Phantomgurt

Zum Thema “Gurtpflicht jetzt auch für Taxifahrer” hätte ich da mal eine Idee. Ich lasse im Moment gerade eine frische Charge T-Shirts bedrucken, deren Vorderseite das linke Hemd darstellt.
GurthemdWie wär´s mit der rechten Version als Alternative? ;-)

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Wunschkonzert

So manches Mal im Leben treffen sich Wunsch und Wirklichkeit auf geradezu groteske Weise, wie mein heutiger Ereignisbericht zeigen wird.
Auf der einen Seite erschien in der heutigen Ausgabe meiner Lieblingszeitung folgender Artikel:

RadwegeUnbestreitbar sind das löbliche Absichten. Die Frage ist nur: Sind die Begünstigten dem Zufluß dieses frischen Manna auch wirklich gewachsen?! Bis jetzt nämlich ist zu beobachten, daß bei der Erstellung neuer Radwege eines mit Sicherheit funktioniert: Die sofortige Besitznahme der Radfahrer. Besitznahme ist hier so zu verstehen, daß die testosterongesteuerten unter den Radfahrern sofort erkennen: “Das ist ein Radweg und da ich Radfahrer bin, ist das mein Weg! Deshalb gilt hier auch mein Recht.” Der neu erstellte Radweg erzeugt somit Narrenfreiheit für die Benutzer.
Nun frage ich mich also, wie die Stadt im Nachgang des Radwegebaus die Radfahrer schult und die Uneinsichtigen zur Ordnung ruft? – …Ach das ist nicht notwendig???

Da bin ich aber vollkommen anderer Meinung! Ich erinnere nun noch einmal an meinen einleitenden Satz. Es folgt nämlich jetzt Teil 2 der heutigen Fahrraderlebnisse:
Am frühen Nachmittag rief mich meine Tochter an und fragte mich in einem soeben erlebten Verkehrsrechtsfall um Rat. Sie war an einer Haltestelle aus dem Bus gestiegen, an welcher der Radweg durch den Zustiegsbereich der Busfahrgäste führt und dort mit einem Radfahrer kollidiert, zum Glück allerdings nur leicht. Sie wollte nun wissen, wie die Rechtslage bei einem Körper- oder Materialschaden gewesen wäre.
Tjaaa… Diese Frage würde ich doch mal sofort an unsere mitlesenden Radfahrer weitergeben. Ich meine natürlich an diejenigen, die sich auskennen, denn diesen wären wohl die Einlassungen der anderen eher peinlich.

Eines muß ich aber noch nachreichen: Manchmal sind Geschwister total unterschiedlich! Insofern hatte der betreffende junge Mann ein Riesenglück, daß er gerade auf diese meiner Töchter traf!

Die andere haut nämlich und fragt dann erst.

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Zahlenspiele

Zahlen sind eigentlich meist nur Schall und Rauch, aber manchmal gehen sie merkwürdige Wege. So ist es doch im Prinzip vollkommen egal, was die gerade erledigte Krankenfahrt für eine Dauerauftragsnummer hatte… Im Prinzip!
So hatte meine vorletzte Fahrt des heutigen Tages die Nummer “5148”. Meine letzte Tour – auch ein Dauerauftrag – hatte (natürlicherweise) eine andere Nummer, aber es war einer mit Festbetrag und dieser hatte einen Wert von: Schau an 51,48 € !

Soll man sich da etwa nicht wundern? ;-)

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Wasserstände

Oftmals erzähle ich auch gern Wochenendgeschichten, die meistens mit dem Taxi nichts zu tun haben. Heute zum Beispiel hatten wir uns nichts vorgenommen, aber irgendwie fiel mir die Decke auf den Kopf. So zogen wir also los und haben einfach mal einen Landschafts- und Gastronomie-Punkt abgearbeitet, der schon länger auf dem Zettel stand: die Gohliser Windmühle. Wir sind deshalb mal nur zum Kaffeetrinken hingefahren.
Im Laufe unseres Besuches und des Gespräches mit der Chefin haben wir festgestellt, daß es wenige Lokalitäten im Dresdner Umland gibt, die so vom Wetter abhängig sind wie gerade diese. Die Ursache dafür ist natürlich die Lage hinter dem Elbdeich, weswegen niemand mit dem PKW dorthin kommt. Aus diesem Grund ist sie eine der Gaststätten, die die größte Differenz zwischen der minimalen und der maximalen Anzahl an Gästen aufweisen können. Heute waren zum Beispiel mit uns zusammen nicht mehr als 5 Gäste gleichzeitig anwesend. Wenn man sich allerdings die Bilder auf der Website der Windmühle anschaut, dann kann man ungefähr abschätzen, was dort im Sommer oder an sonstigen Schönwettertagen los ist! Der dann geöffnete Biergarten muß den Ausflüglern wie eine lebensrettende Oase vorkommen.
Wer gut zu Fuß ist, der sollte aber auch in der kalten Jahreszeit mal vorbeischauen.

