Psycho-Konferenz

Heute mittag stand ich wie so oft mit einigen anderen Kollegen am ´Weißen Adler´ in Erwartung der Dialysefahrten. Als dann ein weiterer Kollege um die Ecke bog und ich zu ihm ins Auto sah, hätte ich mir spontan vor die Stirn schlagen mögen. Der Grund war, daß er in einem fort quasselte, obwohl er allein im Wagen saß. Fast könnte man denken: „Hat er psychische Probleme?“, aber nein, ich erlebe diesen Schwachsinn ja nun schon einige Jahre und kenne das Dilemma: Er hängt wie der Junkie an seiner Nadel an seinem Ohrstecker der Freisprecheinrichtung! Bei Dienstbeginn geht das Ding an… und ob es bei Schichtschluß wieder ausgeht, sei mal dahingestellt. Möglich wird das natürlich nur durch mobile Flatrates, sonst würde sein Geld im Laufe der Schicht statt mehr immer weniger werden. Man schaltet sich zur Konferenz zusammen und dann labert man und labert und labert und…
Mehrheitlich sind es wie bei den Partydrogen die „jungen Genossen“, die der Telefonitis anheimfallen. Nun habe ich ja selbst erwachsene Kinder, aber mir fällt nichts ein, was diese zu stundenlangen Labereien verleiten könnte. …na ja gut – die Liebe! Das wäre solch ein Grund. Das würde ich auch verstehen, schließlich war ich ja nicht immer ein alter Sack! 🙂
Allerdings läuft es mir bei dem Gedanken, 4 oder 5 oder gar 6 junge Männer könnten sich allesamt lieben, eiskalt den Rücken runter!
Wenn diese nun wenigstens eine „echte“ Freisprecheinrichtung verwenden würden, wäre es wenigstens ehrlich und es könnte nicht passieren, wovon ich ansonsten ausgehe: Daß die Konferenz auch bestehenbleibt, wenn der Fahrer einen Passagier hat! Er spricht zwar dann nicht mehr mit den anderen, aber diese hören alles mit, was er mit seinem Fahrgast spricht. Dies ist in meinen Augen hochgradig „neben der Spur“. Deshalb wäre es anständig, die Konferenz bei Fahrgastbeförderung „richtig“ zu verlassen und nicht nur auf Tauchstation zu gehen. Ansonsten bitte in Ruhe weiterlabern,

da habe ich doch wenigstens ab und zu etwas zu lachen. 😉

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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3 Antworten auf Psycho-Konferenz

  1. Hackfresse sagt:

    Vielleicht solltest du dich mal um deinen Speiseplan kümmern man kann ja freitags auf deinem Hemd sehen was es die ganze Woche so gab 🙂
    Wie ist das mit den Buffalos?

  2. Conchita Wurst sagt:

    Darf man eigentlich mit 1,30m überhaupt Großraumtaxi fahren???
    Schon seltsam was es hier für Märchen gibt ich denke in
    einer Selbsthilfegruppe ist noch Platz für dich Menü Bernd!

  3. Bernd Bernd sagt:

    @Hackfresse (wer hat dir bloß diesen Namen verpaßt?!)
    Ich muß mich wirklich mal um meinen Speiseplan kümmern, der wird mir langsam zu eintönig. Ich müßte mehr Geld haben, dann könnte ich mir auch schmackhaftere Sachen leisten. Aber das wird ja bald – mit dem Mindestlohn. 😀
    Mit dem wöchentlichen Speiseplan muß ich dich leider enttäuschen, denn der ist jeweils aktuell. ICH habe mehrere Hemden! 😉
    Die letzte Frage muß ich leider zurückgeben: Was ist mit den Buffalos? Eben! Und vor allem, was sollen Buffalos sein?
    @Conchita Wurst
    Bei allem Geltungsdrang meinerseits – Conchita, du Süße – 1,30m ist ein bißchen zu viel. So lang ist er nun wirklich nicht. Aber trotzdem kann ich eben nur Großraum fahren, damit er auch reinpaßt. 🙂
    Selbsthilfegruppe brauche ich nicht, denn ich kann damit umgehen.
    @beide
    Da habe ich doch scheinbar mal in ein Wespennest gestochen und das halbe Volk fliegt aus. Weiter so! Das sind die Reaktionen auf meine Artikel, die ich mir wünsche!
    Versäumt aber bitte nicht den nächsten Beitrag, denn der gehört noch dazu.

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