Ein Traum!

Am heutigen frühen Nachmittag fuhr ich ein bekanntes Hotel an, weil dort eine Vorbestellung wartete, die nach Flieger aussah. Natürlich habe ich die Dreiviertelstunde bis dahin voll abgesessen. Mit dem Auftrag im Display war aber von Flieger keine Rede: Es wurde Hauptbahnhof.
Ich ging also rein, meldete mich an und ging wieder ins Auto. Kurz vor der Bestellzeit wartete ich dann draußen und was passierte?: Die noch sehr junge Rezeptionistin kommt heraus und teilt mir mit: „Ihre Fahrgäste checken jetzt aus und sind in 2 Minuten bei ihnen.“… Ist das nicht ein Traum?! Es wäre überhaupt nicht nötig gewesen, aber das Personal des Hotels zeigt sich solidarisch mit dem Taxifahrer. Das sah in diesem Beitrag noch ganz anders aus.

Das hier geht einem doch runter wie ein Sahnetörtchen!

PS: Ganz privat würde ich den Namen des Hotels hinausschreien, damit sich alle KollegInnen aus anderen Hotels ein Beispiel nehmen können. Leider ist es aber so, daß ich ihn verschweigen muß, damit der Chef nicht an ihr maßnimmt, weil sich das nicht schickt.

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Nachwuchshelden

Wenn es irgendwo Zoff zwischen Radfahrern und Autofahrern gibt, dann sind die Radfahrer meist zwischen 20 und 40 Jahren alt. Das ist quasi das Alter der Helden. Da fragt man sich doch: Sterben die Kämpfer für das Fahrrad irgendwann aus, indem sie eine Altersgrenze überschreiten oder gibt es Hoffnung in Form von Nachwuchs?
Heute nun wurde mir diese Frage zugunsten letzterer Option beantwortet:

Ich fuhr auf der Winterbergstraße in Richtung Stadtmitte und wollte dann nach rechts in die Rennplatzstraße.Als ich mich der Abzweigung näherte, wurde etwa 200m vor mir grün. Auf dem Radweg starteten 2 Radler den Fahrzeugen hinterher, die aus der Oskar-Röder-Str. kommend ebenfalls in die Rennplatzstr. abbiegen wollten. Als nun der vordere, etwa 14 bis 15 Jahre alte Radler noch etwa 20m vor der Abzweigung bemerkte, daß der letzte der PKW abgebogen sein würde, ohne auf Radfahrer warten zu müssen, ging er aus dem Sattel und trat in die Pedale wie einst Weiland Täve Schur! Zu spät, 5 Meter vor ihm bog der PKW ab. Um Spitzfindigkeiten vorzubeugen: Der PKW begann nicht 5m vor dem Radfahrer abzubiegen, sondern der Abbiegevorgang war 5m vor diesem restlos beendet.
Nun ja, der junge Mann trainierte nun aber auf Held, weshalb er dem PKW die wild schüttelnde Faust hinterherschickte. Das war allerdings recht unvorsichtig, denn bei seinem wilden Ritt mit nur einer Hand am Lenker wäre er beinahe auf die Schnauze gefallen.
Ich konstatiere also: Die Kenntnis der Verkehrsregeln ist eher mangelhaft zu nennen, außerdem zeigte er deutliche Reaktions- und Konditionsschwächen, aber…

Die B-Note war recht ansehnlich. Weiter so, immer feste üben!

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Detektivarbeit

Heute wurde meine Interesse intensiv geweckt durch einen Mann, der einen Arm seines langärmeligen Hemdes fast bis zur Schulter hochkrempelte und dann die heraushängenden Bündchen wieder mühsam verschloß. So ge-, oder besser gesagt entstylt begab er sich dann in… -die Leubener Commerzbankfiliale! Das wollte ich genau wissen, denn das sah aus, als wäre im selben Haus eine Arztpraxis und er wolle sich eine Spritze geben lassen. Ich wußte von keinem Arzt, deshalb parkte ich ab und schlich mich hinterher. Ich hatte recht, denn es gab hier keinen Arzt. Doch dann war ich platt! Ich hatte schon wieder recht, denn

Er bekam eine Finanzspritze!

