Antizipiert

Ich muß es immer wieder sagen: „antizipieren“ ist ein sehr schönes Wort und sollte viel öfter verwendet werden. Schließlich ist ja auch der dahinterliegende Sinn eine angenehme Sache. So fuhr ich heute früh raus, als am nächstgelegenen Taxistand in 15 min eine Bestellung ohne Kriterien anstand, sowie am darauffolgenden eine Krankenfahrt in 25 min. Nun wußte ich zufällig, welche Krankenfahrt das ist und daß sie 27 € Umsatz bringt. Also mußte ich antizipieren, welche Fahrt besser ist. Ich habe mich trotz der sicheren 27 € für die andere Vorbestellung entschieden und blieb dort, wo ich zuerst angelandet bin. Schließlich könnte es ja zum Flughafen gehen und das wären ca. 5 € mehr. Was soll ich sagen: Ich bekam besagte Vorbestellung und es ging zum Flughafen!
Absolut richtig antizipiert!
Meine erste Frage an die Kunden war: „Wollen sie über die Waldschlößchenbrücke fahren?“, worauf ein mehr als zustimmendes JA! folgte. (Über dieses Thema ist an dieser Stelle schon geschrieben worden, deshalb einfach mal ins Suchfeld eingeben.)
Die Fahrt über die Brücke war genauso, wie man es geplant hatte, denn es ging zügig auf die andere Elbseite. Auch die Anfahrt zur Brücke und die Ausfahrt in Richtung Königsbrücker Straße waren genau so, wie man es erwartet hatte: Ein totales Desaster! Ich werde die Brücke deshalb erst einmal 14 Tage meiden, bis sich die Masse der Verkehrsteilnehmer in irgendeine Richtung entschieden hat. Danach suche ich mir dann die schnellste Strecke. Ich vermute, ich werde die Brücke wohl auch in Zukunft meiden und statt dessen die freigewordene Königsbrücker nutzen.

Tja, Antizipieren ist alles!

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Antizipiert

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