Betrugsanzeige

Ja ich weiß, man soll nicht lamentieren, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Aber so einfach ist das nicht, denn es ist auch wichtig, in welcher Art und Weise es nicht so läuft wie gewünscht. Non comprende? – Also folgendermaßen: Ich habe heute 9 Taxameterfahrten gemacht (den Euroschnitt wollt ihr nicht wirklich wissen). 6 davon waren Situationen mit Vorbestellungen, die zu 80% am Flieger gelandet wären. Nun ist dieser ja nun auch nicht das heilige Land der Glückseligkeit, aber er bringt je nach Ausgangspunkt so etwa zwischen 25 und 30 Euro, was in Zeiten von rutschgefährdeten Stockenten ja schon mal ne Hausnummer ist. Da ist es doch klar, daß man sich ärgert, wenn man vorher weggerufen wird, oder? Nein! Das ist es nicht! Wenn ich mich in solch eine Vorbestellung stelle, die vielleicht noch um die 30 min entfernt ist und ich komme innerhalb der ersten 10 Minuten weg… , dann bin ich doch glücklich!! Die Anschlußfahrt nach höchstens 10min ist doch das NonPlusUltra des Taxifahrens! Da rollt der Wagen mitsamt dem Rubel. Warum aber muß man bis 5min vor der Vorbestellung oder noch länger warten, um mit irgendeiner saftlosen Fahrt gestraft zu werden?! Und warum bekam ich heute 5mal die Höchststrafe unterhalb von 4min plus einem Extraleckerli?! Was das nun wieder war? Das kann ich euch sagen: 10:50 ans Bellevue gestellt für VB 11:30. 11:20 festgestellt, daß VB verschwunden, trotzdem stehengeblieben, weil 12:00 sowieso Festkunde; 11:38 dann Abmarsch zu selbigem; 11:40 beim Umrunden des Carolaplatzes „Ecke Raum Bellevue“ – Klasse!!! Gedrückt, nicht gekriegt. Frust läßt Temperatur nochmals um 5° sinken!

Hiermit erstatte ich Betrugsanzeige gegen die Realität!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Ethik, Taxi veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.