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Enttarnt

Mann, bin ich gut! Heute zum Feierabend habe ich mal bei Dresden-Fernsehen reingeschaut und gleich mal die Hintergründe dieser Busfriedhof-Kunstaktion entdeckt! Da wurde nämlich mitgeteilt, daß die Dresdner Verkehrsbetriebe eine ganze Reihe neuer, modernerer Busse bekommen. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß eine Reihe älterer, unmodernerer Busse weg muß. Aber ihr wißt ja, wie das so ist mit Entsorgungen: Die kosten immer Geld! Deshalb hat die DVB-Spitze überlegt: „Wie macht man aus Scheiße Bonbon?“ und startete einen Wettbewerb dazu. Der Gewinner war Manaf Halbouni mit seiner Version von Aleppos Barrikaden. Er hat sie ja nicht einmal erfunden, sondern nur abgekupfert. Damit reiht er sich tatsächlich nahtlos in unsere hiesigen Eliten ein. Er hat nichts erschaffen, sondern nur eine Scheiß-Idee gehabt. …Scheiß-Idee …scheißen …Scheiße? Genau!! Jetzt habe ich sie, die ultimative Denkmalsidee gegen den Krieg:

Ein riesiger Scheißhaufen auf dem Neumarkt!

Die Begründung fällt nicht schwer: Wenn Städte bombardiert werden und marodierende Horden aller Coleur in die Häuser eindringen und Menschen bestialisch mißhandeln, dann sitzen diese meist im Keller, hoffend, daß der Kelch an ihnen vorbeigehen möge. Wie unwahrscheinlich ist in diesen Momenten eine ungewollte Entleerung? Man frage mal Betroffene oder Ärzte. Deshalb rufe ich euch zu:

Gegen diesen Scheißhaufen ist alles andere Scheiße!

PS: Wer mir jetzt Verunglimpfung von Kriegsopfern unterstellt oder sonst irgendeine Bösartigkeit in diese Richtung, der hat NICHTS verstanden, aber auch gar nichts!

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Marmelade

Jeder kennt das Problem mit den aus der Hand fallenden Marmeladenschnitten: Zum größeren Anteil fallen sie auf die beschmierte Seite! Daß dem nicht so ist, beweist die Statistik, weil irgendwann mal irgendjemand die Probe auf´s Exempel gemacht hat: Sie fallen gleich. Der eingangs beschriebene Eindruck rührt nur daher, daß man sich die unglücklichere Situation wesentlich länger im Gedächtnis behält.

Schwartau_Ananas

Meine Lieblingsmarmelade

Auch den Fall, daß man in einer auf eine lukrative Fahrt hindeutenden VB steht und erst Sekunden vor dieser wegenLappalien weggerufen wird, kennt jeder. Wenn man nun die Sache mit der Marmelade und die mit den VB´s in einen Topf haut, dann kann ich mit Fug und Recht behaupten:

Ich habe heute den ganzen Tag bis zum Hals in Marmelade gestanden!

