Todesfalle

Dieser Tage erschrak eine junge Mutter, als ihr Kind auf der Dresdner Carolabrücke plötzlich zum Geländer lief und dort Kopf samt Schultern durch die Stäbe steckte. Dies zu demonstrieren hat sich der Vater hier hergelassen, das noch mal zu zeigen – ähnlich übrigens wie Michael Jackson, der sein Kind ja ebenfalls über die Balkonbrüstung hinweg präsentierte.

Gitter1

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 14.5.2014

Die Mutter stellte daraufhin fest, daß die Geländerstäbe entgegen staatlicher Bauverordnungen 14,5 cm statt nur 12 cm Abstand aufweisen.

Gitter2

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 14.5.2014

Wie gut, daß wir diese aufmerksame Mutter haben, sonst würden womöglich scharenweise Kinder unerlaubt baden gehen…
Die Brücke wurde 1971 fertiggestellt, da fragt man sich schon: „Wieviele Kinder werden wohl seitdem in die Tiefe gestürzt sein?“ Ich weiß es! – Nicht eins. Warum also jetzt dieser Aktionismus, bei welchem sogar Politiker das Hasenpanier ergreift? Na was schon? Es ist Wahlkampf! Da wird man doch wohl für Leben und Gesundheit seiner anvertrauten Schäfchen sorgen dürfen. Man geht ja schließlich davon aus, daß diese das nicht selbst können. Nicht umsonst sind ja Volksentscheide in unserem Lande so dünn gesät.
Wenn wir allerdings schon hergehen und jede auch noch so vage Gefahr schon im Vorhinein beseitigen wollen, dürfen wir nicht auf halbem Wege stehenbleiben.

Ich fordere hiermit alle verantwortlichen Stellen auf, die Elbufer komplett einzäunen zu lassen, damit Gefahren für Kinder 100%ig vermieden werden.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Gesundheit, Politik, Privat, Verkehr abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Todesfalle

  1. Numanoid sagt:

    Einzäunen? Wer soll denn das bezahlen?
    Ich fordere Leinenpflicht für Kinder.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.