Wahl frei!

Entschuldigt bitte den eigenlobenden Einwurf: „Wahl frei“ – ein herrlicher Bonmot! In seinem Sinn meint die Überschrift: „Auf zur Wahl“, im Hinterkopf hat man allerdings das Wort „wahlfrei“. Diese Kombination impliziert die Erkenntnis: „Geh ruhig wählen, am Ende bist du sowieso der Gearschte!“

Und genau dagegen wendet sich dieser Artikel. Ich möchte hiermit allen Lesern eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, um diejenige Partei zu wählen, die ihre Ziele im Programm hat, aber vielleicht nicht die poulärste ist statt derjenigen, die populärer ist, aber etwas ganz anderes vorhat. Um die Tauglichkeit einer Partei zu testen, brauche ich selbst nur eine einzige Ja/Nein-Frage. Jede Partei sollte folgende Frage beantworten:
„Deutschland geht es gut, wenn es
A: der Wirtschaft gut geht
B: den Menschen gut geht“
Dies alles ohne Eierei, ohne WENN und ABER! Ich garantiere euch, daß mehr als 70% aller Parteien die Frage mit „A“ beantworten. Gerade aus diesem Grunde sind Bürgerproteste kein Wunder. Man könnte nämlich die Frage auch anders stellen: „Wer oder was ist Deutschland,
A: die Wirtschaft
B: die Menschen?
An dieser Stelle wird es nämlich deutlich, wo das eigentliche Ziel liegt: Im Gutgehen der Menschen!
Also provokativ gefragt: Ist es nicht absolut unwichtig, wie gut es der Wirtschaft geht, solange es den Menschen gut geht?!
Diese meine vorgestellte A/B-Frage müßte in jedem Parteiprogramm an erster Stelle stehen!!!

Der Ausweg ist nicht weit: Es ist der vor einigen Jahren „erfundene“ Wahlomat! Seit es ihn gibt, habe ich ihn immer benutzt –   …aber ihn trotzdem nicht umgesetzt! Erst vor kurzem habe ich seine Wichtigkeit begriffen: Ich habe seit 1990 regelmäßig PDS(Linke) gewählt und glaubte mich immer gut beraten. Mit dem Wahlomat allerdings wurden mir entsprechend meiner aus meinen Antworten extrahierten Meinung stets andere Parteien angezeigt(Was man in meinen früheren Beiträgen lesen kann, indem man einfach ´Wahlomat´ in´s Suchfenster eingibt), aber immer blieb ich aus Gewohnheit bei der Linken. Nachdem mich Frau Katja Kipping(Suchfunktion meines Blogs) als PEGIDA-Sympathisant allerdings vehement beleidigt hat, ist Schluß mit lustig! Bei mir gibt es jetzt AFD – PUNKT! …ach nee, Punkt war ja so: „.“ 🙂

Hier nun meine Hinweise zur Nutzung des Wahlomaten:
Da der Wahlomat bei jeder Wahl neu gestaltet wird ist es wichtig, die richtige Adresse für ihn zu finden, aber dafür gibt es ja GOOGLE.
Wenn man denn nun den richtigen Wahlomaten gefunden hat, muß man 38 Fragen nach seiner ganz eigenen Meinung beantworten. Anschließend soll man sich 8 Parteien aussuchen, deren Programme man mit der eigenen Meinung vergleichen soll. Nachdem man dies erledigt hat, bekommt man angezeigt, mit welcher der ausgewählten Parteien man die größte Übereinstimmung hat. Hier sollte – darf man aber NICHT aufhören! Man nimmt nämlich jetzt die „schlechteste“ Partei weg, schreibt sich deren Werte auf und ersetzt sie durch eine noch nicht gewählte. Dies macht man so lange, bis man ALLE Parteien durchprobiert hat, natürlich auch und gerade diejenigen, die die ganz „schlechten“ sind! Wie will man sonst feststellen, wo man selbst im Parteiendschungel steht?! Im Endeffekt müßte man natürlich auch den Mut vor sich selbst haben, nach den Ergebnissen des Wahlomats zu wählen. Dann wird sich wohl mancher umgucken!
Wer natürlich mit dem Internet nicht zurechtkommt, braucht Hilfe! Es sollte also jeder Interessierte seine älteren bzw. sonstig unerfahrenen Familienmitglieder oder Freunde an die Hand nehmen und diese Prozedur mit ihnen durchziehen, dabei aber bitte, bitte nicht beeinflussen!

Ich finde, diese Methode ist eine wirkliche Wahl!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Ethik, Internet, Politik, Privat abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten auf Wahl frei!

  1. Ich betrachte das Wohlergehen der Menschen (B) auch als erstrangiges Ziel, zumal es im Normalfall eine einigermaßen gut laufende Wirtschaft (A) automatisch im Vorweggang inkludiert.

    Wenn keiner was zum beißen hat, weil alles am Boden liegt, geht es ihm auch nicht gut….kann sich der Mensch jedoch sein täglich Brot (auch mit Belag^^) leisten, dann sollte sich seine Stimmung im Allgemeinen ein bisschen heben.

    Außerdem darf sich die Wirtschaft nicht auf dem Rücken der Bürger gesundstoßen und endlos boomen, wenn dadurch die menschliche Existenz nicht mehr zumutbar und lebenswert wäre.
    Werden die Menschen kontinuierlich demotiviert, so kann das der Wirtschaft nicht zuträglich sein. Das wissen die hohen Wirtschaftstiere auch, reizen es aber solange aus, wie es noch halbwegs Profit abwirft.
    Und danach…tja….danach dreht sich die Welt erwartungsgemäß weiter….und das (Hamster)Rad rollt wieder los.

    Als Fazit für mich gilt ganz klar: B VOR A. Da bin ich voll dabei. (-:
    Mal schauen, ob das auch auf hörende Ohren in der Politik stößt…

  2. Bernd Bernd sagt:

    @Uwe
    Das ist doch eigentlich ganz einfach: Ich bin der klügste. Diejenigen, die meinen Gedanken folgen können, sind dann halt die klügeren der Gesellschaft. Und alle, die das Ziel menschlicher Gesellschaftsentwicklung richtig erkannt haben, sind sowieso fast gottgleich!

    • Uwe sagt:

      Da drängt sich mir die Frage auf, ob der Verkauf von Weißbier in Plastikflaschen in Zukunft durch das Betäubungsmittelgesetz geregelt werden sollte.

      • Bernd Bernd sagt:

        Nein, falsch! Nur der in Glasflaschen wird verboten, weil ein Schlag mit der vollen Plastflasche selten betäubt, die Glasflasche aber sehr wohl! Plastikflaschen finden sehr selten Verwendung, weil die Anfertigung einer Skulptur als Verpackung meist zu teuer ist. 😉

    • Uwe sagt:

      Ich bin enttäuscht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.