Realitätsverlust

Das Szenario war so herrlich, daß ich es unbedingt der Welt mitteilen muß: Ich fuhr nur mal eben kurz zum Einkaufen, also raus aus dem Tor, rechts rum und… 20m vor mir wollte ein Kleinwagen in das Grundstück 3 Nummern neben mir. Er drückte also den Fern-Türöffner und fuhr dann richtig dicht an das Tor heran, damit der Verkehr auf der Straße ungehindert weiterfließen kann – Sehr löblich! Er versperrte zwar den Fußweg, aber zum Glück kam ja niemand… , wenn man von dem jungen Mann auf dem Mountainbike einmal absieht. Als dieser nun bemerkte, daß ihm der Weg versperrt wurde, trat er noch mal richtig in die Pedale, um dann demonstrativ mit den Bremsen quietschend 10cm neben dem PKW zum Stehen zu kommen und den Fahrer bitterböse zu fixieren.
Hier nun habe ich schwer über ihn nachgedacht: angetrunken? vom Saturn eingereist? IQ unter 50? Ich weiß es nicht.

Solche Leute kommen mir vor wie ein Ladendieb, der sich nachts bei der Polizei darüber beschwert, daß der Juwelier die Fensterläden heruntergelassen hat.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Privat, Radfahrer abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten auf Realitätsverlust

  1. max sagt:

    und sie kommen mir vor wie ein selbstgefälliger neunmalklug, der glaubt, die weisheit mit löffeln gefressen zu haben und nicht in der lage ist zu begreifen, dass seine geistigen kapazitäten bei weitem nicht so groß wie angenommen sind.

    • Bernd Bernd sagt:

      Sie haben recht, junger Mann! Ich bin tatsächlich nicht in der Lage zu begreifen, wie man solche „Bolzen“ heraushauen kann, wenn man einigermaßen nachdenkt. Ich schreibe das aber ihrer Jugend zu und deshalb ist ja noch viel Luft nach oben.

  2. Steffen sagt:

    Von der Sorte gibt es aber noch mehr. 🙂
    Der junge Mann stammt evtl. auch aus der Familie 🙂

  3. David sagt:

    Mal vorausgesetzt der Fußweg war für Radfahrer freigegeben:
    Wieso ist es löblich, das der Autoverkehr freie Fahrt hat, aber der Radler (und eventuelle Fußgänger) nicht? Ist er ein schlechterer Verkehrsteilnehmer?
    Beim Abbiegen ist nun mal dem Geradeausverkehr Vorrang zu gewähren.
    Würde der Autofahrer auf der Straße warten, würde er sicherlich ähnlich böse Blicke der Autofahrer ernten.
    Aber das alles passt mal wieder ins Bild der bösen Kampfradler, die gar keine sind, sondern nur wie andere Verkehrsteilnehmer ihre Rechte einfordern. Dumm nur, dass die vielen Autofahrern unbekannt sind.

    • Bernd Bernd sagt:

      Die Voraussetzung ist leider nicht gegeben. Der Fußweg ist an dieser Stelle nicht für den Radverkehr freigegeben. Insofern kann der Autofahrer für etwa 20 Sekunden den Fußweg versperren, weil im betreffenden Moment keine Fußgänger zu sehen waren und diese bei Auftauchen an der Straßenecke mindestens diese 20 Sekunden bis zum Tor benötigen würden. Es wurde also NIEMAND BERECHTIGTES behindert. Außerdem lag im Fokus meiner Mißachtung die Tatsache, daß er extra noch beschleunigt hat, damit der Wagen auf keinen Fall im Grundstück verschwinden kann, ohne daß er dem Fahrer zeigen kann, wie böse dieser ist. 🙁

    • Steffen sagt:

      Die Realität sieht leider anders aus. Wir können gern mal eine Nacht gemeinsam durch die Stadt fahren und uns die angeblichen „nicht Kampfradler“ mal anschauen.

      Danach unterhalten wir uns nocheinmal. 😉

      Willkommen in der Realität.

  4. Jens sagt:

    Ich tippe auf IQ unter 50 + angetrunken 😀
    Haha musste sehr lachen!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.