Jäger des verlorenen Parkplatzes

Es ist wirklich unglaublich, was manche Leute erfinden, um an knappe Waren oder Ressourcen zu gelangen. Eine besondere Übung in dieser Disziplin haben natürlich wir Ossis erlangt, denn schließlich waren wir von Engpässen lebenslang umgeben.
Natürlich haben sich die Knappheiten stark gewandelt: Gab es früher keine Autos, so gibt es heutzutage eher keine Parkplätze.
Und hier nun greift ein Episode, die mir 2 meiner IM (=interessante Mitmenschen) berichteten. – In einem Dresdner Stadtteil mit ebendieser Parkplatz-Unterversorgung gibt es einen Kollegen, der quasi 2 unmarkierte Privatparkplätze sein Eigen nennt. Diese befinden sich genau zwischen einer Straßenkreuzung und einer Einfahrt. Bei klugem Parken passen dort halt 2 Fahrzeuge hin. Bei noch klügerem Parken sind dies das Taxi und der Privatwagen des Kollegen… – Und bei allerklügstem Parken behält er seine Plätze auch dann, wenn er mit einem Wagen wegfährt! Dann passiert nämlich folgendes: Er fährt mit diesem einen Wagen neben den anderen, steigt aus und schiebt den stehengebliebenen genau in die Mitte dieser 2er-Lücke. Dadurch wird es nämlich eine Einer-Lücke, weil davor oder dahinter keiner mehr hinpaßt.

Der Mann ist derartig bauernschlau, daß er schon allein dafür den Mindestlohn verdient hätte.

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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