Positiver Rassismus

Es gibt keine Frage, Menschen wegen ihrer Rassenzugehörigkeit zu drangsalieren, zu mobben oder sonstwie geringzuschätzen bezeichnet man landläufig als Rassismus. Wie aber nennt man Handlungsweisen, die diese Bevölkerungsgruppen bevorteilt, aus welchen Gründen auch immer? Ich habe hier einfach mal den Begriff „Positiver Rassismus“ kreiert. Ist der jetzt besser als der vorgenannte oder nicht?
Schauen wir uns doch mal ein schlichtes Beispiel an: die Formel 1! Als Louis Hamilton auf der Formel 1- Bühne erschien, war der Grundtenor der, daß man glücklich war darüber, daß nun endlich ein Farbiger die höchsten Weihen des Autorennsports erklimmt. Das sollte aus Sicht der Verantwortlichen allerdings nicht wirklich heißen, daß man über diesen einen glücklich war, sondern man war glücklich darüber, daß sich nun auch die Millionen und Aber-Millonen farbiger Bürger in diesen Zirkus einbezogen fühlen und… zahlen! Natürlich, was denn sonst! Nicht ohne Grund gibt es die Zielgruppenwerbung: Während der Kindersendungen gibt es Spielzeug- und Süßigkeitenwerbung, bei Nachmittagssoaps gibt es frauentypische Werbung usw., usw., usw…
Nun schauten sich endlich auch viel mehr Afro-Amerikaner die Formel 1 an, denn sie meinten: „Wir müssen doch sehen, wie einer von uns gewinnt.“ – Nein, liebe Freunde: Louis Hamilton ist keiner von euch! Er ist von einer derart ekelhaften Arroganz, daß ich ihn ohne Zögern in die Welt der „Weißen“ einordne. Der Beweis dafür wurde beim heutigen Rennen in Monaco geliefert: Beim Verteidigen gegen ein Überholtwerden durch Daniel Ricciardo kürzt Louis über die Schikane ab und blockt auch noch dreist den erfolgversprechenden Überholversuch im Anschluß. Strafe bekommt er dafür keine. Anders handelte da sein Teamkollege Nico Rosberg, der ebenfalls die Streckenbegrenzug überfuhr und sich sofort wieder hinter seinen Kontrahenten zurückfallen ließ.
Und wer verbockt das Ganze? – Nein, diesmal ist es nicht PEGIDA, sondern der weltumspannende Geldadel!!!

War da nicht mal beim Einstieg von Hamilton in die F1 die Rede vom „Quotennigger“?!

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Herr, laß Zeit regnen!

Wenn man zuhause einen Arsch voll Arbeit hat, merkt man erst, welch ein Scheißjob das Taxifahren ist. Früh um sechs oder früher klingelt der Wecker und meist bist du auch nicht vor 18:00 Uhr wieder zurück. Da machst du dir was zu essen, tippst die Tagesdaten ein, erledigst den Abwasch vom gestrigen Tag und Ruck-Zuck ist es zu spät, um noch irgendetwas Konstruktives zu tun, geschweige denn einem netten kleinen Computerspielchen zu frönen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich es früher geschafft habe, die Krone der PGA Golftour zu erringen. Wenn ich heute was von Abschlag höre, denke ich eher: „Nanu, gibt´s den Lohn jetzt wieder in Raten?“
Wenn man dann noch Dinge erlebt wie heute, daß man sich eine Vorbestellung ergattert und vom Hinstellen bis zur Abfahrt 45 Minuten wartet und dann eine Fahrt von 500 Metern bekommt, weiß man den Faktor Zeit wieder unheimlich zu schätzen. Es waren merkwürdigerweise auch keine älteren Herrschaften, bei denen die Taxibestellung der DDR wieder durchgeschlagen hätte, sondern ein junger Mann, der zum Orthopäden mußte. Daß er in diesem Zustand nicht laufen konnte, war mir klar, aber extra Vorbestellung…? Ich habe ihm dann die Sachlage erklärt und er hat´s auch verstanden und will es auch nicht wieder tun. Haben sie das gehört, Frau Merkel: Unsere Jugend ist doch nicht zu blöd!

Ich jedenfalls vertraue den jungen Leuten… meistens. 😉

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Keiner sieht mich

Ich bin heute an einem Fahrzeuggespann vorbeigefahren, bei dem ich nicht so richtig weiß, ob es eine Kasperei oder authentisch ist: Ein T3 mit einem Bootsanhänger, auf dem ein Motorboot lag. Das besondere war die Tatsache, daß beides in „Flecktarn“ lackiert war. Es deutet also alles darauf hin, daß hier ein Military-Fan am Werke ist.
Nun bin ich zwar nach wie vor stolz darauf, daß mich mein Zugführer bei meinem Wehrdienst als „die größte militärische Schlampe, die mir während meiner bisherigen Dienstzeit unter die Augen gekommen ist“, bezeichnet hat, nichtsdestoweniger glaube ich aber, daß hier etwas nicht stimmt. Flecktarnung dürfte in buschbestandener Ebene recht effektiv sein, auf dem Wasser aber habe ich heftige Bedenken.

Ich als Jagdbomberpilot würde bei einem mit mehreren Knoten über das Wasser jagenden Gebüsch erstmal vorsorglich draufhalten!

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Abrüstung

Ich habe an dieser Stelle schon viel quergeschossen, mich über jeden Mißstand und jede Schrulle von Mitbürgern ereifert, aber ich muß jetzt auch einmal sagen: „Die Mehrheit der Mitfahrer sind ganz normale, verträgliche Menschen. Natürlich haben sie ihre Eigenheiten, aber wer hat die nicht!“ 😉 Ihr braucht nur mal diesen Blog durchforsten, dann kennt ihr meine. 🙂
Was ich sagen will ist:

„Ja, ich fühle mich wohl in meiner Stadt und möchte, daß das immer so bleibt.“

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Spargelzeit

Herrlich, es gibt wieder frischen Spargel! Der Beelitzer soll ja der beste sein, deshalb gibt es von ihm auch so viel… Ja, wenn ich es recht bedenke, gibt es eigentlich ZU viel. Man hat das Gefühl, daß die vom Beelitzer Spargelangebot hochgerechnete Anbaufläche etwas größer ist als die ganz Brandenburgs! Aber solche Diskrepanzen machen uns ja nichts aus. Hauptsache ist die Frische! Und was kann schließlich frischer sein als ein Verkauf direkt vom Feld?! Da stört es nicht weiter, wenn dies ein Rapsfeld ist oder ein abgewelktes Dahlienbeet oder gar eine Blaubeerplantage und ob der Verkaufskiosk eine stilisierte Riesenerdbeere ist oder bei Bedarf auch ein Scheißhaus.

Frischer Spargel schmeckt jedenfalls am besten!

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Dynamo ist zweitklassig

Eigentlich klingt das wie eine Geringschätzung oder sogar Beleidigung, aber jeder Dynamo-Kenner weiß, daß damit aktuell der Aufstieg in die zweite deutsche Spielklasse gemeint ist. Nun bin ich aber nicht der Mensch, den der Fußball nachhaltig berührt. Auch Dynamo-Fan war ich in meiner Jugend mehr aus Lokalpatriotismus. Das legte sich dann allerdings, als die Spieler weggingen, die einst den „Dresdner Kreisel“ bildeten. Es waren diese Spieler, die DDR-Meister wurden:

Dynamo1976Ich glaube, damals hat man noch richtig „gearbeitet“. Heutzutage spielt man für die Galerie und die Karriere, möglichst ohne Arbeit. Es gibt noch mehr Dinge, die mir nicht gefallen, aber ich will es dabei bewenden lassen.
Der Grund für diesen Artikel ist nämlich ein ganz anderer: Anläßlich des Wiederaufstiegs in die 2. Liga habe ich mich entschlossen, 2 Dinge zu versteigern, die ich schon seit vielen Jahren im Schrank aufbewahre, mir aber bisher weder Nutzen noch Besitzerstolz gebracht haben.
Da wäre zuerst ein DDR-Oberliga-Wimpel, der anläßlich der Berufung der DDR-Olympiamannschaft im Jahre 1988 signiert wurde. Dazu gehört noch ein A4-Blatt mit einer Kopie der Rückseite des Wimpels, auf die man mir beim Dynamo-Stammtisch in Wimpel hintenWimpel vornDruckschrift die Namen aller zu erratenden oder zu entziffernden Beteiligten schrieb. Der Wimpel ist in einem 1a Zustand, auch wenn er auf dem Bild „abgehackt“ erscheint. Er hat tatsächlich keine Spitze und ist ringsum von der Aufhängekordel eingefaßt.

 

Das wahrscheinlich wesentlich interessantere Angebot dürfte allerdings dieses hier sein:

DynamoTrikot hintenDynamoTrikot vornDies ist ein Original-Spielertrikot aus der Saison 1982/83. Die Richtigkeit der Jahreszahl kann man natürlich exakt am weiter unten eingefügten Foto feststellen, in etwa schätzen kann man sie allerdings auch schon beim Anfassen und Fühlen des Stoffes. – Diese Trikots bestanden aus einer synthetischen Faser, die den Träger bereits nach dem Anziehen in Schweiß ausbrechen ließ.

Dynamo82

Bundesarchiv Bild 183-1982-1008-309          Mannschaftsfoto SG Dynamo Dresden

ChampiEingefleischte Fans wissen natürlich, wer es getragen hat:
Es war natürlich Hans-Uwe Pilz, genannt Champi. Ich habe mir seine Zusage erbettelt, daß sich der potentielle Käufer nachträglich aussuchen kann, ob und wie er das Trikot signiert haben möchte. Diese Option wird also inklusive sein.

 

 

Die Auktion wird allerdings nicht auf einer allseits bekannten Plattform stattfinden, sondern auf HOOD. Hier wird mir das Geld nicht gleich wieder aus der Tasche gezogen. Ihren Start werde ich auf die Zeit nach Saisonende legen. Ich werde das rechtzeitig ankündigen, damit es niemand verpaßt. Die Artikel stehen dann unter:
Sammeln & Seltenes › Fan-Memorabilia › Sport › Fußball › Trikots
bzw.
Sammeln & Seltenes › Fan-Memorabilia › Sport › Fußball › Fahnen & Wimpel.

Alsdann: Unbedingt immer mal wieder reinsehen!

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Wortkünstler

Morgen nun kann ich endlich wieder in´s  Tagesgeschäft einsteigen, nachdem ich eine Woche krank war. In dieser Woche habe ich natürlich auch viel Zeit gehabt für Dinge, die mich ansonsten nicht tangieren und nur aus Langeweile genommen werden, wie z.B. das Fernsehen. Bei dieser Gelegenheit bin ich sogar beim Fußball gelandet. Das Spiel und der Ligabetrieb haben mich zwar nicht so interessiert, aber ich bin auf etwas Erstaunliches gestoßen: Wenn es darum geht, persönlichen Schaden zu vermeiden, indem man massive Beleidigungen in eine kreative Sprache hüllt, dann sind Fußballspieler ganz vorne dran. Und schließlich ist es seit jeher die deutsche Sprache, deren unterschiedlichste Facetten für mich das Salz in der Suppe sind.
Nehmen wir mal ein Beispiel: – Der Reporter fragt einen „Gelbe Karte-Sünder“: „Herr Sowieso, denken sie nicht, daß ihr mit der „Gelben“ bestraftes Foul die Qualität einer „Blutgrätsche“ hatte, für die sie eigentlich hätten Rot sehen müssen?“
Jetzt die Antwort im Hirn… – sagen wir „Kopf“ des Spielers: „Jetz´hör mir ma zu, du Sackratte! Wie kommst du auf diese bescheuerte Rot-Idee?! Das war doch gar nichts! Jede U12 spielt härter! Normalerweise müßtest du paar in die Fresse kriegen, du Hobbyjournalist! Paß bloß auf, daß ich dich nicht mal in meiner Stamm-Nachtbar erwische, dann bist du Mode!“
Und weil aber Kamera und Mikro offen sind, sagt er nur:

„Ja gut , ich mein´:“

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Zookinder

Normalerweise habe ich im Auto niemals das Radio an, es sei denn mit einer MP3-CD. Da das Radio im Taxi aber irgendwelche Probleme mit CDs hat, bleibt halt dort das Radio stumm bis zum jüngsten Gericht. Daß ich gerade heute früh selbiges einschaltete, muß Loki, der Gott des Schabernacks eingefädelt haben. Es kam nämlich gerade eine Werbung für nachösterliche Sonderveranstaltungen im Zoo Leipzig, wenn ich mich nicht irre. Sei es, wie es sei: Auf jeden Fall erzählte die Dame im Radio fast wörtlich folgendes: „Außerdem gibt es viele verschiedene Überraschungen für Kinder, die im Vorfeld dort versteckt wurden.“

Und nun überlege ich verzweifelt, warum in aller Welt man die Kinder versteckt hat und nicht die Überraschungen!

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Ghost-Guest

Manchmal erlebt man auch nach 20 Jahren Praxis Dinge, die noch neu sind, zumindest für einen selbst.
So landete ich heute am Mittag mangels Alternativen vor dem Krankenhaus Friedrichstadt, wo mir von den zwei anwesenden Kollegen eröffnet wurde, hier stehe man sich genauso die Räder in den Bauch wie an der Uniklinik. Insofern war meine Wahl ja richtig. Wenn überall alles gleich ist, kann man auch überall sein. Nach etwa einer halben Stunde waren wir nur noch zu zweit und ich beschloß, die verbleibende reichliche Zeit für einen kleinen Schönheitsschlaf zu nutzen…
…munter wurde ich durch Geräusche am Auto! Ein junger Mann versuchte die Beifahrertür zu öffnen, schaffte es aber nicht und ging daraufhin hinter das Auto. Ich rief ihn noch mal heran und fragte, was los sei. Schließlich war ich ja nicht der Erste, so daß er mit mir hätte fahren wollen. Er sah mich ausdruckslos an und meinte: „Nichts! Alles gut“. Daraufhin ging er über die Straße, setzte sich auf den Bordstein und guckte in die Gegend. Später legte er sich sogar aufgestützt hin.
Irgendwann stand er plötzlich auf, kam über die Straße und stieg wortlos bei mir zur Mitteltür ein. Auf meine Frage, was das soll, bekam ich keine Antwort. Darauf, was er jetzt hier drin machen wolle, kam nur „warten“.Was soll ich noch groß erzählen, er war quasi für jegliche Art von Kommunikation immun. Ich tat also, was zu tun war und rief unseren Freund und Helfer an. Man versprach mir, jemand zu schicken, sobald ein Streifenwagen frei wird. Dies geschah dann etwa eine halbe Stunde später. Hier wurde nun klar, was wir schon vermuteten: Der junge Mann stammte aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses. Er war weiß Gott nicht getürmt, sondern hatte einfach – Ausgang! Ich vermute, das war für ihn ähnlich, als ob man ihn zuhause rausgeschmissen hätte. Und so hat er einfach vor dem Krankenhaus gewartet, daß er wieder rein darf –

wahlweise natürlich auch in meinem Taxi, weil es da so gemütlich ist und ich so lieb aussehe! 😉

 

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Die Weisheiten der Leberwurst

Schon ewig gibt es in Asien den Brauch des Glückskekses, wo man mit der Nahrung sogleich auch die Weisheiten des Konfuzius konsumiert. Dies nach Europa einzuführen, ist eine wirklich nette Idee. So war ich heute sehr erstaunt, was mir die Rügenwalder Leberwurst zu sagen hatte:

zuhausesexIch finde, dieser Rat ist in puncto Logik nicht zu schlagen.

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Was der eine tut…

Bei der ganzen Asylproblematik verstehe ich einen ganz wichtigen Aspekt nicht: Sind denn nicht bis vor kurzem Taxifahrerkollegen aus allen Gegenden Deutschlands wegen Beförderung illegaler Migration zu nicht sehr moderaten Strafen verdonnert worden?! Frau Merkel macht im Prinzip eigentlich momentan dasselbe und müßte quasi dafür ebenfalls verurteilt werden. Natürlich geht das wegen der Immunität nicht, aber eine Anklage wäre doch möglich, oder? Sie könnte ja prinzipiell die Schranken auf freie Fahrt stellen, aber auch dafür braucht sie die Zustimmung des Gesetzgebers, nämlich des Volkes. „Volk“! Das ist übrigens das Wort, das ihr seit ihrem Kanzlereid am schwersten über die Lippen kommt. Damals ging es konkret um´s  deutsche Volk und nicht um ´ihr´ Volk. Es kann sein, daß sie damit nicht klarkommt.
Sei es, wie es sei. Ich jedenfalls gebe zu, vor einigen Jahren ebenfalls einen illegal eingereisten Kurden gefahren und dafür noch nicht einmal Geld genommen zu haben. Nun bin ich mir nicht ganz sicher: Bin ich nun ein Held oder ein Verbrecher?
Müssen also unsere gemaßregelten Kollegen weiterhin als Vorbestrafte gelten, während sich die Kanzlerin im Lichte derselben Tat auch noch sonnt?!
Oder gilt hier der Spruch, der schon immer unser Land beherrschte:

„Was der eine tut, ziemt dem anderen noch lange nicht!“

Dies ist der erste meiner 570 Beiträge, bei welchem ich regelrecht um Diskussion bettle, denn es könnte für einige unserer Kollegen sehr wichtig sein.

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Die lieben Kleinen

Also wenn mir eine Sache in der Welt wirklich Freude bereitet, dann ist das der sogenannte „Kindermund“. Kinder erzählen unverfälscht und direkt, weil sie die Grenzen der Kultur des Zusammenlebens noch nicht kennen. So erlebte ich heute beim Einkauf etwas wunderbar niedliches: Als ich meinen Einkauf im Auto verstaute, konnte ich mich nicht enthalten, eine Tube Kaviarcreme mit Meerrettichnote auszuschlabbern. Ich gebe es ja zu: Ich hatte sie nur zu diesem Zweck gekauft. Gerade in diesem Augenblick lief hinter mir ein Herr mit seinem etwa 8-jährigen Sohn vorbei. Der Filius meinte plötzlich: „Papa, guck mal, was der Opa da macht!“ …der Racker, der Süße! Soso – „…was der Opa da macht!“ Nun ja, der Junge ist offiziell der allererste, von dem ich in Bezug auf mich das Wort „Opa“ gehört habe. Aber zum Glück bin ich da sehr tolerant und sage ihm an dieser Stelle:

„Du kleiner Racker… FALSCH! – Du kleine miese Ratte, wenn ich dich noch einmal sehe und erkenne oder du nochmal so einen Spruch machst, dann drehe ich dir deinen dürren Gurkenhals aber so was von auf Sparflamme, daß die Leute denken, du wärst eine Marionette!“ 🙁

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Backup

Wie allgemein bekannt, bin ich ein sehr kommunikativer Mensch. Wenn man negativ darauf eingestellt ist, könnte man unter Umständen sogar den Begriff „Quatschkopp“ benutzen. Ein Muß ist das aber nicht. 😉  Auch als ich heute nachmittag eine Fahrt von der Charlotte zum Flughafen hatte, klappte meine Klappe wieder außerordentlich gut. Irgendwann sagte der Fahrgast aber: „Tut mir leid, ich habe nicht richtig zugehört. Ich muß hier noch einige E-Mails lesen“…
Als er dann fertig war, sagte ich lapidar: „Wenn sie mal eine meiner Geschichten nicht richtig mitbekommen ist das nicht so schlimm, denn ich habe fast immer noch ein Backup im Netz:

Dieses hier! 😉

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Haltet die Diebe!

Ich glaube, daß ich noch nicht die Gründe für mein längeres bloggerisches Schweigen erläutert habe. Das will ich nun nachholen:

Am 17.1. stieg mein Kabelmodem aus. Ich hängte mich deshalb an die Hotline und meldete den Schaden. Das offenbar recht „jungsche Mäusel“ in der Leitung war richtig niedlich. Ich leierte meinen Meldungstext herunter und legte in dem Moment, als sie gerade den Status des Modems abfragen wollte hinterher: „Das zeigt überhaupt nichts mehr, nicht einmal eine Powerleuchte.“  Da ich sie mitten im Satz abgefangen hatte, mußte sie sich kurz sammeln, um vom Teleprompter-Ablesen auf Realmodus umzuschalten, wonach sie konstatierte: „Da wird es wohl kaputt sein“. Darauf hatte ich natürlich keine andere Antwort als: „Davon gehe ich aus!“ Kurz und gut, sie versprach mir, daß ich innerhalb von 3 Tagen ein neues bekomme. Wie ich nach 4 Tagen feststellen konnte, war das eine etwas leichtfertige Einlassung, denn schon in den Internet-Servicehinweisen steht etwas von 5 Werktagen. Auf meine Anfrage, ob ich denn wegen des Ausfalls kulanterweise am Home-Spot System teilnehmen könne, bekam ich was? – Na klar, eine NIEDLICHE Antwort! Das wäre nicht so einfach, denn dann müßte ich an diesem Programm selbst dadurch teilnehmen, daß ich über ein WLAN-Modem einen HotSpot für jedermann erzeuge, der praktisch parallel zu meinem Zugang läuft. Sie könne das jetzt einleiten, indem sie mir ein WLAN-Modem schicken läßt, aber das könne auch 3 Tage kosten. Meine Heiterkeit erreichte jetzt ihren höchsten Punkt! Ich überraschte sie mit dem Spruch: „Horschen se ma: Wenn ich ein funktionierendes Kabelmodem ohne WLAN hätte, dann bräuchte ich doch im Prinzip den ganzen Zinnober mit dem HotSpot nicht, oder?“ Eine bejahende Antwort kam hier nicht, denn sie ertrank wahrscheinlich in der Flutwelle der Erkenntnis. Nachdem dann die Woche voll war, rief ich nochmals bei der Hotline an, um diesmal zu fragen, ob es mich noch gibt. Diesmal war ein junger Mann am Telefon, der Humor hatte. Deshalb erhielt ich auf meine Existenzfrage die Antwort: „Nein!“ Das hieße, daß das sogenannte Serviceticket sehr wohl eingetragen ist, aber bis dato niemanden zu irgendeiner Aktivität bewegt hat. Er könne nun zwar die Modembestellung nochmals auslösen, das zöge aber wieder diese ominösen 3-4-5-6-7 Tage nach sich. Er könne mir aber schon morgen einen Techniker schicken, der die Geräte tauscht. An dieser Stelle gestand ich ihm daß ich mich genauso wie auf das Internet auch auf den kulanten Preisnachlaß freue. Er bot mir eine Monatszahlung an, worauf ich zustimmend antwortete: „Das ist OK, denn das ist das Minimum!“
Und siehe da: Es geschahen Zeichen und Wunder! Schon nach 8 Tagen hatte ich wieder Internet. Daß dann 2 Tage später noch ein Modem bei mir ankam, störte nicht weiter, paßte aber recht gut in´s Bild. Und nun – kommen die Diebe in´s  Spiel!!

Bekam ich doch am Flughafen 4 Herren in´s Auto, in deren Gespräch immer wieder Worte wie „Datendurchsatz“ oder „Netzqualität“ fielen. Ich war dann schließlich so unfein, sie anzusprechen, wobei sie zwar erst skeptisch, mit zunehmender Detailierung aber immer interessierter wurden. Ich berichtete nämlich über genau diese vorher beschriebenen Geschehnisse, wobei das Interesse noch einmal anzog, nachdem ich ihre Frage nach meinem Provider beantwortet hatte. Deshalb machte sich in mir ein leiser Verdacht breit.
Tatsächlich, die Herren waren von Vodafone, das ja vor kurzem Kabel Deutschland aufkaufte! Die Service-Verzögerung nahmen sie zwar zur Kenntnis, konnten sie aber definitiv nicht erklären, auch nicht die Tatsache, daß ich jetzt statt 2Mbit/s nur noch 1,5 an Upload habe. Als Kabel Deutschland noch das war, was draufstand, hatte ich eigentlich nie Probleme, trotzdem habe ich den Herren den naheliegenden Spruch: „Kabel hui, Vodafone Pfui“ nicht um die Ohren gehauen. Schließlich hatte ich ja die Richtigen erwischt. Ich hätte sie vielleicht aber mal fragen können, ob man mich so hinhält mit Service und Geschwindigkeit, weil ich noch einen ganz alten Vertrag habe, den man natürlich gern in einen einträglicheren gewechselt hätte. Sie hätten vielleicht antworten können, aber gewiß nicht gedurft.
Und was wird nun??

Vodafone pfui, oder wie?!

