Staatenlose

Ich lasse derzeit meinen Astra für den TÜV – Entschuldigung: …für die DEKRA fertigmachen. Wenn er nun schon mal in Arbeit ist, lasse ich auch den Zahnriemen wechseln. Anläßlich dieser Tatsache habe ich mich mal spaßeshalber in einschlägigen Foren umgehört, was es denn so an Schäden gäbe, falls der mal reißt. Was soll ich euch sagen: Es war entsetzlich! Nein! Ich meine nicht die Schäden, sondern die Forenbeiträge!

Es gab mal eine Diskussion zum Thema Migration, bei der es darum ging, die „Deutschwerdung“ auch daran zu knüpfen, wie gut der/die Bewerber/in deutsch spricht und schreibt. Ich finde das einen guten Ansatz, denn Migranten oder Migrantenkinder beantworten meiner Meinung nach die Frage nach ihrer Integration mit dieser Prüfung am besten. Niemand kann nämlich in einer Parallelgesellschaft leben und gleichzeitig die Sprache des Gastgeberlandes perfekt beherrschen.
Und jetzt kommt das große ABER! Was dem einen recht ist, kann natürlich dem anderen nur billig sein. Um also Gerechtigkeit in Deutschland zu gewährleisten, müßte man diese Prüfung auf alle Einwohner Deutschlands ausweiten. Sämtliche Besitzer eines deutschen Passes müßten diesen abgeben, sofern sie die Prüfung nicht bestehen. Hier kommt nun der Moment, in dem es dem Radfahrer die Luft aus den Schläuchen treibt bei der Frage: Verträgt Deutschland eine Quote von 40 bis 50 % Staatenlosen?! Ich denke: Nein.
Darum mein  Appell an alle internetaffinen Menschen:

Bitte lernt um Himmels Willen erst einmal ordentlich deutsch, bevor ihr euch in deutschsprachigen Foren zu Wort meldet!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Internet, Kultur, Politik, Privat abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Staatenlose

  1. DerInderInDerInderin sagt:

    Der Konjunktiv II von „müssen“ wird übrigens nach neuesten Rechtschreibregeln mit Doppel-S geschrieben, nicht mehr mit scharfem S.

    Spaß beiseite: Wo siehst du die Grenze? Klar, Kommunikation muss eine gewisse Form waren, grade auch um dem Gegenüber einen gewissen Respekt zu erweisen. Höflich Grüßen oder lächeln ist rein über Text schwer möglich. Man muss eben auch ein wenig Langmut beweisen, wenn man im Internet kommuniziert. Irgendwo ist allerdings eine Schmerzgrenze erreicht, da stimme ich dir zu. Ob dabei aber wirklich 50% der Einwohner Deutschlands diese überschreiten? Na, ich weiß ja nicht, ich glaube du unterschätzt die Überalterung der Gesellschaft! 😉

    • Bernd Bernd sagt:

      40 Jahr nach Schulende verstehe ich unter „Konjunktiv“ genausoviel wie unter „Z5r/#h1“! 🙂 Wenn du damit aber meintest, daß(!) nach der neuen deutschen Rechtschreibung oft „ss“ statt „ß“ eingesetzt werden soll, so ist das von mir Absicht. Ich trage keine sinnlosen Änderungen mit.
      Was die Kommunikation im Internet betrifft, so sollte man sich in erster Linie weniger um das „Rüberkommen“ des richtigen Gefühls als vielmehr um jenes der richtigen Orthographie kümmern. Was ich in diesem Forum lesen mußte, hat mir den Angstschweiß auf die Stirn getrieben.
      Betreffs der Zahlen kann ich mich auch irren, aber die 40% des Minimums sehe ich schon realistisch.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.