Von hinten durch die Brust ins Auge

Das war heute mal so ein richtiger Tag nach dem obigen Prinzip:
Nachdem ich zu Dienstbeginn recht planlos umhergeirrt bin, um einen ´Einstieg´ zu finden, landete ich an der Uniklinik (Ist ja auch kein Wunder, wo ich doch dort durch Google-Streetview berühmt wurde!). Nach einiger Zeit tauchte im Funk plötzlich ein Angebot für Großraumtaxi im Bereich -3km entfernt- auf. Sofort draufgegangen und was war´s? Eine Tagespflege hatte einen Fahrzeugausfall und mußte deshalb seine Kundschaft (oder sagt man Pflegschaft?) mit meiner Hilfe reinholen. Bei 5 Personen mit Anziehzeit kommt auch was zusammen.
Danach natürlich wieder Durststrecke. Dann endlich eine vernünftige Dialysefahrt, an deren Ende ich mich entscheide zur … Uniklinik zu fahren. Wie jeder weiß, lauert man ja dort auf Entlassungsfahrten, die schon mal ein Stück weiter gehen können. In meinem Fall heute lauerte allerdings im Funk eine Vorbestellung, die versprach, mit Omi um die Ecke zum Friseur zu fahren. Jetzt nun kommt der Dusel ins Spiel: 5 Sekunden, bevor es klingelte, leuchtete die Anforderungslampe der Uniklinik! Und wenn schon Dusel, dann richtig! Wenn ich vor Wochen bei Eis und Schnee ins Erzgebirge fahren mußte, dann geht es bei Hochwasser – na klar, flußaufwärts! In Königstein war ich erstmals 5cm unter Flußpegel im Wasser, in Bad Schandau dann ca. 15cm. Am Ziel angekommen dachte ich nur noch: „Nichts wie zurück, sonst kann ich mir hier für 3 Tage eine Schlafstelle besorgen. Das ist wirklich so. Bei den jetzigen Gegebenheiten hätte ich keinen Ausweg gehabt. Nachdem das Wasser in Bad Schandau auf der Rückfahrt schon 25cm hoch stand kam dann in Königstein die Überraschung: Trocken! Es ist unglaublich, aber der Pegel fiel in einer halben Stunde um etwa 20cm. Alles in allem hatte ich nach 8Stunden einen guten Schichtumsatz zusammen und konnte beruhigt – kegeln gehen.

Manchmal geht es eben nicht geradeaus zum Ziel!

PS: Im Nachhinein war es schade, daß ich keinen Fotoapparat dabeihatte. Hochwasser sind immer interessant.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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Eine Antwort auf Von hinten durch die Brust ins Auge

  1. Klaus sagt:

    Eine kleine Kompaktkamera sollte zur Pflichtstandardausrüstung von Taxifahrern gemacht werden. Was der Menschheit an Schnappschüssen so alles entgeht. 🙂

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