Frustschlaf

Seit einiger Zeit probiere ich erfolgreich eine Möglichkeit aus, dem Frust des schlechten Geschäfts zu entkommen. Ankurbeln kann ich es nicht, aber dem Frust keine Angriffsfläche bieten kann man durchaus. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie bei dem Mann, der unter Darminkontinenz leidet und keinen Arzt und kein Medikament findet, das ihm hilft, welcherart Hilflosigkeit ihn fast in den Selbstmord treibt. In seiner Not folgt er dem Rat eines Freundes und kontaktiert einen Psychiater. Als sich beide wieder einmal treffen, fragt der Freund nach dem Erfolg des Psychiaters, woraufhin der Patient hellauf begeistert ist. „Es ist wirklich unglaublich, was seine Medizin vermag! Ich scheiß mir zwar nach wie vor in die Hosen, aber ich mach´ mir nichts mehr draus!“
So also bin ich dazu übergegangen, bei schlechtem Geschäft einfach irgendwo an einem THP stehenzubleiben, den Sitz nach hinten zu rücken und eine Mütze voll Schlaf zu nehmen.
Erstens vergeht dann die Zeit schneller, zweitens ärgert man sich im Schlaf weniger und drittens bin ich dann wirklich putzmunter, falls ich doch mal eine Fahrt erhasche. So habe ich heute den ganzen Tag verbracht! Schon früh konnte ich am Flieger über 1 Stunde abruhen und erhielt dann eine ansprechende Tour in die Stadt. Gegen Mittag dasselbe Spielchen an der Frieda, wo ich allerdings den Zonk erhasche, eine Dialysefahrt von 7,10 €. Wenn hier nicht die Häme der Kollegen zugeschlagen hätte, wäre aber auch das relativ easy gelaufen. Stattdessen anschließend eine Fliegerfahrt – Na bitte! Dort oben wieder Schläfchen und Fahrt bis nach Tolkewitz, gefolgt von Schläfchen am Herzzentrum und… Reise in die Oberlausitz! Von nun an werde ich mich zum Erfolg schlafen.

Das machen schließlich viele so. 😉

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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