Raritäten

Manchmal erlebt man Dinge, die in 10 Jahren vielleicht nur einmal vorkommen. Besonders interessant wird es, wenn solche Raritäten kurz hintereinander eintreten.
So fuhr ich gestern an den Taxistand Bühlau und hatte im selben Moment Kundschaft.
Es waren zwei Jungs, vielleicht 12 und 14 Jahre alt, die nach Weißig in´s McDonalds wollten. Auf ihre Anfrage habe ich einen Preis von 8 Euro geschätzt, womit sie einverstanden waren. Und was zeigte dann die Uhr: 8,00 €! Wenn das kein Meisterschätzen ist.
Nun kann ich mich nicht erinnern, ob ich überhaupt schon einmal Kinder als Laufkundschaft hatte und deshalb kann man auch eine gewisse Skepsis nicht vermeiden. Man denkt dann: Vielleicht flitzen sie dann oder wollen dich bloß verarschen oder haben gar kein Geld. Ich aber habe Vertrauen in unsere Jugend und bin nicht enttäuscht worden.

Heute nun war Phase 2 der Raritäten. Gerade als ich über den Theaterplatz fuhr, lief durch den Funk das Angebot „Raum Schauburg“. Nach dem Motto: „Alles, was wie Fleisch aussieht, wird gefressen!“ habe ich mitgedrückt und – gewonnen. Die Freude darüber war auch entsprechend groß – die Verwunderung kam erst noch. So ist es doch recht erstaunlich, wenn man mitten in der Stadt einen Auftrag bekommt, bei dem vielleicht 10 Wagen näher dran sind. Des Rätsels Lösung fand ich beim Weiterblättern im Funkauftrag. Dort stand nämlich „Englisch sprechend“ und „Kindersitz Gruppe I“. Nun war mir die Sache schon klarer, denn in dieser Mixtur liegt tatsächlich Seltenheitswert.

Was zu beweisen war!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Taxi abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Raritäten

  1. Numanoid sagt:

    Erstaunlich das keines der (durchschnittlich 3-4) Taxen die eigentlich immer vor der Schauburg herumstehen, diese Bedingungen erfüllt hat.
    Naja, Glück für dich 😉

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.