Trinkgeld ade!

Langsam beginne ich mir zu wünschen, daß die Systeme für Kreditkartenzahlungen einander angeglichen werden sollten. Ich hatte heute einen US-amerikanischen Fahrgast, mit dem ich mich sehr nett unterhalten habe. Es war eine der interessantesten und lustigsten Gespräche seit Langem. Wenn die Chemie derart stimmt, dann ist es kaum verwunderlich, wenn sich das in unserem Beruf auch im „Tipp“ niederschlägt.  – Nicht so in diesem Fall: Nachdem ich den Preis ansagte, geschah erst einmal nichts und ich führte die Kartenzahlung also laut Taxameter aus. Als ich aber dann den Beleg nach hinten reichte, fragte er, wo er den „Tipp“ eintragen könne. Meine Antwort, daß er das hätte sofort ansagen müssen, hat ihn sichtlich geschockt. Da er nun auch keine baren Euros dabeihatte, habe ich mich wenigstens durch das nette Gespräch für belohnt erklärt, was nicht einmal eine Lüge war.

Das Dumme ist: Ich habe weiß Gott keine Ahnung, wie eine Kartenzahlung abläuft, bei der man das Trinkgeld auf dem Beleg vermerkt.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Finanzen, Taxi abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Trinkgeld ade!

  1. mime sagt:

    das geht eigentlich nur an der hotelbar, beim ami und in restaurants ab 1 stern!

  2. impetrare sagt:

    Ähm, offensichtlich den Ablauf komplett falsch verstanden.
    In den USA ist es nicht üblich das man den Preis ansagt und dann kassiert (darum verstehen die auch nicht wenn man meint „mach halt xx“).
    Man bekommt eine Rechnung (auch im Taxi) auf der man den Tip einträgt und dann wird kassiert.
    Hintergrund ist das man aus dem Angesagten Preis oft nicht den Nettopreis ermitteln kann (Unterschiedliche VAT, Service Charge usw).

  3. Bernd Bernd sagt:

    @impetrare
    Die Begriffe sind mir zwar böhmische Dörfer, aber im Prinzip hatte ich schon recht, daß das am amerikanischen Zahlungsmodus lag und nicht an der Mißgunst des Fahrgastes. Deshalb bin ich mit mir im Frieden. Ist halt so: Andere Länder, andere Sitten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.