Dachsarg

Als ich mich heute am Krankenhaus Friedrichstadt in der Taxischlange anstellte, befand ich mich nur wenig hinter der Einmündung der Vorwerkstraße. Aus dieser Position beobachtete ich nach einer Weile, wie eine ältere Dame mit einem dunklen PKW und aufgeschnallter Dachbox vor einer Einfahrt hielt, ausstieg, die 2. Torhälfte öffnete und dann hineinfuhr. Das ganze war mir zwar sehr suspekt, aber ich bin trotzdem nicht nachschauen gegangen.
Diese Boxen nennt man ja auch manchmal ganz salopp „Dachsarg“ und besagte Einfahrt führte auf – den ´Inneren Matthäusfriedhof´!
Sollte man wirklich schon soweit sein, daß man aus dem Leistungspaket der Bestattungsinstitute einzelne Leistungen herauslösen und selber erledigen kann?!

Das ist ganz schön clever!

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Schnee – hee – flöckchen, Weißröckchen…

Ach wie herrlich ist doch Schnee! Nun ja, nicht in jedem Fall, er muß schon auf den Frankfurter Flughafen fallen, einige organisatorische Verwirrung anstiften und ursächlich dafür sein, daß Passagiere von Dresden nach Frankfurt mit Fernanschluß den Umweg über Berlin nehmen müssen. Nun muß man ja aber irgendwie nach Berlin kommen… und da ist es doch ein Riesenglück, daß es uns gibt! Wie das allerdings so ist, hat Gott vor den Erfolg die Arbeit gesetzt und so hatten wir von Dresden bis Tegel durchgängig den gleichen Dauerregen. Die Zeit war eng bemessen und deshalb war schon das Wetter nicht gerade optimal. Als ob das nicht schon reicht, habe ich mich trotz Navi im Berliner Berufsverkehr auf den letzten Metern verfranst. Ich weiß nun noch nicht einmal, ob es meine Fahrgäste trotzdem noch geschafft haben. In Anbetracht dessen, daß aus Dresden bestimmt mehr als 20 Personen zusteigen sollten, gehe ich schon davon aus, daß die Maschine etwas gewartet hat. Ich bin da guter Hoffnung.
Und zum Dank singen wir alle das bekannte Lied:

„Frau Holle, Frau Holle, die schüttelt ihre Betten aus…“ 😉

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Oberlehrer mit Eierschale

Jeder kennt sie – diese Typen – die im täglichen Straßenverkehr unbedingt ihre Meinung zu Recht und Unrecht an den Mann bringen wollen. Es reicht ihnen nicht, daß sie ihr Recht wahrnehmen bzw. durchsetzen, sie wollen es dem betreffenden Gegner auch noch so richtig eintränken und unmißverständlich klarmachen, daß er ein Nichts ist. Die Art und Weise dieser „Maßnahmen“ ist jeweils unterschiedlich, von prollig über inelligenzlerhaft bis zu diffizil. Letzteres gab es hier:
Dieser Tage fuhr ich im Dienst auf der Loschwitzer Straße stadteinwärts hinter einem anscheinend sehr jungen Mann im Kleinwagen. Aufgrund des etwas holprigen Belags an der Seite fuhren wir beide auf den Straßenbahnplatten.
Nun begab es sich, daß aus dem Vogesenweg ein PKW auf die Loschwitzer einbiegen wollte, zu diesem Behufe allerdings die Nase etwa 30cm vor die verlängerte Linie des Bordsteins steckte. Da diese Ecke nicht so schwer einzusehen ist, nehme ich mal an, er hat uns beide auf der „Mittelspur“ schon sehr genau ausgemacht. Überrascht hat mich jetzt aber mein Vordermann: Etwa 30m vor dem Vogesenweg verließ er seine Linie und steuerte in direkter Linie die Vorderfront besagten PKW´s an, …um dann kurz vor knapp in einem sehr theatralischen Bogen diesen zu umkurven! Die Frage ist nun: Was hat er genommen! Oder stimmt vielleicht meine heimliche Beobachtung? Von hinten schon sah der Fahrzeugführer extrem jung aus. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch dadurch, daß es aussah, als hätte er noch seine Eierschale auf dem Kopf. Erst als er den PKW umkurvte und dabei den Kopf nach rechts drehte, um den Fahrer zu fixieren(Ganz gewiß sehr, sehr böse, Marke „Gangsta“), sah ich, daß diese Schale vorne einen Schirm hatte. Basecap, ach Gottchen! Dazu war der Schirm auch noch vorn, wie uncool! Ich glaube, Til Schweiger hatte ihn hinten. 🙂

Und da behauptet unsere Kanzlerin noch, wir hätten keine Nachwuchsfachkräfte?!

PS: Ungefähr in die gleiche Kategorie gehört der Kommentator „SEO“ mit seinem allwissenden Beitrag. Ihr findet ihn in diesem Beitrag. Er kann wahrlich nicht behaupten, er wäre ohne gutgemeinten Rat gelassen worden. 😉

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Offene Worte

Es kommt nicht oft vor, daß Deutsche ehrliche Worte über Asylanten verlieren, weil sie Angst haben, sofort in die ultrarechte Ecke gestellt zu werden. Das ist übrigens in der DDR ganz ähnlich gewesen: „Was, du bist gegen unbezahlte Sonderschichten im Rahmen der Friedensbewegung?! Dann bist du auch gegen den Frieden!“ Auf diese Weise bekommt der betreffende damals wie heute ein Etikett draufgeklatscht, das ihm zwar überhaupt nicht gerecht wird, mit dem sich aber wunderbar von außen arbeiten läßt. Damit muß nun 25 Jahre nach der Einheit endlich Schluß sein! Einen guten Schritt vorwärts machte dabei die ´Sächsische Zeitung´ am gestrigen Tage. Der folgende Artikel stammt aus dieser Quelle:

Tunesier

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 18.2.15

Der Artikel ist schon in sich sehr interessant. Einen besonders wichtigen Satz aber habe ich angestrichen. Da steht tatsächlich: „Wenn gibt´s Arbeit, dann nicht klauen.“
Das muß man erstmal sacken lassen. Und dann sagt der extreme Rechte: „Ist doch klar, die Niggerbagage ist doch sowieso bloß auf´s Klauen aus! Muß man sich da wundern?!“
Nein, muß man nicht, aber aus einem anderen Grund. Betrachten wir doch mal die Vorgeschichte: Den Großfamilien in Tunesien geht es schlecht. Die jungen Männer könnte man schon noch mit durchfüttern, wenn man wollte, aber man hat da andere Pläne. Man schickt diese mit Hilfe der letzten familiären Finanzreserven nach Europa, wo sie für viel Geld arbeiten könnten und den Löwenanteil des Geldes der Familie schicken. Schlitzohrige Schleuser bestärken sie natürlich in diesem Vorhaben. Nun sind aber Luftschlösser keine sehr stabilen Gebäude und brechen bereits bei der Ankunft in Deutschland zusammen. Die Jungs sitzen nun im Asylantenheim, dürfen nicht arbeiten und haben dadurch viel Zeit. Es wird also nichts mit dem jugendlichen Helden, der im gelobten Land wie ein Verrückter „malocht“ und Euros über Euros an seine Familie schickt und sie glücklich macht. Er kann von dem, was er hier bekommt zwar leben, nicht aber zusätzlich noch die Familie in Tunesien. Also bleibt zur Geldbeschaffung zum Zwecke der persönlichen Reputation nur noch die illegale Variante. Diese beschreibt der markierte Satz. Er zeigt, daß die Hemmschwelle zum Verbrechen in diesem Fall nicht wirklich groß ist. Wobei… weiß man denn, ob diese Handlungsweise unter den Tunesiern nicht vielleicht ganz legitim ist?

Müssen wir das wirklich über uns ergehen lassen???

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Kollegenschwein

Vor einigen Tagen hatte ich eine kurze Unterhaltung mit dem Kollegen Kunath von der Geno, in der es um die Frage ging, ob man an den Ständern – speziell den Krankenhäusern – die Anmeldeprozedur reglementieren sollte oder eben nicht. Ich meinte: „Ja“, er eher „Nein“, weil Kindergarten. Eigentlich hat er recht, aber Fakt ist, daß es doch Fahrer in diesem Alter gibt!
So dockte ich heute am frühen Abend zur Zeit der Dialysen an der Uniklinik an, indem ich in die „kurze“ Fiedlerstraße hineinfuhr, wendete, mich dann an´s Ende der Schlange stellte und einbuchte. Kurz danach rückte es und mir entgegen rollte ein weiterer Kollege, um sich hinten anzustellen. Mir fiel nur unterschwellig auf, daß er fast lauernd zu mir herübersah. Erst als ich Zweiter war, im Funk aber als Dritter angezeigt wurde, stellte ich fest, daß er sich zu zeitig angemeldet hatte – und das auch ganz bewußt so behalten wollte, wie sich bald herausstellen sollte! Als ich nämlich eilends zu ihm ging, um ihn zum Wechsel zu bewegen, meinte er, das hätte jetzt sowieso keinen Sinn mehr und es ginge ja gleich weiter. Auch auf meinen Einwurf: „Na klar, aber mit dir und ohne mich!“ entlockte ich ihm nur ein: „Nein!“. Kurz darauf wurden wir beide jeweils für eine Dialysefahrt vermittelt. Nun wissen aber die Dialysepatienten meist sehr genau, welche Leidensgenossen im selben Zeitraum an´s Taxi vermittelt werden und auch, wohin sie fahren. Meine Fahrgäste sagten mir, in ihrem Umfeld gänge eine Fahrt nach Dippoldiswalde und eine nach Arnsdorf(Jeweils zwischen 30 & 40 €). Wie schön, daß meine Fahrt unter 10 € betrug. 😉
Tja, lieber Kollege, mancher Supertrick bringt Punkte, weil Geld. Mancher geht aber auch nach hinten los, denn man sieht sich immer zweimal im Leben. Es kann auch sein, daß die Strafe auf dem Fuße folgt,

… denn dein Chef weiß es schon. 🙂

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Wahl frei!

Entschuldigt bitte den eigenlobenden Einwurf: „Wahl frei“ – ein herrlicher Bonmot! In seinem Sinn meint die Überschrift: „Auf zur Wahl“, im Hinterkopf hat man allerdings das Wort „wahlfrei“. Diese Kombination impliziert die Erkenntnis: „Geh ruhig wählen, am Ende bist du sowieso der Gearschte!“

Und genau dagegen wendet sich dieser Artikel. Ich möchte hiermit allen Lesern eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, um diejenige Partei zu wählen, die ihre Ziele im Programm hat, aber vielleicht nicht die poulärste ist statt derjenigen, die populärer ist, aber etwas ganz anderes vorhat. Um die Tauglichkeit einer Partei zu testen, brauche ich selbst nur eine einzige Ja/Nein-Frage. Jede Partei sollte folgende Frage beantworten:
„Deutschland geht es gut, wenn es
A: der Wirtschaft gut geht
B: den Menschen gut geht“
Dies alles ohne Eierei, ohne WENN und ABER! Ich garantiere euch, daß mehr als 70% aller Parteien die Frage mit „A“ beantworten. Gerade aus diesem Grunde sind Bürgerproteste kein Wunder. Man könnte nämlich die Frage auch anders stellen: „Wer oder was ist Deutschland,
A: die Wirtschaft
B: die Menschen?
An dieser Stelle wird es nämlich deutlich, wo das eigentliche Ziel liegt: Im Gutgehen der Menschen!
Also provokativ gefragt: Ist es nicht absolut unwichtig, wie gut es der Wirtschaft geht, solange es den Menschen gut geht?!
Diese meine vorgestellte A/B-Frage müßte in jedem Parteiprogramm an erster Stelle stehen!!!

Der Ausweg ist nicht weit: Es ist der vor einigen Jahren „erfundene“ Wahlomat! Seit es ihn gibt, habe ich ihn immer benutzt –   …aber ihn trotzdem nicht umgesetzt! Erst vor kurzem habe ich seine Wichtigkeit begriffen: Ich habe seit 1990 regelmäßig PDS(Linke) gewählt und glaubte mich immer gut beraten. Mit dem Wahlomat allerdings wurden mir entsprechend meiner aus meinen Antworten extrahierten Meinung stets andere Parteien angezeigt(Was man in meinen früheren Beiträgen lesen kann, indem man einfach ´Wahlomat´ in´s Suchfenster eingibt), aber immer blieb ich aus Gewohnheit bei der Linken. Nachdem mich Frau Katja Kipping(Suchfunktion meines Blogs) als PEGIDA-Sympathisant allerdings vehement beleidigt hat, ist Schluß mit lustig! Bei mir gibt es jetzt AFD – PUNKT! …ach nee, Punkt war ja so: „.“ 🙂

Hier nun meine Hinweise zur Nutzung des Wahlomaten:
Da der Wahlomat bei jeder Wahl neu gestaltet wird ist es wichtig, die richtige Adresse für ihn zu finden, aber dafür gibt es ja GOOGLE.
Wenn man denn nun den richtigen Wahlomaten gefunden hat, muß man 38 Fragen nach seiner ganz eigenen Meinung beantworten. Anschließend soll man sich 8 Parteien aussuchen, deren Programme man mit der eigenen Meinung vergleichen soll. Nachdem man dies erledigt hat, bekommt man angezeigt, mit welcher der ausgewählten Parteien man die größte Übereinstimmung hat. Hier sollte – darf man aber NICHT aufhören! Man nimmt nämlich jetzt die „schlechteste“ Partei weg, schreibt sich deren Werte auf und ersetzt sie durch eine noch nicht gewählte. Dies macht man so lange, bis man ALLE Parteien durchprobiert hat, natürlich auch und gerade diejenigen, die die ganz „schlechten“ sind! Wie will man sonst feststellen, wo man selbst im Parteiendschungel steht?! Im Endeffekt müßte man natürlich auch den Mut vor sich selbst haben, nach den Ergebnissen des Wahlomats zu wählen. Dann wird sich wohl mancher umgucken!
Wer natürlich mit dem Internet nicht zurechtkommt, braucht Hilfe! Es sollte also jeder Interessierte seine älteren bzw. sonstig unerfahrenen Familienmitglieder oder Freunde an die Hand nehmen und diese Prozedur mit ihnen durchziehen, dabei aber bitte, bitte nicht beeinflussen!

Ich finde, diese Methode ist eine wirkliche Wahl!

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Geschlossene Antwort

Als Antwort auf meinen offenen Brief an den sächsischen Ministrerpräsidenten habe ich nun eine geschlossene Antwort bekommen. Mich rief eine Dame aus der Staatskanzlei an und erklärte mir, daß meine Fragestellung zu vielschichtig und umfassend wäre und sich das mit einem adäquaten Aufwand nicht beantworten ließe. Das lasse ich gelten, denn auf das Programm von PEGIDA hat man ja auch nicht ausreichend geantwortet, sondern sie statt dessen mit Dreck beworfen.
Die Dame riet mir, an einem demnächst stattfindenden Forum teilzunehmen, zu welchem ich mich „sofort und ohne Probleme anmelden könne“. …bißchen schwierig allerdings, wenn man quasi selbst ein Forum leitet!
Ansonsten war das Gespräch mit ihr sehr aufschlussreich. Ich wurde darüber aufgeklärt, daß es in Ministerien und Landtag keine aktiven Lobbyisten gibt, mehr noch: Ich mußte ihr erklären, was das ist! Weiterhin erfuhr ich, daß diese Angelegenheit Sache der Abgeordneten ist, jene wiederum Sache der Ministerien, andere nur die Parteien usw. und so fort… 🙁
Ich nahm also das Wissen mit, daß in Sachsen niemand zu keinem Zeitpunkt für nichts verantwortlich ist. Ich fühle mich jetzt richtig behütet.Interessant war in diesem Gespräch der Stimmungs- und vor allem der Stimmenwechsel bei der Frau: Solange es um Kompetenzen der Abgeordneten, Parteien, nicht vorhandener Lobbyisten oder sonstiger externer Personen ging, war ihre Stimme freundlich und regelrecht erwärmend. – Aber wenn ich die Staatsregierung oder die CDU beim Wickel hatte, nahm ihre Stimme an Schärfe zu bis zu einem Maß, das mir bekannt vorkam! Ich habe lange überlegt: schnelle Wortfolge= schnelle Schußfolge; schneidend wie eine Säge…??
Dann hatte ich schlagartig die Erleuchtung: Das hier paßt am besten zum Sound! Eine Erklärung findet man dort bei den Spitznamen. 😉
Sei es wie es sei, wir werden jedenfalls keine Antwort aus der Staatskanzlei bekommen. Das ist aber nicht so schlimm, denn viel wichtiger als unsere Schlauheit ist es, die Staatstragenden langsam schlau zu machen, wo wirklich die Mitte der Bevölkerung ist. Im Zweifelsfall müssen wir halt wen Schlaueres wählen.
Eine sehr große Hilfe kann dabei der „Wahlomat“ sein, wenn man ihn richtig anwendet. Mehr dazu gibt es wahrscheinlich schon morgen.
Deshalb schon mal im Vorfeld der Ruf

„Gut Wahl!“

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Neues Denken braucht die Welt!

Ganz ahnungslos den Fernseher einschaltend habe ich heute ein ganz neues Denken entdeckt, und das ausgerechnet in der Werbung! Es ist dies eine Werbung für die Bank of Scotland, in welcher ein junger Mann feststellt, daß ein junger Mann mit kaputtem Auto ziemlich alt aussieht. Er sollte deshalb dieses Relikt über Bord werfen und sich mit Hilfe besagter Bank ein neues leisten. Bis dahin wäre von der Botschaft her alles wie immer, aber… Und jetzt kommt das Neue: Mit besagten Worten wirft der junge Mann stellvertretend für das große ein Modellauto hinter sich und bekommt ein neues zu sich gerollt. Das alte Auto war hellblau, das neue aber – hellelfenbein! Ist das nicht eine geniale Innovation?! Solcherart Mobilität zu fördern kann gar nicht hoch genug gelobt werden!

Hoch das Taxi! Hoch die Bank of Scotland!

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Kampfsau

Meine letzte Fahrt am heutigen Tage war die Abholung eines behinderten Menschen aus der Physiotherapie. Jeder Taxifahrer kennt das: Man macht es dem Fahrgast möglichst leicht, packt ihn in Watte, daß es ihm an nichts fehlt und er so schnell wie möglich wieder in seinen schützenden 4 Wänden ist. Nichts davon aber in diesem Fall! Nichts war zu spüren von hilfloser Bedürftigkeit.
Dieser Mann ist eine Kampfsau!! Kaum glaubte ich, ihm ein teilnahmsvoller Helfer zu sein, beballerte er mich mit Extrawünschen, die ich normalerweise nicht bieten kann, weil mir dafür einfach die Zeit fehlt. Sinnigerweise bekam ich auch zwischendurch noch einen Anruf unserer Werkstatt, daß ich zur Bremsenerneuerung reinkommen kann/soll. Aber kann man denn eine schon vorher „ergaunerte“ Zusage zurückziehen? Wenn man noch etwas Selbstachtung hat, natürlich nicht! Also half ich ihm noch bei einem vollkommen externem Problem und hörte mir zusätzlich noch das Deklamieren von Ausschnitten aus seinen Büchern an. Wenn man da mitkommen will, dann muß man sehr genau hinhören. Dies nicht nur deshalb, weil bei seinem Unfall auch das Sprachzentrum getroffen wurde, sondern weil er auch für den Ungeübten recht kompliziert schreibt. Sei es, wie es sei, der Tag ist vorbei und eins verspreche ich dir, Sven:

Beim nächsten Mal geht´s mit offenem Visier! 😉

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Sondervorstellung

Nachdem ich meinen heutigen Beitrag über die 10. Stufe geschrieben hatte, wanderte ich wie immer über die Seiten meiner schreibenden Kollegen. Was mir dabei auf der Seite von Reinhold aus München unter die Augen kam, hat mich derart vom Hocker gerissen, daß ich seinen Faden zum Thema „UBER-POP“ aufnahm, auf mein Rad legte und fröhlichsten Sinnes weiterspann. 🙂
Ich finde, diese Komposition aus Reinholds Artikel und meinem Kommentar sollte niemand verpassen!

Vorhang auf!

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10. Stufe gezündet!

Eigentlich meinte ich in meinem letzten Beitrag mit dem Zünden der 10. Triebwerksstufe andere Aktivitäten meinerseits, aber das Schicksal muß das mißgedeutet haben und meinte, ich wolle heute nur gute Umsätze. Diese Idee ist ja auch nicht sooo schlecht, aber war nicht der Plan! Sei´s drum: Nach „gemütlichem“ Aufstehen ging die Chose langsam los und nahm dann Fahrt auf. In summa gaben dann 3 Fahrten den Ausschlag: 1mal in´s sozialistische Bruderland 😀 , eine der oberen Dialysefahrten und 1mal in´s Erzgebirgsvorland. So könnte es immer laufen, aber:

Eine Antwort von Herrn Tillich möchte ich auch!

PS: Und was ist immer, wenn ich Freiberg durchquere, mit Schwan oder so? Ganz genau! Heute wieder.

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10. Triebwerksstufe

Gestern ist etwas für mich völlig neues passiert: Jemand hat mich angerufen! Nun ist es ja nicht so, daß ich noch nie ein Telefonat entgegengenommen hätte, aber dieses war speziell als Hommage an meinen letzten Artikel gedacht! Das ist neu! Schon viele meiner Artikel wurden kommentiert, mal positiv, aber auch mal negativ, denn das gehört dazu. Daß allerdings einer meiner Artikel manche Menschen regelrecht vom Hocker reißt, erfreut mich in besonderem Maße. Es ist in diesem Falle ein Pensionär, der einige Facetten meines Berufslebens aus eigenem Erleben kennt und auch meinungsmäßig mit mir auf einer Linie liegt.
Liebe Leser, er ist nur ein einziger Mensch, aber seine ausdrückliche persönliche Zustimmung gibt mir den Enthusiasmusschub, den ich noch brauchte!

Er zündete praktisch meine 10. Triebwerksstufe. 🙂

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Offener Brief an Stanislaw Tillich

Nachdem nun heute in der ´Sächsischen Zeitung´ wieder ein Artikel eines Regierungsmitglieds (Martin Dulig) über PEGIDA erschien, der ebenfalls vor Unwissenheit und Vermutungen strotzte, möchte ich nun mal nachforschen, ob man dort wirklich nichts weiß. Deshalb hier der Abdruck einer Mail, die ich soeben an den Ministerpräsidenten von Sachsen abschickte:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

leider zeigt mir jede neue Äußerung der sächsischen Regierung bzw. einzelner Mitglieder zu diesem Thema, daß sie NICHTS verstanden haben: Hier ein bißchen Angst, dort ein bißchen Rassismus, woanders Existenzängste oder was weiß ich noch für hanebüchene Vermutungen. Dazu dann noch die Verallgemeinerung, alle Ausländer, die nach Deutschland kommen, wären Flüchtlinge. Die Asylverfahren zeigen, daß mindestens 70% oder mehr keine Flüchtlinge, sondern eher Jäger sind. Sie jagen schlicht und einfach dem Mammon nach, wie viele DDR-Bürger früher auch. Ich weiß auch sehr wohl zu unterscheiden zwischen Kriegsflüchtlingen und Scheinasylanten. Und wissen sie, woran man die erkennt? Erstere kommen meist mit Familie und mit voller Identität, zweitere sind meist junge Männer, die vor Eintritt in die EU ihre Pässe wegwerfen. Mit diesem Wegwerfen entlarven sie sich als Verbrecher! Sie zeigen, daß sie nicht gewillt sind, deutsches Recht zu akzeptieren.
Ich persönlich möchte schlicht und einfach, daß in Deutschland Ordnung herrscht und Gesetze auch angewendet werden. Handlungen der Regierung samt seiner Ministerien müssen sowohl gesetzlich als auch moralisch unangreifbar sein. Unter diesem Aspekt verstehe ich nicht, wieso eigentlich Lobbyisten im direkten Umfeld von Parlament und Regierung geduldet werden! Diese Bagage gehört ausgekehrt! Für die Äußerung von Wünschen an beide Gruppierungen gibt es schließlich Dienststellen. Das hatte auch Frau Biedenkopf nicht begriffen. Leider hat sie ihr Mann zu sehr geliebt und hat sie mit ihrem „Büro Frau Biedenkopf“ gewähren lassen. So sieht direkte Demokratie nämlich nicht aus.
Sei es, wie es sei: Kommen wir zurück zu PEGIDA. Nachdem sich nun die Presse wochenlang mit dem Zerpflücken des Namens „Pegida“ beschäftigt hat und daraus schloss, daß das ganz, ganz böse Leute sein müssen, bringe ich jetzt die Programmpunkte von PEGIDA in´s Spiel, mit denen sich die Presse nie beschäftigt hat.
Ich bitte sie hiermit anhand der 19 Programmpunkte, mir den- oder diejenigen herauszusuchen, wegen deren Inhalts gut informierte ausländische Bürger (ganz besonders Moslems) Angst vor PEGIDA bekommen könnten. Ich gebe zu, daß diese Aufgabe nicht leicht ist, aber sächsische Intelligenz findet schließlich alles heraus. 😉
Als kleine Zusatzaufgabe für die laufende Regierungszeit bitte ich außerdem um Mithilfe oder sogar Einführung der direkten Demokratie in Sachsen, indem man die Bürger beteiligt und die Lobbyisten ausschließt.
Diese haben keinerlei Recht auf Einflußnahme!

