Kollegenschwein

Vor einigen Tagen hatte ich eine kurze Unterhaltung mit dem Kollegen Kunath von der Geno, in der es um die Frage ging, ob man an den Ständern – speziell den Krankenhäusern – die Anmeldeprozedur reglementieren sollte oder eben nicht. Ich meinte: „Ja“, er eher „Nein“, weil Kindergarten. Eigentlich hat er recht, aber Fakt ist, daß es doch Fahrer in diesem Alter gibt!
So dockte ich heute am frühen Abend zur Zeit der Dialysen an der Uniklinik an, indem ich in die „kurze“ Fiedlerstraße hineinfuhr, wendete, mich dann an´s Ende der Schlange stellte und einbuchte. Kurz danach rückte es und mir entgegen rollte ein weiterer Kollege, um sich hinten anzustellen. Mir fiel nur unterschwellig auf, daß er fast lauernd zu mir herübersah. Erst als ich Zweiter war, im Funk aber als Dritter angezeigt wurde, stellte ich fest, daß er sich zu zeitig angemeldet hatte – und das auch ganz bewußt so behalten wollte, wie sich bald herausstellen sollte! Als ich nämlich eilends zu ihm ging, um ihn zum Wechsel zu bewegen, meinte er, das hätte jetzt sowieso keinen Sinn mehr und es ginge ja gleich weiter. Auch auf meinen Einwurf: „Na klar, aber mit dir und ohne mich!“ entlockte ich ihm nur ein: „Nein!“. Kurz darauf wurden wir beide jeweils für eine Dialysefahrt vermittelt. Nun wissen aber die Dialysepatienten meist sehr genau, welche Leidensgenossen im selben Zeitraum an´s Taxi vermittelt werden und auch, wohin sie fahren. Meine Fahrgäste sagten mir, in ihrem Umfeld gänge eine Fahrt nach Dippoldiswalde und eine nach Arnsdorf(Jeweils zwischen 30 & 40 €). Wie schön, daß meine Fahrt unter 10 € betrug. 😉
Tja, lieber Kollege, mancher Supertrick bringt Punkte, weil Geld. Mancher geht aber auch nach hinten los, denn man sieht sich immer zweimal im Leben. Es kann auch sein, daß die Strafe auf dem Fuße folgt,

… denn dein Chef weiß es schon. 🙂

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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4 Antworten auf Kollegenschwein

  1. Toll sagt:

    Solche Kollegen werden immer von ihren Chefs gedeckt, es ist also völlig sinnlos sich nur zu beschweren.

  2. Tom Wolf sagt:

    Glauben heißt aber nicht wissen.

    Kennst Du den Spruch mit der Krähe und den Augen? Vielleicht wird er ja von seinem Chef dazu angehalten?

    Und wo wir gerade bei Sprüchen sind – kennst Du den noch:

    „Petze Petze ging in’n Laden
    wollt‘ fürn Sechser Käse haben
    Käse Käse gab es nicht
    Petze Petze ärgert sich …“

    ?

    • Bernd Bernd sagt:

      Als ich den letzten Teil deines Kommentars las, dachte ich im ersten Moment: Was ist denn das für ein Arschloch? Aber dann habe ich mich wieder besonnen und nach vorn gedacht. Ich werde dir also mal die verschlungenen Wege der Logik nahebringen:
      Was passiert, wenn man auf solcherlei Kollegenschweinerei gar nicht reagiert? Sie geht weiter! Es sei denn, du meinst, ich sollte die Sache anders regeln: nach „Männer“art. Vielleicht sollte ich ihm auf´s Maul hauen oder ihm die Taschenlampe in den After rammen? Sind alles feine Sachen, ziehen aber unnötig Blasen. 🙂
      Wer solche Meinungen vertritt wie die mit der Petze, der sollte in eine Bananenrepublik umziehen, USA vielleicht?
      A propos Petze: Du hast in deinem anderen Kommentar die Schule erwähnt. Ich freue mich, daß du so merkfähig bist, sogar noch Verse aus dem Kindergarten deklamieren zu können.

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