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Grundgesetze

Man lernt doch immer wieder dazu! So las ich gerade auf meiner Suche nach einer passenden Überschrift für den heutigen Beitrag erstmalig vom „Rheinischen Grundgesetz“. Ein Teil dessen ist nämlich der Ausspruch: „Et kütt wie et kütt„. Genau dieser Spruch ist es, der im Taxigeschäft immer wieder Wahrheitswert gewinnt.
So war ich heute abend schon auf Feierabendkurs, dachte aber die Kreditkarte am Müllerbrunnen noch mitzunehmen. Also hin, angemeldet und sich wieder dem Schachspiel gewidmet. Wenige Minuten später hörte ich hinter mir Motorengeräusch – Ein Kollege kam dazu. Um zu sehen, um wen es sich handelt, sah ich auf´s Display und… Mußte feststellen, daß ich gar nicht angemeldet bin! – Ein Desaster, vor allem wenn man auf einen „Fliescher“ hofft! Ich ging also nach hinten, um den Wechsel zu erbitten, wobei aber die Reaktion des Kollegen so abgrundtief enttäuscht wirkte, daß ich anfügte: „Du mußt aber nicht“. Wenn ich es wirklich selbst versaubeutelt haben sollte, mich anzumelden, kann ich nicht auch noch ihn reinreiten. Er nahm den letzten Satz auch dankbar an und so sah ich ihn also folgerichtig zur Bestellzeit abrauschen. 🙁
– Aber Moment mal, der rauschte eigentlich zu sehr, und zwar so, als wäre er gezündet! Tatsächlich zeigte die Uhr 2 Minuten vor der Bestellzeit an. Da ist seine momentane schlechte Laune natürlich kein Wunder. In dieser Minute tat er mir richtig leid, denn seine Gefühlsachterbahn fuhr am Ende nach unten. Nun kam ich also doch noch zu meiner Abschlußfahrt, allerdings nicht zum Flughafen, sondern nach Blasewitz. Vielleicht hat der Kollege wenigstens auch eine gute Fahrt bekommen, vielleicht sogar zum… Na ihr wißt schon. 😉
Und so konnte man wieder feststellen, daß man in unserem Geschäft das mentale Befinden schneller  wechselt als die Unterhosen.

Et kütt halt wie et kütt    PUNKT

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Ab in den Ofen…

…also ich weiß jetzt nicht, was so mancher bei dieser Überschrift geglaubt hat! Ich kenne Leute aus der schreibenden Taxiszene, die wußten das sofort ganz genau. – Nein, meine Lieben, ich wollte euch nur ein wenig Spielwiese bieten. Doch nun zum Wichtigen dieser Welt:

Es sind nun fast schon Jahrhunderte vergangen, seitdem ich den letzten Eintrag machte. Es ist aber auch nicht so wenig passiert, daß ich gar nichts zu schreiben gehabt hätte. Daß mich zum Beispiel mein frisch vereinigter Anbieter „Vodafone-Kabel Deutschland“ über eine Woche auf´s Trockene setzte, ist auch schon ein eigener Beitrag wert. Heute nur mal wieder was zum Warmwerden:
Ich bin ja nun täglich bestrebt, meine Fahrgäste mit Witzen und Witzchen zu beglücken, denn schließlich hält ja Lachen gesund. Vielfach ist es aber so, daß manche Leute gar nicht gesund bleiben wollen, – oder sie kapieren ganz einfach die Witze nicht! So hatte ich neulich ein älteres Ehepaar, von welchem ich hinterher erfuhr, daß der Mann nicht schwerhörig ist. Er eröffnete das Gespräch mit den Worten: „Ach ja, nun scheint es ja doch Frühling zu werden. Die Vögel jodeln schon tüchtig.“ Bei diesem Satz sprang mir sofort der Schalk in den Nacken(ohne Golodkowski). Ich antwortete: “ Ja der Frühling; die Vögel jodeln und die Jodler vögeln!“ Seine Antwort: „Nu, nu, de Meisn!“

…?
Na vielleicht hatte er trotzdem Spaß.

 

Zu diesem Beitrag habe ich einen sehr treffenden Bildkommentar erhalten. 😉

Borkum

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Schluß jetzt, Frau FDJ-Sekretärin!

Heute hatte ich eine etwas außergewöhnliche Fahrt. Wobei ich festhalten muß, daß eher die Fahrgäste außergewöhnlich waren als die Fahrt. Es handelte sich um eine irakische Familie. Das Besondere an ihr war die Tatsache, daß der Familienvater (wenig jünger als ich) mitteilte, er sei oder war ein General der irakischen Armee. Mein erster Gedanke war natürlich: „Was treibt er dann hier?“ Ich gebe aber auch meine Unwissenheit in Bezug auf das irakische Pensionierungssystem für Militärangehörige zu. Ich kann dafür nur vergleichbare Regularien in anderen Ländern heranziehen. Manchmal auch nur halb vergleichbare.
So werden z.B. derzeit in Deutschland Alt-Beamte für den Dienst am Flüchtling rekrutiert. Sie sollen helfen, die Bearbeitungszeiten für Asylanträge zu drücken. Diese Situation scheint also vom Ansehen her schlimmer zu sein als die Lage im Irak, denn hier gehen die Generäle in Pension.
Aber das ist gar nicht die Spitze, denn es kam noch schlimmer: Auf meine Einlassung, daß Frau Merkel keinen Plan für das Flüchtlingsproblem habe, antwortete er mit absoluter Sicherheit, daß sie doch einen hätte und erzählte eine der von mir am meisten gehaßten Begründungen:

Überall wohin er blicke in Deutschland, sehe er alte Leute. Das heißt, daß in Deutschland junge Leute fehlen! Deshalb bräuchte Deutschland die Migration, um das Land zu verjüngen. Das ist genau das, was Frau Merkel seit Monaten kolportiert!
– Nun gut, es ist ihre Lösung, aber es ist Volksverrat! Hat sie nicht geschworen, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden? Dazu gehört aber auch, dem deutschen Volke zu nutzen bzw. das deutsche Volk diesen Nutzen erbringen zu lassen, ergo muß die Verjüngung aus dem eigenen Volke kommen. Die DDR hatte Kinder ohne Ende! Haben sie das etwa vergessen, Frau Merkel, ausgerechnet SIE!!!? Warum war das wohl so? Wahrscheinlich hatte die Familienpolitik Hand und Fuß! Das hat sie zwar heute auch, aber jeweils nur eine(n)!
Fazit: Hissen sie die weiße Fahne für ihre Familienpolitik!

Nächste Baustelle ist die Nachführung von Fachkräften in die Wirtschaft. Sie sagen sinngemäß, unsere Jugend sei zu blöd. Ich frage: „Warum wohl!?“ Länder wie Finnland, die bei Schülervergleichen immer mit vorn sind, haben das DDR-Schulsystem kopiert. Aber in der BRD ist man ja sooo viel schlauer! Hier praktiziert man zwar ein Schulsystem aus dem 2. JT v.u.Z., aber was ficht es uns an!
Fazit: Hissen sie die weiße Fahne für ihre Bildungspolitik!

Nun muß ich ernsthaft fragen: „Was haben sie eigentlich als junger Mensch in der DDR gelernt?“

Ist unsere Jugend vielleicht doch generell zu blöd?!

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Quechnung

Bei meiner gestrigen ersten Tour fragte mich die junge Dame: „Können sie mir eine Rechnung machen?“
Darauf ich: „Achtung, meine Dame, Klugscheißmodus an: Wollen sie etwa doppelt zahlen?“
Sie: „Ich versteh´ sie nicht!“
Ich: „Eine Rechnung ergibt eine Zahlungspflicht, eine Quittung bestätigt deren Erfüllung.“
Sie: „Ja wie…“
Fazit: Wir konnten zusammen nicht kommen, oder wie das heißt, da die junge Dame den Begriff „Quittung“ scheinbar zum ersten Mal hörte. Dabei ist Wikipedia nahezu unergründlich und in solchen grundlegenden Fragen regelrecht ein Muß. Hier ist die dortige Aussage:

Rechnung/Quittung

Eine Rechnung dokumentiert das Bestehen einer Forderung, eine Quittung bestätigt, dass eine Forderung erloschen ist (zum Beispiel durch eine Zahlung).

Wie gesagt war die Dame noch recht jung und hat noch viel Gelegenheit, Neues kennenzulernen. Allerdings hatte sie die 30 bestimmt schon erreicht und schien mitten im Leben zu stehen, was auch ihre dominante Rolle gegenüber ihrem Mitfahrer aussagte sowie die Tatsache, daß sie…

…zu einem größeren Vertragsabschluß hierherkam!

PS: Dafür braucht es – glaube ich – den Abschluß zum ´Kaufmännischen Flachwirt´.

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Doa legst´di net nieder!

Klingt eintönig, ist es aber nicht! Wir waren schon wieder im Spaßbad, diesmal allerdings mit unserem „Kind“ und auch etwas weiter weg, nämlich im Riff Bad Lausick. Der Fußboden im Naßbereich war hier vom Feinsten, nämlich verschiedenfarbigster Schiefer, der eben nicht nur schön, sondern auch trittsicher war. Und hier war auch der Imbiß ein Highlight, weil er  fast schon den Charakter eines Imbisses überstieg. Das Angebot konnte hier mit den Preisen und dem Einsatz des Personals im positiven Sinne mithalten. Das setzte sich allerdings leider nicht bis zum Ein-, Ausgangsbereich fort, wo eine offensichtlich dauergenervte Kollegin hörbar die Doofheit der Benutzer beklagte, die nicht mal in der Lage sind, ein Armband sicher in einem Kistchen abzulegen, welcherart Äußerung aber auch nur sinngemäß und nicht wörtlich getan wurde.

Nun aber das weniger schöne Erlebnis des heutigen Tages:
Wir wollten zu unserem Ziel von der A14 über die Abfahrt Nr. 31 Richtung Grimma abfahren. Kurz davor aber fingen plötzlich alle Fahrzeuge vor uns an, den Warnblinker zu setzen. Der Grund dafür kam auch sofort in Sicht: Neben der Mittelleitplanke standen zwei PKW, der vordere war nahezu unversehrt, der direkt dahinter stehende allerdings war „mit ohne vorn“, wie wir mit etwas Sarkasmus feststellen konnten. Das meint, daß ihm an der Front mehr fehlte als der Durchblick. Nebenher sah es an der Unfallstelle aus, als ob gerade ein Pflug den Mittelstreifen entlanggefahren wäre. Die Stützen der Planke zeigten geradezu anklagend auf ihre etwa 1m danebenstehenden Kollegen. Das schien genau so, als wollten sie sagen: „Uns reißt´s hier die Füße weg und ihr merkt gar nichts davon!“
Nach Tätigkeit meines „Spontan-Kameraauges“ behauptete ich: „Das muß schon eine kleine Weile her sein, denn da vorn steht auch ein Krankenwagen“. Gegen diese Annahme sprach allerdings ein Mysterium: Warum um alles in der Welt hat sich noch kein Stau gebildet und die Polizei ist auch noch nicht da?!
Man konnte an der Unfallstelle langsam vorbeifahren, wobei bei den allesamt unversehrten Beteiligten eine relative Entspanntheit zu beobachten war. Deshalb war auch kein Grund zum Anhalten, zumal am rechten Rand ebenfalls noch 3-4 Fahrzeuge standen. Und siehe da – der Krankenwagen stand dort tatsächlich, sah aber nicht wirklich gesund aus. Bei ihm endete auch eine Spur, die an der Mittelleitplanke begann und ganz deutlich anzeigte, daß hier eine Felge ohne ihren Reifen handwerkte. Diese Meinung mußte ich allerdings revidieren: Dem Krankentransporter fehlten 2 Reifen. Nach dem ersten Anschein würde ich mal vermuten: Er war der Pflug.
Nun gut, also wieder ein Unfall in meiner allernächsten Nähe. Es belastet mich mental gar nicht, sondern im Gegenteil: Als Taxifahrer bin ich Profi und wenn ein Profi vor Ort ist, wird meist überflüssiger Unfug unterlassen. Es freut mich, wenn ich helfen kann. Nur eines macht mir Sorgen: Ist meine ständige Nähe zu Unfällen noch normal oder zeigt das schon Züge des Paranormalen?! Sei es, wie es sei: Wenn die Polizei in Zukunft Zeugen für Unfälle sucht, einfach mal bei mir nachfragen.

Ich habe mit Sicherheit irgendwas in petto!

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Einsichten

Wir Taxifahrer sind im Prinzip die getriebensten im Straßenverkehr. LKW´s liefern heutzutage bis auf die halbe oder sogar Viertelstunde genau aus, da man sich so ein Lager spart. Straßenbahnen und Busse fahren nach minutengenauem Fahrplan und werden ständig elektronisch überwacht. Wir allerdings streben oftmals danach, eine einzige Sekunde schneller zu sein als die Kollegen, denn derjenige, der zuerst am Taxistand ist, fängt den Fisch und der nächste beobachtet vielleicht 2 Stunden lang die Angel. Aber: Wir kriegen das schon hin.
Bei Bahn und Bus ist das komplizierter. Wenn dem Fahrer sein „Fahrplanmodul“ oder wie auch immer das heißt ansagt, daß er hinterher ist, muß er beschleunigen. Das natürlich geht manchmal nur durch Maßnahmen, die den potentiellen Kunden nicht erfreuen. So kommt es sehr oft vor, daß die Bahn klingelt und abfährt, obwohl für den Fahrer sichtbar Leute gerannt kommen. Ich muß hier mal eine Lanze für die Fahrer brechen: Ganz knallhart muß man nämlich sagen, daß man nun wirklich nicht auf jeden warten kann. Wer weiß denn, ob hinter dem letzten nicht noch 3 kommen!
Also Leute, bitte nicht ärgern, wenn ihr stehenbleibt, sondern freuen, wenn ihr mitgenommen werdet. Das nennt man nämlich „Positives Denken“.
Und dieses Positive habe ich heute auf einen Blick gesehen: Nach Aufnahme der Fahrgäste durch die Straßenbahn rollte ich noch vor Anfahrt langsam nach vorn und sah eine junge Frau, die von vorn kommend der Bahn entgegeneilte. Weil wir ja Winter haben, trug sie einen dicken schwarzen Mantel. Nun stiegen die Temperaturen heute allerdings über die 12°, weshalb sie den Mantel offenließ. Es war deutlich zu sehen, daß sie auf einen Sprint nicht vorbereitet war: In der rechten hatte sie eine mittelgroße Tasche, während sie mit der linken Hand den Mantel zuhielt und damit auch einigen anderen Sachen den Weg versperrte, die es nach außen drängte. Es war dies ein zugegeben nicht uninteressanter Anblick. Und was soll ich euch sagen: Die Frau erreichte die Bahn!

Warum nur hat der Fahrer so lange gewartet?

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Rekordgagen

Rekordgagen sind in aller Munde…, aber wiederum auch nicht! Es kommt ganz darauf an, wie man „Gagen“ ausspricht. Am gebräuchlichsten ist das Aussprechen des zweiten „G“´s wie „ch“. In diesem Falle handelt es sich um die höchsten jemals irgendwo gezahlten Gehälter für Freiberufler. Spricht man allerdings das Wort „Gage“ so aus wie etwa in „Gugelhupf“, dann ist das ein Papierflieger (jedenfalls hier in Sachsen). Wie man nun im vorstehend verlinkten Wikipedia-Artikel lesen kann, beträgt der Weitenrekord einer „Gage“ etwa 1,5 km.

Aber damit genug des Vorgeplänkels:
Nach einem Tag voller Schläfrigkeit schien es mir heute angebracht, den Tag gegen 16:00Uhr zu beenden. Natürlich versucht man auf dem Nachhauseweg, alles mitzunehmen, was sich noch bietet. So verpaßte ich knapp eine Vorbestellung am Moränenende und stellte mich dann in eine ähnlich Flieger-verdächtige in Niedersedlitz. Groß war die Vorfreude, um 17:00 noch einmal zum Flieger zu gelangen, zumal das von Niedersedlitz ca. 40 € Umsatz ausmacht! Weil ich ein Glückspilz bin, bekam ich die Vorbestellung auch und fuhr von der Lugaer Straße zum Bhf Niedersedlitz! Ich erhielt also meine Fliegertour, muß allerdings anhand der Flugstrecke feststellen:

Es war nur eine Gage!!!

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Doa legst´di nieder!

Wenn ein Bayer von etwas überrascht wird, dann kann schon mal der o.a. Spruch kommen. Zutreffen würde das z.B. auf unser heutiges Ausflugsziel, das Meißner Freizeitbad „Wellenspiel“. Das war zwar sooo überraschend auch wieder nicht, aber wenn man dort voller Tatendrang und frisch geduscht den Badebereich betritt, kann es sehr wohl und sehr schnell passieren, daß man sich langlegt, allerdings im wahrsten Sinne des Wortes! Bisher bin ich in noch keinem Bad derartig herumgeeiert wie gerade in diesem. Deshalb war es hier auch vollkommen überflüssig, die sonst üblichen Hinweisschilder mit dem Aufdruck „Im Badebereich bitte nicht rennen“ anzubringen, denn spätestens beim 2. Schritt wäre sowieso Finale gewesen. Ich habe das Gefühl, irgendjemand wollte hier einen größeren Posten glatter Fliesen loswerden.
Mehr Sicherheit bietet da der Imbiß im Hause. Man läuft dort nicht Gefahr, daß man sich an der bestellten Soljanka Mund und Rachen verbrüht. Jedenfalls bei uns war das so, als wir nach etwa 10 min. unsere lauwarme Soljanka genießen konnten.
Schön war, daß die Eintrittspreise nicht so überbordeten. Man könnte also noch mal hinfahren.

Man kann es aber auch lassen.

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Teufel in Weiß

Ja, es gibt sie noch: Die Momente, wo mir der Mund offenstehen bleibt. Man könnte denken, im vorgerückten Alter und ca. 20 Jahren im Taxi hat man genug erlebt, aber die heutige Zeit ist schnelllebig und niemandem ist mehr irgendwas zu blöd, um es mit Schmackes hinauszuposaunen.
So brachte ich z.B. Heute früh eine Patientin in die Uniklinik. Den ganzen Weg lang passierte fast nichts. Nur kurz vor der Uni erlaubte ich mir, aufgrund fehlenden Platzes die goldene Regel „Ein Radfahrer ist so breit wie hoch zu mißachten“, weil man ja sonst auf der zugeparkten Fiedlerstr. niemals vorbeikommt. – Kaum war ich neben ihm, setzte eine Schimpfkanonade ein, die jeder Vorstadtschmiere in den Slums der dritten Welt Ehre gemacht hätte. Nur Sekunden später, als ich an der Schranke warten mußte, setzte sich dieses fort, indem der Radfahrer an meine Seite heranfuhr und mich anbrüllte: „1 Meter und 50 hat man beim Überholen Platz zu lassen!“ Nach einem weiteren Satz, der mir aufgrund seiner Wichtigkeit  leider entfallen ist, folgte dann der Knaller: Es entfuhr ihm der Satz: „Ihr kotzt mich nur noch an, ihr Scheiß-Ossis!!“ Sprach´s  und entradelte flink in´s  Unigelände. ????????????????
Die Frau sah mich mit großen Augen an, ich sie mit noch größeren. Hätten die Fragezeichen über unserer beider Köpfe metallische Schneiden gehabt, würde ich künftig Vito-Kabrio fahren.
Nun aber zunächst erst mal zu den Tatsachen: Das mit dem Abstand ist nominell korrekt. Wenn wir auf der Straße alles korrekt machen würden, käme der Verkehr zum Erliegen; soviel dazu. Im dargestellten konkreten Fall hätte der Herr allerdings sehr große Mühen auf sich nehmen müssen, um von mir touchiert zu werden. War das sein Plan und er hat´s  nicht geschafft? Tut mir leid, das nächste Mal fahre ich näher ran, damit er es nicht so schwer hat, mich zum Buhmann zu machen. Übrigens gilt beim Überholen von Fahrzeugen durch Radfahrer auch die 1,5 – allerdings in Zentimetern! Oder hat vielleicht jemand irgendwo eine gesetzliche Regelung gefunden, die diesen Tatsachen widerspricht? Na gut, lassen wir das verkehrsrechtliche mal beiseite und kümmern uns um uns Scheiß-Ossis.
Ich weiß nicht, wo das 25 Jahre nach der Einheit noch herkommt, noch dazu von einem Exemplar der Siegerseite. Es hört sich aber hier an wie ein enttäuschter Verlierer. Ist dies etwa einer der Herrschaften aus der dritten oder vierten Reihe bundesdeutscher Hierarchie, der in den wilden Osten reiste, um den Urwaldvölkern mal so richtig zu zeigen, wo der Hammer hängt?!
Und jetzt kommt die scheußlichste Überlegung: Wenn ein Mann in den 40ern mit dem Fahrrad in die Uniklinik fährt, ist das gewiß kein Patient. Krankenpfleger in diesem Alter habe ich dort auch noch nicht gesehen. Wäre es also möglich, daß es sich hier um einen Arzt handelte?! Wenn ja, dann scheint mir dieser per se anfällig für Kunstfehler zu sein, weil er gestresst ist. Wenn man dann noch seine Äußerung mit den Ossis einbezieht, dann muß man sein Auftauchen am Bett eines Patienten der ungebrauchten Bundesländer mit einem Skalpell in der Hand schon im Vorhinein als versuchten Mord werten!

Aber saache ma, mei Guudster, wennde disch hier ni dorheeme fiehlst und die Ossis gotzen disch alle an, …

Was machst´n du dann hier noch?

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Zangengeburt

Es war einmal, vor vielen, vielen Monden, da kaufte ich mir ein Starthilfekabel. Weil ich schon immer eine Vorliebe für große Wagen hatte, hatte ich auch schon immer große Fahrzeugbatterien… Ja gut – Akkus. Solcherart Akkus produzieren oder brauchen große Stromstärken. Große Stromstärken brauchen große Leiterquerschnitte. Deshalb kaufte ich mir auch ein „richtiges“ Kabel, mit 25qmm Litze und schönen großen Zangen.
Tja, was soll ich sagen: Die Kabel leben noch, die Zangen allerdings gingen bereits den Weg alles irdischen. Wenn ich sie mir im Nachhinein im defekten Zustand ansehe, glaube ich immer fester an geplante Obsoleszenz. Wer für sich den Anspruch erhebt, haltbare Waren herzustellen, würde für diese Zangen kein Material verwenden, das während des dauerhaften Ruhedrucks der Federn einfach reißt.
Zum Glück haben wir das Internet und wir haben ebay. Inzwischen kann man schon sagen: Was es bei ebay nicht gibt, gibt es auch nicht. Also nichts wie hin, verfügbare Zangen genau angesehen, ausgewählt, bestellt und… jetzt sind sie da…

StromzangenZu meinem „Leidwesen“ muß ich anfügen, daß die Dinger noch viel stabiler sind, als sie hier aussehen. Diese Zangen werden nicht im Ruhezustand von ihren eigenen Federn zerstört, obwohl diese so stark sind, daß ich sie nur mit großer Mühe öffnen konnte. Die Schrottzangen habe ich bei ebay übrigens auch gefunden, werde aber den Teufel tun sie zu enttarnen. Entscheidend negativ ist nur, daß sie komplett aus Plast bestehen und nur metallische Kontaktelemente haben. Ich möchte auch nicht verschweigen, daß ich als Auswahlkriterium ebenfalls herangezogen habe, ob man über PayPal zahlt oder nicht. Diese Gelddruckmaschine kommt mir auf keinen Fall in´s  Haus!

Aber wie das halt so ist, nichts Gutes geschieht, ohne daß irgendjemand irgendeinen Klops produziert: diesmal DHL. Der Transporteur gab das Paket bei meiner Frau ab, ließ unterschreiben und verschwand – so weit so gut. Kurz darauf erhielt ich eine e-mail mit der Nachricht, daß die Sendung bei meinem Nachbarn „Kahl“ abgegeben wurde. Als ich nach Hause komme, stelle ich mich also vor meine Frau, erkläre sie spontan zur Nachbarin und erbitte die Herausgabe der Sendung. Und hier zeigte sich wieder einmal, was ich doch für nette Nachbar(inne)n habe. Ohne sich zu erheben, zeigte sie nur auf den Küchenunterschrank, der mir am nächsten stand.

Solch herrliche Nachbarschaft pflegen wir!