Ich sage nur: „Ordnung, Herr Ministerpräsident, Ordnung!“

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Neue Zeiten, alte Köpfe

Schon wieder einmal muß ich die ´Sächsische Zeitung´ heranziehen! Und wieder geht es um Flüchtlinge: aktuelle und ehemalige. Als Entree genießt mal bitte folgenden Artikel:

WPohl

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 5.2.15

Da geht es also um einen ehemaligen Stasimann, der wieder reiche Pfründe gefunden hat. Man weiß jetzt nun nicht, ob er schon immer nur Geld- und Karrieregeil war oder ob er mal einer wirklichen Ideologie anhing. – Schauen wir doch mal nach, was wir so haben. Ich habe mal ein bißchen geblättert und habe auch einen mit diesem Namen gefunden:

Wilfried Pohl, geboren am 8.11.1955, Mitglied der Stasi seit September 1975, letzter Dienstgrad Hauptmann, letzte Dienststellung Stellvertretender Referatsleiter der Abteilung IX, letztes Jahresgehalt 22.770 Mark

Sollte das der richtige sein? Wenn ja, dann hätte er ja schon immer gut verdient. Ich glaube kaum, daß er bei Austausch des Währungskürzels heutzutage mit seinem damaligen Betrag zufrieden wäre! Vielleicht Faktor 10, dann paßt es. Bis jetzt habe ich mit dem Herrn noch nichts zu tun gehabt, – anders als mit seinem Chef(übrigens 50.250 Mark!) – aber vielleicht ändert sich das demnächst. 😉

Ich lerne doch immer wieder gern neue Leute kennen

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Unterwassertelefon

Am gestrigen Montag las ich in der ´Sächsischen Zeitung´ einen Artikel, der mich regelrecht elektrisierte:
WassertelefonIch las ihn bis zum Ende und konnte es nicht fassen! Eine solche Kaltblütigkeit ist außergewöhnlich und ich bin mir nicht sicher, ob ich an ihrer Stelle nicht lieber sofort hektisch mit der Selbstbefreiung begonnen hätte. Aber gerade, als ich die Frau in den Olymp meiner Hochachtung gebeamt hatte, schoß mir etwas siedendheiß durch´s Hirn! Sofort wanderten meine Augen zurück zum Artikel und mit etwas mehr Aufmerksamkeit als beim ersten Mal mußten sie dort lesen: „…alarmiert sie noch per Mobiltelefon ihren Mann. (!!!) Um Himmels Willen, was in Gottes Namen soll denn der arme Mann tun?? Die Teleportation ist schließlich noch nicht erfunden, somit kann er nicht im selben Augenblick bei ihr sein und ihre Probleme lösen. Zum Glück gibt es ja noch den Instinkt, der ihr den sofortigen Ausstieg nahelegte.

In der Bewertung sieht das also folgendermaßen aus: 10 von 10 Punkten für Intuition und Tatkraft, aber 0 von 10 für Intelligenz.

 

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Der sechste Sinn

Jeden Morgen zwischen 6:45 und 7:00 Uhr passiere ich die Haltestelle Altleuben in stadtwärtiger Richtung. Logischerweise ist die „Großwetterlage“ jedes Mal die Gleiche, aber die Situationen differieren doch manchmal sehr stark. Heute zum Beispiel wußte ich gar nicht, wie mir geschieht, weil die ganze Strecke von der Stephensonstraße bis zur Leubener für mich vollkommen frei war. Keine Straßenbahn und keine Fahrzeuge vor mir: Es war unglaublich! An der Kreuzung mit der Leubener Straße dann steht eine Bahn der Linie 6, die auf die Freischaltung nach rechts wartet. Ich war nun zügig durch die Haltestelle gekommen und sah auch, daß das Ampelgrün an der Kreuzung für mich noch sicher reicht, also blieb der Fuß auf dem Gas, um den Schwung zu nutzen.
Als ich aber fast die Spitze der Bahn erreicht hatte, passierte irgendwas, das ich nicht mehr weiß. Ob ich Schatten oder Reflexionen gesehen habe, kann ich nicht sagen. Ich ging in die Eisen und wußte nicht warum! In diesem Augenblick überquerten – husch, husch, trippeltrappel – 2 junge Damen die Fahrbahn vor der Straßenbahn! Sofortiger Blick zur Ampel verriet: es ist jetzt gelb. Also auf keinen Fall eine Phase, während welcher besagtes hätte geschehen können. Sinnigerweise schauten beide nicht mal ansatzweise in meine Richtung, frei nach dem bekannten Muster: „Wenn ich das Unheil nicht sehe, sieht es mich auch nicht.“
Während der nun folgenden Rotphase, während welcher die Bahn nach rechts abbog, hatte ich genug Zeit zum Durchdenken der letzten Minute. Tja, Fakt ist, die Damen rannten nach der Bahn, die erst nach ihnen abbog. Sie überquerten die Straße in Kamikazemanier, die ja die bewußte Inkaufnahme des Todes beinhaltet.In Anbetracht der Situation würde ich sagen: Ohne meinen sechsten Sinn wären die beiden etwa 12 – 14 Meter weiter wieder auf der Straße aufgeschlagen. Genau weiß man das nicht, das müßte man beim nächsten Mal vermessen.
Es gibt nun natürlich massig Leute, die behaupten: sechster Sinn ist Unsinn! Auch ich gehöre dazu. Aber ich weiß trotzdem nicht, warum ich gebremst habe!
Um noch mal auf das Verhalten der beiden „Mäusels“ zurückzukommen, frage ich hier: „Was lernt man schon im Kindergarten, in der Schule, in der Berufsschule, in der Fahrschule usw. usw. über das richtige Verhalten von Fußgängern?!“

NICHTS!!!

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Gratwanderung

Wenn ich in den letzten Tagen die Diskussionen über Pegida speziell in Online-Foren beobachte, dann fällt mir auf, daß viele Kommentatoren den Weg des guten Geschmacks schon mehr als nur einen Schritt verlassen haben. Ihnen scheint nicht bewußt zu sein, daß es nur einer einzigen Beleidigungs- oder Verleumdungsklage bedarf, um auch den letzten Schleimschmeißer aus seinem anonymen Loch zu spülen. Derjenige, der sich bei diesen meinen Worten in´s Fäustchen lacht, weil er tatsächlich Anonymizer benutzt, (Man ist ja sowas von überschlau!) ist der größte Drecksack. Ich möchte hier ausdrücklich betonen, daß ich Kommentatoren aus beiden Lagern meine. Ich komme mir vor wie in irgendeiner Bananenrepublik, wo jeder jeden mit Sch… bewirft, allerdings immer mit der eigenen. Aber Vorsicht, auch aus ihr kann man ein DNA-Profil erstellen! 😀
Also immer schön Mund auf und sie herausfließen lassen

oder aber sich artikulieren wie ein Mensch!

 

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Taxi als Maßanzug

Was, gibt´s nicht?! Gibt´s doch! Edgar, ein Kommentator des heutigen Artikels von Sash hat den Ausschlag gegeben, daß ich mich heute einem Thema widme, das mich als Taxi-VAN-Fahrer eigentlich weniger tangiert: Behinderte Fahrgäste. Mit „weniger tangiert“ meine ich natürlich nicht: „Die interessieren mich nicht“, sondern: „Die interessieren sich nicht für mich“. Tatsächlich, kein behinderter Fahrgast bestellt ein Großraumtaxi, wenn er nicht wirklich mit vielen Leuten zum Feiern fährt. Die Gründe dafür sind naheliegend. Darüber, in welch beleidigender Form mir manche Fahrgäste bei meinem Auftauchen begegnen, macht man sich gar keine Vorstellung. Am wenigsten akzeptiert man dann die eigene Unzulänglichkeit, indem man besagtes Großraumtaxi nicht einfach ausgeschlossen hat. Für viele ältere bis alte Leute gilt einfach noch die Vorstellung: „Ein Taxi ist eine Limousine und alles andere ist Betrug“. Manchmal ist es direkt ein Wunder, daß die Leute kein Pferdefuhrwerk erwarten.
Dabei ist es doch soo einfach! Für einen erfahrenen Taxifahrer gilt der Ratschlag: „Zeig mir deine ganze Gestalt und ich sage dir, welche Autos du bestellen mußt! Wenn die Leute das erst einmal wissen, dann ist es doch ganz einfach, es bei der nächsten Bestellung… – einfach wieder vergessen zu haben! Und dann komme wieder ich und höre Sprüche wie: „Ein größeres Auto haben sie wohl nicht gehabt? Ich habe doch extra gesagt, für eine Person! Wenn ich das nicht gesagt hätte, schicken die mir wohl einen LKW – oder was?!“
In Gedanken sehe ich dann immer meine Hand an dessen bzw. deren Hals. In der Realität allerdings machen wir meist schon nach 5 Minuten wieder Witze. Das kostet jedesmal unglaublich viel Nerven, aber auch die Einsicht:

Leute, bin ich nicht ein unglaublich guter Schauspieler des Real-Life-Formats?! 😀

PS: Eines habe ich vergessen zu erwähnen: Eine Frau mit starker Gehbehinderung jubelte: „Endlich mal ein Auto, wo ich richtig bequem einsteigen kann!“ Die Dame war etwa 1,95m groß! 🙂

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Blutfehde

Nun ist also schon der 20. Tag im neuen Jahr, an welchem ich bereits netto 14 Tage in meinem nicht ganz neuen neuen Dienstfahrzeug verbracht habe. Die Bilanz gegenüber dem T5 fällt durchweg positiv aus:
1. Ich komme ohne Klötzchen an die Pedale.
2. Ich habe immer warme Füße.
3. Ich habe 40 PS mehr.
4. Die Motorkennlinie gefällt mir viel besser, weil sie meinem privaten Astra ähnlicher ist.
5. Mein neuer Nachtfahrer fängt später an, wodurch ich viel Gelegenheit zum „Nachlegen“ habe.
6. Im sozialen Umfeld gibt es einige Verbesserungen, die ich nicht näher kommentieren möchte.

Es gibt eine einzige Saccccccchhe…

Entschuldigung, ich mußte kurz einen Ouzo trinken gehen, weil mir vor Wut die Hand zitterte. Jetzt geht es wieder.

Was ich sagen wollte war: Falls ich in meinem Leben irgendwann einmal den für die Entwicklung des Start-Stop-Systems bei Mercedes verantwortlichen Entwickler treffen sollte, dann verspreche ich ihm, daß es sehr schnell gehen wird!

Diesen betrügerischen Schwachsinn hasse ich wie die Pest!!

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Versprecher

Eigentlich wäre heute gar nichts zu berichten gewesen, aber bei meiner allabendlichen Lektüre der Doppel-Kollegen (Taxiblogger) hat mir Sash mit seinem Artikel auf die Sprünge geholfen. Er erinnerte mich damit an einen Witz, den mir in dieser Woche ein jüngerer amerikanischer Fahrgast erzählte, in welchem es ebenfalls um eine freud´sche Fehlleistung ging:

Ein Mann geht zum Psychiater und klagt. „Herr Doktor, retten sie mich! Ich habe heute mein gesamtes Leben ruiniert nur wegen eines simplen Versprechers!“ Darauf der Doktor: „Erzählen sie ruhig, lassen sie nichts weg.“ – „Nun ja, heute morgen beim Frühstück habe ich statt ´Reichst du mir mal bitte die Butter, Schatz?´ gesagt:

´Du Schlampe hast mir mein ganzes Leben versaut!´“

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Gleich und doch nicht gleich

Momentan befindet sich eine meiner Töchter in der Fahrschule und ich kann sagen: Ich bin sehr zufrieden mit ihr. Ihr fahrerisches Vermögen ist zwar logischerweise nach bis dato 4 Fahrstunden noch im Babystadium, dafür ist sie mental besser drauf. Den Beweis dafür durfte sie live antreten:

Da es nun während der 3. Fahrstunde noch seeehhr langsam durch die Stadt geht, sammelte sich hinter ihr so manchesmal allerhand Volk an. Im Normalfall lösen sich solche Knoten sehr schnell auf, indem nachfolgende das Fahrschulschild sehen und wissen: Dieses Fahrzeug wird nicht spontan beschleunigen. Deshalb geht es auch ruck-zuck und alle sind vorbei – alle?! Nein nicht wirklich alle. Da gibt es ab und zu auch mal einen aus der Kategorie „Alter Sack“, der muß erst mal längsseits des Fahrschulwagens gehen, langgezogen hupen, mit der Faust drohen und mit grimmigem Gesicht schimpfen. Der möglichen Ursachen für solches Verhalten gibt es viele. Gehen wir doch mal einige durch und untersuchen, was sie bedeuten:

FS-Schild nicht gesehen -> Augenschädigung -> mediz. fahruntauglich
regt sich oft auf -> dauergereizt, jähzornig -> charakterl. fahruntauglich
hat irgendwas „böses“ gesehen -> Halluzinationen -> psychol. fahruntauglich

Sei es, wie es sei: Wenn man das fahrerische Können und den Charakter eines Fahrers jeweils zusammen zählt und zu einem Wert verschmilzt, – Weil meine eigene Theorie ist, daß Fahren zu 30% aus Wissen und Können, aber zu 70% aus Charakter besteht. – dann sind meine Tochter und der Herr genau auf einem Level, nur halt auf verschiedenen Seiten des Berges namens „Fahrerkarriere“! Genausolange wie sie noch bis zur Erteilung des Führerscheins braucht sollte sich der Mann noch die Zeit lassen, den seinigen abzugeben.
Eines hat mir sehr gut gefallen: Die Reaktion meiner Tochter auf die besagte „Aktion“, denn es war dieselbe wie die des Fahrlehrers:

Beide haben spontan „abgelacht“.

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Silvestermärchen

Es geht die Kunde von einer Frau, die rechtzeit vor ihrer Silvester-Verlustierung in einer recht bekannten und recht historischen (weil schon sehr lange existierenden) Lokalität den Hin- und Rücktransport akribisch zu planen gedachte. Also rief sie bei Funktaxi Dresden an (wo auch sonst?!) und wollte beide Fahrten bestellen. Leider konnte sie nur die Hinfahrt vorbestellen, da wie jedes Jahr zum Jahreswechsel keine Vorbestellungen nach Mitternacht entgegengenommen werden. Für diese Fahrt wurde ihr ein Preis von 36 Euro genannt, was dann auch stimmte. Grund genug dafür, den Preis für den Fahrer „aufzuzehnern“.
Die Rückfahrt… na ja, die mußte man dann halt bei einem nicht näher genannten Chauffeurdienst erfragen. – Und… Heureka, angenommen! Für schlappe 77 Eulen, die sofort per Internet zu bezahlen waren! Tja, die eine Sache ist der Tarif und die andere Sache ist die Marktwirtschaft. Wer keine Tarifbindung hat wie wir, kann halt aus der Not eine (Un)Tugend machen! Dazu brauchte es nicht einmal 77 Euro,

Auch 8 mal 8 Euro wären schon zu viel gewesen!

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Tapetenwechsel

Nun ist es also so weit: Das neue Jahr ist da, der Mindestlohn ist da und… ein anderes Auto für mich ist da! Endlich kann ich wieder VITO fahren. Die Gründe für diese meine Freude liegen mehrheitlich in meinen unteren Extremitäten: Um im T5 die Kupplung ordentlich treten zu können, hätte ich mir eigentlich Klötzchen auf die Pedale schrauben lassen müssen, denn um einen ausgeglichenen Haushalt zu gewährleisten hat mir der liebe Gott zum Ausgleich für den höheren Intellekt wesentlich kürzere Beine mitgegeben. 🙂
Außerdem scheint mir das Warmluftmanagement für den Fußraum im T5 nicht gut genug durchkonstruiert. Die Folge davon waren ständig kalte Füße! Das ist nun vorbei: Endlich wieder warme Füße trotz winterlicher Temperaturen!
Und noch einen wesentlichen Punkt gibt es, den T5 im Taxibetrieb zu hassen: die Gurte! So ist z.B. der vordere Doppelsitz nicht abgesteppt, weswegen auch niemand auf die Idee kommt, es könnten 2 Sitze sein. Folgerichtig versuchen sie den Sicherheitsgurt in das Schloß für den Mittelgurt zu stecken(etwa jedes 3.Mal). Auf der Mittelbank werden regelmäßig die Außengurte nicht gefunden, weil diese sich zwischen den Fenstern etwa 15 cm hinter den Sitzen befinden. Deshalb wird auch oft der Mittelgurt nach außen gezogen und sich dann gewundert, daß dort gar kein Schloß ist! Ich habe einfach keinen Bock mehr auf all diese Kaspereien! Laßt mich endlich mit diesem Gurtscheiß in Frieden, sonst flippe ich aus! 🙁
Da mein bisheriger Nachtfahrer den T5 nun vorerst allein fährt, traf ich ihn heute auch vormittags. Er kann sich die Zeit ja nun einteilen. Bei der Gelegenheit habe ich ihm nicht ohne eine gelinde Häme mitgeteilt, daß ich nun glatte 40 PS mehr habe als er. Quittiert hat er das mit einem leicht säuerlichen Lächeln und dem Spruch: „Ja, du mich auch!“.

Wir verstehen uns halt nach wie vor. 😉

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Tariferhöhung Finale

Nun also ist die Tariferhöhung einen halben Monat „am Werke“, aber bis jetzt kann man noch nichts genaues über ihren Erfolg sagen. Wahlerfolg hatte sie zumindest: Bei 33 Wählern siegte die Erhöhung mit 55% zu 42% bei 3% Enthaltung. Das ergibt ein gültiges Votum. Ich hoffe, daß uns das über das Jahr positiv begleitet. Die Wählaktion wird nunmehr mit diesem Ergebnis beendet.

Viel Glück und damit Erfolg mit dem Mindestlohn sowie „Prosit Neujahr“ wünscht euch der „Taxiblog Dresden“!

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Trick 17

Die tägliche Arbeit eines Taxifahrers ist und bleibt nun mal die Jagd. Und wie im Wald ist es auch auf der Straße: Wer zuerst da ist, erlegt die Sau! Kein Wunder wenn es da so allerlei Tricks gibt, um trotz Überholverbot für Taxen untereinander kurz vor dem nächsten THP doch noch als erster zum Schuß zu kommen.
So mußte ich heute nachmittag am Flughafen leer abfahren, weil keine Chance auf Kundschaft mehr bestand. Als ich mich dem Zentrum näherte, kam die Meldung „NBf UV“. Also gab ich Gummi, um zum… HBF (!) zu kommen, denn der Nobi ist immer der Vorbote für den HBf. Unterdessen bemerkte ich schon einige Minuten lang, daß ein Kollege im Skoda ebenfalls diesen Plan verfolgte. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, er liefere sich mit mir ein Rennen. Kurz vor dem HBf war ich in der „richtigen“ Spur und war vorn. Also überlegte ich mir die letzten Meter zum Ziel. Ich als Vorderer tat dann schließlich das Normale, indem ich mich in der Rechtsabbiegerspur anstellte. – Und siehe da: Der Kollege kannte auch den Trick 17! Bei diesem stellt man sich in der Linksabbiegerspur an, biegt auch links ab, aber macht auf der Strehlener sofort nach etwa 30 Metern die kurze Wende und kann dann in freigegebener Geradeausrichtung zum HBf „durchstechen“. Im Normalfall klappt das reibungslos, abgesehen davon, daß es verkehrsrechtlich illegal ist. In diesem Falle aber schaffte es der Kollege nur mit viel Risiko und auf der letzten Rille, weil ihm ein SanKra in die Quere kam. Er war nun also als erster am taxilosen HBf und trieb seine bereitstehenden Fahrgäste sichtlich zur Eile an, um weg zu sein, bevor ich da bin. 🙂
Allerdings war er nicht schnell genug, denn auch ich lud so schnell(Großraum), daß ich an der nächsten roten Ampel neben ihm stand. Ich habe ihn hier einige Sekunden beobachten dürfen und festgestellt, daß er wahrscheinlich eine chronische Versteifung der Halswirbelsäule beklagt. 🙁
Er konnte einfach nicht zu mir herübersehen. Oder hatte er etwa ein schlechtes Gewissen?!
Vollkommen unnötig, Herr Kollege, denn erstens hatte ich in diesem Fall meine 5 Personen sicher und zweitens kenne und liebe auch ich den Trick 17.

Man darf schließlich bei aller Jagd den sportlichen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren. 🙂

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Unverhoffte Nebeneffekte

Als ich am 21.12. Moni und Klaus an ihrer letzten Ruhestätte besuchte, war dies gleichzeitig ein Ort, an dem ich mehrere Monate meines Lebens im Rahmen meines Wehrdienstes verbracht habe. Nur etwa 10 km entfernt liegt der ehemalige Militärflugplatz Drewitz-Süd. Ich diente dort in der Flugsicherungskompanie 1 des Jagdgeschawaders 7 der 1. Luftverteidigungsdivision der NVA. Klingt gut, oder? Mag sein, hat mich aber sinnlos 1,5 Jahre meines Lebens gekostet. Dies vor allem deshalb, weil wir ja sowieso einen eventuellen militärischen Konflikt innerhalb kürzester Zeit zu unseren Gunsten entschieden hätten. 😉
Wir wären ganz einfach am Wochenende oder nach 16°° Uhr aufmarschiert und hätten alle Kasernen ohne einen einzigen Schuß eingenommen. Da sind die Kasernen nämlich menschenleer, denn alle sind zu Hause.

Ich habe also den Flugplatz „geentert“ und in einem neuerbauten Empfangsgebäude des nunmehr Regionalflughafens nach langem Suchen 3 Männer gefunden, die Teil dieses Teams und damit kompetent genug waren. Auf meine Frage, ob man den Flugplatz und dessen Umfeld besichtigen könne, bekam ich negativen Bescheid. Das ist hier nicht vorgesehen. Allerdings meinte einer der Herren, er müsse sowieso anschließend noch eine Maschine testen und wenn ich mich mit reinsetzte, könne ich bestimmt auch einiges sehen.
Und so geschah es, daß ich eine halbe Stunde später an Bord dieser Cessna abhob.

Und – Ja, ich habe die Ruhestätte von Moni und Klaus zuerst von oben gesehen, weil ich mir das gewünscht habe. Danke, Hardy! – Ach so: Der Mann, der mich „lüftete“, war Hardy Kaffke. Bei seinen etwa 12.000 Landungen brauchte ich mir nicht wirklich Sorgen machen, denn

…es waren die ersten etwa 15 Flugminuten meines Lebens!

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Ich habe sie wiedergefunden!

Wenn man liebe Menschen verliert, – sagt man – dann ist es weniger schlimm, wenn man weiß, wo sie sind. So geht es mir im Moment. Ich habe heute Moni und Klaus besucht und bin mit mir wieder im Reinen.  Es tut mir zwar immer noch weh, daß ich sie nicht auf ihrer letzten Taxifahrt begleiten konnte, aber ich kann mich damit trösten, daß ich den Ort nicht wußte.
Heute an ihrer Ruhestätte angekommen, war ich platt: Kann man mit Blumen einen oder sogar zwei Menschen seelisch darstellen? – Man kann!

MoniKlausIn dieser Komposition der Farben habe ich sie wiedergefunden!

