Ich hab´ dich!

Nichts ist so deprimierend wie die Gewißheit, daß man sich wider besseres Wissen doch verarschen lassen hat! Der letzte Sonnabend lief so herrlich, daß ich glaubte, das unbedingt noch einmal wiederholen zu müssen. Und wenn der richtige Umsatz erst am Nachmittag stattfindet, reicht natürlich ein Einstieg um 12:30 Uhr. Wie ich allerdings bald feststellen sollte, bestand das heutige für mich vorbereitete Gourmet-Essen aus Grütze mit Eierpampe.
Bis zu dem Moment, an dem ich endgültig die Schnauze voll hatte, standen mir genau 2 (in Worten: zwei) Fahrten zu Buche. Und jetzt kommt´s: 2 weitere wurden mir dadurch verhindert, daß 2 „Künstler“ nach Erhalt eines Auftrages noch am THP stehenblieben. Da das Funksystem sehr träge ist, nimmt man dann meistens an, daß die VB bereits in sicheren Händen ist. So halt auch bei der ersten. Ich habe mich bei der Vorbeifahrt quasi aus Spaß angemeldet und mußte feststellen, daß ich der einzige Angemeldete war! Nun aber schaltete die Ampel auf Grün, ich mußte den THP-Bereich verlassen und die Fahrt bekam der Kollege, der 10 Autos hinter mir auftauchte. Also macht ich kurzentschlossen ein paar Leerkilometer um dann tatsächlich eine Fahrt abzubekommen. Das Abholhaus und das Ziel deuteten auf eine ältere Dame hin, die sich aber auf Klingeln nicht blicken ließ. Kurz vor Abfahrtszeit sprach mich dann die Nachbarin an, von wegen zu wem und so. Nach der Mitteilung, die Frau sei nicht da im Zusammenhang mit einer geplatzten Taxibestellung und überquellendem Briefkasten kamen mir dann merkwürdige Gedanken, woraufhin ich sie nötigte, unbedingt nachschauen zu gehen. – Tja, die Dame hatte verschlafen – um die Mittagszeit! Wahrscheinlich war es wie immer: RentnerInnen stehen immer mit den Hühnern auf, brauchen aber doppelt so viel Schlaf wie diese. Jedenfalls fand die Fahrt statt und das war das einig Zählende in dieser Frage. Nachdem die nächste Fahrt genauso sinnlos war, habe ich den Tag beendet, nicht ohne Umweg über LIDL allerdings, um noch etwas Brennol zu kaufen.

Irgendwie muß man solche Geschehnisse doch verarbeiten, Himmel, Arsch und Zwirn!!!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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