Flurbereinigung

Ich weiß nicht, wie viele meiner Leser die kleinen Nicklichkeiten an der Peripherie meines Blogs mitbekommen haben. Dabei ging es darum, daß ich mich vor einigen Monaten als Sympathisant der Pegida geoutet habe, was inzwischen aufgrund der überbordenden Rechtslastigkeit nicht mehr machbar ist. Ein bedeutender Grund für dieses Abgleiten ist vor allem auch die öffentliche Darstellung, daß Pegida nur rechtsextrem sein kann, wenn sie die Asylpolitik der BRD kritisiert. Augenblicklich wurde der Knüppel „Rassismus“ aus dem Sack gelassen und dann fleißig draufgehauen, hauptsächlich von der vollkommen objektiven(sprich: nicht lügenden) Presse. Das kenne ich noch aus Erichs Zeiten: „Du willst nicht in die Partei eintreten?! Bist du etwa gegen den Frieden?“ So kam es, daß ich zwar nur für Ordnung in Deutschland eintreten wollte, aber in den Köpfen einiger Leser und Bloggerkollegen im Kopfkino ein Film ablief, in welchem ich hilflosen dunkelhäutigen Babies die Köpfe abbeiße. (Keine Sorge, mit dieser Extremübertreibung passe ich mich nur genannten Kritikern an.) 🙂
Nun bin ich ja nicht gerade dafür bekannt, daß ich gern unrecht habe, weshalb ich eine Sache jeweils ausdiskutiere. Es kommt bei mir auch nicht vor, daß ich eine Diskussion abbreche oder gar Kommentatoren aussperre, weil mir gegen sie die Argumente fehlen. Während der ganzen Existenz meines Blogs habe ich einen einzigen Kommentator aussperren müssen, weil er permanent nur Gülle erzählt hat. Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt hat, wird bestimmt erahnen, wer es ist. – Nun gut, nicht jeder ist wie ich, weswegen ich aus dem Blog eines Kollegen „flog“. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, mich im Kommentarraum eines anderen Kollegen genauso niveaulos anzugreifen, was ich ganz bewußt ignorierte. Nicht ohne Grund, denn folgerichtig gab es von diesem einen Rüffel… – an mich! Hallo?! Hast du mal gelesen, wer da stänkerte? Auch für diesen Kollegen ist es wahrscheinlich nicht zu ertragen, wenn andere Leute mit demselben Beruf auch andere Meinungen haben. Er offenbarte mir so nebenbei, daß er mich während der laufenden Pegida-Diskussion aus seinem Linkverzeichnis entfernt hat. Das natürlich ist sein oberstes Recht und die Information war für mich viel interessanter als man denken könnte.
In letzter Zeit sind nämlich die Zugriffe auf meinen Blog deutlich geringer geworden und nun habe ich endlich verstanden warum: Dieser Kollege bietet seinen Lesern die ganze Palette von Lifestyle-Kommunikation an, also Twitter, facebook, RSS und was weiß ich alles noch. Da war es ja kein Wunder, daß einige auch bei mir landeten. Der jetzige Zustand ist mir aber viel lieber. Ich habe nämlich bewußt alle diese Kaspereien von meinem Blog ferngehalten. So will ich sichern, daß nur Leute bei mir lesen, die das auch wirklich wollen und nicht nur gerade mal ein paar Minuten Langeweile haben.

Vielleicht bekommt dann keiner mehr einen Kulturschock. 😀

 

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Flurbereinigung

  1. TaxiBerlin sagt:

    Was PEGIDA angeht, auch wenn sich das Problem vorerst erledigt zu haben scheint, so habe ich bisher nichts besseres dazu gehört und gesehen als dieses Interview (https://youtu.be/8EeSJpWnv_Y), auch was die Rolle der Presse dabei angeht.

    Was die Kollegen, wohl besser „Kollegen“, angeht (auch ohne zu wissen, wer genau gemeint ist), so gab, gibt und wird es sie immer geben, zu jeder Zeit, rückgratlose Gesellen, die ihr Fähnchen in den Wind hängen und alles ohne nachzudenken nachplappern.

    Was das Recht haben angeht, und eben auch das ungern Unrecht haben, wie Du es formulierst, so ist es oft das größte Hindernis, selbst weiter zu kommen. Aber darauf kommt es an, zumindest meiner Lebenserfahrung nach, und nicht aufs Recht oder Unrecht haben.

  2. Bernd Bernd sagt:

    Die beiden Diskutanten bilden ganz genau die Bevölkerung ab: Der eine will mit der Keule draufhaun, der andere wägt ab. Was der Herr Maaz sagt, kann man nicht mit Zahlen wegdiskutieren.

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