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Offener Brief an Katja Kipping

Liebe Katja,

es ist jetzt die Zeit, die WordPress als Erstellungszeit dieses Artikels anzeigt. Hat es nicht vielleicht vor einigen Minuten „PING“, „PLING-PLONG“, „Urks“ oder irgendetwas anderes in dieser Form gemacht? Nein?! Dann weißt du ja bis jetzt noch gar nicht, daß die LINKE gerade einen Sympathisanten und Wähler verloren hat!
Also hier noch mal ganz offiziell: Deine Partei hat gerade einen Wähler verloren! Leider geschah das wegen dir bzw. wegen deines „netten“ Artikels in der SZ. Ich meine diesen hier:

Pegida1

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 20.12.14

Ich habe bisher immer DIE LINKE gewählt, weil sie für mich die einzige Partei ist, die wirklich die Interessen des Volkes vertritt. Leider muß ich nun feststellen, daß auch diese Partei nicht anders agiert als andere, die sich mit ungeliebten Themen nicht auseinandersetzen, sondern sie einfach verteufeln und damit deren Verteidiger in Erklärungsnot zwingen. In diesem Fall ist es ja nun so, daß man 15.000 Menschen einfach so in die rechte Ecke stellt. Katja! – die passen da gar nicht rein! Dafür sind es zu viele! Selbst wenn viele bekennende Neonazis sich diesen Umzügen anschließen, ändert das doch an den Zielen überhaupt nichts. Du siehst es doch an mir: Hat es denn der LINKEN geschadet, daß so ein Arschloch wie ich ihr anhing?!
Die Spitze ist ja, daß einige Gruppierungen wie Parteien oder auch staatliche Stellen „Beratungspunkte“ oder Informationsstellen für PEGIDA-Anhänger bereithalten. Wie wär´s denn mal umgekehrt? Ich empfehle hiermit der PEGIDA-Leitung, Informationsstellen für alle Interessierten einzurichten, damit diese einmal einen richtigen Einblick in die Denk- und Gefühlswelt von PEGIDA erhalten. Vielleicht würde uns diese Variante sehr viel weiter helfen.
Übrigens vermute ich, daß den Bürgern die bisherige Anwesenheit von „anderskulturigen“ Menschen sehr viel weniger Angst macht als die Sprüche der Politiker a la: „Wir brauchen Zuwanderung, um unseren wissenschaftlich/technischen Nachwuchs zu sichern.“

Liebe Katja, DAS ist in meinen Augen die Kapitulation des deutschen Bildungssystems in Reinstkultur!!! Wie kann es nur sein, daß man in Bezug auf unsere Jugend Aussagen zuläßt wie: zu uninteressiert, wenig motiviert, schlecht vorgebildet und was da noch an Phrasen durch die Gegend schwirrt. Wer ist denn daran schuld, PEGIDA? Oder vielleicht ein Bildungssystem, das den gegenwärtigen Anforderungen nicht gerecht wird. Man vergleiche doch mal bitte den Bedarf an ausländischen Fachkräften mit der Zahl der „unmotivierten, faulen, schlecht ausgebildeten“ einheimischen Jugend. Reichen unsere Kinder wirklich nicht?
Eines muß ich allerdings zugeben: Wenn denn unsere Kinder wirklich besser ausgebildet würden und bei den Firmen ihre Aufgaben auch wirklich erfolgreich lösen könnten, hätten sie immer noch einen entscheidenden Makel: Sie wollen anständig entlohnt werden! Ausländische Fachkräfte empfinden – je nach Herkunftsland – anständige Entlohnung jeweils anders. Und hier liegt der Hase im Pfeffer! Schon seit Jahrzehnten ist die Politik nur noch eine Hure der Wirtschaft. Wenn man in staatlichen – oder Parteidienststellen die Lobbyistenstühle vor die Tür setzen würde, bräuchte man für manche bestimmt nur noch halb so große Gebäude.
Und hier kommt schon wieder mein geliebter/gehaßter „Sudel-Ede“ in´s Spiel:

„Das ist – meine sehr verehrten Damen und Herren – ganz gewöhnlicher Kapitalismus… Guten Abend!“

Guten Abend auch für dich, Katja

PS: Ich überlege gerade: „Gehe ich die nächsten Male mit? – Ach, ich warte erstmal eine Antwort ab.“

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Auswertung

Nun also ist die Tariferhöhung aktiv und deshalb ist es Zeit für´s Resümee der Umfrage.
Mitgemacht haben 25 Teilnehmer, von denen sich 48% für und 48% gegen die Tariferhöhung entschieden. 4% konnten sich nicht entscheiden. Somit endet das „Shoot-Out“ unentschieden. Meine Befürchtung war ja, daß uns Fahrgäste verlustig gehen und wir somit keinen Zugewinn erzielen. Bis heute trifft das bei mir auch zu, aber 3 Tage sind ja schließlich nicht zur Analyse geeignet. Ich werde mich in ein paar Wochen nochmals zu Wort melden, wie die Bilanz aussieht und hoffe auch auf rege Beteiligung anderer Kollegen.

Gebe es der (Taxi-) Gott, daß es auf- und nicht abwärts geht. 🙂

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Das kann doch einfach nicht sein!

…, habe ich gedacht, als ich vorgestern die Beiträge von Reinhold, Sash und Aro las: Klaus und seine Lebensgefährtin Moni gibt es nicht mehr…
Das Schlimmste für mich ist, daß ich sie nicht auf ihrer letzten Fahrt begleiten konnte, dafür war die Zeit leider zu kurz. Beide wurden schon gestern beigesetzt und ich weiß nicht einmal wo. 🙁

Ich habe die beiden nur zweimal persönlich getroffen, aber sie haben bei mir ein Gefühl Wärme hinterlassen. Stets authentisch auftretend denke ich, daß sie ein Paar waren, das sich gesucht und gefunden hatte. Ich kann nicht mehr sagen, ob sie irgendwelche Themen hatten, bei denen sie total anderer Meinung gewesen wären. Stattdessen erinnere ich mich an eine Episode bei meinem Besuch in Berlin, wo sie mir ihr Kiez vorführten, auf das sie sichtbar stolz waren: Klaus erzählte mir die Historie irgendeines Teiles dort – sei es ein Haus, eine Straße, eine Brücke oder was auch immer. Monika als studierte Historikerin wußte dieses aber besser und begann mit ruhiger, gnadenvoller Stimme zu berichtigen. Daraufhin schaute mich Klaus mit gespieltem Entsetzen an und fragte: „Is´ die Frau nich´ furch´bar?!“ – Nun sind sie also beide furchtbar – Furchtbar weit weg!

Möget ihr auch weiterhin dieselbe Harfe zupfen, so werden wir euch in Erinnerung behalten.

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Zieldurchlauf

Anfang nächster Woche beginnt die Tariferhöhung im Dresdner Taxigewerbe zu greifen: Grund genug dafür, noch schnell am Voting für oder gegen diese teilzunehmen.  Im Augenblick sieht es so aus, als würden die Skeptiker obsiegen.

Bleibt das so?!

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Die Ditsche

Nun also kommt sie endlich, die Frauenquote in der Wirtschaft! Spät kommt sie, aber nicht zu spät. Bisher galt das Leistungsprinzip, aber nun haben wir Gerechtigkeit. Nun ja, man könnte Leistungsprinzip auch mit „Karrieregeilheit“ übersetzen, aber das macht die Ungleichheit natürlich nicht geringer. Schade ist nur, daß die Frauenquote – wie vieles Andere – zu kurz springt. Natürlich haben Frauen alle Anerkennung verdient, aber warum nur sie…!? Was ist mit den Rechten anderer „Randgruppen“? Warum gibt es keine Rechte für Linkshänder, Schwule, Sitzpinkler oder auch – ganz schlimm, weil wie ich – Kegler!?
Die Antwort ist einfach: Weil sie keine Lobby haben! Wer eine Lobby hat, bestimmt die Politik! Warum wohl sonst sitzen Lobbyisten in den Gebäuden staatlicher Institutionen gleich neben den Büros derjenigen Parteien, von denen sie sich Schützenhilfe versprechen.

Die sind halt: „Eene digge Ditsche!“

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Wär´n sie doch lieber Taxi gefahren!

Heute abend in der Straßenbahn: Ein dunkelhäutiger junger Mann klopft an die Fahrerkabine und erklärt, im hinteren Bereich mache einer Rabatz und man brauche die Polizei. Er sei zwar selber in der Security bei XY, aber er schaffe es nicht allein. Es geht schließlich alles seinen Gang. Die Polizei kommt und es beginnt ein heißes Tänzchen mit dem Randalierer, den auch 5 Mann nicht so einfach überwältigen können. – Im vorderen Bereich der Bahn sitzen 2 Männer, 2 Frauen und eine Minderjährige. Diese sagt: „Ich geh´ mal hinter gucken.“ „Du bleibst hier!“, herrscht sie die Mutter an. Auch erneutes Bitten hilft nichts. Da sich das Gerangel noch hinzieht, steigen die Männer zum Rauchen aus. Auch die Frauen vertreiben sich die Zeit… mit Klopperei gucken! Zu ihrem Pech waren sie allerdings zu nah am Geschehen. Im Endeffekt hatte eine eine blutige Nase und die andere trug ihren Zahn in der Hand!

Tja Mädels! Dumm gelaufen. 😀

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Phantomgurt

Zum Thema „Gurtpflicht jetzt auch für Taxifahrer“ hätte ich da mal eine Idee. Ich lasse im Moment gerade eine frische Charge T-Shirts bedrucken, deren Vorderseite das linke Hemd darstellt.
GurthemdWie wär´s mit der rechten Version als Alternative? 😉

PS: Fast ebenso sinnfrei ist übrigens der US-Automatikgurt. Von draußen scheinst du zwar angeschnallt zu sein, was du aber nicht bist! Dazu müßtest du den Beckengurt noch zusätzlich manuell anlegen. In den USA scheinen die keinen solchen zu benutzen, weswegen vor den Knien der vorn Sitzenden ein „Knieschoner“ verläuft, wie man unten in meinem 92er Passat sehen kann, den ich vor ca. 4 Jahren verkaufte.

CockpitDiese Rostlaube hatte übrigens das Glück, von einem Liebhaber wiedererweckt zu werden. Vielleicht kriege ich noch mal die Bilder vom Jetzt.

PS2: Ich habe die Bilder bekommen:

PassatNeuPassatInnen

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Wunschkonzert

So manches Mal im Leben treffen sich Wunsch und Wirklichkeit auf geradezu groteske Weise, wie mein heutiger Ereignisbericht zeigen wird.
Auf der einen Seite erschien in der heutigen Ausgabe meiner Lieblingszeitung folgender Artikel:

RadwegeUnbestreitbar sind das löbliche Absichten. Die Frage ist nur: Sind die Begünstigten dem Zufluß dieses frischen Manna auch wirklich gewachsen?! Bis jetzt nämlich ist zu beobachten, daß bei der Erstellung neuer Radwege eines mit Sicherheit funktioniert: Die sofortige Besitznahme der Radfahrer. Besitznahme ist hier so zu verstehen, daß die testosterongesteuerten unter den Radfahrern sofort erkennen: „Das ist ein Radweg und da ich Radfahrer bin, ist das mein Weg! Deshalb gilt hier auch mein Recht.“ Der neu erstellte Radweg erzeugt somit Narrenfreiheit für die Benutzer.
Nun frage ich mich also, wie die Stadt im Nachgang des Radwegebaus die Radfahrer schult und die Uneinsichtigen zur Ordnung ruft? – …Ach das ist nicht notwendig???

Da bin ich aber vollkommen anderer Meinung! Ich erinnere nun noch einmal an meinen einleitenden Satz. Es folgt nämlich jetzt Teil 2 der heutigen Fahrraderlebnisse:
Am frühen Nachmittag rief mich meine Tochter an und fragte mich in einem soeben erlebten Verkehrsrechtsfall um Rat. Sie war an einer Haltestelle aus dem Bus gestiegen, an welcher der Radweg durch den Zustiegsbereich der Busfahrgäste führt und dort mit einem Radfahrer kollidiert, zum Glück allerdings nur leicht. Sie wollte nun wissen, wie die Rechtslage bei einem Körper- oder Materialschaden gewesen wäre.
Tjaaa… Diese Frage würde ich doch mal sofort an unsere mitlesenden Radfahrer weitergeben. Ich meine natürlich an diejenigen, die sich auskennen, denn diesen wären wohl die Einlassungen der anderen eher peinlich.

Eines muß ich aber noch nachreichen: Manchmal sind Geschwister total unterschiedlich! Insofern hatte der betreffende junge Mann ein Riesenglück, daß er gerade auf diese meiner Töchter traf!

Die andere haut nämlich und fragt dann erst.

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Zahlenspiele

Zahlen sind eigentlich meist nur Schall und Rauch, aber manchmal gehen sie merkwürdige Wege. So ist es doch im Prinzip vollkommen egal, was die gerade erledigte Krankenfahrt für eine Dauerauftragsnummer hatte… Im Prinzip!
So hatte meine vorletzte Fahrt des heutigen Tages die Nummer „5148“. Meine letzte Tour – auch ein Dauerauftrag – hatte (natürlicherweise) eine andere Nummer, aber es war einer mit Festbetrag und dieser hatte einen Wert von: Schau an 51,48 € !

Soll man sich da etwa nicht wundern? 😉

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Wasserstände

Oftmals erzähle ich auch gern Wochenendgeschichten, die meistens mit dem Taxi nichts zu tun haben. Heute zum Beispiel hatten wir uns nichts vorgenommen, aber irgendwie fiel mir die Decke auf den Kopf. So zogen wir also los und haben einfach mal einen Landschafts- und Gastronomie-Punkt abgearbeitet, der schon länger auf dem Zettel stand: die Gohliser Windmühle. Wir sind deshalb mal nur zum Kaffeetrinken hingefahren.
Im Laufe unseres Besuches und des Gespräches mit der Chefin haben wir festgestellt, daß es wenige Lokalitäten im Dresdner Umland gibt, die so vom Wetter abhängig sind wie gerade diese. Die Ursache dafür ist natürlich die Lage hinter dem Elbdeich, weswegen niemand mit dem PKW dorthin kommt. Aus diesem Grund ist sie eine der Gaststätten, die die größte Differenz zwischen der minimalen und der maximalen Anzahl an Gästen aufweisen können. Heute waren zum Beispiel mit uns zusammen nicht mehr als 5 Gäste gleichzeitig anwesend. Wenn man sich allerdings die Bilder auf der Website der Windmühle anschaut, dann kann man ungefähr abschätzen, was dort im Sommer oder an sonstigen Schönwettertagen los ist! Der dann geöffnete Biergarten muß den Ausflüglern wie eine lebensrettende Oase vorkommen.
Wer gut zu Fuß ist, der sollte aber auch in der kalten Jahreszeit mal vorbeischauen.

Das ist dann wie bei Verwandten in der guten Stube. 😉

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Vorauseilender Gehorsam

MottenkisteHeute hat mich Reinhold mit seinem aktuellen Beitrag animiert, die Mottenkiste aufzumachen. Es geht deshalb um eine Geschichte, die bereits 10 oder mehr Jahre auf dem Buckel hat.

Ich war damals als „selbstvermietender Elektriker“ unterwegs und hatte öfter in München zu tun. Wohnen konnte ich in Dachau bei meinem Schwager, der Beamter der Münchner Polizei war.
An irgendeinem nicht mehr zu ermittelnden Tag war auf der Dachauer Straße nachmittags ein Stau, der sich gewaschen hatte!  Ich brauchte von der Einmündung der Gabelsberger Straße bis zum Übergang der Dachauer Straße in die Max-Born-Str. ca. 45 Minuten. Mein Entsetzen ob dieses Staus war aber an dessen Ende am größten! Hier nämlich entdeckte ich dessen Ursache: Die Dachauer Straße stößt rechtwinklig auf die Max-Born-Str. und diese Einmündung ist so gestaltet, daß etwa 95% aller Fahrzeuge auf zwei Spuren nach links abbiegen und die restlichen auf einer Spur nach rechts. Der Stau kam daher, daß direkt in der Mitte der Abzweigung – also genau vor der rechten der beiden Linksabbiegerspuren – ein infolge eines Unfalls liegengebliebener Hundefänger stand. Nahe bei diesem bewegte sich eine kleine Gruppe Polizisten, die mit der Unfallaufnahme beschäftigt waren. Was glaubt ihr nun, was die potentiellen Linksabbieger taten, denen nun die eine Spur blockiert war?! Sie fädelten sich einer nach dem anderen in die verbliebene Linksabbiegerspur ein!
Als ich den Punkt erreichte, an welchem sich die Dachauer Straße auf drei Spuren erweitert und ich die Situation erfaßt hatte, schwollen mir schlagartig die Halsschlagadern! Ich fragte mich spontan: „Wie bescheuert sind die Leute eigentlich?!“. Ich enterte sofort die rechte Spur, erreichte ungehindert die Einmündung und umkurvte das Unfallfahrzeug auf dem Weg nach links. Hinter mir bildete sich sofort eine Fahrzeugschlange, die es mir gleichtat.
Etwa 2 Stunden nach mir kam mein Schwager nach Hause und was erfahre ich von ihm: Genau an dieser Unfallstelle war er einer der aufnehmenden Beamten! Auf mein Unverständnis gegenüber dem Handeln der meisten Verkehrsteilnehmer meinte er, daß meine Handlungsweise in diesem Fall die einzig vorteilhafte und praktikable wäre, aber die Leute das nicht begriffen. Man müsse dies praktisch jedem einzelnen erklären und nach 10 bis 20 Fahrzeugen von neuem. Darauf hätten er und seine Kollegen überhaupt keinen Bock, weil sie nämlich an dieser Stelle konkret etwas anderes zu tun hätten.
Nach meiner ganz privaten Analyse ist dieses Verhalten der Leute wieder einmal eine typische Erscheinung von vorauseilendem Gehorsam. Diese herausragende Eigenschaft der Deutschen zusammen mit dem Hang zur Arschkriecherei hat schon die größten Katastrophen hervorgebracht, einschließlich der vergangenen deutschen Diktaturen!
Also dann:

Immer schön Unterwerfung üben, es könnte ja mal wieder notwendig werden!

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So ´ne und Sonne

Ich weiß nicht mehr, woher ich diesen Spruch habe: „Es gibt so ´ne und Sonne.“ Das meint nichts anderes als „solche und solche“. Das entstammt – glaube ich – einem sachsen-anhaltinischen Dialekt. Ich habe das für mich persönlich erweitert auf: “ Solche und Sonne“. Das soll heißen: „Es gibt welche, die lassen förmlich die Sonne scheinen und es gibt halt… solche!“
Gemeint sind in diesem Fall Kollegen, aber nicht Dresdener! Aber der Reihe nach. Fangen wir mal vorn an:
Der heutige Geschäftsgang war eher zum Einschlafen. Mein Umsatz gegen Mittag entsprach in keinster Weise dem, was man gemeinhin annehmen sollte. Bei der mittäglichen Krankenhaus-Anstelle kam leider nichts ordentliches heraus und so entschied ich mich, auf die Neustädter Seite zu wechseln. Nach allerlei Irrungen und Wirrungen landete ich am THP Hansa. Hier war nämlich eine interessante VB zu vergeben: „Englisch sprechend“, nichts weiter. Ich habe sie dann auch bekommen, aber…Hallo? Erst bla bla und dann „Barzahler“, wo ich mir dachte: „Na das hoffe ich doch!“ Den Apfel der Erkenntnis naschte ich dann am Abholort: Nachdem ich auf meine Englischtauglichkeit abgefragt wurde, fragte man mich: „Sie wissen, daß sie nach Prag fahren?“ Mmpff!!! Nein, wußte ich nicht, hätte ich aber eigentlich wissen sollen, denn es war bei der Bestellung angesagt worden. Jetzt allerdings habe ich mit mir gekämpft: Machst du´s, machst du´s nicht… Schließlich habe ich aber bestätigt, denn ehe ein anderer Kollege gefunden wäre und so weiter… Das konnte ich dem jungen Paar einfach nicht zumuten. Ich habe ja so ein weiches Herz! 😉
…daß ich ein Online-Navi benutze, wurde mir erst dann wieder schmerzhaft bewußt, als ich offline ging! Also dann halt auf die harte Tour, Stadtplan kaufen und nach Karte fahren. Was haben wir denn früher gemacht?! 🙂
Es war zwar nicht unproblematisch, aber es funktionierte. Auf dem Heimweg habe ich mich dann zwar gehörig verfranst, aber schließlich führen alle Wege nach Rom Dresden.
Was nun den/die eingangs erwähnten Kollegen anbetrifft, so war dies meine erste heutige Erfahrung in Prag: An einer Tankstelle entdeckte ich mehrere Prager Kollegen und näherte mich dem ersten mit der Frage, ob er eventuell deutsch oder englisch spräche. Seine Antwort deutete ich klar als „englisch“. Auf meine Bitte, mir den Weg zu beschreiben, erhielt ich in einem Englisch, welches einem Marsianer alle Ehre gemacht hätte nichts anderes als den Hinweis, mich von ihm zum Flughafen lotsen zu lassen. Das hatte ich natürlich erwartet und habe ihm deutlich gemacht, daß das so nicht läuft. Ich weiß nicht, was es so schwer macht, mir die Richtung zu geben! Jedenfalls war ich sofort von Prag bedient. Wenn ich das mit Dresden vergleiche, dann muß ich schon feststellen, daß man hier wahrscheinlich zu 99,9% Rat bekommen hätte(wenn vielleicht auch widerwillig 😉 ).
Was nun die Tatsache betrifft, daß man in einer weltbekannten Touristenstadt nicht einmal halbwegs englisch spricht, das…

…könnte von mir aus ruhig noch eine Weile so bleiben! 😉

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Sicherheit für Nagetiere

Das ist nun mal eine richtig gute Nachricht für übervorsichtige Nagetiere mit relativ langen Ohren: Die Nicht-Gurtpflicht für Taxi- und Mietwagenfahrer ist abgeschafft. Der Link zum entsprechenden Dokument folgt am Ende des Beitrages.
Ja und nun?! Nun haben wir den Salat! Die Gründe sind nicht von der Hand zu weisen, aber nerven tut das schon. Man müßte wirklich mal zählen, wieviele Male am Tag man als Taxifahrer nun den Gurt ein- und ausklinken muß. Hält das jemand durch, ohne am Rad zu drehen? Ich werd´s selber mal probieren, aber glaube nicht, daß ich einen Tag durchhalte.
Die Folge wird jedenfalls sein, daß ein Taxi in seinem kurzen Leben mehr als einen Fahrergurt „verarbeitet“. In einem Forum habe ich gelesen, daß jemand Silikonöl einsetzt. Das könnte dem Gurt wahrscheinlich zu längerem Leben verhelfen… Der Oberbekleidung allerdings weniger!
Also dann vorwärts zur Mode im Sicherheitsbereich:

Es lebe der Fransenlook für Gurte!

Anschnallpflicht ab 30.10.2014

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Monster

Heute nun ist… Nein! Nicht Halloween! Heute ist Reformationstag. Weiß das eigentlich hierzulande jemand? Was hingegen Halloween darstellt, kann man am besten hier nachlesen. Nirgendwo im Text steht da z.B geschrieben, daß man diesen Spuk nun unbedingt in Deutschland übernehmen müßte. Sei es, wie es sei: Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. …aber nicht auf Kosten Anderer! Deshalb habe ich auch heute eine ganze Horde Kinder (samt Müttern) aus dem Haus geschmissen – verbal natürlich! 🙂

Direkt zum Thema gepaßt hat auch eine Begebenheit bei meiner vorletzten heutigen Tour: Als ich vor dem AutohausGlöckner auf der Dohnaer Straße einen Fahrgast aufnehmen wollte, fuhr ich angesichts der leeren Tankstelle gleich in die Tankstellenausfahrt mit dem Gedanken: „Hier behinderst du im Moment keinen.“ Leider war das ein Trugschluß: Ich leistete mir einen der schlimmsten Fehler im Straßenverkehr, indem ich einem Radfahrer seine kerzengerade Spur verlegte. Mein Fahrgast und ich sahen ihn gleichzeitig nahen, woraufhin der Fahrgast sofort seine Lauf stoppte und den jungen Mann zwischen sich und dem Taxi durchwinkte. Zu spät: Er hatte sich schon auf seine Rache eingeschossen! Er schoß hinter mir auf die Fahrbahn, rauschte dicht an meiner Seite vorbei und hinterließ an meiner Seitenscheibe eine dicke, langgezogene „Aule“! (Bei Bedarf nachschlagen)
Nun war ja die Strecke bis zur nächsten Abzweigung noch lang, wodurch wir Gelegenheit hatten, Seit´ an Seit´fahrend einen kleinen Plausch zu machen. Wie nicht anders zu erwarten war seine Aktion natürlich nur allzu berechtigt, denn ich muß auch zugeben: Hätte ich wirklich genau hingesehen, wäre ich vielleicht 30cm weiter nach rechts gefahren.
Eines macht mir aber Angst: Wenn nun Spuckattacken bei regelwidrigem Verhalten gerechtfertigt sind, sähen etwa die Hälfte aller Radfahrer aus wie zweirädrige Schleimmonster!

Pfui Deibel!! Halloween läßt grüßen.

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Die Zeit wird knapp! Tariferhöhung?

Ich richte mich heute ausschließlich an meine Dresdner Kollegen, denn die Zeit bis zur Einführung des Mindestlohnes wird knapp und bis zur aktuellen Tariferhöhung wird sie noch knapper! Zu dieser nämlich gibt es äußerst differenzierte Meinungen. Der gegenwärtige Tarif ist demzufolge der einzige in den letzten Jahren, der von der Kundschaft akzeptiert wurde und deshalb auch etwas gebracht hat. Die kommende Tariferhöhung könnte diese Akzeptanz wieder zerstören.