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Essen, wo es nicht hingehört

Der heutige Tag begann wie alle in der letzten Zeit, nicht gut durchgekocht und deshalb zäh, um mal im Jargon des heutigen Themas zu sprechen. Wie immer entlädt sich die fliegende Kundschaft erst spät, woraufhin man flinke Füße machen muß, um Fahrten zu erhaschen.
Irgendwann nach 10:30 Uhr packte mich die Unternehmungslust und ich fuhr nach Bühlau, um dort um 11:30 Uhr eine Vorbestellung abzufassen, die stark nach Flieger roch. Und wie das immer so ist: Der Aktive ist erfolgreich! Ich bekam die Fahrt und durfte von „Downtown Weißig“ zum Kaufland Weißig fahren – eine Erfüllung!
Nun aber nichts wie zurück zum „Adler“! – Na bitte, Niederwartha. Normalerweise sage ich in Niederwartha: „Nächster Ständer Flieger“, aber heute hätten meine Aussichten auf 14:30 Uhr für die erste Fahrt gelautet. Also nichts wie umgeswitcht und an der Frieda angedockt. Die Hupe rief mich zum Haus C. Die ältere Dame, die mich dort begrüßte, fiel sofort mit der Tür in´s  Taxi: „Was denken sie, wieviel Km sie jetzt fahren werden?“ Wenn ich mir sie so anhöre, dann etwa 80!“ Tja, die Frau war einer der Äberlausitzer Ruller.
Auf der Autobahn dann in Höhe Leppersdorf dachte ich mir: „Wenn du zurückkommst, gehst du noch fix in den „Werksverkauf“, da gibt´s manchmal richtige Schnäppchen. Natürlich ist das nicht diese Form von Schnäppchen, wo man z.B. ein Kg Kaviar für 5 € bekommt, aber ein sehr guter Preis für etwas, was auf alle Fälle satt macht, ist immer drin. Der Sparsame rechnet halt in Nährwert pro Euro.
Und so schlug ich dann auf der Rückfahrt kauflustig ohne Ende in Leppersdorf auf… Was soll ich sagen: Die Schnäppchen haben sich wahrscheinlich selbst weggeschnappt! Das Einzige, was meine Aufmerksamkeit erregte, war eine Packung „Harzer Roller“, (kein Oberlausitzer). Es gab am heutigen Tag dort nicht wirklich günstige Waren, obwohl dieser Laden dafür eigentlich hätte prädestiniert sein müssen. Im Verein mit der Tatsache, daß mein Vito aufgrund der längeren Autobahnfahrt komplett gesalzen war und sich sogar besagter Käse dazu entschloß, unterwegs vom Sitz zu hüpfen und statt dessen ein wenig im Fußraum herumzurollen, halte ich die heutige Überschrift für mehr als angemessen!

Käse!!!

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Jaaaaaa!

…genauso muß das laufen! Heute war endlich wieder ein Tag, den man zum Normalgeschäft erklären könnte. Es gab zwar keine größeren Highlights, aber: ´Bröckchen für Bröckchen ernährt sich das Böckchen“! 🙂
Ich hatte sogar kaum Zeit für Ruheeinlagen a´la Vorbeitrag. Das wirkt sich natürlich auch auf die Stimmung aus. So verspürte ich halt am Ende einer Tour mit 5 Amerikanern(nein, nicht die runden, gebackenen!) das dringende Bedürfnis, die Herren mit einem Witz zu verabschieden, natürlich passenderweise einem nur für Herren: Wie klingt es, wenn eine Inuitfrau….  Jetzt reicht es aber! Mein eigener Anstand wehrt sich dagegen, diesen Witz weiterzuerzählen. Die Herren hatten jedenfalls einen Heidenspaß.

Ich auch!

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Frustschlaf

Seit einiger Zeit probiere ich erfolgreich eine Möglichkeit aus, dem Frust des schlechten Geschäfts zu entkommen. Ankurbeln kann ich es nicht, aber dem Frust keine Angriffsfläche bieten kann man durchaus. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie bei dem Mann, der unter Darminkontinenz leidet und keinen Arzt und kein Medikament findet, das ihm hilft, welcherart Hilflosigkeit ihn fast in den Selbstmord treibt. In seiner Not folgt er dem Rat eines Freundes und kontaktiert einen Psychiater. Als sich beide wieder einmal treffen, fragt der Freund nach dem Erfolg des Psychiaters, woraufhin der Patient hellauf begeistert ist. „Es ist wirklich unglaublich, was seine Medizin vermag! Ich scheiß mir zwar nach wie vor in die Hosen, aber ich mach´ mir nichts mehr draus!“
So also bin ich dazu übergegangen, bei schlechtem Geschäft einfach irgendwo an einem THP stehenzubleiben, den Sitz nach hinten zu rücken und eine Mütze voll Schlaf zu nehmen.
Erstens vergeht dann die Zeit schneller, zweitens ärgert man sich im Schlaf weniger und drittens bin ich dann wirklich putzmunter, falls ich doch mal eine Fahrt erhasche. So habe ich heute den ganzen Tag verbracht! Schon früh konnte ich am Flieger über 1 Stunde abruhen und erhielt dann eine ansprechende Tour in die Stadt. Gegen Mittag dasselbe Spielchen an der Frieda, wo ich allerdings den Zonk erhasche, eine Dialysefahrt von 7,10 €. Wenn hier nicht die Häme der Kollegen zugeschlagen hätte, wäre aber auch das relativ easy gelaufen. Stattdessen anschließend eine Fliegerfahrt – Na bitte! Dort oben wieder Schläfchen und Fahrt bis nach Tolkewitz, gefolgt von Schläfchen am Herzzentrum und… Reise in die Oberlausitz! Von nun an werde ich mich zum Erfolg schlafen.

Das machen schließlich viele so. 😉

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Falsche Erwartungen

irgendwann heute am Nachmittag hatte ich eine Fahrt vom Hilton zur Oper. Diese Wahnsinnstour brachte 5,90 € Umsatz ein. Kurz vor dem Ziel wurde ich gefragt, ob ich meine Karte geben würde, um die Rückfahrt zu sichern. Nun bin ich mir nicht ganz sicher, ob es frech war zu sagen, daß ich einen Teufel tun würde um mir einen solchen Umsatzbrecher auch noch im Vorhinein zu planen.
Also gut, es war etwas frech, aber…

Lieb sein war gestern!

PS: Glauben die Leute allen Ernstes, daß sie mir einen Gefallen tun?

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Notlagen

Inzwischen weiß bestimmt jeder, wie ich Menschen liebe, deren bester oder einziger Freund einen Namen hat, der mit „C2H5“ anfängt und mit „OH“ aufhört. So wird man vielleicht meinen Glücksschrei knapp vor 14:30 Uhr bestimmt sehr weit gehört haben, als ich auf eine vermutliche „Fliescher“-Fahrt einen Auftrag mit dem Text(verschlüsselt natürlich) erhielt „Neustadt; X-Straße 1; *name1* Hr. *name2*; mit Krücke; sitzt an der Ecke X-platz vor *Lokalität*. Jeder Taxifahrer erkennt sofort: „Hier droht Unheil!“ Der Normalbürger kann das ganz gewiß nicht nachvollziehen. Aber es kam ganz genau so, wie es kommen mußte:

Die Adresse war mir sehr wohl bekannt, nicht allerdings die *Lokalität*. Nach optischer Absuche des Gebiets allerdings fanden wir uns. Es war dies wie schon vermutet ein Mann, der aussah wie sein eigener Opa. Aber er stieg ein und sagte sein Ziel an und ab ging die Post, bis hierher Spitze gelaufen. Die geforderte Strecke war höchstens 1km lang. Fast genau in der Mitte fragte er mich plötzlich ob es hier irgendwo in einem Laden Bier gäbe. Er bräuchte nämlich noch ein paar für Zuhause… Wunderschöne Frage für einen, der seinen Wohnsitz genau 9445 m Luftlinie entfernt hat von einem, der hier wohnt. Meine Idee war „???“, seine „der Tabakladen um die Ecke“. Hier allerdings mein Gedanke „???“, Tabakladen mit Bier?! Also wieder zurück, eingeparkt und er steigt aus… und verliert in diesem Moment den gesamten Inhalt seines Portemonaies auf die Straße! Nun braucht natürlich niemand auch nur vermuten, daß da irgendein Schein dabei war. Zum Glück kam gerade ein junges Pärchen vorbei, das die gesamte Herrlichkeit auflas, währenddessen ich nachhaltig bemüht war, meine Nachbrennerraketen nicht zu zünden und er konsterniert das Innere seines Portemonnaies hypnotisierte, als könne er das eben Daringewesene augenblicklich zurückbefehlen. Tja, und dann war er eben mal weg – wie andere Leute auch ( 😉 ). Entgegen meiner Befürchtung kam er aber wieder und es ging nun endlich weiter.
Am Ziel angekommen nannte ich ihm den Preis und er begann in genanntem Behältnis zu suchen. Mir schwante zwar Böses, aber schon nach wenigen Sekunde hatte er das Geld parat „Das müßte reichen, oder?“ Nun ja, es war mehr ´Oder´, nämlich fast exakt 3/4 des Preises. Ich habe mir das restliche Geld dann halt selbst ausgesucht und der Kuchen war gegessen. Beim Aussteigen fragte er dann noch: „Habe ich was hiergelassen?“ Meine Erinnerung und die Sichtprüfung ergaben „Nein“. Und ich fragte mich: „Was auch?“.
Wie immer in solchen Fällen der Begegnung begegnete ich auch der heutigen mit konsequentem Feierabend, zumal das schleppende Geschäft regelrecht dazu aufforderte. Ich machte dann Abrechnung und räumte mein Gerassel aus dem Taxi. Eines war merkwürdig: Ich pflege normalerweise keine Flachmänner mit „Goldi“ (Nordhausener Goldbrand) zum Dienst mitzunehmen. Erstens sind Taxifahrer zu 0,0Promille verpflichtet, zweitens macht der Geruch aus dem Hals keinen guten Eindruck bei den Fahrgästen und drittens… könnte ich kotzen von diesem Fusel!
Ääähm, wie war das: „Habe ich was hiergelassen?“ – Ja mein Guter, aber erkläre mir mal, wie das in die Lücke hineingeraten ist, die beim Vorklappen der Rückenlehne des linken Beifahrersitzes entsteht. Wie um Himmels Willen kriegt man dort Zeug rein, ohne daß es der Fahrer sieht?! Da bin ich ja sogar heilfroh, daß der Inhalt zu- und nicht abnahm. 😉 Wenn du nun aber denkst, daß ich dir den Scheiß auch noch hinterherfahre, dann kannst du das getrost als intergalaktischen Witz betrachten(Kleine Reminiszens an Stanislaw Lem 🙂 ), denn schon die Anlieferung dürfte etwa das 5fache des Kaufpreises betragen. Das gibt bestimmt noch einen passablen Grog ab. Aber wenn du gedanklich noch so fit bist, um zu wissen, wo die Pulle sein könnte, bezahle ich dir sogar 2 davon.

Tja, auch so können Notlagen aussehen, schaffen wir das auch?

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Aufregungen

Ein guter Freund und Leser schrieb mir vorgestern, wenn nichts Neues an der Taxifront geschähe, solle ich doch mal wieder die Mottenkiste aufmachen. Das ist ja im Grunde keine schlechte Idee, aber es hat für mich immer so einen Touch von Sterben. So ungefähr nach dem Motto: „Wenn nichts mehr passiert, was soll ich dann noch hier?!“
Nichtsdestotrotz hat mich das Leben erhört und mir heute etwas Aufregendes beschert, denn Banales muß ich nicht schreiben, es muß schon etwas Besonderes sein.
Aber – und hier fängt das Desaster schon wieder an – muß denn Aufregung immer nur darin bestehen, daß ich mich aufrege anstatt daß ich etwas aufregend finde?!
So nahm ich heute gleich als erste Fahrt ein Rentnerehepaar in Empfang, natürlich in einer Arztpraxis, was sonst wohl hätten Tagfahrer für eine Aufgabe? Direkt vor ihrer Haustür war kein Halteplatz, weswegen ich etwa 20Meter dahinter halten mußte. Diese Stelle hatte allerdings den Nachteil, daß die Straße zum Trottoir hin sehr stark abfiel und gleichzeitig der Bordstein sehr hoch war. Wenn man dann noch aufgrund schlechter Gehfähigkeit der Fahrgäste sehr nah ranfährt, hat man natürlich die Gefahr des Aufsitzens der Tür auf dem Fußweg. Deshalb sagte ich sofort, sie sollten auf mich warten, daß ich auf ihre Seite herüberkäme. Weil aber die Ehefrau trotzdem permanent an der Tür fingerte, gab ich ihr nach und sagte, sie könne ruhig aussteigen, denn das sei eine Schiebetür. – Diesen Satz sollte ich augenblicklich bereuen, denn dadurch war sie etwa 1 Sekunde früher aus dem Wagen als ich. Als ich um das Heck herumkam, hatte sie schon die Beifahrertür in der Hand und öffnete sie. Ich sprang gerade noch hinzu und rief: „Bitte nicht weiter, der Bordstein ist zu hoch, sehen sie das?!“ „Ja, ich sehe“ …Raaatsch… Um nicht hochzugehen wie eine V2 flüchtete ich mich in Sarkasmus: „Sehr gut gesehen! Jetzt ist der Lack ab.“ „Nein, nein, das war schon!“ (Ausrede Grundschulklasse 1) Ich mußte der physikalisch wahrscheinlich zu 100% Unkundigen dann noch erklären: „Was auch immer sie sehen und was schon war, war niemals das, was gerade ´Raaatsch´ gemacht hat, denn das ist wirklich genau unter der Tür und das kann man nur sehen, wenn man mit dem Kopf im Rinnsteig liegt. Wollen sie das?!“
Nun frage ich mich ernsthaft: Ist es wirklich so schwer, wenigstens für sich selbst zu konstatieren, daß man unfähig ist, eine Fahrzeugtür schadensfrei zu öffnen? Man muß es ja nicht gleich jedem beichten. Aber was erhält man stattdessen: Uneinsichtigkeit und Widerworte!

Aber der da oben war wenigstens einsichtig und bescherte mir heute noch eine positive Überraschung: Als ich den THP Palaisplatz anfuhr, parkte dort gerade ein Kleinwagen ein, worauf der Fahrer ausstieg und gerade die Szene verlassen wollte. Obwohl alle meine Organe augenblicklich auf Krawall gebürstet waren, hat sich mein Finger nur zaghaft zur Hupe hinbewegt, um ein zartes „Tutt“ ertönen zu lassen. (Normalerweise gehört hierher ein Tuuut, Tuuut – Tuuhuuhuut!“) Er schaute kurz zu mir und nach meinem kurzen beidhändigen Verweis auf seinen Parkplatz und einem einfingrigen Hinweis auf das Taxischild gab er ein Zeichens des Verstehens und fuhr ab! Frage an die Kollegen: Wer hat das wann zum letzten Mal erlebt?

Und so genieße ich denn heute die Ruhe nachweihnachtlicher Tage.

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Endlich Schluß!

Gott sei Dank, nun ist es endlich vorbei, dieses meistenteils nervige Weihnachtsfest. Dabei – wenn ich so drüber nachdenke – war es dieses Jahr etwas anders als sonst: Irgendwie unauffälliger, unaufgeregter oder sogar …ja, unsichtbarer! Mir war das nicht unrecht, denn ich bin im Grunde ein Freund des Friedens und der Einkehr, eigentlich also ein Freund des Weihnachtsfestes, …wie es früher einmal war.
Bei aller Freude plagen mich aber auch Zweifel: Wieso kann ich mich nicht an Weihnachtsbesuch oder Gegenbesuche erinnern? Wieso habe ich gar nichts geschenkt bekommen? Die Tätigkeit des VERschenkens fehlt mir eigentlich nicht umsonst in meiner Erinnerung, denn das erledigt seit Jahren meine Frau. Und noch etwas ist merkwürdig: Der Weihnachtsbaum steht immer noch eingenetzt im Keller!
Irgendetwas läuft in diesem Jahr total schief. Um es wieder geradezurichten, müßte ich nur zugeben, daß ich mich geirrt habe, aber das ist so gut wie unmöglich, denn da gibt es den untrüglichen Indikator des Einzelhandels. Wenn im Elektronikhandel nach einigen Wochen des erhöhten Absatzes größerer und hochauflösenderer Fernseher plötzlich ein Tag kommt, an welchem 3mal so viele Menschen einen solchen haben wollen, weiß man sofort Bescheid: Heute abend ist das Eröffnungsspiel der Fußball-WM. Und wenn es nun aber im Supermarkt weder Pfefferkuchen, noch Spekulatius, noch andere Weihnachts-Leckereien zu kaufen gibt, dann …ist Weihnachten vorbei!! Aber ich tröste mich mit dem sicheren Wissen, wann es den nächsten Weihnachtsnachschub gibt, nämlich…

…am 29.3.2016 – 5 Tage vor Ostern! 😉

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Umdenken tut not

Ja wirklich, das tut es! Ich bin in den letzten Monaten schwer attackiert worden ob meiner Meinung zum Flüchtlingsproblem. Meist waren dies Leute, die viel zu verbohrt sind, um sich mit dem Gesamtproblem auch nur ansatzweise gedanklich zu beschäftigen. ImGegensatz zu diesen Leuten tue ich das sehr wohl und ich würde auch ohne Limits mit ihnen diskutieren, wenn sie das nur wollten. Sie wollen halt nicht. Mehr als das Fehlen von Argumenten fällt mir dazu nicht ein. Dabei liegt mir nichts näher als die Unversehrtheit des Individuums, nicht aber ganzer Völker. Daß es eine andere Sache ist herauszufinden, welches Individuum nun wirklich in Not ist und welches nur glaubt, ein besseres Leben verdient zu haben, lassen wir hier mal außen vor.
Sehr wichtig ist mir auch, daß in Deutschland mehrheitlich nur Menschen leben, die die deutsche Kultur und die deutschen Gesetze achten…

…und in dieser Hinsicht habe ich heute einen regelrechten Denkzettel bekommen:

Ich fuhr mit Fahrgast auf der Könneritzstr. in Richtung Marienbrücke, um vor dieser auf die Devrientstraße abzubiegen. Etwa 30 Meter vor der Abzweigung befand sich auf dem Radweg ein Radfahrer, der ebenfalls nach rechts abbiegen wollte. Deshalb konnte ich ohne Verzöger… Moment mal! Wieso weiß ich, daß er nach rechts abbiegen will??!! Sollte er tatsächlich die Hand – also seine eigene rechte Hand – zum Zeichen des Abbiegens herausgehalten haben?! Er hat!!!!!! – Und das kam mir jetzt spanisch vor. Instinktiv bremste ich ab und sah ihn mir an: Es war ein dunkelhäutiger, regelrecht schwarzer Mann, aber nicht so einer, wie sie schon Jahre in Deutschland leben. Das Fahrrad und die Kleidung des Mannes verrieten den Flüchtling. Und nun überlege man mal: Ein Mensch von wirklich irgendwoher verhält sich in dieser Abbiegesituation so regelgerecht, wie es 100% deutscher Radfahrer NICHT tun!!! Jaaa, liebe Radfahrer, die ihr auch meist grün eingestellt seid: Wenn man auch das Rechtsabbiegen anzeigt, läuft der Verkehr insgesamt flüssiger und somit „grüner“! Für mich ist dieser junge Mann ein Held und das sage ich so, wie ich es meine.
Nun gibt es in Deutschland Leute, die sehen das mit den Regeln nicht so pingelig: Rote Ampel? – Ja mein Gott, dann is´ sie halt rot, aber der Weg war doch frei!

Zurück zu deutscher Kultur und deutschen Gesetzen: Ich hatte vor, Deutschland vor Mißachtern dieser zu schützen. Nun sieht es ja fast so aus, als ob die Störer im eigenen Land stehen.
Deshalb bin ich ab jetzt dafür, daß sich alle einer Prüfung der Gesetzestreue und der deutschen Sprache unterziehen, also auch Deutsche. Wer durchfällt, fliegt raus. Der Fokus muß natürlich auf Ersterem liegen. Ich bin mir sicher, daß in diesem Fall ein gerüttelt Maß Deutscher mit Flüchtlingen den Platz tauschen muß. So hätten wir keine zusätzlichen Wohnungen zu bauen und deutscher würden wir auch. Es ist mir klar, daß das für die betroffenen Deutschen eine extreme Härte bedeutet, aber schließlich hat es jeder in der Hand, indem er beispielsweise das Rotlicht generell als Haltesignal akzeptiert.

Schickst du mir eine Ansichtskarte aus Uganda, Aro?

PS: Ich kriege gerade Mecker von meine Olle: Sie und unsere Töchter würden immer auch die rechte Hand heraushalten. Na gut, aber das sehe ich nie, weil wir seit Jahren keine gemeinsame Tour mehr gemacht haben. Ich kann schließlich nur von dem ausgehen, was ich sehe. Es sind also nur FAST 100%. 😉

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„Die Mäuse verlassen die sinkende Operette“

Dies ist die Quintessenz meiner Überlegungen anläßlich eines simplen Ereignisses am heutigen Abend. Nachdem unsere Vostandssitzung im Kegelverein beendet war, setzte ich mich in mein Auto und fuhr nach Hause. Auf dem Weg zur Pirnaer Landstraße dann wurde ich auf ein winziges Individuum aufmerksam: Es war eine Maus, die wahrscheinlich der Rasse „Gemeine Hausmaus“ angehörte, aber erstaunlich derangiert aussah. Das Fell sah regelrecht räudig aus und ihre Ohren flatterten beim Rennen und Springen über die Straße um ihren Kopf herum.

Laßt uns das Geschehen analysieren: Die Maus kreuzte den Weg von links nach rechts, also aus Richtung Staatsoperette in Richtung Friedhof, und das bei ca. 4° C! Das kann nur eines bedeuten: Die Maus weiß vom nahen Ende der Spielzeit in der Leubener Staatsoperette! Wahrscheinlich werden Stück für Stück die heimlichen Nahrungsvorräte der Ensembles abgebaut oder beiseitegeschafft. Das bedeutet das Ende für die ortsansässigen Mäuse. Ob die Maus nun einen Selbstmordplan hat oder sich schon mal in Richtung Kulturkraftwerk auf den Weg macht, kann man nur raten. Ich kann nur noch ausrufen:

Rettet die Operettenmäuse!!

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Seelenverfassung

Nicht erst seit gestern ist die menschliche Seele ein großes Geheimnis. Das kann man jeden Tag auf´s Neue erleben, manchmall sogar schon 6:30 Uhr…
Um diese Zeit fuhr ich mit meinem Astra zum Standort des Taxis. Nach etwa 300 Metern gab das Fahrzeug hinter mir permanent Lichthupe. Ich habe natürlich sofort kontrolliert, ob er mich meint und warum. Tatsächlich, ich hatte noch kein Licht an, als sofort behoben und gut – oder nicht?! Kurz darauf mußte ich abbiegen – er mir nach – ich rechts ran – er daneben…
Nach Öffnung der Fenster fragte er, warum ich kein Licht anhabe. Das ist nun eine reichlich blöde Frage, denn er wird wohl kaum erwartet haben, daß ich ein IS-Terrorist bin, der sich vor neugierigen Blicken verstecken will. Ich habe ihn dann erstmal taxiert, ob er überhaupt eine Antwort bekommen sollte und dann geantwortet, daß das höchstwahrscheinlich Vergeßlichkeit war. Ich weiß nun nicht, ob er Hirnforscher ist, aber er wundere sich über die Länge der Vergeßlichkeit, ich solle doch mal etwas früher aufstehen. – WTF!!???
Aufgrund dieses saudummen Einwurfs würde ich ihm allerdings raten, etwas früher zu Bett zu gehen und später aufzustehen oder einfach bewußtseinsverändernde Medikamente wegzulassen.
Was soll´s, ich bin kein Psychiater, kann ihm also nicht helfen.

Ich hab´ ihm deshalb nur eine kleine Nettigkeit gesagt, damit er sich wieder besser fühlt.

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Zerstreuter Professor

Obengenannter ist zwar ein Klischee, aber ich glaube an dessen Wahrhaftigkeit. Wenn man nämlich hochgradig in ein Fach integriert ist, kann es sein, daß das Hirn Dinge eliminiert, die es für banal hält.
So nahm ich heute an einer staatlichen Bildungseinrichtung einen Prof auf und brachte ihn nach Hause. – Angekommen , bezahlt: alles easy. Beim Wegfahren wählte ich einen etwas längeren Weg, der mir aber einen eleganten Umkehrschwung erlaubte. Ich erwähne das, weil der Prof nur dadurch die Gelegenheit hatte, mich vor seinem Haus wieder abzufangen. Das Problem: Kein Schlüssel! Also nichts wie durch´s  Taxi gehirscht, seine Aktentasche und Bekleidung nochmals durchsucht und endlich – Erkenntnis des Mißerfolgs! Deshalb also noch mal Fahrt zurück zur Lehreinrichtung und dortige Suche, die allerdings genauso erfolglos war. Nun blieb also vorerst nur noch die Notvariante des Partnerinnenschlüssels. Er zog sein Smartphone hervor und wollte sie anrufen, aber es gelang nicht. Ich bot ihm dann meine Hilfe beim Wählen an, weil er – vor allem auch wegen der Aufregung – sein Händezittern nicht mehr unter Kontrolle bekam. Sehr schnell konnten wir dann die Sache klären und wieder zu ihm fahren, um seine Partnerin zu erwarten. Vor seinem Haus warteten wir noch eine geraume Zeit, während welcher wir uns in Anbetracht der Situation trefflich unterhielten. Den Taxameter hatte ich da allerdings schon abgeschaltet, denn langsam machte mir das Geldverdienen auf diese Weise keinen Spaß mehr. Solange das Taxi rollt, habe ich die Verpflichtung des Berechnens, bei Stillstand kann ich ganz einfach „Pause“ reklamieren.

