Vielen Tank für diese Aktion!

Es ist mal wieder soweit, daß ich einen – nicht viele oder sogar alle – wirklich nur einen Radfahrer aus der Masse heraushebe. Durch seinen wagemutigen Stunt wissen wir jetzt, daß Fahrer von Gefahrgutlastern immer noch alles im Griff haben…

Ich fuhr heute früh kurz vor 7 auf der Winterbergstraße in Richtung Stadtmitte. Direkt vor mir war ein Truck mit einem Tank-Auflieger und Gefahrgut-Beschilderung. Er befuhr die Einmündung in die Karcherallee nach rechts direkt bei Aufleuchten von Grün. Nach dem Halb- Herumziehen stockte er, weil ein Radfahrer kam und setzte nach dessen Passieren die Fahrt fort, weil er niemand anders mehr sah. Nun ist so ein Truck kein Rennwagen und deshalb dauerte es auch ein paar Sekunden, bis er wieder etwa 8 m zurückgelegt hatte. Er erreichte damit den rechten Rand des Fußgängerüberweges. Der Radweg war quasi schon blockiert. In diesem Augenblick schoß von hinten ein Radfahrer heran und überquerte in einem kurzen Bogen die Karcherallee neben dem Überweg und etwa 1 m vor dem Truck. Dessen Fahrer ging reaktionsschnell derartig auf die Bremse, daß die Federung die Fahrerkabine bis auf´s Chassis herunterließ und sich auch der Tank bedenklich neigte. Ich vermute deshalb einen amtlich angeordneten Reaktionstest, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß ein Radfahrer – noch dazu ohne Helm – gegen den im Tank wahrscheinlich vorhandenen Druck mit einem Vakuum im Hirn ankämpft.

Normalerweise ist es ja kein großer Akt, wenn man als Radfahrer noch „mal eben so“ durchhuscht, aber – und deswegen sollte man es nicht allgemein proklamieren: Es sind nicht alle Menschen mit Verstand gesegnet.

Solche Auswüchse darf es nicht geben

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Vielen Tank für diese Aktion!

  1. Einhornreiter sagt:

    Sag ich doch! Jeder Radfahrer ist einer zu viel. Nichtsdestot Rotz werden es immer mehr.
    Am Ende bleibt keine andere Möglichkeit, als sie vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen mit dem Ziel, sie baldmöglichst zu verbieten. Wäre Schäuble noch Innenminister, dann hätte er diese Gefährder längst als das eingestuft, was sie sind: Teerrohrrischten. Leider hat sich der große Staatsmann auf das Gebiet Finanzen zurückgezogen. Und so müssen wir damit leben, dass der Transport des Gefahrengutes Milch immer mehr zum Risikogeschäft wird.
    Wie jedes Risiko kann man auch dieses streuen. Mein Vorschlag wäre, dass die Milch von Taxis in Leppersdorf abgeholt und in Kannen zum Verbraucher gebracht wird. Natürlich nachdem ihr jedwede Art von explosiven Nährstoffen vorher entzogen worden ist.

    • Bernd Bernd sagt:

      Aber nein doch! Ich bin doch nicht gegen Radfahrer, sondern gegen solche wie diesen. Und da ich „solche wie diesen“ außer diesem noch nicht gesehen habe heißt das: „Nur gegen diesen!“
      Ich glaube auch nicht an Milch mit Gefahrgutkennzeichnung. Stutzig würde ich allerdings werden bei der Tankaufschrift „VEB Petrolchemisches Werk Leppersdorf“. Und jetzt kommt sie, die hinterfotzige Frage:
      „Was ist schlimmer, das petrolchemische Werk oder der VEB!“ 😀

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