Mbote!

Vor einigen Tagen bekam ich einen Auftrag, der mir den exotischsten Namen meiner bisherigen Taxikarriere bescherte: Kwipamba! Er wollte zum Flughafen und hatte sehr viel Gepäck dabei. Aber nun hört mal zu, all ihr Gutmenschen, Asylbefürworter und Multi-Kulti-Süchtigen! Wie wohl begrüßte ich den betreffenden bei seinem Erscheinen?
Ich sagte „Mbote!“ Tja, was soll ich nun sagen? Die Menschen in Afrika – denn daher stammte er – haben nun mal generell etwas größere Augen als unsereins, aber bei diesem Wort wurden die seinen noch einmal so groß wie bisher, denn das hieß einfach: “ Guten Tag“. Das hatte er bisher in Deutschland noch nie gehört! Ich gebe an dieser Stelle einfach mal die Raterunde frei, die uns sagen soll, woher er nun stammt und wieso ich die Begrüßung wissen konnte. Auf konkrete Nachfragen gebe ich auch Hilfen. Wer eine halbwegs verträgliche Erklärung weiß, bekommt von mir 20,- € Cash!

Also nichts wie ran an den Speck, ihr multikulturellen Allroundkönner! Mal ganz nebenbei: Was dieser Mann zum Thema Asylproblem zu sagen hat, das wollt ihr nicht wissen, ihr guten Menschen!

 

PS:      Der wirkliche Name ist natürlich nicht „Kwipamba“, aber ich habe lange gesucht, damit der Name für den wirklichen in seinem Volk stehen kann.

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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6 Antworten auf Mbote!

  1. TaxiBerlin sagt:

    Es gibt praktisch drei Möglichkeiten, denke ich, obwohl die letzte wohl ausfällt. Doch erstmal zur ersten: Als an deutscher Geschichte interessierter Mensch hast du frühere deutsche Kolonien in Afrika besucht. Damit hättest du allerdings etwas zu tun gehabt, immerhin nicht so viel wie bei anderen Kolonialmächten, trotzdem halte ich es für eher unwahrscheinlich. Die zweite Möglichkeit, die ich am Wahrscheinlichsten halte, ist, dass du als „Kind der DDR“ mit Bürgern der ehemaligen afrikanischen Bruderländern zu tun hattest. Das waren Äthiopien und Moçambique. Die dritte Möglichkeit, die ich komplett ausschließen würde, ist, dass du als ganz normaler Tourist in Afrika warst. Dafür bist du nicht der Typ. Was den Gewinn angeht, immerhin war von Cash die Rede, so würde ich ihn, falls ich richtig lag, gerne spenden, es gibt schließlich bedürftigere „Kollegen“.

    • Bernd Bernd sagt:

      Das war ein sehr ausführlicher Tipp „…und das ist auch gut so!“ Auch wenn einer allein hundert Varianten durchkaut: Wenn er den Punkt findet, hat er gewonnen. Zunächst einmal muß ich dir bescheinigen, daß alle drei Varianten etwas für sich haben, aber nicht richtig sind. Ich sehe aber, daß du das Thema recht gut recherchiert hast und bin mir deshalb sicher, daß du einen Treffer landen wirst.
      Deshalb also hier meine Tipps: Du hattest recht, das Land war eine Kolonie bzw. deren Teil, aber keiner deutschen. Auch war es keines unserer „Brudervölker“ (herrlicher Begriff). Der Name könnte dort vorkommen, wäre aber nicht landestypisch. Für einen Afrika-Touristen wäre ich in meinen jungen Jahren durchaus der Typ gewesen. Aber du weißt ja sicher, wieviele Kilometer vor Afrika für einen DDR-Bürger Schluß war. Um heute nach Afrika zu reisen – und zwar sinnvoll – fehlen mir wichtige Dinge. Es sind dies neben meiner angehackten Physis entweder sehr viel Geld zum Ankurbeln der Wirtschaft, damit die Menschen dort bleiben können oder aber meine gute alte Kalaschnikow samt einigen ihrer Freunde und Verwandten als spezieller Abendgruß für „Pflücker“ von Elfenbein und „Nas-„Hörnern und anderen etwas zu eifriger Geschäftsmänner!!! Bin ich dann eigentlich ein Rassist, wenn ich gestehe, solcherart „Mensch“ zu hunderten erschiessen zu können ohne die geringsten Gewissensbisse?
      Spende ist natürlich OK, das bestimmt der Gewinner.

  2. TaxiBerlin sagt:

    Als altes Läufer-As fällt mir ein, dass es da mal den Kollegen Jason Mbote (Gewinner der 25 km von Berlin von 2003) aus Kenia gab, das 1963 seine Unabhängigkeit von Großbritannien errang. Keine Ahnung, ob das stimmt, ich versuch’s einfach mal, denn letztendlich war fast jedes afrikanische Land irgendwann einmal eine Kolonie. Bleibt die Frage, was dich mit dem Land verbinden könnte. Da du alle meine bisherigen Ideen ausgeschlagen hast, bleibt eigentlich nur ein persönlicher Kontakt. Und was liegt da näher als der zu einer Frau?! Oder machst du dir nichts aus Afrikanerinnen?

    • Bernd Bernd sagt:

      Du willst doch jetzt nicht etwa, daß ich eine gewisse Sympathie für exotische Weiblichkeiten zugebe?! Denkst du dran, daß auch immer meine Frau mitliest? Auf das Rätsel bezogen aber: Nein.

  3. Bernd Bernd sagt:

    OK, letzter Tip: Thema Kontakt… indirekt?

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