Ja, ich habe von ihm etwas mehr als 40 € kassiert, aber bin dann weggefahren wie ein begossener Pudel.

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Dekadenz II

Es war fast, als ob mir mein Vito heute beweisen wollte, daß Dekadenz kein Alleinstellungsmerkmal von Menschen ist, sondern auch bei Maschinen vorkommt.  Normale Autos – also „Nicht-Mercedesartige“ – starten bei voller Batterie lautmalerisch so: „b a b – b a b – b a b rrronggg“-und Start. Bei nicht voller Batterie klingt das dann so: „b a h a b – b a h a b – b a h a b – rronggongongggg“-und Start.

Bei Mercedes ist das etwas anders. Bei voller Batterie: „babababrrrronggg“-und Start, bei nicht so voller dann aber: „Klack“-und Nichts! Warum nur???
Ich sag´s euch: Mercedes ist eine Premiummarke! Da kann nicht jede hergelaufene Batterie sagen: „Komm, ich starte dich jetzt mal“ Dafür muß man sich nämlich qualifizieren! Wenn ein Mercedesmotor zum Starten genötigt wird, steckt er erst einmal der Batterie den Finger in den Arsch, um zu testen, ob sie denn auch kompetent genug sei. Hat er dann eine negative Meinung, sagt er einfach: „Nee, mit dir nich´!“

Und so sitzt denn der geneigte Taxifahrer am frühen Morgen in seinem arschkalten Vito und vertilgt seine mitgebrachten Kekse zum ebenfalls anwesenden Thermosflaschenkaffee, während das Ladegerät seine lautlose Arbeit verrichtet.

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Dekadenz

Der gestrige Tag fing damit an, daß ich mich bei der versteckten Kamera wähnte:
Wenn ich meinen täglichen Fahrgast abgeliefert habe, habe ich verschiedene Varianten zum Weitermachen. Diesmal hatte ich mir die Geblerstraße ausgesucht, weil dort ein 6-Sitzer mit Gepäck avisiert war. An diesem Ort zu dieser Zeit heißt das immer: *bekanntesHotelinRadebeul* zum Flughafen. Schlimmstenfalls kann das Ziel auch mal der Hbf DD sein, aber der ist auch ein Stück weit weg. Entsprechend hoch war natürlich auch die Vorfreude. Trotz einiger Irrungen hatte ich dann das „Glück“, diesen Auftrag zu bekommen.
Das Hotel stimmte (!), der Flieger war´s zwar nicht, aber Hbf DD… war´s auch nicht, sondern Bf Radebeul Ost – ganze 800m für insgesamt mehr als eine Stunde Wartezeit. Muß man für diesen Hopser eine Großraumtaxe bestellen, wenn es zwei kleine zum selben Preis auch getan hätten?
Das Bild des Desasters wurde abgerundet durch den Rezeptionisten des Hotels. Wie gewohnt ging ich bei meiner Ankunft zur Rezeption und meldete mich und mein Taxi als das Bestellte an. Er antwortete nach kurzem Nachlesen kurz und knapp mit: „Danke, geht in Ordnung.“ Nachdem ich aber nun nicht gleich auf dem Absatz kehrtmachte, fügte er in etwas schärferem Ton an: „Ich schicke die Gäste dann zu Ihnen raus.“ Nun bin ich aber dummerweise überaus hellhörig und habe diese seine in „Hotelsprache“ gesprochenen Worte sehr wohl verstanden und in´s Deutsche übersetzt. Es sollte ganz einfach heißen: „Machst du vielleicht bald mal, daß du ´rauskommst, du Assi!?“…
Das hat mich schwer getroffen und ich habe mir Gedanken gemacht, warum er mich nicht leiden kann. Dabei bin ich so einige Varianten durchgegangen:

1: Roch ich unangenehm? – Das kann es nicht sein, denn selbst wenn: ich war zu weit weg von ihm und außerdem sind auch alle Pflanzen in der Hotellobby stehengeblieben.

2. War ich schlecht rasiert? – Ich muß zugeben, daß das zutraf. Ich hatte allerdings einen sogenannten „Dreitagebart“. Die Medien lehren uns allerdings, daß dieser eher schick macht. Das muß ja auch so sein, denn man stelle sich vor: David Beckham, George Clooney und viele, viele andere Stars wären Assis?! Also auch hier Fehlanzeige.

3. War ich schlecht gekleidet? Das denke ich eher nicht. Meine Dienstkleidung ist in der Branche bekannt. Das einzige zusätzliche Equipment war eine schwarze Fleece-Jacke gegen die Kälte. War sie der Grund – wohl kaum!

Kann es also sein, daß der Rezeptionist ein dekadentes Arschloch ist oder hat er Order von seinem Vorgesetzten für solcherlei Fälle? Dann wäre dieser ein dekadentes Arschloch!

Und bei all dem soll ich mich immer noch über diesen Auftrag freuen?!

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Notfall-Equipment

Jeder, der schon mal mit einer Passagiermaschine geflogen ist, sollte zumindest aus den Sicherheitsbelehrungen das Notfall-Equipment kennen, das ihm während des Fluges zur Verfügung steht. Dazu gehört z.B. auch eine Atemmaske, die bei Druckabfall in der Kabine von der Decke herabfällt. Dieser Notfall ist in einem Taxi nun wohl eher nicht zu erwarten, dafür aber manch anderer. So gibt es z.B. Situationen im Straßenverkehr, die den Druck eher steigen lassen, und zwar den Leidensdruck von Fahrer oder Gästen im Hirn! Dieser kann nämlich mitunter derartig gravierend sein, daß auch er körperliche oder seelische Schäden hervorruft und ist deshalb nicht zu unterschätzen.
Nicht umsonst sagt der Volksmund bei horrenden Situation: „Das ist zum in´s … beißen!“, wobei die drei Punkte für alle in dieser Situation zur Verfügung stehenden Gegenstände stehen kann. Der Fahrer hat es einfach, denn er hat sein Lenkrad, welches meist recht zahnfreundlich ummantelt ist. Was aber tut der geneigte Fahrgast, wenn ihn die krankmachende Situation ebenso angreift… Nur mal eine kleine Auswahl von heute:
—> Radfahrer fährt wie immer bei Rot los – Autofahrer/in neben ihm denkt, es geht los und fährt einfach mit.
—>Transporter mit Anhänger will nach rechts in dieselbe Straße abbiegen wie entgegenkommendes Taxi nach links, läßt letzterem aber die Vorfahrt. 50 m weiter hält Taxi, Transporterfahrer hupt, steigt aus und kommt genervt fragen. Tja, Taxis halten ab und zu, um Fahrgäste rauszulassen. – Kleines Bonbon: Fahrgast und Transporterchef kennen sich. 🙂
—>Paketdienst schneidet in enger Rechtskurve nach Bhf Neustadt mal fix die halbe rechte Spur ab, Fahrzeugdistanz Mitte Transporter – Front Taxi ca. 10 cm

Hier nun greift meine aktuelle Erfindung: Statt einer Atemmaske fällt von der Decke an einem Band ein Beiß- oder Wurfring  herunter. Die Auswahl kann anhand der jeweiligen Fahrgäste auf den betreffenden Sitzen voreingestellt werden.

Diese Lösung ist einfach und zudem sehr preiswert, denn besagte Utensilien gibt es für wenig Geld in Spielgeschäften oder im Internet(z.B. bei Amazon gesehen).

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Pelzig

Heute kam im Fernsehen ein Beitrag über den Kauf von Pelzwaren in den letzten Jahren. Ich muß mich an dieser Stelle outen, daß ich gegen jede Art der Nutzung von Naturpelzen bin, denn es ist nicht wirklich notwendig. Dann aber kam im Bericht eine Aussage, die mich schwach machte. Es wurde gesagt, daß nach starkem Einbruch der Verkaufszahlen von Pelzen eine leichte Erholung eingetreten sei was die Verwendung von Pelzen für Schals, Stolas und – Möpsen anbetrifft! Hier ging die Fantasie mit mir durch: Oh Gott: herrlich alabasterfarbene Möpse mit einer Umrahmung aus wertvollem Pelz… Das ist eine Offenbarung. Diese Vorstellung bereichert die Seele eines jedenMannes!

Ist doch diese Hunderasse mit einem nicht allzu hochwertigen Fell gesegnet.

PS: Im Abspann habe ich dann festgestellt, daß es gar nicht um Möpse, sondern um Mützen ging! Also wie gesagt: Ich bin dagegen!

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Ostfriesenwitz

Warum sind ostfriesische Schulbusse nur 3 m lang, aber 18 m breit?… Weil alle vorn sitzen wollen! – Ha – ha, selten so gelacht. Nichts aber ist so bescheuert, daß es im realen Leben nicht doch stattfindet!
Gestern vormittag bekomme ich ein Rentnerehepaar, welches zum Arzt will, wohin auch sonst. Das Außergewöhnliche an dieser Tour war die Einstiegszeremonie: Der Herr war zuerst am Wagen, stand neben der geöffneten Beifahrertür und schaute mit Riesenaugen in das Innere. Auf meine Aufforderung einzusteigen, falls er vorn sitzen wolle fragte er, ob ich den Sitz freimachen könne. Nun hat mein Vito 2 Beifahrersitze, wobei ich den direkt neben mir befindlichen für mein „Privatgelumpe“ nutze. Ich sagte ihm deshalb, er könne ruhig einsteigen, weil es zwei Sitze gebe und er auf einem genug Platz findet. Die Antwort kam schnell, unwirsch und – unerwartet: „Aber meine Frau muß doch auch mit!“ ???

Habe ich in den letzten Jahren irgendwas verpaßt?

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Niemandsland

Ich habe mir gerade mal eine Stunde Zeit genommen, um so viele Kommentare wie möglich zu, über oder von PEGIDA zu lesen.
Dabei habe ich etwas entscheidendes herausgefunden: Wir brauchen uns nicht zu sorgen, daß zu viele Ausländer nach Deutschland kommen, denn das Deutschland, das ich liebte, gibt es so nicht mehr. Es handelt sich mehr um ein Niemandsland… Jedenfalls was Sprache und Geschriebenes angeht. Wie lang ist wohl solch ein Kommentar beim Gesichtsbuch, vielleicht 5, 8, 10 oder gar 15 Zeilen. Das Zählen können wir stecken lassen: Egal wie kurz der Kommentar war, habe ich nicht einen einzigen orthografisch und grammatikalisch fehlerfreien gefunden.

Gute Nacht, Deutschland!

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Schönheit

Gestern habe ich doch wieder mal einem meiner Hobbies frönen dürfen, indem ich einen kleinen sprachlichen Salto Mortale entdeckte. Darauf gebracht hat mich eine Dame hinter mir während der Fahrt:
Als sie mit ihren Mitfahrern den Verlauf des weiteren Abends plante, äußerte sie: „Ich muß mich noch verschönern.“ Spontan fiel mir der Satz ein: „Geht denn das noch?“ Trifft dieser Satz auf eine unvorbereitete Frau, dann fragt sie sich sofort verzweifelt: „Wie zur Hölle meint der Kerl das?!“
Natürlich habe ich ihr beide Lesarten erklärt.

Schließlich habe ich Erziehung! 😉

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Intermezzo

Abgesehen davon, daß mir seit einiger Zeit das Bloggen weniger Spaß macht, weil mein Zugang zur Site eingeloggt etwa 20mal soviel Zeit kostet wie für Gäste, gab es auch heute wieder nichts Nennenswertes zu berichten…
…Wären da nicht die Klischees! – Immer wieder die Klischees.
So komme ich heute etwa eine Sekunde später an eine gleichrangige Kreuzung als der von links kommende junge Mann und die von mir gegenüber kommende junge Blondine. Diese gibt jenem durch vehementes Lichthupen zu verstehen, er solle doch endlich sein Vorfahrtsrecht wahrnehmen…

Noch irgendwelche Fragen?

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Sprachenwirrwarr

Ich bekam heute gegen Mittag einen Auftrag für 5 Personen aus einem Hotel der Innenstadt. Darin stand unter anderem auch „japanische Personen“. Was der Hinweis aussagen sollte, erschloß sich mir allerdings nicht vollständig. Ich tippte einfach mal darauf, daß man damit auf eine zu 90% englische Konversation hinweisen wollte. Das ist eigentlich ein feiner Zug, aber vollständig destruktiv! Warum? Tja, dazu muß man einige nicht geheime Interna unserer Taxibestellungen wissen:

Es gibt bei einer Taxibestellung viele Kriterien, um ein spezielles auszuwählen. Neben den verschiedenen Arten von Fahrzeugen kann man auch wählen, daß der Fahrer irgendeine bestimmte Sprache spricht. In diesem Falle wäre das also japanisch oder englisch gewesen. Dieses stand aber nicht da. Nun bittet unsere Genossenschaft immer wieder darum, daß die Fahrer Englischkurse belegen, um unsere ausländischen Gäste besser bedienen zu können, aber – seien wir mal ehrlich – was hätten sie davon? Selbst eine gepflegte Konversation auf Englisch zeitigt maximal ein etwas höheres Trinkgeld, nicht mehr. Wenn es mehr Aufträge bringen würde, dann wäre das etwas anderes. Der Kunde würde besser bedient und der Fahrer für seinen Fleiß belohnt. Dies aber fände nur statt, wenn im täglichen Gebrauch das Kriterium „Englischsprechend“ öfter benutzt würde. Das müßte den Hotels allerdings offeriert werden, wovor man sich offenbar scheut. In der ersten Zeit hätte es nämlich zur Folge, daß nur noch wenige Fahrer Hoteltouren bekommen und Engpässe auftreten. Das will man natürlich bei der Vermittlung vermeiden. Allerdings würde es vielleicht nur zur Umverteilung der Fahrer im Stadtgebiet führen, indem englischsprachige häufiger vor den Hotels „herumlungern“ als andere.
Also, liebe Geno-Führung, auf zur Englisch-Initiative. Die funktioniert nur über materielle Anreize.

…ach so, was war denn nun mit den Japanern?

Halb so wild: Das waren 5 Spanierinnen. 😉

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Dummköpfe bei PayPal??!

Nachfolgende Mail erhielt ich heute:

PaypalfakeSind sie nicht allerliebst, daß sie sich so dolle Sorgen um mein PayPal-Konto machen? Man kann ja auch nicht vorsichtig genug sein. Schließlich könnte an jeder Ecke der NSA lauern.
Meine persönliche Dankbarkeit hält sich allerdings in Grenzen, denn…

Ich habe kein solches Konto.

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…Pferdchen, lauf Galopp!

Ein Ritual in meiner Familie ist der pro Jahr mindestens einmalige Besuch auf dem Bergbauernhof In Mulda. Hier hatte meine Tochter nach einjähriger Pause endlich wieder Gelegenheit, ihre Reitkenntnisse zu überprüfen und die gesamte Familie, ihrer Pferdeliebe Zucker zu geben. Fast wäre es wie jedes Jahr, aber diesmal haben wir noch etwas anderes erfahren: Dies ist eine Lokalität, die mit besagtem Hof koitiert… , oder heißt das kooperiert… , oder kollabiert oder kollaboriert?! Scheiß-egal! Jedenfalls hängen sie irgendwie aneinander.
Es handelt sich dabei um diese Einrichtung. Sie steht zwar nach dem Eigentümerwechsel am Anfang ihrer Planungen, aber scheint für die Zukunft ein Geheimtip zu sein.

Also dann: Ich werde es im Auge behalten.

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Die großen Brüder

Heute nun feiern wir den 25. Jahrestag der deutschen Einheit(die keine war). Bis dahin hatte jeder seinen großen Bruder, egal ob Iwan oder Johnny. Hüben wie drüben wurde immer gemacht, was der große Bruder sagte. Im Grunde machte man nichts anderes als in asiatischen oder arabischen Ländern auch: Man hörte auf die Älteren bzw. Großen.
Heutzutage nun haben wir ein Einwanderungsproblem, das die großen Brüder bisher nicht mitlösen konnten oder wollten. Nun aber scheint selbst ihnen das bunte Treiben zu bunt zu werden. Jedenfalls haben sie sich entschlossen, im Nahen Osten mal eben schnell aufzuräumen. Ja gut, dabei geht einiges daneben. Das sind dann halt „Kollateralschäden“. Dieser Begriff mußte in letzter Zeit immer dazu herhalten, fehlerhafte Aktionen aufgrund von Unfähigkeit oder Böswilligkeit zu verharmlosen. Was passiert also: Russland will den IS ausrotten und erledigt mal eben so syrische Rebellengruppen, die Assad gefährlich werden könnten. Nach denen kräht ja sowieso kein Hahn. Und was macht Bruder Johnny? Der bombardiert mal schnell ein Krankenhaus, welches nicht von den USA gesponsert wurde, weshalb es schon per se liquidiert gehört.
Und nun ist unser Problem nicht kleiner geworden, denn was sollen wir nun machen: Sollen wir die Flüchtlinge in´s Land lassen, sollen wir sie abweisen oder – ich wage es kaum zu äußern – sollen wir sie einfach an der Grenze erschießen, so wie es die Brüder vormachen?!

Help – Johnny!! Pomotsch – Iwan!!

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Psycho-Spielchen

Auf meiner heutigen dienstäglichen Heimattour habe ich wie jeden Dienstag einen Gang hochgeschaltet, denn wenn man dienstgebunden sowieso schon zu spät zum Kegeln kommt, versucht man den Zeitverlust natürlich so gering wie möglich zu halten. So umging ich auch den stadtauswärtigen Stau auf der Winterbergstr. dadurch, daß ich in die Liebstädter abbog und mich über den NETTO-Parkplatz zur Bodenbacher mogelte. Aber auch dort war Rush-Hour angesagt. Einzig ein in die Liebstädter abbiegendes Fahrzeug gab die Option frei, in die Bodenbacher einzubiegen, was mir auch sofort glückte, allerdings eine leider Dresden-typische Scheiß-Unsitte auf den Plan rief: Der Nächste nach dem Abbiegenden fühlte sich nämlich augenblicklich in seinen Rechten als „Abbieger-Profiteur“ verletzt und ließ ein mittleres Hupkonzert ertönen. Ich muß ganz ehrlich sagen: Ich schäme mich für diese gerade in meiner eigenen Heimatstadt zahllos aktiven Quarknasen. Dieselbe Situation in München passiert hätte wahrscheinlich überhaupt niemand so richtig „mitgeschnitten“, denn dort ist das gängige Praxis: Einer signalisiert Einordnungswillen, daraufhin verlangsamt einer in der Schlange, der Einbiegende tut sein Ding und alles rollt geordnet weiter… Ist das nicht wunderbar?
Nun bin ich aber Hobby-Psychologe und wundere mich über die Unwillensreaktion des besagten Fahrers überhaupt nicht, denn es war ein SUV! Fahrer dieser Fahrzeugklasse versuchen meist, fehlendes Selbstbewußtsein durch die Wucht des Fahrzeuges zu überspielen.
Nun, ich kann es nicht leugnen, ein Wort dieses Beitrages hat mich persönlich sehr angesprochen: „Einordnungswillen“ – Wunderschön!

Aber das ist eigentlich schon wieder ein anderes Thema. 😉

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Die Farbe zählt, nicht die Richtung

Das ist der richtige Wind: Wenn Rot ist, dann ist Rot! Für welche Richtung dieses gedacht war, ist doch eher zweitrangig.
So kam ich am heutigen Nachmittag aus Richtung Bahnhof Niedersedlitz auf der Försterlingstraße zur Kreuzung mit der Pirnaer Landstraße. Direkt an der Kreuzung stand schon einige Sekunden ein Kleinwagen mit der Absicht des Rechtsabbiegens, tat es aber nicht! Warum nur? Ganz klar, die links von diesem Punkt befindliche Fußgängerampel zeigte Rot… für die Benutzer der Pirnaer Landstraße. Tja, wie gesagt: Wenn rot, dann rot! Erst als die Ampel auf Grün schaltete, fuhr der Kleinwagen spontan und zügig los.
Immer weiter so, Kollege Verkehrsteilnehmer… ,

dann haben wir wenigstens ein bißchen Spaß! 🙂

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Oh du heilige Einfalt!

Oh, oh! Nun ist sogar Hornbach in die Rassismusecke abgerutscht. Wie konnte das nur passieren?! Was meine ich? Natürlich diesen Werbespot der Kette!
Wie man leicht erkennen kann, bieten die beteiligten Personen eine enorme Vielfalt der Kulturen. Die Arbeitsweise sieht dabei in etwa so aus wie beim BER! Dementsprechend geht der Bau dann auch den Bach runter, obwohl das Geld in Strömen floss. Dieses ist es ja schließlich auch, nach dem es die Mehrheit drängt.
Nun frage ich mich, ob das ein künstlerisch verfremdeter Tatsachenbericht ist oder die Absage von Hornbach an den Migrationsgedanken. Und das frage ich nicht nur mich, sondern vor allem die netten Damen und Herren von der „Gutmenschenfraktion“, denn dieser Artikel wurde nur für sie geschrieben. Schließlich möchte ich nicht, daß irgendjemand ohne sein Lieblingsspielzeug in´s Bett geht. 😉

Oh du heilige Vielfalt!

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Epidemischer Fahrdienst

Ich bin heute quasi mit der Nase auf ein Problem „geditscht“ worden, was ich so noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Es geht darum, daß die in letzter Zeit zu Tausenden zu uns gelangten Asylbewerber irgendwie transportiert werden müssen, wohin auch immer. Dies geschieht in Dresden zumeist oder sogar ausschließlich per Taxi. So weit, so schlecht! Mehrere Kollegen haben es in letzter Zeit abgelehnt, solche Fahrten zu machen. „Diese verfluchten Neonazis!“ …würde Frau Merkel sagen, denn mehr hat sie nicht im Repertoire. Bis zur Darlegung des tatsächlichen Problems wäre sie wahrscheinlich schon längst zu einem anderen (Jubel)Termin abgerauscht.

Es geht um Folgendes:
Viele der Antragsteller bringen aus ihrem Heimatland Krankheiten mit, die in unseren Breiten längst ausgerottet sind und deshalb – natürlich auch aufgrund fehlender Impfpflicht – epidemische Ausmaße annehmen können. Sie sind nicht den Menschen anzulasten, sondern den schlechten hygienischen Bedingungen in ihrem Land sowie einem meist darbenden Gesundheitssystem. Auch aus diesem Grund kommen viele nach Europa. Wer also behauptet, er wisse, was jeder einzelne an Krankheiten mitbringe oder nicht, muß ein geradezu genialer Kartenleser sein. Taxis könnten also mit Krankheitskeimen kontaminiert werden. Der nächste Fahrgast dieses Taxis könnte dann z.B. ein Patient der Chemotherapie sein, der ein am Boden liegendes Immunsystem besitzt. Krankentransportfahrzeuge werden nach jedem Einsatz gereinigt und desinfiziert: Warum wohl?! Sollen wir das jetzt auch machen und wer bezahlt die Zeit und das Material dafür? Und wenn wir das nicht tun wollen oder sollen – Wer übernimmt die Verantwortung für jeden Neuerkrankten oder… Toten?

Aber was wäre eine provokative Fragestellung ohne Lösungsvorschläge:
Vorschlag 1. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft
erklärt, daß sie verantwortlich zeichnet für jeden augenscheinlich durch den Transport kranker Menschen hervorgerufenen Schaden. Regressansprüche kann sie nur an die Bundesregierung stellen.
Vorschlag 2. Die Transporte werden ausschließlich durch die Fahrdienste der Bundesregierung sowie nachgeordneter dienstlicher Stellen durchgeführt.
Vorschlag 3. —–> Hier kommen all meine Leser in´s Spiel, denn ich habe im Moment gar keinen Plan, genauso wie die Bundesregierung: Also dann – Freunde und Kollegen –  auf zum Neuerervorschlag:

Wie entkriminalisiert man gesundheitsbewußte Kollegen?