Hier meine Ansicht zur Gesamtproblematik:
Normalerweise ist ein Verhältnis von 1 Taxi auf 1000 Einwohner ein gesundes Verhältnis. Dies gilt aber nur für Städte mit Einwohnern, die sich eines gesunden Einkommens erfreuen, was in Dresden (noch) nicht der Fall ist. Da wir nun leider den Leuten ihr Einkommen nicht erhöhen können, müssen wir zwangsläufig die Anzahl bzw. Verfügbarkeit der Taxen reduzieren. Das ist auch im Gespräch, indem angedacht wurde, die Fahrzeuge nicht mehr 2- bis 2,5fach zu besetzen, sondern nur einfach. Dieser eine Fahrer sollte seine Fahrzeiten so einteilen können, daß er die umsatzstarken Zeiten besetzt und damit einen Umsatz generiert, der ihm den Mindestlohn von 8,50 € garantiert. Unter diesen Voraussetzungen wären in der Summe zu jedem Zeitpunkt etwa 30 – 40% weniger Fahrzeuge auf der Straße. Nach allen Regeln der Mathematik bedeutet dies, daß sich der Gesamtumsatz deshalb auf genau diese 30 – 40% reduzierten Wagen verteilt, also jedes Fahrzeug mindestens 30% mehr Umsatz hat. Für mich z.B. bedeutet das, daß ich mit absoluter Sicherheit im mindestlohnsichernden Bereich landen würde… Und das war ja das Ziel! Wenn man nun noch eine Tariferhöhung macht, verstehe ich nicht deren Sinn. Man könnte ja vermuten, daß diese einen solchen Umsatzschub bringen soll, daß die Fahrzeuge auch weiterhin voll besetzt arbeiten können, aber das halte ich für einen gefährlichen Bumerang! Ich glaube wie gesagt nicht, daß sie im Verständnis der Kunden ankommt. Für diese Vermutung habe ich nämlich vor kurzem eine Bestätigung erhalten. Ein Freund von mir (Maler) etwa im selben Alter wie ich meinte, er könne es nicht verstehen, daß Leute, die „nur einfach so mit dem Auto herumfahren“, dasselbe Geld verdienen sollen wie andere, die erst eine langwierige Berufsausbildung hinter sich bringen mußten. Hieran sieht man, daß sich der normale Bürger eher rückwärts als vorwärts orientiert! Ich sähe es auch nicht ungern, daß Leute mit Berufsausbildung mehr verdienen als wir, aber dann bitte vorwärts! Dann muß man denen noch mehr Lohn geben! Es kann doch schließlich nicht sein, daß man das Lohngefüge aufgrund schlechter Wirtschaftsleistung – der Unternehmerschaft im Verein mit der Politik – im Keller regelt anstatt im Haus. Ganz abgesehen davon sitzen auf den Taxen neben Facharbeitern auch Leute, die studiert haben und aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Berufe nicht oder nicht mehr ausüben können. Sollen die etwa für die Unzulänglichkeit z.B. ihrer Gesundheit noch extra mit Lohnverzicht büßen?! Zum Beweis dessen muß ich gar nicht weit gehen: nur bis vor den Spiegel! Ich bin Elektriker, BMSR-Mechaniker, PC-Techniker und Technik-Informatiker und… habe eine marode Wirbelsäule, die mir die eine Hälfte und ein Alter, das mir die andere Hälfte der Berufe nimmt! Soll ich mich vielleicht erschießen, damit ich niemandem zur Last falle?!
Sei es also, wie es sei: Der Mindestlohn mußte kommen, aber die Tariferhöhung hätte man erstmal stecken lassen können.

Und nun, liebe Kollegen, bitte ich um eine rege Diskussion zu diesem Thema. Meine eigene Meinung ist da nur eine von vielleicht 2000! Denkt aber bitte daran, daß hier jeder mitlesen kann. Eine Umverlegung der Diskussion auf das Taxiforum Dresden würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Auch hier kann jeder anonym bleiben, der es will.
Und deshalb jetzt das Kommando:

FEUER FREI!

PS:     Wer zum ersten Mal kommentiert, den muß ich erst freischalten. Also bitte nicht unruhig werden, denn es geht nicht´s verloren.
Ich werde diesmal nur Meinungen sammeln und der Diskussion zuführen. Moderator werde ich diesmal nur in zweiter Linie sein.

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Unterstützende Mittel

Ich war heute nur mal ganz kurz zum Einkaufen draußen, aber selbst in diesen paar Minuten wurde ich nicht von Skurrilem verschont.
Nachdem ich aus dem REWE in Leuben rausfuhr, wollte ich eigentlich nach links, aber leider riß die Autoschlange von rechts nicht ab, sodaß ich mich für rechts entschied, um anschließend nach links in Richtung Lilienstraße abzubiegen. Da auch jetzt der Verkehrsstrom nicht abriß, fuhr ich so weit wie möglich nach links rüber, um wenigstens meinen Nachfolgeverkehr nicht aufzuhalten. Die Fahrbahn ist dort zum Glück sehr breit, was meinem Hintermann aber bei Weitem noch nicht reichte. Im Spiegel konnte ich erkennen, daß er beidseitig schon mindestens 20cm Platz hatte und sich trotzdem nicht entschließen konnte. Ich verstehe ihn aber, denn im Auto hat man mit einem breitkrempigen Hut wirklich eine sehr schlechte Sicht. Da ja eine Sichtbehinderung auch eine Art von Behinderung ist, sollte er vielleicht bei seiner Kasse unterstützende Mittel beantragen, wie es sie für fast jede Art von Behinderung gibt. Die würde ihm zwar erst einmal anraten, den Hut abzunehmen, aber er kann ja auch angewachsen sein, wenn man ihn nie abnimmt.
…Aber mir kommt da eine Idee:

Gibt es eigentlich ausgebildete Blindenhunde speziell für Autofahrer?

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Psychisch gestörter Radfahrer

Nein, nein, ich möchte hiermit nicht sagen, daß ich einen psychisch gestörten Radfahrer getroffen habe (gibt es sowas überhaupt???), sondern, daß ich einen Radfahrer traf, dessen Psyche ich gestört habe! Er fuhr friedlich vor sich hin und glaubte, allein auf der Welt zu sein, doch plötzlich… gab es mich! Wir beide fuhren auf der Dohnaer Straße stadteinwärts direkt auf die Cäcilienstraße (Hauptstr.) zu und mußten genau nebeneinander halten. Da stehen wir also Seite an Seite, so wie es auch immer aussieht, wenn ein PKW an einem Hindernis anhält und sich ein Radfahrer danebenschiebt. Quasi gleiche Konstellation war also hier. Jetzt aber dreht sich der Radfahrer mit einem beleidigten Gesicht zu mir um und erklärt in einem weinerlichen Tonfall, der zu diesem Gesicht paßte: „Muß das sein?!“ Während Fensteröffnung fragte ich natürlich: „Was?“ Zur Antwort kam es aber nicht mehr, da in diesem Moment die Straße frei war. Da er nun vor der Hauptstraße keine Richtungsänderung angezeigt hatte, war ich mir sicher, daß er entweder geradeaus oder nach rechts fährt, denn beides ist für Radfahrer in puncto Anzeigepflicht das Gleiche. Ich hatte Recht! Er wollte tatsächlich geradeaus! Das hinderte ihn aber nicht, den einen Meter stehenden Vorsprungs vor mir zu nutzen, um sich beim Anfahren sofort vor mich zu setzen! Hätte er nun ein Bike von oberhalb 40 PS unter dem Hintern, hätte ich auf übertriebener Sportsmann getippt, so allerdings war es in meinen Augen ´versuchter mittelbarer Suizid´. Schließlich konnte er ja nicht wissen, daß mein rechter Fuß immer schnell ist, sowohl auf dem Gas als auch auf der Bremse!
Zurück bleibt die Frage:

Hat er einen Therapeuten?!

PS: Vielleicht sollte ich anmerken, daß sich der Herr bereits weit innerhalb der Dreißiger befand?

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Gemüse

Im Taxigeschäft bezeichnet man eine Fahrt, die kaum der Mühe wert ist, als Gurke. Wenn man im Gemüsejargon bleibt, wäre vielleicht eine lohnende Fahrt eine… Melone? Ich glaube, das paßt! Dann muß ich also sagen: „13 Gurken enthalten auch den Saft von 6-7 Melonen! 🙂
Ich hatte also heute ein ganz paar Melonen und war nicht unzufrieden. Bei einem guten Ergebnis ist es um so erfrischender, wenn noch Spaß dazukommt. Der Spaß wird dann geradezu prophetisch, wenn sich Diskussionen im Taxi zeit- und themengleich decken mit Kommentaren in meinem Blog! 😉  : http://www.taxiblog-dresden.de/?p=2540&cpage=1#comment-1533.
Ich unterhielt mich heute mit 2 jungen Damen über meine Vorliebe, mit einem elektrisch angetriebenen Schlauchboot durch den Spreewald zu schippern, was jedoch den dortigen Vorschriften zuwiderlaufe. Begründet würde dies zumeist mit dem Wellenschlag, den Motorboote erzeugen. Ich beschwerte mich im Gespräch derart über diese Verbote, daß ich sagte, man wolle einfach nicht, daß ich mit meinem Boot, welches ja immerhin 5-8 km/h fahren kann, Wellenhöhen von 30-35 cm erzeuge, die das Ufer beeinträchtigen können. Eine der Damen stimmte mir zu, indem sie sagte, daß man in solchen Gebieten die Ufer schon schützen müsse. Das war zwar eine klare analytische Fehleinschätzung, aber… Sorry, ich kann im persönlichen Gespräch keine Smilies an meine Worte anfügen! Daß man mit einem Boot dieser Art bei dieser Geschwindigkeit nur Wellen bis vielleicht 20 mm erzeugen kann, war ihr genauso klar wie 35 cm!

Oh heilige Einfalt!

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Antworten

In meinem Beitrag vom 10.10.14 sprach ich die Dresdner Unfallforscher an, ob denn nicht endlich mal die gewonnenen Erkenntnisse in die konkrete Unfallverhütung einfließen. Gestern erhielt ich Antwort. In Teilen lautete sie, wie ich vermutet hatte, in anderen aber, wie ich es nicht gehofft hatte. Also: Die Ergebnisse der Forschungen darf jeder nutzen, der sie anfordert. Sehr wahrscheinlich wird das nicht kostenlos sein. Das Objekt arbeitet zwar nur kostendeckend, aber: hohe Kosten –> hohe Erlöse. Es kommt dabei schon was rein. Wie ist das nun mit der Unfallverhütung in Dresden(wo ja diese Studien betrieben werden!)? Hier könnte man ja schließlich direkt am „Punkt des Schmerzes“ ansetzen. Ich zitiere aus der Antwort von Herrn Dipl. Ing. Uli Uhlenhof, dem Bereichsleiter Unfalldatenerhebung der besagten Studie:

Die Stadt Dresden fühlt sich durch unsere Datensammlung schlichtweg überfordert. Bisherige Versuche unsererseits, gemeinsame Vorhaben anzugehen, sind allesamt erfolglos geblieben. Die Behörde bedient sich der durch sie selbst erstellten Statistiken und hat wenig Interesse an unfallverursachenden bzw. beeinflussenden Faktoren. Somit haben wir keinen Einblick in lokale Entscheidungen.

Aha, scheinbar ist in Dresden alles in Butter: „Wir schaffen uns lieber ein paar neue Blitzer an, statt Geld für Forschungsergebnisse auszugeben, die wir sowieso besser können!“

Einen greisen Amtsschimmel holt man eben nicht mal ´eben so´ aus dem Stall.

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Hast du Glück, dann hast du Glück!

Nach einem terminmäßig begründeten recht späten Beginn lief der Tag für mich heute so „LaLa“, quasi keine Highlights, aber auch keine „Gurken“. Kurz vor 15°° Uhr dann stellte ich mich am Hbf an, um den Schub um 15°° Uhr mitzunehmen. Dann aber kam die Anforderung: „GRT Raum Budapester“ und ich war weg: Weg mit 5 jungen russischen Erwachsenen zum Flughafen. Nun habe ich zwar 7 Jahre Russisch gelernt und hatte immer die Note „2“, aber: lang, lang ist´s her! Trotzdem schlugen die Wellen der Diskussion unterwegs(englisch) hoch. Das Thema waren Putin als Person und die Vorgänge in und um die Ukraine. Und wenn da einer glaubt, Deutschland sei das Land der Nationalisten, den hätte ich gern dabeihaben wollen!
Vom FH abfahrend kam die nächste Anforderung: GRT Liststraße. Bekommen und los: eine Reisebusheimbringung zu einem dreistelligen Festpreis! Na wenn das nichts ist. Wenn man solches Glück hat, kann man natürlich sein Heu in kürzester Zeit einfahren.

Aber auch nach dieser meiner letzten Fahrt verließ mich das Glück nicht! …ja gut, ich gebe zu, daß diese Sache etwas albern ist. Immerhin ist sie aber wahr und deshalb wird sie erwähnt:
Jeden Tag nach Dienst erledige ich in der Küche am Eßtisch meine Tagesabrechnung. Bevor ich dann meine Quittungen, Rechnungen und sonstige Daten zum Computer schleppe, mache ich mir noch den Spaß, mein Dienstportemonaie mit kühnem Schwung in die Ecke mit meinen Taxiutensilien zu befördern. Fast immer landet es punktgenau! Heute nun holte ich aus wie immer, warf und… die Mappe landete zielsicher 30 cm neben dem angestrebten Ziel auf der Ecke eines Postpaketes, wurde wieder hochgeschleudert und landete: Sanft angelehnt an meine Utensilien genau im Zielbereich! Tja, auch so geht´s. Woran man eben erkennt:

Hast du Glück, dann hast du Glück!

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Sport ist nicht immer Mord

Ich bin zwar nun selbst nicht mehr so der Obersportler, aber trotzdem bin ich dem Sport noch sehr verbunden. Die engste Verbindung habe ich dabei mit 2 bestimmten Sportarten. Die erste davon ist die Formel 1, denn sie liegt mir außerordentlich am Herzen. Aber auch Fußball ist mir sehr, sehr nahe. Er geht mir nämlich direkt ganz knapp am Arsch vorbei. Heute war nun beides angesagt: Formel 1 in Sotschi und deutsche Nationalmannschaft gegen Polen. Weil ich tagsüber unterwegs war, hatte ich mir die F1-Quali aufgenommen und auch angesehen, während ich mir das Anschauen des Fußballspiels dann doch geschenkt habe. Ich wollte einfach noch nicht so zeitig einschlafen.
Bei der Quali der Formel 1 war allerdings ein tüchtiger Aufreger dabei. In Q2 nämlich berichtete der Kommentator, daß Louis Hamilton nur deshalb eine recht schlechte Zeit gefahren sei, weil er wahrscheinlich unterwegs Verkehr hatte…
Louis, hallo! Geht´s noch?!

Hätte das nicht auch bis nach der Arbeit warten können?!!

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Immer wieder freitags…

…kommt die Bestätigung – dibidibidib – dib,
die wir kriegen jedes Wochenend,
wenn der Fahrer hinter´m Lenkrad pennt
und das Auto dann abbrennt.

Entschuldigt bitte, aber ich mußte heute mal ein Lied dichten. Unterlegen muß man es natürlich mit der Musik von „Immer wieder sonntags“ von Cindy& Bert. Was ist gemeint? Na klar, der allfreitägliche Wahnsinn, bei welchem ein riesiger Prozentsatz der Fahrzeugführer vergißt, was sie mal gelernt haben oder einfach die gegenwärtige Stimmung die Oberhand gewinnen läßt. Diese Stimmung ist nun aber mal an diesem Tag extrem schlecht. Der Grund ist ganz einfach. Jeder denkt: „Ich will doch in´s Wochenende und habe es eilig! Warum laßt ihr mich denn nicht fahren?! Ihr habt es doch bestimmt nicht eilig, oder?“
Woher diese freud´sche Fehlleistung kommt, weiß keiner. Genau deshalb kehrt sie immer wieder, genauso wie die Jahres- oder Tageszeiten wiederkehren… oder eben der Freitag.
An der TU Dresden gibt es eine Abteilung Verkehrsunfallforschung. Die befassen sich mit der Erfassung und Auswertung aller möglicher Daten über Verkehrsunfälle, aber ich zweifle an der Erfassung vorausgehender psychologischer Daten. Solange dies nicht geschieht, kann man die wirklichen Ursachen von Unfällen niemals ermitteln. Wahrscheinlich geht es darum aber gar nicht, sondern um Zuarbeit für die Autoindustrie, damit diese ihre Fahrzeuge sicherer machen kann. Daß man damit Geld verdienen kann, sei nur nebenbei erwähnt. Psychologische Betrachtungen würden vielleicht die Unfallzahlen mindern, bringen aber keine Rendite.
Deshalb wird es noch lange heißen:

„Fröhöliche Autos überall,
crashen auf der Straße,
dumpfer Knall“

Mein Gott, bin ich musikalisch!

 

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Glaubenskrise

Ja tatsächlich: in einer solchen befand ich mich heute zum Feierabend! Den ganzen Tag habe ich dafür gearbeitet, die Tücken und Wirrnisse des Dresdner Straßenverkehrs zu meistern und zugleich einen vernünftigen Umsatz zu erzielen. Ausgerechnet zum Feierabend wurde ich kalt erwischt: Ich glaube nun nicht mehr an die Kraft des Geistes in puncto Logik auf unseren Straßen.
Ich möchte hier erzählerisch skizzieren, wie ich zu dieser Einschätzung komme:

Ich fuhr auf der Reisstraße unter der Bahnunterführung hindurch, um dann nach links in die ´Str. d. 17. Juni´ abzubiegen. Mir gegenüber standen 3 Fahrzeuge, die den Plan gerade-gerade-rechts hatten(reihenfolgemäßig). Dumm war nur, daß der Verkehr auf besagter (Haupt-)Straße nicht abriß. Das heißt für den Profi: „Hier muß improvisiert werden!“ 5 Minuten Zeit für eine Kreuzung hat nämlich niemand. Deshalb habe ich in einer Situation, in der von mir aus rechts niemand und von links ein Rechtsabbieger kam, sofort die Kreuzung befahren und mich so aufgestellt, daß außer meinen Gegenübern niemand fahren konnte. Der erste davon war sehr flink, denn noch bevor ich meinen Aufstellungspunkt erreicht hatte, war er verschwunden: Spitze! Der Zweite war auch nicht faul und fuhr sofort auf die Kreuzung in der Form, den herannahenden Abbieger auch abbiegen zu lassen. Aber dieser…, ich meine diese war mit der Situation total überfordert: „Was macht nur dieses häßliche Taxi dort mitten auf der Straße und warum versucht der böse Mann von links, mich zu rammen?!“ Mit den vereinten Kräften vieler, vieler winkender Arme konnte sie dann doch bewegt werden, die Kreuzung zu passieren. Nun aber kam das letzte Problem. Es war ein Problem, was mir gegenüber nach rechts abbiegen wollte und es hatte lange Haare. Ich weiß wirklich nicht, was in diesem Problem vorging und wo es seine Augen hatte, jedenfalls habe ich es doch tatsächlich dank Lichthupe, sonstiger Hupe und gnadenvollem Winken meiner linken Hand dazu bewegen können, das zu tun, was es tun wollte: rechts abzubiegen. Inzwischen waren natürlich auch schon wieder mehrere Fahrzeuge auf der Hauptstraße vor Ort. Deshalb muß ich an dieser Stelle einmal in folgender Weise meckern: Mit Stümpern werden wir die Anforderungen des Straßenverkehrs in dieser Zeit und den kommenden Zeiten nicht bewältigen!
Bis hierhin trifft meine Kritik eigentlich nur Privatfahrer, da Berufsfahrer mehrheitlich so denken und handeln wie ich. Das sollte sich aber innerhalb von Minuten ändern! Ich fuhr nämlich nach dem ersteren Vorfall nur etwa 100 Meter bis zur nächsten Tankstelle. Diese war in diesem Moment voll besetzt und ich stellte mich deshalb in der für mich günstigsten Spur an. Nach kurzer Zeit wurde die vordere Säule meiner Spur frei. Da aber rechts noch ein Fahrzeug stand, kam ich nicht vorbei. Das war nicht so schlimm, denn ich konnte sehen, daß die junge Frau vor mir gerade beim Bezahlen war. Gerade in dem Augenblick, als rechts frei wird, kommt von draußen ein Krankenwagen des ASB, umkurvt mich und den Wagen der jungen Frau, rangiert sich ein und zwingt dadurch diese und mich zum Zurücksetzen. Schlicht genial gemacht, Herr Kollege! Dabei war der Herr bestimmt jenseits der 40! Daß ich für seinen 5-Sekunden-Gewinn im Endeffekt nochmals 3 Minuten warten mußte, weil er viel später bezahlte und die Spur blockierte, war nur noch der Zuckerguß auf der Schwachsinnstorte.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte kein Hirn! Dann müßte ich mich nicht ärgern und würde es selbst so machen!

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Es zerreißt mir das Herz!

Gerade in dem Augenblick, als ich Feierabend machen will, kommt über Textnachricht die Anfrage: „Suche Fz in Niedersedlitz“. Da ja ein „Absacker“ immer gern genommen wird, habe ich gleich auf Sprechanforderung geschaltet. Bevor diese allerdings angenommen wurde, erschien im Display: „Ecke Raum Bhf Niedersedlitz“. Dies bedeutet für den Eingeweihten: In der Gegend um den Bhf Niedersedlitz steht irgendwo ein Kunde an der Straße, der mitgenommen werden möchte. Mein sofortiges Drücken ersparte dann auch die „Erbettelung“ des Auftrags.
Und nun wird´s dramatisch: Es handelte sich um den Vater eines etwa 5-jährigen Sohnes, der den ganzen Tag mit Hilfe seines Wagens verschiedene Dinge erledigte und in dem Augenblick, als er seinen Sohn aus der Kita abholen sollte, auf die Mitarbeit ebendieses Wagens verzichten mußte. Er tat im Moment das Richtige, indem er den ADAC rief, um das Fahrzeug wieder flott zu machen. Schlecht war nur, daß der ADAC manchmal viel zu tun hat, sodaß der junge Mann mit der Abholung seines Sprößlings in Terminnot geriet. Um zu retten, was zu retten ist, bestellte er ein Taxi, um mit diesem zur Kita zu fahren. Das dumme war nur, daß gerade jetzt kein freies Taxi verfügbar war und die Zeit dadurch immer kürzer wurde. Aber endlich war ich ja nun da! Er sagte mir die Adresse des Kindergartens an und ich preschte los. Irgendwann wurde er dann unruhig und meinte, das könne nicht richtig sein. Allerdings war die Beschreibung, wie er selbst sonst immer fährt, etwas hanebüchen. Da seine Adresse ein Straßenname war, der einen Vornamen darstellte, könnte es auch leicht sein, daß die richtige Straße mit diesem Vornamen beginnt und auch einen Nachnamen hat. Das konnte er aber nicht sagen. Am Ende war es tatsächlich so.
Wer keine kleinen Kinder hat, der wird nicht wissen, daß eine Kita eine normale Öffnungszeit hat(hier bis 17:00 Uhr), sowie eine definierte Notfallzeit(hier bis 18:00 Uhr) für Fälle, wenn die Kinder nicht termingerecht abgeholt werden können. Bei Erreichen des Endes der Notfallzeit werden die Kinder ´von Amts wegen´ in´s Notfall-Kinderheim gebracht.
Als ich nun nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich die richtige Adresse hatte, konnten wir den Filius dann endlich 3 Minuten vor 18 Uhr in Empfang nehmen. Dieser erwies sich dann als ein sehr spitzbübischer und aufgeweckter Junge, der wahrscheinlich die Misere gar nicht so richtig mitbekommen hat.Auf der nachfolgenden Heimfahrt wurde der junge Mann von seiner Frau/Partnerin angerufen. Da der Mann das Handy auf Lautsprecher gestellt hatte, bekam ich die fragwürdige Ehre mitzubekommen, daß die Kindesmutter den besagten Vorfall kausal als letzten ´Stolperstein´ zur Trennung erklärte.
Ich war entsetzt! Natürlich weiß ich nicht, was diese Partnerschaft bis dahin schon ausgehalten hat, aber dieser Vorfall hat die Kausalität wahrlich nicht verdient. Der Mann liebt Frau und Kind wahrscheinlich abgöttisch, war aber mit der Situation total überfordert! Man sollte an dieser Stelle auch erwähnen, daß er nicht aus Deutschland stammt. Unsere Amtsgewohnheiten sind schließlich schwer zu durchschauen.
Darum möchte ich hier meinen Appell an die Kindesmutter richten:

Was bisher vorgefallen ist, weiß ich nicht und es geht mich auch nichts an. Ich bitte dich nur, deinen Partner nicht für verantwortungslos zu halten, denn er hat sich reingehängt wie ein Tier! Er war initiativ, aber überfordert. Folge dem Rat eines fast 60jährigen: Übernimm die Regie und führe ihn zu Höchstleistungen! 😉

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Ich hab´s doch schon immer gewußt!

