Ostern ´14 die Dritte



Aus der ´SZ´ vom 19.4.2014

Die Tatsache dieses Brandanschlages an sich ist sehr ernst und durch nichts zu entschuldigen. Daß er aber überhaupt möglich war, ist eine Lachnummer ersten Grades! Man stelle sich doch einmal vor: Da dringen fremde Personen nachts in ein Objekt der staatlichen Streitkräfte ein, zünden zig Fahrzeuge an und verschwinden dann unerkannt! Vielleicht hätte man dieses Gelände als militärisches Objekt auch so bewachen sollen wie ein solches, oder? Ich glaube kaum, daß das in einem NVA-Objekt möglich gewesen wäre. Das ist natürlich auch kein Wunder. Das waren doch sowieso alles schießwütige Bestien, die nur drauf gelauert haben, einen unbescholtenen Familienvater umzulegen.
Vielleicht aber ist es doch nicht ganz so vorteilhaft, die Objektwache in die Hände eines privaten Sicherheitsdienstes zu legen, anstatt Soldaten dafür einzusetzen, wofür sie ausgebildet wurden. Inzwischen hat man allerdings gelernt.
Hier greift wieder einmal der Witz, den ich jedesmal an den Mann bringe, wenn ich Fahrgäste aus dieser Offizierschule an Bord habe. Ich sage dann immer:
„Einen eventuellen Krieg mit Einsatz der NVA gegen die Bundeswehr hätten wir mit Sicherheit gewonnen, und zwar ohne einen einzigen Schuß!“

„Wir wären nämlich am Wochenende gekommen oder nach 16:00 Uhr, da wäre gar keiner da gewesen!“

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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4 Antworten auf Ostern ´14 die Dritte

  1. Bernd K. sagt:

    Wie hätte die NVA am Wochenende gegen die Bundeswehr einen Krieg gewinnen können, wenn es am WE keine Bundeswehr gibt? 🙂

    • Bernd Bernd sagt:

      Das ist es ja gerade, was ich meine! 😉
      Das ist doch wie beim Schach: Wenn der König flöten geht, ist Schicht im Schacht. Daß in unserem geliebten Vaterland die Leute austauschbar sind, weiß auch jeder. Also nutzt ein Sieg gegen den König gar nichts, denn da wird ein Neuer bestimmt und weiter geht´s… gänge es! Wenn da nicht die Immobilien wären. In unserem Staat bestimmen die, die über die Immobilien bestimmen! Deshalb kann man auch Betriebe plattmachen, Leute entlassen und was weiß ich noch für sozialen Kahlschlag betreiben – Hauptsache ist schließlich der Immobilienbesitz. Was hätte also die Bundeswehr noch für eine Chance zum Kampf ohne ihre Immobilien. Schließlich sind mit diesen auch die Kampfmittel übernommen worden. Man müßte also Objekt samt Panzern oder was auch immer von der NVA mieten. Schließlich ist man ja eine rechtsstaatliche Armee. Aber wie willig Vermieter sind, kann man ja täglich erleben! Das wird also nichts mehr werden. Die Bundeswehrangehörigen müßten also zu einer anderen Streitmacht wechseln, denn schließlich ist ja die Familie das Wichtigste und muß ernährt werden. Am besten in der Familie bleibt man natürlich, wenn man im Lande bleibt. Wie bleibt man im Lande? – Indem man bei einer deutschen Armee anheuert! Und welche ist aufgrund der Besetzung der Immobilien noch kampffähig? Na klar, die NVA! Und wie nennt man das im Aktienjargon: „Feindliche Übernahme“! 😀

  2. Bernd K. sagt:

    Interessante Theorie, vor allem wenn man bedenkt, wer die grössten Landbesitzer in D. sind…

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