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Seitensprung

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal einen Kleinwagen als Taxi gefahren habe. Gestern nun war es wieder mal soweit. Ich bekam einen ´Passat´ unter den Hintern, weil mein ´Vito´ zu einem Event (Veranstaltungen gibt es ja heutzutage keine mehr) abkommandiert wurde. Solche Fahrzeugwechsel sind zwar im ersten Moment wegen der Umorganisation etwas beschwerlich, aber sie bergen auch immmer die abergläubische Hoffnung auf besonders gute Umsätze.
Die Realität sah dann allerdings nicht ganz so rosig aus. Den Vormittag habe ich mehr oder weniger „verstanden“, ohne ihn wirklich zu verstehen. 😉
Erstaunlicherweise war ich am späten Mittag trotzdem ziemlich gut bei der Musi. Weil es aber gegen 14°° Uhr generell mau aussieht, machte ich mich in Richtung Adler auf. Ich dachte mir: „Wenn´s schon nicht läuft, kannst du auch im Schatten etwas abruhen.“ Hier nun schlug der Aberglaube doch noch zu: Gerade beim Einbiegen zumTHP durfte ich „Raum Weißer Adler“ hacken und fuhr mehr als 50 km weit! Damit war aber noch nicht Schluß! Als ich nach dieser Tour wieder nach Bühlau kam, geschah dasselbe Spielchen nochmals. Diesmal allerdings ging es „nur“ bis nach Pennrich. Auch die letzte Fahrt half noch einmal wirtschaften: von Coswig „reinzu“ 🙂 . Wer sagt´s denn?! Normalerweise Aber-glaube ich nicht an übersinnliche Regularien.
Doch es gab auch Nebenschauplätze: So kam ich nicht ungehindert am Leppersdorfer Werksverkauf vorbei. Dort hatte man gerade „Quäse“ im Repertoire. Den mußte ich natürlich mal testen. Ist der nun wirklich so weltbewegend, wie die Werbung verspricht? Mitnichten! Man kann ihn essen, kann es aber auch lassen. Außerdem wurde mir wieder einmal der Schwachsinn mancher Werbesprüche bewußt: „Käse aus Quark heißt Quäse!“ Wenn er aber aus Milch gemacht wurde, müßte er dann „Mäse“ heißen usw… – Um Himmels Willen, jetzt erst erkenne ich die Wahrheit: Der ganz normale „Käse“ könnte ja dann aus Kacke gemacht sein und Weichkäse vielleicht aus weicher… Nun ja, wir wollen diese nicht weiter auswalzen. 😉

Erstaunliches sagte mir ein kleiner Test des Fahrzeugverhaltens: Mein Astra H hat wahrscheinlich ein besseres Fahrwerk als der Passat. Der Astra meistert Kurven auf holpriger Strecke wie ein Schienenfahrzeug. Der Passat auch, nur daß die Gleise etwas locker sind.

So, jetzt ist es aber endlich Zeit für ein Glas Wier (Bier aus Weizen)

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Flugwetter

Fast ein Jahr hat es gedauert, um meinen Plan in die Tat umzusetzen! Dabei war nicht einmal Unwille oder Unvermögen im Spiel:
Irgendwann im Herbst letzten Jahres kam ich im Gespräch mit meinem Vater auf das Thema „fliegen“ zu sprechen. Er erzählte, daß er Pilot werden wollte und sich deshalb darüber informierte. Er bekam natürlich dieselbe Antwort, die man auch heute noch bekommen würde: „Pilot kann man nicht als Beruf lernen. Man lernt deshalb erstmal einen vernünftigen Beruf und macht irgendwann den Pilotenschein.“ Deshalb fand er sich kurz darauf in Brandenburg bei der Ausbildung zum Flugzeugelektriker wieder. Nicht uninteressant in dieser Hinsicht ist nun aber sein Geburtsjahr 1927, was eine Lehrzeit gegen Ende des zweiten Weltkriegs bedeutete. So kam es, daß bei einem Bombenangriff auf die Flugzeugwerke in Brandenburg auch die Halle der Lehrwerkstatt vom Erdboden verschwand… – Aber Deutschland ist Deutschland und das Ende der einen Sache bedeutet noch lange nicht das Ende der anderen! 😉   Man „beschäftigte“ die Lehrlinge (JA: nicht AZUBIS!) eine Weile, bis eine Ersatzwerkstatt errichtet war. Ganz fehlerfrei ging seine Lehrzeit aber dann doch nicht zu Ende, denn der „Barras“ rief: Mit 17 Jahren ging´s mit dem Karabiner an die Oder! Leider war er so pflichtbewußt und unwissend, daß er sich nicht dagegen auflehnte oder flüchtete. Mit dem heutigen Wissensstand hätte er bestimmt in der Schweiz um Asyl gebeten. Die hätten ihn bei entsprechendem Gesetz auch nehmen müssen, denn schließlich drohte ihm sonst in der Heimat der Tod! Daß es ein Tod durch Erschießen wegen Desertierens gewesen wäre, tut ja dabei nichts zur Sache – Tod ist Tod! Es wäre ihm als Senner auf der Alm bestimmt auch wirtschaftlich besser gegangen als bei der Getreideernte in der Ukraine. Außerdem hätte er vielleicht ein Karriere als Pilot bei der Swissair gemacht, wer weiß das schon?!
Nun aber stand die Tatsache, daß er noch nie in seinem Leben geflogen ist, was natürlich absolut konträr zu seinem Herzenswunsch war. Plan also —–> Erstflug für einen Piloten in spe 70 Jahre später!
Ich habe nun nach einer Flugmöglichkeit gesucht, nach deren Bezahlung ich nicht Kunde von Herrn Zwegat werde, weswegen schon mal die Flüge der JU 52 aus dem Raster fielen. Für 250 € könnte man ja ein Zimmer neu einrichten. Ich landete also bei den verschiedenen Anbietern von Rundflügen mit Kleinflugzeugen. Ein Alleinmitflug war nicht das Richtige, also plante ich noch 2 weitere „BisherNichtFlieger“ ein: meine Nichte und – mich. Daß ich zum Stichtag schon einen anderen Status haben würde, konnte ich ja nicht ahnen. Man beachte diesen Artikel. Auch daß meine Nichte nicht mehr jungfräulich war – na ja, ihr wißt schon! – war mir entfallen. Das tat der Sache aber keinen Abbruch:
Am 29.8.15 hoben wir drei an Bord einer Cessna 172 mit dem Piloten Jan Meißner von der Flugschule „Born to fly“ vom ehemaligen Flugplatz eines sowjetischen Jagdbombergeschwaders in Großenhain ab. Entsprechend der beworbenen Tour „Sächsische Schweiz“ flogen wir über Meißen die Elbe aufwärts bis nach Bad Schandau und zurück. Es war ein wirklich schönes Erlebnis, welches auch durch das anfängliche… nun ja, nicht direkt Kreischen, eher Gauksen meiner Nichte aufgewertet wurde. Das unverhoffte Highlight des Fluges – hatte ich eigentlich erwähnt, daß der Herr Meißner Fluglehrer ist? – war die zwischenzeitliche Übergabe des Steuers an den Senior-Aspiranten! Das Feeling hat er durchaus gehabt, aber mit dem Pilotenschein würde es wohl niemals etwas werden. 🙁
Die Luftverkehrssprache ist nämlich englisch und mein Vater spricht das Wort „Standby“ genau so aus, wie es geschrieben steht! 😉

Auf alle Fälle aber trotzdem: Ready for take off!

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Optimale Hilfe

Am gestrigen Sonntag lief ich in meiner Nachbarschaft an einem Kombi mit einer sehr auffälligen Werbung vorbei: Auf einem schwarzen Fahrzeug stand auf gelbem Hintergrund die Schrift: „Erste Hilfe bei Unzufriedenheit am Arbeitsplatz“. Ich weiß aber jetzt nicht mehr, welchen Typs die werbende Firma war. Beim Vorbeigehen entdeckte ich im Kofferraum – einen Kasten Bier!

Besser kann man in solchen Fällen nun wirklich nicht helfen! Das sind echte Profis.

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Feldversuch

Am gestrigen Freitag gab es in unserem Funk die kurze Mitteilung, daß heute Schuleinführungen stattfinden und deshalb auch und vor allem Großraumer benötigt werden. Meist überlese ich so etwas, aber diesmal kam mir die Idee, diesen GRT-Bedarf einmal richtig auszunutzen, indem ich einen Feldversuch starte. Ich werde versuchen, heute NUR Großraumfahrten zu machen.
Ich fing also erst gegen 10:30 Uhr an, denn vorher läuft da sowieso nichts. Ich fuhr sofort ins Zentrum und hatte damit Erfolg. Schlag auf Schlag machte ich eine Großraumfahrt nach der anderen… Nur einen Wermutstropfen gab es: Die Abwicklung einer privat vermittelten Fahrt! Glaubte da doch jemand, in glatt 2 Stunden mit dem Auto von Berlin nach Dresden zu kommen und sofort mit dem Taxi weiterzufahren. Diese Fehlplanung hat mich glatt eine dreiviertel Stunde gekostet!
Aber sei es, wie es sei: Meine Vorgabe habe ich geschafft und ausschließlich GRT-Fahrten gemacht, auch wenn ich mich dafür zwischendurch im Niemandsland auf die Lauer legen mußte. 😉
Eines hat mich allerdings sehr verwundert: Tage wie Schuleinführungen sind Tage, an denen einem das Geld nur so durch die Finger rauscht. Bei entsprechender Anzahl der Gäste gehen da gut und gerne 500 Euro und mehr durch den Schornstein. Da würden ein paar Euro Trinkgeld für den Fahrer überhaupt nicht in´s Gewicht fallen. Aber so weit geht die Liebe dann doch nicht. Lieber den Fahrer auf den Cent bezahlen als nach der Feier zum Sozialamt zu müssen!

Tja, schlechte Reiseplanung – schlechtes Finanzmanagement: ein einheitlicher Stil.

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Der eine ist ein Schwein, der andere eine Drecksau

Heute beim gemütlichen Abendmahl schaltete ich den Fernseher ein und guckte auf RTL die Serie mit dem Schuldnerberater Zwegat. Es ging hier um ein Arbeits- und Obdachlosenpärchen aus Potsdam, welches aufgrund von Problemverdrängung immer tiefer in die Sch… geriet. Nachdem nun Zwegat einiges auf Linie gebracht hatte, kümmerte er sich darum, daß die beiden ein eigenes Heim bekommen und nicht mehr im ObdachlosenASYL leben müssen. – Die Antworten, die er auf seine Anfragen bekam, spotteten wirklich jeder Beschreibung! Die absolute Härte bildete folgende Rückantwort einer Vermietungsgesellschaft: „Wir haben wirklich anderes zu tun, als uns um ihre Klienten zu kümmern…!“ …Halt! Da fällt mir ein DDR-Witz ein: Ein Mann torkelt aus einer Kneipe und brüllt: „Scheiß Staat, scheiß Staat, …“ und läuft dabei einem Genossen Volkspolizisten in die Arme. Dieser reagiert sofort: „Ich verhafte sie im Namen des Volkes wegen staatsfeindlicher Äußerungen…“ sowie dem anschließenden BlaBla. Darauf der Mann: „Wwwiesso denn?! Ddu weeßt doch ggar nich, wwelchn Schtaat isch meene!“ Der Vopo überlegt (Ja, das gab es) und stellt fest, daß das nicht so falsch ist. Weil er es nicht so genau weiß, läßt er den Mann laufen und ermahnt ihn nur zur Ruhe. Doch kaum ist dieser wieder losgelassen, geht das Krakeel weiter: „Scheiß …“ – na ihr wißt schon. Sofort springt der Genosse hinzu und ruft: „Ha, jetzt verhafte ich dich doch!“ Den wiederholten Einwand, er wisse ja gar nicht den gemeinten Staat quittiert er mit den Worten: „Na klar weiß ich das! Schließlich gibt es nur einen!“
Ihr müßt zugeben, daß dieser Witz ein Leckerli ist! Wieso aber fällt er mir genau jetzt ein?! Kann es denn sein, daß es jetzt wieder nur einen gibt? Scheinbar doch, denn wieso gestattet es ein Staat einer vielleicht minderwertigen Vermietergesellschaft, seine eigenen Bürger als reif für den Mülleimer zu deklarieren?

Könnten denn die nicht wenigstens im ZeltASYL wohnen???

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Handwerk und Service sind doch noch ein Paar

Ich bin sehr froh über diese Tatsache, denn ich glaubte das fast schon nicht mehr…

Vor einigen Jahren kaufte ich mir ein Brotmesser, dessen Design mir gefiel, wobei allerdings der Wellenschliff der Klinge nicht ganz meine Vorstellung traf. Statt der 4mm Wellenabstand hätte ich gern ca. 8 gehabt. Aber wozu gibt es denn Messerschleifer?! Ich also hin, die Sache dargelegt und Messer bearbeiten lassen. Groß war allerdings die Überraschung beim Abholen: Statt der 8mm waren es jetzt nur noch 2! Auf meine Reklamation antwortete mir die „Frontdame“: „Probieren sie es doch erstmal aus. Sie werden sehen, daß es wunderbar schneidet“. Fassungslos verschwand ich damals mit meinem Messer.
Nach einiger Zeit des Gebrauches nun hatte sich der Griff infolge von Spülmaschinenbenutzung in Wohlgefallen aufgelöst. War aber kein Problem, denn ich kaufte das nicht sehr teure Messer nochmals und schaffte es wieder zum Schleifen. Dieses Mal wußten wir ja um das Desaster mit den Millimetern. – Das hinderte aber den Schleifer nicht, mir abermals den engeren Schliff zu präsentieren! Und wieder bekam ich den Spruch mit dem Ausprobieren des schönen Schneidens zu hören, nur leider war ich jetzt auf diesem Ohr taub. Ich erwiderte ihr: „Stellen sie sich mal vor, sie stiegen am Postplatz in mein Taxi und wollen z.B. nach Leuben. Wenn sie dann gegen ihre Ankunft in Cossebaude protestieren, sage ich ihnen, sie mögen doch erstmal eine Weile hierbleiben. Sie würden dann sehen, wie schön es hier ist!“ Daraufhin holte die nette Frau die Keule raus: „Hier! Nehmen sie´s mit und bezahlen brauchen sie´s auch nicht! Sie brauchen aber auch nicht wiederkommen!“ – Nun, da bin ich mir ebenfalls sicher, daß ich diesen Fehler nicht noch einmal mache.
Allerdings gab ich mich auch nicht mit dem verschliffenen Messer zufrieden(Welches man mir eigentlich hätte bezahlen müssen, denn es war ja versaut!), sondern wandte mich in die Dresdner Neustadt zu einem anderen Schleifdienst. Und siehe da – es geht doch! Ich bekam exakt meinen Wunschschliff. Bei dieser Firma bekommt man als kleinen Spaß sowie auch als Versicherung zum frischen Messer auch ein Pflaster dazu. 🙂
Was soll ich euch sagen, ich hätte es um ein Haar gebraucht! Der Schnitt dieses Messers war dermaßen vehement, daß ich mir beinahe durch die Semmel hindurch die Hand aufgeschnitten hätte. Solche Schärfe war ich denn doch nicht mehr gewohnt.

Scheint so, als ob Cossebaude doch nicht so schön ist, wie behauptet. 😉

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Cheat against heat

Wenn man vor lauter Hitze nachts nicht schlafen kann, dann muß man sich für die Arbeit des nächsten Tages halt etwas einfallen lassen. Man kann z.B. den Beginn ca. 2 h nach hinten schieben, um den Verlust an Schlafqualität auszugleichen. Fraglich ist allerdings, ob man nach 10h, die man nicht schlafen konnte besser drauf ist, als wenn man 8h nicht schlafen konnte. Sei es, wie es sei: Ich habe es jedenfalls praktiziert und bin statt 6 Uhr erst um8 Uhr aufgestanden und schließlich um 9 Uhr in´s Rennen gegangen. Normalerweise ist das noch eine gute Zeit, um bis max. 20 Uhr die 200er Marke zu brechen. Wenn man dann aber den Funk anschaltet und das Gerät zeigt einem nichts als die lange Nase, läuft die Sache aus dem Ruder!
Die Krux war, daß bei der Telekom gerade ein Problem anstand, welches wahrscheinlich durch Servicearbeiten hervorgerufen wurde. Ich kam also nicht rein in die Vermittlung, das heißt, daß ich als Taxifahrer blind wie ein Maulwurf bin! Erst um ca. 11:15 Uhr hatte ich endlich  eine Verbindung zur Vermittlung… Und schon ging´s los: Schnell zum Adler gefahren und eine Dialyse für 6,20 € abgefaßt…Ja! Dann runter zur Uni für eine Sahnetour von der Strahle zur Prellerstraße… Na ja gut, anschließend kam eine Fahrt für den dreifachen Preis, aber was blieb war die Gewißheit: Dieser Tag war für den A…!
Und so beschloß ich, den Arbeitstag zu betrügen! 😉 Er glaubte, er könne mich noch eine Weile nerven, aber ich habe ihm den Saft abgedreht!

Der Film dieser Woche endete frühzeitig mit Kurs Stephensonstraße und Klappe, die erste!

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Die Herrschaft der Augen

Heute gegen mittag während einer Tour beobachtete ich die ständige Wiederkehr einer GRT-Anforderung am Olbrichtplatz. Ich hatte diese zuerst nicht direkt auf dem Plan, weil mir etwas anderes besser gefiel, aber als ich meine Fahrgäste abgesetzt hatte, war dieses andere passé und ich wandte mich Richtung Olbrichtplatz.
Auf halbem Wege plötzlich Wähltöne! Die Zentrale ruft mich an und fragt, ob ich das GRT am Olbrichtplatz abnehmen könne.  – Natürlich kann ich und bin sogar schon deswegen in der Spur… Nach Wiederholung dieser Einlassung kam dann doch Verständigung auf. Die Fahrgäste bestanden aus 6 Personen im Alter von ca. 10 Jahren bis Anfang 20 aus dem arabischen Raum. Da ich inzwischen mitbekommen habe, daß bei muslimischen Personengruppen mindestens 1 „dominierendes Männchen“ anwesend sein muß, um Schutz und Gesellschaftsfähigkeit der Gruppe sicherzustellen, begann ich, dieses zu enttarnen. Nun war das älteste anwesende „Männchen“ ein Etwas von etwa 18 oder 19 Jahren, dessen Leibesfülle mir selbst mit meinen 60 Jahren zur Ehre gereicht hätte. Mit dem Intellekt sah es dagegen umgekehrt proportional aus.
Ich stellte schließlich fest: Der Chef dieser Gesellschaft sind zwei Augen! Ich will damit sagen daß das Kommando von einer Person gegeben wurde, welche sich komplett in Schwarz hüllte und nur die Augen das Tageslicht erblicken ließ.
Sie wollten zum Dresdner Schloß, wobei ich ihnen noch den Eingang zur Schatzkammer erklärte. Beim Bezahlen der Fahrt gewann ich dann noch tiefere Einblicke in die islamische Kultur: Auf die Ansage von 17,40 € gaben mir „die Augen“ einen 20er, sagten „Thank you“ und schlossen die Brieftasche. Deutliches Zeichen für Trinkgeld! Ich bedanke mich also ebenfalls und gehe um den Wagen herum zur Öffnung und Verabschiedung… Nur das „Männchen“ stört…? Es stört sich an den gegebenen 20 für 17,40! Und da fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren! Im Islam kann eine Frau zwar bezahlen, aber niemals Geld entgegennehmen! „Die Augen“ gaben mir also die 20 € in der Gewißheit daß der Bruder(?) das Restgeld entgegennimmt – aber das entfiel ja nun. 😉
Nach der exakten Erklärung meinerseits erklärten die Augen lachensgeklärt das Ende des Problems.

Manchmal sind eben Augen intelligenter als ein ganzer Kopf. 😉

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Ich prostituiere!

Nachdem wie in den letzten Tagen auch heute wieder ein taxigeschäftlicher Totentanz stattfand, brach ich irgendwann am späten Vormittage mein „Auf-der-Lauer-liegen“ im Zentrum ab und ging zum „Weißen Adler“. Ich fuhr dort als fünfter auf, war aber aufgrund einer „Abberufung“ sehr schnell Vierter. Bei den Vorbestellungen begann es mit einer „kein GRT; Krankenfahrt“, worauf 3mal „Krankenfahrt“ folgten. Als Vierter bin ich also sicher in dieser Gruppe. – Die Zeit rückte heran, die Taxis wurden runtergezählt, ich war 3., dann 2., dann 1. und dann… ging es hinter mir weiter! WTF!!! Gegen diese FauxPas mußte ich energisch prostituieren… oder wie das heißt! Also Anruf in der Zentrale, etwas anfängliche Verwirrung, dann Lösungsvermutung:
Kriterien für Vermittlungen sind Gewichtungen unterworfen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, daß die wichtigsten Fahrten auch mit Sicherheit durchgeführt werden. So ist das wichtigste Kriterium die „Krankenfahrt“, was auch richtig ist. Alles andere ist nachrangig. Insofern werden also im ersten Durchlauf alle VB´s auf „Krankenfahrt“ gecheckt, vermittelt und erst dann wird weiter selektiert.
Also gehen wir nochmal durch: Einmal Krankenfahrt ohne GRT und 3mal Krankenfahrt mit nichts weiter. Warum also bin ich nicht dabei?! Eigentlich programmiererisch sehr einfach(Hatte ich irgendwo schon mal erwähnt, daß auch ich das Programmieren erlernt habe?). Bei der ersten Vorbestellung steht in der Kriterienliste das „kein GRT“ ganz einfach vor der „Krankenfahrt“! Deshalb übergeht das Vermittlungsmodul diese, weil anschließend 3 Bestellungen folgen, bei denen „Krankenfahrt“ vorn steht. Nun bin ich dran: normalerweise mit der ersten, zurückgestellten VB. Die lautet aber „kein GRT“, trifft also für meinen Vito nicht zu. So kam es, daß ich in die Röhre guckte!  Der Grund für die Fehlvermittlung war einfach, daß Kriterien gewichtet werden, allerdings nicht nach Gewichtung eingetragen werden und das Vermittlungsmodul es auch nicht beherrscht, die richtige Reihenfolge zu ermitteln. Auf diese Weise konnte es passieren, daß ich einer Fahrt für ca. 18 € verlustig ging und stattdessen noch 15min warten mußte und dann eine Fahrt für 40 € bekam.

Wehe, wenn das noch mal passiert!!

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Verfluchte Quatschsucht

Nach einer langen Hungerstrecke am heutigen Vormittag führte mich eine Tour dann glücklicherweise doch noch zum Flughafen. Leider ist hier in letzter Zeit nicht viel zu holen. Beispielsweise kam mit der gestrigen 14°° Uhr-Maschine aus Frankfurt nicht ein einziger Fahrgast mit! Auch heute mittag haben wir gewartet und gewartet und gewartet und…
Um dem Ganzen für mich die Krone aufzusetzen, war ich natürlich Ecke, wer auch sonst! Allerdings bin ich im Äußern von Wünschen gnadenlos gut. So warf ich denn im Gespräch mit einem ebenfalls wartenden Kollegen die Gewißheit in den Raum, daß ich zwar bis zur nächsten Maschine nach der mittäglichen Münchner werde warten müssen, aber das werde bestimmt noch ein Münchner Fluggast sein, der nur noch etwas gegessen hat, weil er etwas weiter fahren will… Treffer! Versenkt! Die Dame, die 5 Minuten nach Landung der nächsten Maschine zustieg, kam tatsächlich aus München, hatte tatsächlich etwas gegessen und fuhr tatsächlich… – nach Meißen! Wenn einen solches Glück ereilt, dann ist man geneigt, dieses der Welt mitzuteilen; am besten jedem, den man trifft. Leider hat man immer jemanden dabei, bei dem man nicht weiß, ob ihn das vielleicht sogar ärgert: den Fahrgast! Wenn mir jemand auf die Nase bindet, daß er an mir gut verdient, würde ich mir wahrscheinlich auch eine eher andersgeartete Konversation wünschen. Ich werde mir also dringend etwas vornehmen müssen:

Diese Quatschsucht gegenüber dem Fahrgast muß eingedämmt werden, denn sie ist egoistisch!

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PS-Zwerge

Ein halbes PS ist ja nun nicht wirklich viel, aber versucht es doch mal beim Radfahren zu erzeugen! Schwierig, nicht?! Profis schaffen das, besonders solche, die bei Tour-de-France mitfahren dürfen. Heute nun ging sie zu Ende. Solcherart Veranstaltungen sind immer wenig different, aber wenn man sich intensiv damit beschäftigt, doch immer wieder sehr interessant.
So habe ich bei dieser Tour speziell Peter Sagan bestaunt, was insbesondere seinen Abfahrtstil betraf. Der setzt sich doch tatsächlich nicht auf den Sattel, sondern auf die Querstange, rollt sich dort wie ein Igel zusammen und rast zu Tal. Man denkt sich dabei: „Was soll der Schwachsinn, das bringt doch nichts!“ Zur Kontrolle dieser meiner Meinung fand ich diese Seite.
Tja, nun muß ich mich revidieren! Es bringt doch was. Er hat sich so reingehängt, daß es fast unglaublich ist. Trotzdem hat er nicht einen einzigen Etappensieg geschafft! Ist das nicht frustrierend?
Nun weiß man nicht, war es nun hilfreich oder eher nicht, daß sein Teamchef und Sponsor Tinkoff mitten in der Tour äußerte, Sagan würde bei ihm 4 Mio. € verdienen, welchen Vertrag er so niemals wieder schließen würde? Das könnte Sagan natürlich aus Trotz ungeheuer motiviert, aber gleichzeitig die Neider auf den Plan gerufen haben.

Wer der Meinung ist, sein Gegner verdiene sein Geld nicht wirklich, der powert bis zum Letzten!

