Wunschkonzert

So manches Mal im Leben treffen sich Wunsch und Wirklichkeit auf geradezu groteske Weise, wie mein heutiger Ereignisbericht zeigen wird.
Auf der einen Seite erschien in der heutigen Ausgabe meiner Lieblingszeitung folgender Artikel:

RadwegeUnbestreitbar sind das löbliche Absichten. Die Frage ist nur: Sind die Begünstigten dem Zufluß dieses frischen Manna auch wirklich gewachsen?! Bis jetzt nämlich ist zu beobachten, daß bei der Erstellung neuer Radwege eines mit Sicherheit funktioniert: Die sofortige Besitznahme der Radfahrer. Besitznahme ist hier so zu verstehen, daß die testosterongesteuerten unter den Radfahrern sofort erkennen: „Das ist ein Radweg und da ich Radfahrer bin, ist das mein Weg! Deshalb gilt hier auch mein Recht.“ Der neu erstellte Radweg erzeugt somit Narrenfreiheit für die Benutzer.
Nun frage ich mich also, wie die Stadt im Nachgang des Radwegebaus die Radfahrer schult und die Uneinsichtigen zur Ordnung ruft? – …Ach das ist nicht notwendig???

Da bin ich aber vollkommen anderer Meinung! Ich erinnere nun noch einmal an meinen einleitenden Satz. Es folgt nämlich jetzt Teil 2 der heutigen Fahrraderlebnisse:
Am frühen Nachmittag rief mich meine Tochter an und fragte mich in einem soeben erlebten Verkehrsrechtsfall um Rat. Sie war an einer Haltestelle aus dem Bus gestiegen, an welcher der Radweg durch den Zustiegsbereich der Busfahrgäste führt und dort mit einem Radfahrer kollidiert, zum Glück allerdings nur leicht. Sie wollte nun wissen, wie die Rechtslage bei einem Körper- oder Materialschaden gewesen wäre.
Tjaaa… Diese Frage würde ich doch mal sofort an unsere mitlesenden Radfahrer weitergeben. Ich meine natürlich an diejenigen, die sich auskennen, denn diesen wären wohl die Einlassungen der anderen eher peinlich.

Eines muß ich aber noch nachreichen: Manchmal sind Geschwister total unterschiedlich! Insofern hatte der betreffende junge Mann ein Riesenglück, daß er gerade auf diese meiner Töchter traf!

Die andere haut nämlich und fragt dann erst.

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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