Das ist dann wie bei Verwandten in der guten Stube. ;-)

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Vorauseilender Gehorsam

MottenkisteHeute hat mich Reinhold mit seinem aktuellen Beitrag animiert, die Mottenkiste aufzumachen. Es geht deshalb um eine Geschichte, die bereits 10 oder mehr Jahre auf dem Buckel hat.

Ich war damals als “selbstvermietender Elektriker” unterwegs und hatte öfter in München zu tun. Wohnen konnte ich in Dachau bei meinem Schwager, der Beamter der Münchner Polizei war.
An irgendeinem nicht mehr zu ermittelnden Tag war auf der Dachauer Straße nachmittags ein Stau, der sich gewaschen hatte!  Ich brauchte von der Einmündung der Gabelsberger Straße bis zum Übergang der Dachauer Straße in die Max-Born-Str. ca. 45 Minuten. Mein Entsetzen ob dieses Staus war aber an dessen Ende am größten! Hier nämlich entdeckte ich dessen Ursache: Die Dachauer Straße stößt rechtwinklig auf die Max-Born-Str. und diese Einmündung ist so gestaltet, daß etwa 95% aller Fahrzeuge auf zwei Spuren nach links abbiegen und die restlichen auf einer Spur nach rechts. Der Stau kam daher, daß direkt in der Mitte der Abzweigung – also genau vor der rechten der beiden Linksabbiegerspuren – ein infolge eines Unfalls liegengebliebener Hundefänger stand. Nahe bei diesem bewegte sich eine kleine Gruppe Polizisten, die mit der Unfallaufnahme beschäftigt waren. Was glaubt ihr nun, was die potentiellen Linksabbieger taten, denen nun die eine Spur blockiert war?! Sie fädelten sich einer nach dem anderen in die verbliebene Linksabbiegerspur ein!
Als ich den Punkt erreichte, an welchem sich die Dachauer Straße auf drei Spuren erweitert und ich die Situation erfaßt hatte, schwollen mir schlagartig die Halsschlagadern! Ich fragte mich spontan: “Wie bescheuert sind die Leute eigentlich?!”. Ich enterte sofort die rechte Spur, erreichte ungehindert die Einmündung und umkurvte das Unfallfahrzeug auf dem Weg nach links. Hinter mir bildete sich sofort eine Fahrzeugschlange, die es mir gleichtat.
Etwa 2 Stunden nach mir kam mein Schwager nach Hause und was erfahre ich von ihm: Genau an dieser Unfallstelle war er einer der aufnehmenden Beamten! Auf mein Unverständnis gegenüber dem Handeln der meisten Verkehrsteilnehmer meinte er, daß meine Handlungsweise in diesem Fall die einzig vorteilhafte und praktikable wäre, aber die Leute das nicht begriffen. Man müsse dies praktisch jedem einzelnen erklären und nach 10 bis 20 Fahrzeugen von neuem. Darauf hätten er und seine Kollegen überhaupt keinen Bock, weil sie nämlich an dieser Stelle konkret etwas anderes zu tun hätten.
Nach meiner ganz privaten Analyse ist dieses Verhalten der Leute wieder einmal eine typische Erscheinung von vorauseilendem Gehorsam. Diese herausragende Eigenschaft der Deutschen zusammen mit dem Hang zur Arschkriecherei hat schon die größten Katastrophen hervorgebracht, einschließlich der vergangenen deutschen Diktaturen!
Also dann:

Immer schön Unterwerfung üben, es könnte ja mal wieder notwendig werden!