Die Nicht-Taxitage wie der heutige Sonntag geben mir doch immer wieder Gelegenheit, mich mit Themen der Weltpolitik zu beschäftigen, wie z.B die Nachrichten der letzten Tage über die bürgerkriegsähnlichen Zustände in vielen Teilen der Welt.
Diese nun veranlaßten mich zu der obenstehenden Überschrift. Worum also geht es dabei?
Mitte der 80er Jahre arbeitete ich als Meß- & Regeltechniker im Heizkraftwerk Mitte in Dresden. Mit meinen Kollegen kam ich sehr gut aus, nur nicht mit dem „Kollektiv“. Das sind zwar dieselben Personen, aber eine völlig andere Gruppe. Diese Definition erschließt sich allerdings nur einem „Ossi“. 😉
Im „Kollektiv“ war ich so eine Art Störenfried. Es ist nämlich überaus störend, wenn eine Brigade um den Titel „Sozialistische Brigade“ ´kämpft´ und am Erreichen dieses Zieles nur durch solch ein subversives Element wie mich gehindert wird. Der Grund war schlicht und einfach die Tatsache, daß ich mich strikt weigerte, „Solimarken zu kleben“. Auch diesen Terminus kennt nur ein Ossi! Er bedeutet, daß man angesichts der Not in irgendeinem Teil der Welt zusätzlich zu seinem Gewerkschaftsbeitrag eine oder mehrere „Solimarken“ kauft, damit mit dem erlösten Geld diese Völker unterstützt werden können. Nun war es aber so, daß viele Menschen eine kleine Diskrepanz feststellten, nämlich zwischen der hiesigen landläufigen Meinung und der Meinung der Menschen im betroffenen Land. Wenn wir meinten: „Die Leute in dem Land hungern, also muß man ihnen Geld für Nahrungsmittel geben“, dann war derenMeinung: „Wir hungern nur, weil unsere Feinde(meist ein anderer Stamm oder Glaube) uns das Essen wegnehmen“. Deshalb kaufen sie sich kein Essen, sondern Waffen. Ich hatte aber nun mal keinen Bock darauf, Geld für Waffen zu geben. So wird man als Fast-Pazifist zum Feindbild.
Die USA z.B. sind da ganz anders. Sobald irgendwo auf der Welt ein Konflikt auftaucht, bei dem „Amerikanische Interessen“ berührt werden könnten, wird sofort eingegriffen. Falls dann die amerikanischen Interessen erlöschen oder sich sonstwelche Komplikationen ergeben, überläßt man das Feld dann den „Verbündeten“. Man sollte vielleicht besser sagen: Den vertraglich Geknebelten. Die sollen dann ihr eigenes Geld einsetzen, um die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. Egal, wie es kommt: Auf jeden Fall werden in die Krisengebiete Waffen ohne Ende geliefert, damit man wenigstens noch einen kleinen Nutzen davon hat.
Deshalb rufe ich alle Bürger auf:

Klebt Solimarken!

PS: Inzwischen bin ich ja wirtschaftlich gebildet(worden). 😛

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Verdoppelung

Der morgige Feiertag erzeugte schon heute merkwürdige Zustände. Normalerweise bewegt sich der Feierabendverkehr an Wochentagen zwischen 15 und 18 Uhr, dagegen freitags zwischen 12:30 und 16 Uhr. Heute allerdings begann er schon 12:30 und ebbte erst gegen 18:30 Uhr ab. Da stellt sich natürlich die Frage: Wo kommen all die Fahrzeuge her?! Schließlich fand ja ein doppelter Berufsverkehr statt! Auf diese Frage habe ich nur eine einzige klare Antwort: „Ich weiß es nicht!“ Ich kann mich nicht erinnern, jemals solche geballten „Rush-Hours“ erlebt zu haben. Man kann nur Vermutungen anstellen. Es könnte z.B. sein, daß sich viele Bewohner der gebrauchten Bundesländer extra zum Feiertag der Einheit Deutschlands zu uns aufgemacht haben, um sich mit uns erneut zu vereinigen… Also ich meine rein völkisch oder politisch oder was weiß ich! Oder ist es vielleicht wie früher, daß zum Tag der Republik begehrte Waren in die Läden gekarrt wurden, die man extra für diesen Zweck irgendwo in riesigen Lagern gehortet hatte?
Sei es, wie es sei, allen Wochenendautoheimfahrern rufe ich voller Inbrunst zu:

„Laßt bitte euer Auto zu Hause und fahrt irgendwie anders, vor allem, wenn ihr dem starken Verkehr mental nicht gewachsen seid.“

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Logik der Weltpolitik

Am vergangenen Sonnabend fand ich wieder einmal in meiner Lieblingszeitung ein besonderes Schmäckerchen:

Schaller

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 27.9.2014

Besser kann man Kindern die aktuelle Weltpolitik nicht erklären! Nur einer hat das alles schon vorausgesehen: Stanislaw Lem. In seiner Sammlung „Sterntagebücher“ behandelt eine Episode den kalten Krieg, wie er wirklich war! 😉
Hier ein Auszug aus WIKIPEDIA speziell zu dieser Episode:
Sechsundzwanzigste und letzte Reise: Tichy hört von den Mucken auf dem Planeten Meopsera, die eine außerordentliche Ähnlichkeit mit den Menschen haben sollen, und macht sich auf die Reise dorthin, ohne den genauen Kurs zu kennen. Als er versehentlich auf einer unbekannten Welt landet, findet er die Mucken doch seltsamer als gedacht. Sie behaupten, Merikaner zu sein, verehren eine Gottheit namens Ejbom und fürchten sich vor einem Feind namens Rascha. Natürlich stellt sich heraus, dass Tichy in den USA gelandet ist, mitten in der Atombombenhysterie, und er beendet seine Aufzeichnungen im Untersuchungsgefängnis. – Diese Persiflage auf den Kalten Krieg war lediglich in der ersten polnischen Ausgabe (1957) und der 1961 in der DDR erschienenen Übersetzung dieser Ausgabe enthalten. Lem ließ in den Vorworten späterer Ausgaben erklären, die 26. Reise habe sich als apokryph herausgestellt.

Die beschriebene DDR-Ausgabe von 1961 habe ich vor geraumer Zeit gelesen und mich gerade auch über diesen Teil scheckig gelacht. Ich wäre glücklich, wenn jemand dieses Buch noch besäße und es mir leihweise überlassen könnte. Die besagte Episode würde ich dann an dieser Stelle einfügen.
Auf jeden Fall kann man zum heutigen Thema „Waffen- und Kriegskunde“ nur fragen:

„Noch Fragen, liebe Kinder?“

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Privilegien

In dieser Woche habe ich Urlaub. Zwischen all der liegengebliebenen Arbeit, die jetzt zu erledigen ist, kann man natürlich zwischendurch auch mal wochentags ein bißchen rausfahren. Gesagt, getan: Ohne irgendeinen konkreten Plan zuckelten wir los und ließen das Auto und unsere Gedanken ihren Weg selbst finden. Logisch, daß dabei ab und zu eine „kurze Wende“ oder sonstige Spielereien stattfanden. Als dann nach dem x-sten Male jemand neben mir erneut deutlich Luft zog und ich ahnungslos fragte: „Was denn!!“, bekam ich als Antwort: „Du fährst wie ein Anfänger!“. Zuerst wollte ich natürlich lautstark prostituieren – oder wie das heißt – , aber dann kam mir blitzartig die Erkenntnis! Genau, das ist es! Es ist das Privileg des Anfängers, so zu fahren, wie es ihm gerade einfällt, ohne daß jemand ernsthaft böse mit ihm ist. Er muß nur sicherstellen, daß man auch den Anfänger in ihm deutlich erkennt.

Ab nächste Woche hefte ich mir ein großes „A“ hinten an´s Taxi, dann kann ich ungehindert nach meinem Gusto fahren. 😉

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Alles fit …

Von gestern gibt es noch zwei Nachträge, einen lustigen und einen unlustigen? Welchen wollt ihr zuerst hören?
Wie wunderbar, ihr habt den unlustigen gewählt(weil ja die einschlägigen Witze immer so verlaufen).
Also: Nachdem ich am Vormittag Fahrgäste zum Flughafen brachte, wollte ich mir das Anstehen auf der Platte als geschätzt 38ster sparen und fuhr deshalb nach Weixdorf( 3 VB´s, die erste 10min). Ich hatte zwar 0 Taxis angemeldet gesehen, aber als ich ankam, war schon ein Wagen da. Und zwar nicht erst seit Sekunden, denn der Fahrer schlief tief und fest! Für mich kam dann nur die dritte VB infrage, welche mich zu einer Pension in Weixdorf führte, von welchem aus ein Urlauberpärchen heimzufahren gedachte. Man habe auf einem Flohmarkt unbarmherzig zugeschlagen, weswegen man jetzt mit dem Taxi zur S-Bahn fahren müsse anstatt zu laufen. Bei „S-Bahn“ fiel mir natürlich der Bahnhof Klotzsche ein, der nur etwa 8-10 € entfernt ist, aber ich wurde eines besseren belehrt. Nachdem beide übereinstimmten, daß es auch in Weixdorf einen Haltepunkt gäbe und dieser sogar die Endhaltestelle wäre, stellten wir einhellig eine Diskrepanz zwischen den Begriffen „S-Bahn“ und „Straßenbahn“ fest. Es ging halt um die Endhaltestelle der Straßenbahn! Na klasse!!! Brachte immerhin 4,70 €. In der Zwischenzeit – so erfuhr ich später – brummte einen Kilometer weiter am Flughafen das Geschäft aber so richtig. Voller Erwartung spielte ich dann dort mit und erhielt eine wunderschöne Fahrt zur „Maskenbude“ – brachte herrliche 8,70 €! Also nichts wie zurück und noch mal nachwaschen. Tja, vor meiner Nase riß der Fahrgaststrom ab. Erst nach einer halben Stunde hatte ich das Glück, doch noch Leute zu erwischen, die erst noch etwas gegessen hatten. Die Fahrt in den Süden der Stadt können wir Taxis schnell bewältigen, besonders wenn wir von hinten Wynd ham. 😉
Und nun zum erheiternden Teil: Nachdem ich einen Fahrgast vom Arzt in die Nähe der „Schanze“ brachte, spielte man mir einen sehr ominösen Auftrag auf: Hebbelplatz; dann ein türkischer Name und „3 Männer“. Hebbelplatz war richtig, die 3 war falsch, denn es waren nur 2 und Männer waren es auch nicht, sondern nur 2 halbe, sprich Minderjährige. Kaum losgefahren zog der hinten sitzende sofort vom Leder: Wie angenehm es doch sei, wieder mal ordentlich und geregelt Taxi zu fahren, wo das doch in Istanbul so ganz anders sei. Dort hätten Ampeln und Schilder allenfalls Empfehlungscharakter. Ausgehend von den Berichten, daß in vielen Ländern Ausländer von einheimischen Taxifahrern besonders gern geschröpft werden, fragte ich den anderen, ob sie in Istanbul nun als In- oder Ausländer zählten. Die Antwort war ein schlecht verborgen deprimiertes „Ausländer!“.
Und dann kam das Highlight der Begegnung: Der offensichtlich jüngere der beiden fragte mich jovial: „Und, wie läuft´s sonst so?!“ Der Satz selbst gibt es nicht her, aber der Tonfall war derart hinreißend, daß ich beinahe laut losgelacht hätte. Sinngemäß fragt hier ein Mittelschüler einen Fast-Rentner:

„Ey Alter, alles fit im Schritt?!“

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Blitzer-Fake

Heute nun war in ganz Deutschland Blitzermarathon angesagt. Nicht, daß uns Taxifahrer das in irgendeiner Form tangieren würde. Schließlich fahren wir permanent ordentlich.
Ich habe aber Zweifel an diesem Blitzermarathon! Nach der Anzahl der vermeldeten teilnehmenden Beamten müßten ja in letzter Zeit Polizisten in Größenordnungen eingestellt worden sein. Außerdem wachsen auch die Blitzgeräte nicht auf Bäumen. Will man also die Blitzerdichte in einem definierten Gebiet exorbitant erhöhen, muß man sie woanders abbauen. Und genauso sehe ich die Funktionsweise des Blitzermarathons: In ausgewählten Bundesländern findet die Blitzorgie mithilfe geliehener Geräte und Beamter aus anderen Ländern statt. In den „leergeliehenen“ dagegen macht man nur Propaganda, um die Verkehrsteilnehmer zu verschrecken. Ich komme deshalb auf diese Idee, weil bei der letzten Aktion dieser Art in Sachsen überhaupt nichts stattfand. Es wurde dann in den Meldungen nur herumgeeiert, warum nicht. Diesmal wird es genauso sein. Ich habe heute nicht einen einzigen Blitzer gesehen oder von ihm gehört. Das gab es bisher in letzter Zeit nicht mehr. Da ich nun meist sage, was ich glaube und auch glaube, was ich sage, bin ich heute – sagen wir mal –

recht entspannt gefahren.

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Volksverdummung

Bei meinem heutigen Abendbrot habe ich mir wieder einmal Herrn Jauchs „Wer wird Millionär!“ reingezogen. Das ist meist sehr unterhaltsam, wofür schon der Moderator steht. Heute allerdings war ich von ihm und dem Redakteur entsetzt! Bei einer der höherpreisigen Fragen war eine Antwort: „Lohn-Preis-Spirale“. Mir war bei dieser Frage sofort klar, daß dies die Lösung ist. Leider ist dies eine Sprechblase, die von Bildzeitung bis Regierungskoalition und sogar bis in die Opposition immer wieder aufgepustet wird. Eines fällt nämlich sofort in´s Auge: Bei dem Begriff „Lohn-Preis-Spirale“ steht das Wort „Lohn“ vorn. Das soll suggerieren, daß die Lohnerhöhung als erstes kommt und erst danach und zwar explizit aus diesem Grund „die Preise erhöht werden müssen“. Daß das vollkommener Schwachsinn ist, weiß niemand besser als ausgerechnet diejenigen, die den besagten Begriff immer wieder kultivieren.
Wenn nämlich die Preise nicht erhöht würden(was sie immer werden), gäbe es gar keinen Grund für einen Tarifkampf. Ebenso kann ich mich an extra zur Gesundung der Wirtschaft beschlossene Nullrunden beim Lohn erinnern. Von Preiserhöhungs-Nullrunden weiß ich allerdings nichts.
Lohnerhöhung vor Preiserhöhung ist also eine glatte Lüge, und zwar eine ganz bewußte und gezielte. Traurig dabei ist die hohe Zahl derer, die darauf hereinfallen. Viele davon werden wahrscheinlich die CDU wählen… , oder gewählt haben.

Leider!

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Ab heute wird zurückgeschossen!

Sachte, sachte! Ich habe nicht die Absicht, an dieser Stelle den 3. Weltkrieg mit Hitlers Worten zur Eröffnung des zweiten zu eröffnen. Aber irgendwie muß man die Leute in ihrem Schwachsinn auch einmal dazu zwingen, Menschen zuzuhören, die sie ansonsten nicht als solche betrachten – den Taxifahrern!
Es gibt sehr viele Berufe auf dieser unserer schönen weiten Welt, aber keiner scheint mir mehr mißachtet als der des Taxifahrers! Mindestens jeder vierte Fahrgast fühlt sich dem Taxifahrer intellektuell haushoch überlegen. Leider ergeht es mir zum Beispiel andersherum nicht anders und der Zufall will es oft, daß sich die gegenseitige Unterschätzung perfekt im selben Moment trifft. Ich glaube, ich hätte sogar eine Erklärung für dieses Phänomen: Wer nämlich genau weiß, daß seine Fähigkeiten in seinem eigenen Metier eigentlich nicht ausreichen, um die Anforderungen zu erfüllen, der sucht sich eine ´Ersatzbefriedigung´, um seinen Drang nach Anerkennung bzw. die Kompensation des Fehlens dieser dadurch zu ersetzen, daß er andere ´niedermacht´. Dumm ist in diesem Fall nur, daß Taxifahrer kein Lehrberuf ist und viele meiner Kollegen Qualifikationen besitzen, die ihnen eine Tätigkeit mit doppeltem oder höherem Gehalt(auch im Verhältnis zum Fahrgast) ermöglichen würden…, wenn die Wirtschaft nicht so scheiße wäre! Deshalb ist eine Mißachtung des Taxifahrers nur deshalb kein Politikum, weil alle meine Kollegen seit Jahren mit dieser Tatsache vertraut sind und es an ihnen kalt abperlt.
Niemand muß aber Angst haben, von einem Taxifahrer zum Idioten abgestempelt zu werden, denn…

wir fahren kommentarlos jeden!

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Snobismus

Nachdem ich nun mit der Nachlese der sächsischen Landtagswahl „durch“ bin, bleibt wieder Zeit für´s Tagesgeschäft. So hatte ich vor einigen Tagen Gelegenheit, eine in Deutschland weit verbreitete Unart zu erleben.
Es gibt ja Leute, die sind einfach anders. Wenn man sie fragte, würden sie dies zumindest so angeben.Insgeheim meint man natürlich: : Besser“! Deshalb fliegt man im Urlaub auf keinen Fall nach „Malle“, denn da fliegt ja jeder Proll hin“. In diesem Fall müßte es dann schon Fuerteventura sein. Flögen viele nach Florida, dann flöge man selbst natürlich nach Australien und Urlaub in Indonesien würde z.B. durch Malaysia ersetzt. Man hat natürlich alles im Griff und kann die Leistungsfähigkeit beteiligter Dienstleister dementsprechend perfekt einschätzen. So weiß man auch genau, daß eine Taxifahrt von zuhause zum HBf exakt 20 Minuten dauert, plus 5 Minuten „Einsteigzeit“ ergibt dann die Bestellzeit für das Taxi, die natürlich infolge der Exaktheit außerhalb des Viertelstundenrasters liegt. 🙂
Dumm ist dann nur, wenn man die eigene Schnelligkeit nicht richtig einschätzen kann. So betrug dann die Verzögerung etwa 7 Minuten und man begann aus der Not heraus, mir quasi meinen Beruf zu erklären: Wo man halt um diese Zeit am besten durchkommt und was gar nicht geht und so weiter… und so fort. Ich habe mich deshalb entschlossen, ihrem Rat zu folgen in der Hoffnung, daß das so richtig in die Hosen geht. Leider war der von mir vorausgesagte Verkehr nur so stark, daß kurzzeitig Panik entstand und wir trotzdem rechtzeitig am Bahnhof ankamen. Diese ganze Serie von „Anleitungen“ erfolgte in einer Orgie von Überlegenheit ihrerseits, obwohl solcherlei Erfahrungen auf der Straße recht altersabhängig, weil Anzahlabhängig sind. Nun bin ich inzwischen 59 geworden und das Pärchen brachte es im Durchschnitt nur auf 45… Halt! Nein, das war jetzt falsch. Mal überlegen: Alter, Durchschnitt, Summe – genau! 45 war die Summe ihres Alters, nicht der Durchschnitt!

So viel also nur mal zum Thema: „Ei klüger als die Henne“ oder auch „Snobismus“ 😀

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Wahl in Sachsen – Fazit

Diese Wahl zeigt wieder einmal, daß mit Wischi-Waschi-Korrekturen keine Politik gemacht werden kann… nein sollte! Gemacht wird es nämlich! Sobald irgendwo Unzufriedenheit herrscht, wird irgendwo eine Mutti oder ein Vati ausgebuddelt, der die Kinderchen wieder schön auf Familienkurs bringt. Und wie im letzten Beitrag angeschnitten: Glaubt immer noch jemand, daß hierzulande die Legislative die Richtung vorgibt? Diese Aufgabe ist schon an die Lobbyisten vergeben!

Ich kann es nur immer und immer wieder betonen, daß uns nur diejenigen Parteien vorwärtsbringen können, die der Meinung sind, daß es Deutschland nur dann gutgeht, wenn es den Menschen gutgeht.

Die vielbeschworene Wirtschaft kann bestenfalls der Weg sein, aber nie das Ziel.

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Wahl in Sachsen #8 – Finale Furioso !

Damit wir hier endlich mal mit diesem Thema zu Stuhle kommen, habe ich die Zusammenfassung der restlichen Parteien CDU, SPD und LINKE beschlossen.
Fangen wir also mit der Linken an: Das ist für mich die einzige der drei, die meine Kardinalfrage mit „die Menschen“ beantworten würde. Deshalb ist sie von diesen dreien auch die einzig für mich wählbare, obwohl auch hier Multi-Kulti verehrt wird. Irgendeine Kröte muß man halt immer schlucken. Nicht wählbar ist sie natürlich für die meistenMenschen aus den gebrauchten Bundesländern, da ja Kommunisten Menschenfresser sind und gerade sie 40 Jahre unter ihnen  zu leiden hatten. Die Leute aus den neuen BL waren ja mehrheitlich alle Stasi und IM und Kommunisten und Gleichmacher und Kirchenflüchter und Adelsignoranten: Die hat das nicht tangiert!

Die SPD findet im Osten so gut wie nicht statt, denn für linke Positionen steht die Linke und für die Linie Schröder-Agenda2010 steht die CDU. Die ärgert sich bestimmt heute noch, daß sie nicht selbst auf diese Ideen des sozialen Kahlschlags gekommen ist! Deshalb vermute ich, daß die SPD eigentlich nur von Zugereisten aus dem Westen gewählt wurde bzw. von Ossis, die das schick fanden.

Die CDU hat nach meiner Wahlomat-Einschätzung genau die gleiche Prozentzahl wie die SPD! Ist das nicht erstaunlich?! Das heißt doch, daß sie eigentlich dasselbe oder dasselbe nicht macht wie die SPD, aber eben viel erfolgreicher! Woran liegt das? Hier könnten wir Ossi-IM´s uns mal so richtig bewähren, um herauszufinden in wessen Dunstkreis sich mehr Lobbyisten tummeln, bei CDU oder SPD!

Hat irgendjemand eine Idee?

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Wahl in Sachsen #7 – Piraten

Die Piraten nehmen in meinem Wahlomat-Ergebnis zwar immerhin die fünfte Stelle ein, aber irgendwie kann ich mit der Partei nichts mehr anfangen. Sie waren mal frisch und neu und wollten die Menschen über das Internet gewinnen, aber irgendwie scheint das vorbei zu sein. Was mich am meisten stört, ist ihr lautstarker Hang zu Multi-Kulti. Eigentlich liebe ich ja Multi-Kulti, nämlich wenn ich durch die Welt reise. Ich möchte dann nicht nur die Natur kennenlernen, sondern auch die Menschen und deren Kultur. Ich will damit sagen: Wenn ICH Multi-Kulti mache, weil ich hinfahre, ist das in Ordnung. Wenn es allerdings MIT MIR gemacht wird, weil die Leute alle hier sind, ist es das nicht mehr.

Deshalb wünsche ich mir eine Regierung, die dafür sorgt, daß ich für meine Arbeit so ordentlich bezahlt werde, daß ich mir aktives Multi-Kulti leisten kann!

PS: Sollte ich noch erwähnen, daß ich bis jetzt noch nie Gelegenheit hatte, fremdländische Kulturen in ihrem Heimatland zu erleben? Das liegt nicht etwa daran, daß ich Flugangst hätte, aber ich habe die berechtigte Angst, den Flug bezahlen zu müssen!

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Wahl in Sachsen #6 – Freie Wähler

Mein Wahlomat-Ergebnis bescheinigt den FW eine hohe Übereinstimmung mit meinen eigenen Wünschen. Dies bestätigt sich bei meiner Überprüfung ihrer Ziele, obwohl ich mich vorher nie mit ihnen beschäftigt hatte. Gleichwohl stelle ich einen Hang zur Vereinsmeierei fest. Das finde ich nicht unbedingt sachdienlich, denn wenn staatliche Aufgaben ausgelagert werden, kann sich dieser immer gut herausreden, falls es nicht wie gewünscht läuft.

Wenn die Freien Wähler an Profil zulegen könnten, sind sie durchaus eine Alternative zur Alternative. 😉

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Wahl in Sachsen #5 – Zwischenspiel

Dieser Artikel ist eine Übernahme aus Spiegel-Online vom 1.9.14

Dresden/Hamburg – Wer wählt eigentlich die AfD? Und welche Partei ist bei jungen Frauen besonders beliebt? Die Meinungsforscher von Infratest dimap haben im Auftrag der ARD die Stimmenverteilung in den einzelnen Wählergruppen analysiert (Stand: Montag, 9.44 Uhr). Hier sind die auffälligsten Ergebnisse.

Altersstruktur1. Altersgruppen
Die CDU hat in jeder Altersgruppe die meisten Stimmen geholt, besonders erfolgreich ist sie jedoch bei den Menschen jenseits der 60 Jahre (45 Prozent), während sie bei den 18-24-Jährigen lediglich 24 Prozent der Stimmen holte. Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) hingegen hat ihr stärkstes Ergebnis gerade in dieser jungen Altersgruppe (13 Prozent), ebenso die rechtsextreme NPD.

2. Berufe und Bildung
Die SPD hat ihren stärksten Wert bei den Beamten (19 Prozent). Besonders auffällig: Selbstständige wählen nach der CDU (45 Prozent) vor allem die AfD (15 Prozent). 2009 hatte noch die FDP bei dieser Klientel punkten können. Die CDU findet in jeder Berufsgruppe Zuspruch, ihr schwächstes Ergebnis hat sie bei den Arbeitslosen. Diese wiederum wählen vor allem die Linke, mit 28 Prozent hat die Partei den größten Zulauf bei Menschen ohne Beschäftigung. Die Christdemokraten werden besonders häufig von Menschen mit niedriger Bildung gewählt (46 Prozent). Auffällig: Bei der SPD (14), den Linken (20), der FDP (4) und den Grünen (10) sind es die hochgebildeten, die den größten Wähleranteil ausmachen. Die NPD hingegen kann bei diesen Menschen überhaupt nicht landen, sie kommt nur auf zwei Prozent an hochgebildeten Wählern.

