Der nahe Osten ist wirklich nahe

Es scheint, ich hatte heute meinen Nahost-Tag. Nachdem ich am Vormittag Kundschaft zum Flughafen gebracht hatte, war mir die ´Platte´ zu voll, weswegen ich beschloß, das Angebot eines 7-Sitzers bei Infineon zu nutzen. Dieser erwies sich dann als 7köpfige kuwaitische Familie, die in ein anderes Hotel umzog – bis dahin also alles richtig gemacht! Es sollte aber noch viel besser kommen. Wir kamen gut ins Gespräch und ich erfuhr, daß man auch und vor allem den Kindern etwas bieten wolle, was sie so zu Hause nicht bekommen können. Die Rede war z.B. von Belantis! Offenbar machte ich auf den Familienvater einen vertrauenerweckenden Eindruck, weswegen er mich um meinen Vornamen und meine Telefonnummer bat. Sollte etwa tatsächlich eines dieser orientalischen Märchen, von denen Reinhold immer erzählt, auch für mich wahr werden…?
Sei´s drum! Jedenfalls habe ich gleich noch das Remmi-Demmi-Land in Bannewitz empfohlen. Die nächsten Tage werden vielleicht einigen Spaß bringen.
Nachdem ich die Familie im neuen Hotel abgeliefert hatte, fuhr ich direkt zum Hilton, meldete mich als dritter an und… quittierte den Auftrag —> Hilton, 5 Personen, Kind-1, 2x Kind-2! Und siehe da, auch dies war eine Familie aus dem nahen Osten – aus Israel.
Ich weiß nun zwar einiges um die derzeitigen Vorgänge dort, aber ich kann nicht beurteilen, ob ich beim Zusammentreffen beider Familien eine Splitterschutzweste hätte anlegen müssen. 😉
– Das war zwar nur ein böser Witz, aber ihr wißt ja: Ich mache das so gerne! Sollten allerdings weniger sympathische Menschen aus Nahost als die beschriebenen ihre Streitigkeiten auch in Deutschland austragen wollen, könnten wir ja ganz leicht gegenhalten und unsere alljährlichen Steuerdiskussionen auch auf den Tempelberg von Jerusalem verlagern!

Wäre das nicht echtes Multi-Kulti?!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Der nahe Osten ist wirklich nahe

  1. Reinhold sagt:

    Bei mir ist jetzt erst Mal Schluß mit den Märchen aus 1001 Nächten. Obwohl München zur Zeit voller Araber ist, habe ich ohne Taxibus keine großen Chancen auf weite Touren mit unseren Gästen aus dem Morgenland. Ich kann die ja mit dem Zug nach Dresden schicken und du bringst sie dann mit deinem Taxi wieder zurück. Denen ist sowieso langweilig und Geld spielt nur eine untergeordnete Rolle.

    • Bernd Bernd sagt:

      Siehst du, schon lernst du die Nachteile zu kleiner Fahrzeuge kennen. Vielleicht ginge es mit Wohnanhänger samt Sondererlaubnis des Ministeriums für nahöstliche Fragen? 😉

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