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Betrugsanzeige

Ja ich weiß, man soll nicht lamentieren, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Aber so einfach ist das nicht, denn es ist auch wichtig, in welcher Art und Weise es nicht so läuft wie gewünscht. Non comprende? – Also folgendermaßen: Ich habe heute 9 Taxameterfahrten gemacht (den Euroschnitt wollt ihr nicht wirklich wissen). 6 davon waren Situationen mit Vorbestellungen, die zu 80% am Flieger gelandet wären. Nun ist dieser ja nun auch nicht das heilige Land der Glückseligkeit, aber er bringt je nach Ausgangspunkt so etwa zwischen 25 und 30 Euro, was in Zeiten von rutschgefährdeten Stockenten ja schon mal ne Hausnummer ist. Da ist es doch klar, daß man sich ärgert, wenn man vorher weggerufen wird, oder? Nein! Das ist es nicht! Wenn ich mich in solch eine Vorbestellung stelle, die vielleicht noch um die 30 min entfernt ist und ich komme innerhalb der ersten 10 Minuten weg… , dann bin ich doch glücklich!! Die Anschlußfahrt nach höchstens 10min ist doch das NonPlusUltra des Taxifahrens! Da rollt der Wagen mitsamt dem Rubel. Warum aber muß man bis 5min vor der Vorbestellung oder noch länger warten, um mit irgendeiner saftlosen Fahrt gestraft zu werden?! Und warum bekam ich heute 5mal die Höchststrafe unterhalb von 4min plus einem Extraleckerli?! Was das nun wieder war? Das kann ich euch sagen: 10:50 ans Bellevue gestellt für VB 11:30. 11:20 festgestellt, daß VB verschwunden, trotzdem stehengeblieben, weil 12:00 sowieso Festkunde; 11:38 dann Abmarsch zu selbigem; 11:40 beim Umrunden des Carolaplatzes „Ecke Raum Bellevue“ – Klasse!!! Gedrückt, nicht gekriegt. Frust läßt Temperatur nochmals um 5° sinken!

Hiermit erstatte ich Betrugsanzeige gegen die Realität!

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Ideenwettbewerb

Ich bin heute mal so richtig happy! Das kommt nicht etwa daher, daß ich in dieser Woche so überragend verdient hätte, sondern ergibt sich aus einem ebay-Kauf. Fakt ist, daß ich wegen Rückenproblemen überhaupt erst im Taxi gelandet bin, wobei mir das Tragen von Dingen zunehmend Probleme bereitet. Das betrifft allerdings nur die Wirbelsäule. Wenn ich einen Weg fände, Lasten bereits meinem „Fahrgestell“ zu übergeben, wäre ich schmerzlos. Und – Solch eine Lösung gibt es und jeder Bergsteiger oder gar Alpinist kennt sie: die Kraxe! Diese ist ein Rucksack oder Tragegestell, welches seine Last mittels eines Bauchgurtes auf die Hüftknochen absetzt. Auf diese Weise werden die Schultern nicht mehr zum Tragen, sondern nur noch zum Geradehalten der Last benutzt. Eine solche habe ich mir gekauft und siehe da, 20kg auf dem Rücken sind kein Problem mehr!
Da werben diverse Firmen mit dem Spruch: „Ihr Problem lösen unsere Ideen“ oder ähnlichen Schwachsinn. Das soll suggerieren, daß es heutzutage noch Ideen für bessere Produktion (quasi Erfindungen) gäbe, auf die bisher noch keiner gekommen ist. In Wirklichkeit geht es eigentlich nur um neue Ideen, wie man dem Kunden das Geld aus der Tasche zieht.

Die Kraxe ist schon älter, aber ´ne „echte“ Idee!

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Böser guter Wille

Heute endlich fand ich in meiner Lieblingszeitung (Hinweis für Gutmenschen: Es ist nicht der „Stürmer“, sondern die „Sächsische Zeitung“ vom 6.1.2017) einen Artikel, der exakt beschreibt, was mich selbst beim Thema Migranten umtreibt. Ihr seht ihn unten:

Wille.pdf

Ich würde es gern sehen, wenn die Vertreter der Multi-Kulti-Fraktion ihre unflätigen, fäkalienartigen Beschimpfungen mal beiseite lassen und sich ernsthaft mit diesem Artikel beschäftigen.

Es gibt Erkenntnispotential!

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Schnüffeleien

Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!

