Ich armes Schwein

Ich bin wirklich ein armes Schwein! In meinem Wohnumfeld gibt es nämlich seit etwa 3 Monaten eine Straßenbaustelle. Die ist NICHT das Problem. Wegen dieser Baustelle führt die Umleitungsstrecke direkt an meinem Haus vorbei. Das ist AUCH NICHT das Problem. Da nun direkt am Haus der Verkehrsstrom abzweigt und deshalb eine Interimsampel installiert wurde, gibt es direkt vor meiner Nase ständiges Stop and Go. Das ist AUCH NICHT das Problem. Die Ampelphasen sind sehr lang und deshalb stehen in Sicht- und Hörweite meines Balkons – auf dem ich sehr gern sitze – minutenlang Fahrzeuge mit laufendem Motor. Die sind AUCH NICHT das Problem. Manche dieser Fahrzeuge haben alle Fenster geöffnet, was im Zeitalter der Klimaanlage eigentlich sehr rückschrittlich ist, zumal es sich bei den Fahrern dieser Fahrzeuge fast immer um männliche Personen unter 25 Jahren handelt(Ich habe das Wort ´Männer´ hier bewußt vermieden). Nun ja, die offenen Fenster dienen auch nicht dem Luftaustausch, sondern dazu, aneinandergereihte Tonfolgen mit maximaler Lautstärke nach außen zu transportieren. Wenn diese Tonfolgen melodisch aneinandergereiht werden, nennt man das ´Musik´. Das ist allerdings in den wenigsten Fällen gegeben. Die Folge ist, daß ich gerade am Wochenende, an dem ich viel Zeit an der frischen Luft verbringe, ein Maximum dieses Lärms konsumieren muß. DAS ist das Problem!
Innerhalb der Woche ist dieses Problem gering – warum wohl? Ganz einfach weil bei den besagten Kerlchen das Spritgeld nur für´s Wochenende reicht.

Leute! Wenn ihr schon in der Balz seid, könnt ihr euch nicht wenigstens eine weniger nervende Penisverlängerung aussuchen?!

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Musik, Privat, Verkehr abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten auf Ich armes Schwein

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.