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So ´ne und Sonne

Ich weiß nicht mehr, woher ich diesen Spruch habe: “Es gibt so ´ne und Sonne.” Das meint nichts anderes als “solche und solche”. Das entstammt – glaube ich – einem sachsen-anhaltinischen Dialekt. Ich habe das für mich persönlich erweitert auf: ” Solche und Sonne”. Das soll heißen: “Es gibt welche, die lassen förmlich die Sonne scheinen und es gibt halt… solche!”
Gemeint sind in diesem Fall Kollegen, aber nicht Dresdener! Aber der Reihe nach. Fangen wir mal vorn an:
Der heutige Geschäftsgang war eher zum Einschlafen. Mein Umsatz gegen Mittag entsprach in keinster Weise dem, was man gemeinhin annehmen sollte. Bei der mittäglichen Krankenhaus-Anstelle kam leider nichts ordentliches heraus und so entschied ich mich, auf die Neustädter Seite zu wechseln. Nach allerlei Irrungen und Wirrungen landete ich am THP Hansa. Hier war nämlich eine interessante VB zu vergeben: “Englisch sprechend”, nichts weiter. Ich habe sie dann auch bekommen, aber…Hallo? Erst bla bla und dann “Barzahler”, wo ich mir dachte: “Na das hoffe ich doch!” Den Apfel der Erkenntnis naschte ich dann am Abholort: Nachdem ich auf meine Englischtauglichkeit abgefragt wurde, fragte man mich: “Sie wissen, daß sie nach Prag fahren?” Mmpff!!! Nein, wußte ich nicht, hätte ich aber eigentlich wissen sollen, denn es war bei der Bestellung angesagt worden. Jetzt allerdings habe ich mit mir gekämpft: Machst du´s, machst du´s nicht… Schließlich habe ich aber bestätigt, denn ehe ein anderer Kollege gefunden wäre und so weiter… Das konnte ich dem jungen Paar einfach nicht zumuten. Ich habe ja so ein weiches Herz! ;-)
…daß ich ein Online-Navi benutze, wurde mir erst dann wieder schmerzhaft bewußt, als ich offline ging! Also dann halt auf die harte Tour, Stadtplan kaufen und nach Karte fahren. Was haben wir denn früher gemacht?! :-)
Es war zwar nicht unproblematisch, aber es funktionierte. Auf dem Heimweg habe ich mich dann zwar gehörig verfranst, aber schließlich führen alle Wege nach Rom Dresden.
Was nun den/die eingangs erwähnten Kollegen anbetrifft, so war dies meine erste heutige Erfahrung in Prag: An einer Tankstelle entdeckte ich mehrere Prager Kollegen und näherte mich dem ersten mit der Frage, ob er eventuell deutsch oder englisch spräche. Seine Antwort deutete ich klar als “englisch”. Auf meine Bitte, mir den Weg zu beschreiben, erhielt ich in einem Englisch, welches einem Marsianer alle Ehre gemacht hätte nichts anderes als den Hinweis, mich von ihm zum Flughafen lotsen zu lassen. Das hatte ich natürlich erwartet und habe ihm deutlich gemacht, daß das so nicht läuft. Ich weiß nicht, was es so schwer macht, mir die Richtung zu geben! Jedenfalls war ich sofort von Prag bedient. Wenn ich das mit Dresden vergleiche, dann muß ich schon feststellen, daß man hier wahrscheinlich zu 99,9% Rat bekommen hätte(wenn vielleicht auch widerwillig ;-) ).
Was nun die Tatsache betrifft, daß man in einer weltbekannten Touristenstadt nicht einmal halbwegs englisch spricht, das…

…könnte von mir aus ruhig noch eine Weile so bleiben! ;-)

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Sicherheit für Nagetiere

Das ist nun mal eine richtig gute Nachricht für übervorsichtige Nagetiere mit relativ langen Ohren: Die Nicht-Gurtpflicht für Taxi- und Mietwagenfahrer ist abgeschafft. Der Link zum entsprechenden Dokument folgt am Ende des Beitrages.
Ja und nun?! Nun haben wir den Salat! Die Gründe sind nicht von der Hand zu weisen, aber nerven tut das schon. Man müßte wirklich mal zählen, wieviele Male am Tag man als Taxifahrer nun den Gurt ein- und ausklinken muß. Hält das jemand durch, ohne am Rad zu drehen? Ich werd´s selber mal probieren, aber glaube nicht, daß ich einen Tag durchhalte.
Die Folge wird jedenfalls sein, daß ein Taxi in seinem kurzen Leben mehr als einen Fahrergurt “verarbeitet”. In einem Forum habe ich gelesen, daß jemand Silikonöl einsetzt. Das könnte dem Gurt wahrscheinlich zu längerem Leben verhelfen… Der Oberbekleidung allerdings weniger!
Also dann vorwärts zur Mode im Sicherheitsbereich:

Es lebe der Fransenlook für Gurte!

