Privilegien

In dieser Woche habe ich Urlaub. Zwischen all der liegengebliebenen Arbeit, die jetzt zu erledigen ist, kann man natürlich zwischendurch auch mal wochentags ein bißchen rausfahren. Gesagt, getan: Ohne irgendeinen konkreten Plan zuckelten wir los und ließen das Auto und unsere Gedanken ihren Weg selbst finden. Logisch, daß dabei ab und zu eine „kurze Wende“ oder sonstige Spielereien stattfanden. Als dann nach dem x-sten Male jemand neben mir erneut deutlich Luft zog und ich ahnungslos fragte: „Was denn!!“, bekam ich als Antwort: „Du fährst wie ein Anfänger!“. Zuerst wollte ich natürlich lautstark prostituieren – oder wie das heißt – , aber dann kam mir blitzartig die Erkenntnis! Genau, das ist es! Es ist das Privileg des Anfängers, so zu fahren, wie es ihm gerade einfällt, ohne daß jemand ernsthaft böse mit ihm ist. Er muß nur sicherstellen, daß man auch den Anfänger in ihm deutlich erkennt.

Ab nächste Woche hefte ich mir ein großes „A“ hinten an´s Taxi, dann kann ich ungehindert nach meinem Gusto fahren. 😉

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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5 Antworten auf Privilegien

  1. Andreas sagt:

    Das „A“ war früher tatsächlich mal ein Zeichen für „Anfänger“. Heute wirds eigentlich drangepappt, wenn man Abfall transportiert. Weiß nicht, wie deine wissenden Fahrgäste drauf reagieren 😉

    • Bernd Bernd sagt:

      Das mit dem Abfall-A habe ich auch noch nicht gewußt. Wahrscheinlich wird deshalb meist „Anfänger“ ausgeschrieben. Damit bei Familienwagen das Schild nicht ständig rein und raus muß, schreibt man auch oft „Anfängerin“.

    • steffen sagt:

      Ich wollt grad noch sagen da sollte man besser aufpassen und die Fenster immer schön geschlossen halten 😀

  2. Reinhold sagt:

    Deine Fahrgäste werden denken sie fahren mit einem Österreicher. 😉

    • Bernd Bernd sagt:

      Ornööö! Nu haut mir doch nicht alle Begriffe mit „A“ um die Ohren! Als nächstes kommt womöglich noch „Alkoholiker“, „Analphabet“ oder sonstwas, wobei ich mit ersterem noch eher leben könnte. 😉

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