Flieg, Ikarus, flieg!

Der Luftverkehr ist doch ein Segen! Natürlich nicht wegen der Umwelt, aber wegen der Taxiumsätze. So wie heute bin ich lange nicht mehr vom Flughafen gerollt. Den Grund dafür konnte ich abends in der Zeitung lesen: Dresden legt zu im Kongressgeschäft. Und genauso stellte sich die Kundschaft auch dar: multikulturell und multidisziplinär. Das ist manchmal sogar überraschend lustig: So sprach ich mit einem Fahrgast zwanglos über das Studium meiner Tochter, wobei mir ein verdächtiges Sachverständnis seinerseits auffiel. Tja, so einfach ist das manchmal. Er entpuppte sich als Uni-Prof., zwar andere Disziplin als Chemie, aber immerhin. Solche Gespräche bereichern den Horizont ungemein, meiner Ansicht nach auch beiderseitig, weil unabhängig. Das bringt vor allem auch Einblicke in die deutsche Bildungspolitik, die man ansonsten so nicht hätte.
Dann waren da noch: die drei chinesischen IT-Fachkräfte. Worum es in ihrer Unterhaltung ging, konnte ich nicht verstehen, denn das Ganze kam mir spanisch chinesisch vor, aber eins ist sicher: schnattern können sie wie deutsche Frauen!

Endlich mal wieder ein Tag, wo ich sage: “ Give me more von sowas!“

PS: Ausgenommen davon sei die letzte Fahrt, als ich mich nicht entblödete, eine Raumanforderung direkt 200m vor mir zu quittieren: Die Quittung für diesen Schwachsinn war eine Fahrt für 2,90€, die mich fast eine halbe Stunde kostete. Man kam nicht schnell genug aus der Kneipe, nicht schnell genug ins Auto, hatte nicht schnell genug das Geld parat, nicht schnell genug das Rückgeld(passend) gezählt und kam dann nicht schnell genug aus dem Auto heraus.

Ab sofort mache ich nach Einbruch der Dunkelheit keine Fahrten mehr!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Kultur, Taxi abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.