Anschnallpflicht ab 30.10.2014

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Monster

Heute nun ist… Nein! Nicht Halloween! Heute ist Reformationstag. Weiß das eigentlich hierzulande jemand? Was hingegen Halloween darstellt, kann man am besten hier nachlesen. Nirgendwo im Text steht da z.B geschrieben, daß man diesen Spuk nun unbedingt in Deutschland übernehmen müßte. Sei es, wie es sei: Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. …aber nicht auf Kosten Anderer! Deshalb habe ich auch heute eine ganze Horde Kinder (samt Müttern) aus dem Haus geschmissen – verbal natürlich! :-)

Direkt zum Thema gepaßt hat auch eine Begebenheit bei meiner vorletzten heutigen Tour: Als ich vor dem AutohausGlöckner auf der Dohnaer Straße einen Fahrgast aufnehmen wollte, fuhr ich angesichts der leeren Tankstelle gleich in die Tankstellenausfahrt mit dem Gedanken: “Hier behinderst du im Moment keinen.” Leider war das ein Trugschluß: Ich leistete mir einen der schlimmsten Fehler im Straßenverkehr, indem ich einem Radfahrer seine kerzengerade Spur verlegte. Mein Fahrgast und ich sahen ihn gleichzeitig nahen, woraufhin der Fahrgast sofort seine Lauf stoppte und den jungen Mann zwischen sich und dem Taxi durchwinkte. Zu spät: Er hatte sich schon auf seine Rache eingeschossen! Er schoß hinter mir auf die Fahrbahn, rauschte dicht an meiner Seite vorbei und hinterließ an meiner Seitenscheibe eine dicke, langgezogene “Aule”! (Bei Bedarf nachschlagen)
Nun war ja die Strecke bis zur nächsten Abzweigung noch lang, wodurch wir Gelegenheit hatten, Seit´ an Seit´fahrend einen kleinen Plausch zu machen. Wie nicht anders zu erwarten war seine Aktion natürlich nur allzu berechtigt, denn ich muß auch zugeben: Hätte ich wirklich genau hingesehen, wäre ich vielleicht 30cm weiter nach rechts gefahren.
Eines macht mir aber Angst: Wenn nun Spuckattacken bei regelwidrigem Verhalten gerechtfertigt sind, sähen etwa die Hälfte aller Radfahrer aus wie zweirädrige Schleimmonster!

Pfui Deibel!! Halloween läßt grüßen.

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Die Zeit wird knapp! Tariferhöhung?

Ich richte mich heute ausschließlich an meine Dresdner Kollegen, denn die Zeit bis zur Einführung des Mindestlohnes wird knapp und bis zur aktuellen Tariferhöhung wird sie noch knapper! Zu dieser nämlich gibt es äußerst differenzierte Meinungen. Der gegenwärtige Tarif ist demzufolge der einzige in den letzten Jahren, der von der Kundschaft akzeptiert wurde und deshalb auch etwas gebracht hat. Die kommende Tariferhöhung könnte diese Akzeptanz wieder zerstören.