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Detailbericht

Die nächsten 10 Zeilen beschreiben exakt, was heute taxigeschäftlich in Dresden so passiert ist:










Sehr aufschlußreich, stimmt´s ?

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Neustart

Morgen also ist es soweit, daß ich wieder in´s heiße Taxigeschäft einsteige. Heiß allerdings vermutlich nur deshalb, weil uns das Wetter gerade wieder Hitze im Überfluß beschert. Ansonsten wird´s wohl eher beschaulich daherkommen. Im Prinzip freue ich mich auf den Wiedereintritt in die Taxosphäre, denn noch habe ich die Lust am Fahren nicht verloren und dank meiner brandneuen Brille sehe ich ich jetzt sogar wieder etwas durch die Frontscheibe. 😀
Am letzten Sonntag habe ich mich mal wieder bewußt fahren lassen, denn diese Tour war schon seit langem mein Wunsch: Ich befuhr mit meiner Familie die Strecke Bad Schandau – Sebnitz und zurück mit der Nationalparkbahn U 28. Auf der Rückfahrt von Sebnitz hatte ich die seltene Gelegenheit, meine Kamera im Führerstand zu plazieren und so eine für Eisenbahnfreunde beliebte Führerstandmitfahrt filmen zu können. Nicht so einfach allerdings ist es, solch ein Video auf Youtube hochzuladen! Youtube gehört nämlich zur Datenkrake Google und fordert beim Hochladen von Videos mit mehr als 15 Minuten Laufzeit von mir, mich persönlich zu identifizieren, indem ich auf irgendeine Weise meine Hosen herunterlasse.
Da muß ich doch glatt mal wieder „Elsterglanz“ zitieren. Diese zelebrierten in ihrer Persiflage auf den Film „300“ die Frage: „Habt ihr ´ne Macke oder was?“ Wie kommen diese Idioten dazu, mich nackig machen zu wollen! Ich hänge doch nicht meine Eier in den Wind, damit irgendein Halbgewalkter ein paar Dollar mehr verdient! …na ja gut, wenn er mir sie schön krault, dann würde ich ja noch mit mir reden lassen. Nun aber werde ich das Video mal „kleinrechnen“ und auf dem eigenen Webspace aufsetzen. Demnächst also in diesem Kino!

Und bis dahin sehen wir uns auf der Straße!

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Reizleitung

Im Überschwange meiner Tour-Begeisterung bin ich am frühen Abend glatt noch mal „losgeschossen“, um meinen nagelneuen Fahrradcomputer warmzufahren. Und wo wäre es schöner als auf dem beliebtesten Fernradwanderweg Europas, dies zu tun. Also auf´s Rad geschwungen und über den ´Leubener Weg´ in Richtung Elbe gefahren. Dieser ist bekanntermaßen für Durchgangsverkehr gesperrt(motorisierten) und dementsprechend frei gestaltet sich dort auch das Verhalten der Benutzer. Als ich zum Beispiel gerade in der Mitte der Strecke war, traf ich auf eine 5- oder 6köpfige Gruppe junger Mädchen von ca. 15 Jahren, die scheinbar alle in lustiger Stimmung waren. Ich ahnte schon, daß hier Gefahr droht, denn ich habe auf manchem Hühnerhof schon geordnetere Laufwege gesehen. 🙂
Erstaunlicherweise kam ich an allen ohne Probleme vorbei, nur für eine mußte ich ein paar Zentimeter in den Busch hinein. Von hinten hörte ich dann sofort in dem mir geläufigen lupenreinen Deutsch: “ ´Tschuldsche, aber´sch habb nu ma hint´n keene Ooch´n!“. Sinnigerweise war das genau diejenige junge Dame, die sich 5 Sekunden vorher umgedreht und mir tief in meine ach so braunen Augen geschaut hatte. Augen am Hinterkopf wären also nicht nötig gewesen, aber vielleicht war die Reizleitung vom Auge zum Hirn in Mitleidenschaft gezogen? Möglicherweise hatte das etwas mit der Fröhlichkeit zu tun? 😉
Aber es könnte noch viel schlimmer sein, denn Informationen laufen ja immer vom Sender zum Empfänger! Was nun, wenn der Empfänger der Augennachrichten komplett fehlt?!

Darüber sollte das Mädchen mal nachdenken. 😉

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Kopfsache?

Irgendwie lustig ist das schon: Ausgerechnet im Zeitraum meines Zwangs-Radfahrerdaseins findet die ´Tour de France´ statt! Das gibt einem doch glatt das Gefühl, dazuzugehören. Na gut, ich gebe zu, daß da ein paar ganz geringe Leistungsunterschiede bestehen. 😉
Im Grunde bin ich eigentlich der Meinung, daß es ohne irgendeine Form von Doping unmöglich ist, die Tour de France zu gewinnen. Sinnigerweise ist am Rande der diesjährigen Tour ein verlorener Sohn wiederaufgetaucht, den man schon lange in der Hölle verschmort glaubte: Lance Armstrong – natürlich nur rein privat im Rahmen einer Promotiontour seiner Care-Gesellschaft. Und wie schon früher während seiner aktiven Zeit, in der er sich schon mal erdreistete, einen attackierenden italienischen Fahrer zurechtzuweisen, was er sich eigentlich erlaube, ihn den König anzugreifen. Ob er denn nicht wisse, daß der ihn immer und überall dominieren könne, konnte er auch diesmal sein Schandmaul nicht halten. Er fände es doch höchst merkwürdig, wie der in Gelb fahrende Christopher FROOME nach einer mörderischen Etappe am nächsten Tag schon wieder voll da sein könne. Da hat er im Prinzip recht, aber… bei wem wohl habe ich dieses Phänomen zuletzt beobachtet? 😉
Heute nun gab es einen Etappensieger, dessen Sieg mich erstaunte: Es gewann Stephen CUMMINGS aus dem südafrikanischen Team ´MTN-Qhubeka´. Gleichzeitig ist heute der 97. Geburtstag von Nelson Mandela, einem wirklichen Helden vor allem der südafrikanischen Zeitgeschichte. Auf dieses Jubiläum nimmt der Fahrer auch würdigend Bezug.
Aber nun habe ich ein Problem, denn dieses Zusammentreffen wirft Fragen auf: Als Etappensieger bei dieser Tour muß man ja gut sein. Warum also hat er nicht irgendeine der vorigen Etappen gewonnen?! Und jetzt gehen die Vermutungen auseinander:
1. Die Mannschaft hat sich alle Kraft nur für DIESE Etappe aufgehoben,
2. Er hat explizit nur heute etwas eingeworfen,
3. Die Sache war abgekartet, oder
4. Erhat es einfach gewollt!
Und dieses letztere bin ich gewillt anzunehmen, denn das wäre eine schöne Parallele zum Fußball. Dort scheint mir das Credo von 70% der Spieler:

„Ich bin besser als Ronaldo oder Messie oder beide zusammen – WENN ICH WILL!!!“

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Flurbereinigung

Ich weiß nicht, wie viele meiner Leser die kleinen Nicklichkeiten an der Peripherie meines Blogs mitbekommen haben. Dabei ging es darum, daß ich mich vor einigen Monaten als Sympathisant der Pegida geoutet habe, was inzwischen aufgrund der überbordenden Rechtslastigkeit nicht mehr machbar ist. Ein bedeutender Grund für dieses Abgleiten ist vor allem auch die öffentliche Darstellung, daß Pegida nur rechtsextrem sein kann, wenn sie die Asylpolitik der BRD kritisiert. Augenblicklich wurde der Knüppel „Rassismus“ aus dem Sack gelassen und dann fleißig draufgehauen, hauptsächlich von der vollkommen objektiven(sprich: nicht lügenden) Presse. Das kenne ich noch aus Erichs Zeiten: „Du willst nicht in die Partei eintreten?! Bist du etwa gegen den Frieden?“ So kam es, daß ich zwar nur für Ordnung in Deutschland eintreten wollte, aber in den Köpfen einiger Leser und Bloggerkollegen im Kopfkino ein Film ablief, in welchem ich hilflosen dunkelhäutigen Babies die Köpfe abbeiße. (Keine Sorge, mit dieser Extremübertreibung passe ich mich nur genannten Kritikern an.) 🙂
Nun bin ich ja nicht gerade dafür bekannt, daß ich gern unrecht habe, weshalb ich eine Sache jeweils ausdiskutiere. Es kommt bei mir auch nicht vor, daß ich eine Diskussion abbreche oder gar Kommentatoren aussperre, weil mir gegen sie die Argumente fehlen. Während der ganzen Existenz meines Blogs habe ich einen einzigen Kommentator aussperren müssen, weil er permanent nur Gülle erzählt hat. Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt hat, wird bestimmt erahnen, wer es ist. – Nun gut, nicht jeder ist wie ich, weswegen ich aus dem Blog eines Kollegen „flog“. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, mich im Kommentarraum eines anderen Kollegen genauso niveaulos anzugreifen, was ich ganz bewußt ignorierte. Nicht ohne Grund, denn folgerichtig gab es von diesem einen Rüffel… – an mich! Hallo?! Hast du mal gelesen, wer da stänkerte? Auch für diesen Kollegen ist es wahrscheinlich nicht zu ertragen, wenn andere Leute mit demselben Beruf auch andere Meinungen haben. Er offenbarte mir so nebenbei, daß er mich während der laufenden Pegida-Diskussion aus seinem Linkverzeichnis entfernt hat. Das natürlich ist sein oberstes Recht und die Information war für mich viel interessanter als man denken könnte.
In letzter Zeit sind nämlich die Zugriffe auf meinen Blog deutlich geringer geworden und nun habe ich endlich verstanden warum: Dieser Kollege bietet seinen Lesern die ganze Palette von Lifestyle-Kommunikation an, also Twitter, facebook, RSS und was weiß ich alles noch. Da war es ja kein Wunder, daß einige auch bei mir landeten. Der jetzige Zustand ist mir aber viel lieber. Ich habe nämlich bewußt alle diese Kaspereien von meinem Blog ferngehalten. So will ich sichern, daß nur Leute bei mir lesen, die das auch wirklich wollen und nicht nur gerade mal ein paar Minuten Langeweile haben.

Vielleicht bekommt dann keiner mehr einen Kulturschock. 😀

 

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Niederschlag

gerade bin ich von der was weiß ich wievielten Dresdner Museumsnacht wieder zu Hause, checke meine E-Mails, recherchiere im Blog-Umfeld und bin plötzlich voll depri!
Da werden Parties gefeiert für den 2. oder 3. Geburtstag eines Blogs, aber keiner bemerkt, daß dieser hier so bescheiden und unauffällig arbeitende Blog sein fünftes Jahr schon überschritten hat! Ja glaubt´s ruhig: Mein Eröffnungsbeitrag erschien am 10. Mai 2010! Da mir aber Feten wofür auch immer im Grunde vollkommen suspekt sind und ich schon genug an Feuerwerk für irgendwelche bescheuerten Gründe wie vielleicht „Geburtstag von Carla“ oder „Geschäftsabschluß von Dr. Grindel“ oder was weiß ich noch für Schwachsinn in meinem Wohnumfeld ertragen muß, sage ich heute zum 5-jährigen Jubiläum nur: „HEUREKA“.

Und damit soll es auch gut sein.

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ZIVIL-isation

Jaa, so ein zwangsverlängerter Urlaub hat auch seine guten Seiten. Man kann z.B. in Zivil die Zivilisation ergründen. Da ich ja ein sparsamer Mensch bin, werde ich den Teufel tun, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Ich nehme natürlich das Fahrrad. Wenn ich dann einkaufen muß, entweihe ich auch schon mal… Neeiiinnn! Ich habe sie ja nur getestet! Also ich habe die Moped-Seitentaschen meiner Tochter getestet. Das sind nämlich nicht irgendwelche, sondern Original-Sturmgepäckteile aus den Altbeständen unserer nationalen NVA. Ihr wißt schon, deren Design heißt: „Ein Strich-kein Strich“. Und die riechen soooo wunderbar nach Igelit! Wenn dann noch ein Anflug von Teer und Schimmel hinzukommt, weiß man, daß sie in einem Bunker lagerten. Das trifft aber nicht für diese Packtaschen zu, sondern nur für die Kampfuniform, die sie auch besitzt. 😉
Doch zurück zum Text: Man hat vom Fahrrad aus eine ganz andere Sicht auf die Welt. Ich habe zwar auch an jeder roten Ampel angehalten, hatte aber irgendwie das Gefühl von Weichei. Warum eigentlich? Des weiteren kann man wunderbar „Würste gucken“. Das muß ich kurz erklären. Eine Bekannte von mir sagt immer dann, wenn sie eine besonders exotisch unvorteilhaft aussehende Person erblickt: „Wat ´ne Wurst!“

Tja, vom Fahrrad aus ziehen Würste halt langsamer vorbei. 🙂

PS: Einen Nachteil hat das Fahrrad: Man bekommt Durst und wird infolge der Langsamkeit magisch von Biergärten angezogen. Wenn man dann glaubt, kurz vor der Innenstadt am Ende des ´Großen Gartens´ ohne „O gscheit´s Weißbier“ nicht mehr weiterzukönnen, hilft einem der Blick auf die Preistafel auf die Sprünge. Bremskraftwerte müßten eigentlich weit unter 3,60 liegen!

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Jäger des verlorenen Parkplatzes

Es ist wirklich unglaublich, was manche Leute erfinden, um an knappe Waren oder Ressourcen zu gelangen. Eine besondere Übung in dieser Disziplin haben natürlich wir Ossis erlangt, denn schließlich waren wir von Engpässen lebenslang umgeben.
Natürlich haben sich die Knappheiten stark gewandelt: Gab es früher keine Autos, so gibt es heutzutage eher keine Parkplätze.
Und hier nun greift ein Episode, die mir 2 meiner IM (=interessante Mitmenschen) berichteten. – In einem Dresdner Stadtteil mit ebendieser Parkplatz-Unterversorgung gibt es einen Kollegen, der quasi 2 unmarkierte Privatparkplätze sein Eigen nennt. Diese befinden sich genau zwischen einer Straßenkreuzung und einer Einfahrt. Bei klugem Parken passen dort halt 2 Fahrzeuge hin. Bei noch klügerem Parken sind dies das Taxi und der Privatwagen des Kollegen… – Und bei allerklügstem Parken behält er seine Plätze auch dann, wenn er mit einem Wagen wegfährt! Dann passiert nämlich folgendes: Er fährt mit diesem einen Wagen neben den anderen, steigt aus und schiebt den stehengebliebenen genau in die Mitte dieser 2er-Lücke. Dadurch wird es nämlich eine Einer-Lücke, weil davor oder dahinter keiner mehr hinpaßt.

Der Mann ist derartig bauernschlau, daß er schon allein dafür den Mindestlohn verdient hätte.

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Guten Morgen!

Manchmal kann man sich über die Dummheit anderer erregen oder ärgern oder was auch immer. Meistens aber betrifft einen die jeweilige Angelegenheit nicht selbst, weswegen man zumeist herzlich lachen kann. Oftmals werden solche Dummheiten in der Zeitung präsentiert, womit Redaktion und Leser etwas zu lachen haben. Die allerschönsten Momente allerdings hat ein Zeitungleser, wenn er nicht zusammen mit der Redaktion über einen Unglückswurm lacht, sondern wenn er über einen Unglückswurm und einen Dummkopf lachen kann.
So konnte man z.B. heute in der Dresdner Morgenpost lesen, daß eine 57jährige PKW-Fahrerin ihr Fahrzeug so unsicher abstellte, daß es über mehr als 100m in einen Teich rollte. Dazu O-Ton des Reporters: „Offenbar war der Gang nicht richtig eingelegt“…
Nun erinnern wir uns doch mal an die TÜV-Termine. Kann sich irgendjemand erinnern, daß das richtige Einlegen und auch Drinbleiben eines Ganges geprüft wurde? Da wird sich wahrscheinlich niemand melden. Wie sieht das dann aber mit der Prüfung der Feststellbremse aus? Ich glaube, deswegen habe ich schon mal wiederkommen müssen. Na, merkt ihr was:

Guten Morgen, Frau Pilotin,
GutenMorgen, HerrReporter!

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Fangnetze

Nun sind wir also wieder zurück in heimischen Gefilden. Da wir nur eine Woche in Meck-Pomm waren, haben wir ein Ausflugsziel auf den Abfahrtstag gelegt, weil es sowieso unsere Richtung war. Es war dies ein mir bisher unbekannter Bunker. Es las sich alles sehr schön im Internet – zuuu schön! Über Preise z.B. habe ich gar nichts gelesen: Lapsus oder Kalkül? Als wir dann dort ankamen, lasen wir über die Preise, daß die Basisgebühr 8 € beträgt und wer eine Bunkerführung möchte, zahlt nochmal 10 €. Auf dem Weg ins Objekt wurde ich von einem Beschäftigten des Bunkers ziemlich herrisch angefahren, meine Kamera in´s Auto zurückzuschaffen, weil sie am Einlaß nicht aufbewahrt werden kann. Warum das so ist, hat er nicht gesagt, Rucksäcke von Besuchern wurden allerdings behütet. An der Kasse nun wurden wir gefragt, ob wir in den Bunker möchten! – Blöde Frage, wozu wären wir sonst hier! Aber schon kam der Hammer: Auf die Forderung von 18€ pro Person und unseren Einwand, daß wir keine Führung wollen, sondern eben nur in den Bunker gab es – für uns recht plötzlich – Eintritt in den Bunker nur mit Führung und für 10€! Die Dame an der Kasse(hätte nach ihrem Outfit auch eine Theaterkasse sein können) staunte dann auch etwas aufgrund meiner Aussage, daß ich da nun keinen Bock mehr drauf hätte.
Nun gut, wir haben beim Rückweg noch mal alle Schilder vor allem über die Preise exakt durchgelesen und mußten feststellen, daß diese Formulierungen rechtlich auf keinen Fall angreifbar sind. Man gibt die Preisinformationen erst zu guter Letzt preis(noch nicht mal am Tor!) und vertraut auf den allseits bekannten Gedanken: „Na gut, wenn wir nun schon mal hier sind, gehen wir auch rein.“
Allerdings gibt es da noch die Moral und den guten Geschmack. Und dort sind wir gewiß etwas neben der Spur. Nicht wahr, Herr …

Oh Gott, wie hießen wir doch gleich?

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Der kalte Krieg ist zurück! – Wetterdienste vom Klassenfeind gekauft!

Ich fasse es nicht, da haben wir doch sämtliche Wetterdienste konsultiert und für heute hochprozentiges Schlechtwetter prognostiziert bekommen, aber was passierte: Wir haben unser Tagespensum von Schifffahrt auf hoherm See Bodden auf Ausflug nach Kap Arkona „umgeswitcht“ (…das ist ein Fremdwort und bedeutet „umgeschaltet“, aber das wissen die wenigsten. ) und müssen feststellen, daß ganztägig Sonnenschein herrschte. Natürlich haben wir dabei einiges gelernt im Marinebunker der DDR-Marine, aber das ist es ja gerade: Vielleicht war das die Absicht des Klassenfeinds, uns mit Grundsatzwissen wieder scharf zu machen. Auf diese Weise haben wir auch festgestellt, daß die Bundeswehr genau jene Radar-Beobachtungsstation besetzt hat, in welcher ausgerechnet mein Schwiegervater im Jahre 1961 diente. Ich halte es nun für meine Pflicht, dieses Terrain wiederzuerobern! Schließlich bin ich ja von meinem Fahneneid nicht explizit entbunden worden. Bis zu meinem Endsieg entbiete ich euch den Gruß der Armeen des Warschauer Vertrages:

Hurra, hurra, hurra!

PS: Dies ist eine Abart des Selbstbaurätsels. Smileys sind selbst zu setzen.

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Ruhephase

Nun ist also die Zeit heran für meine wohlverdiente „Ruhephase“. Normal nennt man es „Urlaub“. Ganze 4 Wochen darf ich mich dem Erholen widmen… Nun ja, 2 Wochen davon sind nicht ganz freiwillig. Mein Führerschein wird leider für 1 Monat in Brandenburg benötigt und ich bin der letzte, der da nicht hilfsbereit ist.
Schon auf der heutigen Heimfahrt befindlich hatte ich noch ein wunderschönes Erlebnis, das mir klarmachte, daß es im Volk noch Verständnis und Schuldbewußsein gibt. Als ich nämlich vom Supermarkt-Parkplatz auf die Straße fuhr, mußte ich blitzartig in die Eisen steigen, weil plötzlich von links mit Schmackes ein Radfahrer auf dem Fußweg heranschoß. Auch er bremste und gab beim Weiterfahren nur ein kurzes Handzeichen der Entschuldigung. Diese Geste war für mich absolut erfüllend, denn genauso praktiziere ich das auch: Wenn man mal Scheiße gebaut hat, dann kurzes Handzeichen, daß man das selber erkannt hat und schon herrscht Frieden.

Ich liebe das!

PS: Ich bin nicht die ganzen 4 Wochen zu Hause. Es kann also mal vorkommen, daß ich mich ein paar Tage nicht melde.

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Teure Elektronik

Nach nun schon einigen Wochen Testphase kann ich konstatieren: Die Elektronik meines Astra ist mir lieb, aber vor allem teuer. Dies nicht nur deshalb, weil ich schon einige Versuche von Werkstätten bezahlen mußte, die deren Mängel beseitigen sollten, sondern auch, weil ich aufgrund dieser Mängel einen Verlust von ca. 300,-€ plus Portemonaie hinnehmen mußte. Mein Wagen hatte nämlich die Eigenart, sich ab einer bestimmten Außentemperatur dadurch Kühlung zu verschaffen, daß er die Türen öffnete. Natürlich geschah das nicht wirklich, sondern nur dadurch, daß die Elekronik das Offenstehen einer Tür signalisierte und aufgrund dessen die Zentralverriegelung tatsächlich öffnete. Dumm ist es dann nur, wenn man nach dem Einkaufen das Portemonaie im Wagen offen liegenläßt und die Verriegelung vielleicht gerade beim Vorbeigehen einer Person am Wagen öffnet. Das macht natürlich hörbar „Klack“ und die Person ist für den Inhalt des Wagens sensibilisiert. Auf diese Weise verabschiedet sich so manches Eigentum grußlos.
Beim letzten Radwechsel nun nutzte ich die vorhandene Hebebühne und schloß mein Tagfahrlicht wieder an. Das war kein Akt, aber ich wollte halt das Licht wiederhaben. Merkwürdig ist nur, daß seitdem die Zentralverriegelung überhaupt nicht mehr aufgegangen ist!

Ist es vielleicht auch möglich, den Weltfrieden herzustellen, indem man in einem bestimmten Winkel zur Sonne einen Furz läßt?!

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Erkenntnisse

Heute war wieder mein Kegeltag. Jeden Dienstag einer Woche trainiere ich das Spiel mit 9 Kugeln. Auch heute wieder habe ich mich total bemüht, aber es geht halt nicht immer so, wie man sich das wünscht. Ich habe nicht schlecht gespielt, aber trotzdem war ich meistens hinten. Ich könnte meine Selbstachtung glatt verlieren, aber das will ich partout nicht. Ich tröste mich mit einer unschlagbaren Erkenntnis:

Ein Loser muß auch mal verlieren können!

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Selbstaversion

Heute wurde mein Denkapparat auf´s Extremste herausgefordert. Ich bekam 2 junge Damen als Fahrgäste, die mich sofort fragten, ob ich nicht eine Wohnmöglichkeit wüßte, die nicht allzu teuer ist und wo sie auf keinen Fall auf Student(inn)en treffen. Mein Wissen in dieser Branche ist leider begrenzt, weshalb ich sie auch nur an die gängigen Webseiten verweisen konnte, aber ich habe mal nachgefragt, was das mit der Studentenaversion auf sich hat. Nun ja, – meinten sie – die sind dekadent, unbelehrbar, feiergeil und eben in jeder Hinsicht abtörnend.
Na gut, irgendwie trifft das zu etwa 60 bis 70% auch meine Meinung, aber interessant wäre zu wissen, was sie selbst darstellen. Ihre Antwort hat mich dann doch etwas in´s Schleudern gebracht:

Sie studieren!

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Konfusion

ich schreibe mir ja immer an, ziemlich genau zu wissen, was ein um mich herum agierender Verkehrsteilnehmer wirklich will. Heute allerdings war ich richtig ahnungslos und somit permanent von der Rolle.
Mein Plan war, vom Flughafen kommend, das KH Friedrichstadt zu erreichen. Auf der Autobahn war in diesem Moment 120km/h als Richtgeschwindigkeit angezeigt. Auf meinem „Ritt“ hinunter traf ich irgendwann auf einen silbernen Kleinwagen, der mit ziemlich exakt 120km/h auf der mittleren Spur fuhr. Genausoschnell fuhr ein weiterer PKW auf der linken Spur.Weil ich so nicht vorwärtskam, begann ich, hinter meinem Vordermann (aus Spaß!) Wellen zu fahren. Vielleicht hätte sich mein Vordermann animieren lassen, davonzuziehen, worauf ich hätte nachziehen können. Nichts aber geschah. Irgendwann war der Bereich der Ausfahrt Alstadt erreicht und ich zog rechts hinüber, weil ich ja da raus wollte. Kaum hatte ich zum Spurwechsel angesetzt, zog der Kleinwagen ebenfalls nach rechts und ging in die Ausfahrtspur. Ich gab Gas,überholte ihn und sah kurzzeitig… -das bewußte Mittelfingerchen! Über meinem Kopf bildete sich ein Fragezeichen, denn dieses Fahrzeug war eigentlich gar nicht mein „Gegner“ gewesen, sondern derjenige auf der linken Spur. Als ich dann ebenfalls in die Ausfahrtspur wechselte, gab es ein furioses Lichthupkonzert des Kleinwagens an meine Adresse.

