PL-ötzliches Fahrerglück

Rief ich doch neulich abends bei meinem Spannemann an, daß ich gleich zum Wechsel da bin, aber erst noch tanken mußte. Weil ich nun am Tag vorher schon getankt hatte, fragte er ganz entgeistert: „Wo fährst denn du bloß immer rum?!“ Und das begann so:
Nachdem ich am Morgen eine planmäßige und eine Krankenfahrt erledigt hatte dachte ich mir: „Stell dich doch mal wieder ans ´HotelXY´.“ Gesagt, getan. Nachdem ich als Fünfter gekommen war, landete ich sehr schnell auf „Ecke“ und es kam eine Vorbestellung mit Bedingung der Kreditkartenzahlung auf mich zu. Ich habe sie dann auch erhalten und fuhr zu besagtem Hotel. Hier meldete ich mich nur kurz an der Rezeption und ging dann in Erwartung des Fahrgastes wieder nach draußen. Zur Abfahrtszeit kam dann ein junger Mann zu mir, stellte sich als mein Fahrgast vor und fragte mich in gebrochenem Deutsch (mit englischen Untertiteln), ob mir übermittelt worden sei, daß es ins Nachbarland ginge. Kurzzeitig sah ich ihn etwas verschwommen, weil sich meine Pupillen plötzlich aus unerfindlichen Gründen verformten:

Aufgrund der „Untertitel“ habe ich ihm gleich auf Englisch geantwortet, daß dies nicht der Fall, aber das Ziel sowieso egal ist.
So weit weg von unserer Zentrale funktioniert natürlich unsere Kartenzahlung wegen des nötigen Funkkontakts nicht wie vorgesehen. Deshalb schlug ich vor, schon vor Abfahrt einen Betrag ein „Stück“ oberhalb des zu erwartenden Betrages abzubuchen und ihm am Ziel den Rest in bar zurückzuerstatten. Genauso haben wir´s dann auch gemacht und ab ging die Post.
Am Ziel angekommen sagte ich ihm den exakten Betrag anhand der gefahrenen Kilometer, der sich (nicht nur zufällig!) mit meiner Ansage vor Abfahrt deckte und wollte ihm den Restbetrag auszahlen. Hierauf meinte er allerdings, wir wären so pünktlich angekommen und hätten uns so angenehm unterhalten, daß ich den Rest als „Tipp“ behalten möge.

Tja, und so mußte ich halt schon wieder tanken.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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