Fremdschämen

Kennt ihr eigentlich den Begriff und noch viel wichtiger das Gefühl des Fremdschämens? Es tritt meistens auf, wenn sich ein Mensch, dem man sich eigentlich irgendwie verbunden fühlt, unsäglich blamiert. An diesem Punkt war ich heute:
Gegen Mittag stand ich an der Uniklinik, vertrieb mir die Zeit und beobachtete mehr oder weniger interessiert meine Umwelt. Punkt des Interesses sind dann oft Taxis aus anderen Landkreisen oder Städten. So war es auch heute. Es näherte sich ein Mercedes E-Klasse Kombi mit Bautzener Kennzeichen, gesteuert von einer sehr jungen Blondine mit Pferdeschwanz. Ihre Fahrweise vor der Klinik ließ darauf schließen, daß sie noch nie hier war. Das ist ja nun aber keine Schande, auch dann nicht, wenn man bei der zweiten Vorbeifahrt dann doch jemanden nach dem Weg fragt. Aber… um Himmels Willen: Müssen denn die Befragten zwei ältere Damen sein, wenn 20 Meter weiter 9 (in Worten „neun“) Taxen samt Fahrer stehen?!!

Ist das denn der Kollegin selbst eigentlich gar nicht peinlich?

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Fahrkünste, Taxi abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Fremdschämen

  1. Reinhold sagt:

    Die Kollegin wollte ja gar nicht den Weg wissen. Vieleicht wollte sie einfach nur reden.

  2. Bernd Bernd sagt:

    Genau! Und zwar über den Weltfrieden!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.