber waren ja mal – ganz, ganz früher – dazu gedacht, die Körper Verstorbener aufzunehmen und den Trauernden einen örtlichen Punkt der Trauer zu geben. Nun hat es sich also durchgesetzt, daß es zwei Erinnerungspunkte gibt, was eigentlich nicht einzusehen ist. Man kann dieses Problem nun auf zwei Arten lösen: Entweder man bringt die sterblichen Überreste wieder auf einen Friedhof und trauert dort, oder man trauert an der Unfallstelle, die man ja sowieso schon zum Friedhof umfunktioniert hat. Dann allerdings müßte man konsequenterweise auch die sterbliche Hülle am Ort lassen. Das hätte im Falle der Radeberger Landstraße auch den Vorteil, daß vielleicht die Wölfe wieder in die Heide zurückfinden…
Hier war es nun interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Männer und Frauen auf diesen meinen – zugegebenermaßen etwas makabren – Witz reagierten. ;-)
Die Frauen waren still bis entsetzt, während die Männer in sich hineinkicherten. Man machte mir weiblicherseits Vorhaltungen, daß man damit keine Witze mache, aber ich wandte ein, daß eigentlich stets nur die giftigsten, versautesten oder makabersten Witze richtig “zünden”. Man frage doch bitte mal bei Ingo Appelt und Kollegen nach…
Diese würden uns dann erklären, daß ja Witze meist nicht zum Selbstzweck existieren, sondern auch Mißstände aufgreifen sollen und somit eine regulierende Funktion erfüllen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn sich jemand, der meinen o.a. Witz auch sch… lecht findet, sich wenigstens in seinem eigenen Umfeld dafür einsetzt, daß unsere Umwelt nicht zum Friedhof verkommt?!

Mir würde doch glatt die Munition für meine Witze abhanden kommen!

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Der Bittsteller

Der heutige Tag mit wunderschönem Sonnenschein, aber relativ niedrigen(ca. 20°C) Temperaturen bringt drastisch zum Ausdruck, daß es zwar in diesem Jahr noch viele schöne Tage geben wird, sich aber der Herbst unweigerlich ankündigt. Dieses nun treibt mich in eine besondere Form der “Torschlußpanik”. Ich fürchte nämlich, in diesem Jahr meine Vorlieben nicht mehr so richtig ausleben zu können… Ja, ja, ihr habt ja recht: Erst den großen Macker markieren und dann irgendwelche profanen Dinge verkünden, das kennt ihr ja von mir.
Na gut, ich geb´s zu, es geht hier eigentlich nur um die Angst, in diesem Jahr nicht mehr mit dem Schlauchboot fahren zu können und dies nur deshalb, weil es mir an (elektrischem) Antrieb fehlt.
Ich flehe deshalb hiermit alle an, die mir einen oder gar 2 Akkus von 12V und ab 100 Ah zum Schrottpreis verkaufen können, sich zu melden. Schrottpreis deshalb, weil es Starterbatterien sein dürfen, die nicht mehr starten. Einzige Bedingung ist, daß sie keinen Plattenschluß haben. Ansonsten sind sie für meinen Bootsmotor noch perfekt.

Bitte helft mir!

PS: Besagter Akku muß natürlich ein wartungsfreier sein, damit keine Säure auslaufen kann.

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Ich bin der King!

Falls ich es nicht schon längst getan habe, möchte ich hiermit meine Meinung untermauern, daß nur etwa 30% des Themenfeldes “Führen eines Fahrzeuges” mit Wissen und Können zu tun haben. Die restlichen 70% werden vom Charakter der jeweiligen Person bestimmt. Dies ist z.B. auch der Grund, weshalb es auf die Frage: “Fahren Männer oder Frauen besser?” niemals eine eindeutige Antwort geben wird. Unter “Fahren können” wird nämlich beidseits etwas völlig anderes verstanden.
In der heutigen Mittagszeit nun konnte man eine sehr deutliche Wortmeldung eines “Charakters” wahrnehmen. Sie war deshalb so deutlich, weil der sich zu Wort meldende absolut schlecht drauf war. Und das kam so:Während wir an der Frieda auf die Ausgabe der Dialysefahrten warteten, näherten sich ein Autokran und ein nachfolgender Tieflader mit aufgelegtem Strommast. Weil sie nun in das der Frieda gegenüberliegende Baugebiet wollten, gab es einen kurzen Stau wegen des Tor-Aufschließens. Diesen Stau bildeten: Der Kran, der Tieflader, ein Transporter der DREWAG oder einer anderen städtischen oder halbstädtischen Firma, ein dunkler Van und ein Kollege, der gerade eine Dialysefahrt erhalten hatte. Da nun der Transporter und der Van schön brav abwarteten, bis sich beide Brummis endlich glücklich in´s Grundstück gequält hatten, haben Taxifahrer meist nicht die Zeit zur beschaulichen Betrachtung der Umwelt, weswegen der Kollege auch stracks zur Tat schritt und an Van, Transporter und LKW´s seinen Weg mit einem mehrfachen Vorbeifahr-(nicht Überhol-!) Vorgang fortsetzte. Hier hatte er allerdings die Rechnung ohne den Transporter gemacht! Der startete augenblicklich ein derartiges Hupkonzert, daß man hätte glauben können, eine Gruppe Kinder sei unter die Räder gekommen! Als der Tieflader endlich weg war und der Transporter freie Fahrt hatte, traf er plötzlich schon wieder auf unseren Kollegen, der gerade nach links in die Vorwerkstraße abbiegen wollte, aber auf Gegenverkehr warten mußte. Auch hier wieder entblödete sich der Transporterfahrer nicht, dem abbiegenden Kollegen noch ein anklagendes “Määäp-Määäp” hinterherzuschicken.
Nun fragt man sich doch: Was hat dieser Mann für Probleme? Denn wenn ich hinter einem abbiegenden Fahrzeug warte, anstatt vorbeizufahren, habe ich offenbar Zeit. Dies ist ja bei öffentlichkeitsnahen Firmen nun nicht sooo sehr verwunderlich. Verwunderlich ist dann aber, wenn man sich offenbar über Leute erregt, die nicht so viel Zeit haben, weil sie auch ein paar Pfennige verdienen müssen. Dies alles zusammen klingt dann so nach der Meinung: “Wenn ich warte, hast du das gefälligst auch zu tun!”, denn

“Ich bin der King!”

PS: Ich empfehle Realitätstraining für Fahrzeugführer öffentlich-rechtlicher Firmen.

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