Lebensretter

Heute durfte ich unverhofft wenn vielleicht auch nicht zum Lebensretter, dann zumindest zum Retter der körperlichen Unversehrtheit eines Radfahrers werden. Dies gelang mir dadurch, daß ich schon per se Radfahrer in meiner Reichweite als Idioten einstufe. Sind sie es dann doch nicht, ist alles gut, weil sie sich ordnungsgemäß verhalten oder zumindest aufpassen. Trifft meine Vermutung zu, dann passiert auch nichts, denn dann passe ich auf. Worum ging es:
Ich kam heute früh auf der Försterlingstraße fahrend an der Straße des 17. Juni an, wo sich zur Zeit wegen einer Umleitung eine Bau-Ampel befindet. An dieser stand ich also und blinkte rechts. So knapp 10 Sekunden später schlängelte sich ein Radfahrer rechts an mir vorbei und stellte sich Front an Front neben mir auf. Würde ich ihn für einen Verkehrsteilnehmer mit Übersicht halten, hätte ich angenommen, daß er ebenfalls nach rechts will und deshalb in gleichzeitigem Abbiegen kein Problem sieht. So hätte ich das auch gesehen, wenn ich mich nicht gefragt hätte, warum ausgerechnet dieser Mann zu der einstelligen Prozentzahl mitdenkender Radfahrer gehören sollte. Deshalb lenkte ich nach dem Anfahren nicht ein und – siehe da: Man fuhr geradeaus!

Kann mir mal bitte, bitte jemand erklären, warum Radfahrer ständig denken, sie hätten rechts der anderen Verkehrsteilnehmer irgendwelche Rechte, wenn sie sich nicht auf einem Radweg befinden?!

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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