Ob aber altes Jahr, neues Jahr, mittleres Jahr oder welches auch immer: Es ist immer dasselbe im Taxigeschäft. Mal guter Umsatz, mal schlechter Umsatz, mal freundlicher Umgang, mal Sittenverfall. Und, wie habe ich das wieder gemacht, schon sind wir beim Thema.
Tatort THP Kempinski: Um 16:30 Uhr erhalte ich einen Auftrag für ein nicht weit entferntes Hotel mit Zimmernummer. Ich fahre hin und gehe rein, ein Hotelangestellter kommt an seinen Tresen, begrüßt mich mit „Guten Abend“ und einem fragenden Blick. Ich sage mein Sprüchlein auf: „Taxi für [Zimmernummer] um 16:45 Uhr… und er taucht ab. (?) Er hatte etwas in seinem Pult verstaut. Nach dem Wiederauftauchen ein fragender Blick auf mich und das Wort: „Danke“. Gute Ohren wie die meinigen hörten gleichzeitig auch das schneidende Pfeifen eines Schwertes in der Luft. Ich bin nun leider schon 61 und nicht mehr 16, weshalb ich die gesamte Message auch verstanden habe. Sie hieß nicht anders als: „Ja, ist ja gut. Was willst du also noch hier? Verpiß dich!“ Wenn das nun jemand sagt, der von den besagten 16 Jahren nicht sehr weit entfernt ist, dann sollte das doch schon verwundern. Ich frage mich nun: Ist er noch grün oder schon gereift. Das soll meinen, ob er das nun aus Dummheit sagt oder ob der Sittenverfall im öffentlichen Kommunizieren schon diese Stufe erreicht hat.
Sei es, wie es sei, ich ging raus und wartete auf die Gäste. Sicherheitshalber rangierte ich mich noch so ein, daß ich herauskommende Personen sofort sehen konnte. Nach etwa 10 Minuten kamen auch 3 Personen, drehten aber nach rechts ab. Plötzlich hatte ich das Gefühl, daß irgendwo eine Tür offen ist. Ein Blick nach hinten bestätigte mir das. Als ich nach hinten ging, sah ich ein Paar im mittleren Alter und ebendiesen Schnösel von vorhin, der einfach die Hecktür geöffnet und die Koffer hineingestellt hatte, natürlich völlig blödsinnig. Als ich das Desaster bereinigt hatte, war er aber leider schon verschwunden. Ich hätte ihm ansonsten noch sagen können, daß solche grünen Jungs wie er erst einmal alle Stellen beschnüffeln sollten, die ich schon markiert habe, bevor sie den Mann von Welt mimen. Wahrscheinlich wollte er sich durch diese Extra-Dienstleistung an meinem Auto noch ein Extra-Bakschisch sichern.
Mein lieber grüner Junge: Ich brauche in meinem Umfeld keine Laienschauspieler!

Das kann ich selbst viel besser.

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Annahmen

Nehmen wir mal an: Ein bestimmter Supermarkt hat zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Saisonware im Angebot, der Lieferant aber nimmt den Termin aus irgendwelchen Gründen nicht wahr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: läßt es der Markt auf sich beruhen, läßt er sich den Faux-Pas bezahlen oder besteht er auf Lieferung zum Termin, zumindest was den Tag betrifft? Nun nehmen wir mal an, letzteres träfe zu. Wie soll das logistisch vor sich gehen? Betroffen ist ein Bundesland, welches nicht mit dieser äußerst wertvollen, lebenserhaltenden Ware beliefert werden konnte. Man müßte also vom Erzeuger aus den Gesamttransport in dieses Bundesland arrangieren und dort die Verteilung im Land sicherstellen. Das erfordert logischerweise eine große Fahrzeugverfügbarkeit. Wo nun findet man diese? Na am ehesten doch wohl in der jeweiligen landeshauptstadt und wenn es sich um Sachsen handelt, dann ist das ja wohl Dresden, zumal die Lieferzentrale der Supermarktkette nahe Dresdens liegt. Zwölf Dresdner Taxis machen sich also auf den Weg, um sachsenweit alle Firmenfilialen mit… – einer Saisonfrucht (!) zu beliefern! Oh du heilige Vielfalt, wie abgefahren ist das denn?! Natürlich verursacht die Aktion Kosten ohne Ende. Und für alle muß der Verursacher, also der Lieferant, geradestehen.

Marktwirtschaft ist grausam!

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