Sondervorstellung

Nachdem ich meinen heutigen Beitrag über die 10. Stufe geschrieben hatte, wanderte ich wie immer über die Seiten meiner schreibenden Kollegen. Was mir dabei auf der Seite von Reinhold aus München unter die Augen kam, hat mich derart vom Hocker gerissen, daß ich seinen Faden zum Thema „UBER-POP“ aufnahm, auf mein Rad legte und fröhlichsten Sinnes weiterspann. 🙂
Ich finde, diese Komposition aus Reinholds Artikel und meinem Kommentar sollte niemand verpassen!

Vorhang auf!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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4 Antworten auf Sondervorstellung

  1. Reinhold sagt:

    Jetzt haben wir uns sogar eine Theatervorstellung geteilt.

    • Bernd Bernd sagt:

      Ja , echt, die Vorlage für mich war derart steil, daß ich einfach einhaken MUSSTE! Ich hoffe nur, daß deine Leser mit der Vision des Kommunismus nicht überfordert sind. So ungefähr sollte das nämlich wirklich funktionieren. Wenn wir dort wären, würde es das auch, aber wir werden in der Realität niemals dort hinkommen, vor allem auch aus den beschriebenen Gründen.

      • Huuh sagt:

        Die von dir publizierte Geschichte erinnert mich an einen Tag im Mai oder Juni 2017, als ich noch als Briefkastenmonteur und Zweitpächter eines Containerstandortes für Werbeschrott tätig war. Allmorgendlich holten ganze Heerscharen von lizenzierten Mindestlöhnern Pakete vom Containerplatz ab, um damit die Briefkästen in der Umgebung voll zu stopfen. Postboten rissen danach das Zeug wieder heraus und schafften damit Platz für die Zustellung von Rechnungen, Mahnbescheiden und polizeiliche Vorladungen.

        2017 war das Jahr, als die ersten bewegten Toiletten auftauchten, die heute auf Grund der überdimensionierten Lizenzvergabe das Stadtbild beherrschen. An manchen Kreuzungen starteten bei Grün zehn und mehr dieser fahrbaren, mit Werbetexten beklebten Scheißhausappartments, um rechtzeitig über die Straße und als erstes an den nächsten Bedarfsfall zu kommen.

        Ich erinnere mich an zwei der Franscheiße-Nehmer, die sich einen relativ festen Standort in der Nähe meines Containers auf der Flensburger Straße ausgesucht hatten. Die ist in stadtwärtiger Richtung eine von Gott, der Demokratie und selbst von der CDU verlassene Sackgasse ohne auch nur den Hauch irgendwelcher Kundenfrequenzen. Aber die beiden hatten, – man kann das nicht anders bewerten – das Geschäftsgespür, das eben nur echten Oligarchen eigen ist.

        Die Flensburger Straße endet unter einer Brücke, über die sich noch eine andere, die Autobahnbrücke spannt. Sie liegt im Blickfeld der Autobahnabfahrt DD-Altstadt. Dort rauscht Millionenverkehr über das Jahr gezählt, und es sind täglich einige Dutzend, die dringend einmal müssen müssen.

        Die Oligopolisten warben direkt vor der Abfahrt mit einem riesigen Pfeil nach unten und dem allseits bekannten Markenzeichen des Konzerns, dem nackten A. Sie hatten Zulauf noch und noch. Darunter an besagtem Tag ich. Ich hatte Eimer in der Gegend verkauft. Die Leute stellten wegen der Werbeflut Eimer und Wannen vor ihren Briefkästen auf.

        Der erste Hüttenvermieter unter der Brücke verlangte 25 Euro. „Fünfundzwanzig!“ blaffte er auf meine ungläubige Nachfrage. Ich ging wortlos weiter zum zweiten. Der wollte 35 haben, in Worten: fünfunddreißig. Meine Handelsspanne für fünfzig verkaufte Eimer.

        Ich schlich zurück. Zwecks Vermeidung eines Gespräches hatte ich jetzt 25 Euro für den Marktführer in der Hand und im Bauch zwei elende Gefühle. Eins davon war, dass die zwei Hand in Hand arbeiten würden. „Feierabend!“ empfing mich prompt der erste, der der Chef des Erpresserduos zu sein schien. „Fünfzig! Einschließlich Überstundenzuschlag. Einschließlich Mehrwert- sowie städtische Frischluftsteuer. Und Beeilung bitte…“ Er blickte auf die Uhr.

        Vielleicht kennt jemand das Glücksgefühl, das einen überkommt, wenn man im direkten oder übertragenen Sinn einen großen Haufen Sch. endlich losgeworden ist. Es war inzwischen etwas dunkel geworden. Am Ende der Flensburger Straße führt ein Trampelpfad direkt hinunter unter die Autobahnbrücke bis ans Ufer der Elbe.

        Die Olsens haben inzwischen einen Kinderwagenverleih aufgemacht. Manch Enkel fährt darin halbtags seine oder eine andere Oma spazieren. Falls die Prospektverteilung dafür noch Zeit übrig lässt.

        • Bernd Bernd sagt:

          Mann, Mann, Mann – du bist ja fast so gut wie UBER! Aber soll ich dir mal was sagen? – Dein Kommentar hat 10 Tage in meinem Scheißhaus… äähhh ich meine Mülleimer kampiert. Das kommt deswegen, weil du soviel Scheiße geschrieben hast. Hierbei meine ich das natürlich mit Anführungszeichen! Ich habe nämlich die Verwendung „böser“ Wörter in meinem Blog etwas ausgebremst, damit die Diskussion nicht aus dem Ruder läuft. Aber ich werde das ändern! Jawohl, Fäkalien for Präsident – ohne sich jetzt allein auf die USA zu beziehen. Schlimmer geht´s sowieso nimmer!

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