Gott sei Dank, nun ist´s vorbei mit der Kirchentagerei

(Frei nach Wilhelm Busch)

Nun haben wir endlich wieder etwas Ruhe! 120 000 Gäste bei 520 000 Einwohnern ist schon etwas heftig, vor allem für eine Veranstaltung, die für mich persönlich den Status eines Vereinsfestes hat. Generell bin ich ja tolerant. So habe ich es hingenommen, daß wir ein paar Tage kaum noch durch unsere Stadt kommen. Ich habe es auch hingenommen, daß wir aus dem Stadtsäckel und anderen öffentlichen Quellen mitbezahlt haben. Auch rein weltanschauungsmäßig habe ich nichts auszusetzen, denn schließlich kann jeder an das glauben, was er will.
Wenn sich dann aber Kirchentagsgäste (erkennbar am Fanschal) lauthals darüber beschweren, daß zu ´Christi Himmelfahrt´ nicht alle Geschäfte geöffnet haben und sich Taxifahrer fragen lassen müssen, wo sie ihren Taxischein bekommen haben, wenn sie noch nicht mal alle Kirchen der Stadt kennen, dann klappt mir das Messer in der Tasche auf! Natürlich sind das nur Einzelfälle, aber wenn viele Leute zusammenkommen, die alle einer Gesinnung angehören, dann sollte sich mancher schon überlegen, ob er mit dieser auch konform geht. Wie überall wird nämlich auch hier verallgemeinert werden. Nachher heißt es nämlich: „Die Christen haben…“. Niemand spricht dann mehr davon, daß es nur ein paar vereinzelte Pappnasen betrifft.

Jetzt freue ich mich auf morgen: Hoch lebe die Normaltät!

Bernd

Über Bernd

Baujahr 1955, männlich, nicht mehr zu haben, Mechatroniker, Elektriker, Technikinformatiker und - natürlich - Taxifahrer
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2 Antworten auf Gott sei Dank, nun ist´s vorbei mit der Kirchentagerei

  1. Klaus sagt:

    Ich habe mich schon gewundert, dass es zu diesem Ereignis keinen Post von Dir gab. Nu isser ja da. 😉

  2. Bernd Bernd sagt:

    @Klaus
    Ich hätte es mir auch wirklich gern erspart!

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