Ehre, wem Ehre gebührt

Endlich durfte ich erleben, daß der aufopferungsvolle Beruf des Taxifahrers einmal so richtig gewürdigt wird! Wie das geschah, hätte nicht besser als gerade so wie geschehen beschlossen werden können. Als ich nämlich zu meiner alltäglichen „Heimbringer“-tour aufbrach, standen an jeder Kreuzung Polizeifahrzeuge, die jedesmal bei meinem Auftauchen die Zubringerstraßen absperrten und ich dadurch ständig freie Fahrt bekam. Diese Variante der Ehrung war so nett – gleichzeitig aber auch so angebracht – daß ich mich nicht lumpen ließ und alle teilnehmenden Beamten mit huldvoller Geste grüßte. Ihrem verblüfften Gesichtsausdruck zufolge waren sie selbst überrascht von soviel Großmut meinerseits.
Die galante Hilfestellung endete bei der Einfahrt in die Bürgerwiese, von wo aus sie auch nicht mehr notwendig war. Das hatte man sehr richtig gesehen.

Da hatte die Limousinenkolonne, die kurz vor dem Abbiegen etwa 200 Meter hinter mir sichtbar wurde, aber mal so richtig Glück gehabt, daß sie in meinem Schatten so schnell vorwärtskam.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Ehre, wem Ehre gebührt

  1. Huuh sagt:

    Lass mich raten, war es Kaiser Wilhelm, August der Starke oder Stanislaw der Prachtvolle, der hinter dir kam?

    • Bernd Bernd sagt:

      Nein, alles falsch! Hinter mir fuhr die Parkeisenbahn. …ach nee, das kann ja nicht stimmen. Die braucht ja Schienen! War es die Parkkralle, Parkbuchte oder Parkwächterin?! – Jetzt weiß ich´s wieder! Es war ein Name, den man sich als Europäer kaum merken kann. Am besten vielleicht noch mit dem Esselsbrücken-Satz: „Geh´ in den Park und grüße!“ —-> Park Geun-hye

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