3. Geschlecht
Die Grünen konnten vor allem bei Frauen im Alter von 18 bis 44 punkten, die NPD ist hingegen bei jungen Männern beliebt, ebenso die AfD. Die CDU kommt vor allem bei Frauen gut an – und hier besonders bei den älteren: Die Partei hat bei Wählerinnen einen Stimmenanteil von 42 Prozent (bei den über 60-Jährigen sogar 49), bei den Männern sind es hingegen 36 Prozent. Grüne und SPD werden ebenfalls öfter von Frauen als von Männern gewählt.

4. Stammwähler oder Kurzentschlossene

Die meisten Wähler in Sachsen hatten ihre Entscheidung bereits vor längerer Zeit gefällt (30 Prozent), 16 Prozent wählen eh „immer gleich“. Doch bemerkenswert viele Menschen im Freistaat haben sich erst am Wahltag für eine Partei entschieden (17 Prozent). Von den Kurzentschlossenen wählten die meisten für die Grünen (40 Prozent), gefolgt von der FDP (39) und der SPD (37). Die wenigsten Leute, die erst am Wahltag wussten, wo sie ihr Kreuz setzen wollten, gaben ihre Stimme der NDP (25 Prozent). Die Wähler der Rechtsextremen sind größtenteils Frühentscheider.

Diesen Beitrag habe ich zwischen die Analysen der Parteien eingeschoben, weil man daraus interessante Erkenntnisse gewinnen kann. Wer dem Link ganz oben folgt, sieht es noch besser.

Also auf zum Spiegel!

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Wahl in Sachsen #4 – Bürgerbewegung Pro Deutschland

Laut meinem Wahlomatergebnis ist das für mich deutlich die dritte Kraft, dumm nur, daß ich davon vorher nichts wußte. Es gibt hier logischerweise ein für mich sehr akzeptables Wahlprogramm mit klarer Linie, aber offensichtlich ein Informations- und/oder Akzeptanzproblem. Auch ich hatte sie überhaupt nicht auf dem Radar. Die Fakten haben mir zum Glück rechtgegeben, denn hätte ich sie gewählt, wäre meine Stimme in den Wind geschossen, so hat sie wenigstens jemand anderem geholfen.
Ich habe übrigens eine sehr interessante Idee, warum zum Beispiel diese Partei keinen großen Erfolg hatte, obwohl sie offensichtlich im Wahlprogramm ähnliche Ansichten vertrat wie NPD oder AfD. Der Grund ist einfach der, daß Medien und größere Parteien gegen sie keine Negativwerbung gestartet haben. Auf diese Weise wurden sie gar nicht wahrgenommen!

Im Namen der AfD also ein dreifach Hoch auf die CDU!

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Wahl in Sachsen #3 – NPD

Ja die NPD… ist das Haßobjekt der Nation – leider zu recht! Schreiten wir zur Analyse: Die NPD besetzt vorrangig nationale deutsche Themen. Dies tut z.B. die AfD auch und man muß beiden zugute halten, daß ihre Themen die Menschen betreffen und nicht die Wirtschaft. Das wäre also schon mal der richtige Ansatz, aber… Und das ist ein ganz großes ABER: Die NPD und ihre Mitglieder oder Sympathisanten machen sich viel zu sehr mit Adolf Hitler und dessen Regime gemein! Das geht gar nicht! Man kann doch nicht einem Gescheiterten hinterherweinen, der nicht aus Pech sondern aus – man kann sagen – Schwachsinn zur tragischen Figur wurde. Er war ein Mann, der es absolut nicht verdient hat, gerühmt zu werden. Abgesehen davon, daß er der halben Welt Tod und Verderben gebracht hat, sollte sich auch kein Deutscher mit ihm verbunden fühlen. Wer ist denn verantwortlich für den im Anschluß an den 2. Weltkrieg erfolgten „Technologietransfer“?! Glaubt etwa jemand, Russland oder die USA hätten irgendeine Kernwaffen- oder Raketentechnik oder die USA hätten Tarnkappenbomber ohne Deutschland? Das sind alles deutsche Erfindungen und die hat ihnen unser lieber Adolf durch seine Kriegführung alle schön auf dem Silbertablett serviert. Zu allem Überfluß wurde Deutschland auch flächenmäßig stark dezimiert und die dortige Bevölkerung verjagt. Das kann man den neuen Besitzern auch kaum verdenken, bis auf eventuelle Übergriffe natürlich.
Fazit ist also: Die NPD könnte man wählen, dafür müßte aber jeder Bezug zum Dritten Reich sowie jeder noch so kleine Furz in diese Richtung, aber auch die Ausübung von Gewalt gegen Ausländer heutzutage ein absolutes NoGo für diese Partei sein. Dafür sehe ich zum heutigen Zeitpunkt aber schwarz.
Interessant wäre es, zu wissen, ob die staatlichen Programme gegen Rechtsextremismus im Allgemeinen und die NPD im Besonderen dazu dienen sollen, daß diese nicht an die Schaltstellen der Macht gelangen oder aber, daß man selbst nicht von dort vertrieben wird.

Dies scheint mir nicht ganz klar.

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Wahl in Sachsen #2 – AfD

Wenn sich Parteien in ihrer Qualität daran messen, wieviel Zugewinn sie hatten, dann ist dies die beste Partei Sachsens. 😉
Als sie zur Wahl antrat, wurde sie mit Kübeln voll Mißtrauen überschüttet. Im Grund wurde sie in der Öffentlichkeit als getarnte rechtsextremistische Partei gebrandmarkt. Auch jetzt – nach einem Ergebnis von ca. 10% – wird sie noch verunglimpft. Dies empfinde ich als Versuch der „etablierten“ Parteien, einen ungeliebten Konkurrenten loszuwerden, der sie von den Fleischtöpfen fernhalten will. Vor allem die CDU will uns weismachen, daß nur sie allein „richtige“ Bürgerpolitik macht und alle anderen Parteien nur die Randgruppen vertreten. Wir werden uns das bei der Analyse der CDU noch mal ansehen.
Wie ich schon erwähnte, benutze ich seit ein paar Jahren stets den Wahlomat, selbst bei Wahlen, die mich nicht selbst betreffen. Das ist eine sehr interessante Einrichtung. Zeigt sie doch dem Wähler, welche Partei er „wirklich“ wählen würde, wenn es nur auf´s Wahlprogramm ankäme und nicht auf vorhergehende „Warnungen“ und Verleumdungen. Bei mir war es jedenfalls so! Ich habe vor dieser Wahl immer nur 8 Parteien miteinander verglichen, die ich mir vorab ausgesucht hatte. Selbstverständlich bin auch ich auf die Propaganda von den „No-Go“-Parteien hereingefallen und habe es dann dabei bewenden lassen. Diesmal habe ich es anders gemacht: Nach Beantwortung der 38 Fragen habe ich verglichen wie immer, dann aber die am schlechtesten abschneidende Partei durch eine andere ersetzt und zwar so lange, bis die zutreffendsten oben waren. Herausgekommen ist dabei das hier:

sachsenwahlUnd damit das Geschrei nicht gleich überhand nimmt, nur soviel: Ich habe taktisch gewählt und nicht so, wie ich sollte.
Unklar erscheint vielleicht manchem, warum SPD und CDU ganz unten sind. Da werden wohl die Fragen herauskristallisiert haben, wer für die Menschen und wer für die Wirtschaft arbeitet, gelle?! 😉
Unnötig zu erwähnen ist übrigens, welche Partei bei meinem Bäumchen-wechsel-dich Spiel als erste rausflog.

Und morgen kommt die nächste dran. 🙂

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Wahl in Sachsen #1 – FDP

Nach der heutigen Landtagswahl in Sachsen möchte ich mal den Versuch machen, die Ergebnisse der Parteien aus der Sicht der „Eingeborenen“ zu kommentieren. Deshalb die „#1“. Warum aber fange ich mit der FDP an?!  – Ganz klar, ich fange von hinten an!

Bei jeder Wahl, die ansteht, besuche ich als erstes den Wahlomaten im Internet. Seit es ihn gibt, gibt es auch eine Partei, die immer ganz hinten ist: die FDP. Ich habe eigentlich nichts gegen diese Partei, sondern bemitleide sie eigentlich, seit Mitte der neunziger der damalige Generalsekretär Werner Hoyer den Begriff „Partei der Besserverdienenden“ offen im Wahlkampf benutzte. Er wollte zwar damit eine frühere ironische Aussage Rudolph Scharpings konterkarieren, erreichte aber genau das Gegenteil. Seit genau dieser Zeit ging es mit der FDP konsequent bergab. Nun ist sie also auch in Sachsen im Tal angekommen. Wie konnte das nur passieren? – Holger Zastrow erklärt es uns: Bei der heutigen Wahlberichterstattung wurde er interviewt und erklärte, er könne sich das schlechte Ergebnis auch nicht so recht erklären, (Achtung, jetzt kommt´s!) wo doch seine Partei immer erfolgreich alles zur Stärkung der Wirtschaft unternommen habe!
Und nun wird´s kompliziert! Das mit der Stärkung der Wirtschaft merken wir uns mal. Nun stelle ich mal allen Lesern die Frage, die ich als einzige jedem Politiker stellen würde um zu erkennen, ob er für mich tauglich erscheint oder nicht:

„Deutschland geht es gut, wenn es A) der Wirtschaft gut geht oder B) den Menschen gutgeht. Antworten sie bitte nur mit A oder B!“

Na, haben alle ihre Wahl getroffen? 😉
Die FDP zumindest hat. Die Quittung hat sie heute erhalten. Aber auch aus anderen Parteien würde man mehrheitlich die Antwort A bekommen. Dies halte ich für grundfalsch, denn man könnte die Frage auch anders stellen: Wer oder was ist eigentlich Deutschland? Ist es das Volk oder ist es die Wirtschaft? Man muß doch erstmal feststellen, wo man überhaupt hinwill, bevor man den Weg dahin plant und dann beschreitet. Was wäre denn eine legale Endsituation für Antwort A: Die deutsche Wirtschaft brummt und beherrscht die ganze Welt. Dieses geschieht mit Hilfe von ausländischen Niedriglohnsklaven. Die deutschen Bewohner sind allesamt entweder verhungert oder ausgewandert. Antwort A sagt aber: „Deutschland geht es gut!“

Ich hoffe, daß es mir nie so gut geht, wie sich die FDP das vorstellt!

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Lust & Frust

Heute war bei uns in Dresden Schuleinführung! Das ist allemal ein Grund zur Freude, natürlich auch und vor allem für die kleinen Mäuse, die es betrifft. Nur um an dieser Freude zu partizipieren, bin ich heute entgegen meiner persönlichen Regel sonnabends in´s Taxi gestiegen. Ob nun alle Fahrten dieses Dienstes der Schuleinführung oblagen oder nicht, sei mal dahingestellt. Allerdings war der Umsatz so gut, daß er sogar für den im nächsten Jahr anliegenden Mindestlohn gereicht hätte, denn es waren exakt 25,70 €/h. Wie viele Stunden ich gefahren bin, sage ich euch aber nicht: Ääätsch!
Zurück zur Schuleinführung: Generell ist es ja so, daß zum Feiern Anlässe aller Art immer wieder sehr gern genommen werden. Auch wenn der Feieranlaß die Kleinen sind: Feiern wollen eigentlich nur die Großen. Selbst bei der Schuleinführung stören da die Kinder zu vorgerückter Stunde nur. Und wenn dann die Feierlaune auf dem Höhepunkt ist, dann lassen wir aber so richtig die Sau raus! Da reicht dann das Gegröle nicht mehr, dann muß Krawall auf höchster Ebene entstehen, und zwar sowohl akustisch als auch geografisch! Na, was wohl ist gemeint? Ganz klar, Krach in den oberen Luftschichten: Feuerwerk! In meiner „hörbaren“ Umgebung waren nun bestimmt um die 8 bis 10 Schuleinführungen. Was für ein Glück, daß sich nur eine Familie für vorgenannte Belustigung entschied. Man stelle sich vor, es wären alle 10 gewesen! Die Folge wäre eine Psychose, man sei in Syrien! Deshalb frage ich doch mal ganz provokatorisch: „Muß denn jeder immer und überall seine Nachbarn mit seiner Form von Spaß beglücken?!“. Ich zum Beispiel hätte Spaß an Furz-Wettbewerben. Um die Sache abzurunden, würde ich auch gern Buttersäure oder Schwefel-Wasserstoff-Gas einsetzen. Beides hat so ein ganz klein wenig den Touch von verfaultem Ei. Die Nachbarn hätten bestimmt Verständnis.

Es ist doch nur Spaß!

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Alles im grünen Bereich

Ich habe mich heute immer wieder mal leicht gewundert. Egoistisch sind Verkehrsteilnehmer eigentlich meistens, aber heute hatte ich das Gefühl, daß zur eigenen Vorteilsnahme irgendwie noch zusätzliche Nicklichkeiten angesagt waren. Die Anzeichen waren vielschichtig und ich kann sie selbst kaum wiedergeben ob der Masse und der Diffizilität der einzelnen Geschehnisse. Ein letztes dieser Art brachte mir dann aber die Erkenntnis:
Ich befuhr die Comeniusstraße Richtung Osten hinter einem PKW älterer Baureihe, als von rechts aus einer Ausfahrt ein anderer PKW „die Nase herausstreckte“. Aufgrund der Parksituation mußte er diese etwas länger machen, um überhaupt etwas zu sehen, hielt dann aber auch an. Der Wagen vor mir allerdings hatte alles im Blick und hatte auch den `Herauskommer´ rechtzeitig entdeckt. Normalerweise registriert man solche Situationen kaum, weil sie alltäglich sind. Was aber macht mein Vordermann: Er lenkt noch mal ein ganz klein wenig nach links, um so in direkter Linie auf das Vorderrad des „Kontrahenten“ zuzusteuern und beschreibt dann einen engen und perfekten Halbkreis um ihn herum. Wer die Straße kennt, der weiß, daß ihn bei diesem Manöver selbst ein LKW noch hätte überholen können! Er aber wollte seinem vermeintlichen Gegner mal so richtig zeigen, was er mit ihm für Probleme hatte. Irgendwie erinnerte mich das sehr stark an einen gewissen BMW.
So kam ich schließlich zu der Erkenntnis, daß der Zank unter Verkehrsteilnehmern mit der Zeit immer größer geworden ist… Doch halt!!! – Schlagartig wurde mir bewußt, daß heute Freitag ist! Freitags ist alles anders: Die Sonne ist sonniger, die Wolken sind wolkiger und der Verkehr ist verkehrter! Um es kurz zu machen: Freitags haben alle auf der Straße irgendwie einen an der Waffel. Bei dieser Erkenntnis angekommen konnte ich endlich wieder mental entspannen und alles genüßlich beobachten, denn

alles war wieder im grünen Bereich.

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Müllmann

Ich habe gerade mal wieder mein Spam-Fach und meinen Papierkorb durchgewühlt und muß wirklich sagen, „Manchmal fühle ich mich als Müllmann!“. Da liest man Kommentare, die vor schmalzigem Lob so überfließen, daß man glaubt, ohne Pfanne drunterzustellen geht es nicht mehr. Diese Kommentare sind ausschließlich in englisch verfaßt, weisen sich mit außerordentlich kryptischen Websites aus und geben noch kryptischere Mailadressen an. Diese Leute denken anscheinend, daß niemand einer Lobhudelei widerstehen kann und deshalb gierig lechzend den Links folgt…aber sagt mal ehrlich, Leute: Ist euch das nicht langsam selber zu blöd?! Hierbei weiß ich allerdings ganz genau, daß meine Anfrage die Adressaten niemals erreichen wird, denn die werden wohl selbst zum „eigenäugigen Lesen“ (herrlicher Begriff!) zu faul sein. Da ist es nun vielleicht dazu gekommen, daß mein Blog im Website-Ranking ein paar Stufen erklommen hat und schon hängen sich irgendwelche dubiosen Faulpelze unten dran. Wäre es eine Art zoologischer Symbiose, hätte ich ja nichts dagegen. Ich ließe mir gern als Gegenleistung die Maden aus der Lederhaut hacken! Aber ohne Gegenleistung? Nee Leute, dann versucht´s mal lieber mit richtiger Arbeit oder… mit Taxifahren!

Wir warten auf euch, liebe neue Kollegen!

PS: Ab nächstem Jahr gibt´s erst richtig Kohle!

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BMW – Schwanzgesteuert!

In Deutschland ist es nun mal Gesetz, daß die Führung eines Fahrzeuges unter Drogen jeglicher Art verboten ist. Dazu zählen Alkohol, Amphetamine, Opiate und… und…und! Alle Drogen?! Nein! Manche widerstehen bisher. Wie wäre es z.B. mit Adrenalin, ein sehr gefährlicher Stoff, denn er wirkt mitunter enthemmend oder als Aggressivum. Und noch einen Kandidaten haben wir: Testosteron! Dieses ist ein Hormon, daß der männliche Körper produziert und den betreffenden oftmals auch hinter´m Lenkrad zum Macho macht. Tja Leute, das sind nun Stoffe, die der Körper selbst herstellt und deren Verbot deshalb schwerfällt. Sind sie aber deshalb ungefährlicher?! Mitnichten!

Heute durfte ich aus nächster Nähe am Versuchsobjekt die Wirkung von Testosteron erleben. Ich setze beim geneigten Leser voraus, daß er die Wirkung besagten Hormons nicht nur auf das Gehirn des Fahrers, sondern auch auf andere Körperteile kennt. Und das kam so:

Ich befuhr um die Mittagszeit von der Bärensteiner kommend die Glashütter Straße Richtung Stadtmitte. Da die Brücke über den Blasewitz-Grunaer-Landgraben offenbar nicht mehr tragfähig ist(Wie so viele in Dresden außer der Waldschlößchenbrücke!), wurde sie auf eine Fahrzeugbreite eingeengt. Ich war nun kurz davor, mußte aber anhalten, weil mir ein PKW entgegenkam und in meiner Richtung Wartegebot herrschte. Als die Strecke wieder frei war, befand ich mich etwa 10 Meter vor der Brücke und überquerte sie mangels Gegenverkehrs sofort. Den BMW in einer Entfernung von etwa 50 m auf der anderen Seite hatte ich sehr wohl gesehen, ging aber davon aus, daß Verkehrsschilder aufgestellt wurden, um Unfälle zu vermeiden und nicht zum Bauchmiezeln gestörter Machos! Sonst müßte man ja beim Auftauchen eines Fahrzeuges am Horizont sofort die Segel reffen und Anker werfen, nur damit er sein Recht bekommt. Auf jeden Fall bekam der BMW-Fahrer bei meinem Anblick jenseits der Brücke sofort eine Erektion, was ihn in direkter Linie auf die Brückendurchfahrt losstürmen ließ. Unnötig zu erwähnen, daß er exorbitant seine Geschwindigkeit erhöhte, um mich tatsächlich noch im „strafbaren Bereich“ zu erwischen. 😉
Hätte ich kein Lenkrad im Wagen, wären wir natürlich auf der anderen Seite der Brücke zusammengeknallt, denn ein etwa 35jähriger BMW-Fahrer läßt sich doch von einem alten Sack im T5 nicht die Spur blockieren! Er hatte immerhin noch die Zeit, um mir mit einer vollkommen unschuldig fragenden Handbewegung anzudeuten, was um Gottes Willen ich in dem für ihn freigegebenen Territorium treibe.
Ich habe mich köstlich amüsiert, aber es blieben auch Fragen offen: Im Jahre 1990 war ich auch 35 Jahre alt und fuhr auch einen BMW(7er, nicht nur 5er! 😉 ), aber

war ich denn auch so bescheuert?!

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Frauen sind anders

Die heutige Situation hatten wir schon mal in diesem Artikel. Und trotzdem war alles anders!
Zuerst einmal war die betreffende Kreuzung diejenige von: Dammweg, Lößnitzstraße und Dr- Friedrich-Wolf-Straße. Als ich vom Bischofsweg her als zweiter in meiner Richtung dort eintraf, entstand folgende Situation: Vom NBF her eine Radfahrerin, von der Hansastraße her eine Autofahrerin, vor mir weiß ich nicht, links auch nicht. Man erinnere sich nochmals an den verlinkten Beitrag und dann geht es los:
Die mir entgegenkommende Radfahrerin scheint sehr resolut und erfahren und weiß, daß man in Fällen gleichrangiger allseitiger Begegnung seinen rechten Nebenmann(frau) durchwinkt, wodurch dieser Knoten gelöst wird, weil man dann selbst als Zweiter… und so weiter. Genau so hat sie es dann gemacht… Merkwürdig war nur, daß ihre durchgewunkene rechte Nebenfrau auch meine rechte Nebenfrau war, nämlich die aus Richtung Hansastraße. Als diese nun die Kreuzung überquert hatte, folgte nun regelsicher… die Radfahrerin! Nach meiner Beurteilung wäre sie zwar die letzte gewesen, aber wer hört schon auf mich?! 😉
Nun könnte man ja argumentieren: „Kein Wunder, denn Frauen können meistens nicht rechts und links auseinanderhalten!“, aber das halte ich für übertrieben. Jeder weiß doch:

Frauen sind anders!

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Mister Makaber

Nachdem der heutige Tag im Prinzip so tot war, wie die Ferienzeit immer ist, hatte ich mich am Nachmittag dann doch als sich mühsam ernährendes Eichhörnchen in den Umsatzbereich vorgearbeitet, der eine Heimfahrt in absehbarer Zeit erlaubt. Als ich gegen 15°° Uhr glaubte, an der „Frieda“ zu versacken, hatte ich doch noch das Glück einer etwas weiteren Tour. Ich hatte mir eine Fahrt der ´SZ-Leserreisen´ gehackt: 6 Personen, Festpreis. Die Personen waren 3 Ehepaare und die Fahrt ging über Arnsdorf nach Bischofswerda. Logischerweise führte die Strecke über die Radeberger Landstraße quer durch die Dresdner Heide. Ich kündigte deshalb an, daß wir gleich die Organspenderallee benutzen würden. Auf die erstaunten Nachfragen erklärte ich, daß man dies an den vielen Kreuzen erkennen könne, die die Strecke säumen. Fälschlicherweise verwechseln viele Freunde und Angehörige von tödlich Verunglückten die Straße mit einem Friedhof. Gräber waren ja mal – ganz, ganz früher – dazu gedacht, die Körper Verstorbener aufzunehmen und den Trauernden einen örtlichen Punkt der Trauer zu geben. Nun hat es sich also durchgesetzt, daß es zwei Erinnerungspunkte gibt, was eigentlich nicht einzusehen ist. Man kann dieses Problem nun auf zwei Arten lösen: Entweder man bringt die sterblichen Überreste wieder auf einen Friedhof und trauert dort, oder man trauert an der Unfallstelle, die man ja sowieso schon zum Friedhof umfunktioniert hat. Dann allerdings müßte man konsequenterweise auch die sterbliche Hülle am Ort lassen. Das hätte im Falle der Radeberger Landstraße auch den Vorteil, daß vielleicht die Wölfe wieder in die Heide zurückfinden…
Hier war es nun interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Männer und Frauen auf diesen meinen – zugegebenermaßen etwas makabren – Witz reagierten. 😉
Die Frauen waren still bis entsetzt, während die Männer in sich hineinkicherten. Man machte mir weiblicherseits Vorhaltungen, daß man damit keine Witze mache, aber ich wandte ein, daß eigentlich stets nur die giftigsten, versautesten oder makabersten Witze richtig „zünden“. Man frage doch bitte mal bei Ingo Appelt und Kollegen nach…
Diese würden uns dann erklären, daß ja Witze meist nicht zum Selbstzweck existieren, sondern auch Mißstände aufgreifen sollen und somit eine regulierende Funktion erfüllen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn sich jemand, der meinen o.a. Witz auch sch… lecht findet, sich wenigstens in seinem eigenen Umfeld dafür einsetzt, daß unsere Umwelt nicht zum Friedhof verkommt?!

Mir würde doch glatt die Munition für meine Witze abhanden kommen!

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Der Bittsteller

Der heutige Tag mit wunderschönem Sonnenschein, aber relativ niedrigen(ca. 20°C) Temperaturen bringt drastisch zum Ausdruck, daß es zwar in diesem Jahr noch viele schöne Tage geben wird, sich aber der Herbst unweigerlich ankündigt. Dieses nun treibt mich in eine besondere Form der „Torschlußpanik“. Ich fürchte nämlich, in diesem Jahr meine Vorlieben nicht mehr so richtig ausleben zu können… Ja, ja, ihr habt ja recht: Erst den großen Macker markieren und dann irgendwelche profanen Dinge verkünden, das kennt ihr ja von mir.
Na gut, ich geb´s zu, es geht hier eigentlich nur um die Angst, in diesem Jahr nicht mehr mit dem Schlauchboot fahren zu können und dies nur deshalb, weil es mir an (elektrischem) Antrieb fehlt.
Ich flehe deshalb hiermit alle an, die mir einen oder gar 2 Akkus von 12V und ab 100 Ah zum Schrottpreis verkaufen können, sich zu melden. Schrottpreis deshalb, weil es Starterbatterien sein dürfen, die nicht mehr starten. Einzige Bedingung ist, daß sie keinen Plattenschluß haben. Ansonsten sind sie für meinen Bootsmotor noch perfekt.

