Not-Ration

MottenkisteEs war einmal – vor vielen Jahren – da stieg mir am Annenfriedhof ein Pärchen etwa Mitte 30 ins Auto. Man legte im Fußraum 3-4 Einkaufsbeutel ab, in denen es verdächtig klapperte. Das angesagte Fahrziel war ca. 300m entfernt. Irgendwann in der Mitte dieser „Tour“ mußte ich stark abbremsen, woraufhin hinter mir etwas gläsern schepperte. Erschrocken fragte ich, ob etwas zu Bruch gegangen sei, denn daß in den Flaschen kein Mineralwasser war, sah ich den beiden an der Nasenspitze an. „Nein, nein, alles OK!“, wurde mir daraufhin geantwortet. Nur Sekunden später verbreitete sich allerdings ein unwiderstehlicher Duft von frischem Bier im Wagen. Etwas ungehalten meinte ich: „Es ist ja doch etwas kaputtgegangen!“ Daraufhin eine kleinlaute Antwort: „Nein, die waren offen“!
Ich war restlos baff! Nicht nur, daß man sich eine Flasche Bier aufmachen muß, um eine Autofahrt von 300 Metern zu überstehen, es mußte auch für jeden eine Flasche sein.

Sollte das etwa eine Form von Abhängigkeit sein??!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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Eine Antwort auf Not-Ration

  1. Thomas sagt:

    Ja so sind sie die Hartztiere aus der Käfighaltung.

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