Schön geradeaus

Das Geschäft am gestrigen Mittwoch ging wirklich schön geradeaus. Ich habe mich nicht auf den Flughafen oder andere Highlightpunkte der Stadt konzentriert, sondern schlicht und einfach „Ständerdienst“ gemacht. Auf diese Weise kamen 17 Fahrten zustande, die logischerweise ein erkleckliches Sümmchen einbrachten. Wirklich außergewöhnlich allerdings war der Tages-Ausstieg! An der Uniklinik werden Taxianforderungen aus den Stationen an den Einlaßdienst übermittelt. Dieser aktiviert eine Rundumleuchte, die das erste Taxi in der Reihe an die Schranke ruft. Dort erhält es dann per Wechselsprech den Fahrauftrag. Als ich nun meine vorletzte Fahrt des Tages beendet hatte und in den Funk schaute, sah ich an der Uniklinik 2 Fahrzeuge. Als ich daraufhin dorthinfuhr und nochmals nachschaute, waren auch diese beiden verschwunden. Nach der  letzten Kurve der Zufahrt blickte ich direkt auf eine laufende Rundumleuchte, die ich nach einem Blick auf den leeren Taxistand als die meinige erkannte. Selbst der Wachschutz erkannte nicht sofort, daß das aus einer völlig anderen Richtung nahende Taxi dasjenige war, das dem Ruf der Lampe folgte. Mit dem nun folgenden Auftrag fuhr ich nach – Hoyerswerda, 75 km entfernt. Wie dem aber nun mal ist, Murphy ist niemals weit entfernt. Wenn schon eine lohnende Fahrt, dann doch aber bitte 2 Stunden vor Fahrerwechsel, bei hohem Schnee, Dunkelheit und Regen!

Aber auf jeden Fall: Patient glücklich zu Hause, Fahrer glücklich zu Hause und Fahrzeug unversehrt. Was will man mehr?!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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