Bitte helft mir!

PS: Besagter Akku muß natürlich ein wartungsfreier sein, damit keine Säure auslaufen kann.

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Ich bin der King!

Falls ich es nicht schon längst getan habe, möchte ich hiermit meine Meinung untermauern, daß nur etwa 30% des Themenfeldes „Führen eines Fahrzeuges“ mit Wissen und Können zu tun haben. Die restlichen 70% werden vom Charakter der jeweiligen Person bestimmt. Dies ist z.B. auch der Grund, weshalb es auf die Frage: „Fahren Männer oder Frauen besser?“ niemals eine eindeutige Antwort geben wird. Unter „Fahren können“ wird nämlich beidseits etwas völlig anderes verstanden.
In der heutigen Mittagszeit nun konnte man eine sehr deutliche Wortmeldung eines „Charakters“ wahrnehmen. Sie war deshalb so deutlich, weil der sich zu Wort meldende absolut schlecht drauf war. Und das kam so:Während wir an der Frieda auf die Ausgabe der Dialysefahrten warteten, näherten sich ein Autokran und ein nachfolgender Tieflader mit aufgelegtem Strommast. Weil sie nun in das der Frieda gegenüberliegende Baugebiet wollten, gab es einen kurzen Stau wegen des Tor-Aufschließens. Diesen Stau bildeten: Der Kran, der Tieflader, ein Transporter der DREWAG oder einer anderen städtischen oder halbstädtischen Firma, ein dunkler Van und ein Kollege, der gerade eine Dialysefahrt erhalten hatte. Da nun der Transporter und der Van schön brav abwarteten, bis sich beide Brummis endlich glücklich in´s Grundstück gequält hatten, haben Taxifahrer meist nicht die Zeit zur beschaulichen Betrachtung der Umwelt, weswegen der Kollege auch stracks zur Tat schritt und an Van, Transporter und LKW´s seinen Weg mit einem mehrfachen Vorbeifahr-(nicht Überhol-!) Vorgang fortsetzte. Hier hatte er allerdings die Rechnung ohne den Transporter gemacht! Der startete augenblicklich ein derartiges Hupkonzert, daß man hätte glauben können, eine Gruppe Kinder sei unter die Räder gekommen! Als der Tieflader endlich weg war und der Transporter freie Fahrt hatte, traf er plötzlich schon wieder auf unseren Kollegen, der gerade nach links in die Vorwerkstraße abbiegen wollte, aber auf Gegenverkehr warten mußte. Auch hier wieder entblödete sich der Transporterfahrer nicht, dem abbiegenden Kollegen noch ein anklagendes „Määäp-Määäp“ hinterherzuschicken.
Nun fragt man sich doch: Was hat dieser Mann für Probleme? Denn wenn ich hinter einem abbiegenden Fahrzeug warte, anstatt vorbeizufahren, habe ich offenbar Zeit. Dies ist ja bei öffentlichkeitsnahen Firmen nun nicht sooo sehr verwunderlich. Verwunderlich ist dann aber, wenn man sich offenbar über Leute erregt, die nicht so viel Zeit haben, weil sie auch ein paar Pfennige verdienen müssen. Dies alles zusammen klingt dann so nach der Meinung: „Wenn ich warte, hast du das gefälligst auch zu tun!“, denn

„Ich bin der King!“

PS: Ich empfehle Realitätstraining für Fahrzeugführer öffentlich-rechtlicher Firmen.

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Freundlichkeit ist keine Hexerei

Es ist unbestritten: Frauen sind die weitaus freundlicheren und zuvorkommenderen Autofahrer! Heute wieder durfte ich das erleben: Ich befuhr vom Hauptbahnhof kommend die Hohe Straße an der Kreuzung mit der Schweizer Straße. Wer diese Ecke kennt, der weiß, daß die Straßen komplett zugeparkt sind, so daß links und rechts eines durchfahrenden Fahrzeugs jeweils weniger als 50cm Platz bleiben. An besagter Kreuzung nun begegnete mir in Gegenrichtung eine junge Frau mit der Absicht, nach links abzubiegen, während ich geradeaus wollte. Auf mein Zögern hin versuchte sie massiv, mich zum Wahrnehmen meines Vorfahrtsrechtes zu animieren… Wie gesagt, sie bot mir beidseits 50 cm Spielraum!
Aus irgendeinem Grund gab ich ihr dann durch Zeichen zu verstehen, vor mir abzubiegen. Nach einer Weile nahm sie das Angebot auch an.

Ach Gottchen, sie war ja so nett!

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Wer ohne Sünde ist, …

Falschparker am Taxistand sind ja nun schon fast zum Standard geworden. Es ist ja auch kein Wunder, denn ich habe noch nie erlebt, daß diese abgestraft worden wären. Die Politessen – also die Stadt – haben irgendwie kein Interesse an einer Ahndung dieses Deliktes. Wahrscheinlich darf sich an den Arbeitsplatz des Ordnungsamtschefs auch jeder x-beliebige setzen(man müßte das direkt mal ausprobieren).
Der heutige Falschparker am Weißen Adler schlug allerdings irgendwie aus der Art:

2014-08-14 10.27.56Auffällig war das einsame „Q“ hinter dem „DD“, sowie die seltsame, mit einer schwarzen Plane abgedeckte Konstruktion im hinteren Bereich. Unterhalb dieser konnte man noch einen relativ starken Batteriesatz erkennen. Sollte das etwa…?!
Ich wartete also sehr interessiert auf den/die Eigentümer. Sie stellten sich als ein Polizeibeamter und ein Herr in Zivil heraus. Ich fragte sie natürlich sofort, ob dieses vielleicht eines unserer meistgeliebten Autos sei, worauf sie mit einem Lächeln antworteten, sie würden das Fahrzeug gar nicht kennen. Wahnwitzig witzig! Auf meine Frage, ob sie denn wenigstens wüßten, wo sie geparkt haben, kam dann auch nur Herum-Eierei. Jedenfalls nahmen sie das Ganze nicht sooo bierernst. – Wat´n Wunder auch, wo sie doch aus dem eigenen Hause wissen, daß die Sache nicht geahndet wird! 🙂
Laßt uns also für Gerechtigkeit sorgen, indem andere Verfehlungen ebenfalls nicht geahndet werden. Merkt euch dieses Fahrzeug sehr genau und grüßt es jedesmal, wenn es am Straßenrand steht, ganz einfach durch leichtes Lupfen des rechten Fußes. Laut Erzählung meines nächsten Fahrgastes soll speziell dieses Fahrzeug meist im Dresdner Osten tätig sein, als da sind: Oberpoyritz, Pillnitz, Bühlau, Wachwitz und andere Lokalitäten in dieser Ecke.

…der werfe den ersten Stein!

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Der nahe Osten ist wirklich nahe

Es scheint, ich hatte heute meinen Nahost-Tag. Nachdem ich am Vormittag Kundschaft zum Flughafen gebracht hatte, war mir die ´Platte´ zu voll, weswegen ich beschloß, das Angebot eines 7-Sitzers bei Infineon zu nutzen. Dieser erwies sich dann als 7köpfige kuwaitische Familie, die in ein anderes Hotel umzog – bis dahin also alles richtig gemacht! Es sollte aber noch viel besser kommen. Wir kamen gut ins Gespräch und ich erfuhr, daß man auch und vor allem den Kindern etwas bieten wolle, was sie so zu Hause nicht bekommen können. Die Rede war z.B. von Belantis! Offenbar machte ich auf den Familienvater einen vertrauenerweckenden Eindruck, weswegen er mich um meinen Vornamen und meine Telefonnummer bat. Sollte etwa tatsächlich eines dieser orientalischen Märchen, von denen Reinhold immer erzählt, auch für mich wahr werden…?
Sei´s drum! Jedenfalls habe ich gleich noch das Remmi-Demmi-Land in Bannewitz empfohlen. Die nächsten Tage werden vielleicht einigen Spaß bringen.
Nachdem ich die Familie im neuen Hotel abgeliefert hatte, fuhr ich direkt zum Hilton, meldete mich als dritter an und… quittierte den Auftrag —> Hilton, 5 Personen, Kind-1, 2x Kind-2! Und siehe da, auch dies war eine Familie aus dem nahen Osten – aus Israel.
Ich weiß nun zwar einiges um die derzeitigen Vorgänge dort, aber ich kann nicht beurteilen, ob ich beim Zusammentreffen beider Familien eine Splitterschutzweste hätte anlegen müssen. 😉
– Das war zwar nur ein böser Witz, aber ihr wißt ja: Ich mache das so gerne! Sollten allerdings weniger sympathische Menschen aus Nahost als die beschriebenen ihre Streitigkeiten auch in Deutschland austragen wollen, könnten wir ja ganz leicht gegenhalten und unsere alljährlichen Steuerdiskussionen auch auf den Tempelberg von Jerusalem verlagern!

Wäre das nicht echtes Multi-Kulti?!

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Das erste Mal

Es ist unglaublich, aber wahr: Ich hatte heute mit einer jungen Frau (gerade „abituriert“) ihr erstes Mal! Man könnte einwenden, daß das ja nun nicht unbedingt mit einem alten Sack wie mir hätte sein müssen, aber ich setze dagegen, daß das gerade richtig war, denn ich habe das schon viel öfter gemacht als viele andere unserer Kollegen. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muß ich sagen, daß es Kollegen gibt, die es noch nie getan haben.
…Aber ich will von vorn beginnen: Am heutigen Nachmittag stand ich am Riegelplatz auf eine Vorbestellung mit Kreditkarte. Die Wartezeit war noch recht lang, aber Kreditkarte riecht immer irgendwie nach Flughafen. Zur Übergabezeit erhielt ich eine Adresse in Kaditz. Die Kundschaft war… besagte junge Frau. Leider wollte sie gar nicht zum Flughafen, sondern – haltet mich fest – zum Bahnhof Radebeul-Ost! Wir haben uns unterwegs sehr nett unterhalten und wahrscheinlich war auch ich ihr sympathisch. Bei der Ankunft am Bahnhof dann ist es passiert… Ich habe natürlich sehr vorsichtig und gefühlvoll agiert und irgendwann war es so weit: Sie hatte das erste Mal in ihrem Leben mit ihrer eigenen Kreditkarte bezahlt! Ist das nicht ergreifend?! Und wie das nun bei einem ersten Mal immer ist, sollten doch alle Beteiligten glücklich werden.

Bei einem Zahlbetrag von 7,20 € hoffe ich doch, daß wenigstens sie Erfüllung fand.

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„Sind sie nicht zu früh hier?!“

So langsam kriege ich die Krise! Ich habe das Gefühl, alle Kunden, die ihre Fahrt vorbestellten, haben dies zum allerersten Mal getan. Jedesmal nämlich höre ich den in der Überschrift erwähnten Satz. Wenn sie das nämlich schon mehrfach getan hätten, dann wüßten sie schließlich, daß Vorbestellungen immer 15 Minuten vor der Zeit ausgelöst werden. Ein umsatzorientierter Fahrer fährt natürlich sofort hin und meldet sich an. Meistens ist der Kunde auch schon bereit und kommt heraus. Nun stehe ich also vor der Frage, ob alle bisherigen dort vorstellig gewordenen Kollegen keine umsatzorientierten waren und erst nach Erreichen der Zielzeit vorfuhren oder ob sie noch nie einem Kunden die beschriebene Vermittlungsweise erklärt haben. Sonst müßten das die Kunden ja irgendwann „gefressen“ haben.
Nun kenne ich aber die Handhabung zeitiger vermittelter Vorbestellungen seit mindestens 10 Jahren! Bin ich denn der Einzige, der dies den Leuten erklärt oder (was ich für unmöglich halte) sind die alle zu doof, sich das zu merken?!

Bitte, Leute, treibt mich nicht in den Wahnsinn!

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Urgestein

Heute konnte ich wieder einmal meine Liste prominenter Personen erweitern. Dies geschah, als ich einen Auftrag in einem Dresdner Stadtgebiet erhielt, der 5 Personen zum Flughafen bringen sollte. Besagter Prominenter war:

Ede…er hier!
Auch wenn ihn in ganz Deutschland nicht alle kennen, so kennen ihn doch im Osten Deutschlands fast alle: Ede Geier. Die Auswahl des Bildes ist nicht zufällig, denn von ihm gibt es auch Bilder von Ausrastern bis kurz vor dem Wahnsinn. So wie hier habe ich ihn aber heute erlebt.

Also dann, Ede: Schönen Urlaub und komm frisch und munter wieder!

PS: Bei der Umfeldrecherche zu diesem Beitrag bin ich auf einer Seite gelandet, auf der ich dann Minute um Minute verweilt habe und literweise Lachtränen vergossen habe. Es handelte sich um eine Seite, die stilblütenartige Aussprüche aus dem Fußballgeschäft bot. Es war diese hier.

 

 

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Ungeplante Taxikundschaft

Manchmal haben ja Taxis Kundschaft, die sie nicht erwartet hatten. Und manchmal hat auch die Kundschaft nicht erwartet, Kundschaft zu sein, so wie z.B. bei dieser Geschichte aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 5.8.14:LuxemburgIch bin ansonsten eigentlich für Steuergerechtigkeit und müßte eher dafür plädieren, daß dem Manne der heiße Atem der Gesetzlichkeit in´s Gesicht bläst, aber…
In diesem Falle aber bin ich dafür, ihm sein Geld zu lassen, denn er wird wahrscheinlich jeden Cent für den Arzt brauchen!

Weiß irgendjemand nicht, welches Fachgebiet der Medizin ich meine?

 

 

 

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Kindsköpfe

Ganz genau diesen Titel muß ich heute vergeben. Diesen haben sich zwei Männer verdient – einer jünger als der andere.
Der jüngere von beiden kam zuerst:
Wenn man mit einem PKW (oder Kleinbus) an einer roten Ampel steht, kommt es oft vor, daß sich in der Mitte der zumeist 2 Spuren Biker nach vorn „schleichen“, um bei Grün „weg“ zu sein. Ich finde das nicht beklagenswert, sondern im Gegenteil klasse… , wenn man mit dem richtigen Material anrückt! Gegen meinen mit 100 PS befeuerten T5 genügt gewiß eine standardmäßige 150er Maschine, um mir zu entfleuchen. Selbst ein S50 von Simson, das mit nur einer Person besetzt ist, hat noch gute Chancen zum Davonkommen. – Muß man aber wirklich mit einem der heutigen 50 ccm Roller vor mich fahren und ernsthaft glauben, man würde mich nicht behindern?! Selbst wenn die Kiste „getürkt“ ist und bis zu 110 km/h laufen sollte, funktioniert das nur über die Drehzahl, – die man erstmal erreichen muß! Beim Anfahren ist der so lahm wie alle anderen auch. Ich erinnere hier an die StVO, in der Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer explizit unter Strafe gestellt wird. Ich erspare es mir an dieser Stelle, den exakten Paragrafen herauszusuchen, denn das wäre hier wirklich zu albern.
Ich habe dem Jüngling dann auch einen Fingerzeig gegeben, den er aber mit einer eindeutigen Einladung zu einem Rennen quittierte.
Oh, du Ahnungsloser! Der Himmel möge dir Erkenntnisse schicken. Vielleicht tut´s aber auch dein Vater.

Gegen Nachmittag dann entdeckte ich am Riegelplatz eine Vorbestellung für einen 7-Sitzer, dessen heimlichem Zauber ich mich nicht entziehen konnte: Also quer durch die Stadt nichts wie hin. Der dortige Taxistand besteht aus 2 getrennt angeordneten Parkbuchten, von denen die hintere für T5 mit langem Radstand in etwa so geeignet ist wie ein Besenschrank für ein Fahrrad. Ich war also gezwungen, den vorderen zu nutzen. Dumm war nur, daß dieser von einem Privatfahrzeug belegt war. Weil´s aber so schön kuschelig ist, habe ich mich direkt davorgestellt. Dank meines Abstandswarners kriegt man das auch so ziemlich zentimetergenau hin. Entgegen sonstiger Erfahrungen war aber der Eigentümer im selben Augenblick vor Ort und wollte auch wegfahren. Normal wäre ja nun gewesen, mich zu fragen, ob ich mal kurz nach vorn fahren kann, aber nichts dergleichen! Im Rückspiegel sah ich, wie er mir die Zunge herausstreckte (!), dann rückwärts in die Rabatte fuhr und abdampfte. Im Rückspiegel erschien mir sein Alter bei etwa 30 – 35 zu liegen, das wahre Leben überrascht einen aber immer wieder. Nach seinem Verhalten zu urteilen kann er nicht älter als 10 Jahre sein.

Kriegt man denn da schon einen Führerschein?!

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Ich werde alt

Ja, es ist wahr! Schließlich lese ich jeden Tag die ´Sächsische Zeitung´ und trotzdem ist mir ein entscheidendes Detail eines meiner Lieblingsthemen entgangen. Erst ein hiesiger Kollege brachte mich auf den Trichter.
Er schrieb mir per E-Mail:

So entspannt kann ich nur bei 8×8 reisen. Bei Funktaxi müssen sich die Fahrgäste anschnallen.

Beigefügt war eine Anzeige in selbiger Zeitung vom 21.7.14:

OhneGurtDa müssen wir natürlich die Waffen strecken. Bei uns muß man sich leider an´s Gesetz halten.
Eines wundert mich außerdem: Die beiden Fahr- oder Sitzgäste sehen eigentlich aus wie ganz normale Bürger. Darf denn „so etwas“ dort überhaupt mitfahren?!

Das ist doch so was von unfein!

PS: Es ist allerdings auch möglich, daß es sich um die Eltern des Fahrers handelt, die bei ihm um eine Audienz nachgesucht haben, damit sie ihn wenigstens mal für eine halbe Stunde zu Gesicht bekommen.

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Der Taxigott haßt mich!

Jeder hat mal Pech und jeder hat mal Glück! So einfach ist die Rechnung – im Normalfall. Wenn diese Regel aber aus dem Ruder läuft, bekommt man das dank eines sehr feinen Gespürs für solche Fälle recht schnell mit. So fällt mir auf, daß ich in letzter Zeit sehr häufig kurz vor einer vielversprechenden Vorbestellung durch einen Sofortruf „weggebeamt“ werde.
So stand ich z.B. gestern um die Mittagszeit in Coschütz in Erwartung einer Dialysefahrt und werde – wie kann es anders sein – 2 Minuten vor der Angst abberufen, um eine Omi für 6,30 € vom NETTO nach Hause zu fahren. Auf dem Weg zurück habe ich dann der Kollegin, die 2 Wagen hinter mir stand, mein Leid geklagt(Jammern hilft manchmal! 😉 ).
Heute nun stand ich am Herzzentrum als Ecke und hinter mir fährt besagte Kollegin auf. In einem Anflug von Galgenhumor habe ich ihr sofort klargemacht, daß wohl sie die Dialysefahrt bekommen wird, weil ich wieder planmäßig 2 Minuten vorher weg bin. – Ich hatte unrecht! Ich war erst etwa 10 Sekunden vorher weg, natürlich wieder für 6,40 €, was sonst?!
Nachdem nun der Rest des Tages ebenfalls keine Bäume herausriss, stand ich am frühen Nachmittag an der Flensburger und erwartete eine VB: 6-Sitzer mit Gepäck. Diese Bezeichnung sowie Ort und Zeit deuteten auf eine sehr lukrative Tour( Vielleicht teilt sich der dann Glückliche mal hier mit ). – Muß ich weitererzählen… ? Nun ja, 5 Minuten vorher war´s vorbei mit der Herrlichkeit. Wieder war die Sofortbestellung für eine ältere Dame(Warum eigentlich ist das fast immer so???). Und ausgerechnet jetzt ruft meine Frau an!! – Ich habe sie abweisen müssen, sonst hätte sie aus meinem Tonfall geschlossen, ich wolle mich scheiden lassen.
Ich habe den ganzen faulen Zauber dann durch ´Termination´ entzaubert. Sehr bezeichnend war die Tatsache, daß ich just bei der Feierabendheimfahrt noch eine relativ einträglich Dialysefahrt abfassen kann. Das heißt für mich: Wenn du Umsatz machen willst, tritt dich der Taxigott in den Arsch, indem er dir Kleckertouren gibt. Willst du allerdings nach Hause, gibt er dir eine Tour, die auch mal extra etwas dauern kann.
Tja, mein lieber, wenn du´s halt so willst, dann kann ich nur sagen:

Du mich auch!!

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Rolle rückwärts

Falls da jemand gedacht hat, daß ein Ausfall der Klimaanlage am T5 bis zur Reparatur endgültig ist, dem muß ich sagen: „Falsch gedacht!“ Als ich nämlich heute vormittag bei stetig steigender Temperatur voller Verzweiflung den Klima-Knopf drückte – wurde es plötzlich kalt! Ein nachfolgendes Aus- und Wiedereinschalten bestätigte dies. Der Tag war nun gerettet, aber was mein Auto elektronisch so treibt,

das wird wohl sein Geheimnis bleiben.

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Grabenkämpfe an der Schwitz-Front

Wenn man im Laufe der Jahr(-zehnte?)e von 67 Kilo auf 100 kommt, dann sinkt leider auch die Wärmeverträglichkeit im selben Verhältnis oder schneller. Deshalb wird diese im Gange befindliche Woche für mich ein Alptraum!
Es fing heute früh eigentlich alles ganz normal an. „Alle Systeme arbeiten normal“, hätte man wohl bei ´Apollo´ und CO. gesagt. Also ab an den Taxistand, Vorbestellung abwarten und dann ran an den Feind… äähhh – Kunden. Beim Einrangieren in die Parklücke dann Verwunderung: Eigentlich bin ich doch nah dran am Hintermann, also warum in Gottes Namen piept es nicht?! Kurze Kontrolle – Ja, bei 10cm Abstand sollte es schon piepen! Sei´s drum, Kunde rein, Fahrt zur Uniklinik, dort an der Schranke Chip ziehen… Wie denn, wenn das Fenster nicht runtergeht?! Na gut: Security-Mann hilft. 🙂
Nun nochmaliger Check des Fensters: Ist wirklich so! Also dann eben gleich zum Hof, da kann ich gleich noch andere Sachen erledigen. Dort übergebe ich das Auto, um 5 Minuten später zu erfahren: „Geht doch alles!“ Recht hat er! Na dann eben wieder ab ins Getümmel.  – Mmhhh – reichlich warm hier drin! Klima ist aber an. Sollte die etwa… Zurück zur Werkstatt und prüfen lassen.
Tja, dem Klimakompressor war´s wohl auch zu heiß und er wollte in Rente gehen und wahrscheinlich noch ein paar seiner Kumpels mitnehmen—> Reparatur nächste Woche! Klasse, eine ganze Woche ohne Klima! Bei Temperaturen knapp unter 30° war dann heute schon mal um 15:30 Uhr Finale statt 21:00 Uhr.  😉 Es ist schon Mist, wenn man seine Körpertempratur mithilfe von Weißbier herunterkühlen muß,

aber es schmeckt herrlich…weißbier

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Asoziale unter sich

Gerade eben wollte ich an der Matratze horchen gehen und nur noch mal schnell bei ARD reinschauen, als plötzlich meine Müdigkeit verflog. Grund war ein Filmbeitrag aus Leipzig. Es ging hierin um einen Jungen ´aus gutem Hause´, der wegen Überfüllung des nächstgelegenen Gymnasiums in ein weiter entferntes, laut Text in einem alten Arbeitergebiet gelegenes umgeschult werden soll. Den Jungen interviewte man auch höchstselbst, weil ja Schüler aus gutem Hause weit intelligenter sind als Erwachsene aus Arbeitergebieten…  Er meinte, ein bißchen fahren bis zur Schule ist ja nicht schlimm, aber es müßte doch nicht in so ein „Assigebiet“ sein! Was meint er nur damit?! – Nun ja, „Assi“ ist die landläufige Kurzbezeichnung für „Asozialer“. Was also ist ein Asozialer? Entsprechend der Herleitung des Wortes bedeutet „asozial“ soviel wie „nicht gemeinschaftsfähig“. Nicht gemeinschaftsfähig ist z.B. jemand, der mit jemand anderem aus irgendwelchen Gründen nicht zusammenleben kann oder will. Dies ist offensichtlich bei dem gesehenen Jungen der Fall, denn er will partout nicht in eine Schule in diesem Gebiet.

Warum also will ein „Assi“ nicht zusammen mit anderen „Assis“ lernen?!