Hier meine Ansicht zur Gesamtproblematik:
Normalerweise ist ein Verhältnis von 1 Taxi auf 1000 Einwohner ein gesundes Verhältnis. Dies gilt aber nur für Städte mit Einwohnern, die sich eines gesunden Einkommens erfreuen, was in Dresden (noch) nicht der Fall ist. Da wir nun leider den Leuten ihr Einkommen nicht erhöhen können, müssen wir zwangsläufig die Anzahl bzw. Verfügbarkeit der Taxen reduzieren. Das ist auch im Gespräch, indem angedacht wurde, die Fahrzeuge nicht mehr 2- bis 2,5fach zu besetzen, sondern nur einfach. Dieser eine Fahrer sollte seine Fahrzeiten so einteilen können, daß er die umsatzstarken Zeiten besetzt und damit einen Umsatz generiert, der ihm den Mindestlohn von 8,50 € garantiert. Unter diesen Voraussetzungen wären in der Summe zu jedem Zeitpunkt etwa 30 – 40% weniger Fahrzeuge auf der Straße. Nach allen Regeln der Mathematik bedeutet dies, daß sich der Gesamtumsatz deshalb auf genau diese 30 – 40% reduzierten Wagen verteilt, also jedes Fahrzeug mindestens 30% mehr Umsatz hat. Für mich z.B. bedeutet das, daß ich mit absoluter Sicherheit im mindestlohnsichernden Bereich landen würde… Und das war ja das Ziel! Wenn man nun noch eine Tariferhöhung macht, verstehe ich nicht deren Sinn. Man könnte ja vermuten, daß diese einen solchen Umsatzschub bringen soll, daß die Fahrzeuge auch weiterhin voll besetzt arbeiten können, aber das halte ich für einen gefährlichen Bumerang! Ich glaube wie gesagt nicht, daß sie im Verständnis der Kunden ankommt. Für diese Vermutung habe ich nämlich vor kurzem eine Bestätigung erhalten. Ein Freund von mir (Maler) etwa im selben Alter wie ich meinte, er könne es nicht verstehen, daß Leute, die “nur einfach so mit dem Auto herumfahren”, dasselbe Geld verdienen sollen wie andere, die erst eine langwierige Berufsausbildung hinter sich bringen mußten. Hieran sieht man, daß sich der normale Bürger eher rückwärts als vorwärts orientiert! Ich sähe es auch nicht ungern, daß Leute mit Berufsausbildung mehr verdienen als wir, aber dann bitte vorwärts! Dann muß man denen noch mehr Lohn geben! Es kann doch schließlich nicht sein, daß man das Lohngefüge aufgrund schlechter Wirtschaftsleistung – der Unternehmerschaft im Verein mit der Politik – im Keller regelt anstatt im Haus. Ganz abgesehen davon sitzen auf den Taxen neben Facharbeitern auch Leute, die studiert haben und aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Berufe nicht oder nicht mehr ausüben können. Sollen die etwa für die Unzulänglichkeit z.B. ihrer Gesundheit noch extra mit Lohnverzicht büßen?! Zum Beweis dessen muß ich gar nicht weit gehen: nur bis vor den Spiegel! Ich bin Elektriker, BMSR-Mechaniker, PC-Techniker und Technik-Informatiker und… habe eine marode Wirbelsäule, die mir die eine Hälfte und ein Alter, das mir die andere Hälfte der Berufe nimmt! Soll ich mich vielleicht erschießen, damit ich niemandem zur Last falle?!
Sei es also, wie es sei: Der Mindestlohn mußte kommen, aber die Tariferhöhung hätte man erstmal stecken lassen können.

Und nun, liebe Kollegen, bitte ich um eine rege Diskussion zu diesem Thema. Meine eigene Meinung ist da nur eine von vielleicht 2000! Denkt aber bitte daran, daß hier jeder mitlesen kann. Eine Umverlegung der Diskussion auf das Taxiforum Dresden würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Auch hier kann jeder anonym bleiben, der es will.
Und deshalb jetzt das Kommando:

FEUER FREI!

PS:     Wer zum ersten Mal kommentiert, den muß ich erst freischalten. Also bitte nicht unruhig werden, denn es geht nicht´s verloren.
Ich werde diesmal nur Meinungen sammeln und der Diskussion zuführen. Moderator werde ich diesmal nur in zweiter Linie sein.

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Unterstützende Mittel

Ich war heute nur mal ganz kurz zum Einkaufen draußen, aber selbst in diesen paar Minuten wurde ich nicht von Skurrilem verschont.
Nachdem ich aus dem REWE in Leuben rausfuhr, wollte ich eigentlich nach links, aber leider riß die Autoschlange von rechts nicht ab, sodaß ich mich für rechts entschied, um anschließend nach links in Richtung Lilienstraße abzubiegen. Da auch jetzt der Verkehrsstrom nicht abriß, fuhr ich so weit wie möglich nach links rüber, um wenigstens meinen Nachfolgeverkehr nicht aufzuhalten. Die Fahrbahn ist dort zum Glück sehr breit, was meinem Hintermann aber bei Weitem noch nicht reichte. Im Spiegel konnte ich erkennen, daß er beidseitig schon mindestens 20cm Platz hatte und sich trotzdem nicht entschließen konnte. Ich verstehe ihn aber, denn im Auto hat man mit einem breitkrempigen Hut wirklich eine sehr schlechte Sicht. Da ja eine Sichtbehinderung auch eine Art von Behinderung ist, sollte er vielleicht bei seiner Kasse unterstützende Mittel beantragen, wie es sie für fast jede Art von Behinderung gibt. Die würde ihm zwar erst einmal anraten, den Hut abzunehmen, aber er kann ja auch angewachsen sein, wenn man ihn nie abnimmt.
…Aber mir kommt da eine Idee:

Gibt es eigentlich ausgebildete Blindenhunde speziell für Autofahrer?

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