Statistischer Kaffee

Wenn man irgendwo am „Ständer“ steht und nichts rührt sich, dann hilft nur noch – der Kaffeetrick! Dieser ist eigentlich nur der ersatzweise Zigarettentrick für Nichtraucher. Beides sind Ableger von `Murphy´s Gesetzen`. Diese besagen sinngemäß, daß das, was schiefgehen kann, auch schiefgehen wird.
So denkt man sich nämlich:“Tja, mein Gott, wenn sowieso nichts geht, dann kannst du auch erst einmal eine rauchen/einen Kaffee trinken.“ Im selben Moment, in dem man die Zigarette angezündet/den Kaffee eingeschenkt hat, kommt der Kunde! Das funktioniert scheinbar mit solcher Treffsicherheit, daß man bei schlechtem Geschäft oftmals halb im Spaß, halb im Ernst eine der besagten Tätigkeiten ausführt, um den Umsatz in die Bahn zu zwingen. So habe also auch ich beim „Versanden“ am Krankenhaus Friedrichstadt mein Glück in Form eines Kaffees in den Becher gezwungen. Und was soll ich euch sagen?! Angesch… miert! Erst 5 Minuten nach Leeren des Bechers durfte ich meine nächste Kundin in Empfang nehmen, um dann eine Wahnsinnsstrecke für 6,80€ zu absolvieren.
Es zeigt sich also, daß der Trick auch praktisch nicht funktioniert. Theoretisch ist es nämlich genausolcher Schwachsinn wie die Annahme, daß eine herunterfallende Marmeladenschnitte mehrheitlich auf die beschmierte Seite fällt. Statistiker haben nämlich festgestellt, daß das Landeverhalten etwa pari-pari ausfällt. Entscheidend ist nur, daß einem der Sturz auf die Marmelade aus verständlichen Gründen 10mal häufiger im Gedächtnis bleibt.

Also dann: „Prost Kaffee!“

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Statistischer Kaffee

  1. cyberjoker sagt:

    Ich hab mal gehört oder gelesen (weiß nicht mehr) daß Toast immer mit der Butterseite auf dem Boden landet weil die Tische eine bestimmte Höhe hätten. Wären die Tische höher läge die Butterseite oben. Dann würde der Toast sich öfter im Flug drehen.
    Ob es stimmt habe ich nicht ausprobiert..
    😉

    • Bernd Bernd sagt:

      Daß das gleichartige Landeverhalten der Schnitte im Versuch nachgewiesen wurde, habe ich wirklich gelesen und glaube auch selbst daran. Ein Toast, der auf dem Tisch liegt, hat zum Beispiel keinen Grund, auf den Fußboden zu fallen, denn er liegt ja schon. Aus der Hand zu fallen dürfte ihm daher schon gelegener kommen. Allerdings haben nun mal nicht alle Menschen dieselbe Höhe. 🙂

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