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Der Trend geht zum Zweitspion

Nachdem ich nun nach meinem Urlaub bereits wieder den vierten Tag gefahren bin, habe ich trotzdem kein neues Artikelthema aufreißen können. Aber wie das eben so ist, sorgt meine liebe ´SZ´ doch immer wieder für Munition.

Zweitspion

Aus der ´Sächsischen Zeitung´ vom 10.7.2014

Heute hatte sie wieder eines meiner Lieblingsthemen parat: US-Spionage in Deutschland. Da bin ich doch glatt bereit, vom Leder zu ziehen und bin mir auch nicht für den „Bad Guy“ zu schade. (Sorry, den „Bad Gay“ kann ich nicht.  😉 ) Deshalb bin ich der Meinung, wenn die USA die Spionage als etwas derart Normales ansehen, daß man darüber gar nicht redet, dann machen wir´s doch einfach genauso! Ansonsten blamieren wir uns ja in deren Augen, weil wir zu mädchenhaft sind. Wir müssen nur noch festlegen, was wir ausspionieren wollen. Laßt uns also mal untersuchen, warum die USA Deutschland bespitzeln:
Als Spionagegründe haben wir militärische, politische und wirtschaftliche. Das gehen wir jetzt mal der Reihe nach durch.
1. Militärisch müssen sie uns nicht bespitzeln. Schließlich sind wir in der NATO, verwenden deshalb auch Waffen, die in der NATO bekannt sind und taktisch machen wir sowieso nur, was uns unser großer Bruder UdSSR sagt… Mist! Jetzt habe ich mich doch in der Zeit vertan! Also OK, es ist ja jetzt der große Bruder USA. Da gibt es also nichts zu spitzeln.
2. Politisch sieht es auch trübe aus, denn „politisch begründet“ würde bedeuten, daß in den USA eine unabhängige Politik existiert. Da diese Politik aber vollständig von den „amerikanischen Interessen“ (also wirtschaftlichen) dominiert wird, bleibt nur noch die
3. Wirtschaftsspionage. Man forscht aus, was es Neues gibt und wirft dann ein Riesen-Staatsbudget in den Kampf, um schneller zu sein. Genau so sehe ich das.
Laßt uns also hier einhaken und die USA im Gegenzug wirtschaftlich ausforschen… Nur – was wollen wir damit eigentlich erreichen?! Wollen wir das Wissen zurückerobern, das bei uns abgeschöpft wurde oder vielleicht das Wissen, das wegen ungenügender Förderung aus Deutschland abgewanderte Wissenschaftler in den USA erlangten? Das Verdienst der USA besteht doch im Wesentlichen in der Erkenntnis, daß sich mit deutschen Wissenschaftlern hervorragend arbeiten läßt! So weit ist man in Deutschland leider noch nicht. Schon die Vergangenheit z.B. militärischer Hochtechnologie zeigt dies auf: Wo wären die USA in puncto Raketentechnik, Kernwaffen, Stealthbomber und was weiß ich noch für Hochtechnologien ohne die Deutschen?!
Deshalb wäre es vielleicht am besten, wenn wir freiwillig auch noch die intimsten Nachrichten an die Amerikaner übermitteln. Ich mache hier gleich mal den Anfang, indem ich berichte: „Ich war heute – am 10.7.2014 – exakt um 21:40 Uhr kacken!“ Belegen kann ich dies durch den gewiß installierten Sensor im Spülkasten. Und schon freut sich der Ami, denn, …

… er hat doch nun endlich auch Informationen über unsere Verdauung!

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„Der Willi“

Gestern erhielt ich eine E-Mail von einem – wie er sagt – ´Nebenbei-Fahrer´ aus dem Bereich MTL. Darin ging es um eine Stellungnahme meinerseits zum Thema Mindestlohn in der ´LVZ´. Das soll aber nicht das Thema sein, sondern er… oder besser gesagt sein Status.
Mögliche Begriffe für diesen sind z.B. der vorgenannte sowie weitere namens ´nebenberuflicher Fahrer´, ´Springer´, ´Wochenendfahrer´, ´studentischer Fahrer´, ´Aushilfsfahrer´ und wer weiß was noch für Bezeichnungen, aber „Der Willi“ ???!!

Ich stand vor Jahren einmal mit dem Vito-Fahrer einer anderen Firma auf der „Platte“ (Vorhalteplatz am Flughafen) und unterhielt mich mit ihm über´s  tägliche Geschäft und die Autos. Er war Stammfahrer und hatte in seinem Vito seine eigene Ordnung, was eigentlich überall so ist. Sehr oft sind auch zwei Fahrer auf einem Wagen, die entweder ständig konträre Dienste haben oder eben Wechselschicht fahren. Diese müssen sich dann natürlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, sofern sie verschiedene Ordnungen bevorzugen. Bei mir z.B. sieht das relativ einfach aus: Wir lassen im Prinzip keine privaten Dinge im Taxi außer wir vergessen mal was.   😉
Wenn ich meinen Dienst beginne, weiß ich ganz genau, was ich zusätzlich zu normalen Handgriffen zu tun habe:
1. Fahrersitz ganz runter und ganz nach vorn (Sitzriese 🙂 )
2.Funkgerät Displaybeleuchtung dauerhaft „EIN“ (Tagdienst)
3. Rechten Außenspiegel nach rechts außen stellen (Nutzungsgewohnheiten)
Aus dieser Ordnung heraus beginnt praktisch jede Schicht gleich und das ist gut so.

Anders sieht es dann aber aus, wenn an freien Tagen der Stammfahrer ein Springer fährt. Er fährt vielleicht nur einen Tag pro Woche und das immer auf einem anderen Auto. Er kann nicht jedesmal die Vorlieben der Stammfahrer erfragen, denn schließlich sind sie ja nicht miteinander verheiratet. Die Folge ist, daß mancher Stammfahrer bei seiner nächsten Schicht herummault, weil seine Schicht eben mal nicht ganz genauso begann wie immer.
Und jetzt kommt „Der Willi“ ins Spiel!
Bei meinem damaligen Gespräch klagte der Kollege: „Der Willi hat dieses gemacht und jenes gemacht und anderes hat er nicht gemacht…“ Man muß sich den Inhalt der Klagen ungefähr so vorstellen wie bei der Serie „Frauentausch“. Dort werden sinngemäß auch so ungemein wichtige Themen gewälzt: „Ich wische meinen Flur immer von links nach rechts und es ist unglaublich, daß diese Schlampe ihn ständig andersherum wischt! Ich werde ihr das Neuverlegen der Fliesen in Rechnung stellen!“
Dieser andere Mensch also, der alles anders macht als man selbst, ist „Der Willi“!
Das mit dem Willi habe ich damals allerdings nicht geschnallt und ihm geantwortet, daß ich dazu nichts sagen könne, weil ich ja Willi nicht kenne, über den er sich beschwert. Erst später wurde mir klar, daß das eine Art Herabwürdigung aller Einsatzfahrer sein soll.
Diese nun finde ich völlig deplaziert! Mag der Springer sein, wie er will, aber ein grundsätzliches Mißtrauen hat er nicht verdient. Dabei liegt doch die Zufriedenheitslösung so nahe:

Verbiete doch einfach deinem Chef den Einsatz von Springern!

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Dönerdeutsch

In Anbetracht meiner urlaubsbedingten Themenflaute bin ich heute mehr als dankbar für die Steilvorlage der ´Sächsischen Zeitung´ zum Thema „Kiezdeutsch“. Man kann es natürlich auch so wie die Artikelüberschrift nennen.

Kiezdeutsch

Aus der `Sächsischen Zeitung´ vom 3.7.14

Als Verfechter einer deutschen Sprache, die diesen Namen auch verdient, kann ich an diesem Artikel natürlich nicht kommentarlos vorbei- und zur Tagesordnung übergehen. Also nichts wie vorwärts zur Analyse:

Der erste Absatz über das „spielerische“ Wiederholen eines Wortes mit vorgestelltem „M“ erinnert mich doch stark an die „Löffelsprache“ aus meiner Kindheit. Dort gab es den Beispielsatz: „Duluwu biliwist dolowoof!“ Den eigentlichen Satz dürfte wohl jeder erkennen, der nicht wirklich ´dolowoof´ ist.   😉
Wenn dann im Zusammenhang mit dieser im Artikel genannten Kreation von „innovativ“ gesprochen wird, dann frage ich mich schon, ob man das Fahhrrad alle 50 Jahre neu erfinden muß und dafür noch Applaus verlangt! Die „Löffelsprache“ pflegte man schließlich in den Jahren um 1965. Der Unterschied war nur, daß wir Kinder aus uns selbst kreativ waren, weil es damals hierzulande keinerlei Migranten gab. – Warum eigentlich nicht! Schließlich hatten wir in unserem abgeschotteten und militärisch gesicherten Land die allerbesten Bedingungen für Asylsuchende. Allerdings hatten wir eben keine Währung, die auf dem Weltmarkt hätte bestehen können oder die im Herkunftsland des Asylsuchenden irgendetwas wert gewesen wäre. Ob das wohl irgendeinen Einfluß hatte… ?

Zum weiteren Verlauf des Artikels möchte ich anmerken, daß es tatsächlich Verwerfungen der deutschen Sprache gab und gibt, die vornehmlich aus jugendlichem Munde stammen, sich im Laufe der Jahre dann aber auswachsen. Ärgerlich ist dann nur, wenn Sprachwissenschaftler dies als ganz normale Fortentwicklung der deutschen Sprache bezeichnen, die ja schon seit Jahrhunderten stattfindet. Die Erfahrung zeigt zum Glück, daß die meisten zu einer ordentlichen Ausdrucksweise zurückfinden, spätestens dann, wenn sie eine sogenannte ´höhere gesellschaftliche Stellung´ einnehmen.

Eine besonders lustige Stelle in diesem Beitrag fand ich kurz vor dem letzten Absatz: „Heike Wiese geht davon aus, daß der Einfluß des Türkischen auf das Deutsche weit weniger stark ist als umgekehrt. Wissenschaftler beobachteten seit einer Weile, daß sich in Deutschland das Türkische stark verändert – es übernehme deutsche Ausdrücke und auch Konstruktionen aus der deutschen Grammatik, berichtet sie.“
Da kann ich nur ausrufen: „Ja wat´n Wunder, wo es doch auch Deutsche gibt, die jahrelang im Ausland leben und dann beim Deutschsprechen überlegen müssen. Man stelle sich aber mal vor, der Einfluß der deutschen Sprache würde in der Türkei selbst gravierende Ausmaße annehmen! Die Folge wäre wahrscheinlich ein Zwist ungeahnten Ausmaßes. Erdogans „Gusche“ würde bestimmt rattern wie ein Maschinengewehr.
Im weiteren Text wird dann gesagt: “ …daß Sätze wie: ´Gehst du Bus oder bist du mit Auto?´ in Zukunft zur ganz normalen Hauptstadtsprache gehören werden.“
Dieser Meinung bin ich ganz und gar nicht und selbst wenn:

Was bin ich doch froh, daß ich dort nicht wohnen muß!

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Lebenswege

Weil ich noch immer Urlaub habe, heißt das nicht unbedingt, daß es nichts zu schreiben gäbe.  So geht es mir doch wie Otto, der in einem seiner Sketche positiv erstaunt war, „…wie Einfaches – ja fast Banales – aus der Sicht des Körpers wirkt…!“ Es soll hier allerdings nicht um den menschlichen Körper gehen, sondern darum, was ihm einverleibt wird.
So habe ich doch heute die Zeit genutzt, um wieder einmal einen leckeren Tomatensalat mit Feta zu produzieren. Leider hatte ich aber nicht explizit das Vorhandensein aller Ingredenzien überprüft, weswegen ich mir nicht sicher war, ob z. B. das Öl noch reicht und ob nicht der Essig sogar ganz alle ist. Ich wußte zwar, daß ich vor einiger Zeit eine Essigflasche dem Recycling zugeführt habe, aber an einen Neukauf konnte ich mich nicht erinnern.
Voller Zweifel öffnete ich also den Gewürzschrank und: Gott sei Dank – das Öl reichte noch und auch eine Essigflasche stand dort. Außerdem merkte man dieser sofort an, daß ihr Inhalt seine erste Lebensphase als Alkohol verbracht hat.

Sie war nämlich immer noch total zu!  😉

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Verdienste

Wie schon erwähnt befinde ich mich derzeit im Urlaub. Allerdings bin ich zu Hause und habe deshalb keine Geschichten über ferne Länder (MV) mehr zu erzählen. Was liegt da näher, als sich wieder einmal mit Themen zu beschäftigen, mit denen sich meine Lieblingszeitung auch beschäftigt. Zum Glück habe ich heute ein sehr dankbares Thema gefunden, was ich auch sofort auswalzen möchte:

ScheelIch denke, jeder kennt Walter Scheel als DEN singenden Bundespräsidenten. Man hat eigentlich in der Erinnerung ein positives Gefühl bei seinem Namen. Wenn man nun aber ein landesweit bekanntes Wort anwendet, was da lautet: „Jeder bekommt den Ehepartner, den er verdient!“, dann müßte er ein ganz schlimmer Finger sein. Die Sprüche, die diese seine Ehefrau laut diesem Artikel abgibt, sind wirklich ´unter aller Sau´. Allein der Satz: „Ich darf das, ich bin Frau Scheel!“ sagt einem doch alles. Da ist eine alternde Frau, die in ihrem Leben nichts weiter geschafft hat, als Frau Scheel zu sein und das will sie bis an ihr Ende selig auskosten.

Das hat er wirklich nicht verdient!

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Auf hoher(m) See

Wer mich in dieser Woche noch nicht auf Dresdens Straßen gesehen hat, muß sich keine Gedanken machen, denn dort bin ich tatsächlich nicht. Ich kann zwar nicht in den Urlaub fliegen, wie es so mancher schafft, der seinen Angaben zufolge auch kein Geld hat, aber mit dem Auto an den Plauer See – das geht noch.
Nicht umsonst haben wir uns eine Urlaubsunterkunft gesucht, bei der die Benutzung eines Ruderbootes inklusive ist. Nicht, daß ich eine Vorliebe für´s Rudern hätte, aber schließlich habe ich mir ja schnell noch einen elektrischen Außenborder gegönnt.
Heute nun war wettermäßig der erste Tag seit Sonnabend, wo man rausfahren konnte. Die Sache war so eine Art Jungfernfahrt – für den Außenborder und für meine Erfahrungen damit. Ich kann voller Befriedigung sagen: Entjungfert! Ich hätte gar nicht gedacht, daß man mit einer relativ kleinen Batterie(55Ah) über 3 Stunden fahren kann und immer noch Reserven hat. Der Motor hat eine LED-Kapazitätsanzeige von 1 bis 10, von denen am Ende der Fahrt nur die 9 und 10 erloschen waren und die 8 blinkte. Alle Achtung für diesen sparsamen Vortrieb, das hätte ich nicht gedacht. Dabei hatten wir die letzte halbe Stunde mit „Vollgas“ zurückgelegt, weil sich ein Regenfeld näherte. Zum Glück zog das aber ab und so machten wir noch schnell eine nächste „Vollgastour“ zum gegenüberliegenden Ufer. Auf dem Weg dorthin hörten wir dann Polizei und/oder Feuerwehrsirenen, die erstaunlicherweise direkt in unsere Richtung zu fahren schienen. – Das war dann auch tatsächlich so! Am Rande der relativ schmalen Straße in unserem Urlaubsort baute sich ein Sammelsurium von 5 Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen auf. Etwas später tauchte auch noch ein Boot der Wasserschutzpolizei auf. Das Ganze schien recht mysteriös… , aber Erleuchtung nahte:
Nachdem wir nämlich mit voller Kraft das heimische Ufer erreicht hatten und der Regen noch weit genug weg war, wollte meine Frau unbedingt den Rest des Weges rudern. Gesagt, getan und ab ging´s per Muskelkraft. Merkwürdig war wenig später nur eins: Unsere weiß Gott sehr kleine Bugwelle schillerte in allen Regenbogenfarben! Mit der Nase knapp über der Wasseroberfläche glaubte ich dann einen Anflug von Altöl wahrzunehmen. Als alter Ostauto-Bastler vergißt man nämlich diesen Geruch nie. 😉
Es stellte sich heraus, daß die Einsatzkräfte exakt wegen dieses Ölteppichs kamen. Ich konnte ihnen sogar noch helfen durch die Mitteilung, daß wir das Öl schon etwa 200 Meter vor dem Hafen bemerkt haben. Bis dahin dachte man, daß die Quelle dort zu suchen sei, aber der Wind kam ja landwärts.

Ein Glück, daß so ein alter Seebär zur Stelle war!

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Vertauschtes Interesse

Steht oft meine hiesige Lieblingszeitung im Fokus meines Blogs, so stand heute mein Blog im Fokus meiner Lieblingszeitung. Dieser Artikel erschien heute in der ´Sächsischen Zeitung´:SZ-Artikel

Wem die Buchstaben zu klein sind, der klickt einfach auf den Artikel und erhält ihn größer.
Ich möchte der Autorin Nadja Laske nicht unbedingt dafür danken, daß der Artikel überhaupt erschien, sondern eher dafür, daß sie auch Hintergründe und Hintergedanken meines Blogs erfragt hat. Auch dem Fotografen muß ich Achtung zollen. Wie ich aussehe, weiß ich natürlich selbst am besten, denn ich muß mich ja jeden Morgen im Spiegel ertragen. Dafür hat er mich aber ganz gut rübergebracht. Und falls einer denkt: „Ja was, Handy raus und geknipst!“, dann geht die Sache wohl zielsicher in die Hose.
Zum Inhalt müßte ich nur eine kleine, aber wichtige Korrektur einfügen: Ich fuhr nicht zwei, sondern drei Jahre lang „Zetteltaxe“ und habe nicht irgendwann wegen Störung des Familienfriedens aufgehört, sondern der Bruch kam exakt mit der Währungsunion. „Richtiges“ Geld bringt nämlich auch „richtige“ Halunken mit sich und meine Frau hatte einfach keinen Bock drauf, mich irgendwann wegen 200 oder 300 DM in der Kiste nach Hause geschickt zu bekommen.
Ein kleiner Nachtrag wäre vielleicht noch wichtig. Es geht um eines meiner Leib- und Magen-Themen: Chauffeurdienste! Teilweise überschneiden sich ja deren Leistungen mit den unseren, aber es gibt auch Akzeptanzunterschiede. So ist es z.B. der Omi von nebenan eher peinlich, wenn sie von einem Fahrer im Anzug in einer schwarzen Limousine ins Krankenhaus gefahren wird. Das erinnert schließlich zu sehr an die letzte Fahrt! Im Bereich der Geschäftsleute mag das eher angehen, wobei ich auch hier das Gefühl nicht loswerde, daß es oftmals nicht um den schwarzen Anzug geht, sondern um… äähhh um – nun ja, wie sage ich das jetzt? Ich habe mich natürlich im Laufe der Zeit mit einigen Leuten über das Thema unterhalten und habe oft durch die Blume herausgehört: Dunkler Anzug oder nicht ist Wurst, Hauptsache kein dunkles Gesicht.
Ressentiments hin oder her, das ist nicht das Thema. Wichtig ist nur, daß ein Fahrer im Anzug nicht automatisch der bessere Mensch oder Dienstleister ist. Sie wissen doch: Ein Schwein im Fr… Ach so, das kennen sie schon!

Na dann, ab dafür!  😉

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Legal durch Wiederholung

Man stelle sich mal Folgendes vor: Ich stehe irgendwo in der Stadt und direkt vor meinen Augen schlitzt jemand einem anderen mit dem Messer die Kehle auf. Auf meinen Einwand, daß das so nicht gehe, wird mir geantwortet, daß er das jeden Tag so macht und daß ich ja schließlich kein Blut auf die Hosen bekommen habe und deshalb wohl kaum ein Recht habe, mich zu beschweren.
Schwachsinnsidee?! Wohl kaum! …na ja, ich gebe zu, daß das Delikt etwas weniger blutrünstig war, aber der Grundtenor der Rechtfertigung war derselbe.
So stand ich heute als Erster am Ersatzhalteplatz Fetscherplatz. Dessen Situation kann man sich auf Google-Earth anschauen, wenn man diese Koordinaten reinkopiert: 51°02’47.21″ N  13°46’12.15″ O . Der Halteplatz beginnt an der Ecke Nikolaistr. – Reißigerstr. Richtung Osten und endet am Halteverbotsschild.
Kurz nachdem ich auf die erste Position gerückt war, kam ein roter Kleinwagen eines Pflegeanbieters und rangierte sich direkt vor mir ein. Normalerweise wäre dagegen nichts zu sagen, nur stand er zwangsläufig im Halteverbot und außerdem direkt in meinem Ausfahrt-Wendekreis. Ab hier lief es ähnlich wie oben beschrieben: Auf meine Beschwerde über sein Manöver antwortete er, daß er das jeden Tag mache und er mich ja auch nicht behindert. Um mir das zu beweisen, ging er nach hinten und dirigierte mein Rückwärtsstoßen, da ich tatsächlich gerade einen Auftrag erhalten hatte. Daß ich Rückfahrsensoren drin habe, muß ich ihm ja nicht unbedingt sagen.
Lassen wir uns das Ganze doch einfach noch mal durch den Kopf gehen: Daß ich behindert werde, negiert er, hilft aber gleichzeitig beim Ausparken. Behindert er also doch – oder wie oder was? Daß er im absoluten Halteverbot steht, interessiert ihn auch nicht, denn er macht es ja immer, quasi als eine Art Gewohnheitsrecht auf Gesetzesvergehen. Da könnte man ihm doch rein aus Gewohnheit 500 € Bußgeld pro Monat aufdrücken, oder nicht?!

Ob ihn das behindert?

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Festival der Internet-Idioten

Aus gegebenem Anlaß möchte ich mich an dieser Stelle einmal outen: Ich habe insgesamt 12 E-Mail-Adressen bei 3 Providern. Diese Internet-Präsenz zeigt aber nur eine einzige. Nun bekomme ich seit einiger Zeit Mails, die an Dreistigkeit, Blauäugigkeit und Idiotie kaum noch zu überbieten sind. Eine kleine Kostprobe davon habe ich schon mal zum Besten gegeben. In ähnlicher Weise geht es seitdem weiter. Heute nun wieder so ein Ding:

Guten Tag,

Vergessen Sie nicht: Sie schulden 180.71 Euro per 12.06.14!

Gerbert Paschke
+49 711 8591 465

Dabei ist dann ein Anhang im DOC-Format.
Ich frage mich langsam: Ist der Schreiber so blöd, daß er denkt, darauf würde noch irgendjemand hereinfallen oder fallen tatsächlich noch welche rein?! Diese Tricks sind doch nun wirklich so hirnlos und abgedroschen, daß es schon peinlich ist!
Nun aber möchte ich noch meine Einleitung erklären: Die Mailadresse des Taxiblogs ist die einzige, die öffentlich im Internet zu lesen ist und genau hier laufen die Mails auf. Daran sieht man doch, daß die Verfasser solcher Mails sogar die Arbeit des Sammelns von Email-Adressen scheuen und dieses von Robots erledigen lassen. Mit richtiger Arbeit scheinen sie es also nicht so zu haben.
Liebe junge Freunde, ich möchte euch einen Rat geben: Versucht es mal mit ehrlicher Arbeit.

Ihr glaubt gar nicht, wie befreiend das ist, wenn man sein allererstes Regal eigenhändig an die Wand geschraubt hat! Ehrlich!

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Wie man Stellenangebote richtig interpretiert

Es ist doch immer wieder interessant, wenn man schaut, was die Konkurrenz so treibt. Das ist so eine Art zwanghaftes Hobby von mir. Ein weiteres Hobby meinerseits ist das richtige Lesen von Stellenanzeigen, welche ja meistens mehr mit Werbung zu tun haben als man glaubt.
Wie passend ist es dann doch, wenn sich beide Hobbies in einem Punkt treffen, wie z. B. in diesem hier:

8x8

Aus der ´Dresdner Morgenpost´vom 14.6.2014

Das klingt schon mal nicht schlecht… , wenn man nur liest und nicht nachdenkt!
Ich lese Folgendes:
„Liebe(r) junge(r) Bewerber(in), dies hier ist der Traumjob für dich, wenn dir deine Rente egal ist, du mit wenig Geld zufrieden bist, mit Dienst auf Abruf einverstanden bist und dich nicht unterstehst, irgendwann einmal mehr Geld oder vielleicht sogar einen „ordentlichen “ Arbeitsvertrag zu fordern. Weiterhin solltest du aber Kenntnisse haben, die normalerweise ein Taxifahrer in 5 Jahren Tätigkeit erwirbt, zusätzlich aber die 5 jährige Erfahrung einer Sekretärin oder mindestens eines Call-Center-Agents. Die Nicht-Kenntnis der ´Hans-Böheim-Straße´ geht z. B. gar nicht!
Da hoffe ich doch, daß die Anzeige von Erfolg gekrönt wird, denn immerhin kostet die ja auch Einiges.

Ein Insolvenz- oder Stundungsantrag käme aber wahrscheinlich wesentlich teurer! 😉

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