…und nun frage ich mich die ganze Zeit: Was wollte mir dieser Mensch sagen!

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Effizienz

Vor einigen Tagen hatte ich die unrühmliche Ehre, mich mit einer Fahrgästin in meinem Alter so richtig zu fetzen. Thema war: Die Kunst des Autofahrens. Jeder ahnt, daß eine solche Diskussion im Desaster enden muß. Aber auch ich bin nur ein Mensch und damit verletzbar. Das schützte mich allerdings nicht davor, noch eine und noch eine und dann noch eine „kleine“ versemmelt zu bekommen. Ihr Grundtenor war, daß ihre Tochter viel besser als ich und auch sonst jeder andere Berufsfahrer führe. Das Wort „Profi“ zählte bei ihr nicht und auch meine Nachfrage, ob sie sich als Ehefrau, Mutter und vor allem Hausfrau erdreisten würde, einem Sternekoch das Kochen beizubringen, stieß auf weitgehende Ignoranz. Als wir dann am Bahnhof angekommen waren und sie bezahlte, sah ich, daß sie am ganzen Körper zitterte. In diesem Augenblick bin ich fast vor Mitleid kollabiert, aber hat sie nicht noch vor Sekunden einen Erfahrungsvorteil langjähriger und vor allem -kilometriger Fahrer negiert?! Zumal in direkter Anfahrt zum Hbf ihr größter „Bolzen“ startete: Wenn man aus Richtung Pirnaischer Platz am Hbf unter den Brücken ankommt, verlaüft der Radweg stets rechts der rechten Fahrspur. Sie umschifft dann auch noch die Bushaltestellen und führt dann im Bogen rechts neben die Rechtsabbiegerspur. Als ich nun am Ende der Bushaltestelle zwei Radfahrer überholte und in die Rechtsabbiegerspur wechselte, kreischte sie plötzlich auf: „Jetzt haben sie auch noch die Radfahrer geschnitten! Die hätten stürzen und sich verletzen können!“ Oh heilige Einfalt, wie kann man nur so einen Schwachsinn von sich geben?! Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Die Frau kennt die Verkehrsführung am Hbf nicht und wenn doch, hätte sie auch keinen Plan. Sie selbst hat nämlich gar keinen Führerschein! – OK, erst mal sacken lassen…

Ich habe danach viele Minuten damit verbracht, die Ursachen dieser Diskussion zu ergründen und glaube, ich bin fündig geworden:

Ausgehend davon, daß die Dame der Regeln vollständig unkundig ist(Eigenaussage), besteht ihre Beurteilung von „Gut fahren“ aus folgenden Prämissen: die Fahrt ist sanft; ich werde nicht durchgeschüttelt, es gibt keinerlei Risiken; meine Tochter fährt am besten; jeder der sie anhupt, ist ein Idiot; Geschwindigkeit ist egal, denn wir haben Zeit; was hinter uns passiert, ist auch egal, denn wir sind vorn…

Was nun aber sind meine Intentionen? Die Überschrift sagt es: Ich fahre auf Effizienz! Das heißt schlicht und ergreifend, daß ich überlege, was bringt es, wenn ich dies oder jenes mache und was bringt Verluste. Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob es mir oder einem anderen Vorteile bringt, denn Kriterium ist das Gesamtergebnis. Man muß sich fragen: „Habe ich/haben wir so gehandelt, daß die geringstmöglichen Verluste auftraten, egal ob Zeit oder Ressourcen?“
Ein schönes Beispiel hatte ich gestern – schmale Straße, einseitig beparkt von einem einzigen PKW. Ich bin davon etwa 10m entfernt und mein „Widerpart“ etwa 30m. Der Parker befindet sich auf meiner Seite. Mir ist bewußt, daß der andere etwas verlangsamen muß, wollen wir nicht zusammenstoßen, aber auf diese Weise verlöre das „Ereignis Ausweichmanöver“ nur ca. 1 Sekunde, während ich etwa 3s hätte warten müssen. Also bin ich gefahren…, Weil es effizienter ist! Und damit niemand auf die Idee kommt, daß ich das nur aus Eigeninteresse mache versichere ich hiermit, daß das für mich generell gilt: Ich in seiner Position warte!
Eines ist allerdings unbedingte Voraussetzung: Man muß die zeitlichen Zusammenhänge auch auf die Reihe kriegen!!!

Womit wir wieder beim Profi wären PUNKT & Ausrufezeichen

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Nachtrag der Lustigkeiten

In der Woche meiner informationstechnischen Abwesesenheit von der Welt war ich natürlich auch auf 4 Rädern unterwegs und hatte so meine Erlebnisse. Eine davon möchte ich heute nachtragen:

Irgendwann letzte Woche erhielt ich einen Auftrag an einem Hotel der Stadt. Heraus trat dann eine seeehhr schmucke Dame und schon jetzt gingen bei mir die Lichter an. Na klar, das ist sie, unsere herrliche Katrin Weber. Damit jeder weiß, von wem ich rede, zieht euch erstmal das Video rein. Ihr werdet Tränen lachen(so wie Wolfgang Stumph im Publikum bei der Gesangsdarbietung).

Na, seid ihr mit „herrlich“ einverstanden? Ich auf alle Fälle, denn sie ist genau wie ich ein Verfechter reinster deutscher Sprache sowie aber auch aller Dialekte. Und so verlief die Fahrt:

Als sie einstieg, habe ich ihr offenbart, daß ich sie sofort erkannt habe.  Standesgemäß kam von ihr natürlich gleich der kabarettgeeignete Spruch: „Donnerwetter! Und das schon am Mittag!“ Sie wünschte, zum MDR gebracht zu werden. Sie habe dort ein Interview und sei eigentlich noch auf der Suche nach einem typisch sächsischen Wort, welches noch nicht so „abgelatscht“ klingt. Bei Taxifahrern könne man immer wieder „Volkes Schnauze“ finden. Ich konnte ihr dann zwar 2 Wörter mitgeben, aber das Wort, das mir seit Wochen durch den Kopf schießt, fand ich nicht. Sie meinte, das kenne auch jeder, der auf der Bühne steht. Wird´s gebraucht, ist alles weg und hinter den Kulissen fällt dir alles wieder ein.
– Am nächsten Tag war ich „hinter den Kulissen“ und ich schrieb ihr diese E-Mail:

Hallo Katrin, meine liebste „Kollegin“,

ich bin der Taxifahrer mit Internetaffinität, der dich zu besagtem
Interview fuhr und dir zwei (halbwegs –> hallwääsche) interessante
Wörter mit auf den Weg gab. Ich hatte ja die Vermutung geäußert, daß mir das sächsische Wort, das mir vor einiger Zeit als sehr interessant aufstieß, bestimmt erst nach deinem Aussteigen einfällt. – Nun ja: Ich hatte recht! Allerdings fand der nächste Tag auch erst nach deinem Aussteigen statt. 😉 Will sagen: Es ist wieder da, hier eingebaut in einen Satz:

Waldspaziergang
„Oor gugge ma hier, Feiersalamander! Das is ja merkwirdsch. Die Viescher habbsch ja schonn eebsch ni mähr gesähn!.“
„Eebsch“ war das gemeinte Wort und vielleicht konnte ich dich damit erfreuen.

Iibrischns – meine Guude – ´sch hadde ja gesaacht, daß´sch disch glei erkannt habb un´ daß de schick aussiehsd. Aber´sch muß da noch was anfieschn, woosch ni weeß, obder daß gefällt oder ni: Isch
hadde nämsch das Gefihl, daßde sogar jinger aussahst als off de Bihne. Warum, das weeßsch o ni. Fleischt laachs an de Sonne, fleischt bist du – (Achtung, Wechsel des Akzents 😉 )
gangs rohmangtiesch gesaggd: ´La fille du soleil´? 😉

Alors: Bonsoir Katrin

PS: Eine offizielle Frage zum Schluß: Darf ich deine Anwesenheit in
meinem Wagen im Rahmen meines Taxiblogs erwähnen?

Gestern nun bekam ich Antwort. Sie schrieb:

… jetzt hätt ich’s doch fast noch vergessen, weil’s schon wieder ‚eebsch‘ her ist, natürlich darf meine Anwesenheit im Taxi erwähnt werden.

Grüße in die Residenzstadt!

Katrin Weber

Grüße zurück und: Immer wieder gern.

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Kunst

Täglich um etwa 7°° Uhr befahre ich die Kreuzung Pirnaischer Platz. Seit einigen Tagen steht dort vor dem Hochhaus ein Gerüst mit den aufgeschraubten Großbuchstaben „SIEG“. Da das keinerlei praktischen Sinn hat, kann es nur Kunst sein. Ich dachte mir also: Ist das etwa eine Bezugnahme auf die Schrift an besagtem Hochhaus zu DDR-Zeiten?! Dort stand nämlich damals ganz, ganz oben der Satz: „DER SOZIALISMUS SIEGT“. Alle Buchstaben waren groß geschrieben, weshalb auch der „SIEG“ groß geschrieben werden konnte.

Ich habe also ein wenig herumrecherchiert und siehe da: Es geht tatsächlich um diese Schrift! Nun interessiert mich natürlich, wo man sich um das nächste derartige Projekt bewerben kann und vor allem:

Wieviele Euronen bekommt man für so etwas?!

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Absonderliche Feiertage

Daß heute Feiertag sein würde, wenn ich erwache, war mir bekannt. Aber erst, als ich auf der Piste war, wunderte ich mich darüber, daß es auch einen Totenmontag gibt! Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, ein ganz klein wenig Umsatz zu machen und diesen vermaledeiten (oder gebenedeiten?!) Feiertag noch irgendwie über die Bühne zu ziehen. Gegen 16°° Uhr dann in etwa  wollte es der Herr (den Namen weiß ich nicht mehr), daß ich in der Nähe meiner heimatlichen Behausung aufschlug. Ich nahm also den Wink des Herrn an und begann aufzuhören. Hier aber gab ich wieder ein Zeichen der Unbeherrschtheit von mir, denn just in dem Augenblick, in welchem ich das Funkgerät ausschalten wollte, las ich dort: „GRT Raum Hülßestr.“. Nun kann man über mich vieles behaupten, aber nicht, daß ich nicht süchtig wäre! In einem Anfall von ´MUSS´ nahm ich den Fehdehandschuh auf und fuhr zum Panometer. Von hier ging es dann mit 6 Personen zum Hilton. Kaum 10 Sekunden, nachdem ich die Uhr gedrückt hatte, erschien im Funk die nächste Schreckensmeldung: „GRT Raum Hilton“. Es war vorauszusehen, daß ich auch dieser Versuchung erliegen würde, wenn auch mit wenig Hoffnung. Umso größer war meine Freude bei der Übernahme dieses Auftrages… Und nun fragt sich doch der (Halb-)Eingeweihte: „Wieso bekommt der den Auftrag, obwohl er besetzt ist?!“ Dies nun ist einfacher, als man denkt:
1. Da ich meine derzeitigen Fahrgäste direkt am Hilton abliefere, weiß ich auch, daß die nächsten höchstens 10 Minuten warten müssen.
2. Ich war der einzige, der sich beworben hatte. 🙂
Die Situation vor dem Hilton dann war so richtig nach meinem Geschmack: Ein bißchen Gratulation der bisherigen Fahrgäste für die gelungene Akquise, ein bißchen Konfusion bei den nächsten Gästen ob meiner Anfahrtstour und dann allgemeine Freude über das ordentliche Zustandekommen einer Taxivermittlung. Ganz genau so stelle ich mir gutes Arbeiten vor!
Daß der 8-Sitzer am Postplatz eine Viertelstunde später zum Flughafen ging, führt uns wieder einmal in Murphy´s Reich, denn eigentlich wollte ich nach Hause. Als ich dann sah, daß am Flieger auf längere Zeit nichts mehr zu holen ist, habe ich es gemacht wie ein erfolgloser Broker: Verlustmitnahme – Leerkilometer bei der Heimfahrt. Eines gibt mir aber in puncto Schicksal zu denken: Ich habe von 10°° bis 16°° Uhr einen Umsatz von X erzielt und von 16:30 bis 18:30 einen solchen von 3/4X!

Ist das gerecht?!

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Hilfreiche Gifte

Jeder weiß inzwischen, daß es nur auf die Dosis ankommt, ob ein Stoff schädlich ist oder nicht. Was in geringer Dosis heilend wirkt, haut dich in höherer auf die Bretter. So soll beispielsweise auch Arsen vor Zeiten als leistungssteigerndes Mittel eingesetzt worden sein. Für Männer gefährlich werden kann auch das „blonde Gift“, wobei hier die Eigenart auftritt, daß dieses auch gegen sich selbst giftig werden kann, sobald es einen Mann in höheren Dosen umgibt. 😉
Warum erzähle ich das? – Vor einer reichlichen Woche habe ich zu einem anderen Provider gewechselt, was eigentlich recht problemlos hätte vonstatten gehen sollen. Aber wie so oft hieß es: „Der Mensch denkt – Der Herr lenkt!“ So kam es denn, daß ich nach getaner Arbeit von meinem Blog nichts außer einer weißen Seite zu sehen bekam. Jede freie Minute habe ich mich dann mit diesem Problem beschäftigt, aber aufgrund der Limitiertheit meiner Zeit und meiner PHP-Kenntnisse hätte ich wohl noch mehr als einen Monat gebraucht, um den Blog wieder an´s  Netz zu bringen.

Gestern aber große Überraschung: Ich erhielt eine SMS, in welcher ich gefragt wurde, ob die mehrtägige Abwesenheit meines Blogs auf technische Probleme zurückzuführen sei und ich Hilfe brauche! Ich habe augenblicklich zurückgerufen und die Anfrage mit einem lauten „JA“ beantwortet. Wir haben uns sofort für heute verabredet und schon nach weniger als einer Stunde leuchtete der Blog wieder in alter Schönheit vom Bildschirm.
Was war nun die Ursache? Mein Backup der Dateien des Blogs umfaßte 56MB in 1906 Dateien, die ich beim neuen Provider wieder einspielte. Dazu nutzte ich die Autoerkennungsfunktion meines FTP-Clients. Das hat hervorragend funktioniert… bis auf eine einzige Datei!! Diese bei der Installation eines Plugins erstellte Datei war eine binäre, wurde aber als ASCII übertragen und war somit defekt. Anstatt aber nur das Plugin außer Betrieb zu setzen, hat es den Start des Blogs insgesamt verhindert. Verdammte Axt… oder so.

Was aber fasele ich hier von Giften?! Tja, der flinke Helfer in der Not war – ´morphium´! Er als ständiger Leser und Kommentator ist Profi im Umgang mit Linux, PHP und dergleichen Internet-Krimskrams und hämmerte die Codezeilen schneller in die Tastatur, als ich Texte schreiben kann.

Wenn man solch geballtes Morphium beobachtet, dann kann einem schon das Gesicht einschlafen!

😉

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Gemeine Verlade

Heutzutage ist es nun mal „State of the Art“, wenn man besonders angefressen ist, sobald man privat verladen wurde. An diesem Wochenende nun kann ich das für mich selbst in Anspruch nehmen.
Aus Anlaß eines familiären Jubiläums wollte ich mit meiner Familie einen entspannten Nachmittag mit Bootstour im Leipziger Neuseenland verbringen. Zu diesem Zweck hatte ich mir einige Adressen von Bootsverleihern aus dem Internet gezogen. Es wurden derer insgesamt 6. Wenn man davon ausgeht, daß es darunter lediglich ein einziges faules Ei gibt, standen die Chancen für mein Vorhaben bei etwa 83,33 %.  – Es wurde ein Schuß in den Ofen! Das war aber kein Pistolenschuß, sondern mindestens der eines Sechzehnpfünders. Am besten gefiel mir nämlich diese Website. Dort kann man nachlesen, was für Boote vorhanden sind und was sie kosten. Besonders hatten es mir die Elektroboote angetan. Im Falle des vollständigen Ausleihs dieser hatte ich mir extra meinen eigenen Motor samt Batterie mitgenommen, um gegebenenfalls ein entliehenes Ruderboot umrüsten zu können. Das Entsetzliche war nur: Es gab kein  E-Boot, es gab kein Ruderboot… es gab überhaupt kein Boot! Und nicht etwa, weil sie schon vergeben waren, sondern weil es nicht einmal einen Bootsverleih gab! Merkwürdig war schon die Adresse auf dieser Seite, denn sie befindet sich mitten im Ort und nicht etwa am Seeufer, wo sie zu vermuten gewesen wäre. Außerdem hatte sie keine Hausnummer. Am avisierten Ufer befinden sich nur einige (stark geschmacksabhängige) Privathäuser, ein noch unbebautes Grundstück, ein recht aufwändig gestaltetes Privathaus und eine Segelschule. Wo also ist der Bootsverleih?! Laut Internet muß er ja aktiv sein. Was mir in diesem Zusammenhang sauer aufstößt, ist das einzeln stehende Privathaus, zumal ich erfuhr, daß für die Entwicklung der Infrastruktur an diesem See Fördergelder vergeben wurden. Aber Gott schütze uns vor übereilten Schlüssen! Ich frage einfach mal per E-Mail den imaginären Betreiber des Bootsverleihs, die“Wiggela Fun Cars“ (GmbH, GbR oder weiß der Teufel was). Bis zu deren Antwort ist alles paletti und danach entscheidet die Antwort.

Im Prinzip war also hier bereits bei der Ankunft am See schluß mit lustig. Der einzige Lichtblick an diesem Seeufer hielt uns aber noch eine Weile im Gelände. Es war dies eine schlichte „Imbißbude“ mit netter Chefin und angenehmem Flair. Diese befand sich auf dem noch unbebauten Grundstück und soll in nächster Zukunft durch ein festes Gebäude ersetzt werden.

hainerseeIch wünsche ihr für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Und was unterscheidet sie vor allem vom Bootsverleih? Das ist doch ganz klar:

Wenn man einen Kaffee oder was auch immer haben will, dann bekommt man den auch!

PS: Wenn sich auf absehbare Zeit nichts tut, will sie sich selbst ein paar Boote zum Verleihen hinlegen. Für andere scheint das zu schwierig zu sein.

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Insect Attacs

Noch heute abend habe ich mit meinem Privatwagen etwas gemacht, das ich mit dem Taxi nie mache: es nach einer langen Tour gereinigt! 😉
Hierbei geht es natürlich nicht um die Innen-, sondern die Außenreinigung. Ich glaube kaum, daß ein Fahrgast das Innere meines eigenen Wagens als das eines Taxis akzeptieren würde. Das liegt schlicht und ergreifend daran, daß ein PKW in meinen Augen ein Gebrauchsgegenstand ist und kein Kultobjekt. Die unterschiedliche Behandlung ist aber ganz logisch, denn wenn ich nach einer längeren Tour mit dem Taxi sofort die Insektenleichen an der Front beseitigen würde, dann wüßte doch keiner, daß ich weiter weg war!
Natürlich habe ich die Insekten nicht einfach so entsorgt. Ich habe sie vorher auch sorgfältig untersucht und analysiert:
Es waren genau 87 Insekten vornehmlich kleinerer Bauart. Hirschkäfer waren also keine dabei. 84 von ihnen wurden im Flug getroffen, wobei sich die eingeschlagenen Flugrichtungen gleichmäßig verteilt sahen. 2 Stück waren zu Fuß unterwegs, wurden durch ein vorausfahrendes Fahrzeug hochgewirbelt und gelangten so in den Gefahrenbereich. – Ein Exemplar allerdings war mit dem Fahrrad unterwegs! Bei dessen Anblick konnte ich mir das Mitleid verkneifen, die Häme allerdings nicht, denn…

jeder weiß doch, daß man auf der Autobahn nicht Fahrrad fährt!

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Menschlicher Präzisions-Telemeter

Heute am Nachmittag bekam ich einen Auftrag in der Nähe des Hauptbahnhofes, dessen Tour für ein Paar in der jüngeren Mittelklasse in die Freitaler Gefilde führen sollte. Zur konkreten Hausnummer waren es von der Straße her noch etwa 50 Meter, die aber keine Hindernisse aufwiesen. Also fuhr ich bis vor die Tür. Merkwürdigerweise war gerade das das Einstiegsthema unserer Unterhaltung. Der Herr fragte mich, warum ich dieses letzten Meter auf mich nehme, worauf ich wahrheitsgemäß antwortete, daß ich das immer so durchzieh, solange keine Gründe dagegensprechen. Nachdem im Fond etwas gedämpfte Kommunikation stattfand, fügte ich noch an, daß ich ja auch damit hätte begründen können, daß jeder Meter auf dem Zähler zu Buche schlägt. Als Text wäre hier natürlich ein Zwinkersmiley gefolgt, aber in der Realität sieht sowas immer aus wie ein unsittliches Angebot. Die Aussage selbst aber erregte Aufmerksamkeit in der Form, als ob man man genau dies vermutet habe. Dank meines Gespürs für solche Situationen war ich hier bereits angefressen!
Beim Zurückstoßen auf die Straße kam dann der nächste Disput. Die Dame meinte, ich hätte auch anders zurückstoßen können, um sofort zur *X-straße* hochzufahren. Ich brachte den Gag, daß ich erst mal rausfahren wollte um zu sehen, wie es dann weitergeht. In Wirklichkeit hatte ich mir natürlich gar nichts überlegt, sondern bin einfach rausgefahren, wie ich reingefahren bin. Nun sagte mir die Dame aber lieber gleich den folgenden Weg an, damit ich nicht noch einmal versuche, sie schamlos zu betrügen. Ihr absolut bester Weg war der über Münchner Straße, Nöthnitzer-, Altplauen und Tharandter. Mein Ratschlag über Coschütz und die Potschappler wurde als überhaupt nicht in Frage kommend abgeschmettert. Die folgende Fahrt ging dann ohne weitere Probleme vonstatten…
wenn man davon absieht, daß sich die Dame augenscheinlich in dem Wissen weidete, erfolgreich einen Abzockversuch vereitelt zu haben.
Nun ist es ja aber nicht so, daß ich es einfach so hinnehme, wenn das Ei klüger sein will als die Henne, besonders wenn es mich betrifft. Aus diesem Grunde habe ich mir zu Hause einen Stadtplan und einen Zirkel genommen und die Sache nachvollzogen…
Und was soll ich euch sagen: Sie hatte recht! Ihre Strecke war exakt 200 Meter kürzer, womit sie erfolgreich einem Betrug über 40 Cent entging. Welch ein wacher Geist! Fast wäre sie pleitegegangen.
Was mich allerdings fertigmacht ist die Tatsache, daß jemand auf einer Strecke von etwa 11,5 Kilometern eine Differenz von 200 Metern derart drastisch ablehnt, als ob es 5 Kilometer wären. Schon allein die Feststellung einer 200 Meter-Differenz auf diese Gesamtentfernung zeugt von fast übersinnlichen Kräften. Solch eine Kollegin könnten wir dringend gebrauchen. Ich denke, sie würde bestimmt auch gern zu uns wechseln, denn im Moment muß sie doch echt einen Scheiß-Job haben!

Wo sie doch hinter jedem einen Betrüger vermutet.

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Rennunfall

…ist eigentlich nicht der korrekte Name für das hier zu beschreibende Ereignis. Es ist eher ein in der Nähe der PferdeRENNbahn stattfindender UNFALL. 😉
Am vergangenen Freitag habe ich (mal wieder) die Endstellung eines Unfalles gesehen, den ich eigentlich genauso erwartet hatte wie meinen eigenen auf dem Sachsenplatz. Es geht dabei um Verkehrsregelungen und daraus entstehende Situationen, von denen man weiß, daß sie irgendwann in die Hose gehen müssen.
Im freitäglichen Fall nun geht es um die Einmündung der Oskar-Röder- in die Winterbergstraße. Es gibt dort nämlich eine Besonderheit. Für Fahrzeuge, die aus Richtung Innenstadt kommend an dieser Kreuzung auf einen Stau treffen sollte nämlich gesichert werden, daß nur diejenigen Fahrzeuge blockiert werden, in deren Richtung sich der Stau befindet. Deshalb wurden im Bereich zwischen der Rennplatz- und der O.-Röder-Str. auf der Winterbergstr. Pfeile für Rechtsabbieger bzw. Geradeausfahrer aufgemalt. Diese befinden sich aber in einer einzigen Spur und haben somit nicht die Funktion der Verkehrsleitung, sondern nur der Stau-Entflechtung. Somit ist es also völlig egal, über welchen Pfeil man das Fahrzeug führt! Wichtig ist nur eins: Blinkt er oder blinkt er nicht. Wenn ein Fahrzeug über den Rechtsabbiegepfeil fährt und NICHT blinkt, dann kann man auch nicht davon ausgehen, daß er abbiegt. Nicht umsonst heißt es deshalb sinngemäß in §1 der StVO, daß Fahrzeugführer immer die Regeln der StVO zu beachten haben und andere um ihn herum darauf vertrauen dürfen, daß dies auch geschieht. Besondere Vorsicht muß walten, wenn es Anzeichen gibt, daß einer seinen Pflichten(reale oder vermutete) nicht nachkommen wird. Wenn also einer über den Rechtsabbiegepfeil fährt und NICHT blinkt, dann ist das doch ein todsicheres Zeichen, daß hier etwas nicht stimmt, stimmt´s?

Im besagten Fall nun klemmten 3 Fahrzeuge unzertrennlich aneinander: Ein Linksabbieger aus Richtung Leuben sowie zwei Wagen aus der Gegenrichtung, denen plötzlich der Platz ausging.
Und nun geht der Streit über die von mir vorausgeschickte Problematik so richtig los! Und eines kann ich euch versichern: Es wird verhärtete Fronten geben, was aber weniger an der Verbohrtheit der Beteiligten, sondern an der Undurchsichtigkeit der „Leitbemalung“ liegt.

Und wenn sie nicht inzwischen versterben, streiten sie auch noch in 8 – 10 Jahren. Amen

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Erwartungen

Ich bin schon seit Monaten, wenn nicht gar Jahren nicht mehr sonnabends gefahren und hatte das auch in Zukunft nicht wirklich vor, aber die ständigen Erzählungen von Kollegen über exorbitante Umsätze machen einem doch schon den Mund wäßrig. Deshalb habe ich es heute einmal versucht und siehe da: Es wurde ein voller… Kanonenschuß in den Ofen! Solch einen Totentanz wie heute habe ich nicht oft gesehen, auch nicht zu Zeiten, als ich noch regelmäßig am Sonnabend fuhr. Man lernt halt nie aus.

In Zukunft werde ich wohl lieber wieder meine Freizeit genießen.

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Musi-Küsse

Einer meiner heutigen Fahrgäste war ein junger Mann, den ich aufgrund eines von ihm geführten Telefongesprächs als Bandsänger „enttarnte“. Er hat mir dann auch gesagt, bei welcher Band er singt, aber das sind Taxi-Interna und deshalb will ich das nicht weitererzählen. Ich will aber auf etwas anderes hinaus: Ich erzählte ihm, daß ich zu DDR-Zeiten auch mal einen sehr bekannten Bandsänger befördert habe. Es war ein bulgarischer Sänger in einer Berliner Band, aber City war es nicht. Auch bei meiner abendlichen Recherche habe ich den Namen nicht finden können.
Aber etwas anderes habe ich finden können und das ist nicht lustig: Ich fand einen Beitrag über einen ebenfalls in der DDR sehr bekannten Sänger, der mit seiner Art von Musik sehr tiefgründig agierte. Seine Lieder waren keine Jubelorgien zu Ehren unseres sozialistischen Vaterlandes, weswegen er wahrscheinlich niemals extra gefördert wurde. Die Rede ist hier von Holger Biege. Der Mann, der eine Unmenge einfühlsamer, unter die Haut gehender Lieder schrieb, komponierte und sang hat einen Schicksalsschlag hinnehmen müssen, den er so noch niemals zum Thema gemacht hatte.
Doch informiert euch bitte hier selbst. Ich werde mich jedenfalls bei seiner Frau melden, um die Hilfe für ihn irgendwie anzukurbeln.

Scheiße, ich fang an zu heulen… Tschüß!

PS: Ein kleines Problem habe ich gelöst. Ich habe endlich den Sänger gefunden, den ich Ende der 80er in Dresden beförderte. Es war der Lockenkopf rechts unten auf dem nachfolgenden Bild.

Pankow96-300x199Das kann zwar nun doch kein Bulgare sein, aber das tut der Wahrheit keinen Abbruch. Er war´s! Den Namen weiß ich aber immer noch nicht, nur daß er bei „Pankow“ war. Das deckt sich auch mit meiner Erinnerung.

 

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Schleimereien

Bei der derzeitigen Geschäftslage im Personenbeförderungsgewerbe hilft jede Aktion, die dem Umsatz auf die Sprünge hilft. So kann man z.B. bei Personen, bei welchen man genau weiß oder hochprozentig vermutet, daß demnächst Taxiumsatz zu erwarten ist, ein bißchen akquirieren, betteln oder hemmungslos schleimen, um diesen selbst einzustreichen. Wie man dieses bezeichnet, ist jedem selbst überlassen. Leider ist mir diese Art der Umsatzgenerierung verwehrt, denn ich habe noch ein gewisses Maß an Selbstachtung, das ich nicht aufgeben möchte.
Wenn allerdings Fahrgäste, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind, vom Taxifahrer nicht nur exakt bedient werden, sondern auch noch erschöpfende Informationen über Land und Leute bekommen und sie das freut, dann kann ich schon sagen: „Diese Fahrtenserie habe ich mir verdient!“ – zumal wenn jede einzelne Fahrt fast 40 € bringt.

Aus diesem Grund heißt es auch morgen früh wieder: „Abfahrt“!

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Gefühlswechsel

Eigentlich wollte ich über meine euphorische Stimmung am Freitag schreiben, die ich in den nächstwöchigen Dienst mitnehmen wollte, aber die heutigen Nachrichten haben mir das wieder verkümmelt:
Schon wieder sterben hunderte von Menschen auf dem Mittelmeer, weil ihnen geldgeile Schleuser goldene Berge versprochen haben, wenn sie nach Europa kommen.
Jetzt ist es nun langsam mal genug! Man beginnt zu überlegen, massiv gegen die Schleuser vorzugehen, aber man könnte noch mehr tun! Ist es denn zuviel verlangt, wenn sich deutsche Botschaften für Asylanträge öffnen? Sie sind schließlich viel näher dran und können die Gefährdung besser einschätzen. Speziell in Nordafrika, wo die Quote abgelehnter Asylbewerber bei ca. 90% liegt, ergäbe das eine Lebensrettung von ebenfalls 90% der Menschen. Den wirklich Bedürftigen in Kriegsgebieten könnte man zum Beispiel die Möglichkeit eröffnen, sich von den im Gebiet operierenden humanitären Truppen außer Landes bringen zu lassen. Schon hätten wir keine Toten auf dem Mittelmeer!

Aber – will der Staat das wirklich?!

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Das große Fressen

Dies war mal der Titel eines Spielfilms, aber darum soll es hier nicht gehen. Fakt ist, daß heute Karfreitag ist, der erfahrungsgemäß eher zu den Umsatz-Versagern des Jahres zählt. Der Titel kommt daher, daß wir im Vorfeld dieses Wissens unser Osteressen auf den heutigen Tag verlegt haben. Ich glaube aber kaum, daß irgendjemand aus unserem Gewerbe wirklich daran glaubt, daß sowas funktioniert! Der Taxigott hält dann bestimmt irgendeine Überraschung bereit, um einem die Planung zu versauen!
12:30 Uhr war der Plan – pünklich um 11:25 Uhr bekomme ich an der Uni eine Entlassung nach Bautzen. Schönen Dank auch!
Nun ja, um 13:15 Uhr war ich vor Ort. (Eingeweihte dürfen mal raten, wo ich mein Taxi abgestellt habe.) 😉
Meine Familie hatte gerade die Vorspeise hinter sich. Unter diesem Aspekt war ich sogar absolut pünktlich, denn Vorspeise brauche ich nicht. Im Endeffekt war alles noch paletti, aber…

…kann man solche guten Touren nicht mal dann bekommen, wenn sie wirklich willkommen sind ??!

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Hyperaktivitäten

Am heutigen frühen Morgen war irgendwie alles anders als sonst. Das Verkehrsaufkommen schien doppelt so hoch wie an jedem anderen Arbeitstag. Gleichzeitig sank scheinbar die individuelle Aufmerksamkeit gegen Null. Das hatte zur Folge, daß jede Kreuzung komplett zugefahren wurde, weil man ja unbedingt jeden Zentimeter gewonnene Strecke sofort aufrücken muß.
So kam ich nach geraumer Zeit über die Hainstraße vor dem Bahnhof Neustadt an und mir bot sich das Bild einer „zugefahrenen“ Antonstraße. Das Schlüsselfahrzeug bei meinem Eintreffen bildete ein mit 2 Damen besetzter Kleinwagen. Dieser stand teilnahmslos in der Reihe der die Kreuzung blockierenden Fahrzeuge, wobei sich die Damen die Wartezeit mit intensivem Labern vertrieben, wie man an den pausenlos tätigen Mündern und den wichtigen Mienen erkennen konnte. Gerade als ich Grün bekam, konnte das Fahrzeug vor diesen beiden 3 Meter vorrücken und in meinem Inneren formte sich eine Art Gebet: „Bitte nicht nachrücken. Rückt bitte nicht nach! Labert bitte, was das Zeug hält, aber bleibt stehen!“
Ich wurde nicht erhört…
Auf das neben und hinter mir einsetztende Hupkonzert reagierten sie zuerst mit Unverständnis, dann jedoch mit einem gewissen Anflug von Schuldbewußtsein. Ich selbst habe mir das Hupen erspart, denn ab einer gewissen Verkehrserfahrung weiß man, daß dieses den IQ nicht hebt.
Fazit: Von mir aus kann jeder denkfaul sein, wie er will,

aber wie um Himmels Willen wollen wir mit solchen Kadern den Sozialismus aufbauen??!

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Erster Versuch

Wie versprochen habe ich heute das Entfernen des Anfängerschildes vergessen. Die autofahrende Bevölkerung ist allerdings total unkooperativ! Glaubt ihr vielleicht, ich hätte auch nur einen Anfängerignoranten erwischt?! Pustekuchen! In dieser Angelegenheit ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen! Ich versuche es weiterhin,

worauf ihr einen lassen könnt!

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Unterwanderung

Gerade habe ich in den Nachrichten vernommen, daß das Bundesverfassungsgericht vom Bundestag Nachbesserungen im Zuge des NPD-Verbotsantrages prüft. Vor allem soll sichergestellt werden, daß sich in der NPD keine V-Leute der Regierung befinden, besonders nicht im Vorstand der Partei. Nun war ich am Überlegen: V-Leute = Verbindungsleute -> das sind Personen, die meist ausgeschickt worden sind, um irgendeine Organisation zu unterwandern oder sogar zu beeinflussen. Gerade dieses letztere ist es, was das BVerfG verhindern will. Nun stellte ich mir aber die Frage: Wer hat eigentlich wen unterwandert und wie beeinflußt er ihn?
Nach sehr, sehr langem Nachdenken über Geldgeschenke, Erpressungen bzw. deren Versuche und vieles andere mehr kam ich bei dem Gedanken an die seit mehreren Monaten schon festzustellende Bedeutungslosigkeit der NPD schlagartig zu einer Erkenntnis:

Der Beeinflussende in diesem Falle ist wirklich der Staat! Er schickte der NPD allerdings nicht seine besten V-Leute, – was schlicht ein akustisches Mißverständnis war – , sondern seine besten Faul-Leute! 😉 Das einzige, was diese wirklich zu leisten hatten, war ein kurzer Bericht pro Woche an den Verfassungsschutz und das war´s dann auch. Auf diese staatlich gelenkte Arbeitsverweigerung war die NPD natürlich nicht vorbereitet, weswegen alle geplanten Aktivitäten den Bach runtergingen. Sie kann nun auch nicht zurückschlagen, denn:

Diese in vielen , vielen Beamtenjahren angehäufte Erfahrung werden sie niemals toppen können! 😀

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Haltet den Dieb!

Im Normalfall ist es bei Auffahrunfällen ganz einfach: Wer auffährt, ist schuld, denn er hatte keinen Sicherheitsabstand. Nun schauen wir uns doch mal folgenden Artikel an.

Unfallflucht

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 21.3.15

Hier wäre der Citroen also klar schuld – von Rechts wegen. Daß eigentlich der bisher Unbekannte der Depp war, tut in diesem Zusammenhang nichts zur Sache, denn er war nur der Auslöser dafür, daß das Mißverhalten eines anderen zum „Fall“ wurde. Wieso also wird er trotzdem sogar mit Vorwurf der Fahrerflucht gesucht?!
Nein! Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: „Wer saß in dem Citroen, der es erwirkte, daß das Recht gebeugt werden soll?“
Allein der Golf-Fahrer hätte die Handlungsweise des Unbekannten monieren können, wenn er selbst aufgefahren wäre, denn schließlich hatte er gar nicht die Chance eines Sicherheitsabstandes! Der Citroen hatte diese mit Sicherheit, denn er fuhr ja schon mindestens eine kleine Weile hinter dem Golf.
Ich habe die angegebene Telefonnummer vor wenigen Minuten mal probehalber angerufen, um nach dem Citroenfahrer zu fragen. 😉 Dran war ein Polizeibeamter, welcher aber über besagten Fall nichts wußte. Er hätte quasi nur die Information über den vermeintlichen „Missetäter“ aufgenommen. Der Spaß war´s  mir aber wert.
Was aber soll uns diese Geschichte sagen?

Entweder Sicherheitsabstand halten oder einflußreiche Freunde haben! 😉

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Alte Säcke

Des öfteren errege ich mich über alte Säcke, die nicht mehr so richtig in der Lage sind, ein Fahrzeug ordentlich zu führen und deshalb nur den Verkehr aufhalten. Besondere Kandidaten sind dabei die „Altbiker“, die in Erinnerung des Hochgefühls auf dem ersten Motorrad nun im Alter das Geld für einen richtig schweren „Bock“ haben, dabei allerdings den Verkehr nicht durch Langsamkeit aufhalten, sondern durch einen Unfall, der wie auch immer dadurch entsteht, daß sie dasselbe Gefühl haben wie damals, aber der Körper macht nicht so mit. Gestern habe  ich wieder so einen Typen erlebt… Mich! 🙁
So hatte ich doch pünktlich zur bestandenen Führerscheinprüfung meiner Tochter ein gebrauchtes S51 gekauft, das ich nur noch in einer Werkstatt finalisieren lassen wollte. Ich könnte zwar alles auch noch selbst machen, aber ich habe darauf einfach keinen Bock mehr und außerdem sollte es sein zweites Leben in Profihand beginnen. Diese Werkstatt befindet sich nun aber an der Grenze zwischen Heidenau und Pirna und die Abholung per Transporter hätte mich wieder Geld gekostet, was ich nicht ausgeben wollte.
Das hieß also für mich, trotz eines durchrutschenden Kickstarterhebels, unsicherer Gasannahme sowie Zündaussetzern selbst zu fahren.

So haben wir es zum ersten Mal gesehen

Gesagt-getan! Also fertig machen, Kupplung ziehen, 2. Gang rein, losrennen und Kupplung loslassen und wenn´s nicht anspringt, noch mal Kupplung ziehen, draufspringen, 1. Gang rein, wieder runterspringen und schieben, bis Leben kommt! …Puuuh! Tja, dieses Prozedere hatte ich noch im Kopf wie eh und je… – in den Beinen aber nicht mehr! Irgendwann verhaspelte ich mich, versuchte zu korrigieren, bis mir die Fußraste in die Wade schlug und mich dermaßen aus der Spur brachte, daß ich mich am Torpfosten festhalten mußte.
– Ich ahnte nicht, daß dies einer der schmerzhaftesten Momente seit meinem letzten Bandscheibenvorfall werden sollte! Ich hatte das Gefühl, mein linker Arm müßte jetzt eigentlich neben mir liegen. Deshalb saß ich erst mal 3 Minuten auf dem Moped und holte Luft. Dann jedoch erbarmte sich eine mitleidvolle Seele, die mir den entscheidenden Schubs zum Start gab. Mein persönliches Heldentum ergibt sich nun aus der Tatsache, daß ich die Fahrt trotz Schmerzen angetreten habe und es bis nach Heidenau geschafft habe, ohne daß das Moped ein einziges Mal ausgegangen wäre.
Meine Schulter allerdings wollte keinen Helden akzeptieren und traktierte mich die Hälfte der folgenden Nacht mit ihren Nicklichkeiten. Nach der mitternächtlichen Einnahme von morphiumhaltigen Tropfen war ich zum Glück genügend betäubt, um bis 11°° Uhr zu schlafen. Beim Frühstück dann schaltete ich mir den Fernseher ein und hatte einen schönen Tagesbeginn. Irgendwann wollte ich dann den Sender wechseln und griff ganz spontan und unvorsichtig mit der linken Hand nach der Fernbedienung! – In diesem Moment knackte es in meiner Schulter! Merkwürdigerweise erstarb mein Schmerzensschrei, noch bevor er begann. Es tat nämlich gar nicht weh und auch sonst hatte ich das Gefühl, daß die Schmerzen plötzlich nachlassen. Da hatte ich mir doch wohl die Schulter nur fast ausgekugelt, die dann aber nur auf der Kante saß und beim unvorsichtigen Griff wieder zurücksprang. Ich merke es zwar noch, aber im Prinzip ist wieder alles paletti.

Mein Gott, immer diese alten Säcke!

PS: Für alle, die es noch nicht wissen oder wahrhaben wollen: Ein 30 Jahre altes S51 ist wertvoller als ein moderner Motorroller, und zwar nicht aus antiquarischen Gründen! 🙂

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Technologien

Wie schon berichtet, bin ich mit dem Vito im Allgemeinen besser bedient als mit dem T5. Daß die Start-Stop-Automatik unendlich nervig ist, hatte ich schon erwähnt, aber es gibt am Vito noch ein anderes Ärgernis: die Handbremse!
Warum heißt die eigentlich „Hand“bremse? – Weil sie mit dem linken Fuß bedient wird, ist doch logisch, oder? Nun ja, diese hat die Eigenart, dem Fahrer selbst bei vollstem Krafteinsatz nicht das Gefühl des absolut sicheren Stehenbleibens zu vermitteln. Will man sie lösen, geht das auf keinen Fall dosiert, sondern nur mit einem Ruck. Wenn man den Verriegelungshebel zieht, dann „schnipst“ sie förmlich nach vorn. Wer nun aber denkt: „Wenn sie so schon nicht hält, dann ist sie natürlich jetzt vollkommen frei!“, der wird bitter enttäuscht. Sie quietscht nämlich, d. h. sie liegt etwas an.
Nun kostet der VITO ja „fast nichts“. Da muß man schon mal solche Kleinigkeiten verschmerzen können. Leider aber hat ja der VIANO fast dieselbe Technik und dessen Eigentümer werden das Quietschen vielleicht nicht dulden wollen, weil er ja ein wenig mehr kostet.
Ich habe hin und her überlegt, wie Mercedes dieses Qualitätsproblem finanzschonend in den Griff bekommt und gestern kam ich drauf!! Folgendermaßen wird ein solches Fahrzeug „gesampelt“:
Man nehme eine für VITO und VIANO gleiche Rohkarosse, versehe sie mit Fahrwerk und Bremsen und teste auf Quietschen. Dann wird die Sache supereinfach: Quietscht es, wird´s ein VITO, wenn nicht, wird´s ein VIANO!

Tja Leute, so einfach ist Fahrzeugbau!

😀

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Richtig geparkt!

Nun sieh´ mal einer an, sie ist wieder gefahren – ohne Anfängerschild – und alles war paletti! Ist das nicht geil?! Wir waren zwar nur wenig schneller als das letzte Mal, aber diesmal passierten keine Faxen.
Das beweist doch alle Vermutungen, die zum vorigen Beitrag geäußert wurden.
Daß das Anbringen des Anfängerschildes beim Anfänger negativ zu Buche schlägt, gilt nun als erwiesen. Übrig bleibt nun noch der Effekt des Anfängerschildes beim Profi. Dafür braucht es noch Zeit, aber er wird erbracht werden.

Wie stellt man eigentlich mit Emoticons eine unbändige Häme dar?

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Umparken im Kopf

Seit geraumer Zeit läuft bei OPEL eine Werbekampagne mit obigem Titel. Sie soll die Leute dazu animieren, Opel als eine Automarke zu erkennen, die man auch als qualitätsbewußter Autofahrer kaufen kann. Da ich selbst einen ASTRA H fahre, den ich NIE wollte, kann ich das nur bekräftigen. Kleinere Macken hat so gut wie jedes Fahrzeug, aber was ich mit diesem Astra gegenüber anderen Fahrzeugen erlebt habe, gehört nicht zum Schlechtesten.
Heute nun haben wir unseren Sonntagsausflug mit besagtem Astra auch dazu benutzt, um unserer frisch „beführerscheinten“ Tochter immer mal wieder ein bißchen Fahrpraxis zu geben. Was wir dabei erlebten, spottet jeder Beschreibung:

Wir machten den Fahrerwechsel an der Tankstelle Radeburger Straße, wobei das Ziel Löbtau war. Um uns dreien etwas Streß zu ersparen, hatte ich extra ein „Anfänger“- Schild in´s Heckfenster geklebt. So weiß der Hintermann sofort: „Hier muß ich mal genauer gucken!“ Nun kann ja solcherart Vorsorge funktionieren oder auch nicht, …aber was ich nicht erwartet hätte, ist die Tatsache, daß uns das praktisch für vogelfrei erklärte!
Die Einfädelung aus der Tankstelle in den fließenden Verkehr ging ja noch zügig, auch die Kreuzung mit der Maxim-Gorki-Straße war problemlos und ließ weiterhin hoffen. Am Neustädter Bahnhof war dann allerdings Finale. Direkt an der Ampel unter der Brücke stand ein PKW, der einen Mitfahrer aussteigen ließ. Vor uns fahrende Fahrzeuge umkurvten ihn und bogen rechts ab. Wir wollten es gleichtun, wurden aber durch zeichengebungsloses Losfahren mit Rechtsabbiegen überrascht! Na gut ich seh´es ja ein: Man muß nicht jedem schon vorher seine geheimsten Fahrziele verraten. Es wäre zwar gut gewesen, eine Hilfestellung in Form von Blinkzeichen zu erhalten, aber vielleicht war der Fahrer ein Autist. Da ist man tolerant.
Wir kamen dann auch relativ zügig bis auf die Budapester Straße. An der Ampel vor der Hahnebergstraße ging es dann weiter, denn beim Heranfahren an diese standen auf der linken Spur bereits 3 Fahrzeuge, während wir sozusagen freie Bahn hatten. Als wir nun fast auf gleicher Höhe mit dem letzten in der linken Spur waren, pfiff zwischen uns noch ein Audi durch und stellte sich vor uns! Wie der da noch durchgekommen ist, verstehe ich auch jetzt noch nicht. Der Junge muß einen Schuh-Anzieher benutzt haben!
Nächste Station: Kreuzung mit Nürnberger Straße/Nossener Brücke. Dort gibt es ein grünes Pfeil-Lichtzeichen für Rechtsabbieger, vor welchem wir als Erste standen. In solchen Situationen sind „gestandene Fahrer“ besonders hilfreich für Fahranfänger. Wenn diese nämlich eine halbe Sekunde nach Grünpfeil anfahren und vom Dauerhupen des Hintermannes assistiert werden, denken sie sich spontan: „So möchte ich niemals werden!“ Diese Art von Erziehung ist sehr wirksam und man muß den Hupern innigst danken. Irgendwann haben wir dann mal keine von diesen Dödeln mehr auf der Straße.
Letzter Teil dieser Mißton-Arie war dann die Gröbelstraße. Wir wollten dort parken und stellten uns deshalb links blinkend auf die Mitte der Straße, weil links eine Parklücke frei war. Und wie konnte es anders sein: Gerade als meine Tochter wenden wollte, rauscht einer links an uns vorbei! Da stellt sich die Frage: Bis zu welchem IQ machen Autofahrer solche Aktionen?! 48, 57? Na gut, sagen wir 65, dann ist aber auch schon Ende der Fahnenstange!

Kommen wir zur Auswertung: Ich bin so was von angefressen…
Beschluß: Von nun an gibt es kein Anfängerschild mehr – bei meiner Tochter, bei mir aber schon! Grrrhh… ES IST KRIEG!!!
Leute: Wenn ihr nicht einmal Fahranfänger leben laßt, habt ihr dann selbst noch eine Lebensberechtigung? Ich glaube nicht! Ich nehme an, daß ich in Zukunft wohl manchmal das Entfernen des Anfängerschildes vergessen werde. 😛
Oh, ich glaube, ich werde dann viel Spaß mit euch haben!

Ihr sollt kotzen, bis